{"id":35188,"date":"2013-04-11T09:54:35","date_gmt":"2013-04-11T07:54:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=35188"},"modified":"2013-04-11T09:54:35","modified_gmt":"2013-04-11T07:54:35","slug":"grs-1-10-aufgabe-des-subjektiven-fehlerbegriffs-hinsichtlich-bilanzieller-rechtsfragen-massgeblichkeit-der-objektiven-rechtslage-umfang-der-entscheidung-nach-par-11-abs-7-satz-1-fgo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/grs-1-10-aufgabe-des-subjektiven-fehlerbegriffs-hinsichtlich-bilanzieller-rechtsfragen-massgeblichkeit-der-objektiven-rechtslage-umfang-der-entscheidung-nach-par-11-abs-7-satz-1-fgo\/","title":{"rendered":"GrS&nbsp;1\/10 &#8211; Aufgabe des subjektiven Fehlerbegriffs hinsichtlich bilanzieller Rechtsfragen &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der objektiven Rechtslage &#8211; Umfang der Entscheidung nach &sect; 11 Abs. 7 Satz 1 FGO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 31.1.2013, GrS 1\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufgabe des subjektiven Fehlerbegriffs hinsichtlich bilanzieller Rechtsfragen &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der objektiven Rechtslage &#8211; Umfang der Entscheidung nach &sect; 11 Abs. 7 Satz 1 FGO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Das Finanzamt ist im Rahmen der ertragsteuerrechtlichen Gewinnermittlung auch dann nicht an die rechtliche Beurteilung gebunden, die der vom Steuerpflichtigen aufgestellten Bilanz (und deren einzelnen Ans&auml;tzen) zugrunde liegt, wenn diese Beurteilung aus der Sicht eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung vertretbar war.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>A. Vorgelegte Rechtsfrage, Sachverhalt und Ausgangsverfahren, Anrufungsbeschluss, Stellungnahmen der Beteiligten<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>I. Vorgelegte Rechtsfrage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Der I.&nbsp;Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat durch Beschluss vom 7.&nbsp;April&nbsp;2010 I&nbsp;R&nbsp;77\/08 (BFHE 228, 533, BStBl II 2010, 739) dem Gro&szlig;en Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;4 der Finanzgerichtsordnung (FGO) folgende Rechtsfrage zur Entscheidung vorgelegt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Ist das Finanzamt im Rahmen der ertragsteuerlichen Gewinnermittlung in Bezug auf zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung ungekl&auml;rte bilanzrechtliche Rechtsfragen an die Auffassung gebunden, die der vom Steuerpflichtigen aufgestellten Bilanz zugrunde liegt, wenn diese Rechtsauffassung aus der Sicht eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns vertretbar war?<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>II. <\/strong><strong>Sachverhalt und Ausgangsverfahren<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, die die Konstruktion, die Herstellung und den Betrieb eines mobilen Zellularfunknetzes (Mobilfunknetzes) zum Gegenstand hat. Im Streitjahr (1996) bot sie ihren Kunden den verbilligten Erwerb von Mobiltelefonen f&uuml;r den Fall an, dass diese mit ihr einen Mobilfunkdienstleistungsvertrag (MFD-Vertrag) mit einer Laufzeit von mindestens 24&nbsp;Monaten abschlossen oder einen bestehenden Vertrag entsprechend verl&auml;ngerten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) war der Auffassung, die durch die verbilligte Abgabe der Mobiltelefone entstandene Betriebsverm&ouml;gensminderung stelle einen Aufwand dar, der sich im Streitjahr nicht in vollem Umfang gewinnmindernd auswirken d&uuml;rfe. Vielmehr m&uuml;sse der Aufwand gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG, hier und im Folgenden i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes) durch Ansatz eines aktiven Rechnungsabgrenzungspostens (RAP) periodengerecht &uuml;ber die Laufzeit des MFD-Vertrags verteilt werden. Dementsprechend legte es der Steuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr abweichend von der Bilanz, die die Kl&auml;gerin eingereicht hatte, einen um einen entsprechenden aktiven RAP erh&ouml;hten Bilanzgewinn zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Die Klage blieb erfolglos. Das Urteil des Finanzgerichts (FG) ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1607 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung von &sect;&nbsp;5&nbsp;&nbsp;Abs.&nbsp;5 Satz 1 Nr.&nbsp;1 EStG. Die Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung des aktiven RAP l&auml;gen nicht vor. Sehe man dies anders, sei das FA dennoch unter Ber&uuml;cksichtigung des subjektiven Fehlerbegriffs an die in der eingereichten Bilanz zum Ausdruck kommende Rechtsauffassung gebunden, der RAP sei nicht zu bilden. Diese Rechtsauffassung habe n&auml;mlich bei der Aufstellung der Bilanz wegen der seinerzeit ungekl&auml;rten Rechtslage der kaufm&auml;nnischen Sorgfalt nicht widersprochen. Die angefochtenen Bescheide seien daher entsprechend zu &auml;ndern. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>III. Vorlagebeschluss des I.&nbsp;Senats<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Der I.&nbsp;Senat teilt die Auffassung von FA und FG zu den materiell-rechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r die Bildung des RAP. Er ist ferner der Ansicht, der RAP sei bei der Steuerfestsetzung zu ber&uuml;cksichtigen, obwohl die Entscheidung der Kl&auml;gerin, den RAP in der von ihr eingereichten Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 1996 nicht zu bilden, zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung der kaufm&auml;nnischen Sorgfalt entsprochen habe und somit subjektiv nicht fehlerhaft gewesen sei. Da diese Ansicht von der bisherigen Rechtsprechung des BFH zum subjektiven Fehlerbegriff abweiche und es sich um eine zentrale und umstrittene, alle mit Bilanzrecht befassten Senate des BFH betreffende Grundfrage des Bilanzsteuerrechts mit gro&szlig;er praktischer Bedeutung handele, sei die Vorlage an den Gro&szlig;en Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;4 FGO wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung geboten. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>IV. Stellungnahmen der Beteiligten<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin h&auml;lt die Vorlage f&uuml;r unzul&auml;ssig. Die vorgelegte Rechtsfrage sei nicht entscheidungserheblich, da im Streitfall offensichtlich kein aktiver RAP zu bilden sei. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen m&uuml;sse hinsichtlich der Beurteilung von Rechtsfragen durch den bilanzierenden Steuerpflichtigen am subjektiven Fehlerbegriff festgehalten werden, der zu den Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (GoB) geh&ouml;re und auch bei der Abschlusspr&uuml;fung und Bilanzkontrolle angewendet werde. Er sei daher f&uuml;r das Steuerrecht ebenfalls verbindlich, zumal aufgrund der &quot;Zweischneidigkeit der Bilanz&quot; eine zutreffende Totalgewinnermittlung gew&auml;hrleistet sei. Darin unterscheide sich die Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG) von der Ermittlung des Gewinns als &Uuml;berschuss der Betriebseinnahmen &uuml;ber die Betriebsausgaben (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG) und von der Ermittlung der Eink&uuml;nfte als &Uuml;berschuss der Einnahmen &uuml;ber die Werbungskosten (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;8 bis 9a EStG). Eine &Auml;nderung des urspr&uuml;nglichen Jahresabschlusses sei zudem zeit- und kostenaufwendig, k&ouml;nne eine Nachtragspr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;316 Abs.