{"id":36649,"date":"2013-04-19T18:24:11","date_gmt":"2013-04-19T16:24:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=36649"},"modified":"2013-04-19T18:24:11","modified_gmt":"2013-04-19T16:24:11","slug":"v-b-20-12-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-beschluss-vom-14122012-v-b-19-12-anforderungen-an-den-verguetungsantrag-nach-par-18-abs-9-ustg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-20-12-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-beschluss-vom-14122012-v-b-19-12-anforderungen-an-den-verguetungsantrag-nach-par-18-abs-9-ustg\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;20\/12 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Beschluss vom 14.12.2012 V B 19\/12 &#8211; Anforderungen an den Verg&uuml;tungsantrag nach &sect; 18 Abs. 9 UStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.12.2012, V B 20\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Beschluss vom 14.12.2012 V B 19\/12 &#8211; Anforderungen an den Verg&uuml;tungsantrag nach &sect; 18 Abs. 9 UStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die in Belgien ans&auml;ssige Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) beantragte am 2.&nbsp;Mai 2003 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;59&nbsp;ff. der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung die Verg&uuml;tung von Vorsteuern f&uuml;r die Zeitr&auml;ume Januar bis M&auml;rz 2002 in H&ouml;he von 195.293,95&nbsp;EUR, April bis Juni 2002 in H&ouml;he von 208.144,13&nbsp;EUR, Juli bis September 2002 in H&ouml;he von 150.963,56&nbsp;EUR und Oktober bis Dezember 2002 in H&ouml;he von 149.691,05&nbsp;EUR. Die Antr&auml;ge enthielten keine Angaben zu Ziffer 9&nbsp;a des amtlichen Vordrucks.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheiden vom 8.&nbsp;Juni 2004 lehnte der Beklagte und Beschwerdegegner (Bundesamt f&uuml;r Finanzen, seit 1.&nbsp;Januar 2006: Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern) die f&uuml;r 2002 beantragte Vorsteuerverg&uuml;tung ab. Die hiergegen gerichteten Einspr&uuml;che und die Klage blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Beschwerde wendet sich die Kl&auml;gerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Finanzgerichts und macht geltend, die Sache habe grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und die Fortbildung des Rechts erfordere eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO). Es sei zu kl&auml;ren, ob ein wirksamer Vorsteuer-Verg&uuml;tungsantrag einen Eintrag in Ziffer 9&nbsp;a des amtlichen Vordrucks erfordere und welche inhaltlichen Anforderungen an diesen Eintrag zu stellen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Sache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung. Eine Rechtssache hat grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalles ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Die Rechtsfrage muss im konkreten Fall kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Juli 2012 V&nbsp;B&nbsp;76\/11, BFH\/NV 2012, 1840). Daran fehlt es hier.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von der Kl&auml;gerin als grunds&auml;tzlich bedeutsam erachtete Frage, ob ein wirksamer Vorsteuer-Verg&uuml;tungsantrag einen Eintrag in Ziffer 9&nbsp;a erfordert, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, da durch die Rechtsprechung des BFH bereits gekl&auml;rt ist, dass es sich ohne die Angaben in Ziffer 9&nbsp;b nicht um einen vollst&auml;ndigen Antrag handelt und daher ein Antrag ohne diese Angaben nicht fristwahrend ist (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 1840, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es ist gekl&auml;rt, dass der Verg&uuml;tungsantrag dem amtlichen Muster entsprechen muss (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 1840, m.w.N.). Gekl&auml;rt ist auch, dass die Frist f&uuml;r den Verg&uuml;tungsantrag (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;3 UStG) eine Ausschlussfrist ist, die nicht r&uuml;ckwirkend verl&auml;ngert werden kann (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 1840; BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Januar 2007 V&nbsp;R&nbsp;23\/05, BFHE 217, 32, BStBl II 2007, 430, unter II.4.; vom 21.