{"id":35182,"date":"2013-04-11T09:54:38","date_gmt":"2013-04-11T07:54:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=35182"},"modified":"2013-04-11T09:54:38","modified_gmt":"2013-04-11T07:54:38","slug":"iii-r-84-11-abgrenzung-zwischen-den-berufsueblichen-und-den-ausserordentlichen-einkuenften-eines-rechtsanwalts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-84-11-abgrenzung-zwischen-den-berufsueblichen-und-den-ausserordentlichen-einkuenften-eines-rechtsanwalts\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;84\/11 &#8211; Abgrenzung zwischen den berufs&uuml;blichen und den au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften eines Rechtsanwalts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.1.2013, III R 84\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Abgrenzung zwischen den berufs&uuml;blichen und den au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften eines Rechtsanwalts<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Vereinnahmung eines berufs&uuml;blichen Honorars f&uuml;r die Bearbeitung eines mehrj&auml;hrigen Mandats f&uuml;hrt bei einem Rechtsanwalt nicht zu au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften i.S. des &sect; 34 Abs. 2 Nr. 4 EStG. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr (2006) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden. Der Kl&auml;ger ist Rechtsanwalt. Er &uuml;bt diese T&auml;tigkeit in einer Einzelpraxis aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im M&auml;rz 2003 wurde der Kl&auml;ger von einem Geschwisterpaar in einer Erbschaftsangelegenheit mandatiert. Die Mandanten waren die gesetzlichen Erben, und zwar die Nichte und der Neffe der Erblasserin, die ein Verm&ouml;gen von ca. 10&nbsp;Mio.&nbsp;EUR hinterlassen hatte. Da sich aufgrund eines notariellen Erbvertrages eine weitere Person namens E. ber&uuml;hmte, Erbe zu sein, kam es zu einem Rechtsstreit. Der Kl&auml;ger vertrat die Nichte der Erblasserin in einer Erbfeststellungsklage vor dem Landgericht (LG) und beide Mandanten im Erbscheinverfahren vor dem Nachlassgericht sowie als Gesch&auml;digte in einem Strafverfahren gegen E., den Notar R. sowie einen weiteren Hintermann S. Das LG kam im Strafverfahren aufgrund eines Sachverst&auml;ndigengutachtens zu dem Schluss, dass die vorgelegten Urkunden, insbesondere der Erbvertrag, s&auml;mtlich gef&auml;lscht waren. S. wurde die Herausgabe der von ihm verschobenen Verm&ouml;genswerte auferlegt, was im Herbst 2006 auch geschah. E. und R. wurden strafrechtlich verurteilt. Das LG gab der Erbfeststellungsklage mit Vers&auml;umnisurteil im Herbst des Jahres 2006 statt, nachdem es zuvor mit Beschluss vom 23.&nbsp;Dezember 2003 Prozesskostenhilfe (PKH) gew&auml;hrt hatte. Der Kl&auml;ger verzichtete allerdings darauf, Vorsch&uuml;sse gegen&uuml;ber der Staatskasse geltend zu machen. Die Vorsch&uuml;sse h&auml;tten sich wegen der im PKH-Recht vorgesehenen Begrenzung des Gegenstandswerts auf maximal 1.018&nbsp;EUR belaufen. Vorschussanspr&uuml;che gegen&uuml;ber seinen Mandanten machte der Kl&auml;ger schon deswegen nicht geltend, weil diese nicht zahlungsf&auml;hig waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>S. &uuml;berwies schlie&szlig;lich an die Mandanten des Kl&auml;gers auf dessen Anwaltskonto den Betrag von 100.173,09&nbsp;EUR. Nachdem die beiden Mandate betreffend die Erbrechtsklage und die Vertretung als Gesch&auml;digte im Strafverfahren Ende 2006 beendet waren, trafen der Kl&auml;ger und die beiden Mandanten Ende Dezember 2006 zwei Honorarvereinbarungen, die die Zahlung von 40.000&nbsp;EUR f&uuml;r die Erbrechtsklage und von 14.500&nbsp;EUR f&uuml;r die Vertretung im Strafverfahren vorsahen. Die Betr&auml;ge wurden mit der von S. auf das Anwaltskonto &uuml;berwiesenen Summe verrechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Jahresgewinn des Kl&auml;gers aus seiner anwaltlichen T&auml;tigkeit belief sich im Jahr 2003 auf 18.768,51&nbsp;EUR, im Jahr 2004 auf .