{"id":30567,"date":"2013-03-10T10:20:24","date_gmt":"2013-03-10T08:20:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30567"},"modified":"2013-03-10T10:20:24","modified_gmt":"2013-03-10T08:20:24","slug":"vii-r-40-09-keine-mineraloelsteuerbefreiung-fuer-fluege-zur-innerbetrieblichen-vorbereitung-von-dienstleistungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-40-09-keine-mineraloelsteuerbefreiung-fuer-fluege-zur-innerbetrieblichen-vorbereitung-von-dienstleistungen\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;40\/09 &#8211; Keine Mineral&ouml;lsteuerbefreiung f&uuml;r Fl&uuml;ge zur innerbetrieblichen Vorbereitung von Dienstleistungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.11.2012, VII R 40\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Mineral&ouml;lsteuerbefreiung f&uuml;r Fl&uuml;ge zur innerbetrieblichen Vorbereitung von Dienstleistungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) f&uuml;hrt mit Hubschraubern Krankentransporte gegen Entgelt durch. Hinsichtlich der dabei verwendeten Luftfahrtbetriebsstoffe erstattet der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) die auf diesen lastende Mineral&ouml;lsteuer. F&uuml;r den Transport von Hubschrauberpiloten und &Auml;rzten oder von medizinischen Ersatz- und Austauschteilen hat die Kl&auml;gerin von einem anderen Unternehmen ein Flugzeug gechartert. Eine Betriebsgenehmigung als Luftfahrtunternehmen besitzt die Kl&auml;gerin nicht. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Antrag auf Verg&uuml;tung der Mineral&ouml;lsteuer f&uuml;r das im Rahmen der eigenbetrieblichen Fl&uuml;ge im Kalenderjahr 2005 verbrauchte Flugbenzin lehnte das HZA ab; den daraufhin eingelegten Einspruch wies es als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Die Klage hatte zum gr&ouml;&szlig;ten Teil Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) urteilte, dass der Kl&auml;gerin hinsichtlich der betrieblich veranlassten Fl&uuml;ge ein Anspruch auf Verg&uuml;tung der Mineral&ouml;lsteuer unmittelbar aus Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b der Richtlinie 2003\/96\/EG des Rates vom 27.&nbsp;Oktober 2003 zur Restrukturierung der gemeinschaftlichen Rahmenvorschriften zur Besteuerung von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom &#8211;EnergieStRL&#8211; (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union Nr.&nbsp;L&nbsp;283\/51) zustehe. Eine Beschr&auml;nkung der Steuerbefreiung auf Luftfahrtunternehmen oder ein Ausschluss des Werkverkehrs sei dieser Vorschrift nicht zu entnehmen. Deutschland habe das Gemeinschaftsrecht unzutreffend umgesetzt, da gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;50 Abs.&nbsp;1 der Mineral&ouml;lsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (Min&ouml;StV) i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a des Mineral&ouml;lsteuergesetzes (Min&ouml;StG 1993) &#8211;jeweils in den im Streitjahr geltenden Fassungen&#8211; nur Luftfahrtunternehmen eine Entlastung beantragen k&ouml;nnten. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das HZA, die Entscheidung des FG widerspreche dem klaren Wortlaut der nationalen Vorschriften. Die Beschr&auml;nkung der Steuerbefreiung f&uuml;r Luftfahrtbetriebsstoffe auf Luftfahrtunternehmen und der Ausschluss des Werkverkehrs entspr&auml;chen auch den gemeinschaftsrechtlichen Vorgaben. Die in Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 EnergieStRL festgelegte Beg&uuml;nstigung trage den Regelungen in internationalen Abkommen Rechnung und erfasse mit dem Ziel der Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen nur die Luftverkehrsbranche. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit sich die Kl&auml;gerin auf eine ihr erteilte luftverkehrsrechtliche Genehmigung berufe, erfasse diese ausschlie&szlig;lich die f&uuml;r den Krankentransport eingesetzten Hubschrauber, nicht jedoch das Flugzeug. Im &Uuml;brigen stehe es dem deutschen Gesetzgeber nach den unionsrechtlichen Vorgaben frei, Flugbenzin zu besteuern. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das HZA beantragt, die Klage abzuweisen und das erstinstanzliche Urteil insoweit aufzuheben, als das FG das HZA verpflichtet habe, der Kl&auml;gerin Mineral&ouml;lsteuer in H&ouml;he von 1.711,47&nbsp;EUR zu verg&uuml;ten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie schlie&szlig;t sich weitgehend der Auffassung des FG an. Aufgrund der unzureichenden Umsetzung von Richtlinienrecht k&ouml;nne sich das HZA nicht auf die Besteuerungsm&ouml;glichkeit f&uuml;r Flugbenzin berufen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem tr&auml;gt die Kl&auml;gerin vor, sie betreibe ein gewerbliches Luftfahrtunternehmen im Sinne des deutschen Luftverkehrsrechts. Die Bezirksregierung X des Landes Y habe ihr die Genehmigung erteilt, Flugg&auml;ste, Post oder Fracht im gewerblichen Luftverkehr zu bef&ouml;rdern. Unabh&auml;ngig von einer solchen Genehmigung sei die Steuerbefreiung f&uuml;r jede gegen Entgelt erbrachte Luftfahrt-Dienstleistung zu gew&auml;hren. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des HZA ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt unter Abweisung der Klage zur Aufhebung des Urteils des FG. Der Kl&auml;gerin steht kein Anspruch auf Befreiung von der Mineral&ouml;lsteuer zu, denn sie erbringt mit dem von ihr eingesetzten Flugzeug keine entgeltlichen Luftfahrt-Dienstleistungen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Min&ouml;StG 1993 i.V.m. &sect;&nbsp;50 Abs.&nbsp;1 Min&ouml;StV wird eine steuerliche Beg&uuml;nstigung nur f&uuml;r Luftfahrtbetriebsstoffe gew&auml;hrt, die von Luftfahrtunternehmen f&uuml;r die gewerbsm&auml;&szlig;ige Bef&ouml;rderung von Personen oder Sachen oder f&uuml;r die entgeltliche Erbringung von Dienstleistungen eingesetzt werden. Diese Regelung entspricht dem Unionsrecht. Hinsichtlich der Auslegung des Begriffs &quot;Luftfahrt&quot; in Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Unterabs.&nbsp;2 EnergieStRL hat der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) mit Urteil vom 1.&nbsp;Dezember 2011 C-79\/10 (Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern 2012, 20) entschieden, dieser Begriff verlange, dass die entgeltliche Dienstleistung unmittelbar mit dem Flug des Luftfahrzeugs zusammenh&auml;nge. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass die beg&uuml;nstigten Fl&uuml;ge unmittelbar der Erbringung einer entgeltlichen Luftfahrt-Dienstleistung dienen m&uuml;ssen. Denn nach den unionsrechtlichen Vorgaben wird die Steuerbefreiung nicht bestimmten Unternehmen gew&auml;hrt, sondern es handelt sich um eine verwendungsorientierte Steuerbeg&uuml;nstigung, deren Gew&auml;hrung die Verwendung von Luftfahrtbetriebsstoffen zu den in Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStRL bezeichneten Zwecken voraussetzt. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den mit der Revision nicht angegriffenen Feststellungen des FG bef&ouml;rdert die Kl&auml;gerin mit dem Flugzeug Hubschrauberpiloten und &Auml;rzte sowie Ersatz- und Austauschteile zu eigenbetrieblichen Zwecken. Hierzu hat das FG ausgef&uuml;hrt, die Fl&uuml;ge dienten nicht unmittelbar dem Hauptzweck der Kl&auml;gerin, sondern sie f&ouml;rderten lediglich mittelbar diesen Zweck. Es handelt sich somit bei den Werkfl&uuml;gen nicht um Fl&uuml;ge, mit denen unmittelbar Dienstleistungen im Auftrag eines Kunden erbracht werden. Vielmehr erfolgen die Fl&uuml;ge nach unternehmensinternen Anweisungen zur Vorbereitung