{"id":30542,"date":"2013-03-10T10:39:55","date_gmt":"2013-03-10T08:39:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30542"},"modified":"2013-03-10T10:39:55","modified_gmt":"2013-03-10T08:39:55","slug":"iv-r-41-09-ausuebung-des-wahlrechts-bei-uebertragung-der-par-6b-ruecklage-in-einen-anderen-betrieb-klagebefugnis-von-gbr-gesellschaftern-und-gbr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-41-09-ausuebung-des-wahlrechts-bei-uebertragung-der-par-6b-ruecklage-in-einen-anderen-betrieb-klagebefugnis-von-gbr-gesellschaftern-und-gbr\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;41\/09 &#8211; Aus&uuml;bung des Wahlrechts bei &Uuml;bertragung der &sect; 6b-R&uuml;cklage in einen anderen Betrieb &#8211; Klagebefugnis von GbR-Gesellschaftern und GbR"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.12.2012, IV R 41\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Aus&uuml;bung des Wahlrechts bei &Uuml;bertragung der &sect; 6b-R&uuml;cklage in einen anderen Betrieb &#8211; Klagebefugnis von GbR-Gesellschaftern und GbR<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Das Bilanzierungswahlrecht f&uuml;r die Bildung und Aufl&ouml;sung einer &sect; 6b-R&uuml;cklage ist immer durch entsprechenden Bilanzansatz im &quot;ver&auml;u&szlig;ernden&quot; Betrieb auszu&uuml;ben, auch wenn die R&uuml;cklage auf Wirtschaftsg&uuml;ter eines anderen Betriebs des Steuerpflichtigen &uuml;bertragen werden soll.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) zu&nbsp;1. und&nbsp;2., Vater (V) und Sohn (S), bewirtschaften seit dem 1.&nbsp;Juli 1991 einen landwirtschaftlichen Betrieb in A (Westbetrieb) in der Rechtsform einer GbR, der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin zu&nbsp;3. Daneben bewirtschaftete V bis zum 30.&nbsp;Juni 1996 einen weiteren landwirtschaftlichen Betrieb in der N&auml;he von B (Ostbetrieb). Ab dem 1.&nbsp;Juli 1996 f&uuml;hrten die Kl&auml;ger den Ostbetrieb in der Rechtsform einer atypisch stillen Gesellschaft. S verpachtete ab dem 1.&nbsp;Juli 1995 bis zur Gr&uuml;ndung der atypisch stillen Gesellschaft landwirtschaftliche Grundst&uuml;cke an den Ostbetrieb. W&auml;hrend der Verpachtung ordnete S die Grundst&uuml;cke seinem landwirtschaftlichen Einzelunternehmen (Verpachtungsbetrieb) zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Wirtschaftsjahren 1993\/94 und 1994\/95 ver&auml;u&szlig;erten die Kl&auml;ger jeweils in ihrem Sonderbetriebsverm&ouml;gen befindliche landwirtschaftliche Fl&auml;chen des Westbetriebs und bildeten in H&ouml;he der entstandenen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne in den zeitnah beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) eingereichten Sonderbilanzen des Westbetriebs zum 30.&nbsp;Juni 1994 und 30.&nbsp;Juni 1995 gewinnmindernde R&uuml;cklagen. Im Einzelnen bildete V in der Sonderbilanz zum 30.&nbsp;Juni 1994 eine R&uuml;cklage in H&ouml;he von 346.001,51&nbsp;DM und eine weitere R&uuml;cklage in H&ouml;he von 184.267,74&nbsp;DM in der Sonderbilanz zum 30.&nbsp;Juni 1995. S bildete in der Sonderbilanz zum 30.&nbsp;Juni 1995 eine R&uuml;cklage in H&ouml;he von 229.979&nbsp;DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>V erwarb in den Wirtschaftsjahren 1994\/95 bis 1997\/98 f&uuml;r den Ostbetrieb verschiedene landwirtschaftliche Grundst&uuml;cke sowie eine Scheune. Daneben erwarb auch S am 1.&nbsp;Juli 1995 und 8.&nbsp;Juli 1996 landwirtschaftliche Grundst&uuml;cke, die von dem Ostbetrieb, Erstere zun&auml;chst auf Grund Pachtvertrags mit dem Verpachtungsbetrieb, bewirtschaftet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Bilanzen f&uuml;r den Ostbetrieb bis zum 30.&nbsp;Juni 1995 (Einzelbetrieb des V) sind die bis dahin angefallenen Anschaffungskosten des V f&uuml;r die landwirtschaftlichen Grundst&uuml;cke in tats&auml;chlich entstandener H&ouml;he ausgewiesen. Eine &Uuml;bertragung von R&uuml;cklagen nach &sect;&nbsp;6b des Einkommensteuergesetzes (EStG) war nicht geltend gemacht worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Bilanzen zum 30.&nbsp;Juni 1996 f&uuml;r den Ostbetrieb (Einzelbetrieb des V) und f&uuml;r den daneben bestehenden Verpachtungsbetrieb des S sowie in den Bilanzen zum 30.&nbsp;Juni 1997 und 30.&nbsp;Juni 1998 f&uuml;r den Ostbetrieb (nunmehr f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft), die s&auml;mtlich am 10.