{"id":30643,"date":"2013-03-10T10:12:35","date_gmt":"2013-03-10T08:12:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=30643"},"modified":"2013-03-10T10:12:35","modified_gmt":"2013-03-10T08:12:35","slug":"vii-r-35-11-kein-energiesteuerrechtlicher-entlastungsanspruch-fuer-die-herstellung-von-kohlenstoffanoden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-35-11-kein-energiesteuerrechtlicher-entlastungsanspruch-fuer-die-herstellung-von-kohlenstoffanoden\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;35\/11 &#8211; Kein energiesteuerrechtlicher Entlastungsanspruch f&uuml;r die Herstellung von Kohlenstoffanoden"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.8.2012, VII R 35\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein energiesteuerrechtlicher Entlastungsanspruch f&uuml;r die Herstellung von Kohlenstoffanoden<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) erzeugt Aluminium. Sie ist Rechtsnachfolgerin einer GmbH, die unter Verwendung von Erdgas speziell und ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die Kl&auml;gerin Kohlenstoffanoden herstellte. Der Herstellungsbetrieb der GmbH befand sich auf demselben Gel&auml;nde, auf dem die Kl&auml;gerin Aluminium produzierte. Zur Herstellung der Kohlenstoffanoden wurde eine Mischung von Petrolkoks, Reste schon genutzter Anoden und Pech miteinander bei 150&deg;C geknetet und geformt und sodann in einem Ringkammerbrennofen bei &uuml;ber 1&nbsp;000&deg;C gebrannt. Die auf diese Weise hergestellten Kohlenstoffanoden wurden von der Kl&auml;gerin bei der Aluminiumerzeugung eingesetzt. Das Aluminium stellt die Kl&auml;gerin durch Schmelzflusselektrolyse her. Bei diesem Verfahren wird Aluminiumoxid in seine Bestandteile Aluminium einerseits und Sauerstoff andererseits aufgespalten. Der frei werdende Sauerstoff wird durch den Einsatz der Kohlenstoffanoden zu Kohlendioxid gebunden, so dass reines Aluminium verbleibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das von ihr im Zeitraum vom 18.&nbsp;M&auml;rz bis zum 31.&nbsp;Dezember 2008 f&uuml;r die Anodenherstellung eingesetzte Erdgas stellte die GmbH einen Antrag auf Steuerentlastung nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b des Energiesteuergesetzes (EnergieStG), den der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) jedoch ablehnte. Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg. Nach Rechtsh&auml;ngigkeit der Klage ist die GmbH, die seinerzeit eine Ausgr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin gewesen ist, auf die Kl&auml;gerin verschmolzen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) urteilte, dass der Kl&auml;gerin weder nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG noch nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG ein Entlastungsanspruch zustehe. Die im Streitjahr geltende Fassung des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG lasse eine Zuordnung von Kohlenstoffanoden zu den dort genannten Produkten nicht zu. Die Erweiterung des Anwendungsbereichs auf Waren aus Graphit oder anderen Kohlenstoffen mit Wirkung zum 1.