{"id":30528,"date":"2013-03-10T10:29:06","date_gmt":"2013-03-10T08:29:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30528"},"modified":"2013-03-10T10:29:06","modified_gmt":"2013-03-10T08:29:06","slug":"vi-r-79-10-kosten-einer-betriebsveranstaltung-als-arbeitslohn-bedeutung-und-wirksamkeit-einer-freigrenze-zulaessigkeit-typisierender-gesetzesauslegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-79-10-kosten-einer-betriebsveranstaltung-als-arbeitslohn-bedeutung-und-wirksamkeit-einer-freigrenze-zulaessigkeit-typisierender-gesetzesauslegung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;79\/10 &#8211; Kosten einer Betriebsveranstaltung als Arbeitslohn &#8211; Bedeutung und Wirksamkeit einer Freigrenze &#8211; Zul&auml;ssigkeit typisierender Gesetzesauslegung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.12.2012, VI R 79\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Kosten einer Betriebsveranstaltung als Arbeitslohn &#8211; Bedeutung und Wirksamkeit einer Freigrenze &#8211; Zul&auml;ssigkeit typisierender Gesetzesauslegung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Kosten eines Arbeitgebers aus Anlass einer Betriebsveranstaltung sind bei &Uuml;berschreiten einer Freigrenze in vollem Umfang als Arbeitslohn zu werten. Die Freigrenze betr&auml;gt auch im Jahr 2007 noch 110 EUR.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine Anpassung der Freigrenze an die Geldentwertung ist nicht Aufgabe der Gerichte.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. In die Ermittlung, ob die Freigrenze &uuml;berschritten ist, sind die den Arbeitgeber treffenden Gesamtkosten der Veranstaltung einzubeziehen und zu gleichen Teilen s&auml;mtlichen teilnehmenden Arbeitnehmern zuzurechnen, sofern die entsprechenden Leistungen Lohncharakter haben und nicht individualisierbar sind.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Aufwendungen des Arbeitgebers f&uuml;r eine Betriebsveranstaltung zu Arbeitslohn f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine Partnerschaftsgesellschaft von Rechtsanw&auml;lten mit Niederlassungen in A, B und C. Sie veranstaltet j&auml;hrlich f&uuml;r ihre Mitarbeiter am Standort A ein Sommerfest und in der Adventszeit eine Weihnachtsfeier. F&uuml;r das Sommerfest im Streitjahr (2007) mietete sie &#8230; entsprechende R&auml;umlichkeiten, organisierte Speisen, Getr&auml;nke und Live-Musik sowie die An- und Abreise der Teilnehmer. Laut Teilnehmerliste nahmen 302 Personen an der Veranstaltung teil. Es handelte sich dabei um 252 Arbeitnehmer der Kl&auml;gerin, 44 Partner bzw. G&auml;ste oder sog. Externe sowie 6 Mitarbeiter einer mit der Kl&auml;gerin assoziierten Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft. Die Kosten beliefen sich auf insgesamt 52.877&nbsp;EUR, je Teilnehmer auf durchschnittlich 175&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vertrat die Auffassung, dass die Zuwendungen anl&auml;sslich des Sommerfestes lohnsteuerpflichtig seien. Das FA erhob daher mit Bescheid vom 9.&nbsp;Januar 2008 entsprechend &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) pauschal Lohnsteuer in H&ouml;he von 11.005&nbsp;EUR nach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die dagegen gerichtete Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2011, 443 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt, das angefochtene Urteil und den angefochtenen Nachforderungsbescheid aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesministerium der Finanzen hat den Beitritt zum Verfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) erkl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG rechtfertigen nicht den Schluss, dass die Leistungen der Kl&auml;gerin anl&auml;sslich der Betriebsveranstaltung in vollem Umfang als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu qualifizieren sind. Allerdings hat das FG zutreffend entschieden, dass die Freigrenze auch im Streitjahr 110&nbsp;EUR betr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Nachforderung von Lohnsteuer beim Arbeitgeber durch Steuerbescheid kommt in Betracht, wenn die Lohnsteuer vorschriftswidrig nicht angemeldet worden ist und es sich um eine eigene Steuerschuld des Arbeitgebers handelt. Eine eigene Steuerschuld des Arbeitgebers liegt auch vor, wenn die Voraussetzungen f&uuml;r eine Pauschalierung der Lohnsteuer nach &sect;&nbsp;40 EStG gegeben sind (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 30.