{"id":30639,"date":"2013-03-10T10:12:41","date_gmt":"2013-03-10T08:12:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30639"},"modified":"2013-03-10T10:12:41","modified_gmt":"2013-03-10T08:12:41","slug":"x-r-36-09-abzug-von-leistungen-im-rahmen-eines-schuldrechtlichen-versorgungsausgleichs-bzw-von-schuldrechtlichen-ausgleichszahlungen-berechtigtes-interesse-is-des-par-100-abs-1-satz-4-fgo-bei-ablehnun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-36-09-abzug-von-leistungen-im-rahmen-eines-schuldrechtlichen-versorgungsausgleichs-bzw-von-schuldrechtlichen-ausgleichszahlungen-berechtigtes-interesse-is-des-par-100-abs-1-satz-4-fgo-bei-ablehnun\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;36\/09 &#8211; Abzug von Leistungen im Rahmen eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs (bzw. von schuldrechtlichen Ausgleichszahlungen) &#8211; Berechtigtes Interesse i.S. des &sect; 100 Abs. 1 Satz 4 FGO bei Ablehnung eines Eintrags eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.8.2012, X R 36\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Abzug von Leistungen im Rahmen eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs (bzw. von schuldrechtlichen Ausgleichszahlungen) &#8211; Berechtigtes Interesse i.S. des &sect; 100 Abs. 1 Satz 4 FGO bei Ablehnung eines Eintrags eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein schuldrechtlicher Versorgungsausgleich kann auch in einem Ehevertrag vereinbart sein. <\/p>\n<\/p>\n<p>2. Mit &sect; 10 Abs. 1 Nr. 1b EStG hat der Gesetzgeber eine Regelung getroffen, die auch die schuldrechtliche Teilung einer Rente als m&ouml;glichen steuerrechtlich relevanten Eink&uuml;nftetransfer akzeptiert. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Zahlungen des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger), die er an seine geschiedene Ehefrau geleistet hat, als Leistungen aufgrund eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2008 geltenden Fassung (EStG) in H&ouml;he von 37.089&nbsp;EUR auf der Lohnsteuerkarte h&auml;tten eingetragen werden d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die geschiedenen Eheleute lebten seit 1990 voneinander getrennt. Die Eheleute schlossen am 11.&nbsp;Januar 1991 eine notarielle &quot;Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung sowie Ehevertrag&quot; (im Folgenden: Vereinbarung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Darin hei&szlig;t es u.a.:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;1. Unterhalt<br \/><\/br><br \/><\/br>1.1. Der Ehemann verpflichtet sich &#8230; Unterhalt in H&ouml;he von DM&nbsp;5.500 zu zahlen. <br \/><\/br>Dieser Unterhalt erh&ouml;ht sich prozentual entsprechend den jeweiligen Brutto-Gehaltserh&ouml;hungen des Ehemannes. <br \/><\/br><br \/><\/br>&#8230;<br \/><\/br><br \/><\/br>1.3. Die Unterhaltsanspr&uuml;che der Ehefrau bleiben durch eigenes Einkommen unber&uuml;hrt. In H&ouml;he von 50&nbsp;% bleiben sie auch f&uuml;r den Fall bestehen, dass die Ehefrau entweder eine neue Ehe eingeht, oder eine ehe&auml;hnliche Lebensgemeinschaft begr&uuml;ndet. Im Fall der Scheidung einer neuen Ehe bzw. &#8230; leben die vollen Unterhaltsanspr&uuml;che der Ehefrau gegen den Ehemann wieder auf. <br \/><\/br><br \/><\/br>&#8230;<br \/><\/br><br \/><\/br>1.5. Nach seiner Pensionierung hat der Ehemann Rentenanspr&uuml;che aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie betrieblichen Altersversorgung. &#8230;<br \/><\/br><br \/><\/br>Der Ehemann verpflichtet sich, je 1\/3 der vorstehenden Altersrenten brutto &#8211; und zwar in der jeweiligen H&ouml;he &#8211; an seine Ehefrau als Unterhalt zu zahlen. &#8230;<br \/><\/br><br \/><\/br>In H&ouml;he dieses Drittels tritt der Ehemann hiermit seine Rentenanspr&uuml;che aus betrieblicher Altersversorgung bzw. gesetzlicher Rentenversicherung an seine Ehefrau ab, die die Abtretung annimmt. <br \/><\/br><br \/><\/br>&#8230;<br \/><\/br><br \/><\/br>1.7. Die unter Ziff.