{"id":3327,"date":"2012-09-27T00:00:00","date_gmt":"2012-09-26T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=3327"},"modified":"2012-11-09T15:24:46","modified_gmt":"2012-11-09T13:24:46","slug":"ii-r-9-11-vorlage-des-erbstg-an-bverfg-zur-pruefung-der-verfassungsmaessigkeit-wertpapiere-und-wertpapieren-vergleichbare-forderungen-is-des-par-13b-abs-2-satz-2-nr-4-erbstg-art-6-abs-1-gg-bezieht-sic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-9-11-vorlage-des-erbstg-an-bverfg-zur-pruefung-der-verfassungsmaessigkeit-wertpapiere-und-wertpapieren-vergleichbare-forderungen-is-des-par-13b-abs-2-satz-2-nr-4-erbstg-art-6-abs-1-gg-bezieht-sic\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;9\/11 &#8211; Vorlage des ErbStG an BVerfG zur Pr&uuml;fung der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit &#8211; Wertpapiere und Wertpapieren vergleichbare Forderungen i.S. des &sect; 13b Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 ErbStG &#8211; Art. 6 Abs. 1 GG bezieht sich nur auf die Familie als Gemeinschaft von Eltern und Kindern &#8211; wiederholte Gesetzes&auml;nderungen innerhalb eines k&uuml;rzeren Zeitraums &#8211; Typisierungsbefugnis des Gesetzgebers &#8211; verfassungskonforme Gesetzesauslegung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 27.9.2012, II R 9\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorlage des ErbStG an BVerfG zur Pr&uuml;fung der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit &#8211; Wertpapiere und Wertpapieren vergleichbare Forderungen i.S. des &sect; 13b Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 ErbStG &#8211; Art. 6 Abs. 1 GG bezieht sich nur auf die Familie als Gemeinschaft von Eltern und Kindern &#8211; wiederholte Gesetzes&auml;nderungen innerhalb eines k&uuml;rzeren Zeitraums &#8211; Typisierungsbefugnis des Gesetzgebers &#8211; verfassungskonforme Gesetzesauslegung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Der BFH h&auml;lt &sect; 19 Abs. 1 i.V.m. &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG in der im Jahr 2009 geltenden Fassung wegen Versto&szlig;es gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) f&uuml;r verfassungswidrig, weil die in &sect;&sect; 13a und 13b ErbStG vorgesehenen Steuerverg&uuml;nstigungen nicht durch ausreichende Sach- und Gemeinwohlgr&uuml;nde gerechtfertigt sind und einen verfassungswidrigen Beg&uuml;nstigungs&uuml;berhang aufweisen. Die Verfassungsverst&ouml;&szlig;e f&uuml;hren teils f&uuml;r sich allein, teils in ihrer Kumulation zu einer durchgehenden, das gesamte Gesetz erfassenden verfassungswidrigen Fehlbesteuerung, durch die Steuerpflichtige, die die Verg&uuml;nstigungen nicht beanspruchen k&ouml;nnen, in ihrem Recht auf eine gleichm&auml;&szlig;ige, der Leistungsf&auml;higkeit entsprechende und folgerichtige Besteuerung verletzt werden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Gleichstellung von Personen der Steuerklasse II und III im Jahr 2009 ist nicht verfassungswidrig. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Teil&nbsp;A: Sachverhalt<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist zu 1\/4 Miterbe des im Januar 2009 verstorbenen Bruders seines Vaters. Der Nachlass setzte sich aus Guthaben bei Kreditinstituten und einem Steuererstattungsanspruch zusammen. Der Wert des auf den Kl&auml;ger entfallenden Anteils am Nachlass belief sich auf 51.266&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Ber&uuml;cksichtigung des f&uuml;r Personen der Steuerklasse&nbsp;II vorgesehenen Freibetrags von 20.000&nbsp;EUR gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes in der f&uuml;r Erwerbe, f&uuml;r die die Steuer nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 entstanden ist, geltenden Fassung &#8211;ErbStG&#8211; (Art.&nbsp;1 des Erbschaftsteuerreformgesetzes &#8211;ErbStRG&#8211; vom 24.&nbsp;Dezember 2008, BGBl I 2008, 3018, &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 ErbStG) und nach Abrundung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;6 ErbStG verblieb ein steuerpflichtiger Erwerb von 31.200&nbsp;EUR, f&uuml;r den der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Erbschaftsteuer unter Anwendung des f&uuml;r die Steuerklasse&nbsp;II geltenden Steuersatzes von 30&nbsp;% (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG) auf 9.360&nbsp;EUR festsetzte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage, mit denen der Kl&auml;ger eine Herabsetzung der Steuer auf 4.680&nbsp;EUR begehrte, blieben erfolglos. Der Kl&auml;ger war der Meinung, der in &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 ErbStG in der f&uuml;r Steuerentstehungszeitpunkte nach dem 31.&nbsp;Dezember 2009 geltenden Fassung des Art.&nbsp;6 des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes vom 22.&nbsp;Dezember 2009 &#8211;ErbStG n.F.&#8211; (BGBl I 2009, 3950) f&uuml;r steuerpflichtige Erwerbe in der Steuerklasse&nbsp;II vorgesehene Steuersatz von 15&nbsp;% sei aus Gr&uuml;nden der Gleichbehandlung auch im Streitfall anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht wies die Klage durch das in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1079 ver&ouml;ffentlichte Urteil mit der Begr&uuml;ndung ab, die Anwendung des Steuersatzes von 30&nbsp;% versto&szlig;e weder gegen das Grundrecht aus Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) noch gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG). Es sei verfassungsrechtlich nicht geboten, Personen der Steuerklasse&nbsp;II erbschaftsteuerrechtlich besser zu behandeln als Personen der Steuerklasse&nbsp;III. Verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden sei auch, dass die Gleichstellung der Personen der Steuerklasse&nbsp;II und III nur f&uuml;r Steuerentstehungszeitpunkte im Jahr 2009 gelte, w&auml;hrend f&uuml;r die Zeit davor und danach die Personen der Steuerklasse&nbsp;II erbschaftsteuerrechtlich besser behandelt w&uuml;rden als die Personen der Steuerklasse&nbsp;III. Der Gesetzgeber habe dadurch seinen Gestaltungsspielraum nicht &uuml;berschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger r&uuml;gt mit der Revision Verletzung von Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 und Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG. Die &Auml;nderung des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz zugunsten der Personen der Steuerklasse&nbsp;II h&auml;tte r&uuml;ckwirkend auf das Jahr 2009 erfolgen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und unter &Auml;nderung des Erbschaftsteuerbescheids vom 17.&nbsp;Februar 2010 in Gestalt der Einspruchsentscheidung die Erbschaftsteuer auf 4.680&nbsp;EUR herabzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat hat durch Beschluss vom 5.&nbsp;Oktober 2011 II&nbsp;R&nbsp;9\/11 (BFHE 234, 368, BStBl II 2012, 29) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) das Bundesministerium der Finanzen (BMF) aufgefordert, dem Verfahren beizutreten, und darauf hingewiesen, dass es im Streitfall um die Fragen gehe, ob die auf Steuerentstehungszeitpunkte im Jahr 2009 beschr&auml;nkte Gleichstellung von Personen der Steuerklasse&nbsp;II und III verfassungsgem&auml;&szlig; ist und ob &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b&nbsp;ErbStG deshalb gegen den allgemeinen Gleichheitssatz verst&ouml;&szlig;t, weil &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG es erm&ouml;glichen, durch blo&szlig;e Wahl bestimmter Gestaltungen die Steuerfreiheit des Erwerbs von Verm&ouml;gen gleich welcher Art und unabh&auml;ngig von dessen Zusammensetzung und Bedeutung f&uuml;r das Gemeinwohl zu erreichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BMF, das dem Verfahren beigetreten ist, vertritt die Auffassung, die Gleichstellung von Personen der Steuerklasse&nbsp;II und III im Jahr 2009 sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Es bestehe keine verfassungsrechtliche Pflicht, Erwerber der Steuerklasse&nbsp;II und III unterschiedlich zu behandeln. Der Gesetzgeber sei auch nicht verpflichtet gewesen, die Anwendung der Neufassung des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz r&uuml;ckwirkend auf Steuerentstehungszeitpunkte im Jahr 2009 anzuordnen. Die Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG seien bei Betrieben mit mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigten durch die Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen beim Betriebs&uuml;bergang auf Erben oder durch Schenkung gerechtfertigt. Dass Betriebe mit weniger Besch&auml;ftigten die Steuerverg&uuml;nstigungen ohne R&uuml;cksicht auf die Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen beanspruchen k&ouml;nnten, diene der Verringerung des B&uuml;rokratieaufwands f&uuml;r Unternehmen und Verwaltung. &Uuml;berwiegend verm&ouml;gensverwaltenden Betrieben st&uuml;nden diese Steuerverg&uuml;nstigungen nicht zu. Bei dem Verwaltungsverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 ErbStG) handle es sich typisierend um Verm&ouml;gen, das in erster Linie der weitgehend risikolosen Renditeerzielung diene und in der Regel weder die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen noch zus&auml;tzliche volkswirtschaftliche Leistungen bewirke. Sonstige Forderungen wie etwa Sichteinlagen, Sparanlagen, Festgeldkonten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen an verbundene Unternehmen z&auml;hlten nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen, da sie keine Wertpapieren vergleichbare Forderungen seien (&sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu der vom Senat im Beschluss in BFHE 234, 368, BStBl II 2012, 29 gestellten Frage zu den praktischen Erfahrungen mit den darin aufgezeigten Gestaltungsm&ouml;glichkeiten machte das BMF lediglich statistische Angaben. Es teilte nicht mit, wie die Finanzverwaltung diese Gestaltungsm&ouml;glichkeiten beurteilt und behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Teil&nbsp;B: Vorlageentscheidung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorlage an das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ist gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GG i.V.m. &sect;&nbsp;80 des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes geboten. Der Senat ist zwar der Ansicht, dass die Gleichstellung von Personen der Steuerklasse&nbsp;II und III im Jahr 2009 verfassungsrechtlich hinzunehmen ist. Er ist aber davon &uuml;berzeugt, dass die Vorschrift des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG wegen Versto&szlig;es gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) verfassungswidrig ist, weil die in &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG vorgesehenen Steuerverg&uuml;nstigungen in wesentlichen Teilbereichen von gro&szlig;er finanzieller Tragweite &uuml;ber das verfassungsrechtlich gerechtfertigte Ma&szlig; hinausgehen und dadurch die Steuerpflichtigen, die die Verg&uuml;nstigungen nicht beanspruchen k&ouml;nnen, in ihrem Recht auf eine gleichm&auml;&szlig;ige, der Leistungsf&auml;higkeit entsprechende und folgerichtige Besteuerung verletzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Rechtslage\/Rechtsentwicklung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Steuertarif<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG sieht insgesamt acht unterschiedliche Steuers&auml;tze (Prozents&auml;tze) im Bereich von 7&nbsp;% bis 50&nbsp;% vor, nach denen die Erbschaftsteuer erhoben wird. Die H&ouml;he des jeweils anzuwendenden Steuersatzes richtet sich zum einen nach der H&ouml;he des Werts des steuerpflichtigen Erwerbs i.S. von &sect;&nbsp;10&nbsp;ErbStG und zum anderen nach der anzuwendenden Steuerklasse (&sect;&nbsp;15 ErbStG), die ihrerseits vom pers&ouml;nlichen Verh&auml;ltnis des Erwerbers zum Erblasser oder Schenker abh&auml;ngt. Zur Steuerklasse&nbsp;II geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 ErbStG die Eltern und Voreltern, soweit sie nicht zur Steuerklasse&nbsp;I geh&ouml;ren, die Geschwister, die Abk&ouml;mmlinge ersten Grades von Geschwistern, die Stiefeltern, die Schwiegerkinder, die Schwiegereltern und der geschiedene Ehegatte. Der Steuerklasse&nbsp;III sind die nicht zur Steuerklasse&nbsp;I oder II rechnenden Erwerber und die Zweckzuwendungen zugeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG f&uuml;r Personen der Steuerklasse&nbsp;II und III bestimmten Steuers&auml;tze stimmen &uuml;berein. &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG weicht insoweit sowohl von den fr&uuml;heren Fassungen der Vorschrift als auch von &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG n.F. ab, die f&uuml;r Erwerber der Steuerklasse&nbsp;II Steuers&auml;tze vorsehen, die von einzelnen Ausnahmen bei bestimmten Wertstufen abgesehen zwischen den Steuers&auml;tzen f&uuml;r Erwerber der Steuerklasse&nbsp;I und III liegen. Die bis zum Jahr 2008 geltende Fassung des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG ergab sich aus Art.&nbsp;19 Nr.&nbsp;7 des Steuer-Eurogl&auml;ttungsgesetzes vom 19.&nbsp;Dezember 2000 (BGBl I 2000, 1790).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Bemessungsgrundlage\/steuerpflichtiger Erwerb<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;10 ErbStG regelt die Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs. Als solcher gilt nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbStG die Bereicherung des Erwerbers, soweit sie nicht nach den im Einzelnen genannten Vorschriften des ErbStG (u.a. &sect;&sect;&nbsp;13a und 13c&nbsp;ErbStG) steuerfrei ist. Als Bereicherung gilt beim Erwerb von Todes wegen (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;3 ErbStG) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 ErbStG unbeschadet &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;10 ErbStG der Betrag, der sich ergibt, wenn von dem nach &sect;&nbsp;12 ErbStG zu ermittelnden Wert des gesamten Verm&ouml;gensanfalls, soweit er der Besteuerung nach dem ErbStG unterliegt, die nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 bis 9 ErbStG abzugsf&auml;higen Nachlassverbindlichkeiten mit ihrem nach &sect;&nbsp;12 ErbStG zu ermittelnden Wert abgezogen werden. Bei Schenkungen unter Lebenden (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2, &sect;&nbsp;7 ErbStG) gilt dies gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 ErbStG entsprechend (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 8.&nbsp;Oktober 2003 II&nbsp;R&nbsp;46\/01, BFHE 204, 299, BStBl II 2004, 234, und vom 11.&nbsp;Mai 2005 II&nbsp;R&nbsp;12\/02, BFH\/NV 2005, 2011). Der Besteuerung unterliegt danach der <em>Nettoverm&ouml;genszuwachs<\/em> des Erwerbers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Entwicklung der Steuerverg&uuml;nstigungen f&uuml;r den Erwerb von Betriebsverm&ouml;gen, von Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und von Anteilen an Kapitalgesellschaften<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Steuerverg&uuml;nstigungen f&uuml;r den Erwerb von Betriebsverm&ouml;gen, Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und von Anteilen an Kapitalgesellschaften wurden beginnend f&uuml;r Steuerentstehungszeitpunkte nach dem 31.&nbsp;Dezember 1993 in mehreren Schritten im ErbStG vorgesehen. Wegen der Einzelheiten der fr&uuml;heren Rechtsentwicklung wird auf die Ausf&uuml;hrungen im BVerfG-Beschluss vom 7.&nbsp;November 2006&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;10\/02 (BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter A.I.3.a cc, c bb, d bb) und im BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Mai 2002 II&nbsp;R&nbsp;61\/99 (BFHE 198, 342, BStBl II 2002, 598, unter B.I.4.a, b cc, d) verwiesen. Nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 ErbStG in der f&uuml;r Erwerbe, f&uuml;r die die Steuer vor dem 1.&nbsp;Januar 2009 entstanden ist, geltenden Fassung (ErbStG a.F.) war bei einem Erwerb von Betriebsverm&ouml;gen, von Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und von Anteilen an Kapitalgesellschaften bei Vorliegen der gesetzlich bestimmten Voraussetzungen zun&auml;chst ein Freibetrag von 225.000&nbsp;EUR abzuziehen. Der verbleibende Wert war gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG a.F. mit 65&nbsp;% anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das BVerfG hat mit dem Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192 auf die Vorlage des BFH im Beschluss in BFHE 198, 342, BStBl II 2002, 598 entschieden, dass &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG vom 17.&nbsp;April 1974 (BGBl I 1974, 933) in der Fassung der Bekanntmachung vom 27.&nbsp;Februar 1997 (BGBl I 1997, 378) in allen seinen seitherigen Fassungen mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG insoweit unvereinbar ist, als er die Erwerber von Verm&ouml;gen, das gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1, Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;12 ErbStG i.V.m. den von &sect;&nbsp;12 ErbStG in Bezug genommenen Vorschriften des Bewertungsgesetzes (BewG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 1.&nbsp;Februar 1991 (BGBl I 1991, 230), zuletzt ge&auml;ndert durch das Gesetz vom 20.&nbsp;Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3794), bewertet wird, unabh&auml;ngig von der jeweiligen Verm&ouml;gensart mit einheitlichen Steuers&auml;tzen belastet. Das BVerfG lie&szlig; die weitere Anwendung des bisherigen Rechts bis zu einer sp&auml;testens bis zum 31.&nbsp;Dezember 2008 zu treffenden Neuregelung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die vom BVerfG geforderte Neuregelung hat der Gesetzgeber im ErbStRG f&uuml;r Erwerbe getroffen, f&uuml;r die die Steuer nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 entsteht (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 ErbStG). Die Bewertung von Grundbesitz, von nicht notierten Anteilen an Kapitalgesellschaften und von Betriebsverm&ouml;gen f&uuml;r die Erbschaftsteuer ab 1.&nbsp;Januar 2009 wurde dabei in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2, 3 und 5 ErbStG i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;157 bis 203 BewG sowie in den Anlagen&nbsp;14 bis&nbsp;26 zum BewG neu geregelt. Die Neuregelung ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;205 Abs.&nbsp;1 BewG auf Bewertungsstichtage nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuerbefreiung f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gen, Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Anteile an Kapitalgesellschaften wurde in &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG ebenfalls neu geregelt. &sect;&nbsp;13a ErbStG wurde durch Art.