&nbsp;April 2011 entfalte keine R&uuml;ckwirkung. Aus dem von der Kl&auml;gerin vorgelegten Schriftwechsel zwischen der Europ&auml;ischen Kommission und der Bundesrepublik Deutschland, der beihilferechtliche Aspekte betroffen habe, k&ouml;nne sich keine f&uuml;r die Kl&auml;gerin g&uuml;nstigere Rechtslage ergeben. Das von der GmbH zur Herstellung der Anoden eingesetzte Erdgas sei auch nicht zur Metallerzeugung verwendet worden, weshalb eine Steuerentlastung nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG nicht in Betracht komme. Die Kohlenstoffanoden k&ouml;nnten nicht als Vorprodukte des erzeugten Aluminiums angesehen werden, zumal zweifelhaft sei, ob Vorprodukte &uuml;berhaupt von der Beg&uuml;nstigungsnorm erfasst w&uuml;rden. Zur Auslegung des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG k&ouml;nne die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG herangezogen werden (Senatsurteil vom 26.&nbsp;Oktober 2010 VII&nbsp;R&nbsp;50\/09, BFHE 231, 443, Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern &#8211;ZfZ&#8211; 2011, 23), nach der eine Beg&uuml;nstigung von Vorprodukten allenfalls dann gew&auml;hrt werden k&ouml;nne, wenn vom Antragsteller auch beg&uuml;nstigte Endprodukte hergestellt w&uuml;rden. Ein solcher Fall liege jedoch nicht vor. Schlie&szlig;lich f&uuml;hre auch eine Auslegung des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 EnergieStG unter Ber&uuml;cksichtigung der Gesetzesmaterialien, der unionsrechtlichen Vorgaben und der Regelungen des Emissionshandels nicht zu einem f&uuml;r die Kl&auml;gerin g&uuml;nstigeren Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung von Bundesrecht. Zur Begr&uuml;ndung macht sie geltend, die GmbH habe das Erdgas f&uuml;r die Metallerzeugung verwendet. Bei der Auslegung des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG d&uuml;rfe das europ&auml;ische Beihilferecht nicht au&szlig;er Acht gelassen werden. Nur wenn die Energiesteuerbeg&uuml;nstigungen einer inneren Logik folgten und in sich konsistent seien, k&ouml;nne davon ausgegangen werden, dass sie keine Beihilfen darstellten. Folglich m&uuml;sse das deutsche Energiesteuerrecht unter beihilferechtlichen Gesichtspunkten ausgelegt werden. Daraus folge f&uuml;r die im Streitjahr geltende Rechtslage, dass &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG unionsrechtskonform dahingehend auszulegen sei, dass die Beg&uuml;nstigung auch die Herstellung von Graphit und Kohlenstoffen erfasse. Aufgrund der beihilferechtlichen Vorgaben sei der Gesetzgeber gehalten, alle vergleichbaren Verfahren von der Energiesteuer zu entlasten. Die Gesetzesbegr&uuml;ndung spreche f&uuml;r eine einheitliche Betrachtung des Herstellungsprozesses in steuerrechtlicher Sicht, so dass sich eine Aufspaltung des Produktionsprozesses in beg&uuml;nstigte und nicht beg&uuml;nstigte Abschnitte verbiete. Der NACE-Klassifizierung k&ouml;nne eine Orientierung an gesellschaftsrechtlichen Kriterien nicht entnommen werden. Das Senatsurteil in BFHE 231, 443, ZfZ 2011, 23 sei auf den Streitfall nicht &uuml;bertragbar. Denn vorliegend handele es sich um ein einheitliches Unternehmen. Eine Verwendung der Kohlenstoffanoden zu nicht beg&uuml;nstigten Zwecken sei ausgeschlossen; denn sie dienten allein der Aluminiumherstellung im Betrieb der Kl&auml;gerin. Schlie&szlig;lich verletze auch die Kostenentscheidung des FG hinsichtlich des im erstinstanzlichen Verfahren f&uuml;r erledigt erkl&auml;rten Teils geltendes Bundesrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin stellt den Antrag, unter Aufhebung des FG-Urteils und der angefochtenen Verwaltungsentscheidungen das HZA zu verpflichten, f&uuml;r den Zeitraum vom 18.&nbsp;M&auml;rz bis 31.