{"id":36646,"date":"2013-04-19T18:24:12","date_gmt":"2013-04-19T16:24:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=36646"},"modified":"2013-04-19T18:24:12","modified_gmt":"2013-04-19T16:24:12","slug":"iv-r-29-09-ende-der-nutzung-eines-fremden-wirtschaftsguts-zur-einkunftserzielung-auf-das-eigene-aufwendungen-geleistet-worden-waren-typisierte-verteilung-von-aufwendungen-ausgliederung-wesentlicher-be","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-29-09-ende-der-nutzung-eines-fremden-wirtschaftsguts-zur-einkunftserzielung-auf-das-eigene-aufwendungen-geleistet-worden-waren-typisierte-verteilung-von-aufwendungen-ausgliederung-wesentlicher-be\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;29\/09 &#8211; Ende der Nutzung eines fremden Wirtschaftsguts zur Einkunftserzielung, auf das eigene Aufwendungen geleistet worden waren &#8211; Typisierte Verteilung von Aufwendungen &#8211; Ausgliederung wesentlicher Betriebsgrundlagen &#8211; Anwendung des &sect; 20 UmwStG 1977"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.12.2012, IV R 29\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Ende der Nutzung eines fremden Wirtschaftsguts zur Einkunftserzielung, auf das eigene Aufwendungen geleistet worden waren &#8211; Typisierte Verteilung von Aufwendungen &#8211; Ausgliederung wesentlicher Betriebsgrundlagen &#8211; Anwendung des &sect; 20 UmwStG 1977<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Tr&auml;gt der Steuerpflichtige Kosten zur Herstellung eines im Eigentum seines Ehegatten stehenden Geb&auml;udes, das er zur Erzielung von betrieblichen Eink&uuml;nften nutzt, sind seine Aufwendungen steuerlich zu aktivieren und nach den f&uuml;r ein Geb&auml;ude geltenden Regeln abzuschreiben.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Endet die Nutzung des Geb&auml;udes zur Einkunftserzielung durch den Steuerpflichtigen, ergibt sich daraus keine Auswirkung auf seinen Gewinn. Ein noch nicht abgeschriebener Restbetrag der Aufwendungen wird erfolgsneutral ausgebucht.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) zu&nbsp;1. war als Einzelunternehmer Inhaber einer Schreinerei (Tischlerei) und Glaserei. Das Unternehmen wurde auf Teilfl&auml;chen von Grundst&uuml;cken gef&uuml;hrt, die zum einen im Alleineigentum des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. (Grundst&uuml;ck&nbsp;1, insgesamt 340&nbsp;qm, davon aktiviert 331&nbsp;qm) sowie zum anderen im h&auml;lftigen Miteigentum des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. und seiner Ehefrau (E) standen (Grundst&uuml;ck&nbsp;2, insgesamt 1&nbsp;881&nbsp;qm, betrieblich genutzt: 1&nbsp;332&nbsp;qm, davon aktiviert: 666&nbsp;qm). Auf den Grundst&uuml;cken hatte der Kl&auml;ger zu&nbsp;1. die f&uuml;r den Betrieb der Schreinerei notwendigen Geb&auml;ude mit eigenen betrieblichen Mitteln hergestellt. Die Herstellungskosten wurden in vollem Umfang aktiviert und abgeschrieben. Konkrete Vereinbarungen &uuml;ber die Nutzung der Geb&auml;ude wurden zwischen den Eheleuten nicht getroffen. In der Schlussbilanz des Einzelunternehmens zum 31.&nbsp;M&auml;rz 1994 wurden f&uuml;r den Grund und Boden ein Buchwert von 66.354&nbsp;DM und f&uuml;r die Geb&auml;ude ein Buchwert von 219.143&nbsp;DM angesetzt (insgesamt: 285.497&nbsp;DM).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger zu&nbsp;1. hatte die Absicht, unter Zur&uuml;ckbehaltung der Grundst&uuml;cke wirtschaftlich 50&nbsp;% des Einzelunternehmens unentgeltlich auf seinen Sohn A (Kl&auml;ger zu&nbsp;2.) sowie 10&nbsp;% auf seinen Sohn B (Kl&auml;ger zu&nbsp;3.) zu &uuml;bertragen. Dazu gr&uuml;ndeten die Kl&auml;ger mit Vertrag vom 31.