\/.&nbsp;768,60&nbsp;EUR, im Jahr 2005 auf 20.392,33&nbsp;EUR, im Jahr 2006 auf 61.931,06&nbsp;EUR, im Jahr 2007 auf 67.517,67&nbsp;EUR und im Jahr 2008 auf 45.984,03&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ohne die Honorare aus der Erbrechtsangelegenheit h&auml;tte sich der Jahresgewinn des Kl&auml;gers in 2006 aus seiner anwaltlichen T&auml;tigkeit somit auf 7.431,06&nbsp;EUR (61.931,06&nbsp;EUR .\/. 54.500&nbsp;EUR) belaufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Begehren der Kl&auml;ger, die aufgrund der Honorarvereinbarungen vom Dezember 2006 erzielten Einnahmen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz zu unterwerfen, entsprachen weder der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) noch das Finanzgericht (FG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die unzutreffende Anwendung des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG durch das FG. Dessen Auffassung, freiberuflich t&auml;tige Rechtsanw&auml;lte k&ouml;nnten wegen ihres typischerweise schwankenden Einkommens keine au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte im Sinne der genannten Vorschrift haben, versto&szlig;e bereits gegen den Gesetzeswortlaut. Denn der Kl&auml;ger habe zweifellos f&uuml;r die Vertretung seiner Mandanten eine Verg&uuml;tung f&uuml;r eine mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit erhalten. Au&szlig;erdem verletze die vom FG vertretene Auslegung den Grundsatz der Gleichbehandlung der Einkunftsarten. Die Tariferm&auml;&szlig;igung werde ihm allein wegen seiner Zugeh&ouml;rigkeit zur Gruppe der Freiberufler versagt. Das Argument des typischerweise schwankenden Einkommens stelle keinen sachlichen Grund dar, sondern diskriminiere willk&uuml;rlich seine Berufsgruppe gegen&uuml;ber Steuerpflichtigen mit gleichm&auml;&szlig;igem Jahreseinkommen. Die &quot;naturgegebene&quot; Benachteiligung der unternehmerisch t&auml;tigen Steuerpflichtigen durch den progressiven Tarif werde durch die Versagung der Tarifbeg&uuml;nstigung noch verst&auml;rkt. Die Behauptung vom typischerweise schwankenden Einkommen sei &uuml;berdies empirisch nicht belegt; bei &Auml;rzten mit einem bestimmten Patientenstamm d&uuml;rfte das Einkommen keinen nennenswerten Schwankungen unterliegen. Letztlich w&uuml;rden nur Staatsbedienstete in den Genuss der Steuererm&auml;&szlig;igung kommen k&ouml;nnen. Die von der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung herausgearbeiteten Fallgruppen der ausnahmsweisen Anwendung des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG auf Freiberufler habe keine Grundlage im Gesetzwortlaut und konterkariere den Zweck des &sect;&nbsp;34 EStG. Entsprechende Einschr&auml;nkungen gebe es bei abh&auml;ngig besch&auml;ftigten Steuerpflichtigen nicht. Mit dem Urteil vom 14.