&nbsp;Dezember 2008 insgesamt 68.168,18&nbsp;EUR Energiesteuer zu verg&uuml;ten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das HZA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen. Es schlie&szlig;t sich im Wesentlichen den Ausf&uuml;hrungen des FG an. Zudem weist es darauf hin, die Kl&auml;gerin habe erst nach Ablauf der Festsetzungsfrist eine Verg&uuml;tung nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG beantragt. In Bezug auf den bereits erledigten Teil des Rechtsstreits sei die Kostenentscheidung unanfechtbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zutreffend hat das FG geurteilt, dass der Kl&auml;gerin weder ein Entlastungsanspruch nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG noch nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG zusteht, denn die Herstellung von Kohlenstoffanoden war jedenfalls im Streitjahr energiesteuerrechtlich nicht beg&uuml;nstigt und die Kl&auml;gerin hat das Erdgas nicht zur Metallerzeugung eingesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Frage, ob das HZA bei der Pr&uuml;fung eines Antrags nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG von Amts wegen gehalten ist, auch eine Entlastungsm&ouml;glichkeit nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG in Betracht zu ziehen (vgl. zum Antrag nach &sect;&nbsp;25 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des Mineral&ouml;lsteuergesetzes Senatsurteil vom 8.&nbsp;Juni 2010 VII&nbsp;R&nbsp;37\/09, BFH\/NV 2010, 2122), kann auf sich beruhen, denn der Kl&auml;gerin steht der geltend gemachte Entlastungsanspruch nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der im Streitjahr geltenden Fassung der Vorschrift wird eine Steuerentlastung auf Antrag f&uuml;r versteuerte Energieerzeugnisse gew&auml;hrt, die von Unternehmen des Produzierenden Gewerbes u.a. f&uuml;r die Herstellung von Glas und Glaswaren, keramischen Erzeugnissen, keramischen Wand- und Bodenfliesen und -platten, Ziegeln und sonstiger Baukeramik, Zement, Kalk und gebranntem Gips, Erzeugnissen aus Beton, Zement und Gips, mineralischen Isoliermaterialien, Asphalt und mineralischen D&uuml;ngemitteln zum Trocknen, Brennen, Schmelzen, Warmhalten, Entspannen, Tempern oder Sintern der vorgenannten Erzeugnisse oder der zu ihrer Herstellung verwendeten Vorprodukte verwendet worden sind. Mit dieser Regelung ist Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b 5. Anstrich der Richtlinie 2003\/96\/EG (RL 2003\/96\/EG) des Rates vom 27.&nbsp;Oktober 2003 zur Restrukturierung der gemeinschaftlichen Rahmenvorschriften zur Besteuerung von Energieerzeugnissen und elektrischem Strom (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; Nr.&nbsp;L 283\/51) in das nationale Energiesteuerrecht umgesetzt worden. Danach gilt die Richtlinie nicht f&uuml;r Verfahren, die gem&auml;&szlig; der Verordnung (EWG) Nr.&nbsp;3037\/90 (VO Nr.&nbsp;3037\/90) des Rates vom 9.&nbsp;Oktober 1990 betreffend die statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europ&auml;ischen Gemeinschaft (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften Nr.&nbsp;L&nbsp;293\/1) unter die NACE-Klasse DI&nbsp;26 &quot;Verarbeitung nichtmetallischer Mineralien&quot; fallen (mineralogische Verfahren). Nach der Gesetzesbegr&uuml;ndung (BTDrucks 16\/1172, S.&nbsp;44) entsprechen die in &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 EnergieStG aufgef&uuml;hrten Prozesse und Verfahren im Wesentlichen den T&auml;tigkeiten, die in den Abteilungen DI&nbsp;26 und DJ&nbsp;27 VO Nr.&nbsp;3037\/90 in der am 1.&nbsp;Januar 2003 geltenden Fassung &#8211;NACE Rev.&nbsp;1.1&#8211; aufgef&uuml;hrt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie der erkennende Senat entschieden hat, sind zur Auslegung des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG und zur Auslegung der wortgleichen Bestimmung des &sect;&nbsp;9a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 des Stromsteuergesetzes (StromStG) die NACE Rev.