{"id":30536,"date":"2013-03-10T10:38:43","date_gmt":"2013-03-10T08:38:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30536"},"modified":"2013-03-10T10:38:43","modified_gmt":"2013-03-10T08:38:43","slug":"i-b-27-12-bestimmung-des-wertaufhellungszeitraums","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-27-12-bestimmung-des-wertaufhellungszeitraums\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;27\/12 &#8211; Bestimmung des Wertaufhellungszeitraums"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.12.2012, I B 27\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Bestimmung des Wertaufhellungszeitraums<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, &uuml;bertrug mit Vertrag vom 28.&nbsp;Januar 2005 ihren Gesch&auml;ftsbereich &#8230; an die A-GmbH und erhielt hierf&uuml;r eine Beteiligung in H&ouml;he von 60&nbsp;v.H. an der A-GmbH. In den Jahren 2005 bis 2008 erwirtschaftete die A-GmbH Verluste in H&ouml;he von ca. 2,6&nbsp;Mio.&nbsp;EUR. Neben einer Erh&ouml;hung des Stammkapitals im Streitjahr (2007) von 100.000&nbsp;EUR auf 1&nbsp;Mio.&nbsp;EUR gew&auml;hrte die Kl&auml;gerin der A-GmbH im Zeitraum von 2005 bis 2008 Darlehen in H&ouml;he von ca. 5,7&nbsp;Mio.&nbsp;EUR, f&uuml;r die teilweise ein Rangr&uuml;cktritt vereinbart wurde. Die Bilanz der Kl&auml;gerin auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 wurde bis Ende M&auml;rz 2008 erstellt und vom Abschlusspr&uuml;fer im April 2008 gepr&uuml;ft. Die Kl&auml;gerin stufte die Wertminderungen ihrer Forderungen gegen&uuml;ber der A-GmbH als vor&uuml;bergehend ein. Der Abschlusspr&uuml;fer erteilte am 6.&nbsp;Mai 2008 einen uneingeschr&auml;nkten Best&auml;tigungsvermerk.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die Hausbank der Kl&auml;gerin wegen der andauernden Verlustsituation bei der A-GmbH die Beauftragung einer restrukturierungserfahrenen Unternehmensberatungsgesellschaft gefordert hatte, beauftragte die Kl&auml;gerin die &#8230;, eine entsprechende Untersuchung durchzuf&uuml;hren. Diese kam in ihrem Abschlussbericht vom 24.&nbsp;Juli 2008 zu dem Ergebnis, dass die &quot;Kostenstruktur suboptimal&quot; und die A-GmbH ein Sanierungsfall sei. Empfohlen wurden als Ma&szlig;nahmen zur Verbesserung der Eigenkapitalsituation der A-GmbH ein Verzicht in H&ouml;he der Darlehenssumme, die Umwandlung der Darlehen in eine Kapitalr&uuml;cklage oder die Umwandlung der Darlehen im Wege einer Sacheinlage in eine Kapitalerh&ouml;hung. Daraufhin beschlossen die Gesellschafter der Kl&auml;gerin in ihrer au&szlig;erordentlichen Gesellschafterversammlung am 5.&nbsp;Dezember 2008 Ma&szlig;nahmen zur Sanierung der A-GmbH. Mit Schreiben vom 9.&nbsp;Dezember 2008 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber der A-GmbH bez&uuml;glich Forderungen in H&ouml;he von 810.137&nbsp;EUR einen &quot;Forderungsverzicht mit Besserungsschein&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin &auml;nderte daraufhin den Jahresabschluss zum 31.&nbsp;Dezember 2007 am 20.&nbsp;Februar 2009 dahingehend ab, dass eine Abschreibung der Beteiligung an der A-GmbH von 300.000&nbsp;EUR und eine Wertberichtigung auf die Darlehen an die A-GmbH in H&ouml;he des Forderungsverzichts von 810.137&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt wurden. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) erkannte die Abschreibung auf die Forderungen gegen&uuml;ber der A-GmbH in H&ouml;he von 810.137&nbsp;EUR auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer gegen den hiernach ge&auml;nderten K&ouml;rperschaftsteuerbescheid erhobenen Klage macht die Kl&auml;gerin geltend, dass die vorgenommene Teilwertabschreibung zul&auml;ssig sei, da eine dauerhafte Wertminderung vorliege. Das Finanzgericht (FG) Bremen hat die Klage mit Urteil vom 19.&nbsp;Januar 2012 (Az.&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;35\/11&nbsp;(5)) abgewiesen. Zum Bilanzstichtag 31.&nbsp;Dezember 2007 l&auml;ge keine zu ber&uuml;cksichtigende dauernde Wertminderung hinsichtlich der der A-GmbH mit Rangr&uuml;cktritt gew&auml;hrten Darlehen vor, da im Streitfall die Voraussetzungen f&uuml;r eine Teilwertabschreibung von eigenkapitalersetzenden Darlehen nicht vorgelegen h&auml;tten und es sich bei den streitigen Verlusten der A-GmbH zudem um Anlaufverluste handele, die einer Teilwertabschreibung der Darlehensforderungen entgegenst&uuml;nden. Selbst wenn zum Bilanzstichtag 31.