&nbsp;Dezember 2006 IV&nbsp;R&nbsp;57\/05 (BFHE 216, 247, BStBl II 2007, 180) habe der Bundesfinanzhof (BFH) einen z&ouml;gerlichen Kurswechsel eingeleitet und im Ergebnis die Fallgruppenbildung aufgegeben. Nach diesem Urteil sei f&uuml;r die Tariferm&auml;&szlig;igung lediglich Voraussetzung, dass die geballte Verg&uuml;tung f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten eine Progressionswirkung typischerweise erwarten lasse. Dass die Verg&uuml;tung erst nach einem vorangegangenen Rechtsstreit gezahlt worden sei, stelle nur ein konkretes Beispiel f&uuml;r das &quot;typischerweise Erwartenlassen&quot; einer abzumildernden Progressionswirkung dar. Selbst bei Beibehaltung der Fallgruppenbildung m&uuml;sse im Streitfall in Fortentwicklung des genannten BFH-Urteils eine neue Fallgruppe gebildet werden. Ein Freiberufler habe jedenfalls dann au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte, wenn er ohne ihm zuzurechnende Gr&uuml;nde die Verg&uuml;tung f&uuml;r eine mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit in den jeweiligen Veranlagungszeitr&auml;umen nicht erhalte und ihm die Verg&uuml;tung erst sp&auml;ter in einem Veranlagungszeitraum nach Wegfall der Hinderungsgr&uuml;nde zusammengeballt zuflie&szlig;en w&uuml;rde. Im Streitfall habe er keine M&ouml;glichkeit gehabt, die Zusammenballung zu verhindern. Auf die von &sect;&nbsp;9 des Rechtsanwaltsverg&uuml;tungsgesetzes (RVG) beziehungsweise vom vormals geltenden &sect;&nbsp;17 der Bundesrechtsanwaltsgeb&uuml;hrenordnung (BRAGO) einger&auml;umte M&ouml;glichkeit, Vorsch&uuml;sse zu verlangen, k&ouml;nne er nicht verwiesen werden, weil seine Mandanten finanziell nicht in der Lage gewesen seien, Vorschusszahlungen zu leisten und das Beharren auf einer Zahlung eine Mandatsk&uuml;ndigung h&auml;tte provozieren k&ouml;nnen. Eine Einnahmengl&auml;ttung durch Vorschusszahlungen, wie im BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Februar 1972 IV&nbsp;R&nbsp;8\/68 (BFHE 105, 255, BStBl II 1972, 529) angesprochen, sei im Streitfall demnach nicht m&ouml;glich gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;, unter Aufhebung des angegriffenen Urteils den Einkommensteuerbescheid 2006 vom 3.&nbsp;Januar 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 27.&nbsp;Oktober 2008 dahingehend abzu&auml;ndern, dass die Einkommensteuer auf 5.618&nbsp;EUR und der Solidarit&auml;tszuschlag auf 207,35&nbsp;EUR herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten haben &uuml;bereinstimmend auf die Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht den erm&auml;&szlig;igten Steuersatz nicht auf die streitgegenst&auml;ndlichen Einnahmen angewandt. Berufs&uuml;bliche Honorareinnahmen eines Rechtsanwalts f&uuml;hren zu laufenden Gewinnen, die dem Regelsteuersatz zu unterwerfen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG ist die auf au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte entfallende Einkommensteuer nach besonderen Regeln zu berechnen. Als au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte kommen nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG Verg&uuml;tungen f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Anwendung der bei au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften vorgesehenen Tariferm&auml;&szlig;igung reicht es nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH grunds&auml;tzlich nicht aus, dass ein freiberuflich t&auml;tiger Steuerpflichtiger f&uuml;r eine mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit ein berufs&uuml;bliches Honorar erh&auml;lt. Zum Zwecke der Abgrenzung der dem gew&ouml;hnlichen Tarif unterliegenden laufenden Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit von den