&nbsp;1.5. und 1.6. geregelten Unterhaltsanspr&uuml;che der Ehefrau bleiben durch eigenes Einkommen, Wiederheirat oder Begr&uuml;ndung einer ehe&auml;hnlichen Lebensgemeinschaft unber&uuml;hrt. <br \/><\/br><br \/><\/br>1.8. Die Rechte des Ehemannes aus &sect;&nbsp;323 ZPO f&uuml;r den Fall der vorzeitigen, nicht invalidit&auml;tsbedingten Beendigung seiner T&auml;tigkeit bei der Firma &#8230; bleiben unber&uuml;hrt. <br \/><\/br><br \/><\/br>1.9. Im Fall des Todes des Ehemannes sollen die Anspr&uuml;che aus der unter Ziff.&nbsp;1.5. erl&auml;uterten betrieblichen Altersversorgung in voller H&ouml;he der Ehefrau zustehen. Der Ehemann verpflichtet sich, eine Regelung mit seinem Arbeitgeber herbeizuf&uuml;hren, der diesen Anspruch der Ehefrau sicherstellt &#8230;<br \/><\/br><br \/><\/br>&#8230;<br \/><\/br><br \/><\/br>3.3. Die Ehefrau erkl&auml;rt hiermit ihre Zustimmung, dass der Ehemann die Unterhaltszahlungen gem. Ziff.&nbsp;1.1. und 1.2. als Sonderausgabe gem. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Ziff.&nbsp;1 EStG geltend macht (sogenanntes begrenztes Realsplitting). <br \/><\/br><br \/><\/br>&#8230;<br \/><\/br><br \/><\/br>Eine Erstattung der in Folge des begrenzten Realsplittings auf die Ehefrau entfallenden Steuern durch den Ehemann findet nicht statt. <br \/><\/br><br \/><\/br>3.4. Die Parteien gehen davon aus, dass die Ehefrau die nach Ziff.&nbsp;1.5. und 1.6. dieser Vereinbarung von dem Ehemann zu leistenden Unterhaltszahlungen selbst versteuert und die hierauf entfallenden Steuern auch selbst entrichtet. Sollte dies gesetzlich unzul&auml;ssig sein und der Ehemann die anteiligen Steuern zu entrichten haben, so wird die Ehefrau an den Ehemann die Betr&auml;ge erstatten, die bei ihrer Steuerpflicht entstehen w&uuml;rden. <br \/><\/br><br \/><\/br>&#8230;<br \/><\/br><br \/><\/br>6. G&uuml;tertrennung <br \/><\/br><br \/><\/br>Die Vertragsschlie&szlig;enden vereinbaren mit sofortiger Wirkung G&uuml;tertrennung &#8230;<br \/><\/br>Sie verzichten gegenseitig auf bislang etwa entstandene Anspr&uuml;che aus Zugewinnausgleich und nehmen diesen Verzicht wechselseitig an. <br \/><\/br><br \/><\/br>7. Versorgungsausgleich <br \/><\/br><br \/><\/br>Die Eheleute schlie&szlig;en hiermit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1408 Abs.&nbsp;2 S.&nbsp;1 BGB den Versorgungsausgleich zwischen geschiedenen Ehegatten (&sect;&nbsp;1587&nbsp;ff. BGB) aus.<br \/><\/br>&Uuml;ber Wesen und Bedeutung des Versorgungsausgleichs sowie &uuml;ber die rechtliche Tragweite seines Ausschlusses sind die Eheleute von dem beurkundenden Notar belehrt worden. <br \/><\/br>Den Eheleuten ist auch bekannt, dass der Ausschluss des Versorgungsausgleichs unwirksam ist, wenn einer von ihnen innerhalb eines Jahres nach Vertragsschluss den Antrag auf Scheidung der Ehe stellt. <br \/><\/br>Sollte der Ausschluss gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1408 Abs.&nbsp;2 S.&nbsp;2 BGB unwirksam sein, weil innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluss ein Antrag auf Scheidung der Ehe gestellt wird, so schlie&szlig;en die Eheleute hiermit jetzt auch vorsorglich den Versorgungsausgleich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1587o BGB aus. Um die erforderliche Genehmigung des Familiengerichts werden sie selbst nachsuchen. <br \/><\/br><br \/><\/br>8. Die Eheleute gehen davon aus, dass der vorstehende Ausschluss des Versorgungsausgleichs im Hinblick auf die Gesamtverm&ouml;gensverteilung gem&auml;&szlig; den vorstehenden Regelungen der Trennungs- und Scheidungsvereinbarung angemessen ist. <br \/><\/br><br \/><\/br>&#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ehe wurde mit Urteil vom 16.&nbsp;Juni 1992 geschieden. Ein Versorgungsausgleich wurde im Zusammenhang mit der Scheidung nicht durchgef&uuml;hrt, da ein solcher in der Vereinbarung der Eheleute unter Ziff.&nbsp;7 ausgeschlossen worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 28.