{"id":36655,"date":"2013-04-19T18:23:24","date_gmt":"2013-04-19T16:23:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=36655"},"modified":"2013-04-19T18:23:24","modified_gmt":"2013-04-19T16:23:24","slug":"x-b-39-11-nichtzulassungsbeschwerde-darlegungsanforderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-39-11-nichtzulassungsbeschwerde-darlegungsanforderungen\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;39\/11 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde; Darlegungsanforderungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.12.2012, X B 39\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde; Darlegungsanforderungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beschwerde der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) gegen die Nichtzulassung der Revision richtet sich gegen ein Urteil, mit dem das Finanzgericht (FG) eine Klage auf Aufhebung von Aufteilungsbescheiden nach &sect;&sect;&nbsp;268 ff. der Abgabenordnung abgewiesen hat. Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt Verfahrensm&auml;ngel, namentlich die Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs durch das &Uuml;bergehen von Beweisangeboten, Verst&ouml;&szlig;e gegen den klaren Inhalt der Akten sowie gegen die Gesetze der Logik und Denkgesetze. Letztlich sei auch eine Divergenz zur Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) gegeben.&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung der Kl&auml;gerin gen&uuml;gt nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO an die Darlegung eines Zulassungsgrundes i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die von der Kl&auml;gerin ger&uuml;gte Abweichung der angefochtenen Entscheidung von der Rechtsprechung des BFH ist nicht entsprechend den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO dargelegt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine die einheitliche Rechtsprechung i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO gef&auml;hrdende Divergenz liegt vor, wenn das FG bei gleichem oder vergleichbarem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als der BFH, das Bundesverfassungsgericht, der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes, ein anderes oberstes Bundesgericht oder ein anderes Finanzgericht (Senatsbeschluss vom 20.&nbsp;Juni 2012 X&nbsp;B&nbsp;1\/12, BFH\/NV 2012, 1616; vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;53, m.w.N.). Das FG muss seiner Entscheidung einen tragenden abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den ebenfalls tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung des anderen Gerichts nicht &uuml;bereinstimmt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Senatsbeschl&uuml;sse vom 13.&nbsp;Juli 2011 X&nbsp;B&nbsp;117\/10, BFH\/NV 2011, 2075, und vom 20.&nbsp;Juli 2009 X&nbsp;B&nbsp;238\/08, Zeitschrift f&uuml;r Steuern und Recht 2009, R913; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;54).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist deutlich herauszuarbeiten (vgl. z.B. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2011, 2075, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die R&uuml;ge der Kl&auml;gerin, das angefochtene Urteil versto&szlig;e gegen die BFH-Rechtsprechung zu der Frage, wann eine Klage&auml;nderung i.S. des &sect;&nbsp;67 FGO zu verneinen sei, gen&uuml;gt dem nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin stellt in Bezug auf die behauptete Nichtigkeit der Einkommensteuerbescheide 1992 und 1996 den Rechtssatz auf, keine Klage&auml;nderung i.S. des &sect;&nbsp;67 FGO sei der Austausch der Klagebegr&uuml;ndung, und belegt diesen mit Literaturstimmen und den BFH-Urteilen vom 14.&nbsp;November 1995 VIII&nbsp;R&nbsp;3\/95, 4\/95, 5\/95 (BFH\/NV 1996, 481) und vom 11.&nbsp;Februar 2009 X&nbsp;R&nbsp;51\/06 (BFHE 226, 1, BStBl II 2009, 892). Im &Uuml;brigen ersch&ouml;pft sich ihre Beschwerdebegr&uuml;ndung im Wesentlichen in den Aussagen, dass nach ihrer Rechtsauffassung keine Klage&auml;nderung (im Wege der nachtr&auml;glichen Klageh&auml;ufung) nach &sect;&nbsp;67 FGO gegeben sei, weil lediglich die Klagebegr&uuml;ndung dahin erg&auml;nzt worden sei, dass die Nichtigkeit der den streitgegenst&auml;ndlichen Aufteilungsbescheiden zugrunde liegenden Einkommensteuerbescheide 1992 und 1996 auf die Aufteilungsbescheide durchgreife. Dem von ihr aufgestellten Rechtssatz hat sie jedoch keinen &#8211;abweichenden&#8211; Rechtssatz aus dem FG-Urteil gegen&uuml;bergestellt, sondern lediglich die Richtigkeit des Urteils anhand dieser Ma&szlig;st&auml;be bestritten. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen l&auml;sst sich dem FG-Urteil tats&auml;chlich kein divergierender Rechtssatz entnehmen. Die Kl&auml;gerin verkennt augenscheinlich, dass sie nicht nur &#8211;mit Schriftsatz vom 26.&nbsp;Januar 2011&#8211; ihre Klagebegr&uuml;ndung erweitert hat, sondern dass sie nunmehr &#8211;daneben&#8211; auch die Feststellung der Nichtigkeit der Einkommensteuerbescheide 1992 und 1996 begehrt (vgl. Protokoll &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vom 27.&nbsp;Januar 2011). Dies ist unzweifelhaft eine Erweiterung des Klagebegehrens, ungeachtet der Frage, welche Bedeutung im &Uuml;brigen der Vortrag f&uuml;r die Aufteilungsbescheide hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das Vorbringen der Kl&auml;gerin, das FG weiche von dem Rechtssatz ab, dass die Nichtigkeit der Einkommensteuerbescheide 1992 und 1996 dazu f&uuml;hre, dass die streitgegenst&auml;ndlichen Aufteilungsbescheide (zumindest) rechtswidrig und deshalb aufzuheben seien, rechtfertigt ebenso wenig die Zulassung der Revision unter dem Gesichtspunkt der Divergenz (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es handelt sich schon nicht um einen abstrakten Rechtssatz, sondern um ein fallbezogenes Subsumtionsergebnis. Es fehlt dementsprechend an der Bezeichnung einer Divergenzentscheidung, die einen solchen Rechtssatz enth&auml;lt. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich hat die Kl&auml;gerin diese Divergenzr&uuml;ge erstmalig im Schriftsatz vom 12.&nbsp;August 2011 und damit nach Ablauf der Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 FGO erhoben, so dass sie unbeachtlich ist (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 20.&nbsp;Juni 2007 X&nbsp;B&nbsp;116\/06, BFH\/NV 2007, 1705; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;22). In der Beschwerdebegr&uuml;ndung vom 24.&nbsp;Mai 2011 hatte die Kl&auml;gerin in diesem Punkt noch keine Divergenz, sondern ein Verkennen ihres Vortrags ger&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die geltend gemachten Verfahrensm&auml;ngel hat die Kl&auml;gerin nicht in einer den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;genden Weise dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin beanstandet, das FG habe den eindeutigen Kl&auml;gervortrag verkannt, dass die Nichtigkeit der Einkommensteuerbescheide zu deren Unwirksamkeit f&uuml;hre, so dass auch keine Steuerschuld h&auml;tte aufgeteilt werden k&ouml;nnen. Hierin ist, wenn die Kl&auml;gerin dies auch nicht ausdr&uuml;cklich ausgef&uuml;hrt hat, die R&uuml;ge der Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs nach &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;3 FGO zu sehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat jedoch nicht dargelegt, woraus sie folgert, das FG habe sich mit diesem Vorbringen nicht auseinandergesetzt. Vielmehr ist den Entscheidungsgr&uuml;nden zu entnehmen, dass das FG dies getan hat, wenn auch wohl in rechtlich fehlerhafter Weise: Eine etwaige Nichtigkeit der Steuerbescheide d&uuml;rfte auf die Aufteilungsbescheide durchgreifen (vgl. dazu BFH-Beschluss vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2001 VIII&nbsp;B&nbsp;134\/00, nicht ver&ouml;ffentlicht, juris), weil die Aufteilung sich denknotwendig nur auf r&uuml;ckst&auml;ndige, also existente Steuern beziehen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat unter II.1. &#8211;wenn auch unter dem Thema der Klage&auml;nderung&#8211; ausgef&uuml;hrt, es sei ein v&ouml;llig neuer Streitgegenstand in das Verfahren eingef&uuml;hrt worden. Dem ist zu entnehmen, dass es den Vortrag der Kl&auml;gerin in Bezug auf die Aufteilungsbescheide aus Rechtsgr&uuml;nden nicht f&uuml;r relevant hielt. Die Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs bedeutet nicht, dass das Gericht den Kl&auml;ger &quot;erh&ouml;ren&quot;, sich also seinen rechtlichen Ansichten anschlie&szlig;en m&uuml;sste (BFH-Beschluss vom 26.&nbsp;November 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;121\/07, BFH\/NV 2008, 397). Ob es dies richtigerweise h&auml;tte tun m&uuml;ssen, ist eine Frage der materiell-rechtlichen Richtigkeit der Entscheidung, die grunds&auml;tzlich die Zulassung der Revision nicht erm&ouml;glicht. Rechtsfehler k&ouml;nnen nur unter engen Voraussetzungen die Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung bewirken, wenn sie besonders schwerwiegend sind (vgl. im Einzelnen Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;August 2012 X&nbsp;B&nbsp;155\/11, BFH\/NV 2012, 2015). Eine entsprechende R&uuml;ge hat die Kl&auml;gerin nicht erhoben, erst recht die Voraussetzungen nicht im Einzelnen dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit die Kl&auml;gerin das &Uuml;bergehen von Beweisantr&auml;gen r&uuml;gt, fehlt es an einer &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;genden Darlegung des Verfahrensmangels.