&nbsp;April 2009 VI&nbsp;R&nbsp;55\/07, BFHE 225, 58, BStBl II 2009, 726).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 Satz 1 Nr.&nbsp;2 EStG kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 25&nbsp;% erheben, wenn er Arbeitslohn aus Anlass von Betriebsveranstaltungen zahlt. Ma&szlig;geblich ist insoweit &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG geh&ouml;ren u.a. Bez&uuml;ge und Vorteile, die f&uuml;r eine Besch&auml;ftigung im &ouml;ffentlichen oder privaten Dienst gew&auml;hrt werden, zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Dem Tatbestandsmerkmal &quot;f&uuml;r&quot; ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung zu entnehmen, dass ein dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber zugewendeter Vorteil Entlohnungscharakter f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen der Arbeitskraft haben muss, um als Arbeitslohn angesehen zu werden. Es ist allerdings nicht erforderlich, dass der Einnahme eine konkrete Dienstleistung des Arbeitnehmers zugeordnet werden kann (BFH-Urteile vom 21.&nbsp;Januar 2010 VI&nbsp;R&nbsp;2\/08, BFHE 228, 80, BStBl II 2010, 639; vom 22.&nbsp;M&auml;rz 1985 VI&nbsp;R&nbsp;170\/82, BFHE 143, 544, BStBl II 1985, 529; vom 21.&nbsp;Februar 1986 VI&nbsp;R&nbsp;21\/84, BFHE 146, 87, BStBl II 1986, 406).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Arbeitslohn liegt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH u.a. dann nicht vor, wenn die Arbeitnehmer durch Sachzuwendungen des Arbeitgebers bereichert werden, der Arbeitgeber jedoch mit seinen Leistungen ganz &uuml;berwiegend ein eigenbetriebliches Interesse verfolgt (BFH-Urteile vom 22.&nbsp;Oktober 1976 VI&nbsp;R&nbsp;26\/74, BFHE 120, 379, BStBl II 1977, 99; vom 17.&nbsp;September 1982 VI&nbsp;R&nbsp;75\/79, BFHE 137, 13, BStBl II 1983, 39; in BFHE 228, 80, BStBl II 2010, 639; vom 21.&nbsp;Januar 2010 VI&nbsp;R&nbsp;51\/08, BFHE 228, 85, BStBl II 2010, 700; jeweils m.w.N.; s. auch Drenseck in Festschrift f&uuml;r Lang, K&ouml;ln 2010, 477, 482; Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 31. Aufl., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;30&nbsp;ff.; Eisgruber in Kirchhof, EStG, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;64 ff.; Pfl&uuml;ger in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;19 EStG Rz&nbsp;225&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ebenfalls in st&auml;ndiger Rechtsprechung bejaht der Senat bei Zuwendungen aus Anlass von Betriebsveranstaltungen ein eigenbetriebliches Interesse des Arbeitgebers, sofern er die Aufwendungen t&auml;tigt, um den Kontakt der Arbeitnehmer untereinander und damit das Betriebsklima zu f&ouml;rdern (BFH-Urteile in BFHE 143, 544, BStBl II 1985, 529; in BFHE 146, 87, BStBl II 1986, 406; vom 25.&nbsp;Mai 1992 VI&nbsp;R&nbsp;85\/90, BFHE 167, 542, BStBl II 1992, 655; vom 6.&nbsp;Dezember 1996 VI&nbsp;R&nbsp;48\/94, BFHE 182, 142, BStBl II 1997, 331; vom 16.&nbsp;November 2005 VI&nbsp;R&nbsp;68\/00, BFHE 212, 51, BStBl II 2006, 440; VI&nbsp;R&nbsp;151\/99, BFHE 211, 321, BStBl II 2006, 439; VI&nbsp;R&nbsp;157\/98, BFHE 212, 48, BStBl II 2006, 437; VI&nbsp;R&nbsp;118\/01, BFHE 212, 55, BStBl II 2006, 444; VI&nbsp;R&nbsp;151\/00, BFHE 211, 325, BStBl II 2006, 442; vom 15.