{"id":25250,"date":"2013-02-08T14:52:06","date_gmt":"2013-02-08T12:52:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=25250"},"modified":"2013-02-08T14:52:06","modified_gmt":"2013-02-08T12:52:06","slug":"zu-%c2%a7-141-buchfuhrungspflicht-bestimmter-steuerpflichtiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/zu-%c2%a7-141-buchfuhrungspflicht-bestimmter-steuerpflichtiger\/","title":{"rendered":"Zu \u00a7 141 &#8211; Buchf\u00fchrungspflicht bestimmter Steuerpflichtiger:"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zu \u00a7 141 &#8211; Buchf\u00fchrungspflicht bestimmter Steuerpflichtiger:<\/strong><\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">1.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Die Vorschrift findet nur Anwendung, wenn sich nicht bereits eine Buchf\u00fchrungspflicht nach \u00a7 140 ergibt. <sup>2<\/sup>Unter die Vorschrift fallen gewerbliche Unternehmer sowie Land- und Forstwirte, nicht jedoch Freiberufler. <sup>3<\/sup>Gewerbliche Unternehmer sind solche Unternehmer, die einen Gewerbebetrieb i.S.d. \u00a7 15 Abs. 2 oder 3 EStG bzw. des \u00a7 2 Abs. 2 oder 3 GewStG aus\u00fcben.<sup>1<\/sup>Ausl\u00e4ndische Unternehmen fallen unter die Vorschrift jedenfalls dann, wenn und soweit sie im Inland eine Betriebsst\u00e4tte unterhalten oder einen st\u00e4ndigen Vertreter bestellt haben (BFH-Urteil vom 14.9.1994 &#8211; I R 116\/93 &#8211; BStBl 1995 II, S. 238). <sup>2<\/sup>Die Buchf\u00fchrungspflicht einer Personengesellschaft erstreckt sich auch auf das Sonderbetriebsverm\u00f6gen ihrer Gesellschafter. <sup>3<\/sup>Die Gesellschafter selbst sind insoweit nicht buchf\u00fchrungspflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">2.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Die Finanzbeh\u00f6rde kann die Feststellung i.S.d. \u00a7 141 Abs. 1 im Rahmen eines Steuer- oder Feststellungsbescheides oder durch einen selbst\u00e4ndigen feststellenden Verwaltungsakt treffen. <sup>2<\/sup>Die Feststellung kann aber auch mit der Mitteilung \u00fcber den Beginn der Buchf\u00fchrungspflicht nach \u00a7 141 Abs. 2 verbunden werden und bildet dann mit ihr einen einheitlichen Verwaltungsakt (BFH-Urteil vom 23.6.1983 &#8211; IV R 3\/82 &#8211; BStBl II, S. 768).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">3.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Die Buchf\u00fchrungsgrenzen beziehen sich grunds\u00e4tzlich auf den einzelnen Betrieb (zum Begriff vgl. BFH-Urteil vom 13.10.1988 &#8211; IV R 136\/85 &#8211; BStBl 1989 II, S. 7), auch wenn der Steuerpflichtige mehrere Betriebe der gleichen Einkunftsart hat. <sup>2<\/sup>Eine Ausnahme gilt f\u00fcr steuerbeg\u00fcnstigte K\u00f6rperschaften, bei denen mehrere steuerpflichtige wirtschaftliche Gesch\u00e4ftsbetriebe als ein Betrieb zu behandeln sind (\u00a7 64 Abs. 2). <sup>3<\/sup>In den ma\u00dfgebenden Umsatz (\u00a7 141 Abs. 1 Nr. 1) sind auch die nicht steuerbaren Auslandsums\u00e4tze einzubeziehen. <sup>4<\/sup>Sie sind ggf. zu sch\u00e4tzen; \u00a7 162 gilt entsprechend. <sup>5<\/sup>Da die Gewinngrenze f\u00fcr die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (\u00a7 141 Abs. 1 Nr. 5) auf das Kalenderjahr abstellt, werden bei einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr die zeitanteiligen Gewinne aus zwei Wirtschaftsjahren angesetzt. <sup>6<\/sup>F\u00fcr die Bestimmung der Buchf\u00fchrungsgrenzen nach \u00a7 141 Abs. 1 Nr. 3 sind die Einzelertragswerte der im Einheitswert erfassten Nebenbetriebe bei der Ermittlung des Wirtschaftswertes der selbstbewirtschafteten Fl\u00e4chen nicht anzusetzen (BFH-Urteil vom 6.7.1989 &#8211; IV R 97\/87 &#8211; BStBl 1990 II, S. 606).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">4.