&nbsp;Oktober 1999 V&nbsp;R&nbsp;76\/98, BFHE 190, 239, BStBl II 2000, 214, m.w.N.). Schlie&szlig;lich wird die Antragsfrist nur durch einen vollst&auml;ndigen, dem amtlichen Muster in allen Einzelheiten entsprechenden Antrag gewahrt (BFH-Urteil in BFHE 190, 239, BStBl II 2000, 214, unter II.1.; BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 1840). Da die Verg&uuml;tungsantr&auml;ge der Kl&auml;gerin keine Angaben zu Ziffer 9&nbsp;a enthalten, liegen im Streitfall keine vollst&auml;ndigen Antr&auml;ge vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die von der Kl&auml;gerin vorgetragenen Gesichtspunkte machen keine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung durch den BFH erforderlich. Insbesondere ist die Rechtslage &#8211;entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin&#8211; auch aus unionsrechtlicher Sicht eindeutig. Art.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a der Achten Richtlinie 79\/1072\/EWG des Rates vom 6.&nbsp;Dezember 1979 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; Verfahren zur Erstattung der Mehrwertsteuer an nicht im Inland ans&auml;ssige Steuerpflichtige (Richtlinie 79\/1072\/EWG) bestimmt, dass ein in Art.&nbsp;2 der Richtlinie 79\/1072\/EWG genannter Steuerpflichtiger, der im Inland keine Gegenst&auml;nde liefert oder Dienstleistungen erbringt, u.a. bei der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde nach dem in Anhang&nbsp;A aufgef&uuml;hrten Muster einen Antrag stellen muss, um die Erstattung zu erhalten. Hierzu z&auml;hlen auch die in Ziffer 9&nbsp;a geforderten Angaben. Diese sind mithin nicht entbehrlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Best&auml;tigt wird dies durch Art.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;2 der Richtlinie 79\/1072\/EWG i.V.m. Anhang&nbsp;C Buchst.&nbsp;F. Danach stellen die Mitgliedstaaten den Antragstellern eine Erl&auml;uterung zur Verf&uuml;gung, die auf jeden Fall die Mindestinformationen laut Anhang&nbsp;C enthalten muss. Zu diesen Mindestanforderungen geh&ouml;rt der Hinweis, dass der Antragsteller unter Ziffer 9&nbsp;a des Formulars die Art der T&auml;tigkeit oder des Gewerbezweigs anzugeben hat, f&uuml;r die er die G&uuml;ter erworben bzw. die Leistungen erbracht hat, auf die sich der Antrag auf Steuerverg&uuml;tung bezieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch die Fortbildung des Rechts erfordert keine Entscheidung des BFH (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Alternative FGO), weil auch dieser Zulassungsgrund eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage voraussetzt (BFH-Beschl&uuml;sse vom 29.&nbsp;September 2011 IV&nbsp;B&nbsp;56\/10, BFH\/NV 2012, 266, unter 1.b; vom 18.&nbsp;September 2012 VI&nbsp;B&nbsp;9\/12, BFH\/NV 2012, 1961).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Einer weiteren Begr&uuml;ndung bedarf es nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.12.2012, V B 20\/12 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Beschluss vom 14.12.2012 V B 19\/12 &#8211; Anforderungen an den Verg&uuml;tungsantrag nach &sect; 18 Abs. 9 UStG Tatbestand 1&nbsp; I. Die in Belgien ans&auml;ssige Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) beantragte am 2.&nbsp;Mai 2003 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;9 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;59&nbsp;ff. der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-20-12-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-beschluss-vom-14122012-v-b-19-12-anforderungen-an-den-verguetungsantrag-nach-par-18-abs-9-ustg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;B&nbsp;20\/12 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Beschluss vom 14.12.2012 V B 19\/12 &#8211; Anforderungen an den Verg&uuml;tungsantrag nach &sect; 18 Abs. 9 UStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-36649","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36649"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36649\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}