{"id":30514,"date":"2013-03-10T10:29:24","date_gmt":"2013-03-10T08:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30514"},"modified":"2013-03-10T10:29:24","modified_gmt":"2013-03-10T08:29:24","slug":"xi-r-30-10-zum-leistungsort-bei-der-vermittlung-von-mitgliedschaften-in-vereinen-mit-sitz-im-ausland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-30-10-zum-leistungsort-bei-der-vermittlung-von-mitgliedschaften-in-vereinen-mit-sitz-im-ausland\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;30\/10 &#8211; Zum Leistungsort bei der Vermittlung von Mitgliedschaften in Vereinen mit Sitz im Ausland"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.12.2012, XI R 30\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Leistungsort bei der Vermittlung von Mitgliedschaften in Vereinen mit Sitz im Ausland<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Vermittelt ein im Inland ans&auml;ssiger Unternehmer im Auftrag eines im Drittland ans&auml;ssigen Unternehmers im eigenen Namen und f&uuml;r eigene Rechnung Mitgliedschaften in Vereinen mit Sitz in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten, so liegt der Ort der Leistung am Sitz des leistenden Unternehmers im Inland.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob die Vermittlung (Werbung) neuer Mitglieder f&uuml;r ausl&auml;ndische Vereine steuerbar (und steuerpflichtig) ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Mitgliederwerbung fand statt f&uuml;r Vereine (Tierhilfswerke\/ Tierschutzvereine), die in &Ouml;sterreich und in den Niederlanden sowie in geringem Umfang auch in Deutschland ans&auml;ssig waren. Die Vermittlung erfolgte im Auftrag der in der Schweiz ans&auml;ssigen X AG. Die X AG hatte sich gegen&uuml;ber den Vereinen zur Werbung von Mitgliedern f&uuml;r die Vereine verpflichtet. Diese Aufgabe hatte sie zun&auml;chst mit einem &quot;Vertrag &uuml;ber die Mitgliederwerbung&quot; vom 1.&nbsp;Dezember 1993 auf Z als selbst&auml;ndigen Handelsvertreter &uuml;bertragen. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) war als Rechtsnachfolgerin des Z in diesen Vertrag eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r jede vermittelte Mitgliedschaft erlangte die Kl&auml;gerin gegen die X AG einen Anspruch auf Erst- sowie Folgeprovisionen bzw. einen prozentualen Verg&uuml;tungsanspruch auf alle Mitgliedsbeitr&auml;ge, die bei dem jeweiligen Verein eingingen (&sect;&nbsp;7 des Vertrages). Die Vermittlung von Vereinsmitgliedern hatte die Kl&auml;gerin teilweise auf einen &ouml;sterreichischen und einen niederl&auml;ndischen Handelsvertreter &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin behandelte die von ihr im Streitjahr 1997 gegen&uuml;ber der X AG erbrachten Leistungen als nicht steuerbar gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes 1993 (UStG), wonach eine Vermittlungsleistung an dem Ort erbracht wird, an dem der vermittelte Umsatz ausgef&uuml;hrt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung war der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) der Meinung, dass es sich bei der T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin um Vermittlungsleistungen handele, die nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 UStG als sonstige Leistung im Inland steuerbar (und steuerpflichtig) seien. Daraus ergab sich eine Umsatzsteuermehrbelastung von &#8230;&nbsp;EUR. Das FA erlie&szlig; unter dem 4.&nbsp;M&auml;rz 2004 einen entsprechend ge&auml;nderten Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 1997.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen eingelegte Einspruch der Kl&auml;gerin blieb ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der anschlie&szlig;end erhobenen Klage statt. Sein Urteil ist ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2011, 388.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, dass entgegen der Auffassung des FA die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG erf&uuml;llt seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall habe die Kl&auml;gerin der in der Schweiz ans&auml;ssigen X AG Provisionsums&auml;tze vermittelt. Dabei sei vor allem von Bedeutung, dass eine Vermittlungsleistung auch in den F&auml;llen der Bet&auml;tigung eines Untervermittlers vorliege, bei der die eingeschaltete Person &#8211;wie im Streitfall die Kl&auml;gerin&#8211; keine vertraglichen Beziehungen zu wenigstens einer der beiden Vertragsparteien eingehe. Vertragsparteien seien im Streitfall die Vereine in &Ouml;sterreich, den Niederlanden und Deutschland auf der einen Seite und die angeworbenen Mitglieder auf der anderen Seite. Nach der neueren Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) und des Bundesfinanzhofs (BFH) sei es f&uuml;r eine Vermittlungsleistung nicht erforderlich, dass zwischen dem Vermittler und einer der beiden Parteien des zu vermittelnden Vertrages ein Vertragsverh&auml;ltnis bestehe (Hinweis auf EuGH-Urteile vom 13.