{"id":25993,"date":"2013-02-19T12:37:23","date_gmt":"2013-02-19T10:37:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=25993"},"modified":"2013-07-18T12:02:03","modified_gmt":"2013-07-18T10:02:03","slug":"zu-%c2%a7-234-stundungszinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/zu-%c2%a7-234-stundungszinsen\/","title":{"rendered":"Zu \u00a7 234 &#8211; Stundungszinsen:"},"content":{"rendered":"<p><strong>Zu \u00a7 234 &#8211; Stundungszinsen:<\/strong><\/p>\n<p><strong><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"line-height: normal;\">1.<\/span><\/span>\u00a0<\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p><sup>1<\/sup>Stundungszinsen werden f\u00fcr die Dauer der gew\u00e4hrten Stundung erhoben.\u00a0<sup>2<\/sup>Ihre H\u00f6he \u00e4ndert sich nicht, wenn der Steuerpflichtige vor oder nach dem Zahlungstermin zahlt, der in der Stundungsverf\u00fcgung festgelegt ist (Sollverzinsung).<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Eine vorzeitige Tilgung f\u00fchrt nicht automatisch zu einer Erm\u00e4\u00dfigung der Stundungszinsen.\u00a0<sup>4<\/sup>Soweit der gestundete Anspruch allerdings mehr als ein Monat vor F\u00e4lligkeit getilgt wird, kann auf bereits festgesetzte Stundungszinsen f\u00fcr den Zeitraum ab Eingang der Leistung auf Antrag verzichtet werden (\u00a7 234 Abs. 2).\u00a0<sup>5<\/sup>Eine versp\u00e4tete Zahlung l\u00f6st zus\u00e4tzlich S\u00e4umniszuschl\u00e4ge aus.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"gwt-debug-doc_part_HI944110\"><strong><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"line-height: normal;\">2.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p><sup>1<\/sup>Wird die gestundete Steuerforderung vor Ablauf des Stundungszeitraums herabgesetzt, ist der Zinsbescheid nach \u00a7 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 entsprechend zu \u00e4ndern.\u00a0<sup>2<\/sup>Eine Aufhebung, \u00c4nderung oder Berichtigung der Steuerfestsetzung nach Ablauf der Stundung hat keine Auswirkungen auf die Stundungszinsen (\u00a7 234 Abs. 1 Satz 2).\u00a0<sup>3<\/sup>Werden Vorauszahlungen gestundet, sind Stundungszinsen nur im Hinblick auf eine \u00c4nderung der Vorauszahlungsfestsetzung, nicht aber im Hinblick auf die Festsetzung der Jahressteuer herabzusetzen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"line-height: normal;\">3.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p><sup>1<\/sup>Die Stundungszinsen werden regelm\u00e4\u00dfig zusammen mit der Stundungsverf\u00fcgung durch Zinsbescheid festgesetzt.\u00a0<sup>2<\/sup>Die Formvorschriften f\u00fcr Steuerbescheide (\u00a7 157 Abs. 1, ggf. \u00a7 87a Abs. 4) gelten entsprechend.<\/p>\n<p><sup>3<\/sup>Sofern nicht besondere Umst\u00e4nde des Einzelfalls eine andere Regelung erfordern, sind die Stundungszinsen zusammen mit der letzten Rate zu erheben.\u00a0<sup>4<\/sup>Bei einer Aufhebung der Stundungsverf\u00fcgung (R\u00fccknahme oder Widerruf) sind auch die auf ihr beruhenden Zinsbescheide aufzuheben oder zu \u00e4ndern; \u00a7\u00a7 175\u00a0Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 171 Abs. 10 gelten gem\u00e4\u00df \u00a7 239 Abs. 1 Satz 1 entsprechend.<\/p>\n<div>\n<div><strong>Praxis-Beispiel<\/strong><\/div>\n<div>\n<p><strong>Beispiel:<\/strong><\/p>\n<p>Das Finanzamt hat am 10.3.2004 eine am 25.2.2004 f\u00e4llige Einkommensteuerforderung von 3.600 EUR ab F\u00e4lligkeit gestundet. Der Betrag ist in 12 gleichen Monatsraten von 300 EUR, beginnend am 1.4.2004, zu zahlen. Die Zinsen von 117 EUR sind zusammen mit der letzten Rate am 1. M\u00e4rz 2005 zu erheben.