{"id":35738,"date":"1988-02-10T16:35:32","date_gmt":"1988-02-10T14:35:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=35738"},"modified":"2013-06-02T12:32:54","modified_gmt":"2013-06-02T10:32:54","slug":"bfh-urteil-vom-10-2-1988-viii-r-159_84-bstbl-1988-ii-s-653","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-10-2-1988-viii-r-159_84-bstbl-1988-ii-s-653\/","title":{"rendered":"BFH-Urteil vom 10.2.1988 (VIII R 159\/84) BStBl. 1988 II S. 653"},"content":{"rendered":"<p><strong>BFH-Urteil vom 10.2.1988 (VIII R 159\/84) BStBl. 1988 II S. 653<\/strong><\/p>\n<p>Die Versagung von Sonderabschreibungen nach \u00a7 3 ZRFG f\u00fcr die von einer Brauerei in ihren verpachteten Gastst\u00e4tten vorgenommenen Investitionen ist nicht ermessensfehlerhaft.<\/p>\n<p>ZRFG \u00a7 3; AO 1977 \u00a7 5; FGO \u00a7 102.<\/p>\n<p>Vorinstanz: FG N\u00fcrnberg<\/p>\n<p align=\"center\">Sachverhalt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4gerin) betreibt im Zonenrandgebiet eine Brauerei und verpachtet eigene Gastst\u00e4tten an selbst\u00e4ndige Gastwirte, die nach den Pachtvertr\u00e4gen verpflichtet sind, s\u00e4mtliche Getr\u00e4nke ausschlie\u00dflich von der Kl\u00e4gerin abzunehmen.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin beantragte die Zulassung von Sonderabschreibungen gem\u00e4\u00df \u00a7 3 des Zonenrandf\u00f6rderungsgesetzes (ZRFG) f\u00fcr folgende Investitionen in den Gastst\u00e4tten:<\/p>\n<table width=\"446\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"15%\">1972<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\">A<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"32%\">Toilettenumbau<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"23%\">\n<p align=\"right\">DM 6.000<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"19%\">(= 30%)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"15%\">1974<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\">B<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"32%\">Abluftger\u00e4t<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"23%\">\n<p align=\"right\">DM 1.105<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"19%\">(= 50%)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"15%\">1975<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\">C<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"32%\">Hofbefestigung<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"23%\">\n<p align=\"right\">DM 1.470<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"19%\">(= 30%)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"15%\">\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\">\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"32%\">Heizungsanlage<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"23%\">\n<p align=\"right\">DM 2.127<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"19%\">(= 30%)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"15%\">\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\">D<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"32%\">Garage<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"23%\">\n<p align=\"right\">DM 951<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"19%\">(= 30%)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"15%\">\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"10%\">\u00a0<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"32%\">B\u00fcffet<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"23%\">\n<p align=\"right\">DM 1.440<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"19%\">(= 50%)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Mit Verwaltungsakten vom 16. Juli 1982 versagte der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211; FA -) die Sonderabschreibungen, weil die Voraussetzung des Verbleibens in der Betriebsst\u00e4tte des Steuerpflichtigen oder der eigenbetrieblichen Verwendung gem\u00e4\u00df Abschn. I Nr. 2 Abs. 1 der Zonenrandf\u00f6rderungs-Richtlinien (ZRFR) vom 18. August 1971 (BStBl I 1971, 386) und vom 10. November 1978 (BStBl I 1978, 451) nicht erf\u00fcllt sei.