{"id":36650,"date":"2013-04-19T18:23:19","date_gmt":"2013-04-19T16:23:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=36650"},"modified":"2013-04-19T18:23:19","modified_gmt":"2013-04-19T16:23:19","slug":"viii-r-50-10-keine-anwendung-des-strabeg-auf-veranlagungsfehler-des-fa-nach-fehlerfreier-steuererklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-50-10-keine-anwendung-des-strabeg-auf-veranlagungsfehler-des-fa-nach-fehlerfreier-steuererklaerung\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;50\/10 &#8211; Keine Anwendung des StraBEG auf Veranlagungsfehler des FA nach fehlerfreier Steuererkl&auml;rung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.12.2012, VIII R 50\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Anwendung des StraBEG auf Veranlagungsfehler des FA nach fehlerfreier Steuererkl&auml;rung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Wer eine fehlerfreie Steuererkl&auml;rung abgegeben hat, begeht keine Steuerhinterziehung, wenn er in einem Folgejahr einen vom FA zu Unrecht bestandskr&auml;ftig festgestellten Verlustvortrag geltend macht.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Hat das FA die erforderlichen Informationen durch die Steuererkl&auml;rung erhalten, scheidet die Annahme einer Steuerhinterziehung durch Unterlassen aus, weil der Steuerpflichtige nicht verpflichtet ist, Fehler des FA richtig zu stellen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Ein Veranlagungsfehler des FA ist kein Anlass f&uuml;r die Abgabe einer strafbefreienden Erkl&auml;rung im Sinne des StraBEG vom 23. Dezember 2003 (BGBl I 2003, 2928). <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Zwischen den Beteiligten ist die Wirksamkeit einer strafbefreienden Erkl&auml;rung im Sinne des Gesetzes &uuml;ber die strafbefreiende Erkl&auml;rung vom 23.&nbsp;Dezember 2003 (BGBl I 2003, 2928) &#8211;StraBEG&#8211; streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) betrieb in den Streitjahren 1999 bis 2001 als selbst&auml;ndiger Internist eine Facharztpraxis. Er gab zun&auml;chst keine Steuerkl&auml;rungen f&uuml;r die Jahre 1999 und 2000 ab. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) sch&auml;tzte deshalb die Besteuerungsgrundlagen und setzte &#8211;jeweils unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung&#8211; mit Bescheiden vom 23.&nbsp;Juli 2001 die Einkommensteuer f&uuml;r 1999 auf 305.540&nbsp;DM und f&uuml;r 2000 auf 165.039&nbsp;DM fest. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem dagegen erhobenen Einspruch legte der Kl&auml;ger f&uuml;r die beiden Jahre Einkommensteuererkl&auml;rungen vor. Die Erkl&auml;rung f&uuml;r 1999 wies Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus seiner freiberuflich ausge&uuml;bten &auml;rztlichen T&auml;tigkeit in H&ouml;he von 1.054.011&nbsp;DM aus. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund dieser Erkl&auml;rung &auml;nderte das FA die Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r 1999 mit Bescheid vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2002 und erfasste dabei die vom Kl&auml;ger erkl&auml;rten (positiven) Eink&uuml;nfte irrt&uuml;mlich als negative Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 1.047.588&nbsp;DM. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Eingabefehler f&uuml;hrte unter Einbeziehung weiterer negativer Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers und seiner Ehefrau insgesamt zu einem negativen Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 1.732.909&nbsp;DM, sodass die Einkommensteuer f&uuml;r 1999 auf 0&nbsp;DM festgesetzt wurde. Die in der Folgezeit vorgenommenen &Auml;nderungen der Einkommensteuerveranlagung f&uuml;r 1999 f&uuml;hrten im Ergebnis nicht zu einer h&ouml;heren Festsetzung, aber &#8211;durch Bescheid vom 26.&nbsp;November 2002&#8211; zur gesonderten Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 1999 f&uuml;r den Kl&auml;ger auf 1.234.592&nbsp;DM. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der Steuererkl&auml;rung f&uuml;r 2000 setzte das FA die Einkommensteuer nach mehrmaligen &Auml;nderungen zuletzt mit Bescheid vom 29.&nbsp;August 2003 auf 0&nbsp;DM &#8211;unter Ansatz eines Verlustvortrags hinsichtlich der Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus selbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von 365.669&nbsp;DM&#8211; fest und stellte mit Bescheid vom selben Tag den verbleibenden Verlustvortrag nach &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) hinsichtlich der Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit auf 840.145&nbsp;DM fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der Grundlage dieser Bescheide setzte der Kl&auml;ger im Mantelbogen der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Kalenderjahr 2001 in der Zeile&nbsp;92 &#8211;Verlustabzug&#8211; ein Kreuz im K&auml;stchen Stpfl.