&nbsp;M&auml;rz 1994 eine GbR, deren Zweck in der Fortf&uuml;hrung des bisherigen Einzelunternehmens bestand. Gesellschafter wurden der Kl&auml;ger zu&nbsp;1. mit 40&nbsp;%, der Kl&auml;ger zu&nbsp;2. mit 50&nbsp;% und der Kl&auml;ger zu&nbsp;3. mit 10&nbsp;%, deren Einlagen ausweislich des Gesellschaftsvertrages durch F&uuml;hrung des vormaligen Einzelunternehmens bereits als erbracht galten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits am 20.&nbsp;Januar 1994 hatten die Kl&auml;ger die am &#8230;&nbsp;M&auml;rz 1994 ins Handelsregister eingetragene X-GmbH (GmbH) mit einem Stammkapital von 50.000&nbsp;DM gegr&uuml;ndet, an der der Kl&auml;ger zu&nbsp;1. mit 40&nbsp;%, der Kl&auml;ger zu&nbsp;2. mit 50&nbsp;% sowie der Kl&auml;ger zu&nbsp;3. mit 10&nbsp;% beteiligt waren. Alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer wurde der Kl&auml;ger zu&nbsp;2.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 31.&nbsp;M&auml;rz 1994 beschlossen die Kl&auml;ger unter Aufrechterhaltung ihrer Beteiligungsquoten eine Erh&ouml;hung des Kapitals der GmbH um 450.000&nbsp;DM auf 500.000&nbsp;DM gegen Sacheinlage des Betriebs der GbR mit allen diesem dienenden und in ihrem Eigentum befindlichen Aktiven und Passiven. Ausgenommen waren insoweit u.a. die Grundst&uuml;cke&nbsp;1 und&nbsp;2.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Wirtschaftsg&uuml;ter wurden mit Wirkung zum 1.&nbsp;April 1994 zu Buchwerten eingebracht; in H&ouml;he der die Nennbetr&auml;ge der Kapitalerh&ouml;hung &uuml;bersteigenden Buchwerte wurden den Gesellschaftern Darlehen gutgeschrieben. Nach dem Protokoll &uuml;ber die gemeinsame Gesellschafterversammlung der GbR und der GmbH vom 31.&nbsp;M&auml;rz 1994 blieb der Gesch&auml;ftswert, da nicht bilanziert, von der &Uuml;bertragung auf die GmbH ausgeschlossen. Sein Wert wurde von den Gesellschaftern mit R&uuml;cksicht auf den Bekanntheitsgrad des Unternehmens und die bestehenden Kundenverbindungen auf 50.000&nbsp;DM gesch&auml;tzt. Nach Abschn.&nbsp;VI. des Protokolls verpachtete die GbR den Gesch&auml;ftswert an die GmbH auf unbestimmte Zeit, vorl&auml;ufig f&uuml;r 15&nbsp;Jahre. Das Entgelt f&uuml;r die pachtweise &Uuml;berlassung des Gesch&auml;ftswerts betrug 5.000&nbsp;DM j&auml;hrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Grundst&uuml;cke&nbsp;1 und&nbsp;2 wurden an die GmbH f&uuml;r einen Zeitraum von 15&nbsp;Jahren vermietet. Der Mietpreis betrug j&auml;hrlich 60.000&nbsp;DM; hiervon wurden 82&nbsp;% als Sonderbetriebseinnahme des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. bei der GbR behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die GbR erfasste die Einnahmen aus der Verpachtung des Gesch&auml;ftswerts in ihrer Gewinnermittlung, die Einnahmen aus der Verpachtung der Grundst&uuml;cke in der Sondergewinnermittlung des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. In dessen Sonderbilanz wurden der Grund und Boden und die Geb&auml;ude mit den aus der Schlussbilanz des Einzelunternehmens &uuml;bernommenen Buchwerten (zusammen 285.497&nbsp;DM) angesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte den eingereichten Erkl&auml;rungen zun&auml;chst und erlie&szlig; f&uuml;r die Streitjahre (1994 bis 1996) &#8211;jeweils unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;164 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;)&#8211; entsprechende Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Betriebspr&uuml;fung vertrat das FA allerdings die Ansicht, die GbR sei infolge der Einbringung der Mitunternehmeranteile in die GmbH eine juristische Sekunde nach ihrer Gr&uuml;ndung erloschen. Das FA hob deshalb die Feststellungsbescheide f&uuml;r 1995 und 1996 auf. F&uuml;r 1994 stellte es Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 