{"id":30638,"date":"2013-03-10T10:12:23","date_gmt":"2013-03-10T08:12:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30638"},"modified":"2013-03-10T10:12:23","modified_gmt":"2013-03-10T08:12:23","slug":"xi-r-10-12-voraussetzungen-fuer-eine-nicht-umsatzsteuerbare-veraeusserung-eines-teilvermoegens-geschaeftsveraeusserung-im-ganzen-is-des-par-1-abs-1a-ustg-setzt-keine-beendigung-der-unternehmerischen-b","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-10-12-voraussetzungen-fuer-eine-nicht-umsatzsteuerbare-veraeusserung-eines-teilvermoegens-geschaeftsveraeusserung-im-ganzen-is-des-par-1-abs-1a-ustg-setzt-keine-beendigung-der-unternehmerischen-b\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;10\/12 &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r eine nicht umsatzsteuerbare Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilverm&ouml;gens &#8211; Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. des &sect; 1 Abs. 1a UStG setzt keine Beendigung der unternehmerischen Bet&auml;tigung des Ver&auml;u&szlig;erers voraus"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2012, XI R 10\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Voraussetzungen f&uuml;r eine nicht umsatzsteuerbare Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilverm&ouml;gens &#8211; Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. des &sect; 1 Abs. 1a UStG setzt keine Beendigung der unternehmerischen Bet&auml;tigung des Ver&auml;u&szlig;erers voraus<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. des &sect; 1 Abs. 1a UStG setzt keine Beendigung der unternehmerischen Bet&auml;tigung des Ver&auml;u&szlig;erers voraus.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist Rechtsnachfolgerin der W-GmbH, die im Streitjahr 2000 die Errichtung und Erhaltung sowie die F&uuml;hrung von Kliniken, &#8230; insbesondere zur Behandlung von Gef&auml;&szlig;erkrankungen sowie zur Durchf&uuml;hrung von Laseroperationen, zum Gegenstand hatte. Gesellschafter (jeweils zur H&auml;lfte) und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der W-GmbH waren die &Auml;rzte Y und Z. Die W-GmbH hat ihren Gesch&auml;ftsbetrieb in gemieteten R&auml;umen auf dem Grundst&uuml;ck U-Stra&szlig;e &#8230; in X ausge&uuml;bt. Mieter waren die W-GmbH, Y und Z.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Mit einem am 28.&nbsp;Februar 2000 notariell beurkundeten Vertrag ver&auml;u&szlig;erten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&#8211; die W-GmbH zum Buchwert an Z &quot;ihren gesamten Bestand an technischen&nbsp;Anlagen und Maschinen, anderen Anlagen und Betriebs- und Gesch&auml;ftsausstattung, wie diese aus der (&#8230;) Anlage hervorgehen&quot; und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211; Z an Y zu einem Kaufpreis von 1&nbsp;DM seine Gesch&auml;ftsanteile an der W-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;Au&szlig;erdem vereinbarten die W-GmbH und Y einerseits und Z andererseits, dass &quot;s&auml;mtliche Rechte und Pflichten aus &#8230; (dem vorstehend erw&auml;hnten) Mietverh&auml;ltnis &#8230; auf &#8230; (Z) &uuml;bergehen und von diesem im Innenverh&auml;ltnis &uuml;bernommen werden&quot;. Die Vertragsparteien waren sich ferner &quot;einig, dass die Konzession zum Betrieb der &#8230; Klinik (&sect;&nbsp;30 GewO) auf den K&auml;ufer &uuml;bergeht&quot;. Zudem trat Z in die Rechte und Pflichten aus den mit der W-GmbH bestehenden Arbeitsverh&auml;ltnissen und weiteren Dauerschuldverh&auml;ltnissen ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nicht mitver&auml;u&szlig;ert wurden ein Farbstofflaser und ein &quot;EpiLight gepulstes Lichtsystem&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Z betrieb unter der bisherigen Anschrift mit den erworbenen Wirtschaftsg&uuml;tern und dem von der W-GmbH &uuml;bernommenen Personal eine Klinik f&uuml;r Venenmedizin in der Rechtsform eines Einzelunternehmens. Die W-GmbH f&uuml;hrte ihr Unternehmen an anderer Stelle in X fort.