{"id":33932,"date":"2013-01-29T13:19:53","date_gmt":"2013-01-29T11:19:53","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=33932"},"modified":"2013-09-06T12:21:27","modified_gmt":"2013-09-06T10:21:27","slug":"ii-b-111-11-ermittlung-der-ueblichen-miete-nur-ausnahmsweise-durch-sachverstaendigengutachten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-111-11-ermittlung-der-ueblichen-miete-nur-ausnahmsweise-durch-sachverstaendigengutachten\/","title":{"rendered":"BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.1.2013, II B 111\/11 &#8211; Ermittlung der &uuml;blichen Miete nur ausnahmsweise durch Sachverst&auml;ndigengutachten"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.1.2013, II B 111\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Ermittlung der \u00fcblichen Miete nur ausnahmsweise durch Sachverst\u00e4ndigengutachten<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr\u00fcndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Entgegen der Auffassung des Kl\u00e4gers und Beschwerdef\u00fchrers (Kl\u00e4ger) hat das Finanzgericht (FG) nicht gegen \u00a7\u00a0126 Abs.\u00a05 der Finanzgerichtsordnung (FGO) versto\u00dfen; es hat vielmehr ohne Verfahrensversto\u00df seiner Entscheidung die rechtliche Beurteilung des Bundesfinanzhofs (BFH) in dem im 1. Rechtsgang unter dem Aktenzeichen II\u00a0R\u00a012\/10 ergangenen Urteil vom 9.\u00a0Februar 2011 (BFH\/NV 2011, 968) zugrunde gelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser Entscheidung hatte das FG zu pr\u00fcfen, ob im Streitfall &#8211;ggf. auf der Grundlage eines vom Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) insoweit zu erarbeitenden Mietspiegels oder \u00e4hnlicher Sch\u00e4tzungsgrundlagen&#8211; die \u00fcbliche Miete aus der Jahresrohmiete von in der Stadt X gelegenen Vergleichsobjekten nach dem Stand vom 1.\u00a0Januar 1935 abgeleitet werden kann. Soweit eine Ableitung der \u00fcblichen Miete durch unmittelbaren Vergleich mit tats\u00e4chlich gezahlten Mieten f\u00fcr vergleichbare vermietete Objekte oder aus Mietspiegelmieten nicht m\u00f6glich ist, sollte ausnahmsweise eine Ermittlung der Miete durch Sachverst\u00e4ndigengutachten in Betracht kommen (BFH-Urteil vom 10.\u00a0August 1984 III\u00a0R\u00a041\/75, BFHE 142, 289, BStBl II 1985, 36).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>An diese Vorgaben hat sich das FG gehalten. Es hat aus Mieten, die f\u00fcr Grundst\u00fccke in unmittelbarer N\u00e4he des kl\u00e4gerischen Grundst\u00fccks am 1.\u00a0Januar 1935 tats\u00e4chlich gezahlt wurden, die Miete f\u00fcr das hier zu bewertende Objekt des Kl\u00e4gers abgeleitet, die Vergleichsobjekte im Urteil bezeichnet und die vom FA zur Verf\u00fcgung gestellten Unterlagen nach Pr\u00fcfung als nachvollziehbar bezeichnet. Bei den Unterlagen, auf die sich das FG bei seiner Entscheidungsfindung gest\u00fctzt hat, handelt es sich nicht um einen f\u00f6rmlichen Mietspiegel, wohl aber um &#8222;\u00e4hnliche Sch\u00e4tzungsgrundlagen&#8220;, die zur Wertableitung geeignet und vom BFH ausdr\u00fccklich zugelassen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Unter diesen Umst\u00e4nden bedurfte es entgegen der Auffassung des Kl\u00e4gers nicht mehr der Erstellung eines individuellen Sachverst\u00e4ndigengutachtens. Denn ein solches ist nach der Entscheidung des erkennenden Senats im 1. Rechtsgang nur ausnahmsweise heranzuziehen, n\u00e4mlich nur dann, wenn eine Ableitung der \u00fcblichen Miete durch unmittelbaren Vergleich mit tats\u00e4chlich gezahlten Mieten f\u00fcr vergleichbare vermietete Objekte nicht m\u00f6glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Ferner sollte das FG pr\u00fcfen, ob das Mietwohngrundst\u00fcck des Kl\u00e4gers nach den Grunds\u00e4tzen zu behandeln ist, die die Finanzverwaltung f\u00fcr die Einheitsbewertung des unter Denkmalschutz stehenden Grundbesitzes anwendet (vgl. Gleichlautende Erlasse vom 19.