&nbsp;November 2007 beantragten die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger), dass ein Betrag in H&ouml;he von 37.089&nbsp;EUR als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte 2008 des Kl&auml;gers eingetragen werde. Der Betrag setzt sich zusammen aus einem Anteil aus betrieblicher Rente in H&ouml;he von 35.668,32&nbsp;EUR und einem Anteil aus gesetzlicher Rente in H&ouml;he von 1.420,58&nbsp;EUR. Mit Bescheid vom 19.&nbsp;Dezember 2007 wies der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Antrag gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger teilweise zur&uuml;ck; die Zahlungen an seine geschiedene Ehefrau seien gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG nur bis zur H&ouml;he von 13.805&nbsp;EUR abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Einspruch (nur) des Kl&auml;gers vom 27.&nbsp;Dezember 2007 wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2008 zur&uuml;ck; Adressat der Einspruchsentscheidung waren die Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage der Kl&auml;ger hatte keinen Erfolg (Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 42). Sie sei &#8211;wegen des zwischenzeitlich ergangenen Einkommensteuerbescheids 2008&#8211; als Fortsetzungsfeststellungsklage zul&auml;ssig. Die Klage sei aber unbegr&uuml;ndet, da die ehemaligen Eheleute keinen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG vereinbart h&auml;tten. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG erfasse nur den in &sect;&sect;&nbsp;1587&nbsp;f., 1587o des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) a.F. definierten schuldrechtlichen Versorgungsausgleich, der eine gerechte Aufteilung der w&auml;hrend der Ehe erworbenen Rechte sicherstelle. Eine analoge Anwendung des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG auf andere Gestaltungen komme nicht in Betracht.&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zahlungen k&ouml;nnten auch nicht als Werbungskosten abgezogen werden. Das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2006 IX&nbsp;R&nbsp;107\/00 (BFHE 212, 511, BStBl II 2006, 446) sei nicht einschl&auml;gig. Die Beteiligten h&auml;tten eine umfassende und einheitliche Regelung ihrer gesamten gegenseitigen Anspr&uuml;che vorgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das Finanzgericht (FG) habe &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG unzutreffend ausgelegt. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG erfasse alle im BGB geregelten F&auml;lle eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs, d.h. auch solche i.S. des &sect;&nbsp;1408 Abs.&nbsp;2 BGB. Die ehemaligen Ehegatten h&auml;tten einen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich vereinbart, der allerdings insoweit ausgeschlossen gewesen sei, als er den mittels Ehevertrag vorgenommenen Modifikationen widerspreche.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Sollte es sich nicht um einen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich handeln, l&auml;gen zumindest Werbungskosten vor (BFH-Urteile in BFHE 212, 511, BStBl II 2006, 446, und vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2006 IX&nbsp;R&nbsp;78\/01, BFHE 212, 514, BStBl II 2006, 448). Die an die geschiedene Ehefrau gezahlten Betr&auml;ge seien ein angemessener Ausgleich f&uuml;r einen im Scheidungsfall sonst durchzuf&uuml;hrenden Versorgungsausgleich (Hinweis auf Ziff.&nbsp;1.5. und Ziff.&nbsp;8 der Vereinbarung vom 11.&nbsp;Januar 1991).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/><\/br>das angefochtene Urteil aufzuheben, und festzustellen, dass der Ablehnungsbescheid vom 19.&nbsp;Dezember 2007 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2008 rechtswidrig war und dass das FA verpflichtet gewesen war, auf der Lohnsteuerkarte des Kl&auml;gers (anstelle eines Freibetrags f&uuml;r Unterhaltszahlungen von &#8211;gerundet&#8211; 13.740&nbsp;EUR) einen Freibetrag f&uuml;r Sonderausgaben in H&ouml;he von 37.089&nbsp;EUR einzutragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die ehemaligen Eheleute h&auml;tten keinen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich vereinbart. In Ziff.