&nbsp;Dezember 1999 beim Finanzamt B eingereicht worden sind, &uuml;bertrugen die Kl&auml;ger die R&uuml;cklagen weitgehend auf die in dem Ostbetrieb bzw. dem Verpachtungsbetrieb des S get&auml;tigten Grundst&uuml;cksinvestitionen. Dies blieb im Rahmen einer Betriebspr&uuml;fung f&uuml;r den Ostbetrieb unbeanstandet. Die danach erlassenen Feststellungsbescheide f&uuml;r den Ostbetrieb sind bestandskr&auml;ftig geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den bereits zuvor beim FA eingereichten Sonderbilanzen des Westbetriebs f&uuml;r S und V zum 30.&nbsp;Juni 1996 und 30.&nbsp;Juni 1997 wurden die R&uuml;cklagen allerdings unver&auml;ndert ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der am 14.&nbsp;Juni 1999 eingereichten Sonderbilanz des Westbetriebs f&uuml;r V zum 30.&nbsp;Juni 1998 wurde die R&uuml;cklage in H&ouml;he von 346.001,51&nbsp;DM gewinnneutral aufgel&ouml;st. Zur Begr&uuml;ndung wurde angef&uuml;hrt, dass die R&uuml;cklage auf die Anschaffungskosten der f&uuml;r den Ostbetrieb in den Wirtschaftsjahren 1994\/95 und 1995\/96 erworbenen Grundst&uuml;cke &uuml;bertragen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 10.&nbsp;Dezember 1999 reichten die Kl&auml;ger eine berichtigte Sonderbilanz des V zum 30.&nbsp;Juni 1998 ein. Darin l&ouml;sten sie die verbliebene R&uuml;cklage gewinnneutral in H&ouml;he von 139.007,86&nbsp;DM auf, so dass nur noch eine R&uuml;cklage in der Sonderbilanz des V in H&ouml;he von 45.259,88&nbsp;DM verblieb. In der verbliebenen H&ouml;he ist die R&uuml;cklage, was im vorliegenden Verfahren nicht streitig ist, im Wirtschaftsjahr 1998\/99 auf die Anschaffungskosten einer im Ostbetrieb errichteten Halle &uuml;bertragen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 19.&nbsp;August 1999 wurden zudem berichtigte Sonderbilanzen des Westbetriebs f&uuml;r S zum 30.&nbsp;Juni 1996, 30.&nbsp;Juni 1997 und 30.&nbsp;Juni 1998 eingereicht. In der Bilanz zum 30.&nbsp;Juni 1996 wurde die R&uuml;cklage teilweise ausgebucht und in den Bilanzen zum 30.&nbsp;Juni 1997 und 30.&nbsp;Juni 1998 keine R&uuml;cklage mehr ausgewiesen. Zur Erl&auml;uterung wurde ausgef&uuml;hrt, dass die R&uuml;cklage vollst&auml;ndig auf Anschaffungskosten der am 1.&nbsp;Juli 1995 und 8.&nbsp;Juli 1996 von S f&uuml;r den Ostbetrieb angeschafften landwirtschaftlichen Fl&auml;chen &uuml;bertragen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der Betriebspr&uuml;fung des Westbetriebs vertrat der Betriebspr&uuml;fer die Auffassung, dass die R&uuml;cklagen nicht wirksam auf Reinvestitionsg&uuml;ter &uuml;bertragen worden seien, und l&ouml;ste sie deshalb in der Sonderbilanz des V zum 30.&nbsp;Juni 1998 in H&ouml;he von 346.001,51&nbsp;DM und zum 30.&nbsp;Juni 1999 in H&ouml;he von 139.007,86&nbsp;DM (Differenz 184.267,74&nbsp;DM .\/. 45.259,88&nbsp;DM) und in der Sonderbilanz des S zum 30.&nbsp;Juni 1999 in H&ouml;he von 229.979&nbsp;DM jeweils mit entsprechenden Gewinnzuschl&auml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;7 EStG auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem folgte das FA und erlie&szlig; f&uuml;r die GbR (Westbetrieb) unter dem 5.&nbsp;M&auml;rz 2003 entsprechend ge&auml;nderte Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der landwirtschaftlichen Eink&uuml;nfte f&uuml;r 1997 bis 1999 (Streitjahre).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen nach vorherigem Einspruchsverfahren erhobene Klage hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, dass die Kl&auml;ger ihr Ansatzwahlrecht nach &sect;&nbsp;6b EStG in den urspr&uuml;nglich eingereichten Bilanzen des Westbetriebs wirksam ausge&uuml;bt h&auml;tten. Daran seien sie festzuhalten. Die nachtr&auml;gliche Aufl&ouml;sung und &Uuml;bertragung der R&uuml;cklagen auf den Ostbetrieb seien nicht durch &sect;&nbsp;6b EStG gedeckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Berichtigung der Bilanzen des Westbetriebs nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG sei nicht zul&auml;ssig, da diese Bilanzen weder fehlerhaft gewesen noch durch die bilanzielle Behandlung der R&uuml;cklagen in den Ostbilanzen fehlerhaft geworden seien. Dass sich der fehlerhafte Bilanzansatz in den Bilanzen des Ostbetriebs in den bestandskr&auml;ftigen Feststellungsbescheiden f&uuml;r den Ostbetrieb