erm&auml;&szlig;igt besteuerten au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften sind auch solche Eink&uuml;nfte, die Ertrag einer mehrj&auml;hrigen T&auml;tigkeit darstellen, nur dann den au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften zuzuordnen, wenn der Steuerpflichtige sich w&auml;hrend mehrerer Jahre ausschlie&szlig;lich einer bestimmten Sache gewidmet und die Verg&uuml;tung daf&uuml;r in einem einzigen Veranlagungszeitraum erhalten hat oder wenn eine sich &uuml;ber mehrere Jahre erstreckende Sondert&auml;tigkeit, die von der &uuml;brigen T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen ausreichend abgrenzbar ist und nicht zum regelm&auml;&szlig;igen Gewinnbetrieb geh&ouml;rt, in einem einzigen Veranlagungszeitraum entlohnt wird (BFH-Urteil in BFHE 216, 247, BStBl II 2007, 180, m.w.N.). Auch wenn eine einmalige Sonderzahlung f&uuml;r langj&auml;hrige Dienste aufgrund einer arbeitnehmer&auml;hnlichen Stellung geleistet wird, kommt &sect;&nbsp;34 EStG zur Anwendung (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Juli 2004 XI&nbsp;R&nbsp;44\/03, BFHE 208, 110, BStBl II 2005, 276). Daneben hat der IV.&nbsp;Senat des BFH au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte auch f&uuml;r den Fall bejaht, dass dem Steuerpflichtigen eine Verg&uuml;tung f&uuml;r eine mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit aufgrund einer vorausgegangenen rechtlichen Auseinandersetzung zusammengeballt zuflie&szlig;t (BFH-Urteil in BFHE 216, 247, BStBl II 2007, 180).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen handelt es sich bei den Verg&uuml;tungen, die der Kl&auml;ger im Zusammenhang mit der Erbrechtsangelegenheit erhalten hat, nicht um au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte. Der Kl&auml;ger war, was von ihm selbst nicht angezweifelt wird, weder in einer arbeitnehmer&auml;hnlichen Stellung, noch hat er eine abgrenzbare Sondert&auml;tigkeit entfaltet. Er hat sich auch nicht w&auml;hrend mehrerer Jahre ausschlie&szlig;lich einer bestimmten Sache gewidmet. Vielmehr hat er einen f&uuml;r den Beruf des Rechtsanwalts typischen Auftrag ausgef&uuml;hrt und nach Mandatsende abgerechnet (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Februar 1993 I&nbsp;R&nbsp;119\/91, BFH\/NV 1993, 593). Die erhaltene Verg&uuml;tung hat er nicht als Nachzahlung aufgrund einer vorausgegangenen rechtlichen Auseinandersetzung erhalten, so dass, ungeachtet der Frage, ob der Senat der Rechtsauffassung des IV.&nbsp;Senats in dessen Urteil in BFHE 216, 247, BStBl II 2007, 180 beitreten k&ouml;nnte, auch unter diesem Gesichtspunkt die Anwendung des &sect;&nbsp;34 EStG ausgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der BFH hat in den vergangenen Jahrzehnten seine auf Entscheidungen des Reichsfinanzhofs &#8211;RFH&#8211; (z.B. RFH-Urteile vom 19.&nbsp;Juni 1923 VIe&nbsp;A&nbsp;10\/13, RFHE 12, 228 betreffend Rechtsanwalt; vom 16.&nbsp;Dezember 1931 VI&nbsp;A&nbsp;1277\/31, RStBl 1932, 169 betreffend Ingenieur; vom 19.&nbsp;Februar 1936 VI&nbsp;A&nbsp;71\/36, RStBl 1936, 651 betreffend Testamentsvollstreckert&auml;tigkeit eines Rechtsanwalts; vom 21.&nbsp;September 1944 IV&nbsp;139\/43, RStBl 1944, 748 betreffend Rechtsanwalt) zur&uuml;ckgehende Rechtsprechung zur Anwendung des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG &#8211;bzw. der Vorg&auml;ngervorschriften&#8211; im Bereich der Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit wiederholt im Hinblick auf verschiedentlich erhobene Einwendungen &uuml;berpr&uuml;ft und stets daran festgehalten, dass die Anwendung der Tariferm&auml;&szlig;igung auf besondere T&auml;tigkeiten beschr&auml;nkt ist, die von der &uuml;blichen T&auml;tigkeit eines Freiberuflers abgrenzbar sein m&uuml;ssen (z.B. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Mai 1961 IV&nbsp;275\/59&nbsp;U, BFHE 73, 730, BStBl III 1961, 532; vom 22.&nbsp;Mai 1975 IV&nbsp;R&nbsp;33\/72, BFHE 116, 136, BStBl II 1975, 765; in BFH\/NV 1993, 593). Auch der erkennende Senat sieht keine Veranlassung zu einer &Auml;nderung oder Fortentwicklung dieser Rechtsprechung. Die Einwendungen der Revision sind nicht stichhaltig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grundlage der st&auml;ndigen Rechtsprechung ist der Befund, dass mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten und die hierf&uuml;r erhaltenen Verg&uuml;tungen bei freiberuflich t&auml;tigen Steuerpflichtigen nicht un&uuml;blich sind, h&auml;ufig sogar die Regel sein d&uuml;rften. Zu denken ist etwa an einen forensisch t&auml;tigen Rechtsanwalt, der angesichts der Dauer der vorgerichtlichen Auseinandersetzung und der in Deutschland &uuml;blichen gerichtlichen Verfahrenslaufzeiten nicht selten mehrj&auml;hrig i.S. des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG &#8211;daf&uuml;r gen&uuml;gt bereits ein 13&nbsp;Monate dauerndes Mandat&#8211; in Anspruch genommen wird. Dass, von den streitigen Einnahmen abgesehen, noch weitere Honorareinnahmen aus einer mehrj&auml;hrigen T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers herr&uuml;hren, erscheint auch im Streitfall nicht fernliegend. Die Bearbeitung der an Architekten oder Ingenieure erteilten Auftr&auml;ge wird ebenfalls vielfach mehr als ein Jahr ben&ouml;tigen. Ohne Einschr&auml;nkung des Gesetzeswortlauts w&auml;ren damit erhebliche Teile der von Freiberuflern erzielten Eink&uuml;nfte keine laufenden Gewinne, sondern bei Bezahlung zum Zeitpunkt der Auftragsbeendigung (vgl. z.B. &sect;&nbsp;15 der Honorarordnung f&uuml;r Architekten und Ingenieure und &sect;&sect;&nbsp;8, 10 RVG) au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte. Dies w&uuml;rde nicht nur zu ganz erheblichen Schwierigkeiten bei der Durchf&uuml;hrung der Veranlagungsarbeiten f&uuml;hren (zu diesem Praktikabilit&auml;tsargument bereits RFH-Urteil in RStBl 1932, 169; BFH-Urteil in BFHE 116, 136, BStBl II 1975, 765). Was sachlich deutlich schwerer wiegt, ist der Umstand, dass die berufs&uuml;blichen Eink&uuml;nfte von Freiberuflern in betr&auml;chtlichem Umfang nicht dem Regelsteuersatz unterliegen w&uuml;rden, was diese Personengruppe gegen&uuml;ber anderen Steuerpflichtigen privilegieren w&uuml;rde, die, wie z.B. Arbeitnehmer, ihre berufs&uuml;blichen Eink&uuml;nfte &quot;normal&quot; versteuern m&uuml;ssen. Daher geht das Revisionsvorbringen zur angeblichen Diskriminierung einer ganzen Berufsgruppe schon im Ansatzpunkt fehl.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Folge der H&auml;ufigkeit und Regelm&auml;&szlig;igkeit, mit der mehrj&auml;hrige Auftr&auml;ge von Freiberuflern typischerweise angenommen, abgewickelt und abgerechnet werden, gehen Verg&uuml;tungen &#8211;auch ohne Vorschusszahlungen&#8211; f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten kontinuierlich in die Gewinnermittlung der jeweiligen Veranlagungszeitr&auml;ume ein und sorgen schon hierdurch, jedenfalls bei halbwegs stabiler Auftragslage, f&uuml;r die von &sect;&nbsp;34 EStG bezweckte Tarifgl&auml;ttung (so zutreffend bereits Strutz, Kommentar zum Einkommensteuergesetz 1925, II.