<\/p>\n<p>Das Beschwerdeverfahren blieb erfolglos.<\/p>\n<p>Der hierauf erhobenen Klage gab das Finanzgericht (FG) statt. Es hob die Ablehnungsentscheidungen des FA vom 16. Juli 1982 und die Beschwerdeentscheidung der Oberfinanzdirektion (OFD) vom 20. Januar 1983 auf und verpflichtete das FA, die aufgef\u00fchrten Sonderabschreibungen zu bewilligen.<\/p>\n<p>Mit seiner hiergegen eingelegten Revision r\u00fcgt das FA eine fehlerhafte Anwendung des \u00a7 3 ZRFG.<\/p>\n<p>Das FA beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/p>\n<p align=\"center\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Revision des FA ist begr\u00fcndet; die Klage auf Bewilligung der Sonderabschreibungen nach \u00a7 3 ZRFG f\u00fcr die von der Kl\u00e4gerin in ihren verpachteten Gastst\u00e4tten vorgenommenen Investitionen ist unter Aufhebung des angefochtenen Urteils des FG abzuweisen (\u00a7 126 Abs. 3 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211; FGO -).<\/p>\n<p>Die Klage ist zul\u00e4ssig, da wegen der in einem besonderen Verfahren ergangenen Ablehnungsbescheide gem\u00e4\u00df \u00a7 3 ZRFG das Vorverfahren in Form der Beschwerde durchgef\u00fchrt wurde (\u00a7 44 FGO, \u00a7 349 der Abgabenordnung &#8211; AO 1977 -).<\/p>\n<p>Die Klage ist jedoch unbegr\u00fcndet. Die Versagung der Sonderabschreibungen durch das FA und die OFD ist rechtlich nicht zu beanstanden.<\/p>\n<p>1. Nach \u00a7 3 Abs. 1 ZRFG kann bei Steuerpflichtigen, die in einer gewerblichen Betriebsst\u00e4tte im Zonenrandgebiet Investitionen vornehmen, im Hinblick auf wirtschaftliche Nachteile, die sich aus den besonderen Verh\u00e4ltnissen dieses Gebietes ergeben, auf Antrag zugelassen werden, da\u00df bei den Steuern vom Einkommen einzelne Besteuerungsgrundlagen, soweit sie die Steuern mindern, schon zu einer fr\u00fcheren Zeit ber\u00fccksichtigt werden. Insbesondere d\u00fcrfen unter bestimmten Voraussetzungen bei Wirtschaftsg\u00fctern des Anlageverm\u00f6gens Sonderabschreibungen gew\u00e4hrt werden (\u00a7 3 Abs. 2 ZRFG).<\/p>\n<p>Bei den hiernach von der Finanzverwaltung zu treffenden Entscheidungen handelt es sich um Ermessensaus\u00fcbung (\u00a7 5 AO 1977). Dies folgt insbesondere aus dem Wortlaut und der Entstehungsgeschichte des \u00a7 3 ZRFG sowie seiner Anlehnung an die Regelung des Billigkeitserlasses in \u00a7 163 AO 1977 bzw. \u00a7 131 der Reichsabgabenordnung &#8211; AO &#8211; (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211; BFH &#8211; vom 28. Oktober 1981 I R 156\/78, BFHE 134, 335, BStBl II 1982, 88).<\/p>\n<p>Innerhalb des durch \u00a7 3 ZRFG gezogenen Ermessensrahmens k\u00f6nnen die Finanzbeh\u00f6rden zur Regelung bestimmter Gruppen gleichgelagerter F\u00e4lle Ermessensrichtlinien aufstellen und hierbei die Gew\u00e4hrung von Sonderabschreibungen von Voraussetzungen abh\u00e4ngig machen, die im Gesetz selbst nicht genannt sind, sofern diese zus\u00e4tzlichen Voraussetzungen einer sachgerechten Ermessensaus\u00fcbung entsprechen (BFH-Urteil vom 21. April 1983 IV R 217\/82, BFHE 138, 292, BStBl II 1983, 532, m. w. N.). Um derartige Ermessensrichtlinien handelt es sich bei den ZRFR.