&nbsp;1.1 und die Klassifikation der Wirtschaftszweige nebst deren Erl&auml;uterungen heranzuziehen (Senatsurteile in BFHE 231, 443, ZfZ 2011, 23, und vom 9.&nbsp;August 2011 VII&nbsp;R&nbsp;74\/10, BFHE 235, 81, ZfZ 2011, 331). Hinsichtlich der Einordnung von Graphitelektroden, die in Lichtbogen&ouml;fen der Stahlindustrie eingesetzt werden, in eine der in &sect;&nbsp;9a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 StromStG a.F. genannten Gruppen ist der Senat davon ausgegangen, dass die Herstellung von Kohle- und Graphitelektroden bereits von der Klasse 31.62 NACE Rev.&nbsp;1.1 erfasst wird. Eine Zuordnung zu einer anderen Klasse, insbesondere zur Klasse 26.25 oder 26.24 NACE Rev.&nbsp;1.1 kommt danach nicht in Betracht. In Bezug auf die Einbeziehung von Waren aus Graphit und anderen Kohlenstoffen in die Beg&uuml;nstigung durch das Gesetz zur &Auml;nderung des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2011 (BGBl I 2011, 282) hat der Senat entschieden, dass der Gesetzgeber mit dieser &Auml;nderung keine blo&szlig;e Klarstellung des von vornherein festgelegten Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;9a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 StromStG, sondern &#8211;ohne Anordnung einer R&uuml;ckwirkung&#8211; dessen Erweiterung bewirken wollte (BFH-Urteil in BFHE 235, 81, ZfZ 2011, 331). Dies gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r die wortgleiche &Auml;nderung des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG. Daraus folgt, dass f&uuml;r die Herstellung von Kohlenstoffanoden nach der im Streitjahr geltenden Fassung des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG keine Energiesteuerentlastung gew&auml;hrt werden kann, denn solche Produkte wurden von der Vorschrift nicht erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Auffassung der Revision ist eine erweiternde Auslegung der Vorschrift auch nicht durch das Beihilferecht der Europ&auml;ischen Union geboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 des Vertrages &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV) sind staatliche oder aus staatlichen Mitteln gew&auml;hrte Beihilfen gleich welcher Art, die durch die Beg&uuml;nstigung bestimmter Unternehmen oder Produktionszweige den Wettbewerb verf&auml;lschen oder zu verf&auml;lschen drohen, dann mit dem Binnenmarkt unvereinbar, wenn sie den Handel zwischen Mitgliedstaaten beeintr&auml;chtigen. Nach inzwischen gefestigter Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) steht es au&szlig;er Frage, dass selektiv gew&auml;hrte Energiesteuerverg&uuml;nstigungen unter das Beihilfeverbot fallen (Kirchhof, Nationale Steuererm&auml;&szlig;igungen und europ&auml;isches Beihilfeverbot, ZfZ 2006, 246, 247, m.w.N.). Allerdings gilt das Verbot staatlicher Beihilfen nicht uneingeschr&auml;nkt. Wie die Regelungen in Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;3 und Art.&nbsp;108 AEUV belegen, k&ouml;nnen Beihilfen unter bestimmten Voraussetzungen als mit dem Binnenmarkt vereinbar angesehen werden. Bei der Beurteilung staatlicher F&ouml;rderma&szlig;nahmen und ihrer Genehmigung steht der Europ&auml;ischen Kommission ein weiter Ermessensspielraum zu, der f&uuml;r den Bereich der Energiesteuern insbesondere durch die Leitlinien der Gemeinschaft f&uuml;r staatliche Umweltschutzbeihilfen vom 1.&nbsp;April 2008 (ABlEU Nr.