{"id":30636,"date":"2013-03-10T10:12:32","date_gmt":"2013-03-10T08:12:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30636"},"modified":"2013-03-10T10:12:32","modified_gmt":"2013-03-10T08:12:32","slug":"xi-r-1-11-im-unternehmenskaufvertrag-vereinbartes-wettbewerbsverbot-als-umsatz-im-rahmen-einer-geschaeftsveraeusserung-fehlende-weiterfuehrung-des-namens-des-uebernommenen-unternehmens-unschaedlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-1-11-im-unternehmenskaufvertrag-vereinbartes-wettbewerbsverbot-als-umsatz-im-rahmen-einer-geschaeftsveraeusserung-fehlende-weiterfuehrung-des-namens-des-uebernommenen-unternehmens-unschaedlich\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;1\/11 &#8211; Im Unternehmenskaufvertrag vereinbartes Wettbewerbsverbot als Umsatz im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung &#8211; Fehlende Weiterf&uuml;hrung des Namens des &uuml;bernommenen Unternehmens unsch&auml;dlich"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2012, XI R 1\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Unternehmenskaufvertrag vereinbartes Wettbewerbsverbot als Umsatz im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung &#8211; Fehlende Weiterf&uuml;hrung des Namens des &uuml;bernommenen Unternehmens unsch&auml;dlich<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Zu den &quot;Ums&auml;tzen im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung&quot; i.S. von &sect; 1 Abs. 1a Satz 1 UStG z&auml;hlen alle in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem Ver&auml;u&szlig;erungsvorgang bewirkten Einzelleistungen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Das in einem Unternehmenskaufvertrag betreffend einen ambulanten Pflegedienst vereinbarte Wettbewerbsverbot kann als Umsatz im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung nicht steuerbar sein.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob ein im Unternehmenskaufvertrag vereinbartes Wettbewerbsverbot einen nicht steuerbaren Umsatz im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) darstellt oder als sonstige Leistung nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9 i.V.m. &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;9 UStG steuerbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Jahr 1991 in der Rechtsform einer GbR gegr&uuml;ndete Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) betrieb einen ambulanten Pflegedienst. Sie f&uuml;hrte nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG umsatzsteuerfreie Ums&auml;tze aus. Gesellschafterinnen waren Frau L und Frau N.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit &quot;Unternehmenskaufvertrag&quot; vom 26.&nbsp;April 2002 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin das gesamte Unternehmen zum 30.&nbsp;April 2002 an den Pflegedienst B. Der Kaufpreis betrug gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 des Vertrags &#8230;&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;9 des Vertrags (&quot;Konkurrenzverbot&quot;) lautete:<br \/><\/br><br \/><\/br>&quot;(1) Die Verk&auml;uferin verpflichtet sich, in B&#8230; und in einem Umkreis von 100&nbsp;km kein Unternehmen im Bereich der Kranken- und Altenpflege zu betreiben, insbesondere nach &Uuml;bertragung des Unternehmens weder mittelbar noch unmittelbar, pers&ouml;nlich oder &uuml;ber Dritte, die vom K&auml;ufer &uuml;bernommenen und von diesem neu gewonnenen Patienten abzuwerben oder einem anderen Unternehmen zu empfehlen. Das Konkurrenzverbot gilt f&uuml;r zwei Jahre.<br \/><\/br><br \/><\/br>(2) Zum Ausgleich f&uuml;r das in Abs.&nbsp;1 vereinbarte Konkurrenzverbot ist der K&auml;ufer verpflichtet, an die Verk&auml;uferin einen Betrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR zu bezahlen.<br \/><\/br><br \/><\/br>(3) Der Anspruch der Verk&auml;uferin gegen den K&auml;ufer gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 ist durch Zahlung des Kaufpreises nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;6 erf&uuml;llt, da dieser den Betrag f&uuml;r das Konkurrenzverbot bereits mit enth&auml;lt.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, dass &sect;&nbsp;9 des Unternehmenskaufvertrags ein Entgelt f&uuml;r ein Wettbewerbsverbot enthalte, das umsatzsteuerrechtlich eine sonstige Leistung darstelle und nicht unter den Begriff der Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen falle. Das FA setzte im Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2002 (Streitjahr) vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2006 unter Zugrundelegung des Betrags von &#8230;&nbsp;EUR abz&uuml;glich 16&nbsp;% Umsatzsteuer eine Umsatzsteuer in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR gegen die Kl&auml;gerin fest. Der Einspruch blieb erfolglos. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt. Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen aus, das im Unternehmenskaufvertrag vom 26.&nbsp;April 2002 unter &sect;&nbsp;9 vereinbarte Konkurrenzverbot sei im Rahmen der Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG nicht steuerbar. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ging davon aus, die vom Bundesfinanzhof (BFH) entwickelten Rechtsprechungsgrunds&auml;tze zur ertragsteuerrechtlichen Beurteilung eines Wettbewerbsverbots lie&szlig;en sich im Wesentlichen auch auf die Frage &uuml;bertragen, ob die Einr&auml;umung eines Konkurrenzverbots im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG erfolgt sei, oder ob es sich um eine eigenst&auml;ndige sonstige Leistung handele. Danach sei auch bei der umsatzsteuerrechtlichen Betrachtung entscheidend, ob dem vereinbarten Konkurrenzverbot eine eigenst&auml;ndige wirtschaftliche Bedeutung zukomme. Das sei hier nicht der Fall. Denn das vereinbarte Konkurrenzverbot erm&ouml;gliche dem &Uuml;bernehmer eines ambulanten Pflegedienstes die Fortf&uuml;hrung des Betriebs. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine abweichende Beurteilung folge nicht aus dem Urteil des BFH vom 13.&nbsp;November 2003 V&nbsp;R&nbsp;59\/02 (BFHE 203, 540, BStBl II 2004, 472). Denn dort sei es allein darum gegangen, ob die entgeltliche Unterlassung von Wettbewerb eine unternehmerische T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;2 UStG darstellen k&ouml;nne. Es sei hingegen nicht streitig gewesen, ob die Einr&auml;umung eines Wettbewerbsverbots im Rahmen der Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG nicht steuerbar sei. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da das vereinbarte Konkurrenzverbot nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG bereits nicht steuerbar sei, habe es keiner Entscheidung dazu bedurft, ob ein solches deshalb nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;16 Buchst.&nbsp;e UStG steuerfrei w&auml;re, weil ansonsten das Unterlassen von steuerbefreiten Ums&auml;tzen besteuert w&uuml;rde. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2011, 677. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA st&uuml;tzt seine Revision auf die Verletzung materiellen Rechts. Das Urteil des FG versto&szlig;e gegen &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG i.V.m. Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 und Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG-Urteil stehe im Widerspruch zum Urteil des BFH vom 23.&nbsp;Februar 1999 IX&nbsp;R&nbsp;86\/95 (BFHE 188, 552, BStBl II 1999, 590). In dem dortigen Fall habe der BFH eine besondere Bedeutung in dem gesondert vereinbarten Entgelt f&uuml;r das Wettbewerbsverbot gesehen. Die Vertragsgestaltung sei ein wichtiges Beurteilungsmerkmal und d&uuml;rfe nicht au&szlig;er Acht gelassen werden. Entscheidend sei der gemeinsame Wille der Beteiligten, durch eine ausdr&uuml;ckliche vertragliche Regelung ein Konkurrenzverbot gegen gesondertes Entgelt zu vereinbaren. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;4 des Unternehmenskaufvertrags sei der &uuml;bernehmende Pflegedienst B berechtigt aber nicht verpflichtet gewesen, den Namen des &uuml;bernommenen Unternehmens weiter zu f&uuml;hren. Dies sei auch nicht geschehen. Dass der Name von dem Pflegedienst B nicht &uuml;bernommen worden sei zeige, dass der Erwerb des Unternehmens gerade nicht auf die Fortf&uuml;hrung, sondern auf die Erweiterung und Sicherung der Marktanteile f&uuml;r B gerichtet gewesen sei. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe die vom BFH im Urteil in BFHE 203, 540, BStBl II 2004, 472 aufgestellten Rechtsgrunds&auml;tze nicht beachtet. Die Steuerbarkeit der entgeltlichen Unterlassung von Wettbewerb und damit die Nichtanwendbarkeit des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG seien grundlegende Voraussetzungen f&uuml;r diese Entscheidung gewesen. Der dortige Sachverhalt sei mit dem vorliegenden vergleichbar. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, <br \/><\/br>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie tritt dem Vorbringen des FA entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zu Recht das im Unternehmenskaufvertrag vom 26.