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes in der Weise ge&auml;ndert, dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Steuerbefreiung in verschiedener Hinsicht gelockert wurden, und zwar gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes bereits f&uuml;r Erwerbe, f&uuml;r die die Steuer nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 entstanden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorschrift des &sect;&nbsp;19a ErbStG &uuml;ber die f&uuml;r nat&uuml;rliche Personen der Steuerklasse&nbsp;II oder III geltende Tarifbegrenzung beim Erwerb von Betriebsverm&ouml;gen, von Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und von Anteilen an Kapitalgesellschaften wurde durch das ErbStRG ebenfalls f&uuml;r Erwerbe, f&uuml;r die die Steuer nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 entsteht (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 ErbStG), neu gefasst und durch Art.&nbsp;6 Nr.&nbsp;3 des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes mit Wirkung zum gleichen Zeitpunkt ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die &Auml;nderungen des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 ErbStG durch Art.&nbsp;14 Nr.&nbsp;2 des Jahressteuergesetzes (JStG) 2010 vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768) sind nach &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;4 ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;14 Nr.&nbsp;6 JStG 2010 auf Erwerbe anzuwenden, f&uuml;r die die Steuer nach dem 13.&nbsp;Dezember 2010 entsteht. Die weiteren &Auml;nderungen der &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b durch Art.&nbsp;8 Nr.&nbsp;1 und 2 des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 vom 1.&nbsp;November 2011 (BGBl I 2011, 2131) sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;6 ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;8 Nr.&nbsp;3 dieses Gesetzes auf Erwerbe anzuwenden, f&uuml;r die die Steuer nach dem 30.&nbsp;Juni 2011 entsteht. Diese &Auml;nderungen betreffen somit nicht das Streitjahr 2009 und sind im &Uuml;brigen ohne Bedeutung f&uuml;r die Gr&uuml;nde, die dem Vorlagebeschluss zugrunde liegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Inhalt und Umfang der Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG unterscheiden zwischen einer Steuerbefreiung von 85&nbsp;% und von 100&nbsp;%. Im Einzelnen gilt dabei Folgendes:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Regelverschonung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Regelverschonung ist in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;4 ErbStG geregelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Danach sind 85&nbsp;% des in &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 ErbStG genannten Verm&ouml;gens (Nr.&nbsp;1: land- und forstwirtschaftliches Verm&ouml;gen, Nr.&nbsp;2: Betriebsverm&ouml;gen, Nr.&nbsp;3: bestimmte Anteile an Kapitalgesellschaften) beg&uuml;nstigt, wenn die daf&uuml;r in &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b&nbsp;ErbStG im Einzelnen vorgesehenen Voraussetzungen erf&uuml;llt sind. Der Wert solchen Verm&ouml;gens bleibt in diesem Fall in H&ouml;he eines Verschonungsabschlags von 85&nbsp;% au&szlig;er Ansatz. Der Erbschaftsteuer unterliegen somit nur 15&nbsp;% des Werts. Je nach den Umst&auml;nden des Einzelfalles kann hiervon noch der in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG vorgesehene Abzugsbetrag von 150.000&nbsp;EUR abzuziehen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 ErbStG nicht beg&uuml;nstigt ist Verm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 ErbStG, wenn das land- und forstwirtschaftliche Verm&ouml;gen oder das Betriebsverm&ouml;gen der Betriebe oder der Gesellschaften zu mehr als 50&nbsp;% aus Verwaltungsverm&ouml;gen besteht (zur Berechnung im Einzelnen vgl. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;4 und 5 ErbStG; nunmehr &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;4 bis&nbsp;6 ErbStG i.d.F. des Art.&nbsp;14 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a JStG 2010).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies beruht auf folgenden Erw&auml;gungen des Gesetzgebers (BTDrucks 16\/7918, S.&nbsp;35&nbsp;f.):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;&Uuml;berwiegend verm&ouml;gensverwaltende Betriebe sollen allgemein von den Verschonungen ausgenommen bleiben. Durch die nach dem Einkommensteuerrecht geschaffene M&ouml;glichkeit, Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde, die nicht ihrer Natur nach der privaten Lebensf&uuml;hrung dienen, zu &#8218;gewillk&uuml;rtem&#8216; Betriebsverm&ouml;gen zu erkl&auml;ren, k&ouml;nnen praktisch alle Gegenst&auml;nde, die &uuml;blicherweise in Form der privaten Verm&ouml;gensverwaltung gehalten werden (vermietete und verpachtete Grundst&uuml;cke und Geb&auml;ude, Minderbeteiligungen an Kapitalgesellschaften, Wertpapiere), auch in Form eines Gewerbebetriebs gehalten werden. Die derzeitigen Beg&uuml;nstigungen nach &sect;&nbsp;13a ErbStG f&uuml;hrten vermehrt zu solchen Gestaltungen. Verm&ouml;gen, das in erster Linie der weitgehend risikolosen Renditeerzielung dient und in der Regel weder die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen noch zus&auml;tzliche volkswirtschaftliche Leistungen bewirkt, wird daher nach der Zielrichtung dieses Gesetzentwurfs nicht beg&uuml;nstigt.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Was zum Verwaltungsverm&ouml;gen geh&ouml;rt, bestimmt im Einzelnen &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG. Danach geh&ouml;ren zum Verwaltungsverm&ouml;gen u.a.<br \/><\/br><br \/><\/br>&#8211; von bestimmten Ausnahmen abgesehen Dritten zur Nutzung &uuml;berlassene Grundst&uuml;cke, Grundst&uuml;cksteile, grundst&uuml;cksgleiche Rechte und Bauten (&sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 ErbStG);<br \/><\/br><br \/><\/br>&#8211; im Grundsatz Anteile an Kapitalgesellschaften, wenn die unmittelbare Beteiligung am Nennkapital dieser Gesellschaften 25&nbsp;% oder weniger betr&auml;gt (&sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 ErbStG);<br \/><\/br><br \/><\/br>&#8211; Beteiligungen an Gesellschaften i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 oder &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) und an entsprechenden Gesellschaften im Ausland sowie Anteile an Kapitalgesellschaften, die nicht unter &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 ErbStG fallen, wenn bei diesen Gesellschaften das Verwaltungsverm&ouml;gen mehr als 50&nbsp;% betr&auml;gt (&sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 ErbStG);<br \/><\/br><br \/><\/br>&#8211; von Ausnahmen f&uuml;r Kreditinstitute, bestimmte Finanzdienstleistungsinstitute und Versicherungsunternehmen abgesehen Wertpapiere sowie vergleichbare Forderungen (&sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG das Verm&ouml;gen, das zum Verwaltungsverm&ouml;gen rechnet, im Einzelnen bestimmt, geh&ouml;rt Verm&ouml;gen, das in dieser Vorschrift nicht genannt ist, nicht deshalb zum Verwaltungsverm&ouml;gen, weil es in erster Linie der weitgehend risikolosen Renditeerzielung dient und in der Regel weder die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen noch zus&auml;tzliche volkswirtschaftliche Leistungen bewirkt. Verm&ouml;gen, das &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG zum Verwaltungsverm&ouml;gen rechnet, kann andererseits nicht mit der Begr&uuml;ndung, es l&auml;gen erhebliche Risiken vor, als &uuml;briges, uneingeschr&auml;nkt beg&uuml;nstigtes Betriebsverm&ouml;gen angesehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Wertpapiere i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG werden dadurch gekennzeichnet, dass sie am Markt handelbar sind (vgl. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Wertpapierhandelsgesetzes &#8211;WpHG&#8211;, und im Einzelnen Geck in Kapp\/Ebeling, &sect;&nbsp;13b ErbStG, Rz&nbsp;130&nbsp;ff.; S.&nbsp;Viskorf in Viskorf\/Knobel\/Schuck, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Bewertungsgesetz, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;13b ErbStG Rz&nbsp;189&nbsp;ff.; Weinmann in Moench\/Weinmann, &sect;&nbsp;13b ErbStG Rz&nbsp;197&nbsp;f.; R&nbsp;E 13b.17 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2, 4 und 5 der Erbschaftsteuer-Richtlinien 2011 &#8211;ErbStR 2011&#8211; vom 19.&nbsp;Dezember 2011, BStBl I 2011, Sondernummer&nbsp;1, 2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Wertpapieren vergleichbare Forderungen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG sind solche, &uuml;ber die keine Urkunden ausgegeben wurden, die aber nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 WpHG zu den Wertpapieren z&auml;hlen, wie etwa st&uuml;ckelose Staatsanleihen oder Inhaberschuldverschreibungen von Kreditinstituten. Sonstige Geldforderungen wie etwa Sichteinlagen, Sparanlagen und Festgeldkonten bei Kreditinstituten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Forderungen an verbundene Unternehmen sowie Bargeld sind Wertpapieren nicht vergleichbar (Geck, a.a.O., &sect;&nbsp;13b ErbStG, Rz 129, 132, 134&nbsp;ff.; Geck, Zeitschrift f&uuml;r Erbrecht und Verm&ouml;gensnachfolge &#8211;ZEV&#8211; 2012, 399, 400; S.&nbsp;Viskorf, a.a.O., &sect;&nbsp;13b ErbStG Rz&nbsp;188, 191, 194&nbsp;ff.; Weinmann, a.a.O., &sect;&nbsp;13b ErbStG Rz&nbsp;197, 200; Wachter, in Fischer\/J&uuml;ptner\/Pahlke\/Wachter, ErbStG, 4.&nbsp;Auflage &sect;&nbsp;13b Rz&nbsp;340 ff., m.w.N., Rz 360; J&uuml;licher in Troll\/Gebel\/J&uuml;licher, ErbStG, &sect;&nbsp;13b Rz&nbsp;314&nbsp;f., m.w.N.; Meincke, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Kommentar, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;13b Rz 20; Moench\/H&uuml;bner, Erbschaftsteuer, 3.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;1196; Korezkij, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2012, 1640, 1641; R&nbsp;E 13b.17 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 ErbStR 2011; H&nbsp;E 13b.17 der Hinweise zu den ErbStR 2011 vom 19.&nbsp;Dezember 2011, BStBl I 2011, Sondernummer&nbsp;1, 117).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ergibt sich bereits aus dem Wortlaut des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG, in dem anders als etwa in &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;158 Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;3 und 6 BewG nicht die klaren Begriffe Zahlungsmittel, Geldforderungen und Gesch&auml;ftsguthaben verwendet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus entspricht es regelm&auml;&szlig;ig dem Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG, dass insbesondere Gesch&auml;ftsguthaben nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen gerechnet werden. Unternehmen ben&ouml;tigen n&auml;mlich im Rahmen ihrer T&auml;tigkeit laufend Zahlungsmittel, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu k&ouml;nnen. Diese Gesch&auml;ftsguthaben dienen nicht der weitgehend risikolosen Renditeerzielung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Auslegung des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG wird auch durch die Entstehungsgeschichte der Neuregelung best&auml;tigt (Wachter, a.a.O., &sect;&nbsp;13b Rz&nbsp;346). Nach &sect;&nbsp;28a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d ErbStG in der Fassung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Erleichterung der Unternehmensnachfolge (BRDrucks 778\/06) sollten Geldbest&auml;nde, Geldforderungen gegen&uuml;ber Kreditinstituten sowie vergleichbare Forderungen und Wertpapiere nicht zum beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gen geh&ouml;ren. Hinsichtlich der Geldbest&auml;nde, der Geldforderungen gegen&uuml;ber Kreditinstituten sowie der vergleichbaren Forderungen wurde dieser Gesetzentwurf nicht in das ErbStG &uuml;bernommen. Vielmehr wurden in &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG die vergleichbaren Forderungen lediglich auf Wertpapiere bezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bundesrat geht in seiner Stellungnahme zum Entwurf eines JStG 2013 ebenfalls davon aus, dass Zahlungsmittel, Sichteinlagen und Bankguthaben nicht zu den Wertpapieren oder den Forderungen z&auml;hlen, die Wertpapieren vergleichbar sind. Er schl&auml;gt n&auml;mlich eine Neufassung des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4&nbsp;ErbStG vor, nach der in der Vorschrift Zahlungsmittel, Sichteinlagen, Bankguthaben und andere Forderungen ausdr&uuml;cklich neben Wertpapieren sowie vergleichbaren Forderungen erw&auml;hnt werden sollen (BRDrucks 302\/12 [Beschluss], S.&nbsp;113).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu einem anderen Ergebnis kann auch eine verfassungskonforme Auslegung des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG nicht f&uuml;hren (vgl. unten B.II.6.g).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Schlie&szlig;t &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG die Steuerbefreiung nicht aus, sind die Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r das Verwaltungsverm&ouml;gen zu gew&auml;hren. Lediglich Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 bis 5 ErbStG, welches dem Betrieb im Besteuerungszeitpunkt weniger als zwei Jahre zuzurechnen war, geh&ouml;rt nach &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 ErbStG nicht zum beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 ErbStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Der Verschonungsabschlag (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 ErbStG) und der Abzugsbetrag (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG) fallen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 ErbStG nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 ErbStG mit Wirkung f&uuml;r die Vergangenheit weg, soweit der Erwerber innerhalb von f&uuml;nf Jahren (Behaltensfrist) gegen eine der in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 5 ErbStG bestimmten Behaltensregelungen verst&ouml;&szlig;t. Der Wegfall des Verschonungsabschlags beschr&auml;nkt sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 ErbStG in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, 2, 4 und 5 ErbStG auf den Teil, der dem Verh&auml;ltnis der im Zeitpunkt der sch&auml;dlichen Verf&uuml;gung verbleibenden Behaltensfrist einschlie&szlig;lich des Jahres, in dem die Verf&uuml;gung erfolgt, zur gesamten Behaltensfrist &quot;ergibt&quot;. Bei &Uuml;berentnahmen kommt es auf deren Umfang an (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 ErbStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den F&auml;llen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, 2 und 4 ErbStG ist nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 ErbStG von einer Nachversteuerung abzusehen, wenn der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s innerhalb der nach &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 ErbStG beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gensart verbleibt. Hiervon ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 ErbStG auszugehen, wenn der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s innerhalb von sechs Monaten in entsprechendes Verm&ouml;gen investiert wird. Es ist dabei nicht erforderlich, dass der Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s in Verm&ouml;gen investiert wird, das wie etwa betriebliche Grundst&uuml;cke und Geb&auml;ude, Maschinen oder Fahrzeuge unmittelbar der Erreichung des Unternehmenszwecks dient. Da Geldforderungen wie etwa Sichteinlagen und Festgeldkonten bei Kreditinstituten nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 ErbStG geh&ouml;ren, liegt eine zul&auml;ssige Reinvestition des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses vielmehr bereits dann vor, wenn er das Guthaben auf dem betrieblichen Girokonto verst&auml;rkt oder im Betriebsverm&ouml;gen eines Betriebs derselben Verm&ouml;gensart als Tages- oder Festgeld angelegt wird (Geck in Kapp\/Ebeling, a.a.O., &sect;&nbsp;13a&nbsp;ErbStG, Rz&nbsp;121; Philipp in Viskorf\/Knobel\/ Schuck, a.a.O., &sect;&nbsp;13a ErbStG Rz&nbsp;153; Weinmann, a.a.O., &sect;&nbsp;13a ErbStG Rz&nbsp;146; Wachter, a.a.O., &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;242; J&uuml;licher, a.a.O., &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;359; Korezkij, DStR 2012, 1640, 1642; R&nbsp;E 13a.11 Satz&nbsp;5 ErbStR 2011).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>hh) Bei Betrieben mit mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigten h&auml;ngt die Gew&auml;hrung des Verschonungsabschlags nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbStG dar&uuml;ber hinaus davon ab, dass innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach dem Erwerb (Lohnsummenfrist) die beim Erwerb vorhandenen Arbeitspl&auml;tze in bestimmtem Umfang erhalten bleiben. Es kommt dabei nicht auf die Zahl der Arbeitspl&auml;tze, sondern nach den in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 sowie Abs.&nbsp;4 ErbStG im Einzelnen getroffenen Regelungen auf die Entwicklung der ma&szlig;gebenden Lohnsumme an. Unterschreitet die Summe der ma&szlig;gebenden j&auml;hrlichen Lohnsummen in der Lohnsummenfrist die Mindestlohnsumme (400&nbsp;% der Ausgangslohnsumme, &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 ErbStG), vermindert sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 ErbStG der nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbStG zu gew&auml;hrende Verschonungsabschlag mit Wirkung f&uuml;r die Vergangenheit in demselben prozentualen Umfang, wie die Mindestlohnsumme unterschritten wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Betriebe mit einer Ausgangslohnsumme von 0&nbsp;EUR oder mit nicht mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigten sind hiervon nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG nicht betroffen. Sie erhalten bei Erf&uuml;llung der o.g. allgemeinen Voraussetzungen den Verschonungsabschlag nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;4 ErbStG unabh&auml;ngig von der Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen. Es handelt sich dabei um die weitaus gr&ouml;&szlig;te Zahl von Betrieben. Nach dem Statistischen Jahrbuch 2011 des Statistischen Bundesamts (S.&nbsp;489) besch&auml;ftigten im Jahr 2008 &uuml;ber 91&nbsp;% der erfassten Betriebe bis zu neun Arbeitnehmer. Rechnet man die Betriebe mit 10 bis 20&nbsp;Arbeitnehmern hinzu, hatten deutlich mehr als 90&nbsp;% der Betriebe nicht mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigte (vgl. Weinmann, a.a.O., &sect;&nbsp;13a ErbStG Rz&nbsp;57). Da es sich bei den Betrieben mit einer gr&ouml;&szlig;eren Zahl von Arbeitnehmern h&auml;ufig um Kapitalgesellschaften handelt, bei denen der daran beteiligte Erwerber oder Schenker die in &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 ErbStG geregelten Voraussetzungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigungen nicht erf&uuml;llt, spielen die Anforderungen an die Entwicklung der Lohnsummen in der Zeit nach dem Erwerb im Ergebnis nur bei wenigen Betrieben eine Rolle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Option zur Vollverschonung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Erwerber kann unter bestimmten Voraussetzungen durch Aus&uuml;bung einer Option erreichen, dass der Verschonungsabschlag 100&nbsp;% betr&auml;gt und der Erwerb somit v&ouml;llig steuerfrei erfolgt (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 ErbStG). Er muss dazu nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 ErbStG unwiderruflich erkl&auml;ren, dass die Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 bis 7 ErbStG i.V.m. &sect;&nbsp;13b ErbStG nach folgender Ma&szlig;gabe gew&auml;hrt wird:<br \/><\/br><br \/><\/br>&#8211; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;1 ErbStG: Die in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 ErbStG bestimmte Lohnsummenfrist betr&auml;gt nicht f&uuml;nf, sondern sieben Jahre. An die Stelle der ma&szlig;gebenden Lohnsumme von 400&nbsp;% tritt eine ma&szlig;gebende Lohnsumme von 700&nbsp;%.