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der W-GmbH kam der Pr&uuml;fer zu dem Ergebnis, dass die Ver&auml;u&szlig;erung des Anlageverm&ouml;gens im Streitfall nicht als eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a des Umsatzsteuergesetzes (UStG) anzusehen sei. Die Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer sei daher um &#8230;&nbsp;DM zu erh&ouml;hen. Die W-GmbH habe ihr Unternehmen in X fortgef&uuml;hrt, wenn auch unter anderer Anschrift. Auch seien nach der am 28.&nbsp;Februar 2000 notariell beurkundeten Ver&auml;u&szlig;erung die aufgef&uuml;hrten Gegenst&auml;nde und auch ein &quot;Epilight Upgrade&quot; im Anlageverm&ouml;gen der W-GmbH verblieben. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem Bericht mit seinem Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2000 vom 24.&nbsp;Februar 2006. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt. Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen aus, die Ver&auml;u&szlig;erung von Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens sei eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG, denn Z habe mit Wirtschaftsg&uuml;tern und Rechtsverh&auml;ltnissen, die er aufgrund des am 28.&nbsp;Februar 2000 notariell beurkundeten Vertrags erworben habe bzw. in die er aufgrund dieses Vertrags eingetreten sei, sowohl Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde &uuml;bernommen, die ein hinreichendes Ganzes bildeten, die ihm die Fortsetzung einer bisher durch die Kl&auml;gerin ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit erm&ouml;glichten, als auch diese T&auml;tigkeit anschlie&szlig;end ausge&uuml;bt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kein anderes Ergebnis folge daraus, dass die W-GmbH ihr Unternehmen auch nach dem 28.&nbsp;Februar 2000 in ihrem bisherigen Umfang, also auch die T&auml;tigkeit auf dem Gebiet der Venenmedizin, fortgef&uuml;hrt habe. Jedenfalls habe Z von der W-GmbH Wirtschaftsg&uuml;ter und Rechtsverh&auml;ltnisse in einem Umfang &uuml;bernommen, der es ihm, was unter den Beteiligten auch unstreitig sei, erm&ouml;glicht habe, das bisherige Unternehmen auf dem Gebiet der Venenmedizin fortzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist ver&ouml;ffentlicht in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2012, 1192.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA st&uuml;tzt seine Revision auf die Verletzung von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG. Das FG habe rechtsfehlerhaft der Tatsache der durchg&auml;ngigen Unternehmensfortf&uuml;hrung durch den Ver&auml;u&szlig;erer keine Bedeutung beigemessen. Eine Fortf&uuml;hrung komme schon logisch nicht in Betracht, wenn das Unternehmen bei dem Ver&auml;u&szlig;erer verbleibe. Im Rahmen der erforderlichen Gesamtw&uuml;rdigung, ob eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen gegeben sei, k&ouml;nne dies nicht ohne Auswirkung sein. Zwar habe der Erwerber mit den erworbenen Gegenst&auml;nden eine wirtschaftliche T&auml;tigkeit aufnehmen und ein Unternehmen f&uuml;hren k&ouml;nnen, er habe aber nicht das ganze Unternehmen des Ver&auml;u&szlig;erers erworben. Das Unternehmen des Ver&auml;u&szlig;erers existiere auch nach der &Uuml;bertragung der Wirtschaftsg&uuml;ter unter seinem bisherigen Namen, mit seinem bisherigen Patientenstamm und Firmenwert fort.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;3 UStG und in Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) geregelte Rechtsfolge einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen, dass der Erwerber an die Stelle des Ver&auml;u&szlig;erers trete bzw. dessen Rechtsnachfolger werde, habe somit nicht eintreten k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da es nach Auffassung des FG im Rahmen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG nur auf die Verh&auml;ltnisse beim Erwerber ankommen solle, k&ouml;nne bereits der Verkauf einzelner Wirtschaftsg&uuml;ter eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen sein. Das aber widerspreche dem Sinn und Zweck der gesetzlichen Regelung. Die Entscheidung des FG f&uuml;hre in der Praxis dazu, dass in jedem Fall des Verkaufs von Anlageverm&ouml;gen zu ermitteln sei, wie der K&auml;ufer mit dem