{"id":30579,"date":"2013-03-10T10:12:25","date_gmt":"2013-03-10T08:12:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30579"},"modified":"2013-03-10T10:12:25","modified_gmt":"2013-03-10T08:12:25","slug":"iv-r-45-10-keine-anwendung-des-halbabzugsverbots-auf-substanzverluste-von-darlehensforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-45-10-keine-anwendung-des-halbabzugsverbots-auf-substanzverluste-von-darlehensforderungen\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;45\/10 &#8211; Keine Anwendung des Halbabzugsverbots auf Substanzverluste von Darlehensforderungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.10.2012, IV R 45\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Anwendung des Halbabzugsverbots auf Substanzverluste von Darlehensforderungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Zwischen der Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagten (Kl&auml;gerin), einer GbR, und der X-GmbH (seinerzeit noch firmierend als Y-GmbH &#8211;GmbH&#8211;) bestand auch im Streitjahr 2002 eine Betriebsaufspaltung. Die Kl&auml;gerin hatte der GmbH in den Jahren 1999 bis 2001 fortlaufend Darlehen gew&auml;hrt und bereits 1997 einen unbefristeten Rangr&uuml;cktritt hinter s&auml;mtliche andere Gl&auml;ubiger bez&uuml;glich ihrer Darlehensforderungen erkl&auml;rt. Im April 2002 verzichtete sie gegen&uuml;ber der GmbH auf eine Darlehensforderung in H&ouml;he von 600.000&nbsp;EUR, um die &Uuml;berschuldung der GmbH zu beseitigen. Die Forderung sollte wieder aufleben, wenn und soweit die GmbH ab dem Jahr 2004 Jahres&uuml;bersch&uuml;sse erzielt. Weiterhin setzte die Kl&auml;gerin die Verzinsung der Darlehen f&uuml;r die Jahre 1999 bis 2002 aus. Trotz dieser Ma&szlig;nahmen bestand zum 31.&nbsp;Dezember 2002 erneut eine bilanzielle &Uuml;berschuldung der GmbH. Die GmbH stellte im Mai 2003 Antrag auf Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens, das im Juli 2003 er&ouml;ffnet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer am 30.&nbsp;Dezember 2003 aufgestellten Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2002 schrieb die Kl&auml;gerin ihre Darlehensforderungen gegen die GmbH auf Null ab, wobei sie von einem Nennbetrag in H&ouml;he von 1.102.176,31&nbsp;EUR ausging. Im Rahmen der Er&ouml;rterung der Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r das Streitjahr einigten sich die Kl&auml;gerin und der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) auf eine Abschreibung der Forderungen in H&ouml;he von 88&nbsp;% ihres Nennbetrags (=&nbsp;969.915,15&nbsp;EUR), da der Insolvenzverwalter eine Quote von 12&nbsp;% in Aussicht gestellt hatte. Den Aufwand erkannte das FA in den streitigen &Auml;nderungsbescheiden vom Dezember 2005 unter Hinweis auf &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung (EStG) nur zur H&auml;lfte (=&nbsp;484.957,56&nbsp;EUR) gewinnmindernd an. Die hiergegen eingelegten Einspr&uuml;che wies es als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der dagegen gerichteten Klage mit Urteil vom 24.&nbsp;August 2010 statt. Es entschied, dass der Kl&auml;gerin aufgrund des Darlehensverzichts und der Teilwertminderung im Streitjahr 2002 ein Betriebsausgabenabzug in H&ouml;he von 969.915,15&nbsp;EUR zustehe, den das FA zu Unrecht nach &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG auf 50&nbsp;% begrenzt habe. In H&ouml;he von 528.000&nbsp;EUR (88&nbsp;%&nbsp;x 600.000&nbsp;EUR) resultierten Betriebsausgaben der Kl&auml;gerin zun&auml;chst aus dem Darlehensverzicht gegen&uuml;ber der GmbH, da die Darlehensforderung im Zeitpunkt des Verzichts in dieser H&ouml;he nicht mehr werthaltig gewesen sei. Die daneben verbliebene Darlehensforderung in H&ouml;he von 502.176,31&nbsp;EUR sei zum 31.