1.007.955&nbsp;DM fest. Diese setzten sich aus einem Verlust der GbR von 2.000&nbsp;DM (Rechts- und Beratungskosten) und einem Aufgabegewinn des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. in H&ouml;he von 1.009.955&nbsp;DM zusammen. In den Aufgabegewinn gingen die stillen Reserven des Grund und Bodens und der Geb&auml;ude mit zusammen 934.415&nbsp;DM sowie 40&nbsp;% der stillen Reserven des Firmenwerts (20.000&nbsp;DM) ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einspr&uuml;che hatten insoweit Erfolg, als der Aufgabegewinn mit nur noch 647.138&nbsp;DM festgestellt wurde. Nunmehr ging das FA von stillen Reserven des Grund und Bodens in H&ouml;he von 53.286&nbsp;DM und der Geb&auml;ude in H&ouml;he von 496.873&nbsp;DM aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wandten sich die Kl&auml;ger mit ihrer Klage vor dem Finanzgericht (FG). Sie machten geltend, die stillen Reserven seien nicht aufzudecken, weil eine Betriebsaufspaltung vorliege; dies folge daraus, dass die GbR den Gesch&auml;ftswert, der eine wesentliche Betriebsgrundlage darstelle, an die GmbH verpachtet habe. Auch sei die H&ouml;he der stillen Reserven falsch ermittelt worden. Diese betr&uuml;gen f&uuml;r die Geb&auml;ude nur 263.099&nbsp;DM anstatt der bisher angesetzten 496.873&nbsp;DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG gab der Klage mit Urteil vom 19.&nbsp;Mai 2005&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;1833\/00 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2005, 1273) lediglich insofern statt, als es den Aufgabegewinn aufgrund des zwischenzeitlich erzielten Einvernehmens der Beteiligten &uuml;ber einige der anzusetzenden Werte auf 514.519&nbsp;DM verminderte. Im &Uuml;brigen wies es die Klage ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Urteil vom 5.&nbsp;Juni 2008 IV&nbsp;R&nbsp;79\/05 (BFHE 222, 20, BStBl II 2009, 15) hob der erkennende Senat das vorgenannte FG-Urteil auf und verwies die Sache zur Entscheidung &uuml;ber die Notwendigkeit einer Beiladung der GbR an das FG zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem das FG die GbR beigeladen hatte, gab es der Klage durch sein in EFG 2009, 1534 ver&ouml;ffentlichtes Urteil auch im zweiten Rechtsgang nur teilweise statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision der Kl&auml;ger, die diese auf die Verletzung formellen und materiellen Rechts st&uuml;tzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des FG K&ouml;ln vom 30.&nbsp;April 2009&nbsp;&nbsp;10 K 3457\/08 (EFG 2009, 1534) sowie die &Auml;nderungsbescheide des FA vom 3.&nbsp;M&auml;rz 1999 und die hierzu ergangene Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Februar 2000 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Kl&auml;ger haben schrifts&auml;tzlich angek&uuml;ndigt, in der m&uuml;ndlichen Verhandlung den Antrag stellen zu wollen, das FG-Urteil aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Sie sind allerdings zur m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht erschienen. Der Senat geht bei seiner Entscheidung vom angek&uuml;ndigten Antrag der Kl&auml;ger aus, der aber dahingehend auszulegen ist, dass eine Entscheidung nach den Antr&auml;gen in der Vorinstanz begehrt wird (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11.&nbsp;April 1991 V&nbsp;R&nbsp;86\/85, BFHE 164, 219, BStBl II 1991, 729). Dort hatten die Kl&auml;ger die Aufhebung der &Auml;nderungsbescheide des FA vom 3.&nbsp;M&auml;rz 1999 und der hierzu ergangenen Einspruchsentscheidung vom 15.