<br \/><\/br><br \/><\/br>&#8211; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;2 ErbStG: In &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 ErbStG tritt an die Stelle der Behaltensfrist von f&uuml;nf Jahren eine Behaltensfrist von sieben Jahren.<br \/><\/br><br \/><\/br>&#8211; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;3 ErbStG: Das land- und forstwirtschaftliche Verm&ouml;gen oder das Betriebsverm&ouml;gen der Betriebe oder der Gesellschaften darf zu nicht mehr als 10&nbsp;% aus Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Verfassungsrechtliche Pr&uuml;fung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Verfassungsrechtlicher Pr&uuml;fungsma&szlig;stab<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der allgemeine Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) gebietet dem Gesetzgeber, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches ungleich zu behandeln. Er gilt f&uuml;r ungleiche Belastungen wie auch f&uuml;r ungleiche Beg&uuml;nstigungen. Verboten ist daher auch ein gleichheitswidriger Beg&uuml;nstigungsausschluss, bei dem eine Beg&uuml;nstigung einem Personenkreis gew&auml;hrt, einem anderen aber vorenthalten wird (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 8.&nbsp;Juni 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;5\/00, BVerfGE 110, 412, unter C.II.1.; vom 11.&nbsp;Januar 2005&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;167\/02, BVerfGE 112, 164, unter B.I.1.; vom 21.&nbsp;Juni 2006&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;2\/99, BVerfGE 116, 164, unter C.I.1., und vom 21.&nbsp;Juli 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;611\/07 u.a., BVerfGE 126, 400, unter B.I.2.a, je m.w.N.). Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG ist jedenfalls verletzt, wenn sich ein vern&uuml;nftiger, sich aus der Natur der Sache ergebender oder sonstwie einleuchtender Grund f&uuml;r die gesetzliche Differenzierung oder Gleichbehandlung nicht finden l&auml;sst, u.a. also, wenn eine Gruppe von Normadressaten oder Normbetroffenen im Vergleich zu einer anderen anders behandelt wird, obwohl zwischen beiden Gruppen keine Unterschiede von solcher Art und solchem Gewicht bestehen, dass sie die unterschiedliche Behandlung rechtfertigen k&ouml;nnen (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 110, 412, unter C.II.1., und in BVerfGE 126, 400, unter B.I.2.b bb, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Bereich des Steuerrechts hat der Gesetzgeber einen weitreichenden Entscheidungsspielraum sowohl bei der Auswahl des Steuergegenstandes als auch bei der Bestimmung des Steuersatzes. Diese grunds&auml;tzliche Freiheit des Gesetzgebers, diejenigen Sachverhalte tatbestandlich zu bestimmen, an die das Gesetz dieselben Rechtsfolgen kn&uuml;pft und die es so als rechtlich gleich qualifiziert, wird f&uuml;r den Bereich des Steuerrechts vor allem durch zwei eng miteinander verbundene Leitlinien begrenzt, n&auml;mlich durch die Ausrichtung der Steuerlast an den Prinzipien der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit und der Folgerichtigkeit (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.I.2.; in BVerfGE 126, 400, unter B.I.2.a, und vom 18.&nbsp;Juli 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;16\/11, Rz&nbsp;41). Die mit der Wahl des Steuergegenstandes einmal getroffene Belastungsentscheidung hat der Gesetzgeber unter dem Gebot m&ouml;glichst gleichm&auml;&szlig;iger Belastung aller Steuerpflichtigen bei der Ausgestaltung des steuerrechtlichen Ausgangstatbestandes folgerichtig umzusetzen. Ausnahmen von einer solchen folgerichtigen Umsetzung bed&uuml;rfen eines besonderen sachlichen Grundes (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 15.&nbsp;Januar 2008&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;2\/04, BVerfGE 120, 1, unter C.I.2.a aa, und in BVerfGE 126, 400, unter B.I.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gleichheitssatz hat im Steuerrecht seine besondere Auspr&auml;gung in Form des Grundsatzes der Steuergerechtigkeit gefunden, wobei die Besteuerung grunds&auml;tzlich an der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit auszurichten ist. Die Steuerpflichtigen m&uuml;ssen dem Grundsatz nach durch ein Steuergesetz rechtlich und tats&auml;chlich gleichm&auml;&szlig;ig belastet werden. Das danach &#8211;unbeschadet verfassungsrechtlich zul&auml;ssiger Differenzierungen&#8211; gebotene Gleichma&szlig; verwirklicht sich in dem Belastungserfolg, den die Anwendung der Steuers&auml;tze beim einzelnen Steuerpflichtigen bewirkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1&nbsp;GG) fordert allerdings nicht einen gleichen Beitrag von jedem Inl&auml;nder zur Finanzierung der Gemeinlasten, sondern verlangt, dass jeder Inl&auml;nder je nach seiner finanziellen Leistungsf&auml;higkeit gleichm&auml;&szlig;ig zur Finanzierung der allgemeinen Staatsaufgaben herangezogen wird. Dabei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass Steuergesetze in der Regel Massenvorg&auml;nge des Wirtschaftslebens betreffen. Sie m&uuml;ssen, um praktikabel zu sein, Sachverhalte, an die sie dieselben steuerrechtlichen Folgen kn&uuml;pfen, typisieren und damit in weitem Umfang die Besonderheiten nicht nur des einzelnen Falles, sondern ggf. auch ganzer Gruppen vernachl&auml;ssigen. Die wirtschaftlich ungleiche Wirkung auf die Steuerzahler darf allerdings ein gewisses Ma&szlig; nicht &uuml;bersteigen. Vielmehr m&uuml;ssen die steuerlichen Vorteile der Typisierung im rechten Verh&auml;ltnis zu der mit der Typisierung notwendig verbundenen Ungleichheit der steuerlichen Belastung stehen. Au&szlig;erdem darf eine gesetzliche Typisierung keinen atypischen Fall als Leitbild w&auml;hlen, sondern muss sich realit&auml;tsgerecht am typischen Fall orientieren (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.I.2.a, und in BVerfGE 120, 1, unter C.I.2.a aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber ist durch den allgemeinen Gleichheitssatz auch nicht gehindert, au&szlig;erfiskalische F&ouml;rderungs- und Lenkungsziele zu verfolgen. F&uuml;hrt ein Steuergesetz zu einer steuerlichen Verschonung, die einer gleichm&auml;&szlig;igen Belastung der jeweiligen Steuergegenst&auml;nde innerhalb einer Steuerart widerspricht, so kann eine solche Steuerentlastung vor dem Gleichheitssatz gerechtfertigt sein, wenn der Gesetzgeber ein bestimmtes Verhalten des Steuerpflichtigen aus Gr&uuml;nden des Gemeinwohls f&ouml;rdern oder lenken will.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Vorliegen ausreichender Gemeinwohlgr&uuml;nde kann die Entlastung dabei im Ausnahmefall in verfassungsrechtlich zul&auml;ssiger Weise sogar dazu f&uuml;hren, dass bestimmte Steuergegenst&auml;nde vollst&auml;ndig von der Besteuerung ausgenommen werden. Der Kreis der Beg&uuml;nstigten muss dabei allerdings sachgerecht abgegrenzt sein. Au&szlig;erdem muss der Lenkungszweck von einer erkennbaren gesetzgeberischen Entscheidung getragen und seinerseits wiederum gleichheitsgerecht ausgestaltet sein. Die Beg&uuml;nstigungswirkung muss den Beg&uuml;nstigungsadressaten daher m&ouml;glichst gleichm&auml;&szlig;ig zugutekommen. Sie darf nicht von Zuf&auml;lligkeiten abh&auml;ngen und deshalb willk&uuml;rlich eintreten, sondern muss sich direkt von der Entlastungsentscheidung des Gesetzgebers ableiten lassen. Erforderlich ist schlie&szlig;lich auch ein Mindestma&szlig; an zweckgerechter Ausgestaltung des Verg&uuml;nstigungstatbestandes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Grunds&auml;tze gelten auch f&uuml;r die Erbschaft- und Schenkungsteuer (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.I.2., und vom 17.&nbsp;April 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;4\/05, BVerfGE 121, 108, unter C.I.1.). Die Grundentscheidung des Gesetzgebers, den mit dem Erbe anfallenden Verm&ouml;genszuwachs jeweils entsprechend seinem Wert zu erfassen und die daraus resultierende Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit des Erwerbers zu besteuern (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 ErbStG; vgl. BVerfG-Beschluss in BVerfGE 126, 400, unter B.I.3.a&nbsp;bb), muss danach folgerichtig umgesetzt werden. Ausnahmen von einer solchen folgerichtigen Umsetzung bed&uuml;rfen auch bei dieser Steuerart eines besonderen sachlichen Grundes (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.I.2.b, m.w.N.). Steuerliche Verschonungsnormen m&uuml;ssen bezogen auf die verfolgten Lenkungszwecke zielgenau und normenklar ausgestaltet sein (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.I.3.b&nbsp;aa und c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BVerfG hat seine Rechtsprechung, nach der die grunds&auml;tzliche Freiheit des Gesetzgebers, diejenigen Sachverhalte zu bestimmen, an die das Gesetz dieselben Rechtsfolgen kn&uuml;pft und die es so als rechtlich gleich qualifiziert, vor allem durch das Gebot der Ausrichtung der Steuerlast am Prinzip der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit und durch das Gebot der Folgerichtigkeit begrenzt wird, durch den Beschluss vom 12.&nbsp;Oktober 2010&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;12\/07 (BVerfGE 127, 224, unter D.I. und III.1.a) erneut best&auml;tigt. Danach muss jedenfalls bei den direkten Steuern, zu denen die Erbschaftsteuer und die Schenkungsteuer geh&ouml;ren, im Interesse der verfassungsrechtlich gebotenen steuerlichen Belastungsgleichheit darauf abgezielt werden, Steuerpflichtige bei gleicher Leistungsf&auml;higkeit auch gleich hoch zu besteuern. Der Grundsatz der gleichen Zuteilung steuerlicher Lasten verlangt eine gesetzliche Ausgestaltung der Steuer, die den Steuergegenstand in den Blick nimmt und mit R&uuml;cksicht darauf eine gleichheitsgerechte Besteuerung des Steuerschuldners sicherstellt. Der wirtschaftlich Leistungsf&auml;higere muss danach h&ouml;her belastet werden als der wirtschaftlich Schw&auml;chere. Wirtschaftlich gleich Leistungsf&auml;hige m&uuml;ssen auch gleich hoch besteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zusammengefasst muss danach darauf abgezielt werden, die Steuergerechtigkeit sowohl in &quot;horizontaler&quot; Richtung (gleich hohe Besteuerung bei gleicher Leistungsf&auml;higkeit) als auch in &quot;vertikaler&quot; Richtung (bei unterschiedlicher Leistungsf&auml;higkeit) zu gew&auml;hrleisten (BVerfG-Beschl&uuml;sse in BVerfGE 110, 412, unter C.II.2.a, m.w.N., und in BVerfGE 116, 164, unter C.I.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem BVerfG-Beschluss vom 22.&nbsp;Juni 1995&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;552\/91 (BVerfGE 93, 165, BStBl II 1995, 671, unter C.I.2.b&nbsp;bb) hat der Gesetzgeber bei der Gestaltung der Steuerlast bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Existenz von bestimmten Betrieben &#8211;namentlich von mittelst&auml;ndischen Unternehmen&#8211; durch zus&auml;tzliche finanzielle Belastungen, wie sie durch die Erbschaftsteuer auftreten, gef&auml;hrdet werden kann. Derartige Betriebe, die durch ihre Widmung f&uuml;r einen konkreten Zweck verselbst&auml;ndigt und als wirtschaftlich zusammengeh&ouml;rige Funktionseinheit organisiert seien, seien in besonderer Weise gemeinwohlgebunden und gemeinwohlverpflichtet. Sie unterl&auml;gen insbesondere durch Verpflichtungen gegen&uuml;ber den Arbeitnehmern durch das Betriebsverfassungsrecht, das Wirtschaftsverwaltungsrecht und durch die langfristigen Investitionen einer gesteigerten rechtlichen Bindung. Dies habe zur Folge, dass die durch die Erbschaftsteuer erfasste finanzielle Leistungsf&auml;higkeit des Erben seinem durch den Erbfall erworbenen Verm&ouml;genszuwachs nicht voll entspreche. Die Verf&uuml;gbarkeit &uuml;ber den Betrieb und einzelne dem Betrieb zugeh&ouml;rige Wirtschaftsg&uuml;ter sei beschr&auml;nkter als bei nicht betrieblich gebundenem Verm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) fordere danach, diese verminderte Leistungsf&auml;higkeit bei den Erben zu ber&uuml;cksichtigen, die einen solchen Betrieb weiterf&uuml;hrten, also den Betrieb weder ver&auml;u&szlig;erten noch aufg&auml;ben, die ihn vielmehr in seiner Sozialgebundenheit aufrechterhielten, ohne dass Verm&ouml;gen und Ertragskraft des Betriebs durch den Erbfall vermehrt w&uuml;rden. Die Erbschaftsteuer m&uuml;sse hier so bemessen werden, dass die Fortf&uuml;hrung des Betriebs steuerlich nicht gef&auml;hrdet werde. Diese Verpflichtung, eine verminderte finanzielle Leistungsf&auml;higkeit erbschaftsteuerrechtlich zu ber&uuml;cksichtigen, sei unabh&auml;ngig von der verwandtschaftlichen N&auml;he zwischen Erblasser und Erben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BVerfG hat in seiner neueren Rechtsprechung (Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.II.2.b&nbsp;ee und 4.d) hervorgehoben, dass Umst&auml;nde, die sich in den der Besteuerung zugrunde liegenden Marktpreisen abbildeten, nicht geeignet seien, zus&auml;tzliche Verschonungsregelungen zu begr&uuml;nden. Es hat demgem&auml;&szlig; zur Besteuerung des Erwerbs von Grundverm&ouml;gen ausgef&uuml;hrt, bei dieser Verm&ouml;gensart bestehende Besonderheiten wie z.B. geringe Fungibilit&auml;t, h&ouml;here Sozialbindung, Mieterschutzbestimmungen, &ouml;ffentlich-rechtliche Auflagen und die zus&auml;tzliche Belastung durch Grundsteuer schieden als Rechtfertigung f&uuml;r Verschonungsregelungen schon im Ansatz aus, soweit sich diese Besonderheiten regelm&auml;&szlig;ig in den Marktpreisen abbildeten. Auch die Gemeinwohlbindung des land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gens kann nach dieser Entscheidung eine Verschonungsregelung nicht rechtfertigen, wenn sich die Gemeinwohlbindung bereits im gemeinen Wert abbildet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Verfassungsrechtlich ma&szlig;gebliche Wechselwirkung von Steuertarif und Steuerbemessungsgrundlage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da das ErbStG in &sect;&nbsp;19 ErbStG je nach Steuerklasse und Wert des steuerpflichtigen Erwerbs einen einheitlichen Tarif vorsieht und Differenzierungen bei der Belastung des Steuerpflichtigen auf der Ebene der Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs vornimmt, k&ouml;nnen gleichheits- und damit verfassungswidrige Vorschriften &uuml;ber die Ermittlung der Bemessungsgrundlagen (Bewertungs- oder Befreiungsvorschriften) zu einem gleichheits- und damit verfassungswidrigen Steuertarif f&uuml;hren. Erst &uuml;ber den Tarif wirken sich die vom Gesetzgeber auf der Ebene der Erfassung des Erwerbs angeordneten Differenzierungen aus. Bei komplexeren Regelungswerken ergibt sich oft erst aus der Gesamtschau der Vorschriften (Bewertung, Verg&uuml;nstigung und Tarif) und deren Auswirkungen eine Gleichheitswidrigkeit (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter B.I.2.). Es sind demgem&auml;&szlig; nicht die einzelnen Beg&uuml;nstigungstatbest&auml;nde isoliert zu betrachten, sondern ihre Folgewirkungen &uuml;ber die Tarifvorschrift (BFH-Beschluss in BFHE 198, 342, BStBl II 2002, 598, unter B.II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;19 ErbStG stellt somit eine &quot;Klammernorm&quot; dar, &uuml;ber die Verst&ouml;&szlig;e gegen den Gleichheitssatz bei der Bestimmung des steuerpflichtigen Erwerbs erst ihre Wirkung entfalten. Die Belastungswirkung der Erbschaft- und Schenkungsteuer erschlie&szlig;t sich erst aus dem Zusammenwirken des Steuertarifs mit den ausdifferenzierten Vorschriften &uuml;ber die Bestimmung des steuerpflichtigen Erwerbs einschlie&szlig;lich der Regelungen &uuml;ber Steuerbefreiungen (vgl. BVerfG-Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter B.I.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei f&uuml;hrt nicht jeder Gleichheitsversto&szlig; in einer Einzelregelung zur Unvereinbarkeit der Tarifnorm des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG. Vielmehr muss im Hinblick darauf, dass eine verfassungswidrige Tarifnorm das gesamte Gesetz erfasst, die mit dem Gleichheitssatz unvereinbare Regelung nach der Zahl der betroffenen Steuerpflichtigen ebenso wie von ihrer wirtschaftlichen Bedeutung her wesentliche Teilbereiche des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts betreffen (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.III.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Gleichstellung von Personen der Steuerklasse&nbsp;II und III im Jahr 2009 nicht verfassungswidrig<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Ansicht des Senats ist die Gleichstellung von Personen der Steuerklasse&nbsp;II und III im Jahr 2009 verfassungsrechtlich hinzunehmen (ebenso L&auml;ngle in Fischer\/J&uuml;ptner\/Pahlke\/Wachter, a.a.O., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;8a; Piltz, DStR 2010, 1913, 1922; a.A. J&uuml;licher, a.a.O., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;2; Knobel in Viskorf\/Knobel\/Schuck, a.a.O., &sect;&nbsp;19 ErbStG Rz&nbsp;5; Geck, a.a.O., &sect;&nbsp;19 ErbStG, Rz&nbsp;1; Wachter, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2010, 74, 75; Crezelius, ZEV 2009, 1, 2; Stahl\/Fuhrmann, Deutsche Steuer-Zeitung 2008, 13, 14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Gesetzgeber ist von Verfassungs wegen nicht verpflichtet, Erwerber der Steuerklasse&nbsp;II besser zu stellen als Erwerber der Steuerklasse&nbsp;III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes l&auml;sst sich Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG nicht entnehmen. Diese Vorschrift verpflichtet den Staat, die aus Eltern und Kindern bestehende Familiengemeinschaft sowohl im immateriell-pers&ouml;nlichen wie auch im materiell-wirtschaftlichen Bereich als eigenst&auml;ndig und selbstverantwortlich zu respektieren und zu f&ouml;rdern. Verfassungsrechtlichen Schutz genie&szlig;t insofern die famili&auml;re Verantwortlichkeit f&uuml;reinander, die von der wechselseitigen Pflicht von Eltern wie Kindern zu Beistand und R&uuml;cksichtnahme gepr&auml;gt ist, wie es auch der Gesetzgeber als Leitbild der Eltern-Kind-Beziehung in &sect;&nbsp;1618a des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs statuiert hat (BVerfG-Beschluss vom 19.