{"id":303,"date":"2012-08-28T13:19:14","date_gmt":"2012-08-28T11:19:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=303"},"modified":"2012-10-29T15:53:19","modified_gmt":"2012-10-29T13:53:19","slug":"r-2a-negative-auslandische-einkunfte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/r-2a-negative-auslandische-einkunfte\/","title":{"rendered":"R 2a. Negative ausl\u00e4ndische Eink\u00fcnfte"},"content":{"rendered":"<p><strong>R 2a. Negative ausl\u00e4ndische Eink\u00fcnfte<\/strong><\/p>\n<div>\n<p><strong>Eink\u00fcnfte derselben Art<\/strong><\/p>\n<p>(1) <sup>1<\/sup>Eink\u00fcnfte der jeweils selben Art nach \u00a7 2a Abs. 1 EStG sind grunds\u00e4tzlich alle unter einer Nummer aufgef\u00fchrten Tatbest\u00e4nde, f\u00fcr die die Anwendung dieser Nummer nicht nach \u00a7 2a Abs. 2 EStG ausgeschlossen ist. <sup>2<\/sup>Die Nummern 3 und 4 sind zusammenzufassen. <sup>3<\/sup>Negative Eink\u00fcnfte nach Nummer 7, die mittelbar auf einen bei der inl\u00e4ndischen K\u00f6rperschaft verwirklichten Tatbestand der Nummern 1 bis 6 zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, d\u00fcrfen beim Anteilseigner mit positiven Eink\u00fcnften der Nummer 7 ausgeglichen werden, wenn die Eink\u00fcnfte auf Tatbest\u00e4nde derselben Nummer oder im Falle der Nummern 3 und 4 dieser beiden Nummern zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. <sup>4<\/sup>Eink\u00fcnfte der Nummer 7 sind auch mit Eink\u00fcnften nach der jeweiligen Nummer auszugleichen, auf deren Tatbest\u00e4nde die Eink\u00fcnfte der Nummer 7 zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. <sup>5<\/sup>Positive Eink\u00fcnfte aus einem Staat k\u00f6nnen nicht mit negativen Eink\u00fcnften derselben Art aus demselben Staat aus vorhergehenden VZ ausgeglichen werden, wenn hinsichtlich der positiven Eink\u00fcnfte eine im DBA vorgesehene R\u00fcckfallklausel eingreift und die positiven Eink\u00fcnfte deshalb als Besteuerungsgrundlage zu erfassen sind.<\/p>\n<p><strong>Betriebsst\u00e4ttenprinzip<\/strong><\/p>\n<p>(2) <sup>1<\/sup>F\u00fcr jede ausl\u00e4ndische Betriebsst\u00e4tte ist gesondert zu pr\u00fcfen, ob negative Eink\u00fcnfte vorliegen. <sup>2<\/sup>Negative Eink\u00fcnfte aus einer nicht aktiven gewerblichen Betriebsst\u00e4tte d\u00fcrfen nicht mit positiven Eink\u00fcnften aus einer aktiven gewerblichen Betriebsst\u00e4tte ausgeglichen werden.<\/p>\n<p><strong>Pr\u00fcfung der Aktivit\u00e4tsklausel<\/strong><\/p>\n<p>(3) <sup>1<\/sup>Ob eine gewerbliche Betriebsst\u00e4tte ausschlie\u00dflich oder fast ausschlie\u00dflich eine aktive T\u00e4tigkeit nach \u00a7 2a Abs. 2 EStG zum Gegenstand hat, ist f\u00fcr jedes Wirtschaftsjahr gesondert zu pr\u00fcfen. <sup>2<\/sup>Ma\u00dfgebend ist hierf\u00fcr das Verh\u00e4ltnis der Bruttoertr\u00e4ge. <sup>3<\/sup>Soweit es sich um Verluste zu Beginn bzw. am Ende einer T\u00e4tigkeit handelt, ist nach der funktionalen Betrachtungsweise festzustellen, ob diese Verluste im Hinblick auf die aufzunehmende oder anlaufende aktive T\u00e4tigkeit entstanden oder nach Ende der T\u00e4tigkeit durch diese verursacht worden sind.<\/p>\n<p><strong>Gesamtrechtsnachfolge<\/strong><\/p>\n<p>(4) Soweit im Rahmen des UmwStG ein Verlust i. S. d. \u00a7 10d Abs. 4 Satz 2 EStG \u00fcbergeht, geht auch die Verpflichtung zur Nachversteuerung nach \u00a7 52 Abs. 3 Satz 3, 4 und 6 EStG \u00fcber.<\/p>\n<p><strong>Umwandlung<\/strong><\/p>\n<p>(5) Umwandlung i. S. d. \u00a7 52 Abs. 3 Satz 6 EStG ist nicht nur eine solche nach dem Umwandlungsgesetz oder i. S. d. UmwStG, d. h. eine Einbringung der ausl\u00e4ndischen Betriebsst\u00e4tte in eine Kapitalgesellschaft gegen Gew\u00e4hrung von Gesellschaftsrechten, vielmehr jede Form des &#8222;Aufgehens&#8220; der Betriebsst\u00e4tte in eine Kapitalgesellschaft.<\/p>\n<p><strong>Verlustausgleich<\/strong><\/p>\n<p>(6) Negative und positive Eink\u00fcnfte nach \u00a7 2a Abs. 1 EStG sind in der Weise miteinander auszugleichen, dass die positiven und ggf. tarifbe g\u00fcnstigten Eink\u00fcnfte um die negativen Eink\u00fcnfte der jeweils selben Art und aus demselben Staat (mit Ausnahme der F\u00e4lle des \u00a7 2a Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Buchstabe b EStG) zu vermindern sind.<\/p>\n<p><strong>Zusammenveranlagung<\/strong><\/p>\n<p>(7) Bei zusammenveranlagten Ehegatten sind negative Eink\u00fcnfte nach \u00a7 2a Abs. 1 EStG des einen Ehegatten mit positiven Eink\u00fcnften des anderen Ehegatten der jeweils selben Art und aus demselben Staat (mit Ausnahme der F\u00e4lle des \u00a7 2a Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Buchstabe b EStG) auszugleichen oder zu verrechnen, soweit sie nicht mit eigenen positiven Eink\u00fcnften ausgeglichen oder verrechnet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Anwendung von \u00a7 3 Nr. 40, \u00a7 3c EStG<\/strong><\/p>\n<\/div>\n<p>(8) Die Verrechnung von negativen Eink\u00fcnften nach \u00a7 2a Abs. 1 EStG mit positiven Eink\u00fcnften der jeweils selben Art und aus demselben Staat (mit Ausnahme der F\u00e4lle des \u00a7 2a Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Buchstabe b EStG) erfolgt jeweils nach Anwendung des \u00a7 3 Nr. 40 und des \u00a7 3c EStG.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R 2a. 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