&nbsp;Dezember 2002 auf den niedrigeren Teilwert von 12&nbsp;% des Darlehensnennbetrags abzuschreiben gewesen. Der Aufwand aufgrund des Forderungsverzichts und der Teilwertabschreibung unterliege aber nicht der Abzugsbeschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 EStG. Denn w&auml;hrend der Geltung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens seien der Kl&auml;gerin weder Einnahmen aus der Beteiligung an der GmbH zugeflossen, noch seien solche in Zukunft zu erwarten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 215 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zu Recht entschieden, dass das Halbabzugsverbot des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG auf den streitigen Aufwand nicht anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zwischen den Beteiligten besteht kein Streit, dass der Kl&auml;gerin aus dem im April 2002 ausgesprochenen Verzicht auf den wertlosen Teil einer Darlehensforderung im Nennbetrag von 600.000&nbsp;EUR und aus der in der Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2002 vorgenommenen Teilwertabschreibung auf eine weitere Darlehensforderung im Nennbetrag von 502.176,31&nbsp;EUR insgesamt ein Aufwand in H&ouml;he von 969.915,15&nbsp;EUR entstanden ist. Der Senat teilt diese Rechtsauffassung und sieht insoweit von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Auffassung des FA unterliegt dieser Aufwand jedoch nicht dem Halbabzugsverbot des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG d&uuml;rfen Betriebsverm&ouml;gensminderungen, Betriebsausgaben, Ver&auml;u&szlig;erungskosten oder Werbungskosten, die mit den dem &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG zu Grunde liegenden Betriebsverm&ouml;gensmehrungen oder Einnahmen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, unabh&auml;ngig davon, in welchem Veranlagungszeitraum die Betriebsverm&ouml;gensmehrungen oder Einnahmen anfallen, bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte nur zur H&auml;lfte abgezogen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach dem Normzweck des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG sollen alle Ausgaben, die mit nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG nur h&auml;lftig besteuerten Einnahmen in Zusammenhang stehen, ebenfalls nur h&auml;lftig steuerlich ber&uuml;cksichtigt werden, um eine inkongruente Beg&uuml;nstigung auszuschlie&szlig;en. Aus dem Wortlaut des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG ergibt sich, dass ein rechtlicher Zusammenhang nicht erforderlich ist und &#8211;im Gegensatz zu &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;1 EStG&#8211; auch ein nur mittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang f&uuml;r das Eingreifen des Abzugsverbots ausreicht (z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 18.&nbsp;April 2012 X&nbsp;R&nbsp;5\/10, BFHE 237, 106, und X&nbsp;R&nbsp;7\/10, BFHE 237, 119, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wie der X.&nbsp;Senat des BFH in seinen Urteilen in BFHE 237, 106 und in BFHE 237, 119 dargelegt hat, ist der danach erforderliche wirtschaftliche Zusammenhang mit den in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG genannten Einnahmen bei Substanzverlusten von Darlehensforderungen, wie bei Teilwertabschreibungen oder Forderungsverzichten, nicht gegeben. Dieser Auffassung schlie&szlig;t sich der erkennende Senat an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Darlehensforderungen sind selbst&auml;ndige Wirtschaftsg&uuml;ter, die von der Beteiligung als solcher zu unterscheiden sind; dies gilt auch f&uuml;r sog. eigenkapitalersetzende Darlehen, die &#8211;unbeschadet ihrer Veranlassung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis&#8211; eigenst&auml;ndige Schuldverh&auml;ltnisse und damit von der Beteiligung zu unterscheidende Wirtschaftsg&uuml;ter darstellen. Wegen dieser Selbst&auml;ndigkeit von Darlehensforderung einerseits und Beteiligung