&nbsp;7 der Vereinbarung sei ein Versorgungsausgleich ausdr&uuml;cklich ausgeschlossen worden. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG erfasse nur den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;1587&nbsp;ff. BGB a.F.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ein Werbungskostenabzug komme ebenfalls nicht in Betracht. In den zitierten F&auml;llen (BFH-Urteile in BFHE 212, 511, BStBl II 2006, 446, und in BFHE 212, 514, BStBl II 2006, 448) seien konkrete Gegenleistungen f&uuml;r den Verzicht auf den Versorgungsausgleich zu bewerten gewesen. Im Streitfall gehe es um die Gesamtverm&ouml;gensverteilung und die Verm&ouml;gensauseinandersetzung infolge der Scheidung. Die unter Ziff.&nbsp;1 Unterpunkt&nbsp;5 der Vereinbarung vom 11. Januar 1991 vereinbarten Zahlungen st&uuml;nden nicht im Zusammenhang mit den sp&auml;teren Einnahmen, sondern ausschlie&szlig;lich im Zusammenhang mit der Ehescheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) begr&uuml;ndet. Der Ablehnungsbescheid vom 19.&nbsp;Dezember 2007 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2008 war rechtswidrig; das FA war verpflichtet, auf der Lohnsteuerkarte des Kl&auml;gers einen Freibetrag f&uuml;r Sonderausgaben in H&ouml;he von insgesamt 37.089&nbsp;EUR einzutragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu Recht hat das FG die Zul&auml;ssigkeit der Klage als Fortsetzungsfeststellungsklage und das insoweit erforderliche Feststellungsinteresse des Kl&auml;gers bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39a Abs.&nbsp;1 EStG kann auf Antrag ein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden. Eintragungsf&auml;hig sind u.a. Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit (&sect;&nbsp;39a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG), nach &sect;&nbsp;39a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;b EStG die negative Summe der dort genannten Eink&uuml;nfte und nach &sect;&nbsp;39a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG u.a. die Sonderausgaben i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r ein solches Eintragungsbegehren fehlt ab dem 1.&nbsp;April des Folgejahres das Rechtsschutzinteresse, weil sich ein Eintrag ab diesen Zeitpunkt nicht mehr auf den Lohnsteuerabzug auswirken kann (Tillmann in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;39a EStG Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In einem solchen Fall kann aber, wie im Streitfall geschehen, beim FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 FGO eine Fortsetzungsfeststellungsklage mit dem Begehren erhoben werden, festzustellen, dass der angefochtene Verwaltungsakt (hier: der Bescheid &uuml;ber die teilweise Ablehnung des Eintrags eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte) rechtswidrig gewesen ist. Das hierf&uuml;r erforderliche Feststellungsinteresse wird von der Rechtsprechung dann bejaht, wenn eine hinreichend konkrete Wiederholungsgefahr besteht (BFH-Urteil 19.&nbsp;Oktober 2001 VI&nbsp;R&nbsp;131\/00, BFHE 197, 98, BStBl II 2002, 300). Dies ist im Streitfall gegeben, weil die betrieblichen Versorgungsbez&uuml;ge des Kl&auml;gers dem Lohnsteuerabzug unterliegen und sich daher auch in den nach dem Streitjahr liegenden Jahren die Problematik der Eintragungsf&auml;higkeit der hier zu beurteilenden Zahlungen des Kl&auml;gers an seine geschiedene Ehefrau stellt. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Ergebnis zu Recht hat das FG im Streitfall verneint, dass eintragungsf&auml;hige Werbungskosten gegeben sind. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Werbungskosten, die mit den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG in einem ausreichenden wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, liegen im Streitfall nicht bereits deshalb vor, weil die zu beurteilenden Zahlungen im sachlichen Zusammenhang mit Versorgungsanwartschaften stehen. Vielmehr ist allein ma&szlig;gebend, ob eine Pflicht zum Ausgleich von Versorgungsanwartschaften besteht und zur Folge h&auml;tte, dass dem Versorgungsberechtigten niedrigere Versorgungsbez&uuml;ge i.S. des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;2 EStG zuflie&szlig;en als ohne eine solche Ausgleichsverpflichtung. Entscheidend ist mithin allein, ob die vorliegend zu beurteilenden Zahlungen dazu dienen, eine Verringerung der sonst im Scheidungsfall beim Kl&auml;ger zuflie&szlig;enden Versorgungsbez&uuml;ge zu verhindern (BFH-Urteile in BFHE 212, 511, BStBl II 2006, 446, und in BFHE 212, 514, BStBl II 2006, 448). Flie&szlig;en dem Ausgleichspflichtigen auch im Scheidungsfall die ungek&uuml;rzten Versorgungsbez&uuml;ge zu, betrifft eine Vereinbarung, die den dinglichen Versorgungsausgleich durch eine andere Regelung ersetzt, auch dann nicht den Bereich der Einkunftserzielung &#8211;in dem allein Werbungskosten anfallen k&ouml;nnten&#8211;, sondern den der Einkommensverwendung, wenn der Ausgleichspflichtige einen Teil der Versorgungsbez&uuml;ge an den ausgleichsberechtigten Ehegatten weiterleiten muss (Senatsurteil vom 15.&nbsp;Juni 2010 X&nbsp;R&nbsp;23\/08, BFH\/NV 2010, 1807, unter Rz&nbsp;20&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall lassen die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht den Schluss zu, dass es ohne die vorliegend zu beurteilende Vereinbarung im Scheidungsfall zu einer Aufteilung der betrieblichen Versorgungsanwartschaft des Kl&auml;gers und damit zu einer Verringerung der diesem zuflie&szlig;enden Versorgungsbez&uuml;ge gekommen w&auml;re. Der Hinweis des Kl&auml;gers auf den Inhalt der vom FG festgestellten Vereinbarung, wonach diese ein angemessener Ausgleich f&uuml;r einen im Scheidungsfall sonst durchzuf&uuml;hrenden Versorgungsausgleich sei, ist nicht ausreichend. Denn zu einer teilweisen Eink&uuml;nfteverlagerung w&uuml;rde ein solcher Versorgungsausgleich nur f&uuml;hren, wenn nach dem f&uuml;r den Versorgungstr&auml;ger der betrieblichen Altersversorgung geltenden Recht eine Realteilung des Versorgungsrechts vorgesehen w&auml;re (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 des Gesetzes zur Regelung von H&auml;rten im Versorgungsausgleich; Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 1807, Rz&nbsp;18&nbsp;f.). Der Kl&auml;ger hat nicht geltend gemacht, f&uuml;r seine betriebliche Altersversorgung sei vorgesehen, die Versorgungsanwartschaft im Fall der Scheidung im Wege der Realteilung zu splitten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinsichtlich der Anspr&uuml;che des Kl&auml;gers aus der gesetzlichen Rentenversicherung kann dahinstehen, ob die insoweit weitergeleiteten Betr&auml;ge Werbungskosten bei seinen sonstigen Eink&uuml;nften darstellen. Denn auf der Lohnsteuerkarte eintragungsf&auml;hig w&auml;re gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;b EStG nur die negative Summe der Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 3, 6 und 7 EStG. Es ist aber weder vom Kl&auml;ger dargelegt noch vom FG festgestellt worden, dass diese Summe vorliegend negativ war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG sind erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Mit dem Jahressteuergesetz 2008 vom 20.&nbsp;Dezember 2007 (BGBl I 2007, 3150) wurde die Vorschrift des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG neu eingef&uuml;hrt. Danach sind Leistungen aufgrund eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs, soweit die ihnen zu Grunde liegenden Einnahmen beim Ausgleichsverpflichteten der Besteuerung unterliegen, als Sonderausgaben abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;1587f BGB a.F. konnte in bestimmten F&auml;llen, in denen die Begr&uuml;ndung oder &Uuml;bertragung einer Rentenanwartschaft nicht m&ouml;glich war, der Ausgleich auf Antrag eines Ehegatten nach den Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;1587g bis 1587n BGB a.F. (schuldrechtlicher Versorgungsausgleich) vorgenommen werden (zur Neuregelung des Versorgungsausgleichs vgl. Bergner, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2009, 1169).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall haben die ehemaligen Eheleute in der Vereinbarung vom 11.