Erwerb verfahre. Es k&ouml;nne zu erheblichen tats&auml;chlichen und rechtlichen Schwierigkeiten kommen. &quot;Aus einem Betrieb heraus&quot; k&ouml;nnten zwei oder mehr Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erungen erfolgen, was gegen &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG versto&szlig;en w&uuml;rde. Schlie&szlig;lich w&auml;re die gesetzliche Unterscheidung in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG zwischen dem Unternehmen als solchem und einem in seiner Gliederung gesondert gef&uuml;hrten Betrieb gegenstandslos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/><\/br>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin teilt die Ansicht des FG. Der Bundesfinanzhof (BFH) habe wiederholt entschieden, dass die Nicht&uuml;bertragung betriebswesentlicher Wirtschaftsg&uuml;ter der Annahme einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung nicht entgegenstehe, wenn der Erwerber unabh&auml;ngig davon eine fortf&uuml;hrungsf&auml;hige Sachgesamtheit erwerbe und ein hinreichend &auml;hnliches Unternehmen mittels des erworbenen Substrats auch tats&auml;chlich fortf&uuml;hre. Im Streitfall sei der Erwerber auf dem Gebiet der Lasermedizin nicht t&auml;tig gewesen. Daher sei es f&uuml;r ihn wirtschaftlich sinnlos gewesen, Einzelwirtschaftsg&uuml;ter zu erwerben, die er nicht ben&ouml;tige. Eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung k&ouml;nne nicht davon abh&auml;ngen, dass der Erwerber Wirtschaftsg&uuml;ter &uuml;bernehme, die f&uuml;r ihn wirtschaftlich sinnlos seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ansicht des FA, dass der Ver&auml;u&szlig;erer seine unternehmerische Bet&auml;tigung beenden m&uuml;sse, finde nirgendwo eine St&uuml;tze und widerspreche dem Wortlaut und der Intention der Richtlinie 77\/388\/EWG. Ferner gen&uuml;ge f&uuml;r eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung die Ver&auml;u&szlig;erung eines fortf&uuml;hrungsf&auml;higen Unternehmensteils. Die ver&auml;u&szlig;erten Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde umfassten s&auml;mtliche Wirtschaftsg&uuml;ter, die f&uuml;r die Fortf&uuml;hrung des Unternehmensbereichs &quot;Venenmedizin&quot; erforderlich gewesen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend die Voraussetzungen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG angenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;1 UStG unterliegen die Ums&auml;tze im Rahmen einer Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung an einen anderen Unternehmer f&uuml;r dessen Unternehmen nicht der Umsatzsteuer. Eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung liegt vor, wenn ein Unternehmen oder ein in der Gliederung eines Unternehmens gesondert gef&uuml;hrter Betrieb im Ganzen entgeltlich oder unentgeltlich &uuml;bereignet oder in eine Gesellschaft eingebracht wird (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;2 UStG). Der erwerbende Unternehmer tritt an die Stelle des Ver&auml;u&szlig;erers (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;3 UStG). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG dient der Umsetzung von Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 und Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 der Richtlinie 77\/388\/EWG in nationales Recht und ist entsprechend dieser Bestimmung richtlinienkonform auszulegen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Januar 2005 V&nbsp;R&nbsp;53\/02, BFHE 208, 491, BStBl II 2007, 730).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG (nunmehr Art.&nbsp;19 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &#8211;MwStSystRL&#8211;) k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten die &Uuml;bertragung eines Gesamt- oder Teilverm&ouml;gens, die entgeltlich erfolgt, so behandeln, als ob keine Lieferung vorliegt, und den Beg&uuml;nstigten der &Uuml;bertragung als Rechtsnachfolger des &Uuml;bertragenden ansehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bestimmung bezweckt nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH), die &Uuml;bertragung von Unternehmen oder Unternehmensteilen zu erleichtern und zu vereinfachen (EuGH-Urteile vom 27.