{"id":33950,"date":"2013-03-26T12:57:57","date_gmt":"2013-03-26T10:57:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=33950"},"modified":"2013-03-26T12:57:57","modified_gmt":"2013-03-26T10:57:57","slug":"i-b-48-12-entsprechende-anwendung-des-par-126-abs-4-fgo-im-verfahren-der-nichtzulassungsbeschwerde-beurteilung-einer-unzulaessig-gebildeten-tantieme-rueckstellung-als-verdeckte-gewinnausschuettung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-48-12-entsprechende-anwendung-des-par-126-abs-4-fgo-im-verfahren-der-nichtzulassungsbeschwerde-beurteilung-einer-unzulaessig-gebildeten-tantieme-rueckstellung-als-verdeckte-gewinnausschuettung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;48\/12 &#8211; Entsprechende Anwendung des &sect; 126 Abs. 4 FGO im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Beurteilung einer unzul&auml;ssig gebildeten Tantieme-R&uuml;ckstellung als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.12.2012, I B 48\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Entsprechende Anwendung des &sect; 126 Abs. 4 FGO im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Beurteilung einer unzul&auml;ssig gebildeten Tantieme-R&uuml;ckstellung als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten um drei Positionen der Gewinnermittlung der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) &#8211;einer im Bereich der Informationstechnologie t&auml;tigen, im Jahr 1990 gegr&uuml;ndeten GmbH&#8211; f&uuml;r das Streitjahr 1996. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gesellschafter der Kl&auml;gerin waren im Streitjahr X sowie dessen Vater zu je 25&nbsp;% sowie die A-GmbH zu 50&nbsp;%. An der A-GmbH waren X, dessen Vater sowie zwei weitere Personen zu je 25&nbsp;% beteiligt. X war zugleich alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin. Nach dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer-Anstellungsvertrag vom 28.&nbsp;September 1990 sollte er ein festes Monatsgehalt von 12.000&nbsp;DM erhalten. In einer Zusatzvereinbarung vom 1.&nbsp;Oktober 1990 wurde jedoch festgelegt, dass die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerbez&uuml;ge vorl&auml;ufig auf 5.000&nbsp;DM festgesetzt w&uuml;rden, weil in den ersten Monaten der Gr&uuml;ndung der Gesellschaft mit keiner positiven Ertragssituation zu rechnen sei; X sollte die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerbez&uuml;ge, auf die er mit dieser Regelung verzichtet habe, nachgezahlt erhalten, sobald sich ein Bilanzgewinn ergebe. Dar&uuml;ber hinaus enthielt die Zusatzvereinbarung eine Tantiemeregelung. Im Dezember 1994 wurde eine &quot;Erh&ouml;hung des Gehalts&quot; des X auf 6.000&nbsp;DM, im Dezember 1995 eine solche auf 12.000&nbsp;DM (zzgl. 13.&nbsp;Monatsgehalt von 12.000&nbsp;DM) vereinbart.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das seinerzeit zust&auml;ndige Finanzamt B erkannte die Gewinnermittlung der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr in folgenden Punkten nicht an und setzte die K&ouml;rperschaftsteuer und den Gewerbesteuermessbetrag entsprechend fest:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; K&uuml;rzung einer Pauschal-R&uuml;ckstellung f&uuml;r ein au&szlig;erordentliches Garantierisiko hinsichtlich Computer-Soft- und -Hardware unter besonderer Ber&uuml;cksichtigung des Risikos der &quot;Jahr-2000-Inkonformit&auml;t&quot; von 289.100&nbsp;DM auf 175.625&nbsp;DM<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; Hinzurechnung einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) in H&ouml;he von 98.000&nbsp;DM wegen der im Streitjahr auf die Tantieme des X entfallenden Aufwendungen (Vorauszahlung von 84.300&nbsp;DM und Zuf&uuml;hrung zur Tantieme-R&uuml;ckstellung von 493.537&nbsp;DM). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der deswegen erhobenen Klage verlangt die Kl&auml;gerin zudem die erstmalige Ber&uuml;cksichtigung einer bislang nicht bilanzierten Verbindlichkeit in H&ouml;he von 429.000&nbsp;DM wegen X nach ihrer Auffassung zustehenden Gehaltsnachzahlungen f&uuml;r den Zeitraum vom 1.