&nbsp;Januar 1991 unter Ziff.&nbsp;7. (Versorgungsausgleich) zwar ausdr&uuml;cklich vereinbart, &quot;gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1408 Abs.&nbsp;2 S.&nbsp;1 BGB den Versorgungsausgleich zwischen geschiedenen Ehegatten (&sect;&sect;&nbsp;1587 ff. BGB)&quot; auszuschlie&szlig;en. Weiter hei&szlig;t es unter Ziff.&nbsp;8. der Vereinbarung: &quot;Die Eheleute gehen davon aus, dass der vorstehende Ausschluss des Versorgungsausgleichs im Hinblick auf die Gesamtverm&ouml;gensverteilung gem&auml;&szlig; den vorstehenden Regelungen der Trennungs- und Scheidungsvereinbarung angemessen ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus diesen Vereinbarungen ergibt sich deshalb der eindeutige Wille der ehemaligen Eheleute, den Versorgungsausgleich nicht nach &sect;&sect;&nbsp;1587&nbsp;ff. BGB a.F. vorzunehmen, sondern stattdessen alle notwendigen Regelungen durch Ehevertrag zu treffen, wie es &sect;&nbsp;1408 BGB a.F. erm&ouml;glichte (dazu auch Beschluss des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 28.&nbsp;Mai 1986 IVb&nbsp;ZB&nbsp;63\/82, NJW 1986, 503, Rz&nbsp;42, 43). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach Auffassung des Senats kann ein schuldrechtlicher Versorgungsausgleich aber auch vorliegen, wenn er in einem Ehevertrag geregelt ist (so auch M&uuml;nchKommBGB\/Gr&auml;per, Versorgungsausgleich Fassung vor dem 1.&nbsp;September 2009, 5.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1587f, Rz&nbsp;18; vgl. auch Eichenhofer, Zuk&uuml;nftiger Anwendungsbereich des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs (k&uuml;nftig: schuldrechtliche Ausgleichszahlungen), Familie Partnerschaft Recht &#8211;FPR&#8211; 2009, 211, 214). Auch ein solcher durch Ehevertrag vereinbarter schuldrechtlicher Versorgungsausgleich ist im Rahmen von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG beg&uuml;nstigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Gesetzesbegr&uuml;ndung zu &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG sollte der Abzug von Leistungen aufgrund eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs auch nach der Einschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG erhalten bleiben; f&uuml;r diese F&auml;lle sollte eine eigenst&auml;ndige Regelung geschaffen werden (vgl. die Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung, BTDrucks 16\/6290, S.&nbsp;54). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Den Abzug von Leistungen aufgrund eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs hatte der erkennende Senat im Urteil vom 18.&nbsp;September 2003 X&nbsp;R&nbsp;152\/97 (BFHE 203, 337, BStBl II 2007, 749) f&uuml;r zul&auml;ssig gehalten. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dieser Entscheidung behandelt der X.&nbsp;Senat den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich in seinen einkommensteuerrechtlichen Wirkungen wie einen &ouml;ffentlich-rechtlichen (dinglichen) Versorgungsausgleich. Den Unterschieden in der zivilrechtlichen Rechtstechnik, soweit sie das steuerliche Ergebnis determinieren w&uuml;rden, sei letztlich keine entscheidende Bedeutung beizumessen. Dies zwinge dazu, einen Eink&uuml;nftetransfer anzunehmen und dieses Ergebnis rechtstechnisch durch den Abzug als Sonderausgabe (Rente\/dauernde Last gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG a.F.) und durch die Versteuerung sonstiger wiederkehrender Leistungen bzw. einer Leibrente umzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Diese Gleichbehandlung ist auch dann geboten, wenn der Versorgungsausgleich nicht nach den &sect;&sect;&nbsp;1587&nbsp;ff. BGB a.F., sondern als Teil eines Ehevertrags durchgef&uuml;hrt wird. Steuerrechtlich macht es keinen Unterschied, ob der Versorgungsausgleich schuldrechtlich im Rahmen des Scheidungsverfahrens nach Ma&szlig;gabe des dispositiven Gesetzesrechts oder gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1408 Abs.