&nbsp;3 des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie eine erneute Feststellung und Offenlegung (&sect;&nbsp;325 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;6 HGB) notwendig machen und auf der Grundlage des Jahresabschlusses gefasste Gewinnverwendungsbeschl&uuml;sse infrage stellen. Dem sorgf&auml;ltig Bilanzierenden d&uuml;rften aus sp&auml;terer besserer Tatsachen- oder Rechtserkenntnis keine Nachteile erwachsen. Dem subjektiven Fehlerbegriff komme deshalb eine Schutzfunktion zugunsten des Steuerpflichtigen zu. Es d&uuml;rfe sich nicht zu seinen Lasten auswirken, wenn er sich bei der Bilanzierung an sp&auml;ter aufgegebener h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung orientiert habe. Wenn sich die Rechtsprechung aber zugunsten des Steuerpflichtigen &auml;ndere, m&uuml;sse er zu einer r&uuml;ckwirkenden Bilanzberichtigung berechtigt sein. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>2. Das FA sieht die Vorlage als zul&auml;ssig an. Der Gro&szlig;e Senat habe die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Bildung des RAP nicht zu pr&uuml;fen. Die Vorlagefrage sei zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>3. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF), das dem Verfahren nach &sect;&nbsp;122 Abs.&nbsp;2 FGO beigetreten ist, bejaht ebenfalls die Zul&auml;ssigkeit der Vorlage. &Uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Bildung des RAP habe der Gro&szlig;e Senat nicht zu entscheiden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Zur Vorlagefrage selbst vertritt das BMF die Auffassung, am subjektiven Fehlerbegriff k&ouml;nne bezogen auf die Beurteilung von Rechtsfragen nicht mehr uneingeschr&auml;nkt festgehalten werden. Das Finanzamt habe die Richtigkeit der Bilanz auf der Grundlage der ma&szlig;geblichen Vorschriften zu pr&uuml;fen und k&ouml;nne und m&uuml;sse bei einem Versto&szlig; gegen diese Vorschriften bei der Steuerfestsetzung unter Ber&uuml;cksichtigung der allgemeinen verfahrensrechtlichen Bestimmungen zugunsten oder zuungunsten des Steuerpflichtigen von der Bilanz abweichen. Es komme dabei nicht darauf an, ob die Voraussetzungen f&uuml;r eine Berichtigung der Bilanz durch den Steuerpflichtigen selbst erf&uuml;llt seien. Bei der Steuerfestsetzung k&ouml;nne es kein auf die Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich beschr&auml;nktes Wahlrecht zwischen subjektiver und objektiver Rechtm&auml;&szlig;igkeit geben. Dies folge insbesondere auch aus der verfassungsrechtlichen Bindung der Finanzverwaltung an Gesetz und Recht (Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;). Es k&ouml;nne sich dabei nur um das &quot;objektiv richtige&quot; Recht handeln, und zwar auch bei einer im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung noch ungekl&auml;rten Rechtslage. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Am subjektiven Fehlerbegriff m&uuml;sse hinsichtlich der Beurteilung von Rechtsfragen auch nicht im Hinblick auf den Schutz des Vertrauens auf eine zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung geltende, f&uuml;r den Steuerpflichtigen steuerlich g&uuml;nstige Verwaltungsauffassung oder Rechtsprechung festgehalten werden. &Auml;ndere sich die Verwaltungsauffassung oder Rechtsprechung nach diesem Zeitpunkt zulasten des Steuerpflichtigen, sei ihm entsprechend der bisherigen Praxis unabh&auml;ngig vom subjektiven Fehlerbegriff Vertrauensschutz zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Falls sich der Gro&szlig;e Senat der Auffassung des I.&nbsp;Senats anschlie&szlig;e, solle er im Interesse der Rechtssicherheit und des Rechtsfriedens &Uuml;bergangsregelungen zugunsten der Finanzverwaltung treffen, und zwar vor allem hinsichtlich der bisher mit Hinweis auf den subjektiven Fehlerbegriff abgelehnten Passivierung von den Steuerpflichtigen materiell-rechtlich zustehenden R&uuml;ckstellungen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>B. Entscheidung des Gro&szlig;en Senats zu Verfahrensfragen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>I. Keine m&uuml;ndliche Verhandlung<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat entscheidet gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 FGO ohne m&uuml;ndliche Verhandlung, weil eine weitere F&ouml;rderung der Entscheidung durch eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht zu erwarten ist. Die Vorlagefrage und die unterschiedlichen Auffassungen, die dazu in Rechtsprechung, Schrifttum und Verwaltungsanweisungen vertreten werden, sind im Vorlagebeschluss eingehend dargestellt worden. Die Beteiligten hatten Gelegenheit, zu der Vorlagefrage Stellung zu nehmen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>                                                                                    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>II. Zul&auml;ssigkeit der Vorlage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Die Vorlage ist zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>1. Vorlagegrund<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Die vorgelegte Frage ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;4 FGO von grunds&auml;tzlicher Bedeutung. Ob an der bisherigen Rechtsprechung des BFH zum subjektiven Fehlerbegriff festzuhalten ist, ist f&uuml;r die Bilanzierungspraxis von gro&szlig;er Tragweite und in der Literatur umstritten (BFH-Beschluss in BFHE 228, 533, BStBl&nbsp;II 2010, 739, Rz&nbsp;36&nbsp;ff., und unten C.I.3.). Die vorgelegte Frage kann sich bei allen Senaten des BFH stellen, die mit Bilanzierungsfragen befasst sind. Im &Uuml;brigen entscheidet der vorlegende Senat, ob die Anrufung des Gro&szlig;en Senats zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich ist (BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;August 2000 GrS&nbsp;2\/99, BFHE 192, 339, BStBl II 2000, 632, unter B.II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>2. Entscheidungserheblichkeit<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Die vorgelegte Rechtsfrage ist f&uuml;r die Entscheidung des I.&nbsp;Senats rechtserheblich. Je nach ihrer Beantwortung hat die Revision der Kl&auml;gerin nach der der Vorlage zugrunde liegenden, die Bildung des RAP betreffenden Beurteilung der Sach- und Rechtslage durch den I.&nbsp;Senat Erfolg oder nicht. Der Gro&szlig;e Senat hat die vom I.&nbsp;Senat vertretene Ansicht zur Bildung des RAP nicht auf ihre Richtigkeit zu pr&uuml;fen. Er hat nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;1 FGO nur &uuml;ber die ihm vorgelegte Rechtsfrage, nicht aber &uuml;ber Vorfragen (wie diejenige nach der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Bildung des RAP) zu entscheiden. Die Entscheidung &uuml;ber solche Vorfragen ist ausschlie&szlig;lich Sache des vorlegenden Senats. Aus der Verpflichtung des Gro&szlig;en Senats, die Entscheidungserheblichkeit der Vorlagefrage zu pr&uuml;fen, ergibt sich nichts anderes. Der Gro&szlig;e Senat muss &uuml;ber die Entscheidungserheblichkeit einer vorgelegten Frage auf der Grundlage der Rechtsauffassung des vorlegenden Senats zu den Vorfragen befinden (BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 192, 339, BStBl II 2000, 632, unter B.II.2.; vom 3.