{"id":33947,"date":"2013-03-26T12:58:01","date_gmt":"2013-03-26T10:58:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=33947"},"modified":"2013-03-26T12:58:01","modified_gmt":"2013-03-26T10:58:01","slug":"xi-b-111-11-vorsteuerverguetungsverfahren-anforderungen-an-die-darlegung-von-zulassungsgruenden-teilweise-klageruecknahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-111-11-vorsteuerverguetungsverfahren-anforderungen-an-die-darlegung-von-zulassungsgruenden-teilweise-klageruecknahme\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;111\/11 &#8211; Vorsteuerverg&uuml;tungsverfahren; Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgr&uuml;nden; teilweise Klager&uuml;cknahme"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.12.2012, XI B 111\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorsteuerverg&uuml;tungsverfahren; Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgr&uuml;nden; teilweise Klager&uuml;cknahme<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist ein in den Niederlanden ans&auml;ssiges Unternehmen mit dem Gesch&auml;ftsgegenstand &quot;&Ouml;ffentlichkeitsarbeit&quot; (Werbung). Am 27.&nbsp;Juni 2003 beantragte sie beim Beklagten und Beschwerdegegner (Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern &#8211;BZSt&#8211;) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;59&nbsp;ff. der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (UStDV) die Verg&uuml;tung von Vorsteuern f&uuml;r den Zeitraum Oktober bis Dezember 2002 in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Dem Antrag lagen sechs Rechnungen zu Grunde; unter Ziff.&nbsp;9&nbsp;a des amtlichen Vordrucks war angegeben &quot;Geschaeftskosten &#8211; Siehe Rechnun&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BZSt lehnte den Antrag mit Bescheid vom 17.&nbsp;Dezember 2003 mit der Begr&uuml;ndung ab, dass er nicht eigenh&auml;ndig unterschrieben worden sei; im Klageverfahren war hingegen streitig, ob die Angaben unter Ziff.&nbsp;9&nbsp;a des Antragformulars hinreichend sind. Nach der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 15.&nbsp;September 2011 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin mit Schriftsatz vom 27.&nbsp;September 2011 die &quot;teilweise R&uuml;cknahme der Klage&quot;; die Klage werde nur wegen der Vorsteuer aus der Rechnung vom 25.&nbsp;August 2002 in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR aufrechterhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit Urteil vom 15.&nbsp;September 2011 ab. Der einheitliche Streitgegenstand sei einer teilweisen Klager&uuml;cknahme nicht zug&auml;nglich. Ob die &quot;teilweise Klager&uuml;cknahme&quot; als Einschr&auml;nkung des Klageantrags zu verstehen sei, k&ouml;nne dahingestellt bleiben, da dies weder Auswirkungen auf den Ausgang des Verfahrens noch auf die Kosten des Rechtsstreits habe. Die Kl&auml;gerin k&ouml;nne die beantragte Vorsteuerverg&uuml;tung nicht beanspruchen. Sie habe den Antrag nicht wirksam innerhalb der Frist des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;3 UStG gestellt, da die notwendigen Angaben unter Ziff.&nbsp;9&nbsp;a des Antragformulars fehlten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision macht die Kl&auml;gerin die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), die Erforderlichkeit einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) sowie Verfahrensm&auml;ngel (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde der Kl&auml;gerin hat keinen Erfolg. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die geltend gemachten Revisionszulassungsgr&uuml;nde sind entweder nicht gegeben oder nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 FGO entsprechend dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin hat nicht in der nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gebotenen Art und Weise dargetan, dass die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wird die Beschwerde mit der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache begr&uuml;ndet, hat der Beschwerdef&uuml;hrer zur Erf&uuml;llung der Darlegungsanforderungen eine hinreichend bestimmte, f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herauszustellen, der grunds&auml;tzliche Bedeutung zukommen soll. Hierzu ist schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen darzulegen, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im allgemeinen Interesse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu muss auch dargetan werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 10.