{"id":28081,"date":"1981-02-24T00:20:02","date_gmt":"1981-02-23T22:20:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=28081"},"modified":"2013-08-09T10:14:59","modified_gmt":"2013-08-09T08:14:59","slug":"bfh-urteil-vom-24-2-1981-viii-r-153_79-bstbl-1981-ii-s-469","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-24-2-1981-viii-r-153_79-bstbl-1981-ii-s-469\/","title":{"rendered":"BFH-Urteil vom 24.2.1981 (VIII R 153\/79) BStBl. 1981 II S. 469"},"content":{"rendered":"<p><strong>BFH-Urteil vom 24.2.1981 (VIII R 153\/79) BStBl. 1981 II S. 469<\/strong><\/p>\n<p>Aufwendungen f\u00fcr die Verst\u00e4rkung des Stromkabels, das zum Hausanschlu\u00df f\u00fchrt, im Rahmen der Umstellung von Einzel\u00f6l\u00f6fen auf Nachtstromspeicher\u00f6fen geh\u00f6ren zum Erhaltungsaufwand.<\/p>\n<p>EStG \u00a7\u00a7 9, 21.<\/p>\n<p>Vorinstanz: FG N\u00fcrnberg<\/p>\n<p align=\"center\">Sachverhalt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagten (Kl\u00e4ger) sind Eigent\u00fcmer eines 1961 erbauten Mietwohngrundst\u00fccks mit zehn Appartements. In den Jahren 1971 und 1972 stellten sie statt der bisherigen Einzel\u00f6l\u00f6fen Nachtstromspeicher\u00f6fen auf und lie\u00dfen hierf\u00fcr das Stromkabel, das zum Hausanschlu\u00df f\u00fchrt, verst\u00e4rken. Den gesamten Aufwand des Jahres 1971 machten sie f\u00fcr dieses Jahr als Erhaltungsaufwand geltend. Der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211; FA -) lie\u00df den Aufwand nach einer Betriebspr\u00fcfung jedoch nur als Herstellungsaufwand zu und versagte in der Einspruchsentscheidung die steuerrechtliche Ber\u00fccksichtigung der Verst\u00e4rkung des Hausanschlusses in voller H\u00f6he, weil die Kosten Aufwendungen f\u00fcr den Grund und Boden darstellten.<\/p>\n<p>Auf die Klage erkannte das Finanzgericht (FG) die Kosten der Umstellung der Heizung samt Verst\u00e4rkung des Stromkabels als Erhaltungsaufwand an.<\/p>\n<p>Gegen dieses Urteil richtet sich die Revision des FA, mit der es nur die Anerkennung der Aufwendungen f\u00fcr die Verst\u00e4rkung des Anschlu\u00dfkabels als abziehbare Werbungskosten angreift. Seines Erachtens handele es sich bei diesen Kosten um nicht abzugsf\u00e4hige Aufwendungen f\u00fcr den Grund und Boden.<\/p>\n<p>Das FA beantragt, das Urteil des FG aufzuheben, die Einkommensteuer auf 35.372 DM festzusetzen und im \u00fcbrigen die Klage abzuweisen.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4ger halten die Revision f\u00fcr unbegr\u00fcndet.<\/p>\n<p align=\"center\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Revision hat keinen Erfolg. Das FG hat die Aufwendungen f\u00fcr die Verst\u00e4rkung des Stromkabels zutreffend als Erhaltungsaufwand im Rahmen der Umstellung der Heizung von Einzel\u00f6fen auf Nachtspeicher\u00f6fen in voller H\u00f6he zum Abzug als Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung zugelassen (\u00a7\u00a7 9, 21 des Einkommensteuergesetzes &#8211; EStG -).<\/p>\n<p>Umstritten ist nur noch die steuerrechtliche Behandlung dieser Kosten, denn das FA erkennt nunmehr die Aufwendungen f\u00fcr die Heizungsumstellung als Erhaltungsaufwand an. Bei der Beurteilung dieser Kosten geht der Senat von den Grunds\u00e4tzen seines Urteils vom 11. M\u00e4rz 1976 VIII R 212\/73 (BFHE 118, 437, BStBl II 1976, 449) aus. Danach werden Aufwendungen im Zusammenhang mit einer bestimmten Nutzung des Grundst\u00fccks nicht dem Grund und Boden zugeordnet, sondern dieser Nutzung. Dementsprechend hat der erkennende Senat in dem bezeichneten Urteil den Ansiedlungsbeitrag als Voraussetzung f\u00fcr die Ansiedlungsgenehmigung und f\u00fcr die Baugenehmigung wegen des unmittelbaren Zusammenhangs mit einer bestimmten Nutzung des Grundst\u00fccks, n\u00e4mlich dem Bau von Wohnungen, als Teil der Herstellungskosten der Wohngeb\u00e4ude behandelt.<\/p>\n<p>Auch die von den Kl\u00e4gern aufgewandten Betr\u00e4ge f\u00fcr die Verst\u00e4rkung des Stromkabels dienten einer bestimmten Nutzung des Grundst\u00fccks, n\u00e4mlich der Vermietung der Wohnungen. Das ergibt sich aus der Tatsache, da\u00df die Verst\u00e4rkung des Kabels allein durch die Umstellung der Heizung erforderlich wurde und die Heizung der Bewohnbarkeit des Hauses dient, die Verst\u00e4rkung des Kabels folglich unmittelbar durch die Vermietung der Wohnungen im Hause verursacht worden ist (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs vom 15. Januar 1965 VI 115\/63 U, BFHE 81, 628, BStBl III 1965, 226; und vom 29. April 1975 VIII R 239\/71, BFHE 115, 401, BStBl II 1975, 518). Das FG hat die Aufwendungen auch zutreffend als Erhaltungsaufwand behandelt, weil die Verst\u00e4rkung des Kabels im Rahmen der Umstellung des Heizungssystems erfolgte und die Kosten dieser Umstellung nach den vom FG angef\u00fchrten Urteilen des erkennenden Senats Erhaltungsaufwand darstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH-Urteil vom 24.2.1981 (VIII R 153\/79) BStBl. 1981 II S. 469 Aufwendungen f\u00fcr die Verst\u00e4rkung des Stromkabels, das zum Hausanschlu\u00df f\u00fchrt, im Rahmen der Umstellung von Einzel\u00f6l\u00f6fen auf Nachtstromspeicher\u00f6fen geh\u00f6ren zum Erhaltungsaufwand. EStG \u00a7\u00a7 9, 21. 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