{"id":30635,"date":"2013-03-10T10:12:42","date_gmt":"2013-03-10T08:12:42","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30635"},"modified":"2013-03-10T10:12:42","modified_gmt":"2013-03-10T08:12:42","slug":"vii-r-62-11-formunwirksamkeit-einer-abtretungsanzeige-bei-fehlenden-angaben-zum-abtretungsgrund-trotz-mangelhaftigkeit-des-amtlichen-vordrucks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-62-11-formunwirksamkeit-einer-abtretungsanzeige-bei-fehlenden-angaben-zum-abtretungsgrund-trotz-mangelhaftigkeit-des-amtlichen-vordrucks\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;62\/11 &#8211; Formunwirksamkeit einer Abtretungsanzeige bei fehlenden Angaben zum Abtretungsgrund trotz Mangelhaftigkeit des amtlichen Vordrucks"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.8.2012, VII R 62\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Formunwirksamkeit einer Abtretungsanzeige bei fehlenden Angaben zum Abtretungsgrund trotz Mangelhaftigkeit des amtlichen Vordrucks<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), einer Steuerberatungsgesellschaft, war langj&auml;hriger steuerlicher Berater des (inzwischen verstorbenen) Herrn X und von diesem gef&uuml;hrter Gesellschaften. Die Kl&auml;gerin und X haben im November 2003 dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) auf amtlichem Vordruck die Abtretung der Anspr&uuml;che des X aus Einkommensteuer 2002, Umsatzsteuer 2002 und &quot;Einkommensteuer aufgrund Verlustr&uuml;cktrags 2001&quot; angezeigt; in der Anzeige war das unter der &Uuml;berschrift &quot;Grund der Abtretung&quot; vorbereitete Feld &quot;Sicherungsabtretung&quot; angekreuzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Abtretung lag eine zwischen X und seinen Gesellschaften einerseits und dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin andererseits bereits 2001 getroffene Vereinbarung zugrunde, nach welcher zur Absicherung in der Vergangenheit aufgelaufener Au&szlig;enst&auml;nde dessen Steuerb&uuml;ros gegen&uuml;ber dem FA bestehende Forderungen &quot;mittels einer jeweiligen Abtretungserkl&auml;rung treuh&auml;nderisch&quot; zugunsten der Kl&auml;gerin abgetreten werden und diese den Betrag zum Ausgleich bestehender Honorarforderungen des vorgenannten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers verwenden d&uuml;rfe. Sp&auml;ter wurde diese Vereinbarung von den Beteiligten dahin erg&auml;nzt, dass sie auch alle k&uuml;nftigen Forderungen gegen das FA und Forderungen der Zedenten gegen&uuml;ber der Y GmbH &#038; Co.&nbsp;KG. umfassen solle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus berichtigten Einkommensteuerfestsetzungen 2001 und 2002 hat sich f&uuml;r X ein Steuerguthaben von rd. &#8230; EUR ergeben. Das FA hat jedoch 2005 mit vom Finanzamt &#8230; festgesetzten Haftungsanspr&uuml;chen des Landes gegen X die Aufrechnung erkl&auml;rt. Es hat &#8211;in einem mit Rechtsbehelfsbelehrung versehenen Schreiben vom 11.&nbsp;November 2009&#8211; gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin die Auffassung vertreten, dass ihr kein Guthaben gegen&uuml;ber dem FA zustehe. Ein Steuerschuldverh&auml;ltnis bestehe nur zu X bzw. dessen Erben. &Uuml;berdies sei die vorgenannte Abtretungsanzeige unwirksam.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruchsverfahren hat die Kl&auml;gerin hiergegen Klage erhoben, die Aufhebung des Abrechnungsbescheides vom 11.&nbsp;November 2009 beantragt und begehrt, zu ihren Gunsten einen Zahlungsanspruch aus den abgetretenen Einkommensteuererstattungsanspr&uuml;chen des X 2001 und 2002 in H&ouml;he von &#8230; EUR festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die Klage abgewiesen. Es h&auml;lt die Abtretungsanzeige f&uuml;r sowohl wegen &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;3 der Abgabenordnung (AO) als auch wegen &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;4 AO unwirksam.