&nbsp;Februar 2010 III&nbsp;B&nbsp;112\/09, BFH\/NV 2010, 881; vom 24.&nbsp;Juni 2010 XI&nbsp;B&nbsp;105\/09, BFH\/NV 2010, 2086; vom 8.&nbsp;Oktober 2010 II&nbsp;B&nbsp;111\/10, BFH\/NV 2011, 73, jeweils m.w.N.). Liegt zu der vom Beschwerdef&uuml;hrer herausgestellten Rechtsfrage bereits h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung vor, so geh&ouml;rt zu der Darlegung der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit eine fundierte Stellungnahme dazu, weshalb diese Rechtsprechung noch nicht zu einer hinreichenden Kl&auml;rung gef&uuml;hrt habe oder aufgrund welcher neuen Entwicklungen sie nunmehr erneut in Frage gestellt werden m&uuml;sse (vgl. z.B. BFH&#8211;Beschl&uuml;sse vom 15.&nbsp;Oktober 2008 II&nbsp;B&nbsp;74\/08, BFH\/NV 2009, 125; vom 6.&nbsp;Juli 2011 III&nbsp;S&nbsp;4\/11&nbsp;(PKH), BFH\/NV 2011, 1717, jeweils m.w.N.). Nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist eine Rechtsfrage, deren Beantwortung sich unmittelbar aus dem Gesetz ergibt (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;Dezember 1998 VI&nbsp;B&nbsp;215\/98, BFHE 187, 559, BStBl II 1999, 231; vom 23.&nbsp;Oktober 2008 XI&nbsp;B&nbsp;27\/08, BFH\/NV 2009, 188).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die von der Kl&auml;gerin als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig angesehene Rechtsfrage, ob die im Vorsteuerverg&uuml;tungsverfahren geltend gemachten einzelnen Vorsteuerbetr&auml;ge jeweils f&uuml;r sich einen Streitgegenstand bilden, verleiht der Rechtssache keine grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO. Denn die Rechtsfrage l&auml;sst sich unmittelbar aus dem Gesetz beantworten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verg&uuml;tung der Vorsteuer an im Ausland ans&auml;ssige Unternehmer ist in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 UStG geregelt. Unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;59 UStDV ist die Verg&uuml;tung der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge an im Ausland ans&auml;ssige Unternehmer nach den &sect;&sect;&nbsp;60 und 61 UStDV durchzuf&uuml;hren. Verg&uuml;tungszeitraum ist nach Wahl des Unternehmers ein Zeitraum von mindestens drei Monaten bis zu h&ouml;chstens einem Kalenderjahr (&sect;&nbsp;60 Satz&nbsp;1 UStDV). In den Antrag f&uuml;r diesen Zeitraum k&ouml;nnen auch abziehbare Vorsteuerbetr&auml;ge aufgenommen werden, die in vorangegangene Verg&uuml;tungszeitr&auml;ume des betreffenden Kalenderjahres fallen (&sect;&nbsp;60 Satz&nbsp;3 UStDV). Die f&uuml;r den Verg&uuml;tungszeitraum beantragte Steuerverg&uuml;tung (&sect;&sect;&nbsp;37, 43 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) bedarf nach &sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO der Festsetzung. Denn nach &sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;4 AO sind die f&uuml;r die Steuerfestsetzung geltenden Vorschriften auf die Festsetzung einer Steuerverg&uuml;tung sinngem&auml;&szlig; anzuwenden (vgl. auch Senatsbeschluss vom 13.&nbsp;August 2008 XI&nbsp;R&nbsp;19\/08, BFHE 222, 148, BStBl II 2009, 497, unter II.1.b). Nach &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;2 AO bildet die Feststellung der Besteuerungsgrundlagen einen mit Rechtsbehelfen nicht selbstst&auml;ndig anfechtbaren Teil des Bescheids, soweit die Besteuerungsgrundlagen nicht gesondert festgestellt werden. Da die Steuerverg&uuml;tung f&uuml;r den jeweiligen Verg&uuml;tungszeitraum (&sect;&nbsp;60 UStDV) festgesetzt wird und die einzelnen Vorsteuerbetr&auml;ge nicht der gesonderten Feststellung unterliegen, bilden die einzelnen Vorsteuerbetr&auml;ge f&uuml;r sich genommen keinen eigenen Streitgegenstand (vgl. auch Birkenfeld in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;72 FGO Rz&nbsp;160&nbsp;ff.; Lange in HHSp, &sect;&nbsp;98 FGO Rz&nbsp;17; Gr&auml;ber\/Koch, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;72 Rz&nbsp;12&nbsp;f.). Aus dem von der Kl&auml;gerin zitierten Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 23.