<\/p>\n<p>Das Finanzamt erf\u00e4hrt im August 2004, dass eine wesentliche Verbesserung der Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse des Schuldners eingetreten ist. Es widerruft deshalb die Stundung nach \u00a7 131 Abs. 2 Nr. 3 und stellt den gesamten Restbetrag von 2.100 EUR zum 1.9.2004 f\u00e4llig.<\/p>\n<p>Der Zinsbescheid ist nach \u00a7 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zu \u00e4ndern. Die Zinsen i.H.v. insgesamt 85 EUR (gerundet nach \u00a7 239 Abs. 2 Satz 1) sind zum 1.9.2004 zu erheben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"gwt-debug-doc_part_HI944112\"><strong><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"line-height: normal;\">4.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p><sup>1<\/sup>Der Zinslauf beginnt bei den Stundungszinsen an dem ersten Tag, f\u00fcr den die Stundung wirksam wird (\u00a7 238 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. \u00a7 234 Abs. 1 Satz 1).\u00a0<sup>2<\/sup>Bei einer Stundung ab F\u00e4lligkeit beginnt der Zinslauf am Tag nach Ablauf der ggf. nach \u00a7 108 Abs. 3 verl\u00e4ngerten Zahlungsfrist.<\/p>\n<div>\n<div><strong>Praxis-Beispiel<\/strong><\/div>\n<div>\n<p><strong>Beispiele:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>F\u00e4lligkeitstag ist der 12.3.2004 (Freitag). Der Zinslauf beginnt am 13.3.2004 (Sonnabend).<\/li>\n<li>F\u00e4lligkeitstag ist der 13.3.2004 (Sonnabend). Die Zahlungsfrist endet nach \u00a7 108 Abs. 3 erst am 15.3.2004 (Montag). Der Zinslauf beginnt am 16.3.2004 (Dienstag).<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><sup>3<\/sup>Wegen der F\u00e4lligkeit der Anmeldungssteuern vgl. zu \u00a7 240, Nr. 1 Satz 2.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"gwt-debug-doc_part_HI944113\"><strong>5.<\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p><sup>1<\/sup>Der Zinslauf endet mit Ablauf des letzten Tages, f\u00fcr den die Stundung ausgesprochen worden ist.\u00a0<sup>2<\/sup>Ist dieser Tag ein Sonnabend, ein Sonntag oder ein gesetzlicher Feiertag, endet der Zinslauf erst am n\u00e4chstfolgenden Werktag.\u00a0<sup>3<\/sup>Wegen der Berechnung vgl. zu \u00a7 238, Nr. 1.<\/p>\n<div>\n<div><strong>Praxis-Beispiel<\/strong><\/div>\n<div>\n<p><strong>Beispiele:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Die Steuer ist bis zum 26.3.2004 (Freitag) gestundet. Der Zinslauf endet am 26.3.2004.<\/li>\n<li>Die Steuer ist bis zum 27.3.2004 (Sonnabend) gestundet. Der Zinslauf endet nach \u00a7 108 Abs. 3 am 29.3.2004 (Montag).<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><sup>4<\/sup>In Insolvenzverfahren endet der Zinslauf sp\u00e4testens mit Er\u00f6ffnung des Insolvenzverfahrens, da zu diesem Zeitpunkt die gestundete Steuerforderung f\u00e4llig wird (\u00a7 41 Abs. 1 InsO).\u00a0<sup>5<\/sup>Eine bereits erfolgte Festsetzung von Stundungszinsen ist ggf. zu korrigieren.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"gwt-debug-doc_part_HI944114\"><strong>6.<\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p>Stundungszinsen sind nur f\u00fcr volle Monate zu zahlen; angefangene Monate bleiben au\u00dfer Ansatz (\u00a7 238 Abs. 1 Satz 2); vgl. auch zu \u00a7 238, Nr. 1.