\/Ehemann, sodass die Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrags nach &sect;&nbsp;10d EStG zum 31.&nbsp;Dezember 2001 f&uuml;r ihn bejaht wurde. Dementsprechend kreuzte er auf dem Mantelbogen neben der Einkommensteuererkl&auml;rung auch die Erkl&auml;rung zur Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags an. Weiter war angegeben, dass die Steuerpflichtigen mit einer Einkommensteuererstattung rechneten. Auf der R&uuml;ckseite der Anlage&nbsp;VA zur Einkommensteuererkl&auml;rung 2001 waren in den Zeilen&nbsp;16\/17 das Bescheiddatum &quot;08.04.2003&quot; und in der Zeile&nbsp;20 hinsichtlich der Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit ein Betrag in H&ouml;he von &quot;DM 841.730&quot; eingetragen, mithin die Daten des bei der Fertigung der Steuererkl&auml;rung vorliegenden Feststellungsbescheides vom 8.&nbsp;April 2003. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 29.&nbsp;August 2003 wurde die Einkommensteuer f&uuml;r 2001 auf 0&nbsp;EUR festgesetzt, da u.a. ein Verlustvortrag auf Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von 488.162&nbsp;DM angesetzt wurde. Mit Bescheid vom selben Tag wurde der verbleibende Verlustvortrag zur Einkommensteuer zum 31.&nbsp;Dezember 2001 hinsichtlich der Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit auf 351.983&nbsp;DM reduziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr wurden dem Kl&auml;ger s&auml;mtliche Einkommensteuervorauszahlungen nebst Zinsen erstattet. Des Weiteren hatte er in den Folgejahren keine Vorauszahlungen zu leisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2004 ordnete das FA eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 1999 bis 2001 hinsichtlich der Einkommen- und Umsatzsteuer an und erlie&szlig; diese Anordnung &#8211;wegen zwischenzeitlichen Wechsels des Verfahrensbevollm&auml;chtigten durch den Kl&auml;ger&#8211; erneut mit Bescheid vom 7.&nbsp;April 2004 gegen&uuml;ber dem neuen Verfahrensbevollm&auml;chtigten. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Pr&uuml;fung begann am 21.&nbsp;Juni 2004. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zuvor gab der Kl&auml;ger am 3.&nbsp;Mai 2004 eine strafbefreiende Erkl&auml;rung f&uuml;r die Jahre 2000 und 2001 ab. Die zu Unrecht nicht besteuerten Einnahmen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 StraBEG gab er mit 494.614&nbsp;EUR an und bezifferte die zu entrichtende Abgabe mit 25&nbsp;% des Betrages (123.653&nbsp;EUR). Zugleich teilte er mit, &quot;dass ein Verlustvortrag aus 1999 in 2000 zu Unrecht in Anspruch genommen wurde und dieser weiterhin auch in 2001 in Anspruch genommen wurde, nachdem er zum 31.12.2000 irrt&uuml;mlich festgestellt wurde&quot;. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die strafbefreiende Erkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 2000 nahm der Kl&auml;ger mit Schreiben vom 17.&nbsp;Mai 2005 zur&uuml;ck. Die strafbefreiende Erkl&auml;rung f&uuml;r das Jahr 2001 lehnte das FA mit Bescheid vom 8.&nbsp;November 2005 mit der Begr&uuml;ndung ab, mangels einer Straftat k&ouml;nne der Kl&auml;ger keine strafbefreiende Erkl&auml;rung abgeben. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 984 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er habe mit seiner Erkl&auml;rung, &quot;mit einer Steuererstattung zu rechnen&quot; sowie mit dem Ankreuzen der K&auml;stchen in der Einkommensteuererkl&auml;rung zum Verlustabzug zumindest konkludent eine steuerrechtlich unzutreffende Erkl&auml;rung des Inhalts abgegeben, er habe Anspruch auf den festgestellten verbleibenden Verlustabzug. Zusammen mit der Versicherung auf dem Mantelbogen der Steuererkl&auml;rung, die &quot;Angaben nach bestem Wissen und Gewissen&quot; gemacht zu haben, l&auml;gen damit unrichtige Angaben &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen vor, sodass er den Tatbestand des &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) erf&uuml;llt habe.