{"id":3347,"date":"2012-08-22T00:00:00","date_gmt":"2012-08-21T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=3347"},"modified":"2012-11-12T07:09:28","modified_gmt":"2012-11-12T05:09:28","slug":"x-r-24-11-beteiligtenvernehmung-als-mittel-zur-sachverhaltsaufklaerung-durch-das-finanzgericht-zur-feststellung-des-getrenntlebens-bei-eheleuten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-24-11-beteiligtenvernehmung-als-mittel-zur-sachverhaltsaufklaerung-durch-das-finanzgericht-zur-feststellung-des-getrenntlebens-bei-eheleuten\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;24\/11 &#8211; Beteiligtenvernehmung als Mittel zur Sachverhaltsaufkl&auml;rung durch das Finanzgericht &#8211; Zur Feststellung des Getrenntlebens bei Eheleuten"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.8.2012, X R 24\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerblicher Grundst\u00fcckshandel allein durch Zurechnung der Verk\u00e4ufe von Personengesellschaften oder Gemeinschaften &#8211; Grundst\u00fccke im Privatverm\u00f6gen eines Grundst\u00fccksh\u00e4ndlers &#8211; Entkr\u00e4ftung der Vermutungswirkung der Drei-Objekt-Grenze<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Auch wenn ein Steuerpflichtiger in eigener Person kein einziges Objekt ver\u00e4u\u00dfert, kann er allein durch die Zurechnung der Grundst\u00fccksverk\u00e4ufe von Personengesellschaften oder Gemeinschaften einen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel betreiben.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) sowie Herr\u00a0X waren zu je 50\u00a0% Gesellschafter einer OHG, die einen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel betrieb und im Zeitraum von 1991 bis 1995 insgesamt 14\u00a0Objekte ver\u00e4u\u00dferte. Ferner war die Kl\u00e4gerin &#8211;ebenfalls mit\u00a0X&#8211; zu Bruchteilen zu je 50\u00a0% an insgesamt mindestens sechs weiteren Objekten beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Eines dieser Objekte (Objekt\u00a0R) wurde nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) &#8222;Ende 1990&#8220; erworben. Durch anschlie\u00dfende Neu- und Umbauma\u00dfnahmen entstand ein Gewerbeobjekt mit Arztpraxen, B\u00fcror\u00e4umen und Ladenlokalen, das im Jahr 1992 fertiggestellt wurde. Im &#8222;April 1995&#8220; wurde dieses Objekt ver\u00e4u\u00dfert. Die \u00fcbrigen Objekte der Grundst\u00fccksgemeinschaft wurden langfristig gehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vertrat zun\u00e4chst die Auffassung, die Grundst\u00fccksgemeinschaft als solche habe hinsichtlich des Objekts\u00a0R einen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel betrieben, und erlie\u00df einen entsprechenden Gewinnfeststellungsbescheid. Der f\u00fcr die Kl\u00e4gerin festgestellte Gewinnanteil wurde im angefochtenen ge\u00e4nderten Einkommensteuerbescheid f\u00fcr das Streitjahr 1995 vom 1.\u00a0Oktober 1997 angesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das von der Grundst\u00fccksgemeinschaft gegen den Gewinnfeststellungsbescheid betriebene Rechtsmittelverfahren hatte Erfolg. Der IV.\u00a0Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hob die Feststellung gewerblicher Eink\u00fcnfte auf, weil bei der Beurteilung der T\u00e4tigkeit der Grundst\u00fccksgemeinschaft die auf dem Grundst\u00fccksmarkt entfalteten Aktivit\u00e4ten der personenidentischen OHG nicht einzubeziehen seien (Urteil vom 17.\u00a0Dezember 2008 IV\u00a0R\u00a072\/07, BFHE 224, 96, BStBl II 2009, 529).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Daraufhin f\u00fchrte das FA das zuvor ruhende Einspruchsverfahren gegen den Einkommensteuerbescheid 1995 fort und setzte in der Einspruchsentscheidung vom 7.