&nbsp;Februar 2000 beantragt, wobei allerdings noch zu ber&uuml;cksichtigen war, dass die Beteiligten im Rahmen des FG-Verfahrens Einvernehmen hinsichtlich einzelner bei der Ermittlung des Aufgabegewinns anzusetzender Werte erzielt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist betreffend das Streitjahr 1994 begr&uuml;ndet. Der Senat kann in der Sache selbst entscheiden (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Insoweit sind das Urteil des FG K&ouml;ln in EFG 2009, 1534 und die Einspruchsentscheidung des FA vom 15.&nbsp;Februar 2000 aufzuheben. Der Feststellungsbescheid des FA vom 3.&nbsp;M&auml;rz 1999 ist &uuml;ber die im angefochtenen Urteil bereits vorgenommenen &Auml;nderungen hinaus dahingehend abzu&auml;ndern, dass in den Aufgabegewinn des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. der Teil der stillen Reserven nicht einzubeziehen ist, der auf den zivilrechtlichen Geb&auml;ude-Miteigentumsanteil der E entf&auml;llt; im &Uuml;brigen ist die Klage abzuweisen. Die Revision der Kl&auml;ger f&uuml;r die Jahre 1995 und 1996 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist zwar zu Recht davon ausgegangen, dass die Einbringung des urspr&uuml;nglich vom Kl&auml;ger zu&nbsp;1. gef&uuml;hrten Einzelunternehmens in die GmbH weder nach &sect;&nbsp;20 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG) 1977 (dazu&nbsp;1.) noch unter dem Gesichtspunkt einer Betriebsaufspaltung (dazu&nbsp;2.) zu Buchwerten erfolgen konnte. Es hat aber zu Unrecht entschieden, dass nicht nur die den h&auml;lftigen Miteigentumsanteil des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. an den Geb&auml;uden betreffenden stillen Reserven, sondern dar&uuml;ber hinaus auch die in den zivilrechtlich der E geh&ouml;renden Geb&auml;udeteilen ruhenden stillen Reserven aufzudecken und steuerlich zu erfassen sind (dazu&nbsp;3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine Buchwertfortf&uuml;hrung nach &sect;&nbsp;20 UmwStG 1977 ist im Streitfall ausgeschlossen, weil der bis dahin zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rende Grundbesitz nicht in die GmbH eingebracht worden ist. Dieser war nach Gr&uuml;ndung der GbR zun&auml;chst Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. bei der GbR geworden und als wesentliche Betriebsgrundlage des Betriebs der GbR anzusehen. Soweit andere Senate des BFH zu Einbringungsvorg&auml;ngen inzwischen entschieden haben, dass es der Anwendbarkeit der &sect;&sect;&nbsp;20 bzw. 24 UmwStG 1995 nicht entgegenstehe, wenn vor der Einbringung eine wesentliche Betriebsgrundlage des einzubringenden Betriebs unter Aufdeckung der stillen Reserven &quot;ausgelagert&quot; oder ver&auml;u&szlig;ert werde, soweit dies auf Dauer angelegt sei und sich deshalb nicht nur als vorgeschoben erweise (vgl. unter dem Aspekt der Anwendung des &sect;&nbsp;42 AO BFH-Urteil vom 25.&nbsp;November 2009 I&nbsp;R&nbsp;72\/08, BFHE 227, 445, BStBl II 2010, 471, unter II.3.d; unter dem Aspekt des &sect;&nbsp;42 AO und des Gesamtplans BFH-Urteil vom 9.&nbsp;November 2011 X&nbsp;R&nbsp;60\/09, BFHE 236, 29, BStBl II 2012, 638, unter II.2.c und II.2.d), ist diese Rechtsprechung zu einer neueren Rechtslage ergangen. In Bezug auf die im Streitfall noch anzuwendende Regelung des &sect; 20 UmwStG 1977 h&auml;lt der Senat an der &uuml;berkommenen Rechtsprechung fest, wonach die Ausgliederung wesentlicher Betriebsgrundlagen der Buchwertfortf&uuml;hrung f&uuml;r das eingebrachte Betriebsverm&ouml;gen entgegensteht (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 16. Februar 1996 I&nbsp;R&nbsp;183\/94, BFHE 180, 97, BStBl II 1996, 342).