{"id":3362,"date":"2012-08-20T00:00:00","date_gmt":"2012-08-19T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=3362"},"modified":"2012-11-12T07:10:48","modified_gmt":"2012-11-12T05:10:48","slug":"iii-b-33-12-sicherung-des-anspruchs-auf-abzweigung-von-kindergeld-durch-einstweilige-anordnung-gegen-die-familienkasse-bei-unterkunftsgestellung-durch-den-kindergeldberechtigten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-33-12-sicherung-des-anspruchs-auf-abzweigung-von-kindergeld-durch-einstweilige-anordnung-gegen-die-familienkasse-bei-unterkunftsgestellung-durch-den-kindergeldberechtigten\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;33\/12 &#8211; Sicherung des Anspruchs auf Abzweigung von Kindergeld durch einstweilige Anordnung gegen die Familienkasse bei Unterkunftsgestellung durch den Kindergeldberechtigten"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.8.2012, III B 33\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Negative Entscheidung des BFH \u00fcber den Antrag wegen Nichtzulassung der Revision ohne vorherige Entscheidung \u00fcber den f\u00fcr dieses Verfahren gestellten Prozesskostenhilfeantrag; keine Vermutung der mangelnden richterlichen Unabh\u00e4ngigkeit wegen fr\u00fcherer T\u00e4tigkeit des Richters in der Finanzverwaltung<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Der Kl\u00e4ger und Beschwerdef\u00fchrer (Kl\u00e4ger) erzielte in den Streitjahren 2005 bis 2008 Eink\u00fcnfte aus selbst\u00e4ndiger Arbeit, aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit, aus Kapitalverm\u00f6gen, aus Vermietung und Verpachtung und sonstige Eink\u00fcnfte aus einer Leibrente. Mangels Abgabe einer Einkommensteuererkl\u00e4rung erlie\u00df der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) unter dem 19.\u00a0Juni 2009 Einkommensteuerbescheide, die auf einer Sch\u00e4tzung der Besteuerungsgrundlagen beruhten. Im Verlauf des Einspruchsverfahrens f\u00fchrte ein Vollstreckungsersuchen des FA &#8211;zugrunde lagen Steuerr\u00fcckst\u00e4nde, die sich laut FA aufgrund einer Steuerfahndungspr\u00fcfung f\u00fcr die Jahre 1987 bis 1997 ergaben&#8211;, zu einer \u00dcberweisung von 811.793,28\u00a0EUR durch die luxemburgischen Finanzbeh\u00f6rden. Ferner ergab sich aus einer Mietpf\u00e4ndung, dass f\u00fcr ein Objekt des Kl\u00e4gers eine monatliche Kaltmiete von 280\u00a0EUR gezahlt wurde. Daraufhin setzte das FA nach Verb\u00f6serungsandrohung bei den Kapitaleink\u00fcnften weitere j\u00e4hrliche Zinsertr\u00e4ge in H\u00f6he von 50.000\u00a0EUR und bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung weitere Einnahmen von j\u00e4hrlich 3.000\u00a0EUR an und erh\u00f6hte die festgesetzte Einkommensteuer mit Einspruchsentscheidung vom 29.\u00a0Juni 2010 entsprechend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichtete Klage wies das Finanzgericht (FG) wegen unzureichender Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens als unzul\u00e4ssig ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit seiner Beschwerde begehrt der Kl\u00e4ger die Zulassung der Revision wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), zur Fortbildung des Rechts (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02\u00a0\u00a01.\u00a0Alternative FGO), zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02\u00a0\u00a02.\u00a0Alternative FGO) und wegen Verfahrensm\u00e4ngeln (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a03 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Der Senat kann ohne vorherige Entscheidung \u00fcber den f\u00fcr das Beschwerdeverfahren anh\u00e4ngig gemachten &#8211;und mit Beschluss vom heutigen Tage beschiedenen&#8211; Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe (PKH) zum Beschwerdevorbringen entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Eine vorherige Bescheidung des Begehrens auf PKH ist nur erforderlich, wenn dies im Interesse eines effektiven Rechtsschutzes geboten ist, mithin die m\u00f6gliche Einschaltung eines beizuordnenden Anwalts oder Steuerberaters Einfluss auf die Sachentscheidung des Gerichts haben kann (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 13.