\u00a0September 2009 statt des bisherigen Gewinnanteils aus der Grundst\u00fccksgemeinschaft nunmehr Eink\u00fcnfte aus einem in eigener Person unterhaltenen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel in H\u00f6he von 747.608\u00a0DM an. Zwar sei die Grundst\u00fccksgemeinschaft lediglich verm\u00f6gensverwaltend t\u00e4tig geworden. Auf der Ebene der Beteiligten, die \u00fcber die OHG und die Grundst\u00fccksgemeinschaft insgesamt 15\u00a0Objekte innerhalb von f\u00fcnf Jahren ver\u00e4u\u00dfert h\u00e4tten, seien die Eink\u00fcnfte jedoch umzuqualifizieren. Der H\u00f6he nach entspricht der angesetzte Eink\u00fcnftebetrag dem im aufgehobenen Gewinnfeststellungsbescheid f\u00fcr die Kl\u00e4gerin zuletzt festgestellten Gewinnanteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage ab (Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 1995). Es f\u00fchrte aus, nach der Rechtsprechung des Gro\u00dfen Senats des BFH (Beschluss vom 3.\u00a0Juli 1995 GrS\u00a01\/93, BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617) k\u00f6nnten einem Gesellschafter oder Gemeinschafter, der auch eigene Grundst\u00fccke ver\u00e4u\u00dfere, die Ver\u00e4u\u00dferungen einer Gesellschaft oder Grundst\u00fccksgemeinschaft zugerechnet werden, auch wenn diese als solche nicht gewerblich t\u00e4tig sei. Dies m\u00fcsse im Interesse einer sachlich zutreffenden Besteuerung des Gesellschafters auch dann gelten, wenn dieser &#8211;wie hier&#8211; keine eigenen Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte get\u00e4tigt habe, aber an mehreren grundst\u00fccksver\u00e4u\u00dfernden Gesellschaften oder Gemeinschaften beteiligt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision bringt die Kl\u00e4gerin vor, sie und X h\u00e4tten eine klare Trennung zwischen der betrieblichen und der privaten Sph\u00e4re vollzogen: Die OHG sei f\u00fcr den gewerblichen Grundst\u00fcckshandel zust\u00e4ndig gewesen, die Grundst\u00fccksgemeinschaft f\u00fcr die private Verm\u00f6gensverwaltung. Bei Zugrundelegung der Auffassung des FG bleibe unklar, wie ein gewerblicher Grundst\u00fccksh\u00e4ndler die Verwaltung privater Immobilien rechtssicher gestalten solle. Letztlich habe das FG die Branchenn\u00e4he der Kl\u00e4gerin als Umstand herangezogen, der f\u00fcr die Gewerblichkeit ihres Handelns auch im Bereich der privaten Grundst\u00fccksverwaltung spreche; dies sei nach der h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung aber unzul\u00e4ssig. Da sie in eigener Person kein einziges Objekt ver\u00e4u\u00dfert habe und daher nicht \u00fcber Betriebsverm\u00f6gen verf\u00fcge, k\u00f6nne sie keinen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel in Form eines Einzelunternehmens betrieben haben. Zudem d\u00fcrfe ein Steuerpflichtiger, der Grundst\u00fccke nur in Form von Bruchteils- oder Gesamthandseigentum halte, nicht durch einen lediglich mit der Mehrheit anderer Gesellschafter oder Gemeinschafter beschlossenen Verkauf zum Grundst\u00fccksh\u00e4ndler wider Willen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt,<br \/>\ndas angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 1995 vom 6.\u00a0Februar 2004 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 7.\u00a0September 2009 dahingehend zu \u00e4ndern, dass keine gewerblichen Eink\u00fcnfte aus der Ver\u00e4u\u00dferung des Objekts\u00a0R angesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>\ndie Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr\u00fcndet und nach \u00a7\u00a0126 Abs.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht erkannt, dass die anteilige Grundst\u00fccksver\u00e4u\u00dferung durch die Grundst\u00fccksgemeinschaft in einen von der Kl\u00e4gerin unterhaltenen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel einzubeziehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Seit der Entscheidung des Gro\u00dfen Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617 erfasst die st\u00e4ndige h\u00f6chstrichterliche Rechtsprechung im Interesse einer sachlich zutreffenden Besteuerung des Gesellschafters oder Gemeinschafters (im Folgenden einheitlich: Gesellschafter) alle T\u00e4tigkeiten auf dem Gebiet des Grundst\u00fcckshandels, die dem Gesellschafter zuzurechnen sind, in einer Gesamtw\u00fcrdigung nach Ma\u00dfgabe des jeweils einschl\u00e4gigen Steuertatbestands (\u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 i.V.m. Abs.