niedergeschlagen habe, f&uuml;hre nicht zur Unrichtigkeit der Bilanzen des Westbetriebs. Allenfalls sei insoweit eine Berichtigung der Feststellungsbescheide des Ostbetriebs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;174 der Abgabenordnung geboten. Dar&uuml;ber sei im Streitfall indes nicht zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Bilanz&auml;nderung komme ebenfalls nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen wird auf die in den Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 472 ver&ouml;ffentlichten Entscheidungsgr&uuml;nde verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung des &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;1, 3 und 7 sowie &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/><\/br>das Urteil des FG K&ouml;ln vom 4.&nbsp;November 2008&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;2227\/04 und die Einspruchsentscheidung vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2004 aufzuheben und die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 1997, 1998 und 1999, jeweils vom 5.&nbsp;M&auml;rz 2003, dahin zu &auml;ndern, dass ein Gewinn aus der Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage zum 30.&nbsp;Juni 1998 in H&ouml;he von 346.001,51&nbsp;DM zuz&uuml;glich Gewinnzuschlag in H&ouml;he von 83.040&nbsp;DM und ein Gewinn aus der Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklagen zum 30.&nbsp;Juni 1999 in H&ouml;he von 139.007,86&nbsp;DM zuz&uuml;glich Gewinnzuschlag in H&ouml;he von 33.362&nbsp;DM sowie in H&ouml;he von 229.979&nbsp;DM zuz&uuml;glich Gewinnzuschlag in H&ouml;he von 55.195&nbsp;DM bei der Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft nicht ber&uuml;cksichtigt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie wird mit der Ma&szlig;gabe zur&uuml;ckgewiesen, dass neben den beiden Gesellschaftern auch die GbR Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin und das Rubrum des angefochtenen Urteils entsprechend gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zu berichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat als Kl&auml;ger entsprechend der eingereichten Klageschrift vom 22.&nbsp;April 2004 die beiden Gesellschafter der GbR ausgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 FGO ist eine Au&szlig;en-GbR im finanzgerichtlichen Verfahren wegen gesonderter und einheitlicher Gewinnfeststellungsbescheide sowohl beteiligtenf&auml;hig als auch subjektiv klagebefugt, unbeschadet der Art der von ihr erzielten Eink&uuml;nfte (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;April 2007 IV&nbsp;R&nbsp;28\/05, BFHE 218, 75, BStBl II 2007, 704, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich ist insoweit, ob die Gesellschafter nur einzeln oder gemeinschaftlich vertretungsbefugt sind, wie es dem Regelstatut nach &sect;&nbsp;709 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;714 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) entspricht (BFH-Urteile in BFHE 218, 75, BStBl II 2007, 704, und vom 6.&nbsp;Oktober 2004 IX&nbsp;R&nbsp;68\/01, BFHE 207, 24, BStBl II 2005, 324).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klagebefugnis (Prozessstandschaft) der Personengesellschaft nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 FGO erstreckt sich nach st&auml;ndiger Rechtsprechung auch auf streitige Feststellungen, die &#8211;wie vorliegend&#8211; einen Mitunternehmer pers&ouml;nlich angehen (&sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO; vgl. u.a. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;April 2010 IV&nbsp;R&nbsp;9\/08, BFHE 229, 42, BStBl II 2010, 929, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei der &sect;&nbsp;6b-R&uuml;cklage handelt es sich um eine personenbezogene Steuerverg&uuml;nstigung (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;April 1985 IV&nbsp;R&nbsp;83\/83, BFHE 144, 25, BStBl II 1986, 350). Die hier in Streit stehende Rechtsfrage betreffend die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der &Uuml;bertragung bzw. der Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklagen, die in den Sonderbilanzen der Gesellschafter gebildet worden sind, ber&uuml;hrt beide Gesellschafter deshalb pers&ouml;nlich und begr&uuml;ndet mithin deren &#8211;zus&auml;tzliche&#8211; subjektive Klagebefugnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach dem Grundsatz der rechtsschutzgew&auml;hrenden Auslegung ist im Zweifel anzunehmen, dass dasjenige Rechtsmittel eingelegt werden sollte, das zul&auml;ssig ist. Waren im Streitfall die Gesellschafter pers&ouml;nlich klagebefugt und konnten sie daneben als vertretungsberechtigte Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GbR (&sect;&nbsp;709 Abs.