<\/p>\n<div>\n<div><strong>Praxis-Beispiel<\/strong><\/div>\n<div>\n<p><strong>Beispiele:<\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<table>\n<colgroup>\n<col width=\"19.996001%\" \/>\n<col width=\"19.996001%\" \/>\n<col width=\"19.996001%\" \/>\n<col width=\"19.996001%\" \/>\n<col width=\"20.015997%\" \/><\/colgroup>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ende der urspr\u00fcnglichen Zahlungsfrist<\/td>\n<td>Beginn des Zinslaufs<\/td>\n<td>Ablauf der Stundung nach Stundungsverf\u00fcgung<\/td>\n<td>Ende des Zinslaufs<\/td>\n<td>Voller Monat<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>13.05.2004 (Do)<\/td>\n<td>14.05.2004 (Fr)<\/td>\n<td>13.06.2004 (So)<\/td>\n<td>14.06.2004 (Mo)<\/td>\n<td>ja<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>13.05.2004 (Do)<\/td>\n<td>14.05.2004 (Fr)<\/td>\n<td>11.06.2004 (Fr)<\/td>\n<td>11.06.2004 (Fr)<\/td>\n<td>nein<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>31.01.2005 (Mo)<\/td>\n<td>01.02.2005 (Di)<\/td>\n<td>28.02.2005 (Mo)<\/td>\n<td>28.02.2003 (Mo)<\/td>\n<td>ja<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong><span style=\"font-size: medium;\"><span style=\"line-height: normal;\">7.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<div id=\"gwt-debug-doc_part_HI944115\">\n<div>\n<p><sup>1<\/sup>Zu verzinsen ist der jeweils gestundete Anspruch aus dem Steuerschuldverh\u00e4ltnis (\u00a7 37) mit Ausnahme der Anspr\u00fcche auf steuerliche Nebenleistungen (\u00a7 233 Satz 2).\u00a0<sup>2<\/sup>Die Zinsen sind f\u00fcr jeden Anspruch (Einzelforderung) besonders zu berechnen.<sup>3<\/sup>Bei der Zinsberechnung sind die Anspr\u00fcche zu trennen, wenn Steuerart, Zeitraum (Teilzeitraum) oder der Tag des Beginns des Zinslaufs voneinander abweichen.<\/p>\n<div>\n<div><strong>Praxis-Beispiel<\/strong><\/div>\n<div>\n<p><strong>Beispiele f\u00fcr gesondert zu verzinsende Anspr\u00fcche:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Einkommensteuervorauszahlungen I\/04 und II\/04;<\/li>\n<li>die erstmalige Festsetzung der Einkommensteuer 2004 durch Bescheid vom 3.5.2006 f\u00fchrt zu einer Abschlusszahlung i.H.v. 4.290 EUR; nach Berichtigung einer offenbaren Unrichtigkeit (\u00a7 129) durch Steuerbescheid vom 1.6.2006 fordert das Finanzamt weitere 850 EUR.<\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"gwt-debug-doc_part_HI944116\"><strong>8.\u00a0<\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p>Die Kleinbetragsregelung des \u00a7 239 Abs. 2 Satz 2 (Zinsen unter zehn EUR werden nicht festgesetzt) ist auf die f\u00fcr eine Einzelforderung berechneten Zinsen anzuwenden.<\/p>\n<div>\n<div><strong>Praxis-Beispiel<\/strong><\/div>\n<div>\n<p><strong>Beispiel:<\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<table>\n<colgroup>\n<col width=\"36.826317%\" \/>\n<col width=\"21.057894%\" \/>\n<col width=\"21.057894%\" \/>\n<col width=\"21.057894%\" \/><\/colgroup>\n<tbody>\n<tr>\n<td colspan=\"2\">Es werden ab F\u00e4lligkeit jeweils f\u00fcr einen Monat folgende Einzelforderungen gestundet:<\/td>\n<td>Zinsen:<\/td>\n<td>abgerundet (\u00a7 239 Abs. 2 Satz 1)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Einkommensteuervorauszahlung<\/td>\n<td>1.950,00 EUR<\/td>\n<td>9,75 EUR<\/td>\n<td>9,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Solidarit\u00e4tszuschlag<\/td>\n<td>200,00 EUR<\/td>\n<td>1,00 EUR<\/td>\n<td>1,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Umsatzsteuerabschlusszahlung<\/td>\n<td>600,00 EUR<\/td>\n<td>3,00 EUR<\/td>\n<td>3,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Zinsen werden nicht festgesetzt, da sie f\u00fcr keine der Einzelforderungen zehn Euro erreichen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"gwt-debug-doc_part_HI944117\"><strong>9.<\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p><sup>1<\/sup>Bei Gew\u00e4hrung von Ratenzahlungen sind Stundungszinsen nach \u00a7 238 Abs. 2 wie folgt zu berechnen:<\/p>\n<p><sup>2<\/sup>Der zu verzinsende Betrag jeder Steuerart ist auf den n\u00e4chsten durch f\u00fcnfzig Euro zu teilenden Betrag abzurunden.\u00a0<sup>3<\/sup>Ein sich durch die Abrundung ergebender Spitzenbetrag (Abrundungsrest) ist f\u00fcr Zwecke der Zinsberechnung bei der letzten Rate abzuziehen.