&nbsp;Januar 2009 VI&nbsp;R&nbsp;22\/06, BFHE 224, 136, BStBl II 2009, 476; in BFHE 225, 58, BStBl II 2009, 726). Ma&szlig;gebend f&uuml;r diese Beurteilung ist, dass die fraglichen Zuwendungen der Belegschaft als ganzer angeboten und dass die Vorteile unabh&auml;ngig von der Dauer der Betriebszugeh&ouml;rigkeit sowie der Stellung und Leistung im Betrieb gew&auml;hrt werden. In diesem Fall fehlt es regelm&auml;&szlig;ig an einer Beziehung der Arbeitgeberleistung zur individuellen Arbeitsleistung der betroffenen Arbeitnehmer und damit an der Entlohnung (BFH-Urteil in BFHE 146, 87, BStBl II 1986, 406).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Geldwerte Vorteile, die den Arbeitnehmern bei Betriebsveranstaltungen zuflie&szlig;en, k&ouml;nnen allerdings dann als Ertrag ihrer individuellen Dienstleistung angesehen werden, wenn eine Betriebsveranstaltung lediglich zum Anlass genommen wird, die Arbeitnehmer zus&auml;tzlich zu entgelten. Nach der fr&uuml;heren Rechtsprechung des Senats war dies der Fall, wenn bei solchen Veranstaltungen der &quot;&uuml;bliche Rahmen von Aufwendungen&quot; der H&ouml;he nach &uuml;berschritten wird (BFH-Urteile in BFHE 143, 544, BStBl II 1985, 529; vom 22.&nbsp;M&auml;rz 1985 VI&nbsp;R&nbsp;82\/83, BFHE 143, 550, BStBl II 1985, 532).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Sp&auml;ter hat der Senat die lohnsteuerrechtliche Wertung derartiger Zuwendungen nicht mehr davon abh&auml;ngig gemacht, ob die Vorteilsgew&auml;hrung der H&ouml;he nach &uuml;blich ist, sondern er hat eine Freigrenze angenommen, bei deren &Uuml;berschreitung die Zuwendungen in vollem Umfang als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu qualifizieren sind (BFH-Urteile in BFHE 167, 542, BStBl II 1992, 655; in BFHE 182, 142, BStBl II 1997, 331; in BFHE 212, 51, BStBl II 2006, 440; in BFHE 211, 321, BStBl II 2006, 439; in BFHE 212, 48, BStBl II 2006, 437; in BFHE 212, 55, BStBl II 2006, 444; in BFHE 211, 325, BStBl II 2006, 442; in BFHE 224, 136, BStBl II 2009, 476; in BFHE 225, 58, BStBl II 2009, 726; s. auch K&uuml;ttner\/Thomas, Personalbuch 2012, Stichwort Betriebsveranstaltung, Rz&nbsp;3). Der Senat ging bisher davon aus, dass er mit der Festlegung der Freigrenze die Befugnisse richterlicher Rechtsanwendung nicht &uuml;berschritten hat (BFH-Urteile in BFHE 167, 542, BStBl II 1992, 655; in BFHE 211, 325, BStBl II 2006, 442).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) F&uuml;r die Jahre 1983 bis 1992 hatte der BFH die Freigrenze auf 150&nbsp;DM beziffert. Die Finanzverwaltung hatte bald nach dem Ergehen des Senatsurteils in BFHE 167, 542, BStBl II 1992, 655 mit Wirkung ab 1993 die Freigrenze auf 200&nbsp;DM heraufgesetzt. Ab Veranlagungszeitraum 2002 legt die Finanzverwaltung eine Freigrenze von 110&nbsp;EUR je Veranstaltung zugrunde (BFH-Urteil in BFHE 211, 325, BStBl II 2006, 442; s. f&uuml;r das Streitjahr R&nbsp;72 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 der Lohnsteuer-Richtlinien &#8211;LStR&#8211; 2005). Der BFH hatte seinerseits f&uuml;r die Jahre 1996 und 1997 die Freigrenze auf 200&nbsp;DM festgelegt (BFH-Urteil in BFHE 211, 325, BStBl II 2006, 442; zum Jahr 2001 s. BFH-Urteil in BFHE 225, 58, BStBl II 2009, 726).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In die Ermittlung, ob die Freigrenze &uuml;berschritten ist, sind grunds&auml;tzlich die den Arbeitgeber treffenden Gesamtkosten der Veranstaltung einzubeziehen und zu gleichen Teilen s&auml;mtlichen Teilnehmern zuzurechnen (BFH-Urteile in BFHE 167, 542, BStBl II 1992, 655 mit Hinweis auf Abschn.&nbsp;72 Abs.&nbsp;4 LStR 1990; in BFHE 212, 48, BStBl II 2006, 437; in BFHE 212, 55, BStBl II 2006, 444). Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG sind Einnahmen, die nicht in Geld bestehen, mit den &uuml;blichen Endpreisen am Abgabeort anzusetzen. Bei diesem Wert, der im Sch&auml;tzungsweg zu ermitteln ist, handelt es sich um den Betrag, den ein Fremder unter gew&ouml;hnlichen Verh&auml;ltnissen f&uuml;r G&uuml;ter gleicher Art im freien Verkehr aufwenden muss. Nach Auffassung des Senats ist es grunds&auml;tzlich nicht zu beanstanden, den Wert der dem Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber anl&auml;sslich einer Betriebsveranstaltung zugewandten Leistungen anhand der Kosten zu sch&auml;tzen, die der Arbeitgeber daf&uuml;r seinerseits aufgewendet hat. Denn es kann im Regelfall davon ausgegangen werden, dass auch ein Fremder diesen Betrag f&uuml;r die Veranstaltung h&auml;tte aufwenden m&uuml;ssen. Sofern sich ein Beteiligter f&uuml;r die Bewertung auf eine abweichende Wertbestimmung beruft, muss er konkret darlegen, dass eine Sch&auml;tzung des &uuml;blichen Endpreises am Abgabeort anhand der vom Arbeitgeber aufgewandten Kosten dem objektiven Wert der Veranstaltung nicht entspricht (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2005 VI&nbsp;R&nbsp;32\/03, BFHE 210, 420, BStBl II 2006, 30, zur Zuwendung einer Reise).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Festlegung einer h&ouml;heren Freigrenze f&uuml;r das Streitjahr durch den Senat kommt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) sind Finanzgerichte im Steuerrecht zur Typisierung befugt, sofern es sich dabei um Gesetzesauslegung handelt (Entscheidungen des BVerfG vom 31.&nbsp;Mai 1988&nbsp; 1&nbsp;BvR&nbsp;520\/83, BVerfGE 78, 214; vom 4.&nbsp;Februar 2005&nbsp; 2&nbsp;BvR&nbsp;1572\/01, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2005, 352; s. auch BFH-Urteile vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 235, 273, BFH\/NV 2012, 310; vom 27.&nbsp;Januar 2010 IX&nbsp;R&nbsp;31\/09, BFHE 229, 90, BStBl II 2011, 28; vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2005 X&nbsp;R&nbsp;39\/03, BFHE 209, 320, BStBl II 2005, 817; Sunder-Plassmann in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;1 FGO Rz&nbsp;144; Kanzler, Finanz-Rundschau 2009, 527; Pahlke, Beiheft zum Deutschen Steuerrecht, Heft&nbsp;31\/2011, 66). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann hier dahinstehen, ob an der, wie erw&auml;hnt, bisher vom Senat vertretenen Auffassung, dass sich die Rechtsprechung mit der Bildung der genannten Freigrenze noch im Rahmen ihrer Erm&auml;chtigung zur typisierenden Gesetzesauslegung bewegt, zuk&uuml;nftig uneingeschr&auml;nkt festgehalten werden kann. Denn der Senat ist der Meinung, dass zumindest eine st&auml;ndige Anpassung des H&ouml;chstbetrags an die Geldentwicklung nicht Aufgabe des Gerichts ist, zumal auch der Gesetz- und Verordnungsgeber Pauschbetr&auml;ge nicht laufend, sondern allenfalls von Zeit zu Zeit korrigiert (BFH-Urteile in BFHE 182, 142, BStBl II 1997, 331; in BFHE 211, 325, BStBl II 2006, 442). Der Senat h&auml;lt auch zur Gew&auml;hrleistung von Rechtsanwendungsgleichheit und Rechtssicherheit f&uuml;r den streitigen Zeitraum an dem H&ouml;chstbetrag von 110&nbsp;EUR fest, zumal nach seiner Einsch&auml;tzung der Betrag noch ausreicht, um im Rahmen einer Betriebsveranstaltung den Kontakt der Arbeitnehmer untereinander und damit das Betriebsklima zu f&ouml;rdern (gl.A. Zimmermann, EFG 2011, 446). Er ist jedoch zu der &Uuml;berzeugung gelangt, dass die Finanzverwaltung erw&auml;gen sollte, alsbald den H&ouml;chstbetrag, ab dem Zuwendungen des Arbeitgebers bei Betriebsveranstaltungen beim teilnehmenden Arbeitnehmer in vollem Umfang als lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn zu qualifizieren sind, neu und auf der Grundlage von Erfahrungswissen zu bemessen. Im &Uuml;brigen beh&auml;lt sich der Senat vor, ggf. seine bisherige Rechtsprechung zur Zul&auml;ssigkeit typisierender Gesetzesauslegung im hier fraglichen Bereich zu &uuml;berpr&uuml;fen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. H&auml;lt der Senat danach zun&auml;chst an der Bedeutung und Wirksamkeit einer Freigrenze prinzipiell fest, besteht jedoch Anlass, auf Folgendes