&nbsp;1 BGB) in deren Namen Klage erheben, ist die Klage mithin dahin auszulegen, dass sie sowohl im eigenen Namen der Gesellschafter als auch im Namen der GbR erhoben worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Berichtigung des Rubrums kann der BFH auch noch im Revisionsverfahren vornehmen (BFH-Urteil vom 31.&nbsp;Mai 2007 IV&nbsp;R&nbsp;25\/06, BFH\/NV 2007, 2086, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die angefochtenen ge&auml;nderten Feststellungsbescheide sind rechtm&auml;&szlig;ig und verletzen die Kl&auml;ger nicht in ihren Rechten (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO). Zutreffend ist das FG davon ausgegangen, dass die in den Sonderbilanzen der Kl&auml;ger gebildeten &sect;&nbsp;6b-R&uuml;cklagen nicht wirksam auf Reinvestitionsg&uuml;ter in dem Ostbetrieb &uuml;bertragen worden sind und deshalb mit Ablauf der Reinvestitionsfrist in den Streitjahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 und Abs.&nbsp;7 EStG gewinnwirksam aufzul&ouml;sen waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;1 EStG k&ouml;nnen Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Grund und Boden u.a. auf Anschaffungskosten von Grund und Boden, die im Wirtschaftsjahr der Ver&auml;u&szlig;erung oder im vorangegangenen Wirtschaftsjahr entstanden sind, &uuml;bertragen werden. Soweit eine &Uuml;bertragung nicht vorgenommen wird, kann nach &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 EStG im Wirtschaftsjahr der Ver&auml;u&szlig;erung eine den steuerlichen Gewinn mindernde R&uuml;cklage gebildet werden. Bis zur H&ouml;he der R&uuml;cklage k&ouml;nnen sodann die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach &sect;&nbsp;6b EStG beg&uuml;nstigter Wirtschaftsg&uuml;ter, die in den folgenden vier Jahren angeschafft oder hergestellt werden, im Wirtschaftsjahr ihrer Anschaffung oder Herstellung gek&uuml;rzt werden. In H&ouml;he des K&uuml;rzungsbetrags ist die R&uuml;cklage aufzul&ouml;sen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine R&uuml;cklage kann auch gebildet werden, wenn der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Sonderbetriebsverm&ouml;gen entsteht. Die R&uuml;cklage ist in diesem Fall zwingend in der Sonderbilanz des ver&auml;u&szlig;ernden Mitunternehmers zu bilden (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;M&auml;rz 1996 IV&nbsp;R&nbsp;34\/95, BFHE 180, 305, BStBl II 1996, 568; BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;Januar 2006 IV&nbsp;R&nbsp;14\/04, BFHE 212, 231, BStBl II 2006, 418).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die &Uuml;bertragung der R&uuml;cklage ist nicht auf Reinvestitionsg&uuml;ter beschr&auml;nkt, die in dem Alleineigentum des Ver&auml;u&szlig;erers stehen und dem Betriebsverm&ouml;gen des Ver&auml;u&szlig;erungsbetriebs zuzuordnen sind. Die &Uuml;bertragung kann auch auf Reinvestitionsg&uuml;ter erfolgen, die zum Gesellschaftsverm&ouml;gen (Gesamthandsverm&ouml;gen) einer anderen Personengesellschaft geh&ouml;ren, an der der Ver&auml;u&szlig;erer als Mitunternehmer beteiligt ist, soweit diese Wirtschaftsg&uuml;ter ihm anteilig zuzurechnen sind (BFH-Urteil in BFHE 144, 25, BStBl II 1986, 350).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist eine R&uuml;cklage am Schluss des vierten auf ihre Bildung folgenden Wirtschaftsjahrs noch vorhanden, so ist sie nach &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG zu diesem Zeitpunkt mit einem Gewinnzuschlag nach &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;7 EStG von 6&nbsp;% f&uuml;r jedes volle Wirtschaftsjahr, in dem die R&uuml;cklage bestanden hat, gewinnerh&ouml;hend aufzul&ouml;sen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;6b EStG r&auml;umt dem Steuerpflichtigen hinsichtlich der &Uuml;bertragung stiller Reserven Wahlrechte ein. Der Steuerpflichtige kann stille Reserven unter den in &sect;&nbsp;6b EStG n&auml;her beschriebenen Voraussetzungen &uuml;bertragen, er muss es aber nicht. Dementsprechend h&auml;ngt es auch von seinem Willen ab, ob er die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG gebildete R&uuml;cklage von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines in &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG genannten Wirtschaftsguts (Reinvestitionsgut) abziehen will (&sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG). Der Steuerpflichtige ist deshalb w&auml;hrend des Laufs der Reinvestitionsfrist befugt, die R&uuml;cklage ganz oder teilweise gewinnerh&ouml;hend aufzul&ouml;sen oder auf ein anderes Reinvestitionsgut ganz oder teilweise zu &uuml;bertragen (BFH-Urteile vom 17.&nbsp;September 1987 IV&nbsp;R&nbsp;8\/86, BFHE 151, 139, BStBl II 1988, 55, und vom 22.&nbsp;Juni 2010 I&nbsp;R&nbsp;77\/09, BFH\/NV 2011, 10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 EStG werden die vorgenannten Wahlrechte (Bilanzierungswahlrechte) durch entsprechenden Ansatz oder die Aufl&ouml;sung einer R&uuml;cklage in der Steuerbilanz, bzw. bei der Ver&auml;u&szlig;erung von Sonderbetriebsverm&ouml;gen in der jeweiligen Sonderbilanz ausge&uuml;bt (BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Januar 1992 VIII&nbsp;R&nbsp;72\/87, BFHE 169, 219, BStBl II 1992, 958; BFH-Beschluss in BFHE 212, 231, BStBl II 2006, 418). Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Bildung und Aufl&ouml;sung der &sect;&nbsp;6b-R&uuml;cklage ist dabei die Steuer- bzw. Sonderbilanz des &quot;ver&auml;u&szlig;ernden&quot; Betriebs (BFH-Urteil in BFHE 180, 305, BStBl II 1996, 568). Denn in diesem Betrieb ist der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn angefallen, der durch die Bildung der R&uuml;cklage neutralisiert werden soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger ist das Bilanzierungswahlrecht auch dann durch entsprechenden Bilanzansatz im &quot;ver&auml;u&szlig;ernden&quot; Betrieb auszu&uuml;ben, wenn die R&uuml;cklage auf Wirtschaftsg&uuml;ter eines anderen Betriebs des Steuerpflichtigen &uuml;bertragen werden soll. Zwar setzt die &Uuml;bertragung der R&uuml;cklage in diesem Fall voraus, dass ein Abzug von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Reinvestitionsguts im Wirtschaftsjahr der Anschaffung bzw. Herstellung im Reinvestitionsbetrieb vorgenommen wird (vgl. auch R&nbsp;41b Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;3 der Einkommensteuer-Richtlinien &#8211;EStR&#8211; 1997; heute R&nbsp;6b.2 Abs.&nbsp;8 Satz&nbsp;3 EStR). Daraus folgt aber nicht, dass das (&Uuml;bertragungs-)Wahlrecht erst in der Handels- oder Steuerbilanz des Betriebs auszu&uuml;ben ist, auf dessen Reinvestitionsgut die R&uuml;cklage &uuml;bertragen werden soll. Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, dass die R&uuml;cklage, wenn sie auf ein Reinvestitionsgut eines anderen Betriebs &uuml;bertragen wird, im Ver&auml;u&szlig;erungsbetrieb gewinnneutral &uuml;ber das Kapitalkonto ausgebucht wird (so auch zutreffend R&nbsp;41b Abs.&nbsp;8 EStR 1997; R&nbsp;6b.2 Abs.&nbsp;8 EStR). Denn dadurch wird lediglich buchungstechnisch das vom Gesetzgeber gewollte &Uuml;berspringen der stillen Reserven vom ver&auml;u&szlig;ernden in den reinvestierenden Betrieb sichergestellt. Dass f&uuml;r das Schicksal der R&uuml;cklage ma&szlig;geblich auf die Bilanz des ver&auml;u&szlig;ernden Betriebs abzustellen ist, l&auml;sst sich auch mittelbar dem BFH-Urteil in BFHE 180, 305, BStBl II 1996, 568 entnehmen. Dort hat der BFH bereits entschieden, dass es nicht gen&uuml;gt, wenn eine R&uuml;cklage nur in der Sonderbilanz der anderen, reinvestierenden Gesellschaft gebildet wird, der das anzuschaffende oder herzustellende Wirtschaftsgut dienen soll. Die R&uuml;cklage ist vielmehr zun&auml;chst immer in dem Betrieb zu bilden, in dem der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn angefallen ist. In der Bilanz der &quot;reinvestierenden&quot; Gesellschaft wirkt sich die &Uuml;bertragung der R&uuml;cklage immer erst in Form der Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aus. Zwar ging es in dem in BFHE 180, 305, BStBl II 1996, 568 entschiedenen Fall um die erstmalige Bildung der R&uuml;cklage nach &sect;&nbsp;6b EStG. Da die &sect;&nbsp;6b-R&uuml;cklage aber, wie dargelegt, ausschlie&szlig;lich der Neutralisation des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns im Ver&auml;u&szlig;erungsbetrieb dient, kann &uuml;ber das weitere Schicksal der R&uuml;cklage w&auml;hrend des Reinvestitionszeitraums auch nur durch die Aus&uuml;bung des Bilanzierungswahlrechts in diesem Betrieb entschieden werden. F&uuml;r diese Beurteilung spricht auch die Regelung in &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 EStG. Danach muss die Bildung und Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage nach &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 EStG in der Buchf&uuml;hrung verfolgt werden k&ouml;nnen. Da die Verfolgbarkeit in der Buchf&uuml;hrung an die Buchf&uuml;hrung im n&auml;mlichen Betrieb ankn&uuml;pft, kommt insoweit nur die Behandlung der R&uuml;cklage und damit auch die Aus&uuml;bung des Wahlrechts zur Aufl&ouml;sung im ver&auml;u&szlig;ernden Betrieb in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Einwand, dass &uuml;ber das Ob und den Umfang der R&uuml;cklagen&uuml;bertragung immer erst bei Aufstellung des Jahresabschlusses des Reinvestitionsbetriebs entschieden werden k&ouml;nne und deshalb das Bilanzierungswahlrecht erst bei der Bilanzaufstellung des Reinvestitionsbetriebs ausge&uuml;bt werden m&uuml;sse, folgt der Senat nicht. Der Steuerpflichtige muss bei der Aufstellung der Bilanz (Sonderbilanz) des Ver&auml;u&szlig;erungsbetriebs zum jeweiligen Bilanzstichtag stets neu &uuml;ber die R&uuml;cklagenbildung bzw. die R&uuml;cklagenfortf&uuml;hrung entscheiden. Da die Reinvestition nach &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG innerhalb einer bestimmten Reinvestitionsfrist get&auml;tigt werden muss, hat der Steuerpflichtige bei der Bilanzaufstellung zum jeweiligen Bilanzstichtag auch zu beurteilen, ob eine entsprechende Reinvestition, auf die er die R&uuml;cklage &uuml;bertragen will, in einem anderen Betrieb bereits durchgef&uuml;hrt worden ist oder, sofern die Reinvestitionsfrist noch nicht abgelaufen ist, noch durchgef&uuml;hrt werden soll. Es ist nicht ersichtlich, warum der Steuerpflichtige von einzelnen Anschaffungs- bzw. Herstellungsvorg&auml;ngen, die in einem anderen, jedoch von ihm gef&uuml;hrten Einzelbetrieb bzw. in einer anderen Gesellschaft, an der er als Mitunternehmer beteiligt ist, get&auml;tigt worden sind, nicht hinreichende Kenntnis haben sollte, die es ihm erm&ouml;glicht, sein Bilanzierungswahlrecht sachgerecht auszu&uuml;ben. Es obliegt grunds&auml;tzlich dem Steuerpflichtigen, den f&uuml;r die sachgerechte Aus&uuml;bung seines Bilanzierungswahlrechts erforderlichen und notwendigen Sachverhalt zu ermitteln. Dies gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r den Fall, dass der ver&auml;u&szlig;ernde und der aufnehmende Betrieb ihre Gewinnermittlung nicht auf denselben Bilanzstichtag erstellen oder dass unterschiedliche Finanz&auml;mter f&uuml;r die jeweilige Veranlagung zust&auml;ndig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes folgt auch nicht aus dem BFH-Urteil vom 28.&nbsp;April 1988 IV&nbsp;R&nbsp;298\/83 (BFHE 153, 353, BStBl II 1988, 885). Der Entscheidung l&auml;sst sich nicht entnehmen, dass das Wahlrecht in der Steuerbilanz des reinvestierenden Betriebs auszu&uuml;ben ist. Die Entscheidung verh&auml;lt sich ausschlie&szlig;lich zu der Frage, ob und inwieweit R&uuml;cklagen, die bei einer Realgemeinde gebildet worden sind, auf Reinvestitionen &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen, die in den Betrieben der Mitglieder erfolgt sind, und wie die steuerliche Umsetzung im Rahmen einer Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Hat der Steuerpflichtige sein Bilanzierungswahlrecht in der dem FA eingereichten Bilanz des Ver&auml;u&szlig;erungsbetriebs dahin ausge&uuml;bt, dass die R&uuml;cklage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG fortgef&uuml;hrt wird, kommt eine nachtr&auml;gliche &Auml;nderung des Bilanzierungswahlrechts nur noch nach der Regelung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG in Betracht (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2005 IV&nbsp;R&nbsp;37\/04, BFHE 211, 155, BStBl II 2006, 165; BFH-Beschluss in BFHE 212, 231, BStBl II 2006, 418). Diese Regelung greift ein, wenn ein weder dem Grunde noch der H&ouml;he nach fehlerhafter und somit zul&auml;ssiger Bilanzansatz durch einen anderen, gesetzlich wahlweise ebenfalls