&nbsp;September 2001 GrS&nbsp;3\/98, BFHE 196, 39, BStBl II 2001, 802, unter B.II.2.b; vom 10.&nbsp;Dezember 2001 GrS&nbsp;1\/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter B.II.; vom 12.&nbsp;Mai 2003 GrS&nbsp;1\/00, BFHE 202, 464, BStBl II 2004, 95, unter B.II.; vom 12.&nbsp;Mai 2003 GrS&nbsp;2\/00, BFHE 202, 477, BStBl II 2004, 100, unter B.II.; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;31; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;11 FGO Rz&nbsp;12; M&uuml;ller-Horn in Beermann\/Gosch, FGO &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;20; kritisch Sunder-Plassmann in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;11 FGO Rz&nbsp;105&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Der von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrte BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;Juli 1967 GrS&nbsp;3\/66 (BFHE 91, 213, BStBl II 1968, 285) f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Der Gro&szlig;e Senat hat in diesem Beschluss zwar ausgef&uuml;hrt, bei Rechtsfragen, die offensichtlich nicht entscheidungserheblich sein k&ouml;nnten, m&uuml;sse der Gro&szlig;e Senat wegen des Fehlens der nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;4 FGO erforderlichen Voraussetzungen eine Anrufung als unzul&auml;ssig verwerfen. Die vom I.&nbsp;Senat zur Bildung des RAP vertretene Ansicht ist aber nicht offensichtlich unzutreffend. Der I.&nbsp;Senat hat diese Ansicht unter Heranziehung der bisherigen BFH-Rechtsprechung sowie eines Schreibens des BMF und von Literatur eingehend begr&uuml;ndet. Sie wird zudem vom BMF und vom FA geteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>C. Entscheidung des Gro&szlig;en Senats &uuml;ber die vorgelegte Rechtsfrage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat entscheidet die vorgelegte Rechtsfrage im Wesentlichen im Sinne der Auffassung des vorlegenden Senats.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>I. Bisher in der Rechtsprechung, in Verwaltungsvorschriften und im Schrifttum vertretene Auffassungen<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>1. H&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><strong>a) Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs (RFH)<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Der RFH hat &#8211;abgesehen von den F&auml;llen, in denen Bilanzans&auml;tze auf Sch&auml;tzungen oder Prognosen beruhen (vgl. dazu RFH-Urteile vom 13.&nbsp;November 1930 VI&nbsp;A&nbsp;844\/30, RStBl 1931, 110; vom 15.&nbsp;Januar 1931 VI&nbsp;A&nbsp;31\/31, RStBl 1931, 201; vom 22.&nbsp;April 1931 VI&nbsp;A&nbsp;743\/31, RFHE 28, 289, RStBl 1931, 384; vom 17.&nbsp;Juni 1931 VI&nbsp;A&nbsp;533\/31, RStBl 1931, 813; vom 1.&nbsp;Dezember 1931 I&nbsp;A&nbsp;325\/31, RStBl 1932, 145; vom 2.&nbsp;M&auml;rz 1932 VI A 381\/31, RStBl 1932, 510; vom 2.&nbsp;Juni 1932 VI A 797\/32, RStBl 1932, 824; vom 14.&nbsp;Juli 1932 I&nbsp;A&nbsp;81\/30, RStBl 1932, 737; vom 19.&nbsp;August 1942 VI&nbsp;280\/42, RStBl 1942, 934)&#8211; soweit ersichtlich der subjektiven Beurteilung durch den Steuerpflichtigen keine Bedeutung beigemessen. Im Urteil vom 4.&nbsp;September 1934 I&nbsp;A&nbsp;97\/34 (RStBl 1934, 1366) f&uuml;hrte er im Rahmen der Darlegungen zur grunds&auml;tzlichen Bindung der Steuerbilanz an die Handelsbilanz aus, die steuerlichen Vorschriften strebten objektiv richtige Bilanzans&auml;tze in den Steuerbilanzen an und schl&ouml;ssen es daher in aller Regel aus, dass der Besteuerung zugunsten des Steuerpflichtigen andere Werte als die in der Handelsbilanz ausgewiesenen zugrunde gelegt w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><strong>b) Rechtsprechung des BFH<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>aa) Der BFH entschied mit Urteil vom 11.&nbsp;Oktober 1960 I&nbsp;56\/60&nbsp;U (BFHE 72, 8, BStBl III 1961, 3), dass bei der Bewertung einer Forderung zum Bilanzstichtag auch bis zur Bilanzaufstellung erworbene Kenntnisse zu ber&uuml;cksichtigen seien. Nachtr&auml;glich erworbene Kenntnisse, die der Steuerpflichtige bei der Bilanzaufstellung nicht gehabt habe und die sich ein sorgf&auml;ltiger Kaufmann bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht h&auml;tte verschaffen k&ouml;nnen, k&ouml;nnten eine sp&auml;tere Bilanzberichtigung oder Bilanz&auml;nderung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 EStG nicht rechtfertigen. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte der BFH aus, Handelsrecht und Steuerrecht k&ouml;nnten von dem Kaufmann nicht mehr verlangen, als dass er bei der Aufstellung der Bilanz seine bis dahin erlangte Kenntnis von dem am Bilanzstichtag vorliegenden Sachverhalt pflichtgem&auml;&szlig; und gewissenhaft verwerte. Erfahre er erst nach der Aufstellung der Bilanz von Tatsachen, die eine bilanzierte Forderung als nicht vollwertig erscheinen lie&szlig;en, sei er weder verpflichtet noch berechtigt, die von ihm nach bestem Wissen aufgestellte Bilanz zu berichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>bb) Mit Urteil vom 14.&nbsp;August 1975 IV&nbsp;R&nbsp;30\/71 (BFHE 117, 44, BStBl II 1976, 88, unter 3.c) hat der BFH die Ma&szlig;geblichkeit der Erkenntnism&ouml;glichkeiten des Bilanzierenden bei der Aufstellung der Bilanz &uuml;ber die Beurteilung von Tatsachen hinaus auch auf die rechtlichen Verh&auml;ltnisse ausgedehnt. Eine Bilanz sei danach nicht stets falsch, wenn sich nach ihrer Aufstellung herausstelle, dass bestimmte tats&auml;chliche oder rechtliche Verh&auml;ltnisse am Bilanzstichtag objektiv anders gewesen seien, als bei der Aufstellung der Bilanz angenommen worden sei. Vielmehr sei eine Bilanz in einem solchen Fall richtig und daher nicht zu berichtigen, wenn sie den im Zeitpunkt ihrer Aufstellung bestehenden Erkenntnism&ouml;glichkeiten &uuml;ber die am Bilanzstichtag objektiv bestehenden Verh&auml;ltnisse entspreche, d.h. wenn sie subjektiv richtig sei. In der Entscheidung ging es allerdings nicht um die Auslegung von Rechtsvorschriften, sondern um die Frage, ob die seinerzeitige Kl&auml;gerin ihre Bilanz habe berichtigen k&ouml;nnen, weil vereinbarte Pachtzinsen objektiv zu niedrig gewesen seien und deshalb verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen vorgelegen h&auml;tten. Der IV.&nbsp;Senat verneinte diese Frage mit der Begr&uuml;ndung, die Kl&auml;gerin habe die unangemessene H&ouml;he der Pachtzinsen bei der Aufstellung der Bilanz weder gekannt noch bei entsprechender Sorgfalt ohne weiteres erkennen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>cc) Nach dem BFH-Urteil vom 25.&nbsp;April 1990 I&nbsp;R&nbsp;78\/85 (BFH\/NV 1990, 630) ist eine zu Unrecht gebildete R&uuml;ckstellung r&uuml;ckwirkend in der Schlussbilanz des ersten Jahres, dessen Veranlagung noch ge&auml;ndert werden kann, aufzul&ouml;sen, und zwar auch dann, wenn die fr&uuml;here Bilanzierung infolge Rechtsunkenntnis oder -irrtums subjektiv richtig gewesen und vom Finanzamt auch nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung nicht beanstandet worden ist. Dies folge aus dem Prinzip der Abschnittsbesteuerung, nach dem die Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r jeden Veranlagungszeitraum selbst&auml;ndig festzustellen und der Sachverhalt und die Rechtslage neu zu pr&uuml;fen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>dd) Ein Bilanzansatz ist nach dem BFH-Urteil vom 12.