andererseits sind auch Substanzverluste getrennt nach den f&uuml;r das jeweilige Wirtschaftsgut zur Anwendung kommenden Vorschriften zu beurteilen (BFH-Urteile in BFHE 237, 106, und in BFHE 237, 119, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG bezieht sich auf &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG. Die Vorschriften des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a bis c und j EStG, die insbesondere Einnahmen aus der Verwertung der Substanz des Kapitalanteils betreffen, verkn&uuml;pfen die Anwendung der h&auml;lftigen Steuerbefreiung ausweislich ihres Wortlauts nur mit dem Kapitalanteil als solchem. Substanzgewinne aus einer Wertsteigerung oder Ver&auml;u&szlig;erung einer Darlehensforderung sind von &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a bis c und j EStG nicht erfasst und damit voll steuerpflichtig. Umgekehrt kann das Abzugsverbot des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG nicht Substanzverluste von Darlehensforderungen erfassen. Gleicherma&szlig;en scheidet ein wirtschaftlicher Zusammenhang von Teilwertabschreibungen auf Gesellschafterdarlehen bzw. von Aufwand aus Forderungsverzichten mit den in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d bis i EStG bezeichneten laufenden Einnahmen aus. Bei Substanzverlusten der Darlehensforderung ist nicht erkennbar, dass damit zuk&uuml;nftige Beteiligungsertr&auml;ge angestrebt werden (BFH-Urteile in BFHE 237, 106, Rz&nbsp;46, und in BFHE 237, 119, Rz&nbsp;60, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Gegen einen wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen Beteiligungsertr&auml;gen und Teilwertabschreibungen auf Gesellschafterdarlehen spricht au&szlig;erdem, dass eine sp&auml;tere Wertaufholung nach vorgenommener Teilwertabschreibung in voller H&ouml;he steuerpflichtig w&auml;re, da die Anwendung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens f&uuml;r einen solchen Fall nicht vorgesehen ist. Gleiches gilt f&uuml;r den Fall des Forderungsverzichts unter Besserungsvorbehalt. Auch in diesem Fall w&auml;re das Wiederaufleben der Forderung in vollem Umfang gewinnwirksam, obwohl die Forderung nur zur H&auml;lfte aufwandswirksam ausgebucht worden w&auml;re (BFH-Urteile in BFHE 237, 106, Rz&nbsp;47&nbsp;ff., und in BFHE 237, 119, Rz&nbsp;61&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Damit begr&uuml;ndet der eigenkapitalersetzende Charakter des Darlehens &#8211;auch im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG&#8211; allenfalls einen Zusammenhang zwischen Darlehen und Beteiligung, nicht jedoch zwischen der substanzbezogenen Wertminderung des Darlehens aufgrund einer Teilwertabschreibung oder eines Verzichts auf den nicht mehr werthaltigen Teil der Darlehensforderung einerseits und nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 EStG h&auml;lftig steuerbefreiten Beteiligungsertr&auml;gen andererseits.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Unterliegt danach der Aufwand der Kl&auml;gerin aus dem Forderungsverzicht und der Teilwertabschreibung schon deshalb nicht dem Halbabzugsverbot des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG, weil es an dem erforderlichen wirtschaftlichen Zusammenhang dieses Aufwands mit etwaigen Beteiligungsertr&auml;gen fehlt, kann dahinstehen, ob im Streitfall, wie das FG meint, eine einnahmelose Beteiligung gegeben ist, die der Anwendung des Halbabzugsverbots des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG entgegenstehen k&ouml;nnte (vgl. hierzu zuletzt BFH-Urteil vom 6.&nbsp;November 2011 IX&nbsp;R&nbsp;61\/10, BFHE 233, 446, BStBl II 2012, 8, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.10.2012, IV R 45\/10 Keine Anwendung des Halbabzugsverbots auf Substanzverluste von Darlehensforderungen Tatbestand 1&nbsp; I. 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