&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insbesondere gingen die Aktivit&auml;ten des Kl&auml;gers &uuml;ber die Schwelle zwischen straffreier Hinnahme eines Veranlagungsfehlers einerseits und strafbarer Nutzung sowie Verfestigung eines solchen Fehlers hinaus. Zu Unrecht habe sich das FG deshalb nicht mit der Frage auseinandergesetzt, ob die &Uuml;bernahme der Veranlagungsfehler des Jahres 1999 in die Folgejahre nicht zu einer Steuerhinterziehung f&uuml;hre. Im &Uuml;brigen habe der Kl&auml;ger auch den Tatbestand des &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht habe das FG seine ablehnende Entscheidung auf den Zweck des StraBEG gest&uuml;tzt, nur &quot;t&auml;tige Reue, nicht aber Steuerspargr&uuml;nde&quot; beg&uuml;nstigen zu wollen. Wenn das Gericht den Begriff der t&auml;tigen Reue verwende, m&uuml;sse es wohl selbst davon ausgegangen sein, der Kl&auml;ger habe gegen &sect;&nbsp;370 AO versto&szlig;en. Schlie&szlig;lich habe der Kl&auml;ger seine strafbefreiende Erkl&auml;rung deutlich vor Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung und damit rechtzeitig abgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil sowie den angefochtenen Einkommensteuer&auml;nderungsbescheid vom 1.&nbsp;Juni 2005 aufzuheben. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, im Wesentlichen unter Bezugnahme auf die Gr&uuml;nde des angefochtenen Urteils, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Recht hat das FG das Vorliegen einer wirksamen strafbefreienden Erkl&auml;rung des Kl&auml;gers nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 StraBEG mit der Begr&uuml;ndung verneint, der Kl&auml;ger habe weder &#8211;wie von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 StraBEG vorausgesetzt&#8211; unrichtige oder unvollst&auml;ndige Angaben &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen gemacht noch die Finanzbeh&ouml;rden pflichtwidrig &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis gelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1. Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 StraBEG kommt die Abgabe einer strafbefreienden Erkl&auml;rung nur f&uuml;r Steuerpflichtige in Betracht, die<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">gegen&uuml;ber den Finanzbeh&ouml;rden unrichtige oder unvollst&auml;ndige Angaben &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen gemacht oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Finanzbeh&ouml;rden pflichtwidrig &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis gelassen haben<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">und dadurch Einkommensteuer, K&ouml;rperschaftsteuer, Umsatzsteuer, Verm&ouml;gensteuer, Gewerbesteuer, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer oder Abzugsteuern nach dem Einkommensteuergesetz verk&uuml;rzt oder f&uuml;r sich oder einen anderen nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen hat das FG im Streitfall rechtsfehlerfrei verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unrichtige oder unvollst&auml;ndige Angaben &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen hat der Kl&auml;ger nach den bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) nicht gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So enthielt die f&uuml;r das Jahr 1999 abgegebene Einkommensteuererkl&auml;rung den zutreffenden Ausweis der erzielten positiven Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus seiner T&auml;tigkeit. Ihre Erfassung als negative Eink&uuml;nfte in dem daraufhin ergangenen Einkommensteuerbescheid beruhte allein auf einem Eingabefehler der Bediensteten des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die f&uuml;r die Folgejahre abgegebenen Einkommensteuererkl&auml;rungen enthielten keine unrichtigen oder unvollst&auml;ndigen Angaben. Insbesondere rechtfertigte es die Bestandskraft des Bescheides &uuml;ber die Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zum 31.&nbsp;Dezember 1999, den festgestellten Verlustvortrag durch Ankreuzen in Zeile&nbsp;92 des Mantelbogens der Einkommensteuererkl&auml;rung in Anspruch zu nehmen und zu erkl&auml;ren, mit einer Erstattung zu rechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Kl&auml;ger hat mit diesen Erkl&auml;rungen das FA auch nicht &quot;pflichtwidrig &uuml;ber steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis gelassen&quot; und damit i.S. des &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO den Tatbestand der Steuerhinterziehung begangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Vorschrift setzt voraus, dass der Steuerpflichtige im konkreten Fall verpflichtet ist, der Finanzbeh&ouml;rde bestimmte steuerlich erhebliche Tatsachen zur Kenntnis zu bringen (Hellmann in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;370 AO Rz&nbsp;92).