\u00a02 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;, ggf. \u00a7\u00a02 Abs.\u00a01 des Gewerbesteuergesetzes). Wegen der Begr\u00fcndung im Einzelnen nimmt der erkennende Senat auf die umfangreichen Ausf\u00fchrungen in der vorgenannten Entscheidung des Gro\u00dfen Senats Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin weist allerdings im Ausgangspunkt zu Recht darauf hin, dass die h\u00f6chstrichterliche Rechtsprechung bisher keine Gelegenheit hatte, sich in entscheidungserheblicher Weise zu der vorliegenden Sachverhaltskonstellation zu \u00e4u\u00dfern. Der Streitfall ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kl\u00e4gerin in eigener Person kein einziges Objekt ver\u00e4u\u00dfert hat, sondern Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte ausschlie\u00dflich \u00fcber eine &#8211;unstreitig einen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel betreibende&#8211; Mitunternehmerschaft einerseits und eine als solche verm\u00f6gensverwaltend t\u00e4tige Grundst\u00fccksgemeinschaft andererseits durchf\u00fchrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tbody>\n<tr>\n<th rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">Indes l\u00e4sst sich aus den bisher entschiedenen Fallgruppen der Schluss ziehen, dass auch im Streitfall in der Person der Kl\u00e4gerin eine Zusammenrechnung der dieser zuzurechnenden Aktivit\u00e4ten der OHG und der Grundst\u00fccksgemeinschaft vorzunehmen ist. Eine solche Zusammenrechnung ist in der bisherigen Rechtsprechung u.a. in den folgenden Fallgruppen bejaht worden:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">-Der Gesellschafter t\u00e4tigt Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte in eigener Person, zus\u00e4tzlich sind ihm Ver\u00e4u\u00dferungen einer als solcher verm\u00f6gensverwaltenden Personengesellschaft oder Gemeinschaft (im Folgenden einheitlich: Personengesellschaft) zuzurechnen (obiter dictum im Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.1.; tragend entschieden im BFH-Urteil vom 11.\u00a0Dezember 1997 III\u00a0R\u00a014\/96, BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401);<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">-der Gesellschafter t\u00e4tigt Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte in eigener Person, zus\u00e4tzlich sind ihm Ver\u00e4u\u00dferungen einer Mitunternehmerschaft, die als solche bereits einen gewerblichen Grundst\u00fcckshandel betreibt, zuzurechnen (tragend entschieden im Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.1.). In diesem Zusammenhang ist insbesondere hervorzuheben, dass die Mitunternehmerschaft trotz des Grundsatzes der ertragsteuerrechtlichen Einheit der Personengesellschaft keine Abschirmwirkung gegen eine Zurechnung der von ihr get\u00e4tigten Gesch\u00e4fte an den Gesellschafter entfaltet;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">-der Gesellschafter ist an mehreren jeweils verm\u00f6gensverwaltenden Personengesellschaften beteiligt, t\u00e4tigt aber in eigener Person keine Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte (als obiter dicta bereits in den BFH-Entscheidungen vom 20.\u00a0November 1990 VIII\u00a0R\u00a015\/87, BFHE 163, 66, BStBl II 1991, 345, unter\u00a03., und in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.a genannt; tragend dann im BFH-Urteil vom 7.\u00a0M\u00e4rz 1996 IV\u00a0R\u00a02\/92, BFHE 180, 121, BStBl II 1996, 369);<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"text-align: left;\">-der Gesellschafter ver\u00e4u\u00dfert mehr als drei Anteile an gewerblich gepr\u00e4gten Personengesellschaften, t\u00e4tigt aber in eigener Person keine Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte (BFH-Urteil vom 5.\u00a0Juni 2008 IV\u00a0R\u00a081\/06, BFHE 222, 295, BStBl II 2010, 974, unter II.1.a bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ferner ist entschieden, dass im Rahmen der vorzunehmenden Gesamtw\u00fcrdigung weder zwischen verm\u00f6gensverwaltenden und gewerblich t\u00e4tigen Personengesellschaften (BFH-Entscheidungen in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.c; vom 28.