{"id":36635,"date":"2013-04-19T18:29:36","date_gmt":"2013-04-19T16:29:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=36635"},"modified":"2013-04-19T18:29:36","modified_gmt":"2013-04-19T16:29:36","slug":"v-b-72-12-einseitige-erledigungserklaerung-uebergang-vom-sach-zum-feststellungsantrag-hilfsweises-aufrechterhalten-des-sachantrags-konkludente-gestattung-der-besteuerung-nach-vereinnahmten-entgelten-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-72-12-einseitige-erledigungserklaerung-uebergang-vom-sach-zum-feststellungsantrag-hilfsweises-aufrechterhalten-des-sachantrags-konkludente-gestattung-der-besteuerung-nach-vereinnahmten-entgelten-v\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;72\/12 &#8211; Einseitige Erledigungserkl&auml;rung, &Uuml;bergang vom Sach- zum Feststellungsantrag, Hilfsweises Aufrechterhalten des Sachantrags, Konkludente Gestattung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten, Verh&auml;ltnis von Gestattungs- und Festsetzungsverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.2.2013, V B 72\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Einseitige Erledigungserkl&auml;rung, &Uuml;bergang vom Sach- zum Feststellungsantrag, Hilfsweises Aufrechterhalten des Sachantrags, Konkludente Gestattung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten, Verh&auml;ltnis von Gestattungs- und Festsetzungsverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) beantragte beim Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erfolglos die Gestattung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes 2005 (UStG). Nachdem das Finanzgericht (FG) die gegen die ablehnende Einspruchsentscheidung erhobene Klage als unbegr&uuml;ndet abgewiesen hatte, legte der Kl&auml;ger beim Bundesfinanzhof (BFH) Nichtzulassungsbeschwerde ein mit dem Antrag, die Revision gegen das Urteil des FG vom 14.&nbsp;Mai 2012&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;827\/09 zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Nichtzulassungsverfahrens erlie&szlig; das FA unter dem 1.&nbsp;August 2012 einen nach &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) ge&auml;nderten Umsatzsteuerbescheid 2007, in dem es Ums&auml;tze des Kl&auml;gers von 99.913&nbsp;EUR der Besteuerung unterwarf und die Umsatzsteuer auf 15.986,20&nbsp;EUR festsetzte. Der Bescheid enth&auml;lt die Erl&auml;uterung &quot;Die &Auml;nderung erfolgt aufgrund der Ermittlungen im Bu&szlig;geld-\/Strafverfahren&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierauf beantragte der Kl&auml;ger,<br \/><\/br>die Hauptsache f&uuml;r erledigt zu erkl&auml;ren und dem FA die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Erlass des &Auml;nderungsbescheides habe das FA seinem Antrag auf Versteuerung nach vereinnahmten Entgelten konkludent entsprochen und der Rechtsstreit sich in der Hauptsache erledigt. Im Rahmen der steuerstrafrechtlichen Ermittlung sei das daf&uuml;r zust&auml;ndige FA davon ausgegangen, dass eine Verk&uuml;rzung der Umsatzsteuer 2007 wegen der in diesem Jahr zugeflossenen Betr&auml;ge von 104.000&nbsp;EUR und 11.900&nbsp;EUR erfolgt sei. H&auml;tte das FA seinem Antrag nicht zugestimmt, h&auml;tte es keinen Umsatzsteuerbescheid mit einer Bemessungsgrundlage von 99.913&nbsp;EUR erlassen d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>die Nichtzulassungsbeschwerde als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen und die Kosten des Verfahrens dem Kl&auml;ger aufzuerlegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Erledigung der Hauptsache k&ouml;nne nicht erkl&auml;rt werden, da die Festsetzung der Umsatzsteuer 2007 im &Auml;nderungsbescheid vom 1.