\u00a0<sup>4<\/sup>Bei h\u00f6heren Betr\u00e4gen soll die Stundung i.d.R. so ausgesprochen werden, dass die Raten mit Ausnahme der letzten Rate auf durch f\u00fcnfzig Euro ohne Rest teilbare Betr\u00e4ge festgesetzt werden.<\/p>\n<div>\n<div><strong>Praxis-Beispiel<\/strong><\/div>\n<div>\n<p><strong>Beispiel:<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Variante:<\/strong><\/p>\n<p>Ein Anspruch i.H.v. 4.215 EUR wird in drei Monatsraten zu 1.400 EUR, 1.400 EUR und 1.415 EUR gestundet.<\/p>\n<div>\n<div>\n<table>\n<colgroup>\n<col width=\"55.955596%\" \/>\n<col width=\"22.022202%\" \/>\n<col width=\"22.022202%\" \/><\/colgroup>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Raten:<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>Zinsen:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1. Rate<\/td>\n<td>1.400 EUR<\/td>\n<td>7,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2. Rate<\/td>\n<td>1.400 EUR<\/td>\n<td>14,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3. Rate<\/td>\n<td>1.415 EUR *)<\/td>\n<td>21,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>festzusetzende Zinsen<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>42,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>* Die Zinsberechnung erfolgt von 1.415 EUR .\/. 15 EUR = 1400 EUR.<\/p>\n<p><strong>2. Variante:<\/strong><\/p>\n<p>Ein Anspruch i.H.v. 4.215 EUR wird in drei gleichen Monatsraten zu jeweils 1.405 EUR gestundet.<\/p>\n<div>\n<div>\n<table>\n<colgroup>\n<col width=\"63.640000%\" \/>\n<col width=\"18.180000%\" \/>\n<col width=\"18.180000%\" \/><\/colgroup>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Raten:<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>Zinsen:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1. Rate<\/td>\n<td>1.405 EUR<\/td>\n<td>7,02 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2. Rate<\/td>\n<td>1.405 EUR<\/td>\n<td>14,05 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3. Rate<\/td>\n<td>1.405 EUR *)<\/td>\n<td>20,85 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Summe<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>41,92 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>festzusetzende Zinsen (abgerundet nach \u00a7 239 Abs. 2 Satz 1)<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>41,00 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>* Die Zinsberechnung erfolgt von 1.405 EUR .\/. 15 EUR = 1390 EUR<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"gwt-debug-doc_part_HI944118\"><strong>10.<\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p><sup>1<\/sup>Sollen mehrere Anspr\u00fcche in Raten gestundet werden, so ist bei der Festlegung der Raten m\u00f6glichst zun\u00e4chst die Tilgung der Anspr\u00fcche anzuordnen, f\u00fcr die keine Stundungszinsen erhoben werden.\u00a0<sup>2<\/sup>Sodann sind die Forderungen in der Reihenfolge ihrer F\u00e4lligkeit zu ordnen; bei gleichzeitig f\u00e4llig gewordenen Forderungen soll die niedrigere Forderung zuerst getilgt werden.<sup>3<\/sup>Dies gilt nicht, wenn die Sicherung der Anspr\u00fcche eine andere Tilgungsreihenfolge erfordert.<\/p>\n<div>\n<div><strong>Praxis-Beispiel<\/strong><\/div>\n<div>\n<p><strong>Beispiel:<\/strong><\/p>\n<p>Das Finanzamt stundet die Einkommensteuervorauszahlung IV\/04 i.H.v. 850 EUR (erstmals f\u00e4llig am 10.12.2004), die Einkommensteuervorauszahlung I\/05 i.H.v. 300 EUR (erstmals f\u00e4llig am 10.3.2005), die Einkommensteuer-Abschlusszahlung f\u00fcr 2003 i.H.v. 11.150 EUR (erstmals f\u00e4llig 20.5.2005), die Umsatzsteuer-Abschlusszahlung f\u00fcr 2003 i.H.v. 7.800 EUR (erstmals f\u00e4llig am 20.5.2005) sowie Versp\u00e4tungszuschl\u00e4ge i.H.v. 650 EUR (erstmals f\u00e4llig am 10.6.2005) in insgesamt drei Raten.