{"id":25306,"date":"2013-02-08T15:23:47","date_gmt":"2013-02-08T13:23:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=25306"},"modified":"2013-02-08T15:23:47","modified_gmt":"2013-02-08T13:23:47","slug":"zu-%c2%a7-162-schatzung-von-besteuerungsgrundlagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/zu-%c2%a7-162-schatzung-von-besteuerungsgrundlagen\/","title":{"rendered":"Zu \u00a7 162 &#8211; Sch\u00e4tzung von Besteuerungsgrundlagen:"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zu \u00a7 162 &#8211; Sch\u00e4tzung von Besteuerungsgrundlagen:<\/strong><\/p>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">1.<\/td>\n<td valign=\"top\">Bei der Sch\u00e4tzung der Besteuerungsgrundlagen in den F\u00e4llen des \u00a7 155 Abs. 2 handelt es sich um eine vorl\u00e4ufige Ma\u00dfnahme des Wohnsitzfinanzamtes, der ein Grundlagenbescheid nachfolgen muss (BFH-Urteil vom 26.7.1983 &#8211; VIII R 28\/79 &#8211; BStBl 1984 II, S. 290).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">2.<\/td>\n<td valign=\"top\">Wegen der Pflicht zur Abgabe einer Steuererkl\u00e4rung trotz Sch\u00e4tzung siehe \u00a7 149 Abs. 1 Satz 4.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">3.<\/td>\n<td valign=\"top\">Wegen der nur eingeschr\u00e4nkten Offenlegung der Verh\u00e4ltnisse von Vergleichsbetrieben vgl. zu \u00a7 30, Nr. 4.5 .<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">4.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Werden die Besteuerungsgrundlagen wegen Nichtabgabe der Steuererkl\u00e4rung gesch\u00e4tzt, ist die Steuer unter Nachpr\u00fcfungsvorbehalt (\u00a7 164) festzusetzen, wenn der Fall f\u00fcr eine eventuelle sp\u00e4tere \u00dcberpr\u00fcfung offen gehalten werden soll. <sup>2<\/sup>Dies gilt z.B. wenn eine den Sch\u00e4tzungszeitraum umfassende Au\u00dfenpr\u00fcfung vorgesehen ist oder zu erwarten ist, dass der Steuerpflichtige nach Erlass des Bescheids die Steuererkl\u00e4rung nachreicht.<sup>3<\/sup>Die unter Nachpr\u00fcfungsvorbehalt stehende Steuerfestsetzung ist &#8211; sofern der Steuerpflichtige keinen Einspruch eingelegt bzw. keinen \u00c4nderungsantrag gestellt hat und auch keine Au\u00dfenpr\u00fcfung vorgesehen ist &#8211; bei der Veranlagung f\u00fcr das Folgejahr zu \u00fcberpr\u00fcfen. <sup>4<\/sup>Dabei sind auch die in einem eventuellen Vollstreckungsverfahren gewonnenen Erkenntnisse zu ber\u00fccksichtigen. <sup>5<\/sup>Der Nachpr\u00fcfungsvorbehalt ist danach grunds\u00e4tzlich aufzuheben, auch wenn die Steuerfestsetzung nicht zu \u00e4ndern ist.<\/p>\n<p><sup>6<\/sup>Zur Aufhebung des Nachpr\u00fcfungsvorbehalts in F\u00e4llen einer Fristsetzung nach \u00a7 364 b vgl. zu \u00a7 364 b, Nr. 2.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">5.<\/td>\n<td valign=\"top\">Wegen der Befugnis zur Sch\u00e4tzung bei Verletzung der Mitwirkungspflicht nach \u00a7 90 Abs. 2 vgl. zu \u00a7 90, Nr. 1.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">6.<\/td>\n<td valign=\"top\"><sup>1<\/sup>Die Besteuerungsgrundlagen sind nach \u00a7 162 Abs. 1 unter anderem dann zu sch\u00e4tzen, wenn tats\u00e4chliche Anhaltspunkte daf\u00fcr bestehen, dass die vom Steuerpflichtigen gemachten Angaben zu steuerpflichtigen Einnahmen oder Betriebsverm\u00f6gensmehrungen unrichtig oder unvollst\u00e4ndig sind. <sup>2<\/sup>Hat der Steuerpflichtige in einem derartigen Fall die Zustimmung zu einem Kontenabruf verweigert (\u00a7 93 Abs. 7 Satz 1 Nr. 5), sind die nach Einsch\u00e4tzung der Finanzbeh\u00f6rde nicht erkl\u00e4rten steuerpflichtigen Einnahmen oder Betriebsverm\u00f6gensmehrungen nach \u00a7 162 Abs. 2 Satz 2 dritte Alternative zu sch\u00e4tzen. <sup>3<\/sup>In diesem Fall kann zu Lasten des Steuerpflichtigen von einem Sachverhalt ausgegangen werden, f\u00fcr den unter Ber\u00fccksichtigung seiner Beweisn\u00e4he und seiner Verantwortung f\u00fcr die Aufkl\u00e4rung des Sachverhalts eine gewisse Wahrscheinlichkeit spricht. <sup>4<\/sup>Gleiches gilt, wenn ein mit Zustimmung des Steuerpflichtigen durchgef\u00fchrter Kontenabruf keine neuen Erkenntnisse gebracht hat, z. B. bei auf ausl\u00e4ndischen -und deswegen durch einen Kontenabruf nicht ermittelbaren -Konten zugeflossenen Einnahmen oder bei baren Einnahmen. <sup>5<\/sup>In diesen F\u00e4llen ist auch weiterhin eine Sch\u00e4tzung nach \u00a7 162 m\u00f6glich, wenn Anhaltspunkte daf\u00fcr vorliegen, dass die Angaben \u00fcber Einnahmen oder Betriebsverm\u00f6gensmehrungen nicht vollst\u00e4ndig oder unzutreffend sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu \u00a7 162 &#8211; Sch\u00e4tzung von Besteuerungsgrundlagen: 1. Bei der Sch\u00e4tzung der Besteuerungsgrundlagen in den F\u00e4llen des \u00a7 155 Abs. 2 handelt es sich um eine vorl\u00e4ufige Ma\u00dfnahme des Wohnsitzfinanzamtes, der ein Grundlagenbescheid nachfolgen muss (BFH-Urteil vom 26.7.1983 &#8211; VIII R 28\/79 &#8211; BStBl 1984 II, S. 290). 2. 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