&nbsp;Oktober 1990 bis 31.&nbsp;Dezember 1995. Die Klage blieb ohne Erfolg; das Hessische Finanzgericht (FG) hat sie mit Urteil vom 29.&nbsp;Februar 2012&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;812\/09 als unbegr&uuml;ndet abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt mit ihrer Beschwerde die Zulassung der Revision gegen das FG-Urteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das nunmehr f&uuml;r die Kl&auml;gerin zust&auml;ndige Finanzamt &#8211;FA&#8211;) beantragt, die Nichtzulassungsbeschwerde als unzul&auml;ssig zu verwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde liegen &#8211;soweit sie den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entsprechend dargetan worden sind&#8211; nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Als Rechtsfrage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) m&ouml;chte die Kl&auml;gerin zun&auml;chst gekl&auml;rt wissen, ob die Bildung von Pauschalr&uuml;ckstellungen ausgeschlossen sei, &quot;wenn den zu bef&uuml;rchtenden und zu bewertenden Risiken keine Erfahrungswerte aus der Vergangenheit wegen bestehender Einmaligkeit des zu erwartenden k&uuml;nftigen Ereignisses gegen&uuml;berstehen&quot;. Dem FG-Urteil ist jedoch der von der Kl&auml;gerin unterstellte entscheidungserhebliche Rechtssatz, dass k&uuml;nftige, bisher nicht aufgetretene Risiken im Rahmen von Pauschalr&uuml;ckstellungen nicht erfasst werden k&ouml;nnen, nicht zu entnehmen. Ausweislich der Entscheidungsgr&uuml;nde des angefochtenen Urteils hat das FG die R&uuml;ckstellungen wegen des mit der m&ouml;glichen &quot;Jahr-2000-Inkonformit&auml;t&quot; der von der Kl&auml;gerin vertriebenen Software verbundenen Garantie-Risikos deshalb reduziert, weil nach seiner Sachverhaltsw&uuml;rdigung zum 31.&nbsp;Dezember 1996 eine Inanspruchnahme aus derartigen Garantieverpflichtungen (noch) nicht &uuml;berwiegend wahrscheinlich gewesen sei. Die Ausf&uuml;hrungen zu den Voraussetzungen von Pauschalr&uuml;ckstellungen beziehen sich nicht speziell auf das &quot;Jahr-2000-Problem&quot;, sondern auf allgemeine, branchentypische Haftungsrisiken (Urteilsumdruck S.&nbsp;17, 2.&nbsp;Absatz). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch die des Weiteren von der Kl&auml;gerin zur Kl&auml;rung gestellte Rechtsfrage, ob &quot;die allgemeinen Rechtsgrunds&auml;tze zum Gehaltsverzicht mit Besserungsvereinbarung eines beherrschenden Gesellschafters, n&auml;mlich die klare und eindeutige Formulierung der Besserungsabrede, ohne Einschr&auml;nkungen auf den Fall eines nichtbeherrschenden Gesellschafters &uuml;bertragen werden&quot; k&ouml;nnten, geht an den tragenden Erw&auml;gungen des angefochtenen Urteils vorbei. Die Vorinstanz hat r&uuml;ckst&auml;ndige Gehaltsverpflichtungen gegen&uuml;ber X nicht als passivierungsf&auml;hig angesehen, weil es die getroffenen Vereinbarungen dahin ausgelegt hat, X stehe zivilrechtlich ein einklagbarer Zahlungsanspruch gegen die Kl&auml;gerin nicht zu. Soweit das FG in diesem Zusammenhang ausf&uuml;hrt, die Begr&uuml;ndung eines durchsetzbaren Nachzahlungsanspruchs h&auml;tte &quot;eine deutlichere Formulierung nahegelegt, die den Rechtsbindungswillen der Kl&auml;gerin dem Grunde und der H&ouml;he nach erkennen lie&szlig;&quot;, handelt es sich dabei um ein Argument im Rahmen der zivilrechtlichen Vertragsauslegung. Ein Zusammenhang mit den qualifizierten steuerrechtlichen Anforderungen an Vereinbarungen zwischen Gesellschaft und beherrschenden Gesellschaftern (sog. &quot;formeller&quot; Fremdvergleich) ist nicht erkennbar; insbesondere hat das FG sein Ergebnis nicht auf den Rechtssatz gest&uuml;tzt, diese Sonderanforderungen m&uuml;ssten auch f&uuml;r Minderheitsgesellschafter Anwendung finden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. An einem Bezug zu den das angefochtene Urteil tragenden Erw&auml;gungen ermangelt es auch der Verfahrensr&uuml;ge der Kl&auml;gerin (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO), es handele sich um ein &quot;&Uuml;berraschungsurteil&quot;. Die Kl&auml;gerin bringt vor, sie habe nicht damit rechnen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen, dass das FG ma&szlig;geblich darauf abstellen w&uuml;rde, X sei im Verh&auml;ltnis zur Kl&auml;gerin von den Beschr&auml;nkungen des &sect;&nbsp;181 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (Verbot des Selbstkontrahierens) befreit gewesen und habe deshalb &quot;schalten und walten&quot; k&ouml;nnen, wie er gewollt habe. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Solche Erw&auml;gungen finden sich in den Entscheidungsgr&uuml;nden des angefochtenen Urteils an keiner Stelle. Das FG erw&auml;hnt zwar die Befreiung vom Verbot des Selbstkontrahierens gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer-Anstellungsvertrags im Urteilstatbestand, nimmt darauf aber in den Entscheidungsgr&uuml;nden nicht Bezug. Auch st&uuml;tzt das FG seine rechtlichen Beurteilungen nicht auf die Annahme einer beherrschenden Stellung des X im Verh&auml;ltnis zur Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Hinsichtlich der Tantieme-Verpflichtung gegen&uuml;ber X, die das FG jedenfalls in H&ouml;he jener 98.000&nbsp;DM, um die die Tantieme (unerkannt) fehlerhaft berechnet worden war, als vGA angesehen hat, macht die Kl&auml;gerin eine Divergenz zur Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) geltend (Zulassungsgrund der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung, &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO). Sie beruft sich insoweit auf den BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;April 2004 X&nbsp;B&nbsp;130\/03 (BFHReport 2004, 779), dem der Rechtssatz zu entnehmen sei, eine zu geringe Verzinsung eines Gesellschafter-Verrechnungskontos bei einer Kapitalgesellschaft, die auf einem Fehler des Steuerberaters beruhe, k&ouml;nne vor dessen Aufdeckung nicht zu einer vGA f&uuml;hren. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob die geltend gemachte Divergenz tats&auml;chlich vorliegt, bedarf hier keiner Entscheidung. Denn die angestrebte Revision k&ouml;nnte auch dann keinen Erfolg haben, wenn die Falschberechnung der Tantieme nicht als durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst zu beurteilen w&auml;re: Die von der Kl&auml;gerin nicht in Abrede gestellte Falschberechnung f&uuml;hrt n&auml;mlich dazu, dass der Betrag von 493.537&nbsp;DM, den die Kl&auml;gerin der Tantieme-R&uuml;ckstellung zum 31.&nbsp;Dezember des Streitjahrs zugef&uuml;hrt hat, um die falsch berechneten 98.000&nbsp;DM zu k&uuml;rzen ist. In dieser H&ouml;he bestand zivilrechtlich keine Verpflichtung der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber X, so dass weder eine bestehende noch eine ungewisse Verbindlichkeit i.S. von &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Handelsgesetzbuchs gegeben war. Die fehlerhaft gebildete R&uuml;ckstellung durfte das FA der Besteuerung unabh&auml;ngig von der Ursache des Fehlers nicht zugrunde legen. Da es somit in H&ouml;he der Falschberechnung bereits an einer Verm&ouml;gensminderung fehlt, kann sich insoweit die Frage einer vGA von vornherein nicht stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mithin stellt sich die angefochtene Entscheidung aus anderen Gr&uuml;nden als richtig dar und w&uuml;rde deshalb auch bei Vorliegen einer Divergenz eine Zulassung der Revision in entsprechender Anwendung des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO ausscheiden (vgl. BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;M&auml;rz 1994 V&nbsp;B&nbsp;106\/93, BFH\/NV 1995, 315; Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 13.&nbsp;Juni 1977 IV&nbsp;B&nbsp;13.77, BVerwGE 54, 99; a.M. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;61).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.12.2012, I B 48\/12 Entsprechende Anwendung des &sect; 126 Abs. 4 FGO im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Beurteilung einer unzul&auml;ssig gebildeten Tantieme-R&uuml;ckstellung als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung Tatbestand 1&nbsp; I. 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