<\/p>\n<div>\n<div>\n<table>\n<colgroup>\n<col width=\"14.191419%\" \/>\n<col width=\"11.951195%\" \/>\n<col width=\"10.551055%\" \/>\n<col width=\"10.551055%\" \/>\n<col width=\"10.551055%\" \/>\n<col width=\"10.551055%\" \/>\n<col width=\"10.551055%\" \/>\n<col width=\"10.551055%\" \/>\n<col width=\"10.551055%\" \/><\/colgroup>\n<tbody>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>1. Rate<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>2. Rate<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>3. Rate<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>in EUR<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>in EUR<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>in EUR<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>gestundeter<\/td>\n<td>erstmals<\/td>\n<td>Betrag<\/td>\n<td>(14.07.<\/td>\n<td>Rest<\/td>\n<td>(14.08.<\/td>\n<td>Rest in<\/td>\n<td>(14.09.<\/td>\n<td>Rest in<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Anspruch<\/td>\n<td>f\u00e4llig am<\/td>\n<td>in EUR<\/td>\n<td>2005)<\/td>\n<td>in EUR<\/td>\n<td>2005)<\/td>\n<td>EUR<\/td>\n<td>2005)<\/td>\n<td>EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>ESt IV\/04<\/td>\n<td>10.12.2004<\/td>\n<td>850<\/td>\n<td>850<\/td>\n<td>0<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>ESt I\/05<\/td>\n<td>10.03.2005<\/td>\n<td>300<\/td>\n<td>300<\/td>\n<td>0<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>ESt 2003<\/td>\n<td>18.05.2005<\/td>\n<td>11.150<\/td>\n<td>0<\/td>\n<td>11.150<\/td>\n<td>0<\/td>\n<td>11.150<\/td>\n<td>11.150<\/td>\n<td>0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>USt 2003<\/td>\n<td>18.05.2005<\/td>\n<td>7.800<\/td>\n<td>800<\/td>\n<td>7.000<\/td>\n<td>3.000<\/td>\n<td>4.000<\/td>\n<td>4.000<\/td>\n<td>0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Versp\u00e4tungs-<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>zuschlag<\/td>\n<td>10.06.2005<\/td>\n<td>650<\/td>\n<td>650<\/td>\n<td>0<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Summen<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>20.750<\/td>\n<td>2.600<\/td>\n<td>18.150<\/td>\n<td>3.000<\/td>\n<td>15.150<\/td>\n<td>15.150<\/td>\n<td>0<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Zinsberechnung:<\/p>\n<div>\n<div>\n<table>\n<colgroup>\n<col width=\"14.181418%\" \/>\n<col 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IV\/04<\/td>\n<td>10.12.2004<\/td>\n<td>14.07.2005<\/td>\n<td>850<\/td>\n<td>7<\/td>\n<td>3,5<\/td>\n<td>29,75<\/td>\n<td>29,00\u00b9)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>ESt I\/05<\/td>\n<td>10.03.2005<\/td>\n<td>14.07.2005<\/td>\n<td>300<\/td>\n<td>4<\/td>\n<td>2,0<\/td>\n<td>6,00<\/td>\n<td>0,00\u00b2)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>ESt 2003<\/td>\n<td>18.05.2005<\/td>\n<td>14.09.2005<\/td>\n<td>11.150<\/td>\n<td>3<\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<td>167,25<\/td>\n<td>167,00\u00b9)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>USt 2003<\/td>\n<td>18.05.2005<\/td>\n<td>14.07.2005<\/td>\n<td>850<\/td>\n<td>1<\/td>\n<td>0,5<\/td>\n<td>4,00<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>USt 2003<\/td>\n<td>18.05.2005<\/td>\n<td>14.08.2005<\/td>\n<td>3.000<\/td>\n<td>2<\/td>\n<td>1,0<\/td>\n<td>30,00<\/td>\n<td>94,00<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>USt 2003<\/td>\n<td>18.05.2005<\/td>\n<td>14.09.2005<\/td>\n<td>4.000<\/td>\n<td>3<\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<td>60,00<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Versp\u00e4tungs-<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>zuschlag<\/td>\n<td>10.06.2005<\/td>\n<td>14.07.2005<\/td>\n<td>650<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>&#8211;<\/td>\n<td>-\u00b3)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<table>\n<tbody align=\"left\" valign=\"top\">\n<tr>\n<td>1)<\/td>\n<td>29,75 EUR werden auf 29,00 EUR und 167,25 EUR werden auf 167 EUR zugunsten des Steuerpflichtigen gerundet (\u00a7 239 Abs. 2 Satz 1).