&nbsp;Oktober 1989 GrS&nbsp;2\/87 (BFHE 159, 4, BStBl II 1990, 327) sowie aus dem Urteil des FG K&ouml;ln vom 9.&nbsp;November 2010&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;5679\/04 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 835) ergibt sich nichts anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Kl&auml;gerin sieht es ferner als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig an, ob es gegen den europarechtlichen Effektivit&auml;tsgrundsatz bzw. gegen den europarechtlichen Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit verst&ouml;&szlig;t, wenn ein Hinweis unter Ziff.&nbsp;9&nbsp;a des Antragformulars auf beigef&uuml;gte Rechnungen nicht als ausreichende Angabe angesehen wird; der Kl&auml;rungsbedarf ergebe sich vor dem Hintergrund, dass die Mitgliedstaaten nicht befugt seien, zus&auml;tzliche Angaben zu verlangen, die die Aus&uuml;bung des Rechts zum Vorsteuerabzug praktisch unm&ouml;glich machten oder &uuml;berm&auml;&szlig;ig erschwerten. Dieses Vorbringen der Kl&auml;gerin wird den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache nicht gerecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn es ist bereits gekl&auml;rt, dass der Verg&uuml;tungsantrag dem amtlichen Muster entsprechen muss und die Antragsfrist nur durch einen vollst&auml;ndigen, dem amtlichen Muster in allen Einzelheiten entsprechenden Antrag gewahrt wird (vgl. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Oktober 1999 V&nbsp;R&nbsp;76\/98, BFHE 190, 239, BStBl II 2000, 214; BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Juli 2012 V&nbsp;B&nbsp;76\/11, BFH\/NV 2012, 1840).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem ergeben sich die Anforderungen an den Verg&uuml;tungsantrag nicht &#8211;worauf aber die Kl&auml;gerin abstellt&#8211; aus nationalen Vorschriften, sondern unmittelbar aus Art.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a der Achten Richtlinie 79\/1072\/EWG des Rates vom 6.&nbsp;Dezember 1979 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Verfahren zur Erstattung der Mehrwertsteuer an nicht im Inland ans&auml;ssige Steuerpflichtige (Richtlinie 79\/1072\/EWG). Danach hat der Steuerpflichtige den Verg&uuml;tungsantrag nach dem in Anhang&nbsp;A der Richtlinie 79\/1072\/EWG aufgef&uuml;hrten Muster zu stellen, welches unter Ziff.&nbsp;9&nbsp;a bestimmte Angaben des Antragstellers erfordert; welcher Art diese Angaben sein m&uuml;ssen, wird in Anhang&nbsp;C Buchst.&nbsp;F der Richtlinie 79\/1072\/EWG anhand von Beispielen erl&auml;utert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nach Auffassung der Kl&auml;gerin bedarf es der Kl&auml;rung, ob es &quot;gegen den europarechtlichen Grundsatz der Rechtssicherheit [verst&ouml;&szlig;t], wenn der Text des Formulars in Feld&nbsp;9&nbsp;a einerseits und die amtlichen Erl&auml;uterungen zum Ausf&uuml;llen des Feldes andererseits widerspr&uuml;chlich sind bzw. wenn der deutschsprachige amtliche Erl&auml;uterungstext zum Ausf&uuml;llen eines Formulars sinnentstellende &Uuml;bersetzungsfehler enth&auml;lt&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Vorbringen, aufgrund des &Uuml;bersetzungsfehlers in der deutschsprachigen amtlichen Erl&auml;uterung zum Ausf&uuml;llen des Antragformulars (in Anhang&nbsp;C Buchst.&nbsp;F der Richtlinie 79\/1072\/EWG: &quot;f&uuml;r die er die G&uuml;ter erworben bzw. die Leistungen <span style=\"text-decoration:underline\">erbracht<\/span> hat&quot; gegen&uuml;ber z.B. der englischen Fassung &quot;for which he has acquired the goods or <span style=\"text-decoration:underline\">received<\/span> the services&quot;) fehle es an der gebotenen Rechtssicherheit, zur Verteilung der Verantwortlichkeit bei missverst&auml;ndlichen Steuerformularen gebe es ein BFH-Urteil vom 28.&nbsp;September 2011 VII&nbsp;R&nbsp;52\/10 (BFHE 235, 111, BStBl II 2012, 92), hat die Kl&auml;gerin die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache nicht dargelegt, zumal sich unmittelbar aus Art.