&nbsp;2 BGB a.F. als Teil des Ehevertrags vorgenommen wird. Die zivilrechtlichen Unterschiede sind insoweit steuerrechtlich nicht von Bedeutung; entscheidend ist vielmehr, dass im Zuge der Ehescheidung der versorgungsberechtigte Ehegatte an den Versorgungsanwartschaften beteiligt wird und insoweit ein &quot;Eink&uuml;nftetransfer&quot; stattfindet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die gesetzliche Neuregelung des Versorgungsausgleichs im Versorgungsausgleichsgesetz (VersAusglG) hat den Begriff des &quot;schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs&quot; durch den der schuldrechtlichen Ausgleichszahlungen ersetzt (vgl. Eichenhofer, FPR 2009, 211). Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 VersAusglG n.F. k&ouml;nnen die Ehegatten Vereinbarungen &uuml;ber den Versorgungsausgleich in die Regelung der ehelichen Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse einbeziehen; sie k&ouml;nnen ihn ausschlie&szlig;en, sie k&ouml;nnen auch Ausgleichsanspr&uuml;che vorbehalten. Neben der M&ouml;glichkeit der internen und der externen Teilung kann nach &sect;&nbsp;20 VersAusglG n.F. eine schuldrechtliche Ausgleichsrente verlangt werden. Mit der Neuregelung soll individuellen Regelungen mehr Raum gegeben werden (M&uuml;nchKommBGB\/Eichenhofer, 5.&nbsp;Aufl., VersAusglG &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Dass diese (materielle) Interpretation des Begriffs &quot;schuldrechtlicher Versorgungsausgleich&quot; mit &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG vereinbar ist, zeigt sich auch daran, dass &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG n.F. selbst auf die &sect;&sect;&nbsp;20, 21, 22 und 26 VersAusglG n.F. verweist. Zutreffend wird daher in dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 9.&nbsp;April 2010 (BStBl I 2010, 323, Rz&nbsp;4) ein Sonderausgabenabzug (nur) versagt, wenn statt einer schuldrechtlichen Ausgleichzahlung ein Anrecht nach &sect;&nbsp;23 VersAusglG abgefunden wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Ehevertragliche Regelungen enthalten typischerweise auch Elemente einer Verm&ouml;gensauseinandersetzung und unterhalts&auml;hnliche Leistungen (vgl. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 VersAusglG n.F.; M&uuml;nchKommBGB\/Glockner, a.a.O., VersAusglG &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;4). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar sind Leistungen im Rahmen einer Verm&ouml;gensauseinandersetzung grunds&auml;tzlich keine steuerlich abziehbaren Aufwendungen; dasselbe gilt f&uuml;r Unterhaltszahlungen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;November 1993 III&nbsp;R&nbsp;11\/93, BFHE 173, 58, BStBl II 1994, 240). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit aber Renten geteilt werden, dinglich oder schuldrechtlich, nach Ma&szlig;gabe des dispositiven Gesetzesrechts oder als Teil eines Ehevertrags, hat der Gesetzgeber mit &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG eine Regelung getroffen, die auch die schuldrechtliche Teilung einer Rente als m&ouml;glichen steuerrechtlich relevanten Eink&uuml;nftetransfer akzeptiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Dieser Rechtslage entsprechend ist im Streitfall davon auszugehen, dass der Kl&auml;ger und seine geschiedene Ehefrau unter Ziff.&nbsp;1.5. der Vereinbarung einen &quot;schuldrechtlichen Ausgleich&quot; der Rentenanspr&uuml;che des Kl&auml;gers geregelt haben, der zu einem Eink&uuml;nftetransfer f&uuml;hren sollte und damit die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG erf&uuml;llte. Dementsprechend hat der Kl&auml;ger zu Recht darauf hingewiesen, dass der in Ziff.