&nbsp;C&nbsp;82\/1) konkretisiert wird. Entscheidendes Kriterium f&uuml;r die Einstufung einer staatlichen Ma&szlig;nahme als Beihilfe i.S. des Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 AEUV ist die Selektivit&auml;t der F&ouml;rderung, die nach der Rechtsprechung des EuGH dann nicht gegeben ist, wenn die Ma&szlig;nahme zwar einen Vorteil f&uuml;r den Beg&uuml;nstigten darstellt, sie aber durch das Wesen oder die allgemeinen Zwecke des Systems, zu dem sie geh&ouml;rt, gerechtfertigt ist (EuGH-Urteil vom 17.&nbsp;Juni 1999 C-75\/97, Slg. 1999, I-3671, Rz&nbsp;33). Daher sind nationale Ma&szlig;nahmen, die eine Verg&uuml;tung von Energiesteuern gew&auml;hren, keine staatlichen Beihilfen, wenn sie allen Unternehmen im Inland unabh&auml;ngig vom Gegenstand ihrer T&auml;tigkeit gew&auml;hrt werden (EuGH-Urteil vom 8.&nbsp;November 2001 C-143\/99, Slg. 2001, I-8365).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter diesen Gesichtspunkten hat die Europ&auml;ische Kommission die von den Niederlanden geplante Freistellung der Keramikindustrie von der Erdgassteuer insbesondere deshalb als mit dem Binnenmarkt unvereinbare Beihilfe eingestuft, weil nur die Herstellung von Keramikerzeugnissen steuerlich beg&uuml;nstigt werden sollte, nicht jedoch andere mineralogische Verfahren, wie z.B. die Herstellung von Glas oder Zement (Beschluss der Kommission vom 15.&nbsp;Dezember 2009 &uuml;ber die von den Niederlanden geplante Beihilfema&szlig;nahme Umweltsteuerbefreiung f&uuml;r die Keramikindustrie C-5\/09 (ex&nbsp;N&nbsp;210\/08), ABlEU 2010 Nr.&nbsp;L&nbsp;186\/32). Im Hinblick auf die in Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b 5.&nbsp;Anstrich RL 2003\/96\/EG getroffene Regelung hat die Kommission ausgef&uuml;hrt, dass sich der Ausschluss s&auml;mtlicher mineralogischer Verfahren aus dem Anwendungsbereich der Energiesteuerrichtlinie aus gemeinschaftlicher Sicht dadurch erkl&auml;re, dass der Brennstoff f&uuml;r das chemische Verfahren, nicht aber als Heiz- oder Kraftstoff verwendet werde. Eine Steuerbefreiung f&uuml;r die betreffenden Verfahren lasse sich nur rechtfertigen, wenn sie durchweg f&uuml;r alle mineralogischen Verfahren gelte, so dass eine koh&auml;rente Behandlung aller mineralogischen Verfahren gew&auml;hrleistet sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin besteht aufgrund der Rechtsprechung des EuGH und der beihilferechtlichen Einsch&auml;tzung der zust&auml;ndigen Kommissionsdienststellen weder ein Anlass noch eine Notwendigkeit, den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG entgegen dem Wortlaut dahingehend auszulegen, dass die Beg&uuml;nstigung auf alle denkbaren mineralogischen Verfahren ausgedehnt wird. Der Umstand, dass die Mitgliedstaaten von der durch das gemeinschaftliche Energiesteuerrecht er&ouml;ffneten M&ouml;glichkeit zur steuerlichen Beg&uuml;nstigung mineralogischer Verfahren nur unter Beachtung der beihilferechtlichen Vorgaben Gebrauch machen k&ouml;nnen, kann nicht dazu f&uuml;hren, dass Wirtschaftsbeteiligten aufgrund einer nur punktuellen Umsetzung des Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b 5.&nbsp;Anstrich RL 2003\/96\/EG ein unmittelbarer Anspruch auf eine in den nationalen Vorschriften ausdr&uuml;cklich nicht angelegte Steuerbefreiung gew&auml;hrt werden m&uuml;sste. Die vom nationalen Gesetzgeber getroffene Ma&szlig;nahme k&ouml;nnte sich allenfalls als unter beihilferechtlichen Gesichtspunkten unionsrechtswidrig darstellen, so dass sie zur Herstellung eines unionsrechtskonformen Zustandes entweder aufgehoben oder durch eine entsprechende &Auml;nderung der nationalen Bestimmungen auf alle mineralogischen Verfahren ausgedehnt werden m&uuml;sste. Die Erweiterung des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG mit Wirkung zum 1.