&nbsp;Dezember 2007 eine voraussichtlich dauernde Wertminderung der betreffenden Forderungen vorgelegen h&auml;tte, w&auml;re diese nicht zu ber&uuml;cksichtigen, da die entsprechenden Kenntnisse erst nach dem 31.&nbsp;M&auml;rz 2008, dem Ende des ma&szlig;geblichen Wertaufhellungszeitraums, erlangt worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit ihrer Beschwerde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist nicht begr&uuml;ndet. Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) liegen nicht vor. Die Rechtssache hat insbesondere keine grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Es bedarf keiner Entscheidung, ob die Kl&auml;gerin den Zulassungsgrund entsprechend den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO dargetan hat. Denn jedenfalls liegt deshalb keine grunds&auml;tzliche Bedeutung vor, weil die zur Kl&auml;rung gestellte Rechtsfrage offensichtlich so zu entscheiden ist, wie es das FG getan hat und es deshalb an der erforderlichen Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt (vgl. Senatsbeschluss vom 20.&nbsp;Juni 2011 I&nbsp;B&nbsp;108\/10, BFH\/NV 2011, 1924, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 2002 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG 2002) hat die Kl&auml;gerin in ihren Bilanzen das Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen, das nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (GoB) auszuweisen ist. Die handelsrechtlichen GoB ergeben sich u.a. aus den Bestimmungen des Ersten Abschnitts des Dritten Buchs &quot;Vorschriften f&uuml;r alle Kaufleute&quot; der &sect;&sect;&nbsp;238&nbsp;ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB). Sie werden f&uuml;r Kapitalgesellschaften erg&auml;nzt durch die Bestimmungen der &sect;&sect;&nbsp;264&nbsp;ff. HGB. Zu den handelsrechtlichen GoB geh&ouml;rt die Pflicht des Kaufmanns, in seiner Bilanz f&uuml;r den Schluss eines Gesch&auml;ftsjahres seine Verbindlichkeiten (Schulden) vollst&auml;ndig auszuweisen (&sect;&nbsp;240 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;242 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;246 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HGB). Nach &sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 HGB i.V.m. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG 2002 sind bei der Bewertung &#8211;wie beim Ansatz von Wirtschaftsg&uuml;tern (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;77\/96, BFHE 191, 339, BStBl II 2002, 227, m.w.N.)&#8211; alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, zu ber&uuml;cksichtigen, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Wertaufhellende Tatsachen k&ouml;nnen mithin noch in einem bestimmten zeitlichen Rahmen ber&uuml;cksichtigt werden. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH sind als &quot;wertaufhellend&quot; nur die Umst&auml;nde zu ber&uuml;cksichtigen, die zum Bilanzstichtag bereits objektiv vorlagen und nach dem Bilanzstichtag, aber vor dem Tag der Bilanzerstellung lediglich bekannt oder erkennbar wurden (Senatsurteile vom 4.&nbsp;April 1973 I&nbsp;R&nbsp;130\/71, BFHE 109, 55, BStBl II 1973, 485; vom 27.&nbsp;April 1965 I&nbsp;324\/62&nbsp;S, BFHE 82, 445, BStBl III 1965, 409). Der Wertermittlung zum Bilanzstichtag zugrunde zu legen ist ein Bilanzansatz damit nur, wenn er sp&auml;testens am Tag der Bilanzerstellung erkennbar geworden ist (Senatsurteile vom 30.&nbsp;Januar 2002 I&nbsp;R&nbsp;68\/00, BFHE 197, 530, BStBl II 2002, 688; vom 20.&nbsp;August 2003 I&nbsp;R&nbsp;49\/02, BFHE 203, 319, BStBl II 2003, 941; vom 15.&nbsp;September 2004 I&nbsp;R&nbsp;5\/04, BFHE 208, 116, BStBl II 2009, 100; BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 2005 XI&nbsp;R&nbsp;64\/04, BFHE 211, 475, BStBl II 2006, 371; Senatsurteil vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;89\/10, BFHE 235, 263, BFH\/NV 2012, 306; Senatsbeschluss vom 30.&nbsp;November 2011 I&nbsp;R&nbsp;83\/10, juris).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &quot;Objektiv&quot; bestand am Bilanzstichtag (dem 31.&nbsp;Dezember 2007) noch kein Anhaltspunkt, der auf eine m&ouml;gliche dauerhafte Wertminderung der Forderung der Kl&auml;gerin gegen die A-GmbH h&auml;tte hindeuten k&ouml;nnen. Die Bilanz der Kl&auml;gerin auf den 31.&nbsp;Dezember 2007 wurde nach den insoweit bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) bis Ende M&auml;rz 2008 erstellt. Der Abschlussbericht der Unternehmensberatungsgesellschaft stammt dagegen vom 24.