\u00a0Juli 1992\u00a0\u00a01\u00a0BvR\u00a099\/90, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211;, Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 1993, 382; Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 3.\u00a0M\u00e4rz 2010 VIII\u00a0B\u00a0173\/09, juris). Kommt aber die Beiordnung eines Rechtsanwalts oder Steuerberaters &#8211;wie hier angesichts der Tatsache, dass sowohl der PKH-Antrag als auch die Nichtzulassungsbeschwerde bereits von einem Prozessbevollm\u00e4chtigten gestellt bzw. erhoben und begr\u00fcndet worden sind&#8211; nicht in Betracht, ist ein fehlender zeitlicher Abstand zwischen (negativer) Entscheidung \u00fcber das PKH-Begehren und der Entscheidung zur Hauptsache f\u00fcr das Rechtsmittelverfahren ohne rechtliche Bedeutung (z.B. BFH-Beschluss vom 26.\u00a0August 2010 X\u00a0B\u00a0210\/09, BFH\/NV 2010, 2287).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auch kostenrechtliche Gesichtspunkte rechtfertigen keine andere Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zwar hat der BFH die Entscheidung \u00fcber einen bereits eingelegten Rechtsbehelf im Zeitpunkt der Beschlussfassung \u00fcber das darauf bezogene PKH-Begehren nach richterlichem Ermessen zur\u00fcckgestellt und die PKH-Entscheidung mit dem Hinweis auf die m\u00f6gliche Pr\u00fcfung einer Rechtsbehelfsr\u00fccknahme zur Vermeidung weiterer Gerichtskosten verbunden (vgl. BFH-Beschluss vom 1.\u00a0April 2003 VII\u00a0S\u00a025\/02 (PKH), BFH\/NV 2003, 1077). Daf\u00fcr kann indessen nur Anlass bestehen, wenn der ablehnende PKH-Beschluss materiell-rechtliche Ausf\u00fchrungen unter Ber\u00fccksichtigung h\u00f6chstrichterlicher Entscheidungen enth\u00e4lt, die f\u00fcr den bereits eingelegten Rechtsbehelf ma\u00dfgeblich und f\u00fcr den Rechtsbehelfsf\u00fchrer ersichtlich neu sind (BFH-Beschluss vom 24.\u00a0Juli 2008 VIII\u00a0B\u00a0104\/08, juris). Eine solche Sachlage ist &#8211;wie aus dem PKH-Beschluss vom heutigen Tage ersichtlich ist&#8211; nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left: 90;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist jedenfalls unbegr\u00fcndet und deshalb durch Beschluss zur\u00fcckzuweisen (\u00a7\u00a0116 Abs.\u00a05 Satz\u00a01 FGO). Sofern Zulassungsgr\u00fcnde \u00fcberhaupt in einer den Darlegungsanforderungen des \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 FGO gen\u00fcgenden Form geltend gemacht wurden, liegen sie jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen des Vorliegens eines Verfahrensmangels (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a03 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Ein solcher Verfahrensmangel ergibt sich nicht aus der R\u00fcge, das FG habe unter Versto\u00df gegen \u00a7\u00a047 der Zivilprozessordnung unter Teilnahme von Richtern, die wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt worden seien, m\u00fcndlich verhandelt und entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Beschl\u00fcsse \u00fcber die Ablehnung von Gerichtspersonen &#8211;d.h. auch die Zur\u00fcckweisung eines Ablehnungsgesuchs&#8211; k\u00f6nnen gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0128 Abs.\u00a02 FGO nicht mit der Beschwerde angefochten werden. Sie unterliegen deshalb gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0124 Abs.