\u00a0Januar 1993 betreffend die Bewertung von Mietwohngrundst\u00fccken und gemischt genutzten Grundst\u00fccken im Beitrittsgebiet ab 1.\u00a0Januar 1991, BStBl I 1993, 173 Tz.\u00a04.5.3; Erlass des Finanzministeriums Sachsen &#8222;Einheitsbewertung des Grundbesitzes &#8211; Grundbesitz, der unter Denkmalschutz steht&#8220; vom 10.\u00a0August 1995 &#8211;\u00a034\u00a0-S\u00a03219a-\u00a06\/6\u00a0&#8211;\u00a045293).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG hat dies in seiner Entscheidung hinsichtlich eines Abschlages von 5\u00a0% grunds\u00e4tzlich bejaht, jedoch festgestellt, dass sich angesichts des vom FA nach den Wertverh\u00e4ltnissen am 1.\u00a0Januar 1935 festgestellten Einheitswerts in H\u00f6he von 17.200\u00a0DM und des von ihm, dem FG, auf der Grundlage tats\u00e4chlich erzielter Mieten f\u00fcr Vergleichsobjekte ermittelten Einheitswerts von 22.781,28\u00a0DM selbst ein Abschlag von 10\u00a0% f\u00fcr die m\u00f6glicherweise vorliegende Beeintr\u00e4chtigung des Grundst\u00fccks durch seine Einordnung als Kulturdenkmal nicht auswirke. Angesichts dieser Vorgehensweise des FG kann ein Versto\u00df gegen \u00a7\u00a0126 Abs.\u00a05 FGO nicht festgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Hinsichtlich der \u00fcbrigen vom Kl\u00e4ger mit seiner Nichtzulassungsbeschwerde geltend gemachten Verfahrensfehler fehlt es schon an den Begr\u00fcndungsanforderungen nach \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 FGO:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Die R\u00fcge, das FG habe den Anspruch des Kl\u00e4gers auf rechtliches Geh\u00f6r (Art.\u00a0103 Abs.\u00a01 des Grundgesetzes, \u00a7\u00a096 Abs.\u00a02 FGO) verletzt, weil er zu den vom FA vorgelegten Unterlagen zur Ableitung des Mietwerts nicht habe Stellung nehmen k\u00f6nnen, ist nicht schl\u00fcssig dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Aus den Akten des FG ergibt sich, dass der Prozessbevollm\u00e4chtigten des Kl\u00e4gers diese Unterlagen mit Schreiben vom 22.\u00a0August 2011 \u00fcbersandt wurden und eine Frist zur Stellungnahme bis zum 27.\u00a0September 2011 einger\u00e4umt wurde. Die Prozessbevollm\u00e4chtigte hat auch mit Fax vom 23.\u00a0September 2011 Stellung genommen und u.a. vorgetragen, die \u00dcbersendung der zum Teil unleserlichen Kopien ersetze den Sachvortrag des FA nicht und die Belegenheit von Grundst\u00fccken in derselben Stra\u00dfe begr\u00fcnde per se keine Vergleichbarkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Damit steht fest, dass die Prozessbevollm\u00e4chtigte des Kl\u00e4gers die Unterlagen, aus denen das FG die Wertableitung vorgenommen hat, tats\u00e4chlich erhalten und ausreichende Gelegenheit hatte, sich hierzu zu \u00e4u\u00dfern. Gr\u00fcnde, warum dies nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, tr\u00e4gt der Kl\u00e4ger nicht vor. Der pauschale Hinweis, die Kopien seien zum Teil unleserlich, ist nicht schl\u00fcssig und zu unkonkret, um eine Geh\u00f6rsverletzung