&nbsp;August 2012 aufgrund von Ermittlungen der Bu&szlig;geld- und Strafsachenstelle des FA zu den hinterzogenen Steuern f&uuml;r 2007 erfolgt sei. Dies stelle jedoch keine Genehmigung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann dahingestellt bleiben, ob die Nichtzulassungsbeschwerde urspr&uuml;nglich zul&auml;ssig war und ob die vom Kl&auml;ger geltend gemachte grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) hinreichend dargelegt worden ist (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO). Selbst wenn dies der Fall w&auml;re, ist sein Antrag auf Feststellung der Erledigung jedenfalls unbegr&uuml;ndet, da ein den Rechtsstreit erledigendes Ereignis tats&auml;chlich nicht eingetreten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Erkl&auml;rt der Kl&auml;ger im Laufe des Klageverfahrens die Erledigung des Rechtsstreits und widerspricht das FA der Erledigung (einseitige Erledigungserkl&auml;rung), ist Gegenstand des Verfahrens fortan die Frage der Erledigung (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Ratschow in Gr&auml;ber, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;138 Rz&nbsp;90, m.w.N.). Erledigung ist eingetreten, wenn die Klage urspr&uuml;nglich zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet war, infolge eines zwischenzeitlich eingetretenen Ereignisses das Begehren des Kl&auml;gers aber objektiv gegenstandslos geworden ist (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Juli 1997 I&nbsp;R&nbsp;8\/95, BFH\/NV 1998, 187). Liegt diese Voraussetzung nicht vor, muss das Gericht die nunmehr auf Feststellung der Erledigung gerichtete Klage als unbegr&uuml;ndet abweisen, selbst wenn sie nach dem urspr&uuml;nglichen Sachantrag begr&uuml;ndet war. Das gilt jedenfalls dann, wenn der Kl&auml;ger nicht zumindest hilfsweise an seinem urspr&uuml;nglichen Antrag festh&auml;lt (BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;April 2000 I&nbsp;B&nbsp;68\/99, BFH\/NV 2000, 1226; BFH-Urteil vom 27.&nbsp;September 1979 IV&nbsp;R&nbsp;70\/72, BFHE 128, 492, BStBl II 1979, 779).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. F&uuml;r die Erledigung des Rechtsstreits in der Hauptsache im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde sind die zur einseitigen Erledigungserkl&auml;rung entwickelten Grunds&auml;tze entsprechend anwendbar (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2000, 1226). Durch die Erledigungserkl&auml;rung geht der Kl&auml;ger von seinem urspr&uuml;nglichen Sachantrag (Zulassung der Revision) auf einen Feststellungsantrag &uuml;ber. Diesem Feststellungsantrag kann nur dann entsprochen werden, wenn die Erledigung tats&auml;chlich eingetreten ist. Fehlt es hieran, ist die Nichtzulassungsbeschwerde als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. So liegen die Verh&auml;ltnisse im Streitfall. Mit dem Erlass des Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheides vom 1.&nbsp;August 2012 hat das FA dem Antrag des Kl&auml;gers auf Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten nicht entsprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gegen eine Gestattung durch den ge&auml;nderten Umsatzsteuerbescheid 2007 spricht bereits der unterschiedliche Streitgegenstand. W&auml;hrend es im Falle der Gestattung nach &sect;&nbsp;20 UStG um den Erlass eines beg&uuml;nstigenden sonstigen Ermessens-Verwaltungsaktes i.S. der &sect;&sect;&nbsp;130, 131 AO geht, betrifft der Umsatzsteuerbescheid die Steuerfestsetzung (&sect;&nbsp;155 AO). Es handelt sich um zwei verschiedene Verfahren, wobei die Besteuerungsart die H&ouml;he der Steuerfestsetzung beeinflusst. Lehnt das FA somit einen Antrag auf Gestattung der Istbesteuerung nach &sect;&nbsp;20 UStG ab und setzt die Umsatzsteuer stattdessen nach vereinbarten Entgelten fest, ist es somit erforderlich, Einspruch gegen beide Verwaltungsakte einzulegen (vgl. Michel in Offerhaus\/ S&ouml;hn\/Lange, Kommentar zum UStG, &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;197).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In dem Erlass des ge&auml;nderten Umsatzsteuerbescheides 2007 vom 1.&nbsp;August 2012 liegt auch keine konkludente Gestattung der vom Kl&auml;ger begehrten Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten. Zwar entspricht es h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung, dass die Gestattung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten konkludent ausgesprochen werden kann (BFH-Beschl&uuml;sse vom 11.&nbsp;Mai 2011 V&nbsp;B&nbsp;93\/10, BFH\/NV 2011, 1406; vom 28.&nbsp;August 2002 V&nbsp;B&nbsp;65\/02, BFH\/NV 2003, 210; vom 20.