zul&auml;ssigen Ansatz ersetzt werden soll (sog. Bilanz&auml;nderung). Da das Bilanzierungswahlrecht, wie unter II.2.c dargelegt, nur in der Bilanz des ver&auml;u&szlig;ernden Betriebs auszu&uuml;ben ist, scheidet eine Bilanzberichtigung in diesem Betrieb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG aus. Denn sofern die Reinvestitionsfrist noch nicht abgelaufen ist, entspricht die Bilanz den Grunds&auml;tzen ordnungsgem&auml;&szlig;er Buchf&uuml;hrung unter Befolgung der Vorschriften des EStG. Die Bilanz ist mithin nicht fehlerhaft i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG. Die in der Bilanz des ver&auml;u&szlig;ernden Betriebs ausgewiesene R&uuml;cklage wird auch nicht dadurch unrichtig, dass in der Bilanz eines anderen Betriebs des Steuerpflichtigen in H&ouml;he der R&uuml;cklage die Anschaffungs- oder Herstellungskosten gek&uuml;rzt werden. Denn dadurch wird das im Ver&auml;u&szlig;erungsbetrieb ausge&uuml;bte Bilanzierungswahlrecht nicht ber&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Unter Heranziehung dieser Grunds&auml;tze hat das FG zutreffend entschieden, dass die R&uuml;cklagen nicht (mehr) auf die in dem Ostbetrieb bzw. dem Verpachtungsbetrieb des S angeschafften Reinvestitionsg&uuml;ter &uuml;bertragen werden konnten und deshalb mit Ablauf der Reinvestitionsfrist in den Streitjahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 und Abs.&nbsp;7 EStG gewinnwirksam aufzul&ouml;sen waren. Dabei geht der Senat auf Grund der ihn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG davon aus, dass die Kl&auml;ger zu&nbsp;1. und&nbsp;2. die hier streitigen R&uuml;cklagen ordnungsgem&auml;&szlig;, insbesondere in der Buchf&uuml;hrung verfolgbar (&sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 EStG), gebildet haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Im Ergebnis zu Recht haben das FA und ihm folgend das FG die (gewinnneutrale) &Uuml;bertragung der R&uuml;cklage in H&ouml;he von 346.001,51&nbsp;DM auf die Anschaffungskosten der Grundst&uuml;cke, die V in den Wirtschaftsjahren 1994\/95 und 1995\/96 f&uuml;r den Ostbetrieb angeschafft hat, verneint. V hat das &Uuml;bertragungswahlrecht erstmals in der am 14.&nbsp;Juni 1999 eingereichten Sonderbilanz des Westbetriebs zum 30.&nbsp;Juni 1998 ausge&uuml;bt. Der R&uuml;cklagen&uuml;bertragung steht bereits entgegen, dass diese gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG nur im Wirtschaftsjahr der Anschaffung des Reinvestitionsguts vorgenommen werden kann. V h&auml;tte mithin in der Sonderbilanz f&uuml;r den Westbetrieb zum 30.&nbsp;Juni 1995 bzw. zum 30.&nbsp;Juni 1996 sein Bilanzierungswahlrecht zur &Uuml;bertragung der R&uuml;cklage auf die vorgenannten Grundst&uuml;cke aus&uuml;ben m&uuml;ssen. Eine Nachholung der &Uuml;bertragung der R&uuml;cklage auf bereits in fr&uuml;heren Wirtschaftsjahren angeschaffte Reinvestitionsg&uuml;ter scheidet aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Ebenfalls zutreffend haben das FA und ihm folgend das FG die gewinnneutrale &Uuml;bertragung der R&uuml;cklage in H&ouml;he von 139.007,86&nbsp;DM auf die Anschaffungskosten der Grundst&uuml;cke und Geb&auml;ude, die V in den Wirtschaftsjahren 1995\/96 bis 1997\/98 angeschafft hat, abgelehnt. Eine &Uuml;bertragung der R&uuml;cklage auf die Anschaffungskosten der Grundst&uuml;cke und Geb&auml;ude, die von V in den Wirtschaftsjahren 1995\/96 und 1996\/97 f&uuml;r den Ostbetrieb angeschafft worden sind, kommt bereits aus den unter II.2.e&nbsp;(1) dargelegten Gr&uuml;nden nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die R&uuml;cklagen&uuml;bertragung auf Anschaffungskosten der Grundst&uuml;cke und Geb&auml;ude, die von V in dem Wirtschaftsjahr 1997\/98 f&uuml;r den Ostbetrieb angeschafft worden sind, scheitert an den Voraussetzungen einer Bilanz&auml;nderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG. V hat sein Bilanzierungswahlrecht in der am 14.&nbsp;Juni 1999 eingereichten Sonderbilanz zum 30.&nbsp;Juni 1998 zun&auml;chst zul&auml;ssigerweise dahin ausge&uuml;bt, dass er die R&uuml;cklage in H&ouml;he von 184.267,74&nbsp;DM fortf&uuml;hren m&ouml;chte. Die nunmehr andere Aus&uuml;bung dieses Bilanzierungswahlrechts in der am 10.&nbsp;Dezember 1999 eingereichten ge&auml;nderten Sonderbilanz des Westbetriebs zum 30.