\u00a02 FGO nicht der Pr\u00fcfung im Revisionsverfahren; anderes gilt nur dann, wenn die unberechtigte Ablehnung eines Befangenheitsantrages die Vorenthaltung des gesetzlichen Richters zur Folge hat, was nur bei einer greifbar gesetzwidrigen, d.h. willk\u00fcrlichen Zur\u00fcckweisung eines Befangenheitsantrages der Fall ist (BFH-Beschluss vom 13.\u00a0Januar 2010 I\u00a0B\u00a083\/09, BFH\/NV 2010, 913, m.w.N.; Gr\u00e4ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0119 Rz\u00a06, m.w.N.). Ein willk\u00fcrliches Handeln l\u00e4sst sich insbesondere nicht daraus ableiten, dass das FG unter Mitwirkung der abgelehnten Richter und ohne gesonderten Beschluss erst im angefochtenen Urteil \u00fcber die Ablehnung entschieden hat. Denn nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung ist bei missbr\u00e4uchlichen und offensichtlich unzul\u00e4ssigen Ablehnungsgesuchen in dieser Weise zu verfahren (z.B. BVerfG-Beschluss vom 20.\u00a0Juli 2007\u00a0\u00a01\u00a0BvR\u00a02228\/06, NJW 2007, 3771; BFH-Beschluss vom 21.\u00a0November 2002 VII\u00a0B\u00a058\/02, BFH\/NV 2003, 485).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Richterablehnung kann grunds\u00e4tzlich nicht mit Erfolg auf die Rechtsfehlerhaftigkeit von Entscheidungen gest\u00fctzt werden. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die R\u00fcge von Rechtsverst\u00f6\u00dfen, die dem Gericht in einem fr\u00fcheren Verfahrensabschnitt oder in einem Parallelverfahren unterlaufen sind (vgl. BFH-Beschl\u00fcsse vom 7.\u00a0Mai 1986 I\u00a0B\u00a070\/85, BFH\/NV 1987, 653, und vom 30.\u00a0November 1987 VIII\u00a0B\u00a07\/87, juris). Denn das Richterablehnungsverfahren sch\u00fctzt nicht gegen unrichtige Rechtsansichten des Richters. Insoweit stehen den Beteiligten die allgemeinen Rechtsbehelfe zur Verf\u00fcgung. Rechtsfehler k\u00f6nnen nur ausnahmsweise, und zwar dann eine Besorgnis der Befangenheit rechtfertigen, wenn Gr\u00fcnde dargetan werden, die daf\u00fcr sprechen, dass die m\u00f6gliche Fehlerhaftigkeit auf einer unsachlichen Einstellung des Richters gegen\u00fcber der ablehnenden Partei oder auf Willk\u00fcr beruht (BFH-Beschluss vom 16.\u00a0Februar 1989 X\u00a0B\u00a099\/88, BFH\/NV 1989, 708; Gr\u00e4ber\/Stapperfend, a.a.O., \u00a7\u00a051 Rz\u00a047). Die Fehlerhaftigkeit muss offenbar &#8211;d.h. ohne Weiteres feststellbar&#8211; gravierend sein sowie auf unsachliche Erw\u00e4gungen schlie\u00dfen lassen (BFH-Beschluss vom 7.\u00a0April 1988 X\u00a0B\u00a04\/88, BFH\/NV 1989, 587).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Soweit das FG die Ablehnungsgesuche des Kl\u00e4gers als offensichtlich unzul\u00e4ssig bzw. missbr\u00e4uchlich betrachtet hat, ist das in Anbetracht der festgestellten und aus den Akten ersichtlichen Verfahrensabl\u00e4ufe gut vertretbar. Mit seinen Ablehnungsgesuchen vom 12.\u00a0Januar 2012 und 19.\u00a0Januar 2012, mit denen auf das in einem anderen Verfahren gestellte Ablehnungsgesuch vom 31.\u00a0Oktober 2011 Bezug genommen wurde, hat der Kl\u00e4ger bereits keine tats\u00e4chlichen Anhaltspunkte substantiiert dargelegt, aus denen sich in nachvollziehbarer Weise ein Ablehnungsgrund ableiten lie\u00dfe. Soweit er geltend gemacht hat, der abgelehnte Senat habe in einem anderen Verfahren trotz Unzust\u00e4ndigkeit \u00fcber seine Vollstreckungsgegenklage entschieden, ergibt sich aus den Gr\u00fcnden des angegriffenen Urteils, dass das FG schon nicht \u00fcber eine Vollstreckungsgegenklage entschieden hat, sondern die Klage &#8211;aus einer sachlichen Erw\u00e4gung heraus, n\u00e4mlich zur Gew\u00e4hrung effektiven Rechtschutzes&#8211; als Klage auf Einstellung der Zwangsvollstreckung ausgelegt hat. Soweit der Kl\u00e4ger vorgetragen hat, das FG habe ein fr\u00fcheres Ablehnungsgesuch zu Unrecht abgewiesen und habe in einem fr\u00fcheren Gerichtstermin m\u00fcndlich verhandelt und entschieden, obwohl der Kl\u00e4ger in einer E-Mail vom selben Tag aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden um Terminsaufhebung oder \u2013verlegung ersucht habe, setzt sich der Kl\u00e4ger bereits nicht mit den jeweiligen Entscheidungsgr\u00fcnden des FG auseinander. Es wird daher aus dem Kl\u00e4gervortrag bereits nicht klar, welche Umst\u00e4nde auf eine unsachliche bzw. willk\u00fcrliche Entscheidung der beteiligten Richter \u00fcber den Terminsaufhebungs- bzw. -verlegungsantrag hindeuten sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Auch soweit der Kl\u00e4ger im Rahmen des Revisionszulassungsgrundes der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung der Rechtssache vortr\u00e4gt, das FG habe zu Unrecht einen Sachverhalt im Tatbestand des Urteils als unstrittig dargestellt, und damit schl\u00fcssig eine Verletzung der Sachaufkl\u00e4rungspflicht (\u00a7\u00a076 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 FGO) r\u00fcgt, liegt ein Verfahrensfehler nicht vor. Im Streitfall hat das FG nur festgestellt, dass Steuerr\u00fcckst\u00e4nde aus den Jahren 1987 bis 1997 bestanden. Dies diente als Hintergrundinformation f\u00fcr die weitere Darstellung im Tatbestand, wonach aus der Durchf\u00fchrung von Vollstreckungsma\u00dfnahmen Erkenntnisse f\u00fcr die Besteuerung in den Streitjahren gewonnen wurden. Zur Frage, ob diese Steuerr\u00fcckst\u00e4nde aus den Jahren 1987 bis 1997 zu Recht oder zu Unrecht bestanden, hat das FG &#8211;entgegen der Annahme des Kl\u00e4gers&#8211; keine Feststellungen getroffen. Es brauchte dazu auch keine Feststellungen zu treffen, da dies nicht Streitgegenstand des Verfahrens \u00fcber die Festsetzungen der Einkommensteuer 2005 bis 2008 war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Schlie\u00dflich ergibt sich ein Verfahrensmangel auch nicht aus den vom Kl\u00e4ger im Rahmen des Revisionszulassungsgrundes der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung der Rechtssache gemachten Ausf\u00fchrungen, wonach das FG die Klage zu Unrecht mangels hinreichender Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens zur\u00fcckgewiesen habe. Mit diesem Vorbringen hat der Kl\u00e4ger eine Verletzung des \u00a7\u00a065 FGO nicht schl\u00fcssig dargetan. Klagt ein Steuerpflichtiger gegen Steuerbescheide mit gesch\u00e4tzten Besteuerungsgrundlagen und kann er keine Steuererkl\u00e4rung abgeben, so kann und muss er als Klagebegr\u00fcndung zumindest substantiiert darlegen, weshalb die gesch\u00e4tzten Besteuerungsgrundlagen zu hoch angesetzt wurden. Soweit wegen fehlender Unterlagen genaue Angaben nicht m\u00f6glich sind, muss er anhand der ihm zug\u00e4nglichen Erkenntnisquellen zumindest eine substantiierte Sch\u00e4tzung vornehmen (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 31.\u00a0Juli 2007 VIII\u00a0B\u00a041\/05, BFH\/NV 2007, 2304). Dass der Kl\u00e4ger in dieser Weise seiner Pflicht zur Bezeichnung des Klagebegehrens nachgekommen ist, hat er in der Beschwerdebegr\u00fcndung nicht vorgetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung der Rechtssache (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 FGO) oder zur Fortbildung des Rechts (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02\u00a0\u00a01.\u00a0Alternative FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Die begehrte Zulassung der Revision wegen grunds\u00e4tzlicher Bedeutung der Rechtssache i.S. des \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 FGO setzt voraus, dass der Kl\u00e4ger eine hinreichend bestimmte Rechtsfrage herausstellt, deren Kl\u00e4rung im Interesse der Allgemeinheit an der Einheitlichkeit der Rechtsprechung und der Fortentwicklung des Rechts erforderlich ist und die im konkreten Streitfall kl\u00e4rbar ist. Dazu ist auszuf\u00fchren, ob und in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr\u00fcnden die Rechtsfrage umstritten ist. Vor allem sind, sofern zu dem Problemkreis Rechtsprechung und \u00c4u\u00dferungen im Fachschrifttum vorhanden sind, eine grundlegende Auseinandersetzung damit sowie eine Er\u00f6rterung geboten, warum durch diese Entscheidungen die Rechtsfrage noch nicht als gekl\u00e4rt anzusehen ist bzw. weshalb sie ggf. einer weiteren oder erneuten Kl\u00e4rung bedarf (z.B. Senatsbeschluss vom 22.