&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Richtlinie 79\/1072\/EWG ergibt, dass sich der Erstattungsantrag auf den Erwerb von Gegenst&auml;nden oder die <span style=\"text-decoration:underline\">Inanspruchnahme<\/span> von Dienstleistungen zu beziehen hat. Auch fehlt es an einer Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union, wonach einzelne abweichende Sprachfassungen einer Bestimmung keine andere Bedeutung verleihen als in den anderen Sprachfassungen (vgl. z.B. Urteil vom 29.&nbsp;Juli 2010 C-54\/09&nbsp;P &#8211;Griechenland\/Kommission&#8211;, Slg. 2010, I-7537, Rz&nbsp;46).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die Kl&auml;gerin sieht es als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig an, ob ein Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 der Dreizehnten Richtlinie 86\/560\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;November 1986 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Verfahren der Erstattung der Mehrwertsteuer an nicht im Gebiet der Gemeinschaft ans&auml;ssige Steuerpflichtige vorliegt, wenn von einem Antragsteller aus einem Nicht-EU-Land laut Abschn.&nbsp;18.14. Abs.&nbsp;2 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses vom 1.&nbsp;Oktober 2010 (BStBl I 2010, 846) in Ziff.&nbsp;9&nbsp;a des Antragformulars nur &quot;pauschale Erkl&auml;rungen&quot; verlangt werden, w&auml;hrend ein Antrag eines Antragstellers aus einem EU-Mitgliedstaat genauere Angaben enthalten m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch diesbez&uuml;glich hat die Kl&auml;gerin die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache nicht dargetan. Denn eine Rechtsfrage ist nur dann kl&auml;rbar, wenn sie nach den f&uuml;r den BFH bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) in dem erstrebten Revisionsverfahren entscheidungserheblich w&auml;re (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Oktober 2011 V&nbsp;B&nbsp;15\/11, BFH\/NV 2012, 247, m.w.N.). Dies ist hier nicht der Fall, da die Kl&auml;gerin nach den nicht mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen Feststellungen des FG unter Ziff.&nbsp;9&nbsp;a des Antragformulars lediglich &quot;Geschaeftskosten &#8211; Siehe Rechnun&quot; angab, was keinerlei Bezug zu der geforderten Angabe aufweist, wof&uuml;r bzw. aus welchem Anlass sie die mit Steuer belasteten G&uuml;ter erworben bzw. die Leistungen bezogen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Die Kl&auml;gerin h&auml;lt es f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob eine unvollst&auml;ndig ausgef&uuml;llte Steuererkl&auml;rung unwirksam ist, oder ob fehlende Angaben entweder durch einen der Finanzbeh&ouml;rde bekannten Umstand oder durch einen Verweis auf beigef&uuml;gte Unterlagen ersetzt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache reicht es allerdings nicht aus, wenn die Kl&auml;gerin diesbez&uuml;glich vortr&auml;gt, das FG habe hierzu Rechtsprechung des BFH unzutreffend zitiert bzw. die zitierte Rechtsprechung sei nur bedingt anzuwenden oder das FG habe BFH-Rechtsprechung falsch angewandt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;Juni 2008 IX&nbsp;B&nbsp;249\/07, BFH\/NV 2008, 1512, m.w.N.). Im &Uuml;brigen w&auml;re die von der Kl&auml;gerin formulierte Rechtsfrage in einem anschlie&szlig;enden Revisionsverfahren nicht kl&auml;rbar, da &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; nach den Feststellungen des FG (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) die Kl&auml;gerin nicht erkl&auml;rt hat, wof&uuml;r sie die mit Steuer belasteten G&uuml;ter erworben bzw. die Leistungen bezogen hat, und diese Angaben auch heute noch fehlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Wenn die Kl&auml;gerin schlie&szlig;lich gekl&auml;rt wissen will, ob &quot;die unterlassene Pr&uuml;fung der Ordnungsm&auml;&szlig;igkeit eines Verg&uuml;tungsantrags durch die Finanzbeh&ouml;rde innerhalb eines Jahres nach Zugang des Antrags bei der Beh&ouml;rde die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand&quot; erm&ouml;glicht, ist ebenfalls