&nbsp;November 2003 C-497\/01 &#8211;Zita Modes&#8211;, Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;39; vom 10.&nbsp;November 2011 C-444\/10 &#8211;Schriever&#8211;, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2011, 937, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2011, 2196, Rz&nbsp;23), und erfasst dementsprechend die &Uuml;bertragung von Gesch&auml;ftsbetrieben und von selbst&auml;ndigen Unternehmensteilen, die als Zusammenfassung materieller und immaterieller Bestandteile ein Unternehmen oder einen Unternehmensteil bilden, mit dem eine selbst&auml;ndige wirtschaftliche T&auml;tigkeit fortgef&uuml;hrt werden kann (EuGH-Urteile in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;40; in UR 2011, 937, DStR 2011, 2196, Rz&nbsp;25; BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Januar 2012 XI&nbsp;R&nbsp;27\/08, BFHE 235, 571, BFH\/NV 2012, 677). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Erwerber muss dabei beabsichtigen, den &uuml;bertragenen Gesch&auml;ftsbetrieb oder Unternehmensteil zu betreiben. Nicht beg&uuml;nstigt ist die sofortige Abwicklung der &uuml;bernommenen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit (EuGH-Urteil in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;44; BFH-Urteile vom 30.&nbsp;April 2009 V&nbsp;R&nbsp;4\/07, BFHE 226, 138, BStBl II 2009, 863; in BFHE 235, 571, BFH\/NV 2012, 677).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Rahmen einer Gesamtw&uuml;rdigung ist es f&uuml;r die Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung entscheidend, ob das &uuml;bertragene Unternehmensverm&ouml;gen als hinreichendes Ganzes die Aus&uuml;bung einer wirtschaftlichen T&auml;tigkeit erm&ouml;glicht (BFH-Urteil in BFHE 235, 571, BFH\/NV 2012, 677), und ob die vor und nach der &Uuml;bertragung ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten &uuml;bereinstimmen oder sich hinreichend &auml;hneln. Die &Uuml;bertragung aller wesentlichen Betriebsgrundlagen und die M&ouml;glichkeit zur Unternehmensfortf&uuml;hrung ohne gro&szlig;en finanziellen Aufwand ist nicht erforderlich (BFH-Urteile vom 1.&nbsp;August 2002 V&nbsp;R&nbsp;17\/01, BFHE 200, 97, BStBl II 2004, 626; vom 28.&nbsp;November 2002 V&nbsp;R&nbsp;3\/01, BFHE 200, 160, BStBl II 2004, 665, und vom 23.&nbsp;August 2007 V&nbsp;R&nbsp;14\/05, BFHE 219, 229, BStBl II 2008, 165; vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 235, 571, BFH\/NV 2012, 677). Der Fortsetzung der bisher durch den Ver&auml;u&szlig;erer ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit steht es nicht entgegen, wenn der Erwerber den von ihm erworbenen Gesch&auml;ftsbetrieb in seinem Zuschnitt &auml;ndert oder modernisiert (BFH-Urteile in BFHE 219, 229, BStBl II 2008, 165; in BFHE 226, 138, BStBl II 2009, 863).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat nach diesen Grunds&auml;tzen zu Recht die Anwendung von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG bejaht. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der im Streitfall erfolgten &Uuml;bertragung von Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens einschlie&szlig;lich des &Uuml;bergangs der Rechte und Pflichten aus dem Mietverh&auml;ltnis und weiteren Dauerschuldverh&auml;ltnissen, dem gewollten &Uuml;bergang der Konzession zum Betrieb einer Klinik und der im Zeitpunkt der &Uuml;bertragung bestehenden Arbeitsverh&auml;ltnisse handelt es sich um Teilverm&ouml;gen i.S. des Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG und in richtlinienkonformer Auslegung um einen in der Gliederung eines Unternehmens gesondert gef&uuml;hrten Betrieb i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Begriff des Teilverm&ouml;gens bezieht sich nicht auf einen oder mehrere lose Bestandteile eines Unternehmens, sondern auf eine Kombination von ihnen, die zur Aus&uuml;bung einer wirtschaftlichen T&auml;tigkeit ausreicht, auch wenn diese T&auml;tigkeit nur Teil eines gr&ouml;&szlig;eren Unternehmens ist, von dem sie abgespalten wurde (Schlussantr&auml;ge des Generalanwalts Jacobs vom 26.