&nbsp;1.7. der Vereinbarung formulierte Ausschluss nur den &quot;gesetzlichen Versorgungsausgleich&quot; betreffen sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>h) An die gegenteilige Ansicht des FG ist der Senat nicht gebunden. Zwar ist die Auslegung eines Vertrags durch das FG grunds&auml;tzlich f&uuml;r das Revisionsgericht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;24). Vollst&auml;ndig nachpr&uuml;fbar ist hingegen, ob das FG das von den Beteiligten tats&auml;chlich Gewollte in rechtlicher Hinsicht zutreffend gew&uuml;rdigt hat (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;20). Insoweit ist im Streitfall entscheidend, dass das FG den Anwendungsbereich der Regelung &uuml;ber den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;lb EStG zu Unrecht auf F&auml;lle des &sect;&nbsp;1587f BGB a.F. beschr&auml;nkt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat ist zur rechtlichen W&uuml;rdigung der Vereinbarung vom 11.&nbsp;Januar 1991 selbst in der Lage, weil die hierf&uuml;r erforderlichen Tatsachen vom FG festgestellt worden sind. Danach enth&auml;lt die Vereinbarung unter Ziff.&nbsp;1.5. eindeutig einen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich: Die Regelung befasst sich mit den kl&auml;gerischen Versorgungsanwartschaften; die vereinbarten Versorgungsausgleichszahlungen sind abweichend von der Regelung &uuml;ber die normalen Unterhaltszahlungen (Ziff.&nbsp;1.3.) nicht von einer Ver&auml;nderung der Lebensverh&auml;ltnisse der fr&uuml;heren Ehefrau durch eine neue Ehe bzw. die Begr&uuml;ndung einer ehe&auml;hnlichen Lebensgemeinschaft abh&auml;ngig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unsch&auml;dlich ist, dass die Regelung in Ziff.&nbsp;1.5. ebenfalls von Unterhaltszahlungen spricht, denn der Versorgungsausgleich ist nicht nur Ausdruck der gleichberechtigten Teilhabe beider Ehegatten am beiderseits erworbenen Versorgungsverm&ouml;gen, sondern auch als vorweggenommener Altersunterhalt zu verstehen (BGH-Beschluss vom 6.&nbsp;Oktober 2004 XII&nbsp;ZB&nbsp;57\/03, NJW 2005, 139, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die Formulierung, nach der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1408 Abs.&nbsp;2 BGB a.F. der Versorgungsausgleich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1587&nbsp;ff. BGB a.F. ausgeschlossen wird, ist nicht entscheidend. Diese Regelung bringt nur zum Ausdruck, dass im Scheidungsverfahren eine Versorgungsausgleichsvereinbarung unterbleiben sollte. &sect;&nbsp;1408 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BGB a.F. l&auml;sst nicht nur einen Totalausschluss des Versorgungsausgleichs, sondern auch einen Teilausschluss in dem Sinne zu, dass die Ehegatten grunds&auml;tzlich berechtigt sind, den Versorgungsausgleich an ihre individuellen Verh&auml;ltnisse anzupassen {BGH-Beschluss in NJW 1986, 503, Rz&nbsp;42, 43; Palandt\/Bruderm&uuml;ller, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 67.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1408 Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Eintragungsantrag war auch der H&ouml;he nach berechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein schuldrechtlicher Versorgungsausgleich f&uuml;hrt bei dem Versorgungsverpflichteten in dem Umfang zur Abziehbarkeit als Sonderausgaben, der dem Besteuerungsumfang der von diesem weitergeleiteten Ertr&auml;ge entspricht (Senatsurteil in BFHE 203, 337, BStBl II 2007, 749 zu &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG a.F.). Dementsprechend sind die Ausgleichszahlungen, soweit sie sich auf die Betriebspension des Kl&auml;gers beziehen in vollem Umfang, und soweit sie auf die Anspr&uuml;che aus der gesetzlichen Rentenversicherung entfallen, mit dem Besteuerungsanteil nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG abziehbar. Der kl&auml;gerische Eintragungsantrag h&auml;lt sich in diesem vorgegebenen Rahmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.8.2012, X R 36\/09 Abzug von Leistungen im Rahmen eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs (bzw. von schuldrechtlichen Ausgleichszahlungen) &#8211; Berechtigtes Interesse i.S. des &sect; 100 Abs. 1 Satz 4 FGO bei Ablehnung eines Eintrags eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte Leits&auml;tze 1. Ein schuldrechtlicher Versorgungsausgleich kann auch in einem Ehevertrag vereinbart sein. 2. 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