zu begr\u00fcnden. Der Kl\u00e4ger h\u00e4tte insoweit konkret vortragen und belegen m\u00fcssen, dass sich aus den ihm vorliegenden Kopien die vom FG in der Tabelle auf Seite\u00a06 seines Urteils aufgef\u00fchrten Vergleichswerte wegen Unleserlichkeit der Kopien nicht erschlie\u00dfen konnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Schlie\u00dflich fehlt es auch an einer Darlegung des Kl\u00e4gers, was er bei ausreichender Gew\u00e4hrung des rechtlichen Geh\u00f6rs noch vorgetragen h\u00e4tte und dass dieser Vortrag unter Zugrundelegung der Rechtsauffassung des FG zu einer anderen Entscheidung h\u00e4tte f\u00fchren k\u00f6nnen (BFH-Beschluss vom 15.\u00a0Oktober 2010 II\u00a0B\u00a039\/10, BFH\/NV 2011, 206). Hier kommt die Besonderheit hinzu, dass der Kl\u00e4ger mit dem Fax seiner Prozessbevollm\u00e4chtigten vom 23.\u00a0September 2011 geltend gemacht hat, die Vergleichbarkeit der Grundst\u00fccke ergebe sich nicht allein aus der r\u00e4umlichen N\u00e4he zum Bewertungsobjekt. Der Beschwerdebegr\u00fcndung kann nicht entnommen werden, was der Kl\u00e4ger, wenn er noch h\u00e4tte Stellung nehmen k\u00f6nnen, dar\u00fcber hinaus vorgetragen h\u00e4tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Auch die weitere R\u00fcge des Kl\u00e4gers, das FG habe den von ihm geforderten Beweis durch Sachverst\u00e4ndigengutachten \u00fcbergangen, entspricht nicht den Darlegungsanforderungen. Bei einer solchen R\u00fcge mangelnder Sachaufkl\u00e4rung (\u00a7\u00a076 FGO) muss der Beschwerdef\u00fchrer u.a. schl\u00fcssig darlegen, inwiefern das angefochtene Urteil &#8211;ausgehend von der materiell-rechtlichen Auffassung des FG&#8211; auf der unterlassenen Beweisaufnahme durch Sachverst\u00e4ndigengutachten beruhen kann und was das voraussichtliche Ergebnis der Beweisaufnahme gewesen w\u00e4re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diesen Anforderungen gen\u00fcgt die Beschwerdebegr\u00fcndung nicht. Diese enth\u00e4lt keine Ausf\u00fchrungen zur Rechtserheblichkeit einer solchen Beweisaufnahme unter Ber\u00fccksichtigung der Rechtsauffassung des FG. Allein die formelhafte Behauptung, das Urteil k\u00f6nne auf dem Verfahrensmangel beruhen, reicht nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Auch die grunds\u00e4tzliche Bedeutung der Rechtssache wurde vom Kl\u00e4ger nicht hinreichend dargelegt. Die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Darlegung der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung verlangt von &#8211;vorliegend nicht gegebener&#8211; Offenkundigkeit abgesehen substantiierte Ausf\u00fchrungen zur Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit einer hinreichend bestimmten Rechtsfrage, die im konkreten Streitfall voraussichtlich kl\u00e4rbar ist und deren Beurteilung zweifelhaft oder umstritten ist. Hierzu muss sich der Beschwerdef\u00fchrer insbesondere mit der Rechtsprechung des BFH und den \u00c4u\u00dferungen im Schrifttum auseinandersetzen (BFH-Beschluss vom 28.\u00a0April 2010 II\u00a0B\u00a0178\/09, BFH\/NV 2011, 262). Es sind Ausf\u00fchrungen erforderlich, aus denen sich ergibt, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr\u00fcnden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und umstritten ist (BFH-Beschluss vom 11.\u00a0M\u00e4rz 2011 III\u00a0B\u00a076\/10, BFH\/NV 2011, 981).