&nbsp;April 2005&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1644\/00 u.a., BVerfGE 112, 332, unter C.I.3.a). Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG bezieht sich demgem&auml;&szlig; nur auf die Familie als Gemeinschaft von Eltern und Kindern (BVerfG-Beschluss vom 18.&nbsp;April 1989&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1169\/84, BVerfGE 80, 81, unter B.I.1.), nicht aber auf Familienmitglieder im weiteren Sinn wie etwa Geschwister oder Abk&ouml;mmlinge von Geschwistern. Nach dem BVerfG-Beschluss in BVerfGE 93, 165, BStBl II 1995, 671, unter C.I.2.b&nbsp;aa ist dementsprechend lediglich bei Familienangeh&ouml;rigen im Sinne der Steuerklasse&nbsp;I (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 ErbStG) der erbschaftsteuerliche Zugriff derart zu m&auml;&szlig;igen, dass jedem dieser Steuerpflichtigen der jeweils auf ihn &uuml;berkommene Nachlass &#8211;je nach dessen Gr&ouml;&szlig;e&#8211; zumindest zum deutlich &uuml;berwiegenden Teil oder, bei kleineren Verm&ouml;gen, v&ouml;llig steuerfrei zugutekommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG l&auml;sst sich nach Ansicht des Senats ebenfalls nicht ableiten, dass Erwerber der Steuerklasse&nbsp;II besser als Erwerber der Steuerklasse&nbsp;III gestellt werden m&uuml;ssen. Die Gleichbehandlung der Erwerber der Steuerklasse&nbsp;II und III geht nicht &uuml;ber den dem Gesetzgeber zustehenden weiten Gestaltungsspielraum bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer hinaus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden ist auch, dass die Erwerber der Steuerklasse&nbsp;II nur f&uuml;r das Jahr 2009 den Erwerbern der Steuerklasse&nbsp;III gleichgestellt wurden, w&auml;hrend sie f&uuml;r die Jahre zuvor und danach besser als diese behandelt wurden bzw. werden. Der Gesetzgeber war nicht von Verfassungs wegen verpflichtet, die &Auml;nderung des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG zugunsten der Erwerber der Steuerklasse&nbsp;II durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz ebenso wie die &Auml;nderung der &sect;&sect;&nbsp;13a und 19a ErbStG r&uuml;ckwirkend auf Erwerbe vorzunehmen, f&uuml;r die die Steuer nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 entstanden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass &sect;&sect;&nbsp;13a und 19a ErbStG r&uuml;ckwirkend ge&auml;ndert wurden, beruhte nach der amtlichen Begr&uuml;ndung des Entwurfs des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes (BTDrucks 17\/15, S.&nbsp;10, 20) auf den noch nicht &uuml;berwundenen Folgen der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland. Um Wachstumshemmnisse im Bereich der Erbschaft- und Schenkungsteuer zu beseitigen, sollten die Bedingungen f&uuml;r die Unternehmensnachfolge krisenfest, planungssicherer und mittelstandsfreundlicher ausgestaltet werden. Die Betriebe sollten damit u.a. in die Lage versetzt werden, auf Ver&auml;nderungen der Besch&auml;ftigungslage flexibler reagieren zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Differenzierung der Steuers&auml;tze zwischen den Steuerklassen&nbsp;II und III sollte hingegen dem famili&auml;ren N&auml;heverh&auml;ltnis Rechnung tragen und auch die erbrechtliche Sonderstellung der nahen Verwandten gegen&uuml;ber fremden Dritten ber&uuml;cksichtigen. Gerade vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung sei eine solche Differenzierung gerechtfertigt (BTDrucks 17\/15, S.&nbsp;10, 21). Dass die &Auml;nderung der Steuers&auml;tze zugunsten der Erwerber der Steuerklasse&nbsp;II erst mit Wirkung f&uuml;r Erwerbe nach dem 31.&nbsp;Dezember 2009 erfolgte, diente auch der R&uuml;cksichtnahme auf die Erfordernisse einer verl&auml;sslichen Finanz- und Haushaltsplanung der L&auml;nder. Eine R&uuml;ckwirkung der &Auml;nderung auf Erwerbsf&auml;lle im Jahr 2009 h&auml;tte zu Steuerausf&auml;llen in H&ouml;he von 370&nbsp;Mio.&nbsp;EUR zulasten der Haushalte der L&auml;nder gef&uuml;hrt (BTDrucks 17\/15, S.&nbsp;15). Diese Zielsetzungen rechtfertigen es, dass nur die &Auml;nderungen hinsichtlich der Besteuerung bei der Unternehmensnachfolge r&uuml;ckwirkend in Kraft gesetzt wurden, nicht aber die Differenzierung der Steuers&auml;tze bei den Erwerbern der Steuerklassen&nbsp;II und III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wiederholte Gesetzes&auml;nderungen innerhalb eines k&uuml;rzeren Zeitraums sind im &Uuml;brigen nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH als solche nicht verfassungswidrig (BFH-Urteile vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2010 VIII&nbsp;R&nbsp;109\/03, BFH\/NV 2010, 1266, unter II.3.b und c, m.w.N., und vom 15.&nbsp;September 2010 X&nbsp;R&nbsp;55\/03, BFH\/NV 2011, 231). Sog. Stichtagsregelungen sind trotz gewisser H&auml;rten grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig. Ihre Einf&uuml;hrung und die Wahl des Zeitpunkts m&uuml;ssen sich lediglich am gegebenen Sachverhalt orientieren und damit sachlich vertretbar sein (BVerfG-Beschluss vom 12.&nbsp;Mai 2009&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1\/00, BVerfGE 123, 111, unter B.I. 2.c&nbsp;bb). Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Zusammenhang erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Gleichheitswidrige Ausgestaltung der Steuerbemessungsgrundlage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat ist von einem Versto&szlig; der Tarifvorschrift des &sect;&nbsp;19 ErbStG gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG &uuml;berzeugt, weil<br \/><\/br><br \/><\/br>&#8211; die weitgehende oder vollst&auml;ndige steuerliche Verschonung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen, land- und forstwirtschaftlichem Verm&ouml;gen und Anteilen an Kapitalgesellschaften oder Anteilen daran eine nicht durch ausreichende Gemeinwohlgr&uuml;nde gerechtfertigte und damit verfassungswidrige &Uuml;berprivilegierung darstellt, und zwar jedenfalls, soweit die Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigungen nicht von der Lohnsummenregelung und somit von der Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen abh&auml;ngt (s. B.II.5.) und<br \/><\/br><br \/><\/br>&#8211; &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG einen verfassungswidrigen Beg&uuml;nstigungs&uuml;berhang aufweisen, da sie es Steuerpflichtigen erm&ouml;glichen, durch rechtliche Gestaltungen nicht betriebsnotwendiges Verm&ouml;gen, das den Beg&uuml;nstigungszweck nicht erf&uuml;llt, in unbegrenzter H&ouml;he ohne oder mit nur geringer Steuerbelastung zu erwerben, und die Vorschriften ferner auch hinsichtlich der Lohnsummenregelung dem Folgerichtigkeitsgebot widersprechen (s. B.II.6. und 7.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG lassen es zu, Verm&ouml;gen jeder Art und in jeder H&ouml;he von Todes wegen oder durch Schenkung unter Lebenden ohne Anfall von Erbschaftsteuer oder Schenkungsteuer zu erwerben, ohne dass es auf eine Gemeinwohlverpflichtung und Gemeinwohlbindung des erworbenen Verm&ouml;gens ankommt. Dies widerspricht den verfassungsrechtlichen Vorgaben. Danach ist es dem Gesetzgeber zwar unbenommen, bei Vorliegen ausreichender Gemeinwohlgr&uuml;nde mittels Verschonungsregelungen den Erwerb bestimmter Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde &#8211;gegebenenfalls auch sehr weitgehend&#8211; zu beg&uuml;nstigen. Solche Normen m&uuml;ssen allerdings den allgemein f&uuml;r Regelungen zur au&szlig;erfiskalischen Lenkung oder F&ouml;rderung geltenden verfassungsrechtlichen Anforderungen gen&uuml;gen. Insbesondere m&uuml;ssen die Lenkungszwecke von erkennbaren gesetzgeberischen Entscheidungen getragen, der Kreis der Beg&uuml;nstigten sachgerecht abgegrenzt und die Lenkungszwecke gleichheitsgerecht ausgestaltet sein. Erforderlich ist deshalb, dass die Beg&uuml;nstigungswirkungen ausreichend zielgenau und innerhalb des Beg&uuml;nstigtenkreises m&ouml;glichst gleichm&auml;&szlig;ig eintreten (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter D.I.). Die Beg&uuml;nstigungsregelungen d&uuml;rfen nicht insgesamt zu einer verfassungsrechtlich nicht mehr hinnehmbaren &Uuml;berprivilegierung f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Anforderungen werden &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG nicht gerecht. Sie f&uuml;hren vielmehr zu einer weitgehenden, den Kern des Gesetzes treffenden gleichheitswidrigen Fehlbesteuerung und erfassen im Zusammenspiel mit der Tarifnorm des &sect;&nbsp;19 ErbStG alle wesentlichen Teilbereiche des ErbStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. &Uuml;berprivilegierung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen, land- und forstwirtschaftlichem Verm&ouml;gen und Anteilen an Kapitalgesellschaften<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat ist der Auffassung, dass die weitgehende oder vollst&auml;ndige Verschonung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen, land- und forstwirtschaftlichem Verm&ouml;gen und Anteilen an Kapitalgesellschaften oder Anteilen daran jedenfalls insoweit mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) nicht vereinbar ist, als &#8211;wie es im Regelfall zutrifft&#8211; der Betrieb nicht mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigte hat und daher die Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigungen nicht von der Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen abh&auml;ngt (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat hat im Beschluss in BFHE 198, 342, BStBl II 2002, 598 (unter B.II.3.a&nbsp;bb und b&nbsp;bb) zu dem seinerzeit geltenden Recht ausgef&uuml;hrt, eine pauschale Beg&uuml;nstigung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen oder von Anteilen an Kapitalgesellschaften im damals vorgesehenen Umfang w&auml;re nur dann unter dem Gesichtspunkt des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG verfassungsrechtlich gerechtfertigt, wenn unterstellt werden k&ouml;nnte, typischerweise gef&auml;hrde die erbschaft- und schenkungsteuerrechtliche Belastung die Betriebsfortf&uuml;hrung. F&uuml;r eine solche Annahme fehle jedoch jeder konkrete Anhaltspunkt. Die Pr&auml;misse, die Erbschaftsteuer gef&auml;hrde generell die Existenz mittelst&auml;ndischer Unternehmen, sei nicht zu verifizieren. Die im Gesetz getroffene Regelung trage auch den F&auml;llen keine Rechnung, in denen neben dem Betriebsverm&ouml;gen noch weiteres Verm&ouml;gen &uuml;bergehe oder sich beim Erwerber befinde, aus dem dieser die Steuer ohne Gef&auml;hrdung der Betriebsfortf&uuml;hrung bezahlen k&ouml;nnte; denn das ErbStG nehme nicht das Unternehmen, sondern den Erwerber des Unternehmens in Anspruch. Auch werde nicht ber&uuml;cksichtigt, dass nach der Stundungsregelung des &sect;&nbsp;28 ErbStG bereits ein Instrument zur Verf&uuml;gung stehe, insbesondere in Erbf&auml;llen die Erhaltung des Betriebs zu sichern. Insgesamt seien die Beg&uuml;nstigungen f&uuml;r das Betriebsverm&ouml;gen in ihrer Gesamtwirkung zu weitgehend, um noch von dem verfassungsrechtlich zul&auml;ssigen Differenzierungsgrund &quot;Schutz der Betriebe&quot; gedeckt zu sein. Die Regelung treffe zudem nicht &quot;zielgenau&quot; und stelle nicht sicher, dass nur solche Erwerbsvorg&auml;nge erfasst w&uuml;rden, bei denen der Beg&uuml;nstigungsgrund vorliege. Auch beim Erwerb von Anteilen an Kapitalgesellschaften fehle es f&uuml;r die pauschale Entlastung der Erwerber von der Steuer an einem ausreichenden sachlichen Grund. Der Gesichtspunkt der Gleichstellung der Anteile an Kapitalgesellschaften mit dem Betriebsverm&ouml;gen bzw. den Anteilen an Personengesellschaften rechtfertige keine derart weitgehende pauschale Privilegierung, die im Ergebnis die Anteilserwerber in gro&szlig;em Umfang von der Umverteilungswirkung des ErbStG ausnehme. Die Belastung mit Erbschaftsteuer treffe beim Erwerb von Anteilen an Kapitalgesellschaften in der Regel lediglich die private Verm&ouml;genssph&auml;re des Erwerbers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dieser vom BFH aufgeworfenen Frage einer &Uuml;berprivilegierung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen und von Anteilen an Kapitalgesellschaften hat sich das BVerfG im Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192 nicht auseinandergesetzt, weil es die ma&szlig;geblichen Vorschriften bereits aus anderen Gr&uuml;nden als verfassungswidrig angesehen hat (Abschn.&nbsp;C.II. 1.f).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Senat h&auml;lt an seiner im Beschluss in BFHE 198, 342, BStBl II 2002, 598 vertretenen Auffassung auch f&uuml;r das jetzt geltende Recht fest (vgl. auch Wachter, in Fischer\/J&uuml;ptner\/ Pahlke\/Wachter, a.a.O., &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;8&nbsp;ff.; Geck in Kapp\/Ebeling, Einl. Rz&nbsp;3; Piltz, DStR 2010, 1913, 1916&nbsp;ff.; Crezelius, ZEV 2012, 1). Die Frage einer &Uuml;berprivilegierung stellt sich nunmehr sogar in verst&auml;rktem Ma&szlig;e, da die Steuerverg&uuml;nstigungen vielfach noch weit &uuml;ber das fr&uuml;here Recht hinausgehen und zu einer v&ouml;lligen Freistellung von der Steuer f&uuml;hren k&ouml;nnen (vgl. oben B.I.4.b). Die weitgehende oder vollst&auml;ndige Freistellung von der Steuer setzt dar&uuml;ber hinaus die Beachtung der Behaltensregelungen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 ErbStG lediglich f&uuml;r einen Zeitraum von f&uuml;nf bzw. sieben Jahren voraus (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 ggf. i.V.m. Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;2 ErbStG). Dieser Zeitraum ist im Hinblick auf die H&ouml;he der Steuerverg&uuml;nstigungen nach Ansicht des Senats unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kurz, zumal ein Versto&szlig; gegen die Behaltensregelungen im Regelfall nur zu einem teilweisen r&uuml;ckwirkenden Wegfall des Verschonungsabschlags f&uuml;hrt (oben B.I.4.a&nbsp;gg) und somit den Steuerpflichtigen l&auml;ngere Bindungsfristen zumutbar w&auml;ren, ohne die &#8211;vom Gesetzgeber mit den Steuerverg&uuml;nstigungen angestrebte&#8211; Betriebsfortf&uuml;hrung zu gef&auml;hrden (kritisch insoweit auch Geck, a.a.O., Vor &sect;&nbsp;13a ErbStG, Rz&nbsp;2.1). &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 ErbStG a.F. hatte bei Verst&ouml;&szlig;en gegen die Behaltensregelungen keinen lediglich zeitanteiligen Wegfall der Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 und 2 ErbStG a.F. vorgesehen (BFH-Urteile vom 4.&nbsp;Februar 2010 II&nbsp;R&nbsp;25\/08, BFHE 228, 130, BStBl II 2010, 663, und vom 4.&nbsp;Februar 2010 II&nbsp;R&nbsp;35\/09, BFH\/NV 2010, 1601). Auch insoweit ist die neue Regelung f&uuml;r die Steuerpflichtigen g&uuml;nstiger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach Ansicht des Senats geht es weit &uuml;ber das verfassungsrechtlich Gebotene und Zul&auml;ssige hinaus, dass die Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG ohne R&uuml;cksicht auf den Wert des Erwerbs und die Leistungsf&auml;higkeit des Erwerbers gew&auml;hrt werden, und zwar auch dann, wenn die f&uuml;r eine Erbschaftsteuerzahlung erforderlichen liquiden Mittel vorhanden sind oder &#8211;ggf. im Rahmen einer Stundung der Steuer&#8211; ohne weiteres beschafft werden k&ouml;nnten (vgl. Wachter, a.a.O., &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;8). Da auch Erwerber gro&szlig;er und gr&ouml;&szlig;ter Unternehmen von den Steuerverg&uuml;nstigungen profitieren, beg&uuml;nstigen die Steuervorteile die Konzentration von Unternehmensverm&ouml;gen bei vergleichsweise wenigen Personen. Um das vom Gesetzgeber angestrebte Steueraufkommen zu erreichen, werden zugleich die Erwerber von Privatverm&ouml;gen und sonstigem nicht beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gen mit h&ouml;heren Steuern belastet. Nach Auffassung des Senats ist diese Ungleichbehandlung verfassungsrechtlich nicht gerechtfertigt (vgl. Moench\/H&uuml;bner, a.a.O., Rz&nbsp;756, 1082&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem BVerfG-Beschluss in BVerfGE 93, 165, BStBl II 1995, 671, unter C.I.2.b&nbsp;bb hat der Gesetzgeber bei der Gestaltung der Steuerlast bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer allerdings zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Existenz von bestimmten Betrieben &#8211;namentlich von mittelst&auml;ndischen Unternehmen&#8211; durch zus&auml;tzliche finanzielle Belastungen, wie sie durch die Erbschaftsteuer auftr&auml;ten, gef&auml;hrdet werden k&ouml;nne und die besondere Gemeinwohlbindung und Gemeinwohlverpflichtung von Betrieben zu einer verminderten Leistungsf&auml;higkeit der Erben f&uuml;hre, die einen solchen Betrieb weiterf&uuml;hrten, also den Betrieb weder ver&auml;u&szlig;erten noch aufg&auml;ben, die ihn vielmehr in seiner Sozialgebundenheit aufrechterhielten, ohne dass Verm&ouml;gen und Ertragskraft des Betriebs durch den Erbfall vermehrt w&uuml;rden. Die Erbschaftsteuer muss demgem&auml;&szlig; nach dieser Entscheidung so bemessen werden, dass die Fortf&uuml;hrung des Betriebs steuerlich nicht gef&auml;hrdet wird. Dass die Verpflichtung, die verminderte finanzielle Leistungsf&auml;higkeit der Erben in diesem Zusammenhang erbschaftsteuerrechtlich zu ber&uuml;cksichtigen, unabh&auml;ngig von der tats&auml;chlichen Leistungsf&auml;higkeit der Erben zu einer vollst&auml;ndigen oder weitgehenden Befreiung von der Steuer f&uuml;hren m&uuml;sse oder den Gesetzgeber dazu berechtige, hat das BVerfG aber nicht ausgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Wissenschaftliche Beirat beim BMF hat in diesem Zusammenhang in seinem zur Beg&uuml;nstigung des Unternehmensverm&ouml;gens in der Erbschaftsteuer erstatteten Gutachten 01\/2012 ausgef&uuml;hrt, es sei zwar denkbar, aber keineswegs zwingend, dass die Erbschaftsteuer ung&uuml;nstige Liquidit&auml;tseffekte bei Unternehmen ausl&ouml;se. Die empirische Evidenz liefere kaum Hinweise darauf, dass Betriebe durch den mit der Erbschaftsteuer verbundenen Liquidit&auml;tsentzug in Bedr&auml;ngnis gebracht w&uuml;rden. In einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage sei es nicht m&ouml;glich gewesen, einen konkreten Fall zu benennen, bei dem ein Betrieb aufgrund der Erbschaftsteuer aufgegeben, ver&auml;u&szlig;ert oder zahlungsunf&auml;hig geworden sei (BTDrucks 16\/1350, Fragen&nbsp;13&nbsp;ff.). Es k&ouml;nne nicht v&ouml;llig ausgeschlossen werden, dass eine Aufhebung der Verschonungsregeln f&uuml;r das Betriebsverm&ouml;gen in Einzelf&auml;llen zu besch&auml;ftigungsmindernden Effekten f&uuml;hren bzw. der Erbfall einen Zwang zur Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebs aus&uuml;ben k&ouml;nnte. Eine Betriebsver&auml;u&szlig;erung durch Erben stelle den Bestand des Betriebs indes nicht infrage. Es spreche wenig daf&uuml;r, dass eine Verschonung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen von der Erbschaftsteuer geboten sei, um Arbeitsplatzverluste zu vermeiden. Die gegenw&auml;rtigen Verschonungsregelungen f&uuml;hrten zu Fehlanreizen und verzerrten auch die Entscheidungen &uuml;ber die Rechtsform und die Finanzierung des Unternehmens, weil der Umfang des beg&uuml;nstigten Unternehmensverm&ouml;gens von diesen Entscheidungen abh&auml;nge (Hinweis insbesondere auf die Voraussetzungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigungen beim Erwerb von Anteilen an Kapitalgesellschaften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 ErbStG). Die daraus folgenden Belastungsunterschiede k&ouml;nnten zur Folge haben, dass nur aus erbschaftsteuerrechtlichen Gr&uuml;nden eine bestimmte Rechtsform oder Finanzierung gew&auml;hlt werde. Die steuerliche Pr&auml;ferenz f&uuml;r eine bestimmte Eigent&uuml;merstruktur k&ouml;nne volkswirtschaftlich ung&uuml;nstige Effekte ausl&ouml;sen. Die Ausgestaltung der ma&szlig;geblichen Vorschriften im Einzelnen f&uuml;hre zu zahlreichen willk&uuml;rlich erscheinenden Asymmetrien. Sie lade die Steuerzahler zu Gestaltungen ein, die &ouml;konomischer Zweckm&auml;&szlig;igkeit zuwiderliefen. Wegen weiterer Einzelheiten wird auf das Gutachten verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>90<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Ausf&uuml;hrungen des Wissenschaftlichen Beirats best&auml;tigen die Ansicht des Senats, dass die in &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG vorgesehenen Verschonungsregelungen jedenfalls insoweit, als die Lohnsummenregelung nicht anwendbar ist, nicht durch hinreichende Gr&uuml;nde des Gemeinwohls gerechtfertigt werden. Nach den Darlegungen des Wissenschaftlichen Beirats k&ouml;nnen sie vielmehr das Gemeinwohl sogar beeintr&auml;chtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>91<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dass Betriebe mit nicht mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigten den Verschonungsabschlag ohne R&uuml;cksicht auf die Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen beanspruchen k&ouml;nnen, kann nach Auffassung des Senats im Hinblick auf Umfang und Tragweite der Steuerverg&uuml;nstigungen nicht mit einer Verringerung des B&uuml;rokratieaufwands f&uuml;r Unternehmen und Verwaltung begr&uuml;ndet werden. Betriebe mit Arbeitnehmern m&uuml;ssen n&auml;mlich bereits unabh&auml;ngig von der Erbschaft- oder Schenkungsteuer u.a. aus arbeits-, ertragsteuer- und sozialversicherungsrechtlichen Gr&uuml;nden eine Lohnbuchhaltung unterhalten. Eine Darstellung der Entwicklung der Lohnsummen ist danach auch kleineren Unternehmen ohne gr&ouml;&szlig;eren zus&auml;tzlichen Aufwand m&ouml;glich und somit zumutbar. Die Finanz&auml;mter m&uuml;ssen die Entwicklung des Betriebs bereits im Hinblick auf die Behaltensregelungen in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 ErbStG &uuml;berwachen. Eine zus&auml;tzliche &Uuml;berwachung der Entwicklung der Lohnsummen bewirkt danach unter Ber&uuml;cksichtigung des infrage stehenden Steueraufkommens keine verfassungsrechtlich relevante Verringerung des B&uuml;rokratieaufwands bei den Finanz&auml;mtern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>92<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Dar&uuml;ber hinaus hat das BVerfG inzwischen im Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.II.2.b&nbsp;ee &#8211;wie bereits dargelegt&#8211; zur Besteuerung des Erwerbs von Grundverm&ouml;gen ausgef&uuml;hrt, bei dieser Verm&ouml;gensart bestehende Besonderheiten wie z.B. geringe Fungibilit&auml;t, h&ouml;here Sozialbindung, Mieterschutzbestimmungen, &ouml;ffentlich-rechtliche Auflagen und die zus&auml;tzliche Belastung durch Grundsteuer schieden als Rechtfertigung f&uuml;r Verschonungsregelungen schon im Ansatz aus, soweit sich diese Besonderheiten regelm&auml;&szlig;ig in den Marktpreisen abbildeten. Auch die Gemeinwohlbindung des land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gens kann nach dieser Entscheidung (Abschn.&nbsp;C.II.4.d) eine Verschonungsregelung nicht rechtfertigen, wenn sich die Gemeinwohlbindung bereits im gemeinen Wert abbildet. F&uuml;r Betriebsverm&ouml;gen gewerblicher oder freiberuflicher Unternehmen kann nichts anderes gelten (Piltz, DStR 2010, 1913, 1918; vgl. auch Moench\/Albrecht, Erbschaftsteuer, 2.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;839). Darauf deutet insbesondere hin, dass das BVerfG im Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.II.2.b&nbsp;ee im vorliegenden Zusammenhang hinsichtlich des Betriebsverm&ouml;gens zustimmend auf Bareis (DB 1996, 1153, 1157) und Seer (Ver&ouml;ffentlichungen der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft Band&nbsp;22, 1999, S.&nbsp;191, 212) verwiesen hat, die sich kritisch mit den o.g. Ausf&uuml;hrungen des BVerfG im Beschluss in BVerfGE 93, 165, BStBl II 1995, 671, unter C.I. 2.b&nbsp;bb auseinandersetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>93<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gemeinwohlbindung und Gemeinwohlverpflichtung von Betrieben insbesondere auch gegen&uuml;ber den Arbeitnehmern scheiden nach diesen Grunds&auml;tzen als Rechtfertigung f&uuml;r Verschonungsregelungen schon im Ansatz aus, weil sie sich im Regelfall bereits in den Werten abbilden, die der Besteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 ErbStG zugrunde zu legen sind. Es handelt sich dabei um Umst&auml;nde, die regelm&auml;&szlig;ig bei der Bildung des B&ouml;rsenkurses (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 BewG), bei der Aushandlung eines Kaufpreises unter fremden Dritten (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1, &sect;&sect;&nbsp;199&nbsp;ff. ggf. i.V.m. &sect;&nbsp;109 BewG) und bei der Bemessung des Kaufpreises, den ein Erwerber zahlen w&uuml;rde (&sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2, &sect;&sect;&nbsp;199&nbsp;ff. ggf. i.V.m. &sect;&nbsp;109 BewG), ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>94<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Es ist dar&uuml;ber hinaus unter Ber&uuml;cksichtigung der Anforderungen des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) nicht ersichtlich, warum zwar die in &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbStG vorgesehene Stundung nur zu gew&auml;hren ist, soweit sie zur Erhaltung des Betriebs notwendig ist, die viel weiter gehenden Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ggf. i.V.m. Abs.&nbsp;8 sowie Abs.&nbsp;2 ErbStG aber auch dann beansprucht werden k&ouml;nnen, wenn sie f&uuml;r die Betriebsfortf&uuml;hrung nicht erforderlich sind. Eine folgerichtige Umsetzung der grunds&auml;tzlichen Belastungsentscheidung des Gesetzgebers m&uuml;sste nach Ansicht des Senats vielmehr unter Ber&uuml;cksichtigung des Erfordernisses einer Besteuerung nach der Leistungsf&auml;higkeit dazu f&uuml;hren, dass an eine weitgehende oder vollst&auml;ndige Freistellung von der Steuer h&ouml;here Anforderungen als an eine blo&szlig;e Stundung gestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>95<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Verfassungswidriger Beg&uuml;nstigungs&uuml;berhang durch die Regelungen &uuml;ber das sog. Verwaltungsverm&ouml;gen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>96<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;ber die verfassungswidrige &Uuml;berbeg&uuml;nstigung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen, land- und forstwirtschaftlichem Verm&ouml;gen und Anteilen an Kapitalgesellschaften hinaus sind &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b&nbsp;ErbStG auch nicht so ausgestaltet, dass der Kreis der Beg&uuml;nstigten sachgerecht abgegrenzt wird und die Beg&uuml;nstigungswirkungen hinreichend zielgenau eintreten. Dies beruht insbesondere auf der Ausgestaltung und den Wirkungen des sog. Verwaltungsverm&ouml;gens (&sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 ErbStG), die nicht geeignet sind, risikobehaftetes und deshalb zu beg&uuml;nstigendes Betriebsverm&ouml;gen von weitgehend risikolosem und daher nicht beg&uuml;nstigungsw&uuml;rdigem Betriebsverm&ouml;gen abzugrenzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>97<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein dem Gleichheitssatz widersprechender Beg&uuml;nstigungs&uuml;berhang der Betriebsverm&ouml;gensverschonung nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG liegt nach Auffassung des Senats bereits darin, dass nach &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 ErbStG bei der Regelverschonung das Betriebsverm&ouml;gen bis zu 50&nbsp;% (unsch&auml;dliches Verwaltungsverm&ouml;gen) aus nicht betriebsnotwendigem Verm&ouml;gen bestehen kann; ohne Einlage dieses Verm&ouml;gens in das Betriebsverm&ouml;gen unterl&auml;ge es als Privatverm&ouml;gen der vollen Besteuerung. Angesichts der sehr weitgehenden Steuerverschonung des Betriebsverm&ouml;gens von 85&nbsp;% fehlt es bei dieser Regelung an der erforderlichen Zielgenauigkeit des Gesetzes. Die Regelung nimmt von vornherein in Kauf, dass neben dem Verm&ouml;gen, das in der Zielrichtung der Betriebsverm&ouml;gensverschonung liegt, Gegenst&auml;nde der privaten Verm&ouml;gensverwaltung in gleicher Weise, n&auml;mlich bis zum Wert des &quot;echten&quot; Betriebsverm&ouml;gens von der Verschonungsregelung erfasst werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>98<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bedingt durch die Ankn&uuml;pfung des erbschaftsteuerrechtlichen Betriebsverm&ouml;gensbegriffs an das Einkommensteuerrecht und die dort bestehende M&ouml;glichkeit, Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde, die nicht ihrer Natur nach der privaten Lebensf&uuml;hrung dienen, zu &quot;gewillk&uuml;rtem&quot; Betriebsverm&ouml;gen zu erkl&auml;ren oder in eine Kapitalgesellschaft oder gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft einzulegen, k&ouml;nnen praktisch alle Gegenst&auml;nde, die &uuml;blicherweise in Form der privaten Verm&ouml;gensverwaltung gehalten werden (vermietete oder verpachtete Grundst&uuml;cke und Geb&auml;ude, Beteiligungen an Kapitalgesellschaften von nicht mehr als 25&nbsp;%, Wertpapiere), auch als Betriebsverm&ouml;gen gehalten werden. Solches Verm&ouml;gen, das in erster Linie der weitgehend risikolosen Renditeerzielung dient und in der Regel weder die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen noch zus&auml;tzliche volkswirtschaftliche Leistungen bewirkt, soll aber nach der Zielrichtung des Gesetzes gerade nicht beg&uuml;nstigt werden (so ausdr&uuml;cklich BTDrucks 16\/7918, S.&nbsp;35). &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 ErbStG er&ouml;ffnet indes die M&ouml;glichkeit, im Kontext mit einem Betrieb Gegenst&auml;nde der privaten Verm&ouml;gensverwaltung in gleicher Weise ann&auml;hernd steuerfrei zu &uuml;bertragen oder zu vererben. Von dieser M&ouml;glichkeit wird in der Praxis umfassend Gebrauch gemacht, wie sich bereits aus der Gesetzesbegr&uuml;ndung zum ErbStRG ergibt, wo zur fr&uuml;heren Rechtslage ausgef&uuml;hrt ist, dass &quot;solche Gestaltungen vermehrt&quot; aufgetreten seien (BTDrucks 16\/7918, S.&nbsp;35).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>99<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Neben der M&ouml;glichkeit, Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde durch Widmung als gewillk&uuml;rtes Betriebsverm&ouml;gen zu behandeln, ist es auch g&auml;ngige Gestaltungspraxis, Gegenst&auml;nde, die ihrer Natur nach im Rahmen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung gehalten werden, auf eine Kapitalgesellschaft oder eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft zu &uuml;bertragen (vgl. bereits BFH-Beschluss in BFHE 198, 342, BStBl II 2002, 598, unter B.II.4.). Der Anreiz zu solchen Gestaltungen ist nunmehr noch deutlich gestiegen; denn die Verschonungsregelungen sind durch das ErbStRG nochmals deutlich ausgeweitet worden, n&auml;mlich von 35&nbsp;% (vor 2009) auf 85 bzw. 100&nbsp;% (ab 2009).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>100<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Auffassung des BMF in seiner Stellungnahme vom 30.&nbsp;Mai 2012 unter 2.c, die Festlegung des unsch&auml;dlichen Verwaltungsverm&ouml;gens mit bis zu 50&nbsp;% des gesamten Betriebsverm&ouml;gens sei eine zul&auml;ssige Typisierung, vermag der Senat nicht beizutreten. F&uuml;r eine so weitgehende Typisierungsregelung fehlt jede sachliche Grundlage. Denn es ist nicht zu erkennen, dass Betriebe aus Gr&uuml;nden der Liquidit&auml;t, zur Absicherung von Krediten oder auch zur St&auml;rkung der Eigenkapitalbasis typischerweise bis zu 50&nbsp;% &uuml;ber nicht unmittelbar dem Betrieb dienende Wirtschaftsg&uuml;ter (Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG) verf&uuml;gen (m&uuml;ssen). Das mag im Einzelfall so sein; bei einer Typisierung darf aber der Ausnahmefall nicht zum Regelfall erhoben werden. Die Mittel zur Sicherstellung der laufenden Liquidit&auml;t, wie z.B. Bargeld und Bankguthaben, geh&ouml;ren im &Uuml;brigen ohnehin nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen. Zur Liquidit&auml;tssicherung bedarf es deshalb insoweit keiner zus&auml;tzlichen Typisierung. Angesichts der weitreichenden Auswirkungen der Typisierungsregelung auf den Verschonungsumfang ist es nach Auffassung des Senats nicht vertretbar, Verwaltungsverm&ouml;gen ohne jede Pr&uuml;fung in gleicher Weise und im gleichen Umfang wie das &uuml;brige Betriebsverm&ouml;gen zu beg&uuml;nstigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>101<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die M&ouml;glichkeit, Gegenst&auml;nde der privaten Verm&ouml;gensverwaltung in eine Kapitalgesellschaft oder gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft einzulegen und damit Betriebsverm&ouml;gen zu generieren, f&uuml;hrt im Ergebnis zu einer durch keine sachlichen Gr&uuml;nde gerechtfertigten Sonderverschonung des Privatverm&ouml;gens f&uuml;r einen bestimmten Personenkreis, n&auml;mlich f&uuml;r die Inhaber von Betriebsverm&ouml;gen oder Anteilseigner.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>102<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das Typisierungsargument wird zus&auml;tzlich entwertet und der verfassungswidrige Beg&uuml;nstigungs&uuml;berhang dadurch erweitert, dass sich durch eine einfache, durchaus verbreitete, mehrstufige Konzernstruktur der unter die Verschonungsregelung fallende Anteil des Verwaltungsverm&ouml;gens am Betriebsverm&ouml;gen mit jeder weiteren Beteiligungsstufe gemessen am Konzernverm&ouml;gen deutlich erh&ouml;hen kann, ohne dass dies der Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG entgegensteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>103<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ergibt sich aus &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 ErbStG. Danach geh&ouml;ren Beteiligungen an Gesellschaften i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 oder &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 EStG oder an entsprechenden Gesellschaften im Ausland sowie Anteile an Kapitalgesellschaften, die nicht unter &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 ErbStG fallen, zum Verwaltungsverm&ouml;gen, wenn bei diesen Gesellschaften das Verwaltungsverm&ouml;gen mehr als 50&nbsp;% betr&auml;gt. Anteile an solchen Gesellschaften geh&ouml;ren demnach nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen, wenn das Verwaltungsverm&ouml;gen bei diesen nicht mehr als 50&nbsp;% betr&auml;gt. Derartige Anteile z&auml;hlen deshalb bei der Pr&uuml;fung, ob das Verwaltungsverm&ouml;gen bei dem &uuml;bergeordneten Unternehmen nicht mehr als 50&nbsp;% ausmacht, im vollen Umfang zum beg&uuml;nstigten Betriebsverm&ouml;gen, obwohl 50&nbsp;% ihres Verm&ouml;gens aus Verwaltungsverm&ouml;gen bestehen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>104<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beispiel:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>105<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erblasser&nbsp;A ist als Gesellschafter an der GmbH&nbsp;1 allein beteiligt. Zum Verm&ouml;gen der GmbH&nbsp;1 geh&ouml;rt u.a. eine 100&nbsp;%ige Beteiligung an der GmbH&nbsp;2, die wiederum eine 100&nbsp;%ige Beteiligung an der GmbH&nbsp;3 h&auml;lt. Die GmbH&nbsp;3 ist zu 100&nbsp;% an der GmbH&nbsp;4 beteiligt. Das Verm&ouml;gen aller Gesellschaften besteht zu 50&nbsp;% aus Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG. Das Verm&ouml;gen der GmbH&nbsp;1, 2 und 3 setzt sich aus dem Verwaltungsverm&ouml;gen und der Beteiligung an der jeweiligen Tochtergesellschaft zusammen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>106<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anteile an allen Gesellschaften geh&ouml;ren nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen, sondern zum &uuml;brigen Betriebsverm&ouml;gen, weil bei ihnen jeweils f&uuml;r sich betrachtet das Verwaltungsverm&ouml;gen nicht mehr als 50&nbsp;% betr&auml;gt. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 ErbStG fordert eine solche stufenweise Ermittlung des Verwaltungsverm&ouml;gensanteils und ber&uuml;cksichtigt nicht, dass sich neben dem auf jeder Beteiligungsstufe unmittelbar vorhandenen Verwaltungsverm&ouml;gen hinter der Beteiligung an der nachgeordneten Gesellschaft weiteres Verwaltungsverm&ouml;gen verbirgt. So betr&auml;gt wirtschaftlich der Anteil des Verwaltungsverm&ouml;gens auf der Ebene der GmbH&nbsp;4 noch 50&nbsp;%, auf der Ebene der GmbH&nbsp;3 bereits 75&nbsp;%, auf der Ebene der GmbH&nbsp;2&nbsp;&nbsp;87,5&nbsp;% und auf der Ebene der GmbH&nbsp;1 insgesamt 93,75&nbsp;%. &quot;Echtes&quot; Betriebsverm&ouml;gen befindet sich nur in der GmbH&nbsp;4.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>107<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In beispielhaft ausgew&auml;hlten Zahlen ergibt sich demnach Folgendes:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>108<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>GmbH&nbsp;4: Verwaltungsverm&ouml;gen und &quot;echtes&quot; Betriebsverm&ouml;gen (z.B. Betriebsgrundst&uuml;cke, Maschinen, Fahrzeuge, Vorr&auml;te, Girokonto) je 100.000&nbsp;EUR, Gesamtwert: 200.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>109<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>GmbH&nbsp;3: Verwaltungsverm&ouml;gen und Wert der GmbH&nbsp;4 je 200.000&nbsp;EUR, Gesamtwert: 400.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>110<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>GmbH&nbsp;2: Verwaltungsverm&ouml;gen und Wert der GmbH&nbsp;3 je 400.000&nbsp;EUR, Gesamtwert: 800.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>111<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>GmbH&nbsp;1: Verwaltungsverm&ouml;gen und Wert der GmbH&nbsp;2 je 800.000&nbsp;EUR, Gesamtwert: 1.600.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>112<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Obwohl in diesem Fall einem Wert des &quot;echten&quot; Betriebsverm&ouml;gens von 100.000&nbsp;EUR Verwaltungsverm&ouml;gen im Gesamtwert von 1.500.000&nbsp;EUR gegen&uuml;bersteht, kann die Regelverschonung f&uuml;r den Erwerb der Beteiligung an der GmbH&nbsp;1 in Anspruch genommen werden. F&uuml;r zum Verm&ouml;gen der Kapitalgesellschaft geh&ouml;rendes Verwaltungsverm&ouml;gen, das deren Betrieb im Besteuerungszeitpunkt weniger als zwei Jahre zuzurechnen war, gilt die Sonderregelung in dem durch Art.&nbsp;14 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a JStG 2010 mit Wirkung f&uuml;r Erwerbe, f&uuml;r die die Steuer nach dem 13.&nbsp;Dezember 2010 entsteht (&sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;4 ErbStG), eingef&uuml;hrten Satz&nbsp;7 des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 ErbStG (vgl. dazu R&nbsp;E&nbsp;13b.19 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4, Abs.&nbsp;4 ErbStR 2011).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>113<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Ein vergleichbarer Effekt ergibt sich auch bei der Vollverschonung nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 ErbStG. Zwar bestimmt hier &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;3 ErbStG den h&ouml;chstens zul&auml;ssigen Anteil des Verwaltungsverm&ouml;gens am Betriebsverm&ouml;gen mit 10&nbsp;%. Diese Grenze von 10&nbsp;% gilt aber nur f&uuml;r die oberste Beteiligungsebene; f&uuml;r die nachfolgenden Beteiligungsebenen bleibt es bei der 50&nbsp;%-Grenze in &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 ErbStG (ebenso Moench\/ H&uuml;bner, a.a.O., Rz&nbsp;1168; R&nbsp;E&nbsp;13b.16 Abs.&nbsp;2 ErbStR 2011).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>114<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die 10&nbsp;%-Grenze w&auml;re danach im obigen Beispielfall nur auf der Ebene der GmbH&nbsp;1 zu beachten gewesen. H&auml;tte der Anteil des Verwaltungsverm&ouml;gens am gesamten Betriebsverm&ouml;gen der GmbH&nbsp;1 nicht mehr als 10&nbsp;% betragen, h&auml;tte also zur Vollverschonung optiert werden k&ouml;nnen. Das bei der GmbH&nbsp;2, 3 und 4 vorhandene, unter Umst&auml;nden umfangreiche Verwaltungsverm&ouml;gen h&auml;tte dem nicht entgegengestanden. So h&auml;tte wirtschaftlich der Anteil des Verwaltungsverm&ouml;gens auf der Ebene der GmbH&nbsp;4&nbsp;&nbsp;50&nbsp;%, auf der Ebene der GmbH&nbsp;3&nbsp;&nbsp;75&nbsp;%, auf der Ebene der GmbH&nbsp;2&nbsp;&nbsp;87,5&nbsp;% und auf der Ebene der GmbH&nbsp;1 insgesamt 91,2&nbsp;% betragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>115<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im obigen Zahlenbeispiel k&ouml;nnte demgem&auml;&szlig; auch dann zur Vollverschonung optiert werden, wenn als oberste Beteiligungsebene eine weitere GmbH (GmbH&nbsp;0) eingef&uuml;gt worden w&auml;re, in deren Verm&ouml;gen sich lediglich die Beteiligung an der GmbH&nbsp;1 bef&auml;nde. Bis zur Grenze von 10&nbsp;% k&ouml;nnte sich im Verm&ouml;gen der GmbH&nbsp;0 sogar weiteres Verwaltungsverm&ouml;gen befinden, ohne dass dies der Vollverschonung entgegenst&uuml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>116<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Es handelt sich hierbei nach Auffassung des Senats nicht um missbr&auml;uchliche Gestaltungen i.S. des &sect;&nbsp;42 der Abgabenordnung (AO), sondern um die Folgen einer verfehlten Gesetzestechnik. Der Gesetzgeber hat diese Wirkungen gekannt und hingenommen. Der Bundesrat hat bereits in seiner Stellungnahme zum Entwurf des ErbStRG auf solche Gestaltungsm&ouml;glichkeiten hingewiesen und gebeten, im weiteren Gesetzgebungsverfahren zu pr&uuml;fen, ob und wie Gestaltungen vermieden werden k&ouml;nnen, mit denen durch Gr&uuml;ndung von Tochtergesellschaften die in &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 ErbStG gezogene Grenze f&uuml;r das Verwaltungsverm&ouml;gen unterlaufen werden kann (BRDrucks 4\/08 [Beschluss] Nr.&nbsp;16). In der Gesetzesbegr&uuml;ndung zum JStG 2010 (vgl. BTDrucks 17\/2249, S.&nbsp;91) wurde ausdr&uuml;cklich unter Hinweis auf die Prinzipien der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit und Folgerichtigkeit eine Beseitigung der Gestaltungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r erforderlich gehalten. Die Bestrebungen, das &quot;Redaktionsversehen&quot; (vgl. BTDrucks 17\/2249, S.&nbsp;91) zumindest bei der Optionsverschonung zu beseitigen, indem auf jeder Beteiligungsstufe der zul&auml;ssige Anteil des Verwaltungsverm&ouml;gens auf 10&nbsp;% beschr&auml;nkt werden sollte (s. auch BTDrucks 17\/2249, S.&nbsp;28), scheiterten aber im Gesetzgebungsverfahren (vgl. Moench\/H&uuml;bner, a.a.O., Rz&nbsp;1168).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>117<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Ein weiterer, dem Gleichheitssatz widersprechender &Uuml;berhang der Verschonungsregelungen f&uuml;r das Betriebsverm&ouml;gen ergibt sich daraus, dass Geldforderungen wie etwa Sichteinlagen, Sparanlagen und Festgeldkonten bei Kreditinstituten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen an verbundene Unternehmen nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 ErbStG geh&ouml;ren (oben B.I.4.a&nbsp;ee). Ein Anteil an einer GmbH, deren Verm&ouml;gen ausschlie&szlig;lich aus solchen Forderungen besteht, kann deshalb durch freigebige Zuwendung oder von Todes wegen erworben werden, ohne dass Erbschaftsteuer anf&auml;llt, wenn die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 ErbStG erf&uuml;llt sind und der Erwerber gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 ErbStG f&uuml;r die v&ouml;llige Steuerbefreiung optiert und f&uuml;r sieben Jahre die Behaltensregelungen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 ErbStG beachtet. Auf die Erreichung bestimmter Lohnsummen und somit die Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen nach dem Erwerb kommt es nicht an, weil eine derartige GmbH jedenfalls in aller Regel nicht mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigte hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>118<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von dieser Gestaltungsm&ouml;glichkeit wird in der Praxis vielfach Gebrauch gemacht (&quot;Cash-GmbH&quot;; vgl. Schrinner, Handelsblatt vom 1.&nbsp;Juni 2012, S.&nbsp;16). Der Bundesrat hat dies in seiner Stellungnahme zum Entwurf eines JStG 2013 aufgegriffen und eine Gesetzes&auml;nderung gefordert (BRDrucks 302\/12 [Beschluss], S.&nbsp;113&nbsp;ff.; vgl. oben B.I.4.a&nbsp;ee). In der Begr&uuml;ndung dazu hat er ausgef&uuml;hrt, nach Auffassung der Finanzverwaltung und gro&szlig;er Teile des Schrifttums seien Finanzmittel im Rahmen des bisher geltenden Rechts grunds&auml;tzlich kein Verwaltungsverm&ouml;gen, k&ouml;nnten also &#8211;z.B. in einer sog. &quot;Cash-GmbH&quot;&#8211; den Beg&uuml;nstigungen f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gen zugef&uuml;hrt werden. Das sei nur gerechtfertigt, soweit die Finanzmittel betriebsnotwendig seien oder aus der Betriebst&auml;tigkeit entstanden und im Besteuerungszeitpunkt noch nicht in &quot;Produktiv-Verm&ouml;gen&quot; angelegt seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>119<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dasselbe Ergebnis wie bei einer &quot;Cash-GmbH&quot; kann auch durch Einschaltung einer lediglich verm&ouml;gensverwaltenden, aber gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG erreicht werden. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 ErbStG bezieht ausdr&uuml;cklich auch den Erwerb eines Anteils an einer solchen Gesellschaft in die Verg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>120<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine missbr&auml;uchliche Gestaltung i.S. des &sect;&nbsp;42 AO kann hierin nach Auffassung des Senats nicht gesehen werden. Es handelt sich vielmehr lediglich um die Nutzung von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten, die der Gesetzgeber dadurch er&ouml;ffnet hat, dass er Gesellschaften ausdr&uuml;cklich nicht allein deshalb von den Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG ausgenommen hat, weil sie lediglich verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig sind. Gegen die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;42 AO spricht auch, dass der Gesetzgeber die Voraussetzungen, unter denen diese Steuerverg&uuml;nstigungen beansprucht werden k&ouml;nnen und ggf. r&uuml;ckwirkend entfallen, detailliert geregelt hat. F&uuml;r die Anwendung der allgemeinen Vorschrift des &sect;&nbsp;42 AO ist danach kein Raum (vgl. Geck, Neue Zeitschrift f&uuml;r Gesellschaftsrecht &#8211;NZG&#8211; 2012, 93, 94). Der Bundesrat geht in seiner Stellungnahme zum Entwurf eines JStG 2013 ersichtlich ebenfalls davon aus, dass keine missbr&auml;uchliche Gestaltung i.S. des &sect;&nbsp;42 AO vorliege; denn andernfalls bed&uuml;rfte es nicht der geforderten &Auml;nderung des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG (BRDrucks 302\/12 [Beschluss], S.&nbsp;113&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>121<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Bevorzugung der Erwerber von Anteilen an einer Gesellschaft, deren Verm&ouml;gen ausschlie&szlig;lich aus nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 ErbStG geh&ouml;renden Geldforderungen besteht, gegen&uuml;ber den Erwerbern von Geldforderungen im Privatverm&ouml;gen ist nach Ansicht des Senats mit den Anforderungen an eine willk&uuml;rfreie, folgerichtige, an den Zuwachs an Leistungsf&auml;higkeit ankn&uuml;pfende Besteuerung des Erwerbers und somit mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) nicht vereinbar (vgl. Seer in Tipke\/Lang, Steuerrecht, 20.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;13 ErbStG Rz&nbsp;154; Seer, GmbH-Rundschau 2011, 1328, 1331; Geck, NZG 2012, 93).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>122<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gewichtige Gr&uuml;nde, die die v&ouml;llige Freistellung des Erwerbs eines Anteils an einer Gesellschaft, deren Verm&ouml;gen ausschlie&szlig;lich aus Guthaben bei Kreditinstituten und\/oder sonstigen Geldforderungen besteht, die nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 ErbStG geh&ouml;ren, aus verfassungsrechtlicher Sicht rechtfertigen k&ouml;nnten, sind nicht ersichtlich und wurden vom BMF in seiner Stellungnahme auch nicht vorgetragen. Solche Gesellschaften sind nicht in besonderer Weise gemeinwohlgebunden und gemeinwohlverpflichtet. Soweit ein &ouml;ffentliches Interesse daran besteht, dass Geld bei Kreditinstituten im In- oder Ausland angelegt wird, gilt dies f&uuml;r die Anlagen von Privatpersonen ebenso. Besondere Risiken sind mit dem Erwerb eines Anteils an einer Gesellschaft, deren Verm&ouml;gen ausschlie&szlig;lich aus Guthaben bei Kreditinstituten und\/oder sonstigen Geldforderungen besteht, nicht deshalb verbunden, weil es sich nicht um eine private Anlage handelt. Umschichtungen innerhalb der nach &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 ErbStG beg&uuml;nstigten Verm&ouml;gensart sind dabei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 S&auml;tze&nbsp;3 und 4 ErbStG unsch&auml;dlich, soweit nicht in Verm&ouml;gen investiert wird, das zum Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 ErbStG geh&ouml;rt. Auf die Erreichung bestimmter Lohnsummen und somit die Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen nach dem Erwerb kommt es wie bereits dargelegt nicht an, weil ein Betrieb, der lediglich Geldforderungen verwaltet, jedenfalls in aller Regel nicht mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigte hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>123<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Behaltensregelungen in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 ErbStG stellen zudem keine ernst zu nehmenden Gr&uuml;nde dar, die solche Gestaltungen verhindern oder zumindest ma&szlig;geblich erschweren k&ouml;nnten. Diese geben der Finanzverwaltung keine Handhabe, den Erwerber eines Anteils an einer Gesellschaft, deren Verm&ouml;gen ausschlie&szlig;lich aus Guthaben bei Kreditinstituten und\/oder sonstigen Geldforderungen besteht, zur Beachtung der Behaltensregelungen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 ErbStG zu zwingen. Aussch&uuml;ttungen der &quot;Cash-GmbH&quot; an den Erwerber und Entnahmen des Erwerbers aus der gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft wirken sich bei Aus&uuml;bung der Option f&uuml;r die Vollverschonung auf den Verschonungsabschlag nur aus, soweit sie innerhalb der Behaltensfrist von sieben Jahren (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;2 ErbStG) die Summe der Einlagen des Erwerbers und der ihm zuzurechnenden Gewinne oder Gewinnanteile seit dem Erwerb um mehr als 150.000&nbsp;EUR &uuml;bersteigen; Verluste bleiben unber&uuml;cksichtigt (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 ErbStG). Soweit die Aussch&uuml;ttungen oder Entnahmen &uuml;ber diese Grenze hinausgehen, f&uuml;hren sie in entsprechender H&ouml;he lediglich zum r&uuml;ckwirkenden Wegfall des Verschonungsabschlags. Weitere Nachteile sind damit nicht verbunden. In H&ouml;he von 150.000&nbsp;EUR bleibt der Verschonungsabschlag auf jeden Fall bestehen. Nach Ablauf der Behaltensfrist kann &uuml;ber das Gesellschaftsverm&ouml;gen frei verf&uuml;gt werden, ohne dass sich dies noch auf den Verschonungsabschlag auswirkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>124<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die v&ouml;llige Freistellung des Erwerbs eines Anteils an einer &quot;Cash-GmbH&quot; oder entsprechenden gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft kann auch nicht unter dem Gesichtspunkt einer zul&auml;ssigen Typisierung gerechtfertigt werden. Dem Gesetzgeber steht zwar eine Befugnis zur Typisierung zu. Die wirtschaftlich ungleiche Wirkung auf die Steuerzahler darf allerdings ein gewisses Ma&szlig; nicht &uuml;bersteigen. Vielmehr m&uuml;ssen die steuerlichen Vorteile der Typisierung im rechten Verh&auml;ltnis zu der mit der Typisierung notwendig verbundenen Ungleichheit der steuerlichen Belastung stehen. Die Anforderungen an die Rechtfertigung einer Steuerverg&uuml;nstigung sind umso h&ouml;her, je gr&ouml;&szlig;er die Steuerverschonung und damit Sonderbeg&uuml;nstigung einer bestimmten Gruppe ist (vgl. Seer in Tipke\/Lang, a.a.O., &sect;&nbsp;13 ErbStG Rz&nbsp;159).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>125<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Anforderungen an eine v&ouml;llige Freistellung von der Steuer sind im vorliegenden Zusammenhang nicht erf&uuml;llt. Die wirtschaftlich ungleiche Wirkung auf die Steuerzahler &uuml;bersteigt das verfassungsrechtlich zul&auml;ssige Ma&szlig;. Aktiv t&auml;tige Unternehmen m&uuml;ssen zwar &uuml;ber die zur Erf&uuml;llung ihrer Verbindlichkeiten erforderlichen finanziellen Mittel verf&uuml;gen, und zwar &uuml;blicherweise in der Form von Guthaben bei Kreditinstituten. Dies erfordert es aber auch unter Ber&uuml;cksichtigung einer zul&auml;ssigen und sachlich gebotenen Typisierung nicht, dass solche Guthaben in beliebiger H&ouml;he unabh&auml;ngig vom Vorhandensein anderen Betriebsverm&ouml;gens und von dessen Wert nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 ErbStG gerechnet werden. Dies zeigt auch die vom Bundesrat in seiner Stellungnahme zum Entwurf eines JStG 2013 vorgeschlagene Formulierung des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG, nach der Zahlungsmittel, Sichteinlagen, Bankguthaben und andere Forderungen grunds&auml;tzlich zum Verwaltungsverm&ouml;gen z&auml;hlen sollen (BRDrucks 302\/12 [Beschluss], S.&nbsp;113&nbsp;f.; vgl. dazu Korezkij, DStR 2012, 1640; Geck, ZEV 2012, 399).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>126<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Typisierung der Voraussetzungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG macht es auch nicht notwendig, den Erwerb von Anteilen an lediglich verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tigen, gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaften i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG in die Verg&uuml;nstigungen einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>127<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen einer in der Literatur ohne n&auml;here Auseinandersetzung mit der Problematik in Erw&auml;gung gezogenen Beurteilung (Wachter, DStR 2011, 2331, 2333; Geck, NZG 2012, 93, 94; anders wohl in ZEV 2012, 399, 400) k&ouml;nnen die dargelegten Verfassungsverst&ouml;&szlig;e nicht durch eine verfassungskonforme Auslegung des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG dahingehend, dass Bankguthaben und Festgelder sch&auml;dliches Verwaltungsverm&ouml;gen seien, beseitigt werden. Eine solche Auslegung dieser Vorschrift w&auml;re weder mit dem Wortlaut noch mit deren Sinn und Zweck, dem systematischen Zusammenhang und der Entstehungsgeschichte vereinbar (vgl. oben B.I.4.a&nbsp;ee).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>128<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der grunds&auml;tzlichen Vermutung der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit eines Gesetzes ergibt sich zwar das Gebot, ein Gesetz im Zweifel verfassungskonform auszulegen. Das gilt aber nur, soweit unter Ber&uuml;cksichtigung von Wortlaut, Entstehungsgeschichte, Gesamtzusammenhang und Zweck mehrere Deutungen der betreffenden Bestimmung m&ouml;glich sind, von denen zumindest eine zu einem verfassungsgem&auml;&szlig;en Ergebnis f&uuml;hrt. Durch den Wortlaut, die Entstehungsgeschichte und den Gesetzeszweck werden der verfassungskonformen Auslegung Grenzen gezogen. Ein Verst&auml;ndnis, das in Widerspruch zu dem klar erkennbar ge&auml;u&szlig;erten Willen des Gesetzgebers steht, kann auch im Wege verfassungskonformer Auslegung nicht begr&uuml;ndet werden (BVerfG-Beschluss vom 14.&nbsp;Oktober 2008&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2310\/06, BVerfGE 122, 39, unter B.I. 3.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>129<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Wege der verfassungskonformen Interpretation darf der normative Gehalt einer Regelung danach nicht neu bestimmt werden. Die zur Vermeidung eines Nichtigkeitsausspruchs gefundene Interpretation muss eine nach anerkannten Auslegungsgrunds&auml;tzen zul&auml;ssige Auslegung sein. Die Grenzen verfassungskonformer Auslegung ergeben sich grunds&auml;tzlich aus dem ordnungsgem&auml;&szlig;en Gebrauch der anerkannten Auslegungsmethoden. Der Respekt vor der gesetzgebenden Gewalt gebietet es dabei, in den Grenzen der Verfassung das Maximum dessen aufrechtzuerhalten, was der Gesetzgeber gewollt hat. Er fordert mithin eine Auslegung der Norm, die durch den Wortlaut des Gesetzes gedeckt ist und die prinzipielle Zielsetzung des Gesetzgebers war. Die Deutung darf nicht dazu f&uuml;hren, dass das gesetzgeberische Ziel in einem wesentlichen Punkt verfehlt oder verf&auml;lscht wird (BVerfG-Urteil vom 4.&nbsp;Mai 2011&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2365\/09 u.a., BVerfGE 128, 326, unter C.I.3.d&nbsp;bb&nbsp;(1), m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>130<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Verfehlung oder Verf&auml;lschung des gesetzgeberischen Ziels in einem wesentlichen Punkt l&auml;ge vor, wenn die Rechtsprechung &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG entgegen dem Wortlaut, dem Sinn und Zweck, dem systematischen Zusammenhang und der Entstehungsgeschichte so auslegen w&uuml;rde, dass jede Geldforderung Wertpapieren vergleichbar ist, und dadurch die Grenze zwischen dem Verwaltungsverm&ouml;gen und dem &uuml;brigen, uneingeschr&auml;nkt zu beg&uuml;nstigenden Betriebsverm&ouml;gen ganz erheblich zulasten des Steuerpflichtigen verschieben w&uuml;rde. Davon abgesehen h&auml;tte der BFH keine M&ouml;glichkeit, ein solches weites Verst&auml;ndnis des Begriffs des Verwaltungsverm&ouml;gens gegen&uuml;ber der abweichenden, in den ErbStR 2011 ver&ouml;ffentlichten Verwaltungsauffassung durchzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>131<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>h) Ein weiterer Beg&uuml;nstigungs&uuml;berhang ergibt sich bei der Betriebsverm&ouml;gensverschonung aus der M&ouml;glichkeit, durch Gestaltungen aus beg&uuml;nstigungssch&auml;dlichem Verwaltungsverm&ouml;gen beg&uuml;nstigtes Betriebsverm&ouml;gen zu machen. Da Geldforderungen, die Wertpapieren nicht vergleichbar sind, nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG geh&ouml;ren, kann auch f&uuml;r Gesellschaften, deren Verm&ouml;gen ausschlie&szlig;lich oder zu einem hohen Anteil aus Verwaltungsverm&ouml;gen besteht, erreicht werden, dass der Verschonungsabschlag von 100&nbsp;% zu gew&auml;hren ist. Dies erm&ouml;glicht es auch, Privatverm&ouml;gen gleich welcher Art und welchen Werts in die Verschonungsregelung f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gen einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>132<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Besteht das Verm&ouml;gen einer GmbH (GmbH&nbsp;1) beispielsweise ausschlie&szlig;lich aus Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG und verkauft und &uuml;bertr&auml;gt diese das Verm&ouml;gen zum Verkehrswert unter Stundung des Kaufpreises an eine andere GmbH (GmbH&nbsp;2) ohne sonstiges Verm&ouml;gen, so kommt der GmbH&nbsp;2 im Erbfall oder bei einer freigebigen Zuwendung kein Wert zu; denn dem auf sie &uuml;bertragenen Aktivverm&ouml;gen steht die gleichwertige Kaufpreisverbindlichkeit gegen&uuml;ber. Der Erbe oder Bedachte kann f&uuml;r den Erwerb der Beteiligung an der GmbH&nbsp;1, in deren Verm&ouml;gen sich lediglich die Kaufpreisforderung befindet, von der Optionsm&ouml;glichkeit nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;4 ErbStG Gebrauch machen mit der Folge, dass keine Erbschaftsteuer oder Schenkungsteuer anf&auml;llt, wenn die Behaltensregelungen des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;5 i.V.m. Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;2 ErbStG beachtet werden. Die Kaufpreisforderung der GmbH&nbsp;1 stellt keine einem Wertpapier vergleichbare Forderung i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG dar und ist somit kein Verwaltungsverm&ouml;gen (vgl. dazu Piltz, DStR 2010, 1913, 1916). Auf die Entwicklung der Lohnsumme in den auf den Erwerb folgenden Jahren kommt es nicht an, weil die GmbH&nbsp;1, die lediglich die Kaufpreisforderung gegen die GmbH&nbsp;2 verwaltet, nicht mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigte ben&ouml;tigt. Das Aktivverm&ouml;gen der GmbH&nbsp;2 kann beliebig umgeschichtet oder in das Privatverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hrt werden, ohne dass sich dies vorbehaltlich eines im Einzelfall m&ouml;glicherweise gegebenen Missbrauchs von rechtlichen Gestaltungsm&ouml;glichkeiten (&sect;&nbsp;42&nbsp;AO) auf die Gew&auml;hrung des Verschonungsabschlags auswirkt; denn dieser bezieht sich lediglich auf die GmbH&nbsp;1.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>133<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt u.a. auch dann, wenn das an die GmbH&nbsp;2 verkaufte Verm&ouml;gen der GmbH&nbsp;1 aus in die GmbH&nbsp;1 eingebrachtem Privatverm&ouml;gen des Alleingesellschafters der beiden GmbHs besteht und z.B. aus Grundverm&ouml;gen, Wertpapieren, Beteiligungen an Kapitalgesellschaften bis zu 25&nbsp;% und Edelmetallen zusammengesetzt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>134<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie bereits ausgef&uuml;hrt (oben B.II.6.g), k&ouml;nnen diese Folgen entgegen einer in der Literatur in Erw&auml;gung gezogenen Beurteilung (Wachter, DStR 2011, 2331, 2333) nicht durch eine verfassungskonforme Auslegung des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG dahingehend, dass Bankguthaben und Festgelder sch&auml;dliches Verwaltungsverm&ouml;gen seien, beseitigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>135<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bundesrat hat diese Problematik in seiner Stellungnahme zum Entwurf eines JStG 2013 ebenfalls aufgegriffen (BRDrucks 302\/12 [Beschluss], S.&nbsp;113&nbsp;ff.). Nach dem vorgeschlagenen neuen &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 ErbStG sollen Forderungen, die aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Verwaltungsverm&ouml;gen stammen, zum Verwaltungsverm&ouml;gen geh&ouml;ren. Nach der Begr&uuml;ndung des Bundesrats zielt die vorgeschlagene Neuregelung insbesondere auf Gestaltungen, bei denen sch&auml;dliches Verwaltungsverm&ouml;gen auf Kredit an ein verbundenes Unternehmen ver&auml;u&szlig;ert wird, wodurch das ver&auml;u&szlig;ernde Unternehmen gegebenenfalls in die Lage versetzt wird, die Verwaltungsverm&ouml;gens-Grenze von 50&nbsp;% bzw. 10&nbsp;% einzuhalten (BRDrucks 302\/12 [Beschluss], S.&nbsp;116). Der Bundesrat geht somit ersichtlich davon aus, dass derartige Gestaltungen nach dem gegenw&auml;rtig geltenden Recht bei der Steuerfestsetzung zu ber&uuml;cksichtigen sind. Andernfalls bed&uuml;rfte es der Gesetzes&auml;nderung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>136<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>i) Das BMF hat sich in seiner Stellungnahme zur rechtlichen Beurteilung dieser bereits im BFH-Beschluss in BFHE 234, 368, BStBl II 2012, 29 angesprochenen Gestaltungsm&ouml;glichkeiten (oben&nbsp;g und h) nicht ge&auml;u&szlig;ert und insbesondere nicht ausgef&uuml;hrt, dass solche Gestaltungen von der Finanzverwaltung etwa gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;42 AO nicht anerkannt w&uuml;rden. Der Senat nimmt daher an, dass die Finanzverwaltung derartige Gestaltungen der Besteuerung zugrunde legt oder legen w&uuml;rde. Es ist allein schon wegen der g&uuml;nstigen steuerlichen Folgen (Verschonung bis zu 100&nbsp;%) davon auszugehen, dass solche Gestaltungen in erheblichem Umfang gew&auml;hlt werden und damit umfangreiches Verm&ouml;gen nicht der Erbschaft- und Schenkungsteuer unterliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>137<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>j) Dass das ErbStG solche Gestaltungen mit steuerlicher Wirkung zul&auml;sst, ist nach Ansicht des Senats mit den Anforderungen des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) an die Besteuerung nicht vereinbar. Die Steuerlast ist n&auml;mlich in einem derartigen Fall nicht an den Prinzipien der finanziellen Leistungsf&auml;higkeit und der Folgerichtigkeit ausgerichtet, sondern an der Wahl einer bestimmten Form, ohne dass entsprechend gewichtige Gr&uuml;nde des Gemeinwohls die vollst&auml;ndige Verschonung von der Steuer rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>138<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>k) Die Ausgestaltung der Regelungen &uuml;ber das Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG hat auch zur Folge, dass ein zu einem h&ouml;heren Zuwachs an Leistungsf&auml;higkeit f&uuml;hrender Erwerb eine weit niedrigere Steuerfestsetzung zur Folge haben kann, ohne dass daf&uuml;r entsprechend gewichtige Gr&uuml;nde gegeben sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>139<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Besteht beispielsweise das Verm&ouml;gen einer Gesellschaft ausschlie&szlig;lich aus Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG im Wert von 10&nbsp;Mio.&nbsp;EUR, ist kein Verschonungsabschlag zu gew&auml;hren. Befinden sich im Verm&ouml;gen der Gesellschaft zus&auml;tzlich Guthaben bei Kreditinstituten &uuml;ber insgesamt 10&nbsp;Mio.&nbsp;EUR, besteht das Betriebsverm&ouml;gen der Gesellschaft nicht zu mehr als 50&nbsp;% aus Verwaltungsverm&ouml;gen. Wenn die allgemeinen Voraussetzungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung des Verschonungsabschlags von 85&nbsp;% des Gesamtwerts des Betriebsverm&ouml;gens nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;4 ErbStG erf&uuml;llt sind und das Verwaltungsverm&ouml;gen dem Betrieb im Besteuerungszeitpunkt mindestens zwei Jahre zuzurechnen war (&sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 ErbStG), unterliegen nur 15&nbsp;% von 20&nbsp;Mio.&nbsp;EUR, also 3&nbsp;Mio.&nbsp;EUR, der Steuer. Mit dem vom BVerfG aus dem allgemeinen Gleichheitssatz abgeleiteten Grundsatz, dass Steuergesetze durch ihre Ausgestaltung sicherstellen m&uuml;ssen, dass der wirtschaftlich Leistungsf&auml;higere h&ouml;her belastet wird als der wirtschaftlich Schw&auml;chere, l&auml;sst sich diese Bevorzugung des Erwerbers eines Anteils an der Gesellschaft mit dem h&ouml;heren Wert nicht vereinbaren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>140<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>l) Weitere, im Hinblick auf die verfassungsrechtlichen Anforderungen an eine gleichm&auml;&szlig;ige, der Leistungsf&auml;higkeit entsprechende und folgerichtige Ausgestaltung von Steuergesetzen problematische Folgen aus dem gegenw&auml;rtig geltenden Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht stellt Piltz (DStR 2010, 1913, 1915&nbsp;f., 1920&nbsp;ff.) und in Festschrift f&uuml;r H.&nbsp;Schaumburg 2009, 1057, 1066&nbsp;ff. dar. Darauf wird verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>141<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>m) Der Senat hat bereits in den Beschl&uuml;ssen vom 24.&nbsp;Oktober 2001 II&nbsp;R&nbsp;61\/99 (BFHE 196, 304, BStBl II 2001, 834, unter II.2.d) und in BFHE 198, 342, BStBl II 2002, 598 (unter B.II.4.) auf die verfassungsrechtliche Problematik der M&ouml;glichkeit, durch blo&szlig;e Rechtsformwahl Steuerverg&uuml;nstigungen bei der Erbschaftsteuer und der Schenkungsteuer zu erreichen, hingewiesen. Darauf wird Bezug genommen. Diese Situation hat sich gegen&uuml;ber der fr&uuml;heren Rechtslage von vor 2009 nicht ver&auml;ndert. Der Anreiz, solche Gestaltungen zu w&auml;hlen, hat sich wegen der erheblichen Ausweitung der Verschonungsregeln vielmehr deutlich verst&auml;rkt. Die Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG kn&uuml;pfen nach wie vor an das ertragsteuerrechtliche Betriebsverm&ouml;gen an (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;5 ErbStG, &sect;&nbsp;151 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;95, 96 und 97 BewG) und erm&ouml;glichen es so, durch Schaffung gewillk&uuml;rten Betriebsverm&ouml;gens und weitere Gestaltungen selbst beim Erwerb gr&ouml;&szlig;ter Verm&ouml;gen von Todes wegen oder durch freigebige Zuwendung die H&ouml;he der Steuerbelastung zu vermindern oder das Entstehen von Steuer zu vermeiden, ohne dass dies typischerweise durch hinreichend gewichtige Gr&uuml;nde des Gemeinwohls verfassungsrechtlich gerechtfertigt ist. Die vom BMF genannten, bei den Finanzbeh&ouml;rden bisher bekannt gewordenen Fallzahlen solcher Gestaltungen (113&nbsp;F&auml;lle) sind erheblich und deshalb von besonderem Gewicht, weil diese Gestaltungen wegen des damit verbundenen Beratungs- und Gestaltungsaufwands auch und gerade f&uuml;r Gro&szlig;verm&ouml;gen gew&auml;hlt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>142<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BVerfG hat die Auswirkungen der M&ouml;glichkeit von Gewerbetreibenden, Betriebsverm&ouml;gen in weitem Umfang zu willk&uuml;ren, also auch nicht unmittelbar dem Betrieb dienende, sondern nur zur objektiven St&auml;rkung des Betriebs geeignete Wirtschaftsg&uuml;ter in das Betriebsverm&ouml;gen aufzunehmen und so durch bilanzpolitische Ma&szlig;nahmen auf die Bemessungsgrundlage der Steuer einzuwirken, im Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.II.1.b und d&nbsp;bb aus verfassungsrechtlicher Sicht ebenfalls kritisch gew&uuml;rdigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>143<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Verfassungswidriger Beg&uuml;nstigungs&uuml;berhang durch die Regelungen &uuml;ber die Entwicklung der Lohnsummen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>144<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Regelungen &uuml;ber die Lohnsummen, die in den Jahren nach dem Erwerb erreicht werden m&uuml;ssen, um den vollen Verschonungsabschlag erhalten zu k&ouml;nnen (&sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2, 3 und 5, Abs.&nbsp;4, Abs.&nbsp;8 Nr.&nbsp;1 ErbStG), spielen schon deswegen im Regelfall f&uuml;r die Verschonung keine entscheidende Rolle, weil weit mehr als 90&nbsp;% aller Betriebe nicht mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigte aufweisen (vgl.&nbsp;oben&nbsp;B.I.4.a&nbsp;hh). Zus&auml;tzlich erweist sich der Beg&uuml;nstigungsgrund &quot;Arbeitsplatzerhalt&quot; aber auch deshalb als nicht tragf&auml;hig, weil das Gesetz Gestaltungen zul&auml;sst, die es in vielen F&auml;llen auf einfache Art und Weise erm&ouml;glichen, dass es f&uuml;r die Gew&auml;hrung des Verschonungsabschlags auch bei Betrieben mit mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigten nicht auf die Entwicklung der Lohnsummen und somit auf die Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen in dem Zeitraum nach dem Erwerb ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>145<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Als Gestaltung kommt dabei insbesondere in Betracht, dass ein Betrieb mit mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigten vor der Verwirklichung des Steuertatbestandes bei gleichen Beteiligungsverh&auml;ltnissen in eine Besitzgesellschaft, die nicht mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigte hat und bei der das Betriebsverm&ouml;gen konzentriert wird, und eine Betriebsgesellschaft, deren Betriebsverm&ouml;gen nach Ber&uuml;cksichtigung der Verbindlichkeiten keinen oder nur einen geringen Steuerwert hat und die eine beliebige Zahl von Besch&auml;ftigten haben kann, aufgespaltet wird (zu einer solchen Betriebsaufspaltung vgl. z.B. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Februar 2000 IV&nbsp;R&nbsp;62\/98, BFHE 191, 295, BStBl II 2000, 417). Die Anforderungen an die Entwicklung der Lohnsumme spielen dann bei der Besitzgesellschaft keine Rolle. Die Besch&auml;ftigten der Betriebsgesellschaft sind der Besitzgesellschaft nicht zuzurechnen; denn allenfalls die Besch&auml;ftigten einer nachgeordneten Gesellschaft k&ouml;nnen hinsichtlich der Frage, ob die in &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ErbStG vorgesehene Grenze von 20&nbsp;Besch&auml;ftigten &uuml;berschritten ist, der &uuml;bergeordneten Gesellschaft zugerechnet werden (so R&nbsp;E&nbsp;13a.4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;9 ErbStR 2011; a.A. Philipp in Viskorf\/Knobel\/Schuck, a.a.O., &sect;&nbsp;13a ErbStG Rz&nbsp;38; Geck in Kapp\/Ebeling, a.a.O., &sect;&nbsp;13a ErbStG, Rz&nbsp;41; Kirschstein in G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect;&nbsp;13a ErbStG Rz&nbsp;29). Bei Schwestergesellschaften ist eine Zusammenrechnung der Besch&auml;ftigtenzahlen demgegen&uuml;ber nicht vorgesehen (ebenso J&uuml;licher, a.a.O., &sect;&nbsp;13a Rz&nbsp;24, 115; R&nbsp;E&nbsp;13a.4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;6 ErbStR 2011). Handelt es sich bei der Besitzgesellschaft um eine Personengesellschaft, spielt die H&ouml;he der Beteiligung des Erblassers oder des Schenkers anders als bei Kapitalgesellschaften (&sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 ErbStG) keine Rolle (&sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 ErbStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>146<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gew&auml;hrung der Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG hinsichtlich der Besitzgesellschaft steht die &Uuml;berlassung der in ihrem Eigentum befindlichen Wirtschaftsg&uuml;ter an die Betriebsgesellschaft zur Nutzung nicht entgegen. Die Nutzungs&uuml;berlassung als solche f&uuml;hrt nicht zum Vorliegen von Verwaltungsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 ErbStG. Ob Verwaltungsverm&ouml;gen vorliegt, ist vielmehr f&uuml;r die einzelnen im Betriebsverm&ouml;gen der Besitzgesellschaft befindlichen Wirtschaftsg&uuml;ter gesondert nach den in &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 ErbStG bestimmten Merkmalen zu pr&uuml;fen. Danach geh&ouml;ren beispielsweise die Betriebsvorrichtungen, Fahrzeuge und gewerblichen Schutzrechte, die die Besitzgesellschaft der Betriebsgesellschaft zur Nutzung &uuml;berl&auml;sst, nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen. Gleiches gilt f&uuml;r Forderungen der Besitzgesellschaft gegen die Betriebsgesellschaft, wie insbesondere die Anspr&uuml;che auf das Nutzungsentgelt sowie aus etwaigen Darlehen. Diese Forderungen sind n&auml;mlich Wertpapieren nicht vergleichbar und z&auml;hlen daher nach &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbStG nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen. Die Grundst&uuml;cke, Grundst&uuml;cksteile, grundst&uuml;cksgleichen Rechte und Bauten, die die Besitzgesellschaft der Betriebsgesellschaft zur Nutzung &uuml;berl&auml;sst, geh&ouml;ren unter den in &sect;&nbsp;13b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a ErbStG bestimmten Voraussetzungen ebenfalls nicht zum Verwaltungsverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>147<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach Auffassung des Senats fehlt es in diesem Zusammenhang an der verfassungsrechtlich gebotenen Zielgenauigkeit der Verschonungsregelungen und an einer folgerichtigen, an die Leistungsf&auml;higkeit des Erwerbers ankn&uuml;pfenden Besteuerung; denn&nbsp;&nbsp;das Gesetz l&auml;sst es zu, dass in zahlreichen F&auml;llen aufgrund einer einfachen Gestaltung der Verschonungsabschlag im Ergebnis auch f&uuml;r Betriebe mit mehr als 20&nbsp;Besch&auml;ftigten beansprucht werden kann, ohne dass es auf die Erhaltung von Arbeitspl&auml;tzen ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>148<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das BMF hat sich zur rechtlichen Beurteilung dieser Gestaltungsm&ouml;glichkeit, die bereits im BFH-Beschluss in BFHE 234, 368, BStBl II 2012, 29 aufgezeigt wurde und von der nach den Ausf&uuml;hrungen des BMF in der Praxis Gebrauch gemacht wird, ebenfalls nicht ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>149<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Freistellung als Regelfall, Besteuerung als Ausnahme<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>150<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG f&uuml;hren zusammen mit zahlreichen anderen Verschonungen (z.B. die Tarifbegrenzung nach &sect;&nbsp;19a ErbStG f&uuml;r bestimmte Erwerbe nat&uuml;rlicher Personen der Steuerklasse&nbsp;II oder III [vgl. oben B.I.3.c] sowie gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4a und 4b ErbStG unter bestimmten Voraussetzungen zustehende Steuerbefreiungen im Zusammenhang mit Familienheimen, und zwar unabh&auml;ngig von deren Wert) und den Freibetr&auml;gen des &sect;&nbsp;16 ErbStG dazu, dass nur ein geringer Teil der im Grundsatz nach &sect;&sect;&nbsp;1, 2, 3 und 7 ErbStG steuerbaren Sachverhalte tats&auml;chlich mit Steuer belastet wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>151<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies wird durch die Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistiken 2010 und 2011 des Statistischen Bundesamts best&auml;tigt. Danach ergaben sich folgende Werte (in 1.000&nbsp;EUR):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>152<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erstmalige Steuerfestsetzung im Jahr 2010 f&uuml;r das Steuerentstehungsjahr 2009 (S.&nbsp;28 der Statistik 2010):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>153<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Land- und forstwirtschaftliches Verm&ouml;gen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">83.145<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Betriebsverm&ouml;gen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.003.709<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Grundverm&ouml;gen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">3.893.604<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&uuml;briges Verm&ouml;gen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">8.622.328<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>154<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erstmalige Steuerfestsetzung im Jahr 2011 f&uuml;r das Steuerentstehungsjahr 2010 (S.&nbsp;24 der Statistik 2011):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>155<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Land- und forstwirtschaftliches Verm&ouml;gen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">115.093<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Betriebsverm&ouml;gen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.607.659<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Grundverm&ouml;gen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">4.617.004<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&uuml;briges Verm&ouml;gen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">9.126.620<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>156<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist nach Ansicht des Senats mit den Anforderungen an eine gleichm&auml;&szlig;ige Besteuerung nicht vereinbar (zutreffend Crezelius, ZEV 2012, 1, 3). Nach der Ansicht des BVerfG (oben B.II.1.) kann zwar die Entlastung von der Steuer bei Vorliegen ausreichender Gemeinwohlgr&uuml;nde im Ausnahmefall in verfassungsrechtlich zul&auml;ssiger Weise sogar dazu f&uuml;hren, dass bestimmte Steuergegenst&auml;nde vollst&auml;ndig von der Besteuerung ausgenommen werden. Die vollst&auml;ndige Befreiung bestimmter Steuergegenst&auml;nde von der Besteuerung muss danach aber die Ausnahme sein. Verfassungsrechtlich nicht zul&auml;ssig ist es demnach, wenn die Steuerbefreiung die Regel und die tats&auml;chliche Besteuerung die Ausnahme ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>157<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Ma&szlig;geblichkeitspr&uuml;fung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>158<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Entscheidung des Streitfalles kommt es auf die G&uuml;ltigkeit des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG an (vgl. bereits oben B.II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>159<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Sollte &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG verfassungsgem&auml;&szlig; sein, w&auml;re die Revision des Kl&auml;gers nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>160<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Sollte die Vereinbarkeit mit der Verfassung hingegen nicht gegeben sein, w&auml;re die Vorentscheidung auf die Revision des Kl&auml;gers aufzuheben und der Klage stattzugeben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO), weil das Fehlen einer den Steuersatz festlegenden Regelung die Festsetzung von Erbschaftsteuer nicht zulassen w&uuml;rde, oder das Verfahren m&uuml;sste gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 FGO bis zu einer Neuregelung durch den Gesetzgeber ausgesetzt werden. Auch eine solche Aussetzung w&auml;re eine andere Entscheidung als im Falle der G&uuml;ltigkeit des Gesetzes (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter B.I.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>161<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte das BVerfG zu dem Ergebnis kommen, dass die weitgehende oder vollst&auml;ndige Verschonung des Erwerbs von Betriebsverm&ouml;gen, land- und forstwirtschaftlichem Verm&ouml;gen und Anteilen an Kapitalgesellschaften oder von Anteilen daran von der Erbschaft- und Schenkungsteuer mit dem allgemeinen Gleichheitssatz nicht vereinbar ist, w&auml;re der Gesetzgeber weder aus Rechtsgr&uuml;nden noch aus offenkundigen tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden gehindert, auch f&uuml;r den Erwerb von Privatverm&ouml;gen unter noch zu bestimmenden Voraussetzungen den &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG vergleichbare Steuerverg&uuml;nstigungen einzuf&uuml;hren (vgl. zu diesem Gesichtspunkt BVerfG-Beschluss in BVerfGE 121, 108, unter B.I.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>162<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Entscheidungserheblichkeit der Frage, ob &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG verfassungsgem&auml;&szlig; ist, steht auch nicht entgegen, dass das BVerfG bei einer Unvereinbarerkl&auml;rung die weitere Anwendung des bisherigen Rechts anordnen kann, auch wenn in diesem Fall der Rechtsstreit nicht anders zu entscheiden w&auml;re als bei Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Regelung (BVerfG-Beschl&uuml;sse in&nbsp;&nbsp;&nbsp;BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter B.I.1., und in BVerfGE 121, 108, unter B.I.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>163<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich steht der Entscheidungserheblichkeit der Frage, ob &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG verfassungsgem&auml;&szlig; ist, nicht entgegen, dass die in die verfassungsrechtliche Pr&uuml;fung einbezogenen &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG keinen unmittelbaren Ankn&uuml;pfungspunkt im Ausgangssachverhalt haben. Denn zum einen besteht von Verfassungs wegen keine Veranlassung, die Zul&auml;ssigkeit einer Richtervorlage auf den Vergleich mit einer bestimmten, im Ausgangsfall betroffenen Verm&ouml;gensart bzw. einer bestimmten Verschonungsregelung zu beschr&auml;nken (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter B.I.2.). Der Senat versteht &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG n&auml;mlich als &quot;Klammernorm&quot;, &uuml;ber die Verst&ouml;&szlig;e gegen den Gleichheitssatz, die in den Bewertungs- und Verschonungsvorschriften angelegt sind, erst ihre Wirkung entfalten. Dabei geht es nicht um verfassungswidrige Ungleichbehandlungen, die in einzelnen Vorschriften enthalten sind. Vielmehr vertritt der Senat die Auffassung, dass sich die ger&uuml;gten Verfassungsverst&ouml;&szlig;e teils f&uuml;r sich allein, teils aber auch in ihrer Kumulation auf alle Teile des ErbStG auswirken und zu einer durchgehenden, das gesamte Gesetz erfassenden verfassungswidrigen Fehlbesteuerung f&uuml;hren. Denn die Belastungswirkung dieser Steuer erschlie&szlig;t sich erst aus dem Zusammenwirken des Steuertarifs mit den ausdifferenzierten Regeln &uuml;ber die Bewertung der unterschiedlichen Verm&ouml;gensarten wie auch der Verschonungsregeln (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter B.I.2.). So betrifft die gesetzlich zugelassene M&ouml;glichkeit, Privatverm&ouml;gen mittels der Betriebsverm&ouml;gensverschonung in &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG in nicht begrenzter H&ouml;he steuerfrei zu vererben oder zu verschenken, &uuml;ber die Tarifnorm zwangsl&auml;ufig die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung des gesamten sonstigen Verm&ouml;gens (Privatverm&ouml;gen). Dasselbe gilt f&uuml;r die verfassungswidrige &Uuml;berbeg&uuml;nstigung des Betriebsverm&ouml;gens und des land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gens im Verh&auml;ltnis zu allen anderen Verm&ouml;gensarten. Schlie&szlig;lich schl&auml;gt der Versto&szlig; gegen die Grunds&auml;tze einer gleichm&auml;&szlig;igen Besteuerung auf das gesamte Gesetz durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>164<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Diese nach Auffassung des Senats gegebenen Verfassungsverst&ouml;&szlig;e k&ouml;nnen nicht durch eine verfassungskonforme Auslegung von &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG beseitigt werden. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine solche Auslegung (vgl. oben B.II.6.g) sind insoweit nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>165<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verfassungsverst&ouml;&szlig;e betreffen nicht nur Einzelfragen, sondern auf vielf&auml;ltige Art und Weise den Kern des ErbStG. Da sowohl die Finanzverwaltung als auch die Rechtsprechung an die Gesetze gebunden sind (Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 GG), k&ouml;nnen sie die Ungleichbehandlung der Steuerpflichtigen weder durch eine mit dem Gesetzeswortlaut nicht vereinbare Einschr&auml;nkung der Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&sect;&nbsp;13a und 13b ErbStG noch durch deren Ausdehnung auf den Erwerb von Privatverm&ouml;gen beseitigen. Dies w&auml;re nur unter einer unzul&auml;ssigen Verf&auml;lschung oder Verfehlung der in den gesetzlichen Regelungen klar zum Ausdruck kommenden Zielsetzungen des Gesetzgebers m&ouml;glich. Eine verfassungskonforme Auslegung kann nach Ansicht des Senats zudem nicht zu einer Ausdehnung der Besteuerung f&uuml;hren (ebenso Dr&uuml;en, Steuer und Wirtschaft 2012, 269, 278&nbsp;ff.). Eine richterliche Einschr&auml;nkung von Steuerverg&uuml;nstigungen, die sich nicht mit den anerkannten Methoden der Gesetzesauslegung rechtfertigen l&auml;sst, kann danach auch nicht mit einer verfassungskonformen Auslegung begr&uuml;ndet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>166<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Grundsatz der Gewaltenteilung, dem Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 GG Ausdruck verleiht, schlie&szlig;t es aus, dass die Gerichte Befugnisse beanspruchen, die von der Verfassung dem Gesetzgeber &uuml;bertragen worden sind, indem sie sich aus der Rolle des Normanwenders in die einer normsetzenden Instanz begeben und damit der Bindung an Gesetz und Recht entziehen. Richterliche Rechtsfortbildung darf nicht dazu f&uuml;hren, dass der Richter seine eigene materielle Gerechtigkeitsvorstellung an die Stelle derjenigen des Gesetzgebers setzt. Der Richter darf sich nicht dem vom Gesetzgeber festgelegten Sinn und Zweck des Gesetzes entziehen; er muss vielmehr die gesetzgeberische Grundentscheidung respektieren und bei der Gesetzesauslegung, auch bei der Rechtsfortbildung, den anerkannten Methoden der Gesetzesauslegung folgen (BVerfG-Beschluss vom 25.&nbsp;Januar 2011&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;918\/10, BVerfGE 128, 193, unter B.I.3.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>167<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;18 ErbStG a.F., wonach lediglich Zuwendungen an politische Parteien im Sinne des Parteiengesetzes, nicht aber an kommunale W&auml;hlervereinigungen und ihre Dachverb&auml;nde steuerbefreit waren, konnte demgem&auml;&szlig; nicht verfassungskonform dahingehend ausgelegt werden, dass sich die Steuerbefreiung auch auf kommunale W&auml;hlervereinigungen und ihre Dachverb&auml;nde erstrecke. Vielmehr verpflichtete das BVerfG den Gesetzgeber zu einer den verfassungsrechtlichen Anforderungen entsprechenden Neuregelung (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 121, 108).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>168<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus scheidet eine verfassungskonforme Auslegung auch deshalb aus, weil nicht festgestellt werden kann, wie der Gesetzgeber das ErbStG ausgestaltet h&auml;tte, wenn er die nach Auffassung des Senats vorliegenden Verfassungsverst&ouml;&szlig;e erkannt h&auml;tte. Eine verfassungskonforme Auslegung ist nicht m&ouml;glich, wenn es mehrere M&ouml;glichkeiten zur Beseitigung eines Verfassungsversto&szlig;es gibt und nicht festgestellt werden kann, in welcher Weise der Gesetzgeber &#8211;h&auml;tte er die Verfassungswidrigkeit der Regelung erkannt&#8211; diese beseitigt h&auml;tte (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;August 2011 I&nbsp;R&nbsp;39\/10, BFHE 234, 396).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>169<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Teil&nbsp;C: Bewertung des land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gens<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>170<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der Senat die Tarifvorschrift des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG bereits aus den dargelegten Gr&uuml;nden als verfassungswidrig ansieht, kann auf sich beruhen, ob die Vorschriften &uuml;ber die Bewertung des land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gens (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;3 ErbStG i.V.m. &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;151 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;2, &sect;&sect;&nbsp;158 bis 175 BewG) hinsichtlich der Bewertung des Wirtschaftsteils (&sect;&nbsp;160 Abs.&nbsp;2 BewG) den verfassungsrechtlichen Anforderungen gen&uuml;gen, obwohl sowohl das gesetzliche Regelverfahren (&sect;&sect;&nbsp;162, 163 und 165 Abs.&nbsp;1 BewG) als auch die Ermittlung des Mindestwerts (&sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4, Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;164 BewG) an einen pauschalierten Ertragswert ankn&uuml;pfen, und welche Auswirkungen ein etwaiger Verfassungsversto&szlig; auf die Tarifvorschrift des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 ErbStG h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>171<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BVerfG hat im Beschluss in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.II.4. ausgef&uuml;hrt, die Ausrichtung der Bewertung des Betriebsteils nicht am Wertma&szlig;stab des gemeinen Werts, sondern am Ertragswert stelle einen Versto&szlig; gegen die Pflicht des Gesetzgebers zur folgerichtigen Ausgestaltung der Belastungsentscheidung dar und sei deswegen mit Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG unvereinbar. Mit dem Bewertungsziel des Ertragswerts als eigenst&auml;ndiger Wertkategorie neben dem gemeinen Wert werde bereits strukturell eine Erfassung der im Verm&ouml;genszuwachs liegenden Steigerung der Leistungsf&auml;higkeit des Erben oder Beschenkten verfehlt, die sich aufgrund der der Erbschaftsteuer zugrunde liegenden gesetzgeberischen Konzeption gerade nach dem bei einer Ver&auml;u&szlig;erung unter objektivierten Bedingungen erzielbaren Preis, nicht aber allein nach dem vermittels der Verm&ouml;genssubstanz erzielbaren Ertrag bemesse. Als erbschaftsteuerliche Verschonungsma&szlig;nahme sei die Wahl des Ertragswerts als Wertma&szlig;stab ungeeignet, weil sie bereits auf der Bewertungsebene ansetze und so eine in ihrer Relation realit&auml;tsgerechte Erfassung der Verm&ouml;genswerte von vornherein verhindere.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>172<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Literatur wird dazu die Auffassung vertreten, der Gesetzgeber sei dieser Rechtsprechung des BVerfG bewusst nicht gefolgt. Es sei aber dennoch denkbar, dass die Neuregelung der Bewertung des land- und forstwirtschaftlichen Verm&ouml;gens einer erneuten verfassungsrechtlichen Pr&uuml;fung standhalten werde (Moench\/H&uuml;bner, a.a.O., Rz&nbsp;703).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 27.9.2012, II R 9\/11 Vorlage des ErbStG an BVerfG zur Pr&uuml;fung der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit &#8211; Wertpapiere und Wertpapieren vergleichbare Forderungen i.S. des &sect; 13b Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 ErbStG &#8211; Art. 6 Abs. 1 GG bezieht sich nur auf die Familie als Gemeinschaft von Eltern und Kindern &#8211; wiederholte Gesetzes&auml;nderungen innerhalb &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-9-11-vorlage-des-erbstg-an-bverfg-zur-pruefung-der-verfassungsmaessigkeit-wertpapiere-und-wertpapieren-vergleichbare-forderungen-is-des-par-13b-abs-2-satz-2-nr-4-erbstg-art-6-abs-1-gg-bezieht-sic\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;9\/11 &#8211; Vorlage des ErbStG an BVerfG zur Pr&uuml;fung der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit &#8211; Wertpapiere und Wertpapieren vergleichbare Forderungen i.S. des &sect; 13b Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 ErbStG &#8211; Art. 6 Abs. 1 GG bezieht sich nur auf die Familie als Gemeinschaft von Eltern und Kindern &#8211; wiederholte Gesetzes&auml;nderungen innerhalb eines k&uuml;rzeren Zeitraums &#8211; Typisierungsbefugnis des Gesetzgebers &#8211; verfassungskonforme Gesetzesauslegung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[1134,1133,1135],"class_list":["post-3327","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online","tag-bverfg","tag-erbstg","tag-verfassungsmasigkeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3327"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3327\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}