&nbsp;Januar 2000 V&nbsp;B&nbsp;163\/99, BFH\/NV 2000, 897). Dies setzt jedoch voraus, dass eine nach au&szlig;en erkennbare Entscheidung &uuml;ber einen entsprechenden Antrag getroffen wurde. Hieran fehlt es vorliegend, da das FA im Umsatzsteuerbescheid 2007 f&uuml;r den Kl&auml;ger erkennbar lediglich die Feststellungen der Bu&szlig;geld- und Strafsachenstelle zu den ihm im Jahre 2007 zugeflossenen Zahlungen ausgewertet hat. In den Erl&auml;uterungen zum Bescheid hat das FA daher ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen, dass die &Auml;nderung aufgrund der Ermittlungen im Bu&szlig;geld- und Strafverfahren erfolgt ist. Zu dem streitgegenst&auml;ndlichen Antrag auf Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten enth&auml;lt der Umsatzsteuerbescheid 2007 hingegen keinerlei Aussage. Wie der Senat bereits entschieden hat, kann der Steuerpflichtige die Gestattung des FA auf Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten nicht allein daraus ableiten, dass er einen Antrag an das FA auf Gestattung gestellt hat (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2003, 210).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der Kl&auml;ger hat neben seinem Antrag auf Feststellung der Erledigung sein urspr&uuml;ngliches Begehren auf Zulassung der Revision nicht &#8211;hilfsweise&#8211; aufrechterhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Einen hilfsweisen Antrag auf Zulassung der Revision hat der Kl&auml;ger nicht ausdr&uuml;cklich gestellt und eine Unterstellung der hilfsweisen Aufrechterhaltung seines urspr&uuml;nglichen Antrags ist jedenfalls dann nicht gerechtfertigt, wenn ein fachkundig vertretener Kl&auml;ger einen entsprechenden Hilfsantrag nicht stellt, obwohl er auf Zweifel am Eintritt der Erledigung hingewiesen worden ist (BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;April 2000 I&nbsp;B&nbsp;97\/99, BFH\/NV 2000, 1227; BFH-Urteil in BFH\/NV 1998, 187). In diesem Fall muss angenommen werden, dass es ihm nur noch um die Kl&auml;rung der Erledigungsfrage geht, w&auml;hrend er in der Hauptsache sein Rechtsschutzbegehren endg&uuml;ltig aufgegeben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall ist der Kl&auml;ger durch einen Rechtsanwalt vertreten. Dieser ist, auch nachdem das FA unter Darlegung der ma&szlig;geblichen Gr&uuml;nde im Schriftsatz vom 7.&nbsp;November 2012 der Annahme einer Erledigung entgegengetreten war, auf das urspr&uuml;ngliche Klagebegehren nicht zur&uuml;ckgekommen. Er hat in seinem Schriftsatz vom 19.&nbsp;November 2012 keinen Hilfsantrag gestellt, sondern vielmehr den Feststellungsantrag des Schriftsatzes vom 4.&nbsp;Oktober 2012 wiederholt und dadurch bekr&auml;ftigt. Daraus ergibt sich eindeutig, dass es dem Kl&auml;ger nur noch um diese Frage geht. F&uuml;r die Annahme, dass der Kl&auml;ger seinen Sachantrag hilfsweise aufrechterh&auml;lt, bleibt danach kein Raum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Halbsatz FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 22.2.2013, V B 72\/12 Einseitige Erledigungserkl&auml;rung, &Uuml;bergang vom Sach- zum Feststellungsantrag, Hilfsweises Aufrechterhalten des Sachantrags, Konkludente Gestattung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten, Verh&auml;ltnis von Gestattungs- und Festsetzungsverfahren Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) beantragte beim Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erfolglos die Gestattung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten nach &sect;&nbsp;20 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-72-12-einseitige-erledigungserklaerung-uebergang-vom-sach-zum-feststellungsantrag-hilfsweises-aufrechterhalten-des-sachantrags-konkludente-gestattung-der-besteuerung-nach-vereinnahmten-entgelten-v\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;B&nbsp;72\/12 &#8211; Einseitige Erledigungserkl&auml;rung, &Uuml;bergang vom Sach- zum Feststellungsantrag, Hilfsweises Aufrechterhalten des Sachantrags, Konkludente Gestattung der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten, Verh&auml;ltnis von Gestattungs- und Festsetzungsverfahren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-36635","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36635","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36635"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36635\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36635"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36635"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36635"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}