&nbsp;Band, S.&nbsp;956). Bei instabiler Auftragslage oder &uuml;berhaupt bei wechselhaftem unternehmerischen Erfolg in einzelnen Jahren sind die daraus resultierenden Steuersatzunterschiede von den betroffenen Steuerpflichtigen hinzunehmen. Denn &sect;&nbsp;34 EStG dient nicht dazu, die nachteiligen Folgen temporal schwankender Eink&uuml;nfte generell auszugleichen (vgl. RFH-Urteil in RStBl 1936, 651). Dass im Streitfall die mit dem Erbrechtsmandat verbundenen Honorareinnahmen im Vergleich zu den &uuml;brigen Einnahmen des Kl&auml;gers betragsm&auml;&szlig;ig weit herausragten und zur &quot;schwankenden&quot; Einnahmesituation gef&uuml;hrt haben, ist im Wesentlichen Folge des in der Akquisition und Bearbeitung eines Gro&szlig;mandats zu erblickenden unternehmerischen Erfolgs. Die sich aus dem Vergleich zu anderen Mandaten ergebende relative &quot;Gr&ouml;&szlig;e&quot; eines Einzelmandats kann f&uuml;r sich genommen nicht zur Annahme &quot;au&szlig;erordentlicher&quot; Eink&uuml;nfte und zur Anwendung der Tariferm&auml;&szlig;igung f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die hiernach gebotene Abgrenzung zwischen berufs&uuml;blichen Honoraren und au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften hat die Rechtsprechung die oben erw&auml;hnten Fallgruppen gebildet. Der Streitfall gibt keine Veranlassung, eine neue Fallgruppe zu entwickeln bzw. eine bestehende zu erweitern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Tatsache, dass der Kl&auml;ger im Streitfall von seinen Mandanten keine Vorschusszahlungen erlangen konnte, &auml;ndert an der Berufs&uuml;blichkeit des Honorars nichts. Honorareinnahmen sind nicht deshalb &quot;au&szlig;erordentlich&quot; oder atypisch, weil der Auftraggeber finanziell nicht oder kaum in der Lage ist, Vorschusszahlungen zu leisten. Wenn es rechtlich auf den Umstand ank&auml;me, ob eine Vorschusszahlung realisierbar ist oder nicht, w&auml;re die Abgrenzbarkeit laufender von au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften zudem in der Praxis kaum zu leisten. Denn bei einer Vielzahl von Mandaten m&uuml;ssten die wahren Gr&uuml;nde f&uuml;r die Nichtleistung eines Vorschusses (Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung, R&uuml;cksichtnahme auf eine langj&auml;hrige Kundenbeziehung, Gefahr der Mandatsk&uuml;ndigung bei als unangemessen empfundenem Vorschussverlangen, Bewilligung von PKH, Zahlungsunf&auml;higkeit des Auftraggebers u.&auml;.) ermittelt werden, um die von Amts wegen vorzunehmende Entscheidung &uuml;ber den anzuwendenden Tarif treffen zu k&ouml;nnen. Schlie&szlig;lich l&auml;sst die M&ouml;glichkeit der Bewilligung von PKH und der hieraus resultierende, gegen die Staatskasse gerichtete Vorschussanspruch des Anwalts gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;45, 47 RVG (entspricht &sect;&sect;&nbsp;121, 127 BRAGO) eine Zusammenballung von Eink&uuml;nften mit entsprechender Progressionswirkung nicht typischerweise erwarten. Der Einwand der Kl&auml;ger, dass die Verg&uuml;tung nach PKH-Grunds&auml;tzen im Streitfall im Vergleich zum Gegenstandswert wegen einer gesetzlichen Geb&uuml;hrendeckelung recht niedrig gewesen w&auml;re (vgl. &sect;&nbsp;49 RVG, &sect;&nbsp;123 BRAGO), rechtfertigt keine andere Beurteilung. Denn die H&ouml;he der im Einzelfall gezahlten Verg&uuml;tung ist f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;34 EStG