&nbsp;Dezember 2001 C-235\/00 &#8211;CSC&#8211;, Slg. 2001, I-10237, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2002, 84; vom 21.&nbsp;Juni 2007 C-453\/05 &#8211;Ludwig&#8211;, Slg. 2007, I-5083, UR 2007, 617; BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Oktober 2008 V&nbsp;R&nbsp;44\/07, BFHE 223, 507, BStBl II 2009, 554).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei komme es nicht darauf an, ob das zugrunde liegende Rechtsverh&auml;ltnis des jeweiligen Vereins zu seinen Mitgliedern steuerbar und steuerpflichtig sei. Zu Recht verweise die Kl&auml;gerin insoweit auf das EuGH-Urteil vom 27.&nbsp;Mai 2004 C-68\/03 &#8211;Lipjes&#8211; (Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355). Der vom EuGH entschiedene Sachverhalt sei insofern mit dem Streitfall vergleichbar, als auch dort das zugrunde liegende Umsatzgesch&auml;ft kein steuerbarer Umsatz gewesen sei, weil an dem betreffenden Rechtsgesch&auml;ft kein Unternehmer beteiligt gewesen sei. Im Streitfall stellten die Beitragszahlungen der potentiellen Vereinsmitglieder an die Vereine ebenfalls einen nicht steuerbaren Umsatz dar (Hinweis auf BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Juli 1995 V&nbsp;R&nbsp;40\/93, BFHE 178, 480, BStBl II 1995, 753). Im Ergebnis sei daher &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG anwendbar mit der Folge, dass sich der Ort der Vermittlungsleistung nicht in Deutschland, sondern am Sitz der X AG in der Schweiz befunden habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner hiergegen eingelegten Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung von &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob eine sonstige Leistung im Inland erbracht werde, ergebe sich aus der gesetzlichen Regelung des &sect;&nbsp;3a UStG. Nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG w&uuml;rden sonstige Leistungen grunds&auml;tzlich an dem Ort ausgef&uuml;hrt, von dem aus der Unternehmer sein Unternehmen betreibe. Da die Kl&auml;gerin ihr Unternehmen im Inland betreibe und dort ihren Sitz habe, w&uuml;rden auch ihre im Ausland durch von ihr eingesetzte Subunternehmer erbrachten Vermittlungsleistungen im Inland ausgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 UStG greife im Streitfall nicht ein. Diese Vorschrift sei schon deshalb nicht einschl&auml;gig, weil die Kl&auml;gerin nicht an Vertr&auml;gen mitwirke, die einen Umsatz zum Gegenstand h&auml;tten. Die Gew&auml;hrung einer Mitgliedschaft stelle keinen Umsatz dar (Hinweis auf BFH-Urteil in BFHE 178, 480, BStBl II 1995, 753). Nach Auffassung des BFH sei &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 UStG nicht anwendbar, wenn die Vermittlung keine Leistungen gegen Entgelt betreffe (Hinweis auf BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;Januar 2003 V&nbsp;B&nbsp;47\/02, BFH\/NV 2003, 830).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem FG sei zwar darin zuzustimmen, dass die Kl&auml;gerin Vermittlungsleistungen erbracht habe. Entgegen der Auffassung des FG handele es sich aber bei den Vermittlungsleistungen nicht um die Vermittlung von Provisionsanspr&uuml;chen der X AG, sondern um die Vermittlung von Vertr&auml;gen, n&auml;mlich um die Gew&auml;hrung einer Mitgliedschaft, deren Durchf&uuml;hrung keinen Umsatz darstelle. Damit liege die Vermittlung eines &quot;Nichtumsatzes&quot; vor, f&uuml;r den sich der Leistungsort aus dem Auffangtatbestand des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 UStG ergebe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FG sei das Urteil des EuGH in der Rechtssache &#8211;Lipjes&#8211; (Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355) nicht auf den Streitfall anzuwenden. Im Fall &#8211;Lipjes&#8211; habe der EuGH festgestellt, dass eine Leistung sowohl zwischen Steuerpflichtigen als auch zwischen Privatpersonen, die umsatzsteuerrechtlich ein sog. &quot;Nichtumsatz&quot; sei, zum Zwecke der Ortsbestimmung als Umsatz zu definieren sei. Im Streitfall sei dagegen ein Vorgang zu beurteilen, der auch dann nicht der Umsatzsteuer unterl&auml;ge, wenn ausschlie&szlig;lich Unternehmer beteiligt w&auml;ren. Die Kl&auml;gerin vermittle Vertr&auml;ge, deren Durchf&uuml;hrung keinen Umsatz darstelle. Dieser ganz anders liegende Sachverhalt werde vom EuGH-Urteil nicht erfasst (Hinweis auf Petzold, UR 2004, 461, 466).