einer noch zu erbringenden Dienstleistung, die in einem Krankentransport besteht. Daran &auml;ndert nichts, dass die Kosten f&uuml;r diese Fl&uuml;ge in die Kalkulation der Preise f&uuml;r die Hubschrauberfl&uuml;ge mit einflie&szlig;en m&ouml;gen. Die Kl&auml;gerin hat auch nicht dargelegt, dass eine Luftbef&ouml;rderung der Mitarbeiter oder des Materials zur Erreichung des Unternehmenszwecks zwingend erforderlich ist, so dass unentschieden bleiben kann, ob dies eine Steuerentlastung rechtfertigen k&ouml;nnte. Der eigentliche Unternehmenszweck und die von der Kl&auml;gerin angebotene Dienstleistung bestehen in der Bef&ouml;rderung von erkrankten Personen auf dem Luftweg. Da die Werkfl&uuml;ge nicht unmittelbar mit der Erbringung dieser Dienstleistung zusammenh&auml;ngen, kommt f&uuml;r sie eine mineral&ouml;lsteuerrechtliche Beg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Min&ouml;StG 1993 i.V.m. &sect;&nbsp;50 Abs.&nbsp;1 Min&ouml;StV nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ein Anspruch auf die mineral&ouml;lsteuerliche Freistellung von Werkfl&uuml;gen ergibt sich auch deshalb nicht aus der unmittelbaren Anwendung von Unionsrecht, weil die Kl&auml;gerin das Flugzeug nicht mit Kerosin, sondern mit Flugbenzin betankt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStRL sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, unter den Voraussetzungen, die sie zur Sicherstellung der korrekten und einfachen Anwendung der Steuerbeg&uuml;nstigung und zur Verhinderung von Steuerhinterziehung und &#8211;vermeidung oder Missbrauch festlegen, Lieferungen von Energieerzeugnissen zur Verwendung als Kraftstoff f&uuml;r die Luftfahrt mit Ausnahme der privaten nichtgewerblichen Luftfahrt von der Steuer zu befreien. Die Mitgliedstaaten k&ouml;nnen jedoch die Steuerbefreiung auf Lieferungen von Flugturbinenkraftstoff (KN-Code 2710&nbsp;19&nbsp;21) beschr&auml;nken (Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b Unterabs.&nbsp;3 EnergieStRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG begehrt die Kl&auml;gerin eine Befreiung f&uuml;r Flugbenzin. Dabei handelt es sich nicht um Flugturbinenkraftstoff (Kerosin) der Unterposition 2710&nbsp;19&nbsp;21&nbsp;KN, so dass die unionsrechtlichen Vorgaben eine Steuerverschonung nicht erzwingen. Auf Flugbenzin oder leichten Flugturbinenkraftstoff kann eine Steuer erhoben werden. Bereits aus diesem Grund scheitert die Annahme des FG, der von der Kl&auml;gerin begehrte Verg&uuml;tungsanspruch lasse sich ohne weiteres unmittelbar aus Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStRL ableiten. Da den Mitgliedstaaten ein steuerlicher Gestaltungsspielraum zusteht, ist diese Bestimmung in Bezug auf Flugbenzin inhaltlich nicht unbedingt und hinreichend genau, so dass der Einzelne sich auf sie berufen k&ouml;nnte (vgl. EuGH-Urteil vom 17.&nbsp;Juli 2008 C-227\/07, Slg. 2008, I-5999).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Da das FG zu einer davon abweichenden Rechtsauffassung gelangt ist, war das erstinstanzliche Urteil insoweit aufzuheben, als das FG der Kl&auml;gerin einen Anspruch auf Steuerbefreiung f&uuml;r die von ihr im Streitjahr durchgef&uuml;hrten Werkfl&uuml;ge gew&auml;hrt hat. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.11.2012, VII R 40\/09 Keine Mineral&ouml;lsteuerbefreiung f&uuml;r Fl&uuml;ge zur innerbetrieblichen Vorbereitung von Dienstleistungen Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) f&uuml;hrt mit Hubschraubern Krankentransporte gegen Entgelt durch. Hinsichtlich der dabei verwendeten Luftfahrtbetriebsstoffe erstattet der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) die auf diesen lastende Mineral&ouml;lsteuer. 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