nicht rechtserheblich. Auch bei einem &quot;kleinen&quot; mehrj&auml;hrigen Mandat m&uuml;sste, wollte man der Revision folgen, die Tariferm&auml;&szlig;igung grunds&auml;tzlich gew&auml;hrt werden. Bei einem solchen Mandat h&auml;tten Vorschusszahlungen auf der Grundlage der &sect;&sect;&nbsp;47 RVG, 127 BRAGO aber durchaus Gewicht, da bei niedrigen Gegenstandswerten der beigeordnete Rechtsanwalt dieselben Geb&uuml;hren erh&auml;lt wie ein Wahlanwalt (M&uuml;ller-Rabe in Gerold\/Schmidt, Rechtsanwaltsverg&uuml;tungsgesetz, Kommentar, 20.&nbsp;Aufl. 2012, &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die vom Kl&auml;ger auf der Basis des BFH-Urteils in BFHE 216, 247, BStBl II 2007, 180 begehrte Fortentwicklung der dort angesprochenen Fallgruppe kommt nicht in Betracht. Der Entscheidung des IV.&nbsp;Senats lag nicht der Normalfall der &uuml;blichen Honorierung einer typischen freiberuflichen Leistung zugrunde, sondern ein au&szlig;erordentliches, nicht dem normalen Ablauf entsprechendes Ereignis. Erst dieses ungew&ouml;hnliche, also gerade nicht berufstypische Geschehen f&uuml;hrte zu einem zusammengeballten Einnahmenzufluss, der eine entsprechende Progressionswirkung erwarten lie&szlig;. Dieses atypische Ereignis war ein mit der kassen&auml;rztlichen Vereinigung gef&uuml;hrter Prozess &uuml;ber die &#8211;erst durch ein Grundsatzurteil des Bundessozialgerichts (BSG) gekl&auml;rte&#8211; Punktbewertung psychotherapeutischer Leistungen (vgl. BSG-Urteil vom 25.&nbsp;August 1999 B&nbsp;6&nbsp;KA&nbsp;14\/98&nbsp;R, BSGE 84, 235), die nach dem Obsiegen des Steuerpflichtigen zu einer einmaligen Nachzahlung f&uuml;r die Vielzahl der in mehreren zur&uuml;ckliegenden Jahren erbrachten &auml;rztlichen Leistungen f&uuml;hrte. Damit ist der vorliegende Fall einer gew&ouml;hnlichen Honorierung eines Rechtsanwalts nicht vergleichbar. An der Vergleichbarkeit w&uuml;rde es entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers auch dann fehlen, wenn ein Rechtsanwalt sein berufs&uuml;bliches Honorar f&uuml;r eine mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit nicht durch freiwillige Zahlung des Mandanten, sondern erst aufgrund einer Honorarklage erhielte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.1.2013, III R 84\/11 Abgrenzung zwischen den berufs&uuml;blichen und den au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften eines Rechtsanwalts Leits&auml;tze Die Vereinnahmung eines berufs&uuml;blichen Honorars f&uuml;r die Bearbeitung eines mehrj&auml;hrigen Mandats f&uuml;hrt bei einem Rechtsanwalt nicht zu au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften i.S. des &sect; 34 Abs. 2 Nr. 4 EStG. Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-84-11-abgrenzung-zwischen-den-berufsueblichen-und-den-ausserordentlichen-einkuenften-eines-rechtsanwalts\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;84\/11 &#8211; Abgrenzung zwischen den berufs&uuml;blichen und den au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nften eines Rechtsanwalts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-35182","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35182","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35182"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35182\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35182"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35182"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35182"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}