&nbsp;September 2002 &#8211;Zita Modes&#8211;, Slg. 2003, I-14393, Rz&nbsp;36). Der EuGH stellt dementsprechend in Anbetracht des Zwecks, die &Uuml;bertragung von Unternehmensteilen zu erleichtern und zu vermeiden, dass die Mittel des Beg&uuml;nstigten &uuml;berm&auml;&szlig;ig steuerlich belastet werden, f&uuml;r die &Uuml;bertragung eines Unternehmensteils darauf ab, dass die Bestandteile erfasst werden, mit denen eine selbst&auml;ndige wirtschaftliche T&auml;tigkeit fortgef&uuml;hrt werden kann (EuGH-Urteile in Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;39&nbsp;f.; in UR 2011, 937, DStR 2011, 2196, Rz&nbsp;25). Dies ist hier der Fall. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die f&uuml;r die Bejahung einer Teilverm&ouml;gensver&auml;u&szlig;erung erforderliche Sachgesamtheit ergibt sich im Streitfall aus der einheitlichen &Uuml;bertragung von Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens, der Nachfolge in das bestehende Mietverh&auml;ltnis f&uuml;r die Gesch&auml;ftsr&auml;ume U-Stra&szlig;e&nbsp;&#8230; in X sowie in weitere Dauerschuldverh&auml;ltnisse, dem vereinbarten &Uuml;bergang der Konzession zum Betrieb einer Klinik und des &Uuml;bergangs der im Zeitpunkt der &Uuml;bertragung bestehenden Arbeitsverh&auml;ltnisse auf Z. Er f&uuml;hrte die Klinik auf dem Gebiet der Venenmedizin in den Gesch&auml;ftsr&auml;umen fort. Die &uuml;bernommenen Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde umfassten alle Bestandteile, mit denen Z den Unternehmensteil &quot;Venenmedizin&quot; der W-GmbH fortf&uuml;hren konnte. Es ist daher unerheblich, dass Z f&uuml;r seine T&auml;tigkeit unwesentliche Wirtschaftsg&uuml;ter nicht &uuml;bernommen hat (vgl. BFH-Urteile in BFHE 200, 97, BStBl II 2004, 626; in BFHE 219, 229, BStBl II 2008, 165; ebenso Abschn.&nbsp;1.5. Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses). Die vor und nach der &Uuml;bertragung ausge&uuml;bten T&auml;tigkeiten des Z im Unternehmensteil &quot;Venenmedizin&quot; stimmten &uuml;berein. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Aus den Urteilen des EuGH in den Rechtssachen &#8211;Abbey National&#8211; (Urteil vom 22.&nbsp;Februar 2001 C-408\/98, Slg. 2001, I-1361, BFH\/NV Beilage 2001, 48), &#8211;Zita Modes&#8211; (Slg. 2003, I-14393, BFH\/NV Beilage 2004, 128, Rz&nbsp;32 bis 40) und &#8211;Schriever&#8211; (UR 2011, 937, DStR 2011, 2196, Rz&nbsp;22 bis 25) sowie dem geschilderten Vereinfachungszweck des Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG folgt, dass die im Rahmen der Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen erforderliche M&ouml;glichkeit der Fortf&uuml;hrung aus der Sicht des Erwerbers zu bestimmen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch ohne Einstellung der unternehmerischen T&auml;tigkeit durch die ver&auml;u&szlig;ernde W-GmbH konnte Z den Klinikbetrieb fortf&uuml;hren. Dies schlie&szlig;t es im Streitfall aus, eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG von der Beendigung der unternehmerischen Bet&auml;tigung bei dem Ver&auml;u&szlig;erer abh&auml;ngig zu machen (im Erg. ebenso B&uuml;chter-Hole, EFG 2012, 1194; Birkenfeld in Birkenfeld\/W&auml;ger, Umsatzsteuer-Handbuch, &sect;&nbsp;34 Rz&nbsp;111).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aufgrund der unionsrechtlich (Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;8 der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. Art.&nbsp;19 MwStSystRL) vorzunehmenden Abgrenzung der beg&uuml;nstigten Teilverm&ouml;gensver&auml;u&szlig;erung in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG kommt die Heranziehung ertragsteuerrechtlicher Definitionen zum Vorliegen der Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilbetriebs i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes nicht in Betracht (gl.A. W&auml;ger, UR 2004, 26; Meyer in Offerhaus\/S&ouml;hn\/ Lange, &sect;&nbsp;1 UStG Rz&nbsp;378). Deshalb ist es umsatzsteuerrechtlich unerheblich, dass ertragsteuerrechtlich eine Teilbetriebsver&auml;u&szlig;erung nur angenommen wird, wenn der ver&auml;u&szlig;ernde Gewerbetreibende die bisher in diesem Teilbetrieb entfaltete T&auml;tigkeit endg&uuml;ltig einstellt (vgl. dazu BFH-Urteile vom 20.