<\/p>\n<p>2. Die Ermessensaus\u00fcbung der Finanzverwaltung in Form der Richtlinien und der danach getroffenen Einzelentscheidungen ist durch die Finanzgerichte gem\u00e4\u00df \u00a7 102 FGO daraufhin zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die gesetzlichen Grenzen des Ermessens \u00fcberschritten sind oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der Erm\u00e4chtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht ist.<\/p>\n<p>Im Streitfall liegt kein derartiger Ermessensfehler der Finanzverwaltung vor; eine Bewilligung der Sonderabschreibungen war nicht etwa unter dem Aspekt einer Ermessenseinengung als allein sachgem\u00e4\u00dfe Entscheidung geboten.<\/p>\n<p>3. Nach Abschn. I Nr. 2 Abs. 1 ZRFR kommen Sonderabschreibungen in Betracht f\u00fcr die in der Betriebst\u00e4tte des Steuerpflichtigen verbleibenden abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsg\u00fcter und die von ihm zur eigenbetrieblichen Verwendung (zum eigenbetrieblichen Gebrauch) angeschafften oder hergestellten abnutzbaren unbeweglichen Wirtschaftsg\u00fcter. Diese Regelung l\u00e4\u00dft keinen Ermessensfehlgebrauch erkennen, wie der BFH bereits mehrfach entschieden hat (Urteile vom 21. April 1983 IV R 60\/80, BFHE 138, 396, BStBl II 1983, 529; vom 10. April 1984 VIII R 218\/79, BFHE 141, 395, BStBl II 1984, 734).<\/p>\n<p>4. Die in den ZRFR aufgestellte Voraussetzung des Verbleibs in der Betriebsst\u00e4tte des Steuerpflichtigen oder der eigenbetrieblichen Verwendung kn\u00fcpft an die steuerliche Definition der eigenen Betriebsst\u00e4tte in \u00a7 12 AO 1977 (bzw. vorher \u00a7 16 des Steueranpassungsgesetzes &#8211; StAnpG -) an.<\/p>\n<p>Betriebsst\u00e4tte im Sinne der gesetzlichen Definition ist jede feste Gesch\u00e4ftseinrichtung oder Anlage, die der T\u00e4tigkeit eines Unternehmens dient. Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung m\u00fcssen die Einrichtungen und Anlagen dem Gewerbebetrieb unmittelbar dienen. Der Betriebsinhaber mu\u00df die tats\u00e4chliche Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber die betrieblichen Anlagen oder Einrichtungen haben. Der Besitz von Grundst\u00fccken oder Geb\u00e4uden (Geb\u00e4udeteilen) allein reicht hiernach nicht. Hinzukommen mu\u00df, da\u00df dort eine eigene gewerbliche T\u00e4tigkeit ausge\u00fcbt wird. Lediglich vermietete oder verpachtete Geb\u00e4ude oder Geb\u00e4udeteile begr\u00fcnden keine Betriebsst\u00e4tte (BFH- Urteil vom 28. August 1986 V R 20\/79, BFHE 148, 194, BStBl II 1987, 162, m. w. N.).<\/p>\n<p>Insbesondere reichen die \u00fcblichen mit der Pachtzinsvereinnahmung und mit der Erhaltung der Pachtobjekte verbundenen Verwaltungsarbeiten f\u00fcr die Annahme einer Betriebsst\u00e4tte am Ort des Pachtobjekts nicht aus, da sie von der Betriebsst\u00e4tte des Verwaltungssitzes aus durch die Verp\u00e4chterseite vorgenommen werden (BFH-Beschlu\u00df vom 30. August 1960 I B 148\/59 U, BFHE 71, 585, BStBl III 1960, 468). Gleiches gilt, soweit sich der Verp\u00e4chter ein Recht zum Betreten der Pachtr\u00e4ume zur Pr\u00fcfung von Gesch\u00e4ftsvorf\u00e4llen oder sogar eine Kontrolle des gesamten Betriebsablaufs vorbehalten hat.<\/p>\n<p>Selbst der Einsatz eigener Mitarbeiter des Verp\u00e4chters im Pachtobjekt &#8211; etwa im Rahmen der vorgetragenen Mitwirkung der Kl\u00e4gerin bei der Organisation von Veranstaltungen in ihren verpachteten Gastst\u00e4tten &#8211; begr\u00fcndet dort mangels Dauerhaftigkeit des Personaleinsatzes und mangels rechtlich gesicherter r\u00e4umlicher Verf\u00fcgungsgewalt keine eigene Betriebsst\u00e4tte.