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG verletzt seine Sachaufkl&auml;rungspflicht aus &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO, wenn es einen aus seiner materiell-rechtlichen Sicht entscheidungserheblichen Beweisantrag ablehnt (z.B. Senatsbeschluss vom 15.&nbsp;Dezember 2011 X&nbsp;B&nbsp;138\/10, BFH\/NV 2012, 595).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat es bereits vers&auml;umt, bestimmte Beweisantr&auml;ge zu bezeichnen, denen das FG nicht nachgekommen sei<em>. <\/em>Ihre pauschale Bezugnahme auf den Vortrag im Klageverfahren wird dem Zweck des Begr&uuml;ndungszwangs bei der Nichtzulassungsbeschwerde nicht gerecht, den BFH davon zu entlasten, selbst das Vorliegen etwaiger Zulassungsgr&uuml;nde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO anhand der Akten ermitteln zu m&uuml;ssen (vgl. Senatsbeschluss vom 5.&nbsp;September 2011 X&nbsp;B&nbsp;144\/10, BFH\/NV 2012, 3; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;26). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem fehlt es an einem substantiierten Vortrag, inwiefern das Urteil des FG auf dem &Uuml;bergehen der Beweisantr&auml;ge beruhen kann. Insbesondere soweit es die Nichtigkeit der den streitgegenst&auml;ndlichen Aufteilungsbescheiden zugrunde liegenden Einkommensteuerbescheide 1992 und 1996 betrifft, war die Frage aus der &#8211;ma&szlig;gebenden&#8211; materiell-rechtlichen Sicht des FG nicht erheblich, nachdem die Einkommensteuerbescheide durch die Zur&uuml;ckweisung der Nichtzulassungsbeschwerde X&nbsp;B&nbsp;190\/07 mit Beschluss vom 11.&nbsp;November 2008 rechtskr&auml;ftig geworden waren. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit die Kl&auml;gerin einen Versto&szlig; gegen den klaren Inhalt der Akten r&uuml;gt, hat sie ebenfalls entgegen &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO nichts dazu vorgetragen, worin dieser Versto&szlig; liegen soll. Dasselbe gilt f&uuml;r das Vorbringen, das FG habe gegen die Gesetze der Logik und Denkgesetze versto&szlig;en. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit die Kl&auml;gerin erstmalig mit Schriftsatz vom 12.&nbsp;August 2011 (sinngem&auml;&szlig;) r&uuml;gt, die von dem FG (f&auml;lschlich) angenommene Klage&auml;nderung w&auml;re zul&auml;ssig gewesen, kann auch dieses Vorbringen nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hren. Denn die Entscheidung, dass eine &Auml;nderung der Klage nicht vorliegt oder zuzulassen ist, ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;67 Abs.&nbsp;3 FGO nicht selbst&auml;ndig anfechtbar, sodass eine &Uuml;berpr&uuml;fung in einem Revisionsverfahren nur dann in Betracht k&auml;me, wenn die Revision aus anderen Gr&uuml;nden zuzulassen w&auml;re (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;Juli 2007 VII&nbsp;S&nbsp;25\/07&nbsp;(PKH), BFH\/NV 2007, 2240; vgl. Schallmoser in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;67 FGO Rz&nbsp;63). Dies ist vorliegend hingegen nicht der Fall. Im &Uuml;brigen ist dieses Vorbringen versp&auml;tet. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.12.2012, X B 39\/11 Nichtzulassungsbeschwerde; Darlegungsanforderungen Tatbestand 1&nbsp; I. Die Beschwerde der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) gegen die Nichtzulassung der Revision richtet sich gegen ein Urteil, mit dem das Finanzgericht (FG) eine Klage auf Aufhebung von Aufteilungsbescheiden nach &sect;&sect;&nbsp;268 ff. der Abgabenordnung abgewiesen hat. Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt Verfahrensm&auml;ngel, namentlich die Verletzung rechtlichen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-39-11-nichtzulassungsbeschwerde-darlegungsanforderungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;39\/11 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde; Darlegungsanforderungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-36655","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36655","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36655"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36655\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}