&nbsp;November 1992 IV&nbsp;R&nbsp;59\/91 (BFHE 170, 217, BStBl II 1993, 392) nicht fehlerhaft, wenn er den im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bei pflichtgem&auml;&szlig;er und gewissenhafter Pr&uuml;fung objektiv bestehenden Erkenntnism&ouml;glichkeiten entspricht und somit subjektiv richtig ist. Ein Bilanzansatz, der im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung entspreche, sei deshalb nicht fehlerhaft. Komme es nach der Bilanzaufstellung zu einer &Auml;nderung der Rechtsprechung, werde der (fortbestehende) Bilanzansatz erst in der Bilanz fehlerhaft, in der die &Auml;nderung der Rechtsprechung erstmals h&auml;tte ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>ee) Nach dem BFH-Urteil vom 5.&nbsp;September 2001 I&nbsp;R&nbsp;107\/00 (BFHE 196, 515, BStBl II 2002, 134) ist eine sachlich richtige Bilanz der Besteuerung zugrunde zu legen (&sect;&nbsp;158 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;). Die &quot;Richtigkeit&quot; einer Bilanz k&ouml;nne nicht nur an objektiven Kriterien gemessen werden. Sachlich richtig sei eine Bilanz vielmehr schon dann, wenn sie denjenigen Kenntnisstand widerspiegele, den der Kaufmann im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bei pflichtgem&auml;&szlig;er und gewissenhafter Pr&uuml;fung h&auml;tte haben k&ouml;nnen. Dieser Grundsatz k&ouml;nne jedoch im Zusammenhang mit Umst&auml;nden, die steuerlich in die Vergangenheit zur&uuml;ckwirkten (z.B. Nichteinhaltung der gesetzlich angeordneten zeitlichen Voraussetzungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung einer Steuerverg&uuml;nstigung), nicht uneingeschr&auml;nkt gelten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>ff) Eine R&uuml;ckstellung, die nach dem Kenntnisstand des sorgf&auml;ltigen Kaufmanns im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung nicht zu bilden war, kann nach dem BFH-Urteil vom 5.&nbsp;April 2006 I&nbsp;R&nbsp;46\/04 (BFHE 213, 326, BStBl II 2006, 688) auch dann nicht nachtr&auml;glich im Wege einer Bilanzberichtigung gebildet werden, wenn sie bei objektiver Beurteilung h&auml;tte gebildet werden m&uuml;ssen und die auf der Bilanz beruhende Steuerfestsetzung verfahrensrechtlich noch ge&auml;ndert werden k&ouml;nnte; die Bilanz sei in einem solchen Fall trotz objektiver Fehlerhaftigkeit im Hinblick auf &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG als &quot;richtig&quot; anzusehen. Dies gelte zum einen dann, wenn die Bilanz der zur Zeit der Bilanzaufstellung vorliegenden h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung entsprochen habe. Zum anderen m&uuml;sse jede der kaufm&auml;nnischen Sorgfalt entsprechende Bilanzierung als &quot;richtig&quot; angesehen werden, wenn es in diesem Zeitpunkt noch keine Rechtsprechung zu der in Rede stehenden Bilanzierungsfrage gegeben habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Der BFH hat diese Rechtsprechung durch das Urteil vom 5.&nbsp;Juni 2007 I&nbsp;R&nbsp;47\/06 (BFHE 218, 221, BStBl II 2007, 818) best&auml;tigt (ebenso BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Januar 2008 I&nbsp;R&nbsp;40\/07, BFHE 220, 361, BStBl II 2008, 669; vom 17.&nbsp;Juli 2008 I&nbsp;R&nbsp;85\/07, BFHE 222, 418, BStBl II 2008, 924; vom 16.&nbsp;Dezember 2008 I&nbsp;R&nbsp;54\/08, BFH\/NV 2009, 746, und vom 16.&nbsp;Dezember 2009 IV&nbsp;R&nbsp;18\/07, BFH\/NV 2010, 1419).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>gg) In anderen Entscheidungen hat der I.&nbsp;Senat des BFH allerdings die Abweichung von Bilanzans&auml;tzen des Steuerpflichtigen zu dessen Lasten aufgrund der objektiven Rechtslage gebilligt, ohne zu pr&uuml;fen, ob die der Bilanz zugrunde liegende Rechtsauffassung des Steuerpflichtigen im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung aus der Sicht eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns vertretbar war (so etwa in den Urteilen vom 30.&nbsp;November 2005 I&nbsp;R&nbsp;110\/04, BFHE 212, 83, BStBl II 2007, 251; vom 25.&nbsp;August 2010 I&nbsp;R&nbsp;103\/09, BFHE 231, 57, BStBl II 2011, 215; vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;89\/10, BFHE 235, 263; vom 30.&nbsp;November 2011 I&nbsp;R&nbsp;100\/10, BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>2. <\/strong><strong>Verwaltungsauffassung<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Die Finanzverwaltung wendet den subjektiven Fehlerbegriff im Bereich der Bilanzberichtigung durch den Steuerpflichtigen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG grunds&auml;tzlich so an, wie er vom BFH entwickelt wurde; eine Bilanzberichtigung sei unzul&auml;ssig, wenn der Bilanzansatz im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung subjektiv richtig gewesen sei (R 4.4 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 bis 5 der Einkommensteuer-Richtlinien). Die Frage, ob die Finanzbeh&ouml;rden an eine der Bilanz zugrunde liegende objektiv unrichtige, zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung aber subjektiv vertretbare Rechtsauffassung gebunden seien, ist in Verwaltungsvorschriften nicht ausdr&uuml;cklich geregelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>3. Schrifttum<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>a) Die dem subjektiven Fehlerbegriff allgemein zukommende Bedeutung ist im Schrifttum umstritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>aa) Im Bereich des Handelsrechts folgt das Schrifttum grunds&auml;tzlich dem subjektiven Fehlerbegriff (Grottel\/Schubert in Beck Bil-Komm., 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;253 HGB Rz&nbsp;805; Adler\/D&uuml;ring\/ Schmaltz, Rechnungslegung und Pr&uuml;fung der Unternehmen, 6.&nbsp;Aufl., AktG &sect;&nbsp;172 Rz&nbsp;43; Stellungnahme des Instituts der Wirtschaftspr&uuml;fer &#8211;IDW&#8211; vom 12.&nbsp;April 2007, Fachnachrichten IDW 2007, 265, 267, Rz&nbsp;14; Welf M&uuml;ller in H.P. Westermann\/ Rosener [Hrsg.], Festschrift Quack, 1991, S.&nbsp;359, 367; Sch&ouml;n in Canaris\/Heldrich\/Hopt\/Roxin\/Widmaier [Hrsg.], 50&nbsp;Jahre Bundesgerichtshof, 2000, Bd.&nbsp;II, S.&nbsp;153, 155&nbsp;f., 162; Schulze-Osterloh, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2007, 2335). Unterschiedliche Auffassungen bestehen zu der Frage, ob die Erkenntnism&ouml;glichkeiten des gewissenhaften und pflichtgem&auml;&szlig; handelnden Kaufmanns zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung (so hinsichtlich der vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, der Wortlaut des &sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 HGB) oder zum (sp&auml;teren) Zeitpunkt der Feststellung der Bilanz ma&szlig;geblich sein sollen (zum Diskussionsstand K&uuml;ting\/ Kaiser, Die Wirtschaftspr&uuml;fung 2000, 577, und H&uuml;ttemann in Hommelhoff\/Rawert\/K.&nbsp;Schmidt [Hrsg.], Festschrift Priester, 2007, S.&nbsp;301, 331&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r die Steuerbilanz werden in der Literatur unterschiedliche Positionen vertreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>(1) Ein Teil der Literatur folgt der Rechtsprechung des BFH zum subjektiven Fehlerbegriff in vollem Umfang (Hennrichs in Tipke\/Lang, Steuerrecht, 21.