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zwischen der GbR als Besitzunternehmen und der GmbH als Betriebskapitalgesellschaft ist keine Betriebsaufspaltung aufgrund der &Uuml;berlassung eines Firmenwerts von der GbR an die GmbH begr&uuml;ndet worden, denn mit der Einbringung des Betriebs in die GmbH ist auch der Firmen- bzw. Gesch&auml;ftswert auf die GmbH &uuml;bergegangen. Er konnte daher nicht von der GbR an die GmbH verpachtet werden (vgl. BFH-Urteile vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2001 I&nbsp;R&nbsp;42\/00, BFHE 195, 536, BStBl II 2001, 771; vom 16.&nbsp;Juni 2004 X&nbsp;R&nbsp;34\/03, BFHE 207, 120, BStBl II 2005, 378). Abweichendes ergibt sich nicht aus dem BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;April 2011 VIII&nbsp;B&nbsp;116\/10 (BFH\/NV 2011, 1135), denn diese Entscheidung betraf die pachtweise &Uuml;berlassung eines Mandantenstammes. Dieser kann, anders als der Gesch&auml;ftswert, Gegenstand eines selbst&auml;ndigen &Uuml;bertragungsgesch&auml;fts sein (z.B. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Dezember 1996 I&nbsp;R&nbsp;128-129\/95, BFHE 182, 366, BStBl II 1997, 546).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Betriebsaufspaltung kann auch nicht im Zusammenhang mit der &Uuml;berlassung von Grundbesitz an die GmbH entstanden sein. Denn nicht die GbR, sondern der Kl&auml;ger zu&nbsp;1. und E vermieteten die Grundst&uuml;cke an die GmbH. Der dem Kl&auml;ger zu&nbsp;1. zuzurechnende Grundbesitz wurde damit aus dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen bei der GbR entnommen. Die Entnahme hat die Aufdeckung der diesbez&uuml;glichen stillen Reserven zur Folge, weil mit der Vermietung an die GmbH mangels personeller Verflechtung keine Betriebsaufspaltung zwischen dem Kl&auml;ger zu&nbsp;1. bzw. den Ehegatten und der GmbH entstehen konnte und der Grundbesitz deshalb notwendiges Privatverm&ouml;gen werden musste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Entgegen der Auffassung des FG und der noch im ersten Rechtsgang im BFH-Urteil in BFHE 222, 20, BStBl II 2009, 15 ge&auml;u&szlig;erten vorl&auml;ufigen Auffassung des Senats sind in den Aufgabegewinn des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. nicht auch die stillen Reserven einzubeziehen, die auf den zivilrechtlichen Geb&auml;udemiteigentumsanteil der E entfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger zu&nbsp;1. hat nicht die Stellung eines wirtschaftlichen Miteigent&uuml;mers an dem zivilrechtlich der E geh&ouml;renden Geb&auml;udeanteil erlangt. F&uuml;r den Fall, dass &#8211;wie auch im Streitfall&#8211; die Ehegatten im gesetzlichen G&uuml;terstand der Zugewinngemeinschaft leben, spricht einiges daf&uuml;r, dass bereicherungsrechtliche Anspr&uuml;che &#8211;und damit auch solche nach &sect;&sect;&nbsp;951, 812 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs&#8211; durch die Regelungen &uuml;ber den g&uuml;terrechtlichen Ausgleich verdr&auml;ngt werden. Ob daraus folgt, dass es in einem solchen Fall von vorneherein an einem realisierbaren Wertersatzanspruch fehlt, der Grundlage f&uuml;r die Annahme einer von den zivilrechtlichen Eigentumsverh&auml;ltnissen abweichenden steuerrechtlichen Verm&ouml;genszuordnung sein kann, ist in der Rechtsprechung des BFH nicht abschlie&szlig;end gekl&auml;rt (vgl. BFH-Urteile vom 29.&nbsp;April 2008 VIII&nbsp;R&nbsp;98\/04, BFHE 221, 129, BStBl II 2008, 749; vom 25.&nbsp;Juni 2003 X&nbsp;R&nbsp;72\/98, BFHE 202, 514, BStBl II 2004, 403; vom 14.&nbsp;Mai 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;30\/98, BFHE 199, 181, BStBl II 2002, 741). Die Frage bedarf auch im Streitfall keiner abschlie&szlig;enden Entscheidung, weil nach den dort gegebenen Umst&auml;nden nicht davon auszugehen ist, dass der Kl&auml;ger zu&nbsp;1. eine tats&auml;chliche Herrschaft &uuml;ber den zivilrechtlich der E geh&ouml;renden Geb&auml;ude-Miteigentumsanteil erlangt hat, wonach er diese f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut wirtschaftlich h&auml;tte ausschlie&szlig;en k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In &Uuml;bereinstimmung mit dem Urteil des VIII.