&nbsp;Juni 1998 stellt eine nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG nicht mehr zul&auml;ssige Bilanz&auml;nderung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die ge&auml;nderte Sonderbilanz erst nach dem 31.&nbsp;M&auml;rz 1999, dem Tag der Verk&uuml;ndung des Steuerentlastungsgesetzes 1999\/2000\/ 2002 vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402, BStBl I 1999, 304), eingereicht worden ist, findet &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG i.d.F. des Steuerbereinigungsgesetzes (StBereinG) 1999 vom 22.&nbsp;Dezember 1999 (BGBl I 1999, 2601, BStBl I 2000, 13) Anwendung (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;9 EStG i.d.F. des StBereinG 1999; BFH-Urteil vom 31.&nbsp;Mai 2007 IV&nbsp;R&nbsp;54\/05, BFHE 218, 188, BStBl II 2008, 665). Danach ist eine &Auml;nderung der Bilanz (nur) zul&auml;ssig, wenn sie in einem engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit einer Bilanzberichtigung nach Satz&nbsp;1 des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 EStG steht und soweit die Auswirkung der &Auml;nderung nach Satz&nbsp;1 auf den Gewinn reicht. Eine Bilanzberichtigung wurde in den streitigen Veranlagungszeitr&auml;umen nicht durchgef&uuml;hrt, so dass eine &Auml;nderung der am 14.&nbsp;Juni 1999 eingereichten Sonderbilanz des V nicht zul&auml;ssig war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Schlie&szlig;lich ist auch die (gewinnneutrale) &Uuml;bertragung der R&uuml;cklage in H&ouml;he von 229.979&nbsp;DM, die S in seinen Sonderbilanzen des Westbetriebs zum 30.&nbsp;Juni 1996 und 30.&nbsp;Juni 1997 gebildet hatte, auf die Anschaffungskosten der Grundst&uuml;cke, die S in den Wirtschaftsjahren 1995\/96 und 1996\/97 angeschafft hat, zu Recht abgelehnt worden. Auch S hatte sein Wahlrecht zun&auml;chst zul&auml;ssigerweise dahin ausge&uuml;bt, dass er die in den Sonderbilanzen zum 30.&nbsp;Juni 1996 und 30.&nbsp;Juni 1997 gebildete R&uuml;cklage in H&ouml;he von 229.979&nbsp;DM fortf&uuml;hren m&ouml;chte. Die ge&auml;nderte Aus&uuml;bung des Wahlrechts durch die Einreichung der ge&auml;nderten Sonderbilanzen zum 30.&nbsp;Juni 1996 und 30.&nbsp;Juni 1997 am 19.&nbsp;August 1999 stellt daher eine Bilanz&auml;nderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG dar, die mangels einer vorhergehenden Bilanzberichtigung unzul&auml;ssig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Konnten die in den Sonderbilanzen des V und des S gebildeten R&uuml;cklagen daher nicht auf die Anschaffungskosten der f&uuml;r den (zun&auml;chst) Verpachtungsbetrieb des S bzw. den Ostbetrieb angeschafften Wirtschaftsg&uuml;ter &uuml;bertragen werden, waren sie mit Ablauf der Reinvestitionsfrist gewinnerh&ouml;hend gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG unter Ber&uuml;cksichtigung eines Gewinnzuschlags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6b Abs.&nbsp;7 EStG aufzul&ouml;sen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.12.2012, IV R 41\/09 Aus&uuml;bung des Wahlrechts bei &Uuml;bertragung der &sect; 6b-R&uuml;cklage in einen anderen Betrieb &#8211; Klagebefugnis von GbR-Gesellschaftern und GbR Leits&auml;tze Das Bilanzierungswahlrecht f&uuml;r die Bildung und Aufl&ouml;sung einer &sect; 6b-R&uuml;cklage ist immer durch entsprechenden Bilanzansatz im &quot;ver&auml;u&szlig;ernden&quot; Betrieb auszu&uuml;ben, auch wenn die R&uuml;cklage auf Wirtschaftsg&uuml;ter eines anderen Betriebs des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-41-09-ausuebung-des-wahlrechts-bei-uebertragung-der-par-6b-ruecklage-in-einen-anderen-betrieb-klagebefugnis-von-gbr-gesellschaftern-und-gbr\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;41\/09 &#8211; Aus&uuml;bung des Wahlrechts bei &Uuml;bertragung der &sect; 6b-R&uuml;cklage in einen anderen Betrieb &#8211; Klagebefugnis von GbR-Gesellschaftern und GbR<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-30542","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30542","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30542"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30542\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30542"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30542"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30542"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}