{"id":36972,"date":"2013-04-21T11:51:53","date_gmt":"2013-04-21T09:51:53","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=36972"},"modified":"2018-01-02T16:07:48","modified_gmt":"2018-01-02T14:07:48","slug":"einkunfte-aus-dividenden-und-zinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/einkunfte-aus-dividenden-und-zinsen\/","title":{"rendered":"Ausl\u00e4ndische Dividenden und Zinsen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Ausl\u00e4ndische Dividenden- oder Zinseink\u00fcnfte, die unbeschr\u00e4nkt steuerpflichtige nat\u00fcrliche Personen\u00a0<\/span>erzielen, unterliegen mit ihrem Bruttobetrag der deutschen Besteuerung (Welteinkommensprinzip).\u00a0Werden die Eink\u00fcnfte im Ausland ebenfalls besteuert, kann die ausl\u00e4ndische Steuer nach\u00a0Ma\u00dfgabe des \u00a7 34c EStG unter Beachtung der Regelungen eines evtl. vorhandenen DBA angerechnet\u00a0oder ggf. bei der Ermittlung der Eink\u00fcnfte abgezogen werden. Eine Freistellung derartiger\u00a0Eink\u00fcnfte von der inl\u00e4ndischen Besteuerung ist in den bestehenden DBA i.d.R. nicht vorgesehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Nachweispflicht<\/h2>\n<p>Nach \u00a7 68b EStDV hat der Steuerpflichtige den Nachweis \u00fcber die H\u00f6he der ausl\u00e4ndischen Eink\u00fcnfte\u00a0und \u00fcber die Festsetzung und Zahlung der ausl\u00e4ndischen Quellensteuern durch Vorlage\u00a0entsprechender Urkunden (Ertr\u00e4gnisaufstellungen in- und ausl\u00e4ndischer Banken, ausl\u00e4ndische\u00a0Steuerbescheide, Quittungen \u00fcber die Zahlungen etc.) zu f\u00fchren (&gt; Tz 1.10 des Leitfadens). Gegebenenfalls\u00a0kann eine beglaubigte \u00dcbersetzung in die deutsche Sprache (\u00a7 87 AO) verlangt werden.\u00a0Bei Auslandssachverhalten hat der Stpfl. eine erh\u00f6hte Mitwirkungspflicht (\u00a7 90 Abs. 2 AO).\u00a0Aus den Unterlagen muss hervorgehen, um welche Art von Einnahmen es sich handelt, wann diese\u00a0zugeflossen sind, aus welchem Land sie stammen und in welcher H\u00f6he ausl\u00e4ndische Quellensteuern\u00a0angefallen sind.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2>Ermittlung der Eink\u00fcnfte<\/h2>\n<p>Die ausl\u00e4ndischen Eink\u00fcnfte sind f\u00fcr die deutsche Besteuerung unabh\u00e4ngig von der Eink\u00fcnfteermittlung\u00a0im Ausland nach den Vorschriften des deutschen Steuerrechts zu ermitteln. Wegen der\u00a0Umrechnung &gt; R 212a Abs. 1 EStR 2003.\u00a0Bei der Ermittlung der Eink\u00fcnfte aus Kapitalverm\u00f6gen nach der sog. Marktrendite ist der Unterschied\u00a0zwischen dem Entgelt f\u00fcr den Erwerb und den Einnahmen aus der Ver\u00e4u\u00dferung, Abtretung\u00a0oder Einl\u00f6sung bei Wertpapieren oder Kapitalforderungen in einer ausl\u00e4ndischen W\u00e4hrung in dieser\u00a0W\u00e4hrung zu ermitteln (\u00a7 20 Abs. 2 S. 2 EStG). Dies bedeutet, dass diese Eink\u00fcnfte aus Kapitalverm\u00f6gen\u00a0zuerst in der ausl\u00e4ndischen W\u00e4hrung zu ermitteln sind, und anschlie\u00dfend das Ergebnis\u00a0zum Kurs im Zeitpunkt der Ver\u00e4u\u00dferung in Euro umzurechnen ist.\u00a0Dabei sind alle Betriebsausgaben und Werbungskosten zu ber\u00fccksichtigen, die mit den im Ausland\u00a0erzielten Einnahmen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen.<br \/>\n<span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Soweit Werbungskosten nicht unmittelbar ausl\u00e4ndischen Eink\u00fcnften zugeordnet werden k\u00f6nnen,\u00a0<\/span>kann eine Aufteilung auf in- und ausl\u00e4ndische Eink\u00fcnfte im Wege einer sachgerechten Sch\u00e4tzung<br \/>\nerfolgen, beispielsweise im Verh\u00e4ltnis der steuerpflichtigen Einnahmen. Gleiches gilt f\u00fcr eine\u00a0eventuelle Ber\u00fccksichtigung des Werbungskosten-Pauschbetrags.\u00a0<span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">W\u00e4hlt der Stpfl. einen Abzug der ausl\u00e4ndischen Steuer nach \u00a7 34c Abs. 2 EStG oder ist nur der\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Abzug nach \u00a7 34c Abs. 3 EStG m\u00f6glich, sind die abzuziehenden ausl\u00e4ndischen Steuern wie Werbungskosten\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">in voller H\u00f6he zu ber\u00fccksichtigen (&gt; R 153 Abs. 2 S. 2 EStR 2003; &gt; R 212a Abs. 2\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">S. 3 EStR 2003).\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Wegen der Ber\u00fccksichtigung von St\u00fcckzinsen als negative Einnahmen &gt; H 154 (St\u00fcckzinsen)\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">