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Steuerlich erhebliche Tatsache ist im Streitfall der Umstand, dass der Kl&auml;ger in den Jahren 1999 und 2000 positive Eink&uuml;nfte erzielt hat. Hinsichtlich dieser Tatsache fehlt es an einer Unkenntnis der Finanzbeh&ouml;rde i.S. des &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO, nachdem diese Eink&uuml;nfte vom Kl&auml;ger ordnungsgem&auml;&szlig; erkl&auml;rt worden waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hat n&auml;mlich die Finanzbeh&ouml;rde &#8211;auf welchem Weg auch immer&#8211; die erforderlichen Informationen erhalten (hier im Streitfall durch die Steuererkl&auml;rungen des Kl&auml;gers), so scheidet eine Steuerhinterziehung durch Unterlassen aus (Hellmann in HHSp, &sect;&nbsp;370 AO Rz&nbsp;94; Joeks in Franzen\/Gast\/Joeks, Steuerstrafrecht, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;370 AO Rz&nbsp;157).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen davon setzt die Anwendung des &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO auch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) voraus, dass der Steuerpflichtige dem FA steuerlich erhebliche Informationen vorenth&auml;lt (vgl. BGH-Urteil vom 20.&nbsp;Mai 1981&nbsp;&nbsp;2&nbsp;StR&nbsp;666\/80, BGHSt 30, 122, 124).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine dar&uuml;ber hinausgehende Pflicht des Steuerpflichtigen, das FA auf ihm selbst unterlaufene und aus den Steuerakten ersichtliche Fehler sowie auf eine sich daraus ergebende M&ouml;glichkeit zur &Auml;nderung von Steuerbescheiden zu Lasten des Steuerpflichtigen hinzuweisen, ist nicht gegeben. Denn eine &#8211;wie auch immer zu begr&uuml;ndende&#8211; Garantenstellung als Voraussetzung f&uuml;r die Pflicht zur Mitwirkung an der Korrektur von Steuerbescheiden setzt jedenfalls ein vorangegangenes pflichtwidriges Tun, &quot;ein pflichtwidriges gef&auml;hrdendes Vorverhalten&quot; voraus (vgl. Hellmann in HHSp, &sect;&nbsp;370 AO Rz&nbsp;110, m.w.N.), das im Streitfall angesichts der ordnungsgem&auml;&szlig; abgegebenen Steuererkl&auml;rungen ersichtlich nicht gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Abgabe einer vollst&auml;ndigen und ordnungsgem&auml;&szlig;en Steuer-erkl&auml;rung hat der Steuerpflichtige seine Erkl&auml;rungspflichten erf&uuml;llt. Weicht die aufgrund der zutreffend erkl&auml;rten Tatsachen durchgef&uuml;hrte Veranlagung des Steuerpflichtigen zu dessen Gunsten vom geltenden Recht ab, ergeben sich aus dem Verfahrensrecht keine weiteren Erkl&auml;rungspflichten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies zeigt auch &sect;&nbsp;153 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO, der eine Erkl&auml;rungspflicht im Anschluss an eine abgegebene Steuererkl&auml;rung u.a. nur vorsieht, wenn diese Erkl&auml;rung &quot;unrichtig oder unvollst&auml;ndig&quot; war. Fehlt eine solche Unrichtigkeit oder Unvollst&auml;ndigkeit, bestehen keine Berichtigungs- oder Erkl&auml;rungspflichten nach &sect;&nbsp;153 AO (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 5.&nbsp;Oktober 1966 VI&nbsp;328\/65, BFHE 87, 539, BStBl III 1967, 231; Heuermann in HHSp, &sect;&nbsp;153 AO Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 4.12.2012, VIII R 50\/10 Keine Anwendung des StraBEG auf Veranlagungsfehler des FA nach fehlerfreier Steuererkl&auml;rung Leits&auml;tze 1. Wer eine fehlerfreie Steuererkl&auml;rung abgegeben hat, begeht keine Steuerhinterziehung, wenn er in einem Folgejahr einen vom FA zu Unrecht bestandskr&auml;ftig festgestellten Verlustvortrag geltend macht.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2. Hat das FA die erforderlichen Informationen durch die Steuererkl&auml;rung erhalten, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-50-10-keine-anwendung-des-strabeg-auf-veranlagungsfehler-des-fa-nach-fehlerfreier-steuererklaerung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;50\/10 &#8211; Keine Anwendung des StraBEG auf Veranlagungsfehler des FA nach fehlerfreier Steuererkl&auml;rung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-36650","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36650","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36650"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36650\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36650"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36650"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36650"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}