<\/p>\n<p>Ebensowenig kann eine &#8211; wie die Kl\u00e4gerin formuliert &#8211; &#8222;funktional \u00fcbergreifende Betriebsst\u00e4tte&#8220; des Verp\u00e4chters aufgrund der absatzm\u00e4\u00dfigen Verflechtung mit dem Pachtbetrieb (als &#8222;verl\u00e4ngerter Arm&#8220;) am dortigen Ort angenommen werden. Es handelt sich nicht um Verkaufsstellen der Kl\u00e4gerin im Sinne von \u00a7 12 Satz 2 Nr. 6 AO 1977 (bzw. \u00a7 16 Abs. 2 Nr. 2 StAnpG). Die Kl\u00e4gerin verwendete die renovierten Gastst\u00e4ttenr\u00e4ume nicht selbst zur Ausf\u00fchrung von Bierums\u00e4tzen; diese Verwendung erfolgte durch den P\u00e4chter (vgl. BFH-Urteil vom 31. Juli 1987 V R 148\/78, BFHE 150, 473, BStBl II 1987, 754, 755 zu \u00a7 15 Abs. 2 und 4 Nr. 2 des Umsatzsteuergesetzes 1967 &#8211; UStG -).<\/p>\n<p>5. Ein Rechtsanspruch der Kl\u00e4gerin auf Gleichbehandlung mit Besitzunternehmen im Falle der Betriebsaufspaltung (vgl. Abschn. I Nr. 2 Abs. 6 ZRFR 1971 bzw. Abs. 7 ZRFR 1978) besteht nicht.<\/p>\n<p>a) Die Verpachtung von Brauereigastst\u00e4tten ist schon deswegen nicht mit einer Betriebsaufspaltung vergleichbar, weil bei letzterer zur sachlichen Verflechtung zwischen Besitz- und Betriebsunternehmen &#8211; auch nach der von der Kl\u00e4gerin angef\u00fchrten Rechtsprechung &#8211; noch die personelle Verflechtung hinzukommen mu\u00df. Nur aufgrund beider Voraussetzungen kann von einem einheitlichen gesch\u00e4ftlichen Bet\u00e4tigungswillen beider Unternehmen ausgegangen werden.<\/p>\n<p>Letzterer liegt bei der Brauerei-Gastst\u00e4ttenverpachtung nicht vor, weil ein fremder P\u00e4chter selbst\u00e4ndig und eigenverantwortlich unternehmerisch t\u00e4tig ist.<\/p>\n<p>b) Im \u00fcbrigen wird sowohl bei der Gewerbesteuerpflicht wie auch bei der hier er\u00f6rterten Abschreibungsbeg\u00fcnstigung darauf abgestellt, da\u00df das Besitzunternehmen sich &#8222;\u00fcber das Betriebsunternehmen weiterhin am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt&#8220;.<\/p>\n<p>Die Brauerei dagegen beteiligt sich unmittelbar selbst am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr, ihre Gastst\u00e4ttenverpachtung h\u00e4lt sich im Rahmen ihres Gesamtbetriebs. Die Gewerbesteuerpflicht der Gastst\u00e4ttenverpachtung gr\u00fcndet sich auf den wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem der Brauerei verbleibenden Betrieb (Urteil vom 5. Oktober 1976 VIII R 62\/72, BFHE 120, 257, BStBl II 1977, 42). Nur diese Folgerung ist aus den Ausf\u00fchrungen des BFH \u00fcber die betriebliche Verflechtung und wechselseitige Abh\u00e4ngigkeit, \u00fcber den Einflu\u00df der Brauerei auf die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Gastwirtschaften sowie \u00fcber die Ausnutzung der Eigeninitiative der P\u00e4chter durch die Brauerei zu ziehen.<\/p>\n<p>6. Entgegen den Auffassungen des FG und der Kl\u00e4gerin zwingt demnach auch die Gewerbesteuerbelastung des Verp\u00e4chters in diesen oder vergleichbaren F\u00e4llen (vgl. z. B. Abschn. 15 Abs. 2 Satz 2 der Gewerbesteuer-Richtlinien &#8211; GewStR &#8211; 1984 i. V. m. Abschn. 137 Abs. 4 Satz 3 der Einkommensteuer-Richtlinien &#8211; EStR &#8211; 1984) nicht &#8211; im Sinne einer Ermessenseinengung &#8211; zu einer Abschreibungsbeg\u00fcnstigung im Rahmen der Ermessensentscheidung der Verwaltung nach \u00a7 3 ZRFG (vgl. BFH-Urteil vom 28. Oktober 1977 III R 77\/75, BFHE 123, 542, 545, BStBl II 1978, 116, zur Frage der Betriebsst\u00e4tte des gewerblichen Verp\u00e4chters gem\u00e4\u00df \u00a7 1 des Investitionszulagengesetzes &#8211; InvZulG &#8211; 1969).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH-Urteil vom 10.2.1988 (VIII R 159\/84) BStBl. 1988 II S. 653 Die Versagung von Sonderabschreibungen nach \u00a7 3 ZRFG f\u00fcr die von einer Brauerei in ihren verpachteten Gastst\u00e4tten vorgenommenen Investitionen ist nicht ermessensfehlerhaft. ZRFG \u00a7 3; AO 1977 \u00a7 5; FGO \u00a7 102. 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