\u00a0November 2002 III\u00a0R\u00a01\/01, BFHE 201, 133, BStBl II 2003, 250, unter II.1.c, und in BFHE 222, 295, BStBl II 2010, 974, unter II.1.a\u00a0ee) noch zwischen Gesamthands-Personengesellschaften und Bruchteilsgemeinschaften zu differenzieren ist (Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.2.b\u00a0aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte einer Personengesellschaft sind nur dann nicht in die beim Gesellschafter vorzunehmende zusammenfassende Beurteilung einzubeziehen, wenn eine zu einem anderen Zweck gegr\u00fcndete und diesen Zweck verfolgende Gesellschaft im Rahmen ihres gew\u00f6hnlichen Gesch\u00e4ftsbetriebs aus spezifisch betriebsbezogenen Gr\u00fcnden Grundst\u00fccke ver\u00e4u\u00dfert (Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die im vorliegenden Verfahren entscheidungserhebliche Frage, ob Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte einer als solcher verm\u00f6gensverwaltenden Gesellschaft auf der Ebene des Gesellschafters auch dann im Wege der Umqualifizierung als Teil eines gewerblichen Grundst\u00fcckshandels anzusehen sein k\u00f6nnen, wenn der Gesellschafter in eigener Person keine Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte t\u00e4tigt, jedoch an einer den gewerblichen Grundst\u00fcckshandel betreibenden Mitunternehmerschaft beteiligt ist, ist &#8211;wie dargestellt&#8211; in der bisherigen h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung nur in obiter dicta behandelt worden (vgl. &#8211;jeweils mit der Tendenz, eine Zusammenrechnung vorzunehmen&#8211; BFH-Urteile vom 10.\u00a0Dezember 1998 III\u00a0R\u00a061\/97, BFHE 187, 526, BStBl II 1999, 390, unter II.1.b; in BFHE 224, 96, BStBl II 2009, 529, unter II.a\u00a0ff, und vom 17.\u00a0Dezember 2008 IV\u00a0R\u00a085\/06, BFHE 224, 84, BStBl II 2009, 795, unter II.2.a\u00a0gg). Der erkennende Senat bejaht diese Frage nunmehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Wenn einerseits Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte, die verm\u00f6gensverwaltende Personengesellschaften t\u00e4tigen, bei der Besteuerung des Gesellschafters auch in solchen F\u00e4llen als zu einem gewerblichen Grundst\u00fcckshandel geh\u00f6rig umqualifiziert werden k\u00f6nnen, in denen der Gesellschafter selbst keine Objekte ver\u00e4u\u00dfert, und andererseits keine Unterscheidung zwischen verm\u00f6gensverwaltenden und gewerblich t\u00e4tigen Personengesellschaften vorzunehmen ist (vgl. hierzu jeweils die Nachweise unter 1.), dann ist eine zusammenfassende W\u00fcrdigung auch dann m\u00f6glich und geboten, wenn der Gesellschafter sowohl an verm\u00f6gensverwaltenden als auch an mitunternehmerischen Personengesellschaften beteiligt ist. Andernfalls w\u00e4re die vom Gro\u00dfen Senat des BFH hervorgehobene &#8222;sachlich zutreffende Besteuerung des Gesellschafters&#8220; nicht zu erreichen. Die eigene T\u00e4tigkeit des Steuerpflichtigen, auf die im Rahmen der hier vorzunehmenden Beurteilung am Ma\u00dfstab des Steuertatbestands des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG abzustellen ist, ist unabh\u00e4ngig davon, ob er Grundst\u00fccksgesch\u00e4fte durch eine gewerbliche oder eine verm\u00f6gensverwaltende Personengesellschaft t\u00e4tigen l\u00e4sst, &#8222;steuerrechtlich gleichwertig&#8220; (so Beschluss des Gro\u00dfen Senats des BFH in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.c); grunds\u00e4tzlich sind alle Ver\u00e4u\u00dferungen der Gesellschaft auf der Ebene des Gesellschafters zu ber\u00fccksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zu Recht werden bereits in den vom Gro\u00dfen Senat des BFH gew\u00e4hlten Formulierungen T\u00e4tigkeiten &#8222;im Rahmen einer verm\u00f6gensverwaltenden Gesellschaft&#8220; den eigenen T\u00e4tigkeiten des Steuerpflichtigen gleichgestellt (vgl. z.B. Beschluss in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.3.a). Vor dem Hintergrund dieser Betrachtungsweise verliert der Einwand der Kl\u00e4gerin, sie selbst sei nie am Grundst\u00fccksmarkt t\u00e4tig geworden, an Bedeutung. Denn es kann auf den verschiedensten &#8211;au\u00dfersteuerlichen&#8211; Gr\u00fcnden beruhen, ob jemand ein Objekt zu Alleineigentum erwirbt oder ob er &#8211;etwa zum Zwecke der besseren Finanzierbarkeit oder als Ausfluss einer ehelichen Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft&#8211; Bruchteilseigentum zusammen mit einem Dritten erwirbt. Derartige Gestaltungsfaktoren sind aber f\u00fcr die W\u00fcrdigung der eigenen T\u00e4tigkeit des Steuerpflichtigen am Ma\u00dfstab des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 EStG ohne Belang. Zudem ist kein Grund ersichtlich, dem Steuerpflichtigen ein Gesch\u00e4ft, das er als Bruchteilseigent\u00fcmer t\u00e4tigt, nur deshalb nicht zuzurechnen, weil auch noch ein Dritter &#8211;mit einem m\u00f6glicherweise nur geringf\u00fcgigen Anteil&#8211; daran beteiligt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In der Literatur wird die hier zu entscheidende Frage &#8211;soweit sie \u00fcberhaupt diskutiert wird&#8211; einhellig bejaht (Schmidt\/ Wacker, EStG, 31.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a015 Rz\u00a073, insbesondere im Beispiel unter (3) Variante 1; Bl\u00fcmich\/Stuhrmann, \u00a7\u00a015 EStG Rz\u00a0185, a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Die von der Kl\u00e4gerin vorgebrachten Erw\u00e4gungen stehen dem nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Dies gilt zum einen f\u00fcr ihr Vorbringen, die &#8211;vom erkennenden Senat nunmehr best\u00e4tigte&#8211; Entscheidung des FG f\u00fchre dazu, dass ein Gesellschafter nur aufgrund von Mehrheitsentscheidungen anderer Gesellschafter zum &#8222;Grundst\u00fccksh\u00e4ndler wider Willen&#8220; werden k\u00f6nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In Bezug auf den Streitfall ist dieser Einwand schon deshalb fernliegend, weil die Teilhaber einer Grundst\u00fccksgemeinschaft \u00fcber den gemeinschaftlichen Gegenstand im Ganzen nur gemeinschaftlich verf\u00fcgen k\u00f6nnen (\u00a7\u00a0747 Satz\u00a02 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuchs). Die Kl\u00e4gerin hat zu keinem Zeitpunkt vorgetragen, dass diese Vorschrift in der zwischen ihr und Herrn\u00a0X bestehenden Grundst\u00fccksgemeinschaft abbedungen worden w\u00e4re und allein X den Verkauf h\u00e4tte beschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Ein Verkauf des Grundst\u00fccks gegen den Willen der Kl\u00e4gerin war damit ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dar\u00fcber hinaus hat der Gro\u00dfe Senat des BFH bereits klargestellt, dass ein Gesellschafter, der einer grundst\u00fcckshandelnden Gesellschaft beitritt, in der das Mehrheitsprinzip gilt, sich diesem Mehrheitsprinzip damit auch insoweit unterwirft, als er sich nicht mit Erfolg darauf berufen kann, er habe eine Mehrheitsentscheidung der \u00fcbrigen Gesellschafter nicht mitgetragen (Beschluss in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.IV.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Auch die von der Kl\u00e4gerin beklagte Rechtsunsicherheit hinsichtlich der Frage, ob ein Grundst\u00fccksh\u00e4ndler neben seinem Gewerbe auch Grundst\u00fccke im Privatverm\u00f6gen halten und verwalten k\u00f6nne, besteht nicht. Die Frage ist vielmehr auf der Grundlage der h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung zu bejahen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 201, 133, BStBl II 2003, 250, unter II.2.a dd, am Ende). Sofern der mit bestimmten Objekten auf dem Gebiet des gewerblichen Grundst\u00fcckshandels in zumindest bedingter Ver\u00e4u\u00dferungsabsicht t\u00e4tige Steuerpflichtige <em>andere<\/em> Objekte &#8211;sei es in eigener Person, sei es in Gestalt von Beteiligungen an Gesellschaften\/Gemeinschaften&#8211; ohne bedingte