&nbsp;Januar 2005 IV&nbsp;R&nbsp;14\/03, BFHE 209, 95, BStBl II 2005, 395; vom 4.&nbsp;Juli 2007 X&nbsp;R&nbsp;49\/06, BFHE 218, 316, BStBl II 2007, 772; BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;September 2008 X&nbsp;B&nbsp;192\/07, BFH\/NV 2009, 43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch mit seinen weiteren Einwendungen dringt das FA im Streitfall nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Da eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG vorliegt, trat der erwerbende Z gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a Satz&nbsp;3 UStG an die Stelle der ver&auml;u&szlig;ernden W-GmbH, soweit die Teilverm&ouml;gensver&auml;u&szlig;erung reichte. Die, z.B. f&uuml;r eine etwaige Fortf&uuml;hrung von Vorsteuerberichtigungsverpflichtungen der Ver&auml;u&szlig;erin relevanten, von der &Uuml;bertragung erfassten Wirtschaftsg&uuml;ter ergeben sich aus der der notariellen Urkunde beigef&uuml;gten Anlage. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit das FA vortr&auml;gt, dass unter Zugrundelegung der Vorentscheidung bereits der Verkauf einzelner Wirtschaftsg&uuml;ter eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG sein k&ouml;nne, folgt der Senat dem nicht. Wie dargelegt, liegt im Streitfall eine f&uuml;r eine beg&uuml;nstigte Teilverm&ouml;gensver&auml;u&szlig;erung erforderliche Sachgesamtheit vor. Dies ist nicht mit der blo&szlig;en &Uuml;bertragung einzelner Gegenst&auml;nde, mit denen keine unternehmerische T&auml;tigkeit ausgef&uuml;hrt wird, vergleichbar oder gleichzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Entgegen den Bedenken des FA k&ouml;nnen &#8211;sofern die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1a UStG erf&uuml;llt sind&#8211; aus einem Unternehmen auch mehrere Teilverm&ouml;gen jeweils nicht steuerbar auf mehrere Erwerber &uuml;bertragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine abweichende rechtliche Beurteilung ergibt sich nicht aus dem Urteil des Hessischen FG vom 29.&nbsp;Dezember 2011&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;3828\/05 (juris). Denn dessen Sachverhalt ist nicht mit dem des Streitfalls vergleichbar. Dort hat die Erwerberin von der Ver&auml;u&szlig;erin nur den Warenbestand erworben. Die Erwerberin hat diesen Warenbestand auch nicht in der Absicht erworben, den Gesch&auml;ftsbetrieb selbst weiter fortzuf&uuml;hren. &Uuml;berdies wurde sie nicht in die Lage versetzt, den Gesch&auml;ftsbetrieb fortzuf&uuml;hren (vgl. unter I.2.d und e des Urteils).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.8.2012, XI R 10\/12 Voraussetzungen f&uuml;r eine nicht umsatzsteuerbare Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilverm&ouml;gens &#8211; Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. des &sect; 1 Abs. 1a UStG setzt keine Beendigung der unternehmerischen Bet&auml;tigung des Ver&auml;u&szlig;erers voraus Leits&auml;tze Eine Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. des &sect; 1 Abs. 1a UStG setzt keine Beendigung der unternehmerischen Bet&auml;tigung des Ver&auml;u&szlig;erers &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-10-12-voraussetzungen-fuer-eine-nicht-umsatzsteuerbare-veraeusserung-eines-teilvermoegens-geschaeftsveraeusserung-im-ganzen-is-des-par-1-abs-1a-ustg-setzt-keine-beendigung-der-unternehmerischen-b\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;10\/12 &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r eine nicht umsatzsteuerbare Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilverm&ouml;gens &#8211; Gesch&auml;ftsver&auml;u&szlig;erung im Ganzen i.S. des &sect; 1 Abs. 1a UStG setzt keine Beendigung der unternehmerischen Bet&auml;tigung des Ver&auml;u&szlig;erers voraus<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-30638","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30638"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30638\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}