\u00a0Oktober 2003 III\u00a0B\u00a014\/03, BFH\/NV 2004, 224).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Diesen Vorgaben gen\u00fcgen die Ausf\u00fchrungen in der Beschwerdeschrift nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Der Kl\u00e4ger macht geltend, das FA sei in Anbetracht der speziellen Situation, in der sich der Kl\u00e4ger insbesondere durch die Steuerfahndungsma\u00dfnahmen und die zahlreichen Rechtsstreitigkeiten befunden habe, zu Unrecht von einer Sch\u00e4tzungsbefugnis ausgegangen bzw. habe die Bestimmung des \u00a7\u00a0162 der Abgabenordnung unzutreffend angewandt. Insoweit hat der Kl\u00e4ger weder eine hinreichend bestimmte Rechtsfrage herausgearbeitet, noch hat er sich mit den umfangreichen Rechtsprechungsgrunds\u00e4tzen auseinandergesetzt, die der BFH zu den Fragen, wann eine Sch\u00e4tzungsbefugnis besteht und in welchem Rahmen sich die Sch\u00e4tzung bewegen darf, entwickelt hat. Vielmehr wendet er sich im Ergebnis gegen die vermeintlich unzutreffende Tatsachenw\u00fcrdigung und vermeintlich fehlerhafte Rechtsanwendung durch das FG. Hierdurch l\u00e4sst sich jedoch die Zulassung der Revision grunds\u00e4tzlich nicht erreichen (z.B. Senatsbeschluss vom 2.\u00a0November 2011 III\u00a0B\u00a048\/11, BFH\/NV 2012, 265).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Soweit der Kl\u00e4ger geltend macht, es sei zu kl\u00e4ren, ob es unter dem Gesichtspunkt der richterlichen Unabh\u00e4ngigkeit vertretbar sei, Finanzrichter weiterhin aus dem Personal der Finanzverwaltung zu rekrutieren, hat er weder die Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit noch die Kl\u00e4rungsf\u00e4higkeit der Rechtsfrage hinreichend dargelegt. Er geht nicht darauf ein, dass nach der in der Rechtsprechung und der Literatur vertretenen Auffassung die fr\u00fchere Verbindung zur Exekutive noch keine Vermutung mangelnder Unabh\u00e4ngigkeit begr\u00fcndet, da die mehr oder weniger vorhandene Vorpr\u00e4gung durch die Verwaltung und ein m\u00f6glicherweise dadurch beeinflusstes Rollenverst\u00e4ndnis sich im Zeitverlauf ver\u00e4nderten (vgl. etwa BVerfG-Beschluss vom 9.\u00a0Dezember 1987\u00a0\u00a01\u00a0BvR\u00a01271\/87, H\u00f6chstrichterliche Finanzrechtsprechung 1989, 272; BFH-Beschluss vom 3.\u00a0August 2000 VIII\u00a0B\u00a080\/99, BFH\/NV 2001, 783; Gr\u00e4ber\/Stapperfend, a.a.O, \u00a7\u00a051 Rz\u00a050). Auch macht er nicht deutlich, weshalb angesichts dieser h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung weiterer Kl\u00e4rungsbedarf bestehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im \u00dcbrigen legt der Kl\u00e4ger auch nicht dar, ob und wenn ja welcher der an der FG-Entscheidung beteiligten Richter wann in der Finanzverwaltung t\u00e4tig gewesen sei. Er verweist nur darauf, dass Finanzrichter &#8222;gew\u00f6hnlich aus dem Personal der Finanzverwaltung rekrutiert werden&#8220;, so dass auch nicht klar wird, ob diese Frage \u00fcberhaupt entscheidungserheblichen Einfluss auf den Rechtsstreit haben k\u00f6nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>cc) Soweit der Kl\u00e4ger der Rechtsfrage grunds\u00e4tzliche Bedeutung beimisst, dass das FG seine Klage zu Unrecht wegen unzureichender Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens zur\u00fcckgewiesen habe, formuliert er weder eine hinreichend bestimmte abstrakte Rechtsfrage noch setzt er sich mit den Anforderungen auseinander, die die Rechtsprechung an die Konkretisierung des Klagebegehrens bei Anfechtung von Sch\u00e4tzungsbescheiden stellt. Insbesondere geht er nicht auf die vom FG zitierten einschl\u00e4gigen Entscheidungen des BFH ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Aus den gleichen Gr\u00fcnden scheitert auch eine Revisionszulassung zur Fortbildung des Rechts (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02\u00a0\u00a01.