&nbsp;Juli 2008. Erst ab diesem Zeitpunkt lagen entsprechende Erkenntnisse &uuml;ber eine m&ouml;gliche Wertminderung vor. Der Wertaufhellungszeitraum wird im Streitfall durch die gesetzliche Frist f&uuml;r die Aufstellung des Jahresabschlusses begrenzt. Nach &sect;&nbsp;264 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 HGB ist danach f&uuml;r Kapitalgesellschaften wie der Kl&auml;gerin der Stichtag der 31.&nbsp;M&auml;rz 2008. Der Rechtsprechung des BFH ist dabei auch zu entnehmen, dass der Wertaufhellungszeitraum an dem Tag endet, an dem der Kl&auml;ger sp&auml;testens eine Bilanz h&auml;tte erstellen m&uuml;ssen (BFH-Urteile vom 8.&nbsp;M&auml;rz 1989 X&nbsp;R&nbsp;9\/86, BFHE 156, 443, 451, BStBl II 1989, 714; vom 3.&nbsp;Juli 1991 X&nbsp;R&nbsp;163-164\/87, BFHE 164, 556, BStBl II 1991, 802; vom 22.&nbsp;August 2012 X&nbsp;R&nbsp;23\/10, BFHE 238, 173, BFH\/NV 2012, 1877). Insoweit kann dahingestellt bleiben, ob &#8211;wie die Kl&auml;gerin meint&#8211; von einer wirksamen Erstellung des Jahresabschlusses nur bei Unterschrift durch das zust&auml;ndige Organ ausgegangen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin zur Nichtigkeit des Jahresabschlusses und den sich hieraus m&ouml;glicherweise ergebenden Zulassungsgr&uuml;nden wegen eines Verfahrensmangels (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) bzw. wegen einer Sicherung der Rechtseinheit (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) w&auml;ren vor diesem Hintergrund in einem Revisionsverfahren nicht entscheidungserheblich. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen von daher nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Kl&auml;gerin die weitere Rechtsfrage als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ansieht, ob f&uuml;r die Bewertung eigenkapitalersetzender Gesellschafterdarlehen nicht nur im Rahmen einer Betriebsaufspaltung, sondern in allen F&auml;llen eigenkapitalersetzender Gesellschafterdarlehen bilanzsteuerrechtlich dieselben Regeln gelten, wie f&uuml;r die Bewertung von Beteiligungen, ist diese Frage wiederum nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Denn das FG hat sein Urteil kumulativ begr&uuml;ndet, d.h. auf mehrere selbst&auml;ndig tragende Gr&uuml;nde gest&uuml;tzt. Dies hat zur Folge, dass wegen jeder der Urteilsbegr&uuml;ndungen ein Zulassungsgrund i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO dargelegt werden und auch vorliegen muss (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;28, m.w.N. aus der BFH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da im Streitfall eine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO im Hinblick auf die Bestimmung des Wertaufhellungszeitraums nicht vorliegt und das FG sein Urteil aber auf die selbst&auml;ndig tragende Begr&uuml;ndung, eine dauerhafte Wertminderung der Darlehensforderung zum 31.&nbsp;Dezember 2007 sei auch nach den Grunds&auml;tzen der Wertaufhellungstheorie nicht zu ber&uuml;cksichtigen, gest&uuml;tzt hat, kann der Senat es dahinstehen lassen, ob es der Kl&auml;gerin im Hinblick auf die Bewertung eigenkapitalersetzender Gesellschafterdarlehen gelungen ist, eine Rechtsfrage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung darzulegen. Es kommt darauf nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleiches gilt f&uuml;r den Vortrag der Kl&auml;gerin hinsichtlich der Unbeachtlichkeit von Anlaufverlusten. Die Argumentation der Vorinstanz baut diesbez&uuml;glich, wie die Kl&auml;gerin zutreffend ausf&uuml;hrt, auf der Problematik der Bewertung eigenkapitalersetzender Gesellschafterdarlehen auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Entsprechend verh&auml;lt es sich mit der im Hinblick auf die Problematik der Bewertung eigenkapitalersetzender Gesellschafterdarlehen vorgetragenen Verfahrensr&uuml;ge nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO. Denn auch f&uuml;r eine Verfahrensr&uuml;ge gilt, dass das Urteil nicht auf dem Verfahrensmangel beruht, wenn das FG sich auf zwei selbst&auml;ndig tragende Begr&uuml;ndungen gest&uuml;tzt hat, aber nur eine davon durch einen Verfahrensfehler beeinflusst worden ist (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;97). Der Senat muss vor diesem Hintergrund nicht dazu Stellung nehmen, ob ein Verfahrensmangel tats&auml;chlich vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.12.2012, I B 27\/12 Bestimmung des Wertaufhellungszeitraums Tatbestand 1&nbsp; I. 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