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;32&nbsp;ff.) oder f&uuml;r Bilanzans&auml;tze, die wie etwa die Bewertung von Forderungen von Prognosen und Sch&auml;tzungen abh&auml;ngen (Grottel\/Schubert, a.a.O., &sect;&nbsp;253 HGB Rz&nbsp;805; Ritzrow in Federmann\/Ku&szlig;maul\/M&uuml;ller, Handbuch der Bilanzierung, Nr.&nbsp;26 Rz 46 ff.; Frotscher in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;434&nbsp;ff.; Crezelius in Kirchhof, EStG, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;116&nbsp;f.; Bode in Kirchhof, EStG, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;116&nbsp;f.; Schmidt\/Heinicke, EStG, 31.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;681, 687; Hennrichs, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2009, 1446, 1448; G&uuml;nther, Die steuerliche Betriebspr&uuml;fung &#8211;StBp&#8211; 1963, 63; Hoffmann, DStR 2011, 88).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>(2) Einzelne Autoren lehnen die Rechtsprechung des BFH zum subjektiven Fehlerbegriff &#8211;mit teilweise unterschiedlicher Beurteilung von Einzelfragen&#8211; ab (Weber-Grellet, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;C&nbsp;106&nbsp;ff.; Schmidt\/ Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;81; Stapperfend in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;411; ders., Bilanzberichtigung und Bindung der Finanzverwaltung an die eingereichte Bilanz &#8211; Subjektiver Fehlerbegriff auf dem Pr&uuml;fstand, Institut Finanzen und Steuern e.V., IFSt-Schrift Nr.&nbsp;464, 2010, S.&nbsp;26&nbsp;ff.; ders., DStR 2010, 2161, 2162&nbsp;ff.; K&uuml;hnen in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;1040, 1046; Meurer in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;815; Sauer, StBp 1963, 93, 95 ff., und StBp 1977, 173, 175; Flume, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 1981, 2505, 2507; von Beckerath in Doralt [Hrsg.], Probleme des Steuerbilanzrechts, Deutsche Steuerjuristische Gesellschaft &#8211;DStJG&#8211;, Bd.&nbsp;14, 1991, S.&nbsp;65, 113&nbsp;ff.; ders., Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2011, 349; Schuhmann, StBp 1996, 1; Tetzlaff\/Schallock, StBp 2007, 148, 150&nbsp;f.; R&auml;tke, Steuern und Bilanzen 2010, 528, 531 f.; Hey in Tipke\/ Lang, Steuerrecht, 20.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;17 Rz&nbsp;37; Knobbe-Keuk, Bilanz- und Unternehmenssteuerrecht, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3&nbsp;V, S.&nbsp;61; Knobbe, Der Grundsatz der subjektiven Richtigkeit im Handels- und Steuerbilanzrecht, 2009, S.&nbsp;85&nbsp;ff.). Diese Autoren sehen die Funktion der Steuerbilanz als Mittel zur Gewinnermittlung und damit zur gesetzm&auml;&szlig;igen und gleichm&auml;&szlig;igen Besteuerung nur auf der Grundlage von objektiv richtigen Ans&auml;tzen als gew&auml;hrleistet an. Dabei wird allerdings der Beurteilungsspielraum, welcher dem Steuerpflichtigen bei Bilanzans&auml;tzen, die eine Sch&auml;tzung oder Prognose erfordern, im Rahmen einer vern&uuml;nftigen, sorgf&auml;ltigen kaufm&auml;nnischen Beurteilung zusteht, nicht infrage gestellt (Weber-Grellet, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;C&nbsp;112; Stapperfend in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;411; ders., IFSt-Schrift Nr.&nbsp;464, S.&nbsp;26, 47; ders., DStR 2010, 2161, 2166; von&nbsp;Beckerath, DStJG, Bd.&nbsp;14, 1991, S.&nbsp;65, 117&nbsp;f.; ders., FR 2011, 349, 355&nbsp;ff.). Hennrichs (DStR 2009, 1446, 1447, m.w.N.) weist darauf hin, dass solche Bilanzans&auml;tze stets mit Unsicherheiten behaftet und Wertans&auml;tze innerhalb eines Korridors vertretbarer Werte daher insoweit rechtlich fehlerfrei seien. Teilweise wird zumindest die Anwendung des subjektiven Fehlerbegriffs auf die Beurteilung von Rechtsfragen abgelehnt (U. Prinz, DB 2010, 2634; M. Prinz, FR 2010, 803).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>(3) Ferner wird die Ansicht vertreten, der Ma&szlig;stab der subjektiven Richtigkeit d&uuml;rfe sich immer nur zugunsten des Bilanzierenden auswirken, schlie&szlig;e also eine freiwillige Berichtigung oder &Auml;nderung der objektiv fehlerhaften Bilanz und somit insbesondere die Ber&uuml;cksichtigung einer nachtr&auml;glich ergangenen, f&uuml;r den Steuerpflichtigen g&uuml;nstigeren Rechtsprechung des BFH nicht aus (H&uuml;ttemann in Hommelhoff\/Rawert\/K.&nbsp;Schmidt [Hrsg.], a.a.O., S.&nbsp;310; U. Prinz\/Schulz, DStR 2007, 776, 778&nbsp;f.; Sch&ouml;n, Beihefter zu DStR 2007, Heft&nbsp;39, 20, 22&nbsp;f.; ebenso bereits Sauer, StBp 1963, 93, 96&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>b) Schlie&szlig;lich wird teilweise auch eine Bindung der Finanzverwaltung an eine der Bilanz zugrunde liegende objektiv unzutreffende, aber bei der Aufstellung der Bilanz vertretbare und somit subjektiv richtige Rechtsauffassung des Steuerpflichtigen f&uuml;r zutreffend gehalten (R&ouml;dder\/Hageb&ouml;ke, Die Unternehmensbesteuerung 2008, 401, 406; kritisch Tetzlaff\/Schallock, StBp 2007, 148, 151; Gosch, BFH\/PR 2008, 336, und BFH\/PR 2010, 282). &Uuml;berwiegend wird eine solche Bindung aber als &quot;zu weitgehend&quot; (Werra\/Rie&szlig;, DB 2007, 2502, 2506) oder unter Hinweis auf die Gesetzesbindung der Finanzverwaltung nach &sect;&nbsp;85 Satz&nbsp;1 AO und die verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Besteuerung abgelehnt (Schulze-Osterloh, BB 2007, 2335, 2336; von Beckerath, FR 2011, 349, 356&nbsp;f.; Pohl, FR 2009, 279, 282&nbsp;f.; S&ouml;hn in HHSp, &sect;&nbsp;85 AO Rz 31; Bl&uuml;mich\/Buciek, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;219, und in H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2008, 1224; K&uuml;hnen in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;1040).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>II. Auffassung des Gro&szlig;en Senats<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat teilt die Ansicht des vorlegenden Senats. Das Finanzamt ist im Rahmen der ertragsteuerrechtlichen Gewinnermittlung auch dann nicht an die rechtliche Beurteilung gebunden, die der vom Steuerpflichtigen aufgestellten Bilanz (und deren einzelnen Ans&auml;tzen) zugrunde liegt, wenn diese Beurteilung aus der Sicht eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung vertretbar war. Das gilt auch f&uuml;r eine in diesem Zeitpunkt von Verwaltung und Rechtsprechung praktizierte, sp&auml;ter aber ge&auml;nderte Rechtsauffassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>1. Eine Bindung des Finanzamts an eine objektiv unzutreffende, aber im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung aus der Sicht eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns vertretbare rechtliche Beurteilung, die der vom Steuerpflichtigen aufgestellten Handels- oder Steuerbilanz oder deren einzelnen Ans&auml;tzen zugrunde liegt, l&auml;sst sich weder aus &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG noch aus &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 EStG ableiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG ist bei buchf&uuml;hrenden bzw. buchf&uuml;hrungspflichtigen Gewerbetreibenden f&uuml;r den Schluss des Wirtschaftsjahres das Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen, das nach den handelsrechtlichen GoB auszuweisen ist. Dem vergleichbar schreibt &sect;&nbsp;243 Abs.