&nbsp;April 2011 auf Waren aus Graphit oder anderen Kohlenstoffen belegt, dass sich Deutschland f&uuml;r die zuletzt genannte Alternative entschieden hat. Aufgrund der Wahlm&ouml;glichkeit des nationalen Gesetzgebers l&auml;sst sich weder aus den vor der Gesetzes&auml;nderung getroffenen Regelungen noch aus den Bestimmungen der RL 2003\/96\/EG ein unmittelbarer Anspruch auf die von der Kl&auml;gerin begehrte Steuerbefreiung ableiten. Entgegen seinem insoweit eindeutigen Wortlaut kann &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG auch nicht erweiternd dahingehend ausgelegt werden, dass bereits vor der Gesetzes&auml;nderung s&auml;mtliche mineralogische Verfahren der NACE-Klasse DI&nbsp;26 beg&uuml;nstigt gewesen sind. Wie bereits ausgef&uuml;hrt, kann die Beachtung des gemeinschaftlichen Beihilferechts allenfalls zur nachtr&auml;glichen Aufhebung einer vom Gesetzgeber unter Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 AEUV getroffenen und von der Kommission beanstandeten Ma&szlig;nahme, nicht jedoch zur Gew&auml;hrung einer vom Gesetzgeber nicht gewollten und vom gemeinschaftlichen Energiesteuerrecht auch nicht gebotenen Steuerbefreiung f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Verg&uuml;tung der Energiesteuer nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG kommt deshalb nicht in Betracht, weil die Kl&auml;gerin das Erdgas nicht f&uuml;r die Metallerzeugung eingesetzt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG wird eine Steuerentlastung f&uuml;r Energieerzeugnisse gew&auml;hrt, die f&uuml;r die Metallerzeugung und &#8211;bearbeitung sowie im Rahmen der Herstellung von Metallerzeugnissen f&uuml;r die Herstellung von Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzteilen, gewalzten Ringen und pulvermetallurgischen Erzeugnissen und zur Oberfl&auml;chenveredelung und W&auml;rmebehandlung verwendet worden sind. Nach den Feststellungen des FG hat die GmbH, deren Rechtsnachfolgerin die Kl&auml;gerin ist, ausschlie&szlig;lich Kohlenstoffanoden hergestellt. Es bedarf keiner weiteren Darlegung, dass es sich bei diesem Herstellungsprozess, bei dem insbesondere Petrolkoks und Pech eingesetzt wird, nicht um die Erzeugung oder Bearbeitung von Metallen handelt. Die Frage, ob die Herstellung von Kohlenstoffanoden als Herstellung von Vorprodukten im Rahmen eines Prozesses zur Aluminiumerzeugung angesehen werden kann, bedarf keiner Beantwortung. Denn im Gegensatz zu &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG wird die Herstellung von Vorprodukten in &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG nicht erw&auml;hnt, so dass eine Beg&uuml;nstigung von Vorprodukten bereits aus diesem Grund nicht in Betracht kommt. Im &Uuml;brigen hat der erkennende Senat entschieden, dass sich die Befreiung nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EnergieStG nicht auf Vorprodukte bezieht, die in der NACE-Klasse DI&nbsp;26 nicht aufgef&uuml;hrt sind (Senatsurteil in BFHE 231, 443, ZfZ 2011, 23). Somit kommt nach dieser Bestimmung eine Beg&uuml;nstigung von Vorprodukten allenfalls dann in Betracht, wenn im selben Unternehmen zugleich in &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a genannte Endprodukte hergestellt werden. Selbst wenn der Beg&uuml;nstigungstatbestand des &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG Vorprodukte erfasste und sich die Rechtsprechung des Senats auf ihn &uuml;bertragen lie&szlig;e, k&ouml;nnte die Kl&auml;gerin deshalb keine Steuerentlastung beanspruchen, weil die GmbH nach den Feststellungen des FG kein von &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG beg&uuml;nstigtes Endprodukt hergestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich wird das zur Herstellung von Kohlenstoffanoden eingesetzte Erdgas nicht bei einem Prozess in der Metallindustrie i.S. von Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b 3.