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die steuerbaren Ums&auml;tze der Kl&auml;gerin seien auch nicht nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;c UStG oder nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;f UStG steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung der Kl&auml;gerin entspricht das FG-Urteil der materiellen Rechtslage. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anwendung der Leistungsortbestimmung des &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 UStG setze nicht stets voraus, dass es sich bei dem vermittelten Gesch&auml;ft um einen &quot;Umsatz&quot; handele. Insoweit seien die Grunds&auml;tze des EuGH-Urteils&nbsp;&nbsp;&#8211;Lipjes&#8211; (Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355) auf den Streitfall zu &uuml;bertragen. Obwohl es im Streitfall um die Bestimmung des Leistungsortes f&uuml;r einen Umsatz zwischen der in der Schweiz als Drittland ans&auml;ssigen X&nbsp;AG und der Kl&auml;gerin gehe, handele es sich um innergemeinschaftliche Ums&auml;tze im Sinne der Leistungsortbestimmung des Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG). Denn die Vereine, deren Mitgliedschaften vermittelt worden seien, h&auml;tten ihren Sitz im Gebiet der Europ&auml;ischen Union gehabt. Sie, die Kl&auml;gerin, habe ferner entsprechend den Vorgaben dieser unionsrechtlichen Bestimmung in fremdem Namen und f&uuml;r fremde Rechnung gehandelt, was sich insbesondere aus &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;6 und &sect;&nbsp;7 des mit dem Rechtsvorg&auml;nger der Kl&auml;gerin abgeschlossenen Vertrages vom 1.&nbsp;Dezember 1993 und aus den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG ergebe. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn die Steuerbarkeit der Leistungen nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 UStG im Inland bejaht werde, seien diese Leistungen jedenfalls steuerfrei nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;c UStG oder nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;f UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin regt hilfsweise an, dem EuGH folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorzulegen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;1. Ist der Begriff &#8218;Umsatz&#8216; in Art.&nbsp;28b Teil E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG dahingehend auszulegen, dass er nur wirtschaftliche T&auml;tigkeiten i. S. d. Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 und Art.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG erfasst?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Setzt Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG die Vermittlung einer Leistung gegen Entgelt voraus oder umfasst er auch die Vermittlung von Mitgliedschaften in einem Idealverein, wenn die Vereinsmitglieder an den Verein lediglich ihre Mitgliedsbeitr&auml;ge entrichten?&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Unrecht angenommen, dass im Streitfall die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG zur Bestimmung des Ortes der Leistung erf&uuml;llt sind. Vielmehr bestimmt sich der Ort der Leistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 UStG nach dem Unternehmenssitz der Kl&auml;gerin, der sich in Deutschland befindet. Die von der Kl&auml;gerin erbrachten Leistungen sind weder nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;c UStG noch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;f UStG von der Steuer befreit. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin hat gegen&uuml;ber der X AG sonstige Leistungen i.S. von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9 UStG in Form von Vermittlungsleistungen erbracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Vermittlungsleistung liegt vor, wenn eine Mittelsperson, die nicht den Platz einer der Parteien des zu vermittelnden Vertrages einnimmt und deren T&auml;tigkeit sich von den vertraglichen Leistungen, die von den Parteien dieses Vertrages erbracht werden, unterscheidet, das Erforderliche tut, damit zwei Parteien einen Vertrag schlie&szlig;en. Die Mittlert&auml;tigkeit kann darin bestehen, einer Vertragspartei Gelegenheiten zum Abschluss eines Vertrages nachzuweisen, mit der anderen Partei Kontakt aufzunehmen oder die Einzelheiten der gegenseitigen Leistungen zu verhandeln (EuGH-Urteile in Slg. 2001, I-10237, UR 2002, 84; in Slg. 2007, I-5083, UR 2007, 617, Rz&nbsp;23 und 28; BFH-Urteile in BFHE 223, 507, BStBl II 2009, 554; vom 8.&nbsp;September 2011 V&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFHE 235, 492, BStBl II 2012, 248, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall hat die Kl&auml;gerin als Vermittlerin Mitglieder f&uuml;r die Vereine geworben. Leistungsempf&auml;ngerin war die X AG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Annahme des FG, die Kl&auml;gerin habe der X AG Provisionsanspr&uuml;che gegen die Vereine vermittelt, ist unzutreffend. Denn die Kl&auml;gerin war nach dem Vertrag vom 1.&nbsp;Dezember 1993, in den sie eingetreten war, gegen&uuml;ber der X AG verpflichtet, Mitglieder f&uuml;r die Vereine zu werben. Bei dieser T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin handelte es sich um Vermittlungsleistungen (vgl. FG M&uuml;nster, Urteil vom 20.&nbsp;Mai 1998 5&nbsp;K&nbsp;1521\/97&nbsp;U, EFG 1998, 1546, best&auml;tigt durch BFH-Beschluss vom 28.&nbsp;Januar 1999 V&nbsp;B&nbsp;134\/98, BFH\/NV 1999, 990).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese vertragliche Vereinbarung ist zwar nicht steuerbegr&uuml;ndend, erm&ouml;glicht aber die Bestimmung des umsatzsteuerrechtlichen Leistungsaustauschverh&auml;ltnisses (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Februar 2005 V&nbsp;R&nbsp;1\/03, BFH\/NV 2005, 1160, unter II.1.b; Bunjes\/Robisch, UStG, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;26; Oelmaier in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;13, jeweils m.w.N.). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall hat die Kl&auml;gerin diese Verpflichtung im eigenen Namen und auf eigene Rechnung &#8211;teilweise mithilfe der von ihr eingeschalteten Handelsvertreter&#8211; tats&auml;chlich auch erf&uuml;llt. Den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), insbesondere den vom FG in Bezug genommenen einschl&auml;gigen Vertragsbestimmungen, l&auml;sst sich entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin nicht entnehmen, dass sie die Verpflichtung der X AG in fremdem Namen und f&uuml;r fremde Rechnung &uuml;bernommen h&auml;tte. Entsprechende vertragliche Vereinbarungen zwischen der Kl&auml;gerin und der X AG fehlen. Sie ergeben sich entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin auch nicht aus &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;6 und &sect;&nbsp;7 des mit dem Rechtsvorg&auml;nger der Kl&auml;gerin abgeschlossenen Vertrages vom 1.&nbsp;Dezember 1993. Dagegen geht etwa aus den zwischen der Kl&auml;gerin im eigenen Namen und ihrem niederl&auml;ndischen Handelsvertreter am 2.&nbsp;Mai 1997 getroffenen Vereinbarungen ausdr&uuml;cklich hervor, dass der niederl&auml;ndische Handelsvertreter &quot;namens und im Auftrag&quot; der Kl&auml;gerin handeln sollte (&sect;&nbsp;1 des Vertrages) und nicht &quot;zum Inkasso berechtigt&quot; sei (&sect;&nbsp;3 des Vertrages).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar f&uuml;hrte die erfolgreiche T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin (auch) dazu, dass dadurch Provisionsanspr&uuml;che der X AG gegen&uuml;ber den Vereinen ausgel&ouml;st wurden. Der wesentliche Gehalt der Leistung der Kl&auml;gerin bestand jedoch darin, dass sie gegen&uuml;ber der X AG als Leistungsempf&auml;ngerin Mitglieder f&uuml;r die Vereine warb. Das ergibt sich eindeutig aus den getroffenen Vereinbarungen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat ist insoweit entgegen der Meinung der Kl&auml;gerin nicht an etwaige anderslautende tats&auml;chliche Feststellungen des FG nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden. Denn die hierzu ergangenen Ausf&uuml;hrungen des FG (&quot;die Vermittlungsleistung der Kl&auml;gerin [betraf] nicht nur die Vermittlung von Mitgliedschaftsrechten, sondern vor allem auch die Vermittlung von Provisionen, die die X AG ihrerseits von den Tierschutzorganisationen erhielt&quot;) finden in den festgestellten vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Kl&auml;gerin und der X AG keine hinreichende Grundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Ort der erbrachten Vermittlungsleistungen liegt nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 UStG an dem Unternehmenssitz der Kl&auml;gerin in Deutschland.