&nbsp;1 HGB vor, dass Kaufleute den Jahresabschluss nach den GoB aufzustellen haben. Neben den speziellen Regelungen des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 bis Abs.&nbsp;5 EStG sind nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;6 EStG die Vorschriften &uuml;ber die Entnahmen und die Einlagen, &uuml;ber die Zul&auml;ssigkeit der Bilanz&auml;nderung, &uuml;ber die Betriebsausgaben, &uuml;ber die Bewertung und &uuml;ber die Absetzung f&uuml;r Abnutzung oder Substanzverringerung zu befolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Die GoB sind entweder ausdr&uuml;cklich kodifiziert (vgl. etwa &sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 HGB zur Bewertung) oder sie haben mittelbar eine Auspr&auml;gung in konkreten Bilanzierungsnormen des Handelsrechts gefunden. Sie haben normativen Charakter und sind revisibel. Handelsrechtliche GoB sind insbesondere der Grundsatz der Bilanzwahrheit, der Grundsatz der Bilanzkontinuit&auml;t, das Vorsichtsprinzip und das Stichtagsprinzip.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>b) Es kann offenbleiben, ob entsprechend der Auffassung der Kl&auml;gerin und von Teilen der Literatur auch der subjektive Fehlerbegriff zu den GoB geh&ouml;rt (vgl. Grottel\/Schubert, a.a.O., &sect;&nbsp;253 HGB Rz&nbsp;805; Adler\/D&uuml;ring\/Schmaltz, a.a.O., AktG &sect;&nbsp;172 Rz&nbsp;43; Knobbe, a.a.O., S. 149; Baetge\/Kirsch\/Thiele, Bilanzen, 11.&nbsp;Aufl., 2011, S.&nbsp;673). Denn ein solcher handelsrechtlicher GoB k&ouml;nnte eine Steuerfestsetzung auf der Grundlage der jeweils ma&szlig;gebenden steuerrechtlichen Vorschriften nicht verhindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>aa) Verwaltung und Gerichte sind verpflichtet, ihrer Entscheidung die objektiv richtige Rechtslage zugrunde zu legen. Dies ergibt sich aus dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) und dem in Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 und Art.&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GG verfassungsrechtlich garantierten Rechtsstaatsprinzip sowie f&uuml;r die Gerichte erg&auml;nzend aus Art.&nbsp;97 Abs.&nbsp;1 GG, wonach die Richter dem Gesetz unterworfen sind. An der gesetzm&auml;&szlig;igen, d.h. insbesondere gleichm&auml;&szlig;igen Besteuerung besteht ein hohes &ouml;ffentliches Interesse, das in diesen grundlegenden verfassungsrechtlichen Garantien verankert ist und deshalb einen Rang hat, der &uuml;ber das nur fiskalische Interesse an der Sicherung des Steueraufkommens hinausgeht (Urteil des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 27.&nbsp;Juni 1991&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1493\/89, BVerfGE 84, 239, BStBl II 1991, 654, unter C.I.1., II.2.c; BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Januar 2012 II&nbsp;R&nbsp;49\/10, BFHE 235, 151, BStBl II 2012, 168, Rz&nbsp;47). Im Steuerrecht m&uuml;ssen von Verfassungs wegen die steuerbegr&uuml;ndenden Vorschriften dem Prinzip einer m&ouml;glichst gleichm&auml;&szlig;igen Belastung der Steuerpflichtigen besonders sorgf&auml;ltig Rechnung tragen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 84, 239, BStBl II 1991, 654, unter C.I.1.a; BVerfG-Beschluss vom 17.&nbsp;November 2009&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2192\/05, BVerfGE 125, 1, unter B.I.1.). Dies ist auch bei der Auslegung steuerrechtlicher Vorschriften zu beachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r die Besteuerung ist danach abgesehen von im Einzelfall gebotenen Billigkeitsma&szlig;nahmen (&sect;&sect;&nbsp;163, 227 AO) generell die objektive Rechtslage ma&szlig;gebend. Den vom Steuerpflichtigen vertretenen Rechtsansichten kommt auch dann keine Bedeutung zu, wenn sie bei der Aufstellung der Bilanz vertretbar waren oder der damals herrschenden Auffassung entsprachen. Die Besteuerung kn&uuml;pft an den tats&auml;chlich verwirklichten Sachverhalt an (&sect;&nbsp;38 AO), nicht aber an Rechtsansichten des Steuerpflichtigen, und erfolgt materiell-rechtlich ohne R&uuml;cksicht auf deren Vertretbarkeit oder Verschulden des Steuerpflichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>cc) Dies gilt auch bei der Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich, und zwar sowohl hinsichtlich der Anwendung spezieller bilanzsteuerrechtlicher Vorschriften (insbesondere &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 bis 6 EStG) als auch bei der Heranziehung der handelsrechtlichen GoB. Mit den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Besteuerung nicht vereinbar w&auml;re eine Auslegung des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG, nach der bei der Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich hinsichtlich bilanzieller Rechtsfragen der subjektive Fehlerbegriff zu beachten sei. Die Verwirklichung eines bestimmten Sachverhalts k&ouml;nnte ansonsten je nach der subjektiven Beurteilung der Rechtslage durch den Steuerpflichtigen bei der Aufstellung der Bilanz trotz vergleichbarer Sachverhalte zu unterschiedlichen steuerlichen Belastungen f&uuml;hren. Dies w&uuml;rde gegen das Gebot der gesetz- und gleichm&auml;&szlig;igen Besteuerung versto&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>(1) Nach der Rechtsprechung des BFH steht es dementsprechend nicht im Belieben des Kaufmanns, durch handelsbilanzrechtliche Gestaltungsm&ouml;glichkeiten seine wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit mit steuerrechtlicher Wirkung unzutreffend darzustellen. So hat etwa der Gro&szlig;e Senat mit Beschluss vom 3.&nbsp;Februar 1969 GrS&nbsp;2\/68 (BFHE 95, 31, BStBl II 1969, 291) ausgesprochen, dass seinerzeit bestehende handelsrechtliche Bilanzierungswahlrechte nicht ohne ausdr&uuml;ckliche steuerrechtliche Regelung als Grundlage der Besteuerung ber&uuml;cksichtigt werden konnten (ebenso BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Oktober 1993 IV&nbsp;R&nbsp;87\/92, BFHE 172, 462, BStBl II 1994, 176). Mit diesen Grunds&auml;tzen ist es nicht vereinbar, dem Kaufmann hinsichtlich bilanzieller Rechtsfragen bei der Gewinnermittlung mit f&uuml;r das Finanzamt bindender Wirkung faktisch ein Wahlrecht zwischen mehreren vertretbaren Rechtsansichten einzur&auml;umen. Es ist vielmehr Zweck der steuerrechtlichen Gewinnermittlung, grunds&auml;tzlich den Periodengewinn so zu erfassen, wie er sich aus den steuerrechtlich ma&szlig;geblichen Vorschriften ergibt. Damit wird eine den Gesetzen entsprechende gleichm&auml;&szlig;ige Besteuerung gew&auml;hrleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>(2) Die Anwendung des subjektiven Fehlerbegriffs auf bilanzielle Rechtsfragen w&uuml;rde dar&uuml;ber hinaus dem Zeitpunkt der Bilanzaufstellung eine materiell-rechtliche Bedeutung f&uuml;r die Besteuerung beimessen. Die Beurteilung, ob ein objektiv fehlerhafter Bilanzansatz zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung vertretbar war, kann sich n&auml;mlich je nach der Entwicklung der Verwaltungsauffassung, der Rechtsprechung und der Literatur &auml;ndern. Eine solche materiell-rechtliche Bedeutung kommt dem Zeitpunkt der Bilanzaufstellung indes nicht zu; denn dieser Zeitpunkt geh&ouml;rt nicht zu dem im jeweiligen Veranlagungszeitraum verwirklichten Lebenssachverhalt und somit nicht zu dem Tatbestand, an den das Einkommensteuergesetz oder K&ouml;rperschaftsteuergesetz die Leistungspflicht kn&uuml;pft (&sect;&nbsp;38 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>(3) Auf die objektive Rechtslage kommt es auch dann an, wenn die vom Steuerpflichtigen einem Bilanzansatz zugrunde gelegte Rechtsauffassung der seinerzeit von der Finanzverwaltung und\/ oder Rechtsprechung gebilligten Bilanzierungspraxis entsprach. Auch in einem solchen Fall ist allein die im Zeitpunkt der endg&uuml;ltigen Entscheidung ma&szlig;gebliche, objektiv zutreffende Rechtslage zugrunde zu legen. Der Gro&szlig;e Senat geht insoweit &uuml;ber die vom I.