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Derartige Ausf\u00fchrungen enth\u00e4lt die Beschwerdebegr\u00fcndung nicht. Der hierf\u00fcr allein ma\u00dfgeblichen, innerhalb der Begr\u00fcndungs-frist nach \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 S\u00e4tze\u00a01 und 4 FGO vorgelegten Be-schwerdebegr\u00fcndung vom 19.\u00a0Januar 2012 ist bereits eine Rechtsfrage von grunds\u00e4tzlicher Bedeutung nicht zu entnehmen. Allein der Hinweis, die Entscheidung habe f\u00fcr zahlreiche Ver-fahren aus den neuen Bundesl\u00e4ndern Bedeutung, reicht nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Mit der unter vielfachen Gesichtspunkten vom Kl\u00e4ger vorgebrachten R\u00fcge, die Vorentscheidung sei fehlerhaft, wird im \u00dcbrigen kein Grund f\u00fcr die Zulassung der Revision geltend gemacht. Die Nichtzulassungsbeschwerde dient nicht dazu, allgemein die Richtigkeit finanzgerichtlicher Urteile zu gew\u00e4hrleisten (BFH-Beschluss vom 10.\u00a0Februar 2011 II\u00a0S\u00a039\/10 (PKH), BFHE 232, 310, BStBl II 2011, 657, m.w.N.). Die Revision ist vielmehr nur dann nach \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 Alternative\u00a02 FGO wegen besonders schwerwiegender Fehler des FG bei der Auslegung revisiblen Rechts zuzulassen, wenn das Urteil des FG objektiv willk\u00fcrlich ist oder auf sachfremden Erw\u00e4gungen beruht und unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar, also greifbar gesetzwidrig und somit geeignet ist, das Vertrauen in die Rechtsprechung zu besch\u00e4digen (vgl. dazu z.B. BFH-Beschl\u00fcsse vom 12.\u00a0Mai 2011 IX\u00a0B\u00a0121\/10, BFH\/NV 2011, 1391; vom 10.\u00a0August 2011 X\u00a0B\u00a0100\/10, BFH\/NV 2011, 2098; vom 16.\u00a0August 2011 III\u00a0B\u00a0155\/10, BFH\/NV 2012, 48; vom 17.\u00a0August 2011 X\u00a0B\u00a0225\/10, BFH\/NV 2011, 2083, und vom 5.\u00a0September 2011 X\u00a0B\u00a0144\/10, BFH\/NV 2012, 3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr das Vorliegen dieser Voraussetzungen ergeben sich aus der Beschwerdebegr\u00fcndung keine Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. Im \u00dcbrigen wird von einer Begr\u00fcndung des Beschlusses abgesehen (\u00a7\u00a0116 Abs.\u00a05 Satz\u00a02 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.1.2013, II B 111\/11 Ermittlung der \u00fcblichen Miete nur ausnahmsweise durch Sachverst\u00e4ndigengutachten Gr\u00fcnde 1 Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr\u00fcndet. 2 1. Entgegen der Auffassung des Kl\u00e4gers und Beschwerdef\u00fchrers (Kl\u00e4ger) hat das Finanzgericht (FG) nicht gegen \u00a7\u00a0126 Abs.\u00a05 der Finanzgerichtsordnung (FGO) versto\u00dfen; es hat vielmehr ohne Verfahrensversto\u00df seiner Entscheidung die rechtliche Beurteilung des Bundesfinanzhofs &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-111-11-ermittlung-der-ueblichen-miete-nur-ausnahmsweise-durch-sachverstaendigengutachten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.1.2013, II B 111\/11 &#8211; Ermittlung der &uuml;blichen Miete nur ausnahmsweise durch Sachverst&auml;ndigengutachten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,212],"tags":[],"class_list":["post-33932","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33932","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33932"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33932\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33932"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33932"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33932"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}