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Angabe &quot;Sicherungsabtretung&quot; sei n&auml;mlich ein tats&auml;chlich unzutreffender Abtretungsgrund vorgeschoben worden. Denn in Wahrheit habe die Abtretung nicht ein laufendes Gesch&auml;ft nur absichern sollen, sondern es h&auml;tten mittels der zu erwartenden Erstattungsanspr&uuml;che die Honorarforderungen des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der Kl&auml;gerin erf&uuml;llt werden sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem handele es sich um eine der Kl&auml;gerin nicht gestattete gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ige Abtretung. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin habe die Sicherung risikobehafteter Honorarforderungen durch Abtretung von Steuererstattungsanspr&uuml;chen zu einer feststehenden und nachhaltigen Einrichtung seiner beruflichen T&auml;tigkeit gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen dieses Urteil richtet sich die Revision der Kl&auml;gerin. Sie tr&auml;gt im Wesentlichen vor, auch eine Vereinbarung, nach der die abgetretene Forderung direkt an den Abtretungsempf&auml;nger auszuzahlen sei, k&ouml;nne als Sicherungsabtretung zu beurteilen sein, sofern der Sicherungszweck im Vordergrund stehe. Im &Uuml;brigen sei es m&uuml;&szlig;ig dar&uuml;ber zu diskutieren, ob der Abtretungsgrund &quot;Sicherungsabtretung&quot; zutreffend subsumiert worden sei, da der Sachverhalt dem FA eindeutig zur Kenntnis gebracht worden und ein Formfehler bei der Bezeichnung des Abtretungsgrundes unsch&auml;dlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es liege auch kein gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;iger Erwerb von Steueranspr&uuml;chen vor. Die getroffenen Vereinbarungen dokumentierten, dass es sich im Grunde nach der im Steuerrecht ma&szlig;gebenden wirtschaftlichen Betrachtungsweise um eine komplexe Gesch&auml;ftsbeziehung der Unternehmensgruppe X gehandelt habe. Eine solche gepoolte Globalabtretung sei ein einziges Gesch&auml;ft und k&ouml;nne nicht in einen gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;igen Erwerb umgedeutet werden. Das FG &uuml;berspitze den Schutz des &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;4 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, das FG-Urteil und den Abrechnungsbescheid vom 11.&nbsp;November 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Januar 2010 aufzuheben sowie das FA zu verpflichten, einen Abrechnungsbescheid zu ihren Gunsten zu erlassen, mit dem ausgewiesen wird, dass ihr ein Zahlungsanspruch aus den abgetretenen Einkommensteuererstattungsanspr&uuml;chen f&uuml;r 2001 und 2002 in H&ouml;he von insgesamt &#8230; EUR zusteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es weist auf das Urteil des erkennenden Senats vom 28.&nbsp;September 2011 VII&nbsp;R&nbsp;52\/10 (BFHE 235, 111, BStBl II 2012, 92) hin, wonach das Ankreuzen des Feldes &quot;Sicherungsabtretung&quot; keine ausreichenden Angaben zum Abtretungsgrund darstelle. Im &Uuml;brigen sei die Wertung des FG, dass ein gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;iger Erwerb von Steuererstattungsanspr&uuml;chen vorgelegen habe, zumindest m&ouml;glich und daher revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies sei die Revision auch nicht ausreichend begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das Urteil des FG entspricht jedenfalls im Ergebnis Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;2 und 3 AO ist eine Abtretung von Anspr&uuml;chen auf Erstattung von Steuern nur wirksam, wenn sie der Gl&auml;ubiger der zust&auml;ndigen Finanzbeh&ouml;rde unter Angabe u.a. des Abtretungsgrundes auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck anzeigt. Diese Vorschrift hat der erkennende Senat in seinem Urteil in BFHE 235, 111, BStBl II 2012, 92 dahin ausgelegt, dass die in einer Abtretungsanzeige notwendigen Angaben zum Abtretungsgrund auch dann (zus&auml;tzlich) eine kurze stichwortartige Kennzeichnung des zugrunde liegenden schuldrechtlichen Lebenssachverhalts erfordern, wenn das auf dem amtlichen Vordruck vorgesehene Feld &quot;Sicherungsabtretung&quot; angekreuzt worden ist. Dass die Gestaltung des nach dem Gesetz zu verwendenden amtlichen Vordrucks dazu verleiten k&ouml;nne, nur unzureichende Angaben zum Abtretungsgrund zu machen &#8211;der amtliche (inzwischen neu gefasste, im Streitfall jedoch noch zu verwendende und verwandte) Vordruck enthielt im Falle der Sicherungsabtretung kein freies Feld, keine Leerzeile odgl. f&uuml;r weitere Eintragungen zum Grund der Abtretung&#8211;, rechtfertige es nicht, eine unvollst&auml;ndige Abtretungsanzeige gleichwohl als formwirksam anzusehen. Denn nach dem Grundsatz von Treu und Glauben k&ouml;nne eine formunwirksame Abtretungsanzeige nur dann ausnahmsweise als wirksam angesehen werden, wenn die Berufung auf die Formunwirksamkeit zu einem schlechthin untragbaren Ergebnis f&uuml;hre. Ein solcher Ausnahmefall sei insbesondere deshalb nicht gegeben, weil der Irrtum, mit dem Ankreuzen des Feldes &quot;Sicherungsabtretung&quot; die erforderlichen Angaben zum Abtretungsgrund gemacht zu haben, wegen des Urteils des erkennenden Senats vom 13.&nbsp;November 2001 VII&nbsp;R&nbsp;107\/00 (BFHE 197, 5, BStBl II 2002, 402) nicht unvermeidbar gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So liegt es auch hier. Die streitige Abtretungserkl&auml;rung enthielt keinerlei Angaben zu dem der Abtretung zugrunde liegenden schuldrechtlichen Lebenssachverhalt und war deshalb unwirksam, worauf sich zu berufen dem FA nicht nach Treu und Glauben verwehrt ist. Denn es h&auml;tte bei Abgabe der Abtretungsanzeige anhand vorgenannten Urteils des Senats, das bereits vorlag und ver&ouml;ffentlicht worden war, erkannt werden k&ouml;nnen, welche Angaben zum Grund der Abtretung vom Gesetz verlangt werden. Dass die Tatsachen, &uuml;ber die solche Angaben zu machen sind, dem FA anderweit bekannt gewesen sein m&ouml;gen &#8211;was das FG im &Uuml;brigen nicht festgestellt hat&#8211;, &auml;ndert an den Anforderungen an die Form einer Abtretungsanzeige nichts, zumal diese nach vorgenannter Rechtsprechung des Senats nicht nur eine Warnfunktion gegen&uuml;ber dem Zedenten erf&uuml;llen soll &#8211;durch deren Ausf&uuml;llung soll sich der Zedent den ihr zugrunde liegenden Lebenssachverhalt noch einmal vor Augen f&uuml;hren&#8211;, sondern die auch der Finanzbeh&ouml;rde die Bearbeitung der Sache erleichtern soll, indem sie dieser auf den ersten Blick einen Anhaltspunkt daf&uuml;r liefert, ob eine n&auml;here Pr&uuml;fung der Wirksamkeit der Abtretung nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;4 AO angezeigt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da hiernach im Streitfall die zwischen X bzw. seinen Gesellschaften und der Kl&auml;gerin vereinbarte Abtretung unwirksam ist, bed&uuml;rfen alle weiteren Streitfragen, zu denen der Sachverhalt Anlass geben mag, keiner Er&ouml;rterung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.8.2012, VII R 62\/11 Formunwirksamkeit einer Abtretungsanzeige bei fehlenden Angaben zum Abtretungsgrund trotz Mangelhaftigkeit des amtlichen Vordrucks Tatbestand 1&nbsp; I. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), einer Steuerberatungsgesellschaft, war langj&auml;hriger steuerlicher Berater des (inzwischen verstorbenen) Herrn X und von diesem gef&uuml;hrter Gesellschaften. 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