<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>2)<\/td>\n<td>Kleinbetrag unter 10 EUR (\u00a7 239 Abs. 2 Satz 2 ).<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>3)<\/td>\n<td>Anspr\u00fcche auf steuerliche Nebenleistungen werden nicht verzinst (\u00a7 233 Satz 2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>11.\u00a0<\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p><sup>1<\/sup>Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann gem\u00e4\u00df \u00a7 234 Abs. 2 im Einzelfall aus Billigkeitsgr\u00fcnden verzichtet werden.\u00a0<sup>2<\/sup>Ein solcher Verzicht kann z.B. in Betracht kommen bei Katastrophenf\u00e4llen, bei l\u00e4nger dauernder Arbeitslosigkeit des Steuerschuldners, bei Liquidit\u00e4tsschwierigkeiten allein infolge nachweislicher Forderungsausf\u00e4lle im Konkurs-\/Insolvenzverfahren und in \u00e4hnlichen F\u00e4llen, im Rahmen einer Sanierung, sofern allgemein ein Zinsmoratorium gew\u00e4hrt wird, sowie im Hinblick auf belegbare, demn\u00e4chst f\u00e4llig werdende Anspr\u00fcche des Steuerschuldners aus einem Steuerschuldverh\u00e4ltnis, soweit hierf\u00fcr innerhalb des Stundungszeitraums keine Erstattungszinsen gem\u00e4\u00df \u00a7 233 a anfallen.<sup>3<\/sup>Auch wird eine Stundung i.d.R. dann zinslos bewilligt werden k\u00f6nnen, wenn sie einem Steuerpflichtigen gew\u00e4hrt wird, der bisher seinen steuerlichen Pflichten, insbesondere seinen Zahlungspflichten, p\u00fcnktlich nachgekommen ist und der in der Vergangenheit nicht wiederholt Stundungen in Anspruch genommen hat; in diesen F\u00e4llen kommt ein Verzicht auf Stundungszinsen i.d.R. nur in Betracht, wenn f\u00fcr einen Zeitraum von nicht mehr als drei Monaten gestundet wird und der insgesamt zu stundende Betrag 5.000 EUR nicht \u00fcbersteigt.\u00a0<sup>4<\/sup>Zum Rechtsbehelfsverfahren gegen die Entscheidung \u00fcber eine Billigkeitsma\u00dfnahme vgl. zu \u00a7 347, Nr. 4.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"gwt-debug-doc_part_HI944120\"><strong>12.<\/strong><\/p>\n<div>\n<div>\n<p>Wird ein Anspruch auf R\u00fcckforderung von Arbeitnehmer-Sparzulage, Eigenheimzulage, Investitionszulage, Wohnungsbau-Pr\u00e4mie oder Bergmanns-Pr\u00e4mie gestundet, so sind &#8211; da die Vorschriften \u00fcber die Steuerverg\u00fctung entsprechend gelten &#8211; Stundungszinsen zu erheben (\u00a7 234 i.V.m. \u00a7 37 Abs. 1).<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu \u00a7 234 &#8211; Stundungszinsen: 1.\u00a0 1Stundungszinsen werden f\u00fcr die Dauer der gew\u00e4hrten Stundung erhoben.\u00a02Ihre H\u00f6he \u00e4ndert sich nicht, wenn der Steuerpflichtige vor oder nach dem Zahlungstermin zahlt, der in der Stundungsverf\u00fcgung festgelegt ist (Sollverzinsung). 3Eine vorzeitige Tilgung f\u00fchrt nicht automatisch zu einer Erm\u00e4\u00dfigung der Stundungszinsen.\u00a04Soweit der gestundete Anspruch allerdings mehr als ein Monat vor &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/zu-%c2%a7-234-stundungszinsen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zu \u00a7 234 &#8211; Stundungszinsen:<\/span> weiterlesen <span 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