&nbsp;Senats des BFH in BFHE 221, 129, BStBl II 2008, 749 und entgegen der noch im ersten Rechtsgang im BFH-Urteil in BFHE 222, 20, BStBl II 2009, 15 vertretenen vorl&auml;ufigen Auffassung des Senats hat sich der Aufgabegewinn des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. auch nicht mit R&uuml;cksicht auf eine Nutzungsbefugnis des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. an dem im Miteigentum der E stehenden Geb&auml;ude erh&ouml;ht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 25.&nbsp;Februar 2010 IV&nbsp;R&nbsp;2\/07 (BFHE 228, 431, BStBl II 2010, 670) ausgef&uuml;hrt hat, setzt die Berechtigung zur Vornahme von Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) nicht voraus, dass der Steuerpflichtige Eigent&uuml;mer des Wirtschaftsguts ist, f&uuml;r das er Aufwendungen get&auml;tigt hat. Ausschlaggebend ist vielmehr, ob er Aufwendungen im betrieblichen Interesse tr&auml;gt. Das allen Einkunftsarten zugrundeliegende Nettoprinzip, demzufolge die erwerbssichernden Aufwendungen von den steuerpflichtigen Einnahmen abgezogen werden (vgl. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;4&nbsp;ff. und 9 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;), gebietet grunds&auml;tzlich den Abzug der vom Steuerpflichtigen zur Einkunftserzielung get&auml;tigten Aufwendungen auch dann, wenn und soweit diese Aufwendungen auf in fremdem Eigentum stehende Wirtschaftsg&uuml;ter erbracht werden (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 30.&nbsp;Januar 1995 GrS&nbsp;4\/92, BFHE 176, 267, BStBl II 1995, 281, unter C.III.). Bei einem bilanzierenden Steuerpflichtigen &#8211;wie auch im Streitfall&#8211; wird der Aufwand bilanztechnisch &quot;wie ein materielles Wirtschaftsgut&quot; behandelt. Das bedeutet, dass die Herstellungskosten f&uuml;r ein fremdes Geb&auml;ude als Posten f&uuml;r die Verteilung eigenen Aufwands zu aktivieren und nach den f&uuml;r Geb&auml;ude geltenden AfA-Regeln abzuschreiben sind (Beschl&uuml;sse des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 23.&nbsp;August 1999 GrS&nbsp;1\/97, BFHE 189, 151, BStBl II 1999, 778, unter C.I.2.b, und GrS&nbsp;5\/97, BFHE 189, 174, BStBl II 1999, 774, unter C.3.; in BFHE 176, 267, BStBl II 1995, 281, unter C.V.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Behandlung von Aufwendungen &quot;wie ein materielles Wirtschaftsgut&quot; soll die typisierte Verteilung der Aufwendungen in Anlehnung an die Regeln bewirken, die f&uuml;r Aufwendungen auf ein eigenes Wirtschaftsgut derselben Art gelten. Dies dient einerseits der Gleichbehandlung von Eigent&uuml;mern und nutzungsbefugten Dritten, andererseits der Vereinfachung der Gewinnermittlung. Deshalb werden die Regelungen des EStG f&uuml;r AfA, erh&ouml;hte Absetzungen und Sonderabschreibungen insoweit entsprechend angewendet (so zu &sect;&nbsp;82i der Einkommensteuer-Duchf&uuml;hrungsverordnung Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 176, 267, BStBl II 1995, 281, unter C.V.