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Die Finanzbeh\u00f6rde hat den Steuerpflichtigen auf den Beginn der Buchf\u00fchrungspflicht hinzuweisen. <sup>2<\/sup>Diese Mitteilung soll dem Steuerpflichtigen mindestens einen Monat vor Beginn des Wirtschaftsjahres bekannt gegeben werden, von dessen Beginn ab die Buchf\u00fchrungspflicht zu erf\u00fcllen ist. <sup>3<\/sup>Zur Bekanntgabe der Mitteilung \u00fcber den Beginn der Buchf\u00fchrungspflicht bei ungekl\u00e4rter Unternehmereigenschaft der Ehegatten als Miteigent\u00fcmer der Nutzfl\u00e4chen eines landwirtschaftlichen Betriebs Hinweis auf BFH-Urteile vom 23.1.1986 &#8211; IV R 108\/85 &#8211; BStBl II, S. 539, und vom 26.11.1987 &#8211; IV R 22\/86 &#8211; BStBl 1988 II, S. 238. <sup>4<\/sup>Werden die Buchf\u00fchrungsgrenzen nicht mehr \u00fcberschritten, so wird der Wegfall der Buchf\u00fchrungspflicht dann nicht wirksam, wenn die Finanzbeh\u00f6rde vor dem Erl\u00f6schen der Verpflichtung wiederum das Bestehen der Buchf\u00fchrungspflicht feststellt. <sup>5<\/sup>Beim einmaligen \u00dcberschreiten der Buchf\u00fchrungsgrenze soll auf Antrag nach \u00a7 148 Befreiung von der Buchf\u00fchrungspflicht bewilligt werden, wenn nicht zu erwarten ist, dass die Grenze auch sp\u00e4ter \u00fcberschritten wird. <sup>6<\/sup>Bei der Pr\u00fcfung, ob die in \u00a7 141 Abs. 1 Nr. 4 und 5 aufgef\u00fchrten Buchf\u00fchrungsgrenzen \u00fcberschritten werden, sind erh\u00f6hte Absetzungen f\u00fcr Abnutzung sowie Sonderabschreibungen unber\u00fccksichtigt zu lassen (\u00a7 7a Abs. 6 EStG). <sup>7<\/sup>Erh\u00f6hte Absetzungen f\u00fcr Abnutzung sind nur insoweit dem Gewinn zuzurechnen, als diese die Absetzungsbetr\u00e4ge nach \u00a7 7 Abs. 1 oder 4 EStG \u00fcbersteigen (\u00a7 7a Abs. 3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">5.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Die Buchf\u00fchrungspflicht geht nach \u00a7 141 Abs. 3 kraft Gesetzes \u00fcber. <sup>2<\/sup>Es ist nicht Voraussetzung, dass eine der in \u00a7 141 Abs. 1 Nrn. 1 bis 5 aufgef\u00fchrten Buchf\u00fchrungsgrenzen \u00fcberschritten ist. <sup>3<\/sup>Als Eigent\u00fcmer bzw. Nutzungsberechtigter kommen z.B. in Betracht: Erwerber, Erbe, P\u00e4chter, Nie\u00dfbraucher. <sup>4<\/sup>Eine \u00dcbernahme des Betriebs im Ganzen liegt vor, wenn seine Identit\u00e4t gewahrt bleibt. <sup>5<\/sup>Dies ist der Fall, wenn die wesentlichen Grundlagen des Betriebs als einheitliches Ganzes erhalten bleiben. <sup>6<\/sup>Dies liegt nicht vor, wenn nur der landwirtschaftliche, nicht aber auch der forstwirtschaftliche Teilbetrieb \u00fcbernommen wird (BFH-Urteil vom 24.2.1994 &#8211; IV R 4\/93 &#8211; BStBl II, S. 677).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu \u00a7 141 &#8211; Buchf\u00fchrungspflicht bestimmter Steuerpflichtiger: 1. 1Die Vorschrift findet nur Anwendung, wenn sich nicht bereits eine Buchf\u00fchrungspflicht nach \u00a7 140 ergibt. 2Unter die Vorschrift fallen gewerbliche Unternehmer sowie Land- und Forstwirte, nicht jedoch Freiberufler. 3Gewerbliche Unternehmer sind solche Unternehmer, die einen Gewerbebetrieb i.S.d. \u00a7 15 Abs. 2 oder 3 EStG bzw. des \u00a7 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/zu-%c2%a7-141-buchfuhrungspflicht-bestimmter-steuerpflichtiger\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zu \u00a7 141 &#8211; Buchf\u00fchrungspflicht bestimmter Steuerpflichtiger:<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2083],"class_list":["post-25250","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer","tag-buchfuhrungspflicht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25250","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=25250"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/25250\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=25250"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=25250"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=25250"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}