&nbsp;April 2002 unter &sect;&nbsp;9 vereinbarte Konkurrenzverbot als nicht steuerbaren Umsatz im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG angesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;1 UStG unterliegen die Ums&auml;tze im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung an einen anderen Unternehmer f&uuml;r dessen Unternehmen nicht der Umsatzsteuer. Eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung liegt vor, wenn ein Unternehmen oder ein in der Gliederung eines Unternehmens gesondert gef&uuml;hrter Betrieb im Ganzen entgeltlich oder unentgeltlich &uuml;bereignet oder in eine Gesellschaft eingebracht wird (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 UStG). Der erwerbende Unternehmer tritt an die Stelle des Ver&auml;u&szlig;erers (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;3 UStG). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diese Vorschriften beruhen unionsrechtlich auf Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG (nunmehr Art.&nbsp;19 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem). Danach k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten die &Uuml;bertragung des Gesamtverm&ouml;gens oder eines Teilverm&ouml;gens, die entgeltlich oder unentgeltlich oder durch Einbringung in eine Gesellschaft erfolgt, so behandeln, als ob keine Lieferung von Gegenst&auml;nden vorliegt, und den Beg&uuml;nstigten der &Uuml;bertragung als Rechtsnachfolger des &Uuml;bertragenden ansehen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise das im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG vertraglich vereinbarte Wettbewerbsverbot als nicht steuerbar angesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die &Uuml;bernahme des Pflegedienstes der Kl&auml;gerin als solchen durch die Erwerberin B stellt &#8211;wie zwischen den Beteiligten unstreitig ist&#8211; eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG dar. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Entscheidungen des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) in &#8211;Zita Modes&#8211; (Urteil vom 27.&nbsp;November 2002 C-497\/01, Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;40) und &#8211;Schriever&#8211; (Urteil vom 10.&nbsp;November 2011 C-444\/10, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2011, 937, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2011, 2196, Rz&nbsp;25) muss, damit eine &Uuml;bertragung eines Gesch&auml;ftsbetriebs oder eines selbst&auml;ndigen Unternehmensteils i.S. von Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG festgestellt werden kann, die Gesamtheit der &uuml;bertragenen Bestandteile hinreichen, um die Fortf&uuml;hrung einer selbst&auml;ndigen wirtschaftlichen T&auml;tigkeit zu erm&ouml;glichen. Dies ist vorliegend der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FA vortr&auml;gt, B habe den Namen der Kl&auml;gerin nicht fortgef&uuml;hrt, was zeige, dass der Erwerb des Unternehmens gerade nicht auf die Fortf&uuml;hrung, sondern auf die Erweiterung und Sicherung der Marktanteile f&uuml;r B gerichtet gewesen sei, folgt der Senat dem nicht. Denn nach der Rechtsprechung des EuGH ist lediglich erforderlich, dass der durch die &Uuml;bertragung Beg&uuml;nstigte beabsichtigt, den &uuml;bertragenen Gesch&auml;ftsbetrieb zu betreiben und nicht nur die betreffende Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit sofort abzuwickeln (vgl. EuGH-Urteile in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;44, 46; in UR 2011, 937, DStR 2011, 2196, Rz&nbsp;37; Senatsurteil vom 18.&nbsp;Januar 2012 XI&nbsp;R&nbsp;27\/08, BFHE 235, 571, BFH\/NV 2012, 677, unter II.3.). Es ist daher unerheblich, dass B nicht den Namen der Kl&auml;gerin weitergef&uuml;hrt hat; entscheidend ist, dass B die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin nunmehr im Rahmen ihrer bisherigen eigenen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit fortgef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu den &quot;Ums&auml;tzen im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung&quot; i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;1 UStG z&auml;hlen alle in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem Ver&auml;u&szlig;erungsvorgang bewirkten Einzelleistungen (vgl. Husmann in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;1094; Probst in Hartmann\/Metzenmacher, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Rz&nbsp;53; B&uuml;low in Vogel\/Schwarz, UStG, &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;259). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei ist f&uuml;r die Feststellung, ob ein Gesch&auml;ft unter den Begriff der &Uuml;bertragung eines Gesamtverm&ouml;gens im Sinne der Richtlinie 77\/388\/EWG f&auml;llt, eine Gesamtw&uuml;rdigung der f&uuml;r das betreffende Gesch&auml;ft kennzeichnenden tats&auml;chlichen Umst&auml;nde vorzunehmen und der Art der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit, deren Fortf&uuml;hrung geplant ist, besondere Bedeutung zuzumessen (vgl. EuGH-Urteil in UR 2011, 937, DStR 2011, 2196, Rz&nbsp;32). Die erforderliche Gesamtw&uuml;rdigung obliegt im Wesentlichen dem FG (vgl. BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Mai 2010 V&nbsp;R&nbsp;25\/09, BFH\/NV 2010, 1873, unter II.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise angenommen, dass das im Streitfall im Unternehmenskaufvertrag vereinbarte Wettbewerbsverbot dazu dient, der &uuml;bernehmenden B die Fortf&uuml;hrung des &uuml;bertragenen ambulanten Pflegedienstes zu erm&ouml;glichen und deshalb in unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Ver&auml;u&szlig;erung steht (vgl. auch Meyer, EFG 2011, 677, 681).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der W&uuml;rdigung des FG &quot;kommt im vorliegenden Einzelfall dem von der Klin. mit dem Erwerber vereinbarten Konkurrenzverbot keine eigenst&auml;ndige wirtschaftliche Bedeutung zu. Zwar trifft es zu, dass im Kaufvertrag ein Entgelt f&uuml;r das Wettbewerbsverbot gesondert ausgewiesen ist, welches allerdings mit dem Gesamtkaufpreis abgegolten sein soll. Auch hat der Bekl. zutreffend darauf hingewiesen, dass dieses 38,4&nbsp;% des Kaufpreises ausmacht. Nach Auffassung des Senats ist die Verpflichtung der Klin., dem Erwerber &#8218;keine Konkurrenz zu machen&#8216;, aber dennoch als einer der Ums&auml;tze im Rahmen der Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG anzusehen. Dem gesonderten Ausweis eines Betrages f&uuml;r das Konkurrenzverbot kommt vorliegend nur eine nachrangige Bedeutung zu. Ansonsten k&ouml;nnten Ver&auml;u&szlig;erer und K&auml;ufer allein durch den (Nicht-)Ausweis eines gesonderten Entgelts die steuerliche Behandlung der &Uuml;bertragung des Konkurrenzverbots steuern. F&uuml;r die Frage, ob dem vereinbarten Konkurrenzverbot eine eigenst&auml;ndige wirtschaftliche Bedeutung zukommt, ist nach Auffassung des Senats vielmehr entscheidend, ob dieses dem &Uuml;bernehmer die Fortf&uuml;hrung des Betriebs erm&ouml;glicht. Dabei ist die Art des &uuml;bertragenen Unternehmens nach Auffassung des Senats von entscheidender Bedeutung. Bei einem ambulanten Pflegedienst, wie es das von der Klin. &uuml;bertragene Unternehmen darstellt, kommt den immateriellen Wirtschaftsg&uuml;tern eine wesentliche Bedeutung zu. Die &uuml;bertragenen Betriebsmittel sind im Verh&auml;ltnis dazu in der Regel eher von untergeordneter Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den &Uuml;bernehmer eines ambulanten Pflegedienstes ist entscheidend, ob er den Betrieb auf Dauer mit Gewinn fortf&uuml;hren kann. Dabei ist f&uuml;r ihn i.d.R. die Fortf&uuml;hrung des bisherigen Namens wesentlich sowie das Vorhandensein von Patienten (dem Kundenstamm). Ferner ist auch die Vereinbarung eines Konkurrenzverbots f&uuml;r die Fortf&uuml;hrung des Betriebs von Bedeutung, wobei das Wettbewerbsverbot und der Kundenstamm in der Regel eng miteinander verbunden sein d&uuml;rften. Dies zeigt sich auch im vorliegenden Fall am Wortlaut des vereinbarten Konkurrenzverbots, wonach sich die Kl&auml;gerin verpflichtete, &#8218;insbesondere nach &Uuml;bertragung des Unternehmens weder mittelbar noch unmittelbar, pers&ouml;nlich oder &uuml;ber Dritte, die <span style=\"text-decoration:underline\">vom K&auml;ufer &uuml;bernommenen<\/span> (und von diesem neu gewonnenen) <span style=\"text-decoration:underline\">Patienten abzuwerben<\/span> oder einem anderen Unternehmen zu empfehlen.&#8217;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese W&uuml;rdigung des FG, dass aufgrund der Umst&auml;nde des Einzelfalls das Konkurrenzverbot den Erhalt des Kundenstamms sichert und daher dem &Uuml;bernehmer die Fortf&uuml;hrung des Betriebs erm&ouml;glicht, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Revisionsrechtlich beachtliche Verst&ouml;&szlig;e gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze hat das FA nicht vorgebracht (vgl. dazu z.B. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;Januar 2008 V&nbsp;R&nbsp;12\/05, BFHE 221, 310, BStBl II 2009, 60, unter II.2.c&nbsp;bb; vom 25.&nbsp;Juni 2009 V&nbsp;R&nbsp;25\/07, BFHE 226, 407, BStBl II 2010, 239, unter II.3.c; vom 4.&nbsp;Mai 2011 XI&nbsp;R&nbsp;35\/10, BFHE 233, 379, BStBl II 2011, 836, unter II.B.II.2.e).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dieses Ergebnis entspricht auch dem Sinn und Zweck des Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG. Er bezweckt nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des EuGH (Urteile in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;39; in UR 2011, 937, DStR 2011, 2196, Rz&nbsp;23) und BFH (vgl. z.B. Urteile vom 30.&nbsp;April 2009 V&nbsp;R&nbsp;4\/07, BFHE 226, 138, BStBl II 2009, 863; in BFH\/NV 2010, 1873, unter II.3.), die &Uuml;bertragung von Unternehmen oder Unternehmensteilen zu erleichtern und zu vereinfachen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Eine abweichende rechtliche Beurteilung ergibt sich &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; nicht aus dem Urteil des BFH in BFHE 203, 540, BStBl II 2004, 472.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesem Urteil kann die entgeltliche Unterlassung von Wettbewerb f&uuml;r f&uuml;nf Jahre durch einen Steuerpflichtigen zwar eine nachhaltige gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 UStG 1991 sein. Diese Aussagen haben aber nicht die ihnen vom FA beigelegte Bedeutung f&uuml;r den hier gegebenen Sachverhalt, dass innerhalb eines Unternehmenskaufvertrags eine Konkurrenzschutzklausel vereinbart wird, die f&uuml;r die Fortf&uuml;hrung der wirtschaftlichen T&auml;tigkeit des &uuml;bernommenen Pflegedienstes im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG wesentlich ist. Eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG war gerade nicht Gegenstand des geschilderten Urteils.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ohne Erfolg wendet das FA schlie&szlig;lich ein, die Vereinbarung des Konkurrenzverbots k&ouml;nne deshalb nicht im Rahmen der Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG erfolgt sein, weil es sich um ein Wirtschaftsgut handele, welches erst durch die Ver&auml;u&szlig;erung entstehe. Diese Sichtweise verkennt, dass Gegenstand der hier zu beurteilenden Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung gerade ist, dass der Ver&auml;u&szlig;erer die mit seinem bisherigen Gesch&auml;ft betriebene T&auml;tigkeit beendet. Das Konkurrenzverbot sichert im vorliegenden Fall &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung der Art des Betriebs&#8211; diese Beendigung in einer f&uuml;r die Gesch&auml;ftsfortf&uuml;hrung durch den Erwerber gebotenen Weise ab. Es stellt sich damit als integraler Teil der Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2012, XI R 1\/11 Im Unternehmenskaufvertrag vereinbartes Wettbewerbsverbot als Umsatz im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung &#8211; Fehlende Weiterf&uuml;hrung des Namens des &uuml;bernommenen Unternehmens unsch&auml;dlich Leits&auml;tze 1. Zu den &quot;Ums&auml;tzen im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung&quot; i.S. von &sect; 1 Abs. 1a Satz 1 UStG z&auml;hlen alle in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem Ver&auml;u&szlig;erungsvorgang bewirkten Einzelleistungen. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-1-11-im-unternehmenskaufvertrag-vereinbartes-wettbewerbsverbot-als-umsatz-im-rahmen-einer-geschaeftsveraeusserung-fehlende-weiterfuehrung-des-namens-des-uebernommenen-unternehmens-unschaedlich\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;1\/11 &#8211; Im Unternehmenskaufvertrag vereinbartes Wettbewerbsverbot als Umsatz im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung &#8211; Fehlende Weiterf&uuml;hrung des Namens des &uuml;bernommenen Unternehmens unsch&auml;dlich<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-30636","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30636","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30636"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30636\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30636"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30636"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30636"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}