die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache nicht dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin geht f&uuml;r die Frage der Kl&auml;rbarkeit der von ihr gestellten Rechtsfrage offensichtlich davon aus, dass ihre im Zusammenhang mit dem Wiedereinsetzungsantrag gemachten Angaben (&quot;Die von der Kl&auml;gerin erworbenen Leistungen wurden f&uuml;r die unternehmerische T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin erworben. Die erworbenen Leistungen wurden nicht f&uuml;r nichtwirtschaftliche Zwecke der Kl&auml;gerin erworben. Die Kl&auml;gerin ordnet die erworbenen Leistungen ihrer unternehmerischen T&auml;tigkeit zu.&quot;) dem Grunde nach geeignet sind, eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu begr&uuml;nden. Dabei l&auml;sst auch dieser nachgereichte Vortrag nicht erkennen, aus welchem Anlass die sonstigen Leistungen f&uuml;r ihre Zwecke als Unternehmerin verwendet worden sind (vgl. Art.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a i.V.m. Anhang&nbsp;A Ziff.&nbsp;9&nbsp;a der Richtlinie 79\/1072\/EWG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin hat (ebenfalls) nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechend dargelegt, dass im Streitfall eine Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO erforderlich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r diesen Zulassungsgrund gilt ebenso wie f&uuml;r den der grunds&auml;tzlichen Bedeutung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO, dass die Rechtsfortbildung &uuml;ber den Einzelfall hinaus im allgemeinen Interesse liegen und eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rbare Rechtsfrage betreffen muss (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;Dezember 2004 X&nbsp;B&nbsp;48\/04, BFH\/NV 2005, 698, m.w.N.). Die Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechen denen, die f&uuml;r den Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung gelten (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2012 IV&nbsp;B&nbsp;97\/11, BFH\/NV 2012, 1159, Rz&nbsp;6).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit die Kl&auml;gerin einen Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechend dargelegt hat, liegt ein solcher jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt, das FG habe entgegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO in vollem Umfang &uuml;ber ihre Klage durch Urteil entschieden, anstatt das Klageverfahren im Umfang der Teilr&uuml;cknahme einzustellen (vgl. &sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der ger&uuml;gte Verfahrensmangel liegt nicht vor. Wie die Kl&auml;gerin mit der Beschwerde selbst vortr&auml;gt, ist eine teilweise Klager&uuml;cknahme nur m&ouml;glich, wenn der Streitgegenstand teilbar ist. Im Verg&uuml;tungszeitraum bildet jedoch die einzelne Rechnung bzw. der einzelne Vorsteuerbetrag, wie oben unter II.1.a&nbsp;bb dargestellt, keinen eigenen Streitgegenstand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine Verletzung des &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO liegt auch nicht unter dem Gesichtspunkt vor, dass das FG bei nicht teilbarem Streitgegenstand jedenfalls die mit Schriftsatz vom 27.&nbsp;September 2011 erfolgte Einschr&auml;nkung des Klageantrags nicht beachtet habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn das FG hatte gerade &uuml;ber den in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 15.&nbsp;September 2011 gestellten Antrag der Kl&auml;gerin (vgl. Anlage 2 zum Sitzungsprotokoll vom 15.&nbsp;September 2011) in der Besetzung mit drei Richtern und zwei ehrenamtlichen Richtern (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO) zu entscheiden. Die unterschriebene Urteilsformel (vgl. &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 4 FGO) wurde der Gesch&auml;ftsstelle ausweislich der Akten am 22.&nbsp;September 2011 &uuml;bermittelt. Im Tatbestand des angefochtenen Urteils vom 15.