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG wird eine sonstige Leistung &#8211;vorbehaltlich des im Streitfall nicht einschl&auml;gigen &sect;&nbsp;3b UStG&#8211; an dem Ort ausgef&uuml;hrt, von dem aus der Unternehmer sein Unternehmen betreibt. Wird die sonstige Leistung von einer Betriebsst&auml;tte ausgef&uuml;hrt, so gilt die Betriebsst&auml;tte als Ort der sonstigen Leistung (&sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Regelung entspricht Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG (vgl. EuGH-Urteil vom 16.&nbsp;September 1997 C-145\/96 &#8211;von&nbsp;Hoffmann&#8211;, Slg. 1997, I-4857, UR 1998, 17, Rz&nbsp;5). Danach gilt als Ort einer Dienstleistung der Ort, an dem der Dienstleistende den Sitz seiner wirtschaftlichen T&auml;tigkeit oder eine feste Niederlassung hat, von wo aus die Dienstleistung erbracht wird, oder in Ermangelung eines solchen Sitzes oder einer solchen festen Niederlassung sein Wohnort oder sein &uuml;blicher Aufenthaltsort. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;3a UStG ist richtlinienkonform auszulegen (vgl. BFH-Entscheidungen vom 19.&nbsp;November 1998 V&nbsp;R&nbsp;30\/98, BFHE 187, 348, BStBl II 1999, 108; vom 14.&nbsp;April 2010 V&nbsp;B&nbsp;157\/08, BFH\/NV 2010, 1315; vom 30.&nbsp;Juni 2011 V&nbsp;R&nbsp;37\/09, BFH\/NV 2011, 2129).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine Vermittlungsleistung wird allerdings nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG an dem Ort erbracht, an dem der vermittelte Umsatz ausgef&uuml;hrt wird. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Regelung beruht auf Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG, wonach abweichend von Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG der Ort der Dienstleistungen von Vermittlern, die im Namen und f&uuml;r Rechnung Dritter handeln, der Ort ist, an dem die Ums&auml;tze erbracht werden (vgl. BFH-Urteil in BFHE 235, 492, BStBl II 2012, 248, unter II.3.b&nbsp;aa). Es besteht insoweit kein Vorrang des Art.&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG vor Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E der Richtlinie 77\/388\/EWG und es stellt sich in jedem Einzelfall die Frage, ob eine der beiden Bestimmungen einschl&auml;gig ist (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Streitfall sind die Voraussetzungen von &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG nicht erf&uuml;llt. Denn die Kl&auml;gerin hat mit der Vermittlung (Werbung) von Vereinsmitgliedern gegen&uuml;ber der X&nbsp;AG keine &quot;Ums&auml;tze&quot; i.S. dieser Vorschrift vermittelt. Der Leistungsort nach &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG f&uuml;r die Vermittlung von Ums&auml;tzen ist nicht anwendbar, wenn die Vermittlung keine Leistungen gegen Entgelt betrifft (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2003, 830; Lippross, Umsatzsteuer, 22.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;1230).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gew&auml;hrung einer Mitgliedschaft in einem Verein, die eine Beitragspflicht ausl&ouml;st, stellt keinen Umsatz dar. Insoweit fehlt es an einem Leistungsaustausch i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG (vgl. BFH-Entscheidungen in BFHE 178, 480, BStBl II 1995, 753; vom 28.&nbsp;Januar 1999 V&nbsp;B&nbsp;134\/98, BFH\/NV 1999, 990; FG M&uuml;nster, Urteil in EFG 1998, 1546; vgl. von&nbsp;Stuhr\/Walz, UR 2010, 553, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsprechung ist entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin nicht durch die neuere Rechtsprechung des BFH zur Steuerbarkeit von Mitgliedsbeitr&auml;gen &uuml;berholt. Danach sind zwar Beitr&auml;ge der Mitglieder eines Vereins (Mitgliedsbeitr&auml;ge) Entgelt f&uuml;r die Leistungen des Vereins an seine Mitglieder, wenn diese einen konkreten Vorteil erhalten (vgl. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Juni 2009 V&nbsp;R&nbsp;76\/07, BFH\/NV 2009, 2007, unter II.2.a, m.w.N.). Im Streitfall geht es aber &#8211;anders als im BFH-Urteil in BFH\/NV 2009, 2007&#8211; nicht um die Beurteilung eines etwaigen Leistungsaustauschs zwischen einem bereits beigetretenen Mitglied und dem Verein, sondern um die Begr&uuml;ndung der Mitgliedschaft in einem Verein und die Frage, ob insoweit ein Leistungsaustausch zu bejahen ist. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ohne Erfolg beruft sich die Kl&auml;gerin darauf, dass es nach der Rechtsprechung des EuGH zu Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG f&uuml;r die Bestimmung des Ortes einer Vermittlungst&auml;tigkeit nicht darauf ankomme, ob der zugrunde liegende Vorgang der Mehrwertsteuer unterliege oder ob es sich um einen nicht steuerbaren Umsatz handele (Hinweis auf EuGH-Urteil in Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355, Rz&nbsp;21; Schlussantr&auml;ge des Generalanwalts Colomer vom 13.&nbsp;Januar 2004 &#8211;Lipjes&#8211;, Slg. 2004, I-5879, Rz&nbsp;37; vgl. auch Langer in Rei&szlig;\/Kraeusel\/ Langer, UStG &sect;&nbsp;3a Rz&nbsp;110, und W&auml;ger in S&ouml;lch\/ Ringleb, a.a.O., &sect;&nbsp;3a Rz&nbsp;196).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn weder Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG noch das dazu ergangene EuGH-Urteil &#8211;Lipjes&#8211; (Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355) sind im Streitfall einschl&auml;gig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG betrifft nur Vermittler, &quot;die im Namen und f&uuml;r Rechnung Dritter handeln&quot; (vgl. dazu EuGH-Urteil in Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355, Rz&nbsp;3, 18). Diese Voraussetzung ist im Streitfall nicht erf&uuml;llt, weil die Kl&auml;gerin &#8211;wie dargelegt&#8211; bei Erbringung ihrer Leistungen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung handelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) In dem Urteil &#8211;Lipjes&#8211; (Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355) hat der EuGH entschieden, Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG sei nicht so auszulegen, dass er nur Vermittlungsleistungen betreffe, deren Empf&auml;nger ein Steuerpflichtiger oder eine nicht mehrwertsteuerpflichtige juristische Person sei (Leitsatz&nbsp;1). Zur Begr&uuml;ndung hat der EuGH u.a. ausgef&uuml;hrt, diese Bestimmung gelte ihrem Wortlaut nach allgemein f&uuml;r Dienstleistungen von Vermittlern, die im Namen und f&uuml;r Rechnung Dritter handeln, ohne dass danach unterschieden werde, ob die Empf&auml;nger der Dienstleistungen mehrwertsteuerpflichtig seien oder nicht (Rz&nbsp;18). Auch gehe aus keiner Bestimmung des Abschn.&nbsp;XVIa der Richtlinie 77\/388\/EWG, zu dem Art.&nbsp;28b geh&ouml;re, hervor, dass einer nicht steuerpflichtigen Person erbrachte Leistungen von ihrem Geltungsbereich ausgenommen w&auml;ren. Im &Uuml;brigen gelte der Begriff &quot;Handel zwischen den Mitgliedstaaten&quot;, der in der &Uuml;berschrift dieses Abschnitts verwendet werde, sowohl f&uuml;r Lieferungen an Steuerpflichtige als auch f&uuml;r Lieferungen an Nichtsteuerpflichtige. Der Umstand, dass verschiedene Bestimmungen dieses Abschnitts, wie Art.&nbsp;28a, die Steuerbarkeit bestimmter Ums&auml;tze regelten, habe keinen Einfluss auf die Tragweite von Art.&nbsp;28b, der nur den Ort der Ums&auml;tze selbst bestimmen solle (Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Erw&auml;gungen &#8211;und auch die vom EuGH in Rz&nbsp;21 seines Urteils in Bezug genommenen Ausf&uuml;hrungen des Generalanwalts in Rz&nbsp;36 bis 40 seiner Schlussantr&auml;ge (vgl. Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355, 357)&#8211; geben f&uuml;r den hier zu entscheidenden Streitfall nichts her. Denn es geht vorliegend nicht um die Frage, ob Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG auch dann eingreift, wenn der vermittelte Umsatz nicht steuerbar ist, weil er einen Leistungsaustausch zwischen Privatpersonen betrifft. Daher ist das f&uuml;r einen besonderen Ausnahmefall ergangene EuGH-Urteil in der Rechtssache &#8211;Lipjes&#8211; (Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355) nicht einschl&auml;gig (vgl. auch Petzold, UR 2004, 461, 466).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Es kann folglich offenbleiben, ob &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG im Streitfall auch deshalb nicht anwendbar ist, weil diese Vorschrift entsprechend der unionsrechtlichen Vorgabe in Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG (ebenfalls) nur die Vermittler erfasst, die &#8211;anders als die Kl&auml;gerin&#8211; im Namen und f&uuml;r Rechnung Dritter t&auml;tig werden (vgl. z.B. Lippross, a.a.O., S.