&nbsp;Senat vorgelegte Frage hinaus. &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;1 FGO, dem zufolge der Gro&szlig;e Senat nur &uuml;ber die Rechtsfrage entscheidet, steht der Erstreckung der vom I.&nbsp;Senat vorgelegten Frage, die sich nur auf zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung ungekl&auml;rte bilanzielle Rechtsfragen bezieht, auf alle bilanziellen Rechtsfragen nicht entgegen. Die Erweiterung der Vorlagefrage und ihre Beantwortung dienen der Fortbildung des Rechts und der Rechtseinheitlichkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Eine lediglich vertretbare Rechtsansicht des Steuerpflichtigen kann daher weder die Finanzverwaltung noch &#8211;nachfolgend&#8211; die Gerichte bei der Steuerfestsetzung binden. Soweit es einem Bilanzierenden erlaubt sein sollte, die subjektiv richtige Handelsbilanz nicht korrigieren zu m&uuml;ssen, wenn er bei ihrer Aufstellung die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns an den Tag gelegt hat, k&ouml;nnte dies nicht auf die Besteuerung &uuml;bertragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>(4) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin ergibt sich aus der sog. Zweischneidigkeit der Bilanz (und den Grunds&auml;tzen des formellen Bilanzzusammenhangs) nichts anderes. Mit dem Begriff der Zweischneidigkeit der Bilanz wird umschrieben, dass die Bilanz Bestandteil der Gewinnermittlung f&uuml;r zwei Wirtschaftsjahre ist, in denen sich gegenl&auml;ufige Gewinnauswirkungen ergeben k&ouml;nnen. Dies ist eine Folge des Grundsatzes der Bilanzidentit&auml;t, nach der das Endverm&ouml;gen des laufenden Wirtschaftsjahres zugleich das Anfangsverm&ouml;gen des folgenden Wirtschaftsjahres ist (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG). Danach k&ouml;nnen sich Fehler bei der Bilanzierung sp&auml;ter wieder ausgleichen, so etwa wenn eine zu Unrecht gebildete R&uuml;ckstellung sp&auml;ter aufgel&ouml;st wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Dass sich in einem solchen Fall der Bilanzierungsfehler nicht auf den w&auml;hrend des Bestehens des Unternehmens entstehenden Gesamtgewinn auswirkt, bedeutet nicht, dass auch die Steuer in diesem Zeitraum in identischer H&ouml;he entsteht. Dies wird vielmehr h&auml;ufig nicht der Fall sein, z.B. wegen des progressiven Einkommensteuertarifs (&sect;&nbsp;32a EStG), der in &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 und &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 EStG vorgesehenen Verg&uuml;nstigungen bei der Besteuerung von Betriebsver&auml;u&szlig;erungs- und Betriebsaufgabegewinnen sowie m&ouml;glichen &Auml;nderungen des Steuersatzes in diesem Zeitraum. Zudem kann eine zu niedrige Steuerfestsetzung in einem Veranlagungszeitraum u.U. erhebliche Liquidit&auml;ts- und Zinsvorteile zur Folge haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Bilanzierungsfehler gleichen sich &uuml;berdies trotz der Zweischneidigkeit der Bilanz nicht in jedem Fall in sp&auml;teren Wirtschaftsjahren aus. Zu einem solchen Ausgleich kommt es beispielsweise dann nicht, wenn zu Unrecht als Betriebsverm&ouml;gen behandeltes Privatverm&ouml;gen endg&uuml;ltig an Wert verliert und dies zu einer Gewinnminderung im Betriebsverm&ouml;gen f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>c) &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 EStG verlangt ebenfalls nicht die Bindung des Finanzamts an subjektiv vertretbare Bilanzans&auml;tze. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG in der f&uuml;r das Streitjahr (1996) geltenden Fassung darf der Steuerpflichtige die Verm&ouml;gens&uuml;bersicht (Bilanz) auch nach ihrer Einreichung beim Finanzamt &auml;ndern, soweit sie den GoB unter Befolgung der Vorschriften dieses Gesetzes nicht entspricht. Nach der aktuell geltenden Fassung der Vorschrift ist diese &Auml;nderung nicht zul&auml;ssig, wenn die Verm&ouml;gens&uuml;bersicht (Bilanz) einer Steuerfestsetzung zugrunde liegt, die nicht mehr aufgehoben oder ge&auml;ndert werden kann. Dar&uuml;ber hinaus ist eine &Auml;nderung der Verm&ouml;gens&uuml;bersicht (Bilanz) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG nur zul&auml;ssig, wenn sie in einem engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit einer &Auml;nderung nach Satz&nbsp;1 steht und soweit die Auswirkung der &Auml;nderung nach Satz&nbsp;1 auf den Gewinn reicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Das sich aus &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 EStG ergebende Recht des Steuerpflichtigen zur &Auml;nderung der Verm&ouml;gens&uuml;bersicht (Bilanz) steht der Pflicht des Finanzamts zur Steuerfestsetzung nach Ma&szlig;gabe der objektiv richtigen Rechtslage nicht entgegen. Entsprechen Bilanzans&auml;tze objektiv nicht den jeweils ma&szlig;gebenden speziellen bilanzsteuerrechtlichen Vorschriften oder den handelsrechtlichen GoB, ist das Finanzamt unabh&auml;ngig von einem Recht oder einer Pflicht des Steuerpflichtigen zur Berichtigung der Bilanz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG zu einer eigenst&auml;ndigen Gewinnermittlung berechtigt und verpflichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Zwar kann nur der Steuerpflichtige selbst die Bilanz nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG berichtigen (BFH-Urteile vom 4.&nbsp;November 1999 IV&nbsp;R&nbsp;70\/98, BFHE 190, 404, BStBl II 2000, 129; vom 13.&nbsp;Juni 2006 I&nbsp;R&nbsp;84\/05, BFHE 214, 178, BStBl II 2007, 94, unter II.3.b bb). Indes ist die Abweichung von der Gewinnermittlung des Steuerpflichtigen im Rahmen der Steuerfestsetzung keine Bilanzberichtigung, sondern eine eigenst&auml;ndige Ermittlung der Besteuerungsgrundlagen durch das Finanzamt, der &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 EStG nicht entgegensteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>d) Der Rechtsprechung des I.