&nbsp;Anstrich RL 2003\/96\/EG verwendet, so dass sich aus dieser Bestimmung kein unmittelbarer Entlastungsanspruch ableiten l&auml;sst. Vielmehr ist die Verwendung des Erdgases mit seiner Verbrennung zum Aufheizen eines Ringkammerbrennofens abgeschlossen. Am Prozess der Aluminiumerzeugung haben das Erdgas selbst bzw. seine Bestandteile keinen direkten Anteil. An diesem nimmt lediglich der in den Anoden gebundene Kohlenstoff teil, der sich mit dem Sauerstoff des Aluminiumoxids zu Kohlendioxid verbindet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Entgegen der Ansicht der Revision kann der als Aktiengesellschaft t&auml;tigen Kl&auml;gerin die wirtschaftliche T&auml;tigkeit der GmbH nicht mit der Folge zugerechnet werden, dass beide Unternehmen energiesteuerrechtlich als eine Einheit angesehen werden m&uuml;ssten. Der Entlastungsanspruch nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a oder b EnergieStG steht nur Unternehmen des Produzierenden Gewerbes i.S. des &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 StromStG zu. Nach der in &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 StromStG festgelegten Begriffsbestimmung ist als Unternehmen des Produzierenden Gewerbes die kleinste rechtlich selbst&auml;ndige Einheit anzusehen. Wie der Senat entschieden hat, ist auf eine rein formale Betrachtungsweise und damit auf das pr&auml;gende Merkmal der Selbst&auml;ndigkeit abzustellen (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;November 2004 VII&nbsp;R&nbsp;41\/03, BFHE 208, 361, ZfZ 2005, 168). Im Hinblick auf das zur Herstellung der Kohlenstoffanoden eingesetzte Erdgas w&auml;re somit nur die GmbH entlastungsberechtigt gewesen, die im Streitjahr selbst&auml;ndig t&auml;tig und noch nicht mit der Kl&auml;gerin verschmolzen war. Aus diesem Grund ist die Klage zun&auml;chst von der GmbH erhoben worden, die ihre Rechte unabh&auml;ngig von der Kl&auml;gerin verfolgte. Daraus folgt, dass die Kl&auml;gerin das von der GmbH verwendete Erdgas energiesteuerrechtlich nicht zur eigenen Metallerzeugung einsetzen konnte, weshalb ihr im Streitjahr ein Entlastungsanspruch nach &sect;&nbsp;51 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;b EnergieStG nicht zustand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO. Da der Kl&auml;gerin der mit der Klage geltend gemachte Entlastungsanspruch nicht zusteht, besteht zur &Auml;nderung der vom FG hinsichtlich des von beiden Beteiligten f&uuml;r erledigt erkl&auml;rten Teils des urspr&uuml;nglichen Klagebegehrens getroffenen Kostenentscheidung kein Anlass.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.8.2012, VII R 35\/11 Kein energiesteuerrechtlicher Entlastungsanspruch f&uuml;r die Herstellung von Kohlenstoffanoden Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) erzeugt Aluminium. Sie ist Rechtsnachfolgerin einer GmbH, die unter Verwendung von Erdgas speziell und ausschlie&szlig;lich f&uuml;r die Kl&auml;gerin Kohlenstoffanoden herstellte. 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