&nbsp;September 2011 ist der laut Sitzungsniederschrift in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellte, ma&szlig;gebliche Antrag der Kl&auml;gerin wiedergegeben, in den Entscheidungsgr&uuml;nden sind die die Entscheidung &uuml;ber diesen Antrag tragenden Erw&auml;gungen des FG niedergelegt. Es w&auml;re vielmehr verfahrensfehlerhaft, wenn das FG &uuml;ber einen anderen Antrag entschieden h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Mit dem Vortrag, das FG habe in Bezug auf den Verg&uuml;tungsantrag zu Unrecht Wiedereinsetzung in den vorigen Stand abgelehnt, hat die Kl&auml;gerin einen Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO nicht schl&uuml;ssig dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin kann sich insoweit nicht auf die Kommentierung von Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;115 FGO Rz&nbsp;104 berufen, wonach ein Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO darin begr&uuml;ndet sein kann, dass das Gericht bei fehlerhafter Ablehnung eines Antrags auf Wiedereinsetzung nach &sect;&nbsp;56 FGO ein Prozessurteil anstelle eines Sachurteils erl&auml;sst. Im Streitfall hat das FG ein Sachurteil gef&auml;llt; ob der Kl&auml;gerin Wiedereinsetzung zu gew&auml;hren war, betraf ihren materiell-rechtlichen Anspruch auf Vorsteuerverg&uuml;tung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Schlie&szlig;lich liegt der geltend gemachte Verfahrensmangel, die Kl&auml;gerin sei entgegen Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Grundgesetzes ihrem gesetzlichen Richter entzogen worden, nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Erkennendes Gericht&quot; i.S. des &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;1 FGO ist das Gericht in der Besetzung bei der abschlie&szlig;enden Entscheidung. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Ordnungsm&auml;&szlig;igkeit der Besetzung des Spruchk&ouml;rpers ist der f&uuml;r diesen Zeitpunkt geltende Gesch&auml;ftsverteilungsplan des Gerichts; er regelt konstitutiv die Zust&auml;ndigkeit des Spruchk&ouml;rpers (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;November 2011 IV&nbsp;B&nbsp;30\/10, BFH\/NV 2012, 431, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus Buchst.&nbsp;D i.V.m. Buchst.&nbsp;C des Gesch&auml;ftsverteilungsplans des 2.&nbsp;Senats des FG f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2011, g&uuml;ltig ab dem 1.&nbsp;Juni 2011, vom 25.&nbsp;Mai 2011 ergibt sich hinreichend deutlich, dass f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber den Streitfall der Senat in der Besetzung mit dem Vorsitzenden, der Berichterstatterin sowie deren 1.&nbsp;Vertreter zust&auml;ndig war. Darauf, dass &#8211;wie die Kl&auml;gerin vortr&auml;gt&#8211; am Aushang vor dem Sitzungssaal eine andere Sitzgruppe angezeigt war, kommt es nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat sieht von einer weiteren Begr&uuml;ndung ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.12.2012, XI B 111\/11 Vorsteuerverg&uuml;tungsverfahren; Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgr&uuml;nden; teilweise Klager&uuml;cknahme Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist ein in den Niederlanden ans&auml;ssiges Unternehmen mit dem Gesch&auml;ftsgegenstand &quot;&Ouml;ffentlichkeitsarbeit&quot; (Werbung). Am 27.&nbsp;Juni 2003 beantragte sie beim Beklagten und Beschwerdegegner (Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern &#8211;BZSt&#8211;) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 des Umsatzsteuergesetzes &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-111-11-vorsteuerverguetungsverfahren-anforderungen-an-die-darlegung-von-zulassungsgruenden-teilweise-klageruecknahme\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;111\/11 &#8211; Vorsteuerverg&uuml;tungsverfahren; Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgr&uuml;nden; teilweise Klager&uuml;cknahme<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-33947","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33947","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=33947"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/33947\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=33947"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=33947"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=33947"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}