&nbsp;Senats, wie sie insbesondere in den Entscheidungen in BFHE 218, 221, BStBl II 2007, 818 und in BFHE 222, 418, BStBl II 2008, 924 zum Ausdruck kommt (Ma&szlig;geblichkeit der subjektiven Richtigkeit), kann sich der Gro&szlig;e Senat daher nicht anschlie&szlig;en. Das Finanzamt hat vielmehr bei der Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich ebenso wie auch sonst bei der Steuerfestsetzung unabh&auml;ngig von den Rechtsansichten des Steuerpflichtigen zu pr&uuml;fen, ob bei der Gewinnermittlung die Rechtslage zutreffend beurteilt worden ist. Spezielle steuerrechtliche Vorschriften sind dabei auch dann eigenst&auml;ndig auszulegen und anzuwenden, wenn sie im Handelsrecht eine Entsprechung finden (vgl. BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Juli 1998 I&nbsp;R&nbsp;24\/96, BFHE 186, 388, BStBl II 1998, 728, unter II.4.), und zwar unter Ber&uuml;cksichtigung des systematischen Zusammenhangs, in dem sie im Steuerrecht stehen (BFH-Beschluss in BFHE 228, 533, BStBl II 2010, 739, Rz&nbsp;13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Ist eine Rechtsansicht, die der Steuerpflichtige der Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich zugrunde gelegt hat, mit speziellen steuerrechtlichen Vorschriften oder den handelsrechtlichen Bestimmungen f&uuml;r die Handelsbilanz nicht vereinbar, darf das Finanzamt die Gewinnermittlung insoweit der Besteuerung nicht zugrunde legen. Es muss vielmehr eine eigene Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich mit gegen&uuml;ber der Handels- oder Steuerbilanz abge&auml;nderten Werten vornehmen (BFH-Urteil in BFHE 190, 404, BStBl II 2000, 129). Ob die Handelsbilanz trotz eines Versto&szlig;es gegen die GoB unter Anwendung des subjektiven Fehlerbegriffs handelsrechtlich als richtig anzusehen ist oder nicht, ist unerheblich. Ma&szlig;gebend sind vielmehr die f&uuml;r den Bilanzstichtag geltenden Vorschriften in objektiv zutreffender Auslegung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Die Verpflichtung des Finanzamts, die Gewinnermittlung des Steuerpflichtigen ausschlie&szlig;lich auf der Grundlage des f&uuml;r den Bilanzstichtag objektiv geltenden Rechts ohne R&uuml;cksicht auf Rechtsansichten des Steuerpflichtigen zu pr&uuml;fen und ggf. zu korrigieren, besteht unabh&auml;ngig davon, ob sich die unzutreffende Rechtsansicht des Steuerpflichtigen zu seinen Gunsten oder zu seinen Lasten ausgewirkt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>2. Das Finanzamt hat einen Bilanzierungsfehler des Steuerpflichtigen grunds&auml;tzlich bei der Steuerfestsetzung oder Gewinnfeststellung f&uuml;r den Veranlagungszeitraum zu berichtigen, in dem der Fehler erstmals aufgetreten ist und steuerliche Auswirkungen hat. Das gilt auch dann, wenn die Bilanzierung auf einer sp&auml;ter ge&auml;nderten Rechtsprechung beruht. Liegt die fehlerhafte Bilanz einem Steuer- oder Feststellungsbescheid zugrunde, der aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden nicht mehr ge&auml;ndert werden kann, so ist nach dem Grundsatz des formellen Bilanzzusammenhangs der unrichtige Bilanzansatz grunds&auml;tzlich bei der ersten Steuerfestsetzung oder Gewinnfeststellung richtigzustellen, in der dies unter Beachtung der f&uuml;r den Eintritt der Bestandskraft und der Verj&auml;hrung ma&szlig;geblichen Vorschriften m&ouml;glich ist (vgl. BFH-Urteile vom 8.&nbsp;Dezember 1988 IV&nbsp;R&nbsp;33\/87, BFHE 155, 532, BStBl II 1989, 407; vom 11.&nbsp;Februar 1998 I&nbsp;R&nbsp;150\/94, BFHE 185, 565, BStBl II 1998, 503; vom 19.&nbsp;Juli 2011 IV&nbsp;R&nbsp;53\/09, BFHE 234, 221, BStBl II 2011, 1017).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>3. &Uuml;ber die Anwendung des subjektiven Fehlerbegriffs auf F&auml;lle, in denen der Steuerpflichtige bei der Bilanzierung von unzutreffenden Tatsachen (Prognosen oder Sch&auml;tzungen) ausgegangen ist, ohne dabei gegen die ihm obliegenden Sorgfaltspflichten versto&szlig;en zu haben, ist aufgrund der vom I.&nbsp;Senat vorgelegten Rechtsfrage im vorliegenden Verfahren nicht zu befinden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>4. Eine &Uuml;bergangsregelung ist nicht zu treffen. Da sowohl die Finanzverwaltung als auch die Rechtsprechung gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 GG an die Gesetze gebunden sind, kann der Gro&szlig;e Senat nur ausnahmsweise eine &Uuml;bergangsregelung zugunsten der Steuerpflichtigen treffen (vgl. BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;Dezember 2007 GrS&nbsp;2\/04, BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608, unter D.IV.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind im vorliegenden Fall nicht erf&uuml;llt. Zu der vom Gro&szlig;en Senat entschiedenen Frage gibt es keine langj&auml;hrige gefestigte Rechtsprechung des BFH zugunsten der Steuerpflichtigen. Es kann nur Vertrauensschutz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;176 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 AO zu gew&auml;hren sein (&sect;&sect;&nbsp;163, 227 AO i.V.m. Art.&nbsp;108 Abs.&nbsp;7 GG; vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 4.&nbsp;Juli 1990 GrS&nbsp;2-3\/88, BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817, unter C.II.8.; vom 26.&nbsp;September 2007 V&nbsp;B&nbsp;8\/06, BFHE 219, 245, BStBl II 2008, 405; BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Januar 1989 IV&nbsp;R&nbsp;87\/87, BFHE 155, 487, BStBl II 1990, 261; vom 7.&nbsp;November 1996 IV&nbsp;R&nbsp;69\/95, BFHE 182, 56, BStBl II 1997, 245).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Eine &Uuml;bergangsregelung zugunsten der Finanzverwaltung scheidet wegen deren Bindung an die Gesetze von vornherein aus (vgl. BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Juli 2008 I&nbsp;R&nbsp;77\/06, BFHE 222, 402, BStBl&nbsp;II 2009, 464, unter B.III.3.b&nbsp;ee; vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2009 XI&nbsp;R&nbsp;71\/07, BFHE 227, 200, BStBl II 2010, 209, Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:108\"pt>\n<tr>\n<td><strong>III. Entscheidung der Vorlagefrage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Der Gro&szlig;e Senat des BFH beantwortet die vorgelegte Rechtsfrage danach wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>Das Finanzamt ist im Rahmen der ertragsteuerrechtlichen Gewinnermittlung auch dann nicht an die rechtliche Beurteilung gebunden, die der vom Steuerpflichtigen aufgestellten Bilanz (und deren einzelnen Ans&auml;tzen) zugrunde liegt, wenn diese Beurteilung aus der Sicht eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung vertretbar war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 31.1.2013, GrS 1\/10 Aufgabe des subjektiven Fehlerbegriffs hinsichtlich bilanzieller Rechtsfragen &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der objektiven Rechtslage &#8211; Umfang der Entscheidung nach &sect; 11 Abs. 7 Satz 1 FGO Leits&auml;tze Das Finanzamt ist im Rahmen der ertragsteuerrechtlichen Gewinnermittlung auch dann nicht an die rechtliche Beurteilung gebunden, die der vom Steuerpflichtigen aufgestellten Bilanz (und deren &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/grs-1-10-aufgabe-des-subjektiven-fehlerbegriffs-hinsichtlich-bilanzieller-rechtsfragen-massgeblichkeit-der-objektiven-rechtslage-umfang-der-entscheidung-nach-par-11-abs-7-satz-1-fgo\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">GrS&nbsp;1\/10 &#8211; Aufgabe des subjektiven Fehlerbegriffs hinsichtlich bilanzieller Rechtsfragen &#8211; Ma&szlig;geblichkeit der objektiven Rechtslage &#8211; Umfang der Entscheidung nach &sect; 11 Abs. 7 Satz 1 FGO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-35188","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35188","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=35188"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/35188\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=35188"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=35188"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=35188"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}