&nbsp;1229; Leonard in Bunjes\/Geist, UStG, 8.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dem FA ist auch darin zu folgen, dass die von der Kl&auml;gerin mithin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;1 UStG an ihrem Unternehmenssitz erbrachten Leistungen weder nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;c UStG noch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;f UStG von der Steuer befreit sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;c UStG ist steuerfrei die Vermittlung der &quot;Ums&auml;tze&quot;, die ausschlie&szlig;lich im Drittlandsgebiet bewirkt werden. Der Befreiungstatbestand des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;f UStG setzt &#8211;in der hier allenfalls in Betracht kommenden Alternative&#8211; ebenfalls die Vermittlung der &quot;Ums&auml;tze&quot; von Anteilen an Vereinigungen voraus, woran es &#8211;wie dargelegt&#8211; im Hinblick auf die vermittelten Vereinsmitgliedschaften aber fehlt (zutreffend Abschn.&nbsp;4.8.10. Abs.&nbsp;5 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat teilt nicht die Auffassung der Kl&auml;gerin, nach dem EuGH-Urteil &#8211;Lipjes&#8211; (Slg. 2004, I-5879, UR 2004, 355) umfasse der Begriff &quot;Umsatz&quot; in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;c UStG und in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;f UStG auch nichtwirtschaftliche T&auml;tigkeiten. Denn das EuGH-Urteil in der Rechtssache &#8211;Lipjes&#8211; bezieht sich ausdr&uuml;cklich nur auf die Anwendung der Leistungsortbestimmung in Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG und trifft ersichtlich keine Aussage zu etwaigen Steuerbefreiungsvorschriften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hilfsweise vertretenen Auffassung der Kl&auml;gerin, die Verwendung des Wortes &quot;Umsatz&quot; in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;c UStG und in &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 Buchst.&nbsp;f UStG diene nicht dazu, den Anwendungsbereich dieser Vorschriften einzuengen, sondern m&uuml;sse &quot;erst recht&quot; die Vermittlung von nicht steuerbaren &quot;Nichtleistungen&quot; erfassen, vermag der Senat schon angesichts des klaren Wortlauts der Vorschriften nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Seine Entscheidung ist daher aufzuheben. Die Sache ist spruchreif im Sinne einer Klageabweisung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Da sich die von der Kl&auml;gerin zum Anwendungsbereich des Art.&nbsp;28b Teil&nbsp;E Abs.&nbsp;3 der Richtlinie 77\/388\/EWG aufgeworfenen Rechtsfragen im Streitfall nicht stellen, weil die Kl&auml;gerin &#8211;wie dargelegt&#8211; nicht &quot;im Namen und f&uuml;r Rechnung Dritter&quot; im Sinne dieser Bestimmung gehandelt hat, scheidet ein entsprechendes Vorabentscheidungsersuchen nach Art.&nbsp;267 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union an den EuGH aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.12.2012, XI R 30\/10 Zum Leistungsort bei der Vermittlung von Mitgliedschaften in Vereinen mit Sitz im Ausland Leits&auml;tze Vermittelt ein im Inland ans&auml;ssiger Unternehmer im Auftrag eines im Drittland ans&auml;ssigen Unternehmers im eigenen Namen und f&uuml;r eigene Rechnung Mitgliedschaften in Vereinen mit Sitz in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten, so liegt der Ort der Leistung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-30-10-zum-leistungsort-bei-der-vermittlung-von-mitgliedschaften-in-vereinen-mit-sitz-im-ausland\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;30\/10 &#8211; Zum Leistungsort bei der Vermittlung von Mitgliedschaften in Vereinen mit Sitz im Ausland<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-30514","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30514","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30514"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30514\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30514"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30514"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30514"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}