hinzuweisen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es muss sich bei den Kosten des Arbeitgebers, die in die Ermittlung, ob die Freigrenze &uuml;berschritten ist, einbezogen werden, um Arbeitslohn aus Anlass einer Betriebsveranstaltung handeln. Nach der Rechtsprechung des BFH sind nur solche Leistungen des Arbeitgebers, die den Rahmen und das Programm der Betriebsveranstaltung betreffen, zu ber&uuml;cksichtigen. Leistungen, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Betriebsveranstaltung stehen und durch die der Arbeitnehmer deshalb nicht bereichert ist (s. dazu BFH-Urteil vom 14.&nbsp;November 2012 VI&nbsp;R&nbsp;56\/11, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt), sind kein Lohn und daher weder in die Ermittlung, ob die Freigrenze &uuml;berschritten ist, einzubeziehen noch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG zu besteuern (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;November 2006 VI&nbsp;R&nbsp;58\/04, BFHE 215, 249, BStBl II 2007, 128). Entsprechendes gilt f&uuml;r Aufwendungen des Arbeitgebers, die nicht direkt der Betriebsveranstaltung zuzuordnen sind (z.B. Kosten der Buchhaltung oder f&uuml;r die Besch&auml;ftigung eines &quot;Event-Managers&quot;). Zudem ist zu beachten, dass eine Betriebsveranstaltung Elemente einer sonstigen betrieblichen Veranstaltung enthalten kann, die nicht zur Lohnzuwendung f&uuml;hrt (BFH-Urteil in BFHE 225, 58, BStBl II 2009, 726, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In die angesprochene Gesamtkostenermittlung d&uuml;rfen im &Uuml;brigen nur solche Kosten des Arbeitgebers einflie&szlig;en, die untrennbar Kosten der Betriebsveranstaltung sind. Individualisierbare und als Arbeitslohn zu ber&uuml;cksichtigende Leistungen sind gesondert zu erfassen, ggf. unter Beachtung von &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;9 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Sache ist nicht spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zwar festgestellt, dass sich die Gesamtkosten der Veranstaltung auf 52.877&nbsp;EUR beliefen. Dem Urteil lassen sich jedoch keine Angaben zur Struktur der Kosten entnehmen. Insbesondere steht nicht fest, ob, nach Ma&szlig;gabe der genannten Grunds&auml;tze, die entsprechenden Leistungen insgesamt in unmittelbarem Zusammenhang mit der Betriebsveranstaltung standen und deshalb Lohncharakter anzunehmen ist. Auch ist nicht gekl&auml;rt, welche Leistungen untrennbare Teile der Betriebsveranstaltung sind und welche einzelnen Arbeitnehmern zugeordnet werden k&ouml;nnen. Soweit sich etwa den Unterlagen entnehmen l&auml;sst, dass auch Kosten f&uuml;r Fahrten mit Taxen angesetzt wurden, weist der Senat daraufhin, dass es sich dabei allenfalls um Zuwendungen an einzelne Arbeitnehmer handeln kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wird demnach im zweiten Rechtsgang nach den genannten Grunds&auml;tzen die Ermittlung der als Arbeitslohn zu beurteilenden Gesamtkosten der Betriebsveranstaltung und die Aufteilung des Gesamtbetrags auf die Arbeitnehmer der Kl&auml;gerin, soweit sie teilgenommen haben, erneut vornehmen. Nur wenn das FG zu dem Ergebnis gelangt, dass der H&ouml;chstbetrag von 110&nbsp;EUR &uuml;berschritten wurde, sind die Gesamtkosten in vollem Umfang als Arbeitslohn zu werten und k&ouml;nnen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG pauschal versteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.12.2012, VI R 79\/10 Kosten einer Betriebsveranstaltung als Arbeitslohn &#8211; Bedeutung und Wirksamkeit einer Freigrenze &#8211; Zul&auml;ssigkeit typisierender Gesetzesauslegung Leits&auml;tze 1. Kosten eines Arbeitgebers aus Anlass einer Betriebsveranstaltung sind bei &Uuml;berschreiten einer Freigrenze in vollem Umfang als Arbeitslohn zu werten. Die Freigrenze betr&auml;gt auch im Jahr 2007 noch 110 EUR. 2. 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