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Typisierung der Aufwandsverteilung bewirkt indessen nicht, dass der Aufwandsposten im &Uuml;brigen einem Wirtschaftsgut gleichgestellt wird. Die Gleichstellung dient allein der Verwirklichung des objektiven Nettoprinzips und kann nur soweit reichen, wie es zur Verwirklichung dieses Ziels erforderlich ist. Danach ist es nicht m&ouml;glich, dem Nutzungsbefugten, der nicht wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer ist, Wertsteigerungen des Wirtschaftsguts zuzurechnen, nur weil er Aufwendungen f&uuml;r das ihm nicht geh&ouml;rende Wirtschaftsgut getragen hat. In der Person des Aufwendenden k&ouml;nnen auch keine stillen Reserven dadurch entstehen, dass die typisierte Aufwandsverteilung &uuml;ber einen k&uuml;rzeren Zeitraum erfolgt, als das Wirtschaftsgut von ihm genutzt werden kann oder sich der Wert der Aufwendungen wirtschaftlich verbraucht. Vor diesem Hintergrund darf die Behandlung wie ein Wirtschaftsgut auch nicht dazu f&uuml;hren, dass Gewinne aus der Realisierung von stillen Reserven in eigenen Wirtschaftsg&uuml;tern auf den Bilanzposten f&uuml;r den Aufwand auf ein fremdes Wirtschaftsgut &uuml;bertragen werden. Eine &Uuml;bertragung nach &sect;&nbsp;6b EStG kommt demzufolge nicht in Betracht. Der erkennende Senat h&auml;lt daher an seiner im Urteil vom 10.&nbsp;April 1997 IV&nbsp;R&nbsp;12\/96 (BFHE 183, 134, BStBl II 1997, 718) vertretenen Auffassung nicht mehr fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Endet die Nutzung des Wirtschaftsguts zur Einkunftserzielung des Aufwendenden, bevor die Aufwendungen vollst&auml;ndig von ihm abgezogen werden konnten, geht der verbleibende Betrag nicht unter. Wie der Gro&szlig;e Senat des BFH mit Beschluss in BFHE 189, 151, BStBl II 1999, 778, unter C.II.2.c entschieden hat, ist der verbleibende Betrag dem Eigent&uuml;mer des Wirtschaftsguts als Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Wirtschaftsguts zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im Streitfall waren danach stille Reserven, soweit sie auf den Miteigentumsanteil am Geb&auml;ude der E entfallen, nicht in den Gewinn aus der Betriebsaufgabe der GbR einzubeziehen. Inwieweit der Aufwandsposten abgeschrieben war, bedarf keiner Kl&auml;rung. Denn ein ggf. vorhandener Restbetrag h&auml;tte keine Auswirkungen auf den Gewinn der GbR. Der Betrag w&auml;re der E als Anschaffungs- und Herstellungskosten des auf sie entfallenden Geb&auml;udeteils zuzurechnen. Aus der Sonderbilanz des Kl&auml;gers zu&nbsp;1. h&auml;tte der Restbetrag erfolgsneutral ausgebucht werden m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Wegen Spruchreife war in der Sache zu entscheiden. Da sich die vorstehenden Ausf&uuml;hrungen nur auf die H&ouml;he des Aufgabegewinns im Jahr 1994 auswirken, war die Revision der Kl&auml;ger nur f&uuml;r dieses Jahr begr&uuml;ndet und war ihrer Klage teilweise stattzugeben. Die &Uuml;bertragung der Berechnung des festzustellenden Betrags auf das FA beruht auf &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt bezogen auf das Streitjahr 1994 aus &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 FGO, bezogen auf die Streitjahre 1995 und 1996 aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO. Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen sind nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO nicht zu erstatten. Die Kostenerstattung nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO entspricht regelm&auml;&szlig;ig zwar der Billigkeit, wenn Sachantr&auml;ge gestellt werden oder das Verfahren durch Schrifts&auml;tze wesentlich gef&ouml;rdert wird (vgl. BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Mai 2009 IV&nbsp;B&nbsp;143\/08, BFH\/NV 2009, 1452). Beides war indessen bezogen auf die Beigeladene nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.12.2012, IV R 29\/09 Ende der Nutzung eines fremden Wirtschaftsguts zur Einkunftserzielung, auf das eigene Aufwendungen geleistet worden waren &#8211; Typisierte Verteilung von Aufwendungen &#8211; Ausgliederung wesentlicher Betriebsgrundlagen &#8211; Anwendung des &sect; 20 UmwStG 1977 Leits&auml;tze 1. 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