\u00a0Alternative FGO), da diese als Unterfall des Zulassungsgrundes der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung ebenfalls die Darlegung einer kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigen und kl\u00e4rungsf\u00e4higen Rechtsfrage voraussetzt (z.B. Senatsbeschluss vom 16.\u00a0August 2011 III\u00a0B\u00a0155\/10, BFH\/NV 2012, 48).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Schlie\u00dflich scheidet auch eine Revisionszulassung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02\u00a0\u00a02.\u00a0Alternative FGO) aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung setzt voraus, dass das FG in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen ist, dass dabei \u00fcber dieselbe Rechtsfrage entschieden wurde und diese f\u00fcr beide Entscheidungen rechtserheblich war, dass die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind, dass die abweichend beantwortete Rechtsfrage im Revisionsverfahren gekl\u00e4rt werden kann und dass eine Entscheidung des BFH zur Wahrung der Rechtseinheit erforderlich ist (z.B. BFH-Beschluss vom 31.\u00a0M\u00e4rz 2010 IV\u00a0B\u00a0131\/08, BFH\/NV 2010, 1487). Zur schl\u00fcssigen Darlegung einer solchen Abweichungsr\u00fcge muss der Beschwerdef\u00fchrer u.a. tragende und abstrakte Rechtss\u00e4tze aus dem angefochtenen FG-Urteil einerseits und aus den behaupteten, mit Datum sowie Aktenzeichen und\/oder Fundstelle bezeichneten Divergenzentscheidungen andererseits herausarbeiten und einander gegen\u00fcberstellen, um so die behauptete Abweichung zu verdeutlichen (z.B. Senatsbeschluss vom 11.\u00a0M\u00e4rz 2011 III\u00a0B\u00a076\/10, BFH\/NV 2011, 981).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger hat jedoch nicht dargelegt, mit welchem Rechtssatz das FG in dem angefochtenen Urteil von der Entscheidung eines anderen Gerichtes abgewichen sein soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.8.2012, III B 33\/12 Negative Entscheidung des BFH \u00fcber den Antrag wegen Nichtzulassung der Revision ohne vorherige Entscheidung \u00fcber den f\u00fcr dieses Verfahren gestellten Prozesskostenhilfeantrag; keine Vermutung der mangelnden richterlichen Unabh\u00e4ngigkeit wegen fr\u00fcherer T\u00e4tigkeit des Richters in der Finanzverwaltung Tatbestand 1 I. Der Kl\u00e4ger und Beschwerdef\u00fchrer (Kl\u00e4ger) erzielte in den Streitjahren 2005 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-33-12-sicherung-des-anspruchs-auf-abzweigung-von-kindergeld-durch-einstweilige-anordnung-gegen-die-familienkasse-bei-unterkunftsgestellung-durch-den-kindergeldberechtigten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;33\/12 &#8211; Sicherung des Anspruchs auf Abzweigung von Kindergeld durch einstweilige Anordnung gegen die Familienkasse bei Unterkunftsgestellung durch den Kindergeldberechtigten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[50],"class_list":["post-3362","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online","tag-kindergeld"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3362","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3362"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3362\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3362"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3362"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3362"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}