Ver\u00e4u\u00dferungsabsicht h\u00e4lt, wof\u00fcr vor allem die Langfristigkeit der tats\u00e4chlichen Haltedauer als wesentliches objektives Indiz herangezogen werden kann, geh\u00f6ren diese zum Privatverm\u00f6gen. Hiervon ist im Streitfall auch das FA ausgegangen, das nur den Miteigentumsanteil an dem ver\u00e4u\u00dferten Objekt R, nicht aber die Miteigentumsanteile an den f\u00fcnf weiteren Grundst\u00fccken der Grundst\u00fccksgemeinschaft als Betriebsverm\u00f6gen der Kl\u00e4gerin angesehen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin begehrt in Wirklichkeit aber nicht die Kl\u00e4rung der Frage, ob ein Grundst\u00fccksh\u00e4ndler neben seinem Gewerbe auch Objekte im Privatverm\u00f6gen &#8222;halten und verwalten&#8220; k\u00f6nne. Vielmehr erstrebt sie, neben einem bestehenden Grundst\u00fcckshandel weitere Objekte &#8211;ohne Einbeziehung in den Grundst\u00fcckshandel&#8211; im Privatverm\u00f6gen in engem zeitlichen Zusammenhang zum jeweiligen Erwerb ohne Ausl\u00f6sung einer Einkommensteuerbelastung ver\u00e4u\u00dfern zu k\u00f6nnen. Insoweit kommt indes die Vermutungswirkung zum Tragen, die auf der tats\u00e4chlichen Ver\u00e4u\u00dferung einer unter Zugrundelegung der Ma\u00dfst\u00e4be des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01, Abs.\u00a02 EStG erheblichen Zahl von Objekten beruht. In diese W\u00fcrdigung sind &#8211;wie dargelegt&#8211; auch Objekte einzubeziehen, an denen der Steuerpflichtige \u00fcber eine Personengesellschaft oder Gemeinschaft beteiligt ist. Diese Vermutungswirkung wird nur beim Vorliegen besonderer Umst\u00e4nde &#8211;etwa bei einer auf Dauer angelegten Selbstnutzung (vgl. Senatsurteil vom 16.\u00a0Oktober 2002 X\u00a0R\u00a074\/99, BFHE 200, 380, BStBl II 2003, 245, unter II.2.b)&#8211; entkr\u00e4ftet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Soweit die Kl\u00e4gerin dar\u00fcber hinaus einwendet, sie besitze kein Betriebsverm\u00f6gen, ist zu erwidern, dass die zusammenfassende W\u00fcrdigung der von ihr auf dem Grundst\u00fccksmarkt entfalteten Aktivit\u00e4ten dazu f\u00fchrt, &#8211;zumindest&#8211; den Anteil am Objekt\u00a0R als ihr Betriebsverm\u00f6gen zu qualifizieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dieser Anteil ist kein Sonderbetriebsverm\u00f6gen, das im Rahmen der Gewinnermittlung der OHG &#8211;mit der Folge eines Vorrangs der steuerlichen Erfassung in der einheitlichen und gesonderten Feststellung des Gewinns der OHG&#8211; zu ber\u00fccksichtigen w\u00e4re. Denn es ist nicht ersichtlich, inwieweit der Grundst\u00fccksbruchteil der OHG oder der Beteiligung der Kl\u00e4gerin an der OHG dienen k\u00f6nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.8.2012, X R 24\/11 Gewerblicher Grundst\u00fcckshandel allein durch Zurechnung der Verk\u00e4ufe von Personengesellschaften oder Gemeinschaften &#8211; Grundst\u00fccke im Privatverm\u00f6gen eines Grundst\u00fccksh\u00e4ndlers &#8211; Entkr\u00e4ftung der Vermutungswirkung der Drei-Objekt-Grenze Leits\u00e4tze Auch wenn ein Steuerpflichtiger in eigener Person kein einziges Objekt ver\u00e4u\u00dfert, kann er allein durch die Zurechnung der Grundst\u00fccksverk\u00e4ufe von Personengesellschaften oder Gemeinschaften einen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-24-11-beteiligtenvernehmung-als-mittel-zur-sachverhaltsaufklaerung-durch-das-finanzgericht-zur-feststellung-des-getrenntlebens-bei-eheleuten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;24\/11 &#8211; Beteiligtenvernehmung als Mittel zur Sachverhaltsaufkl&auml;rung durch das Finanzgericht &#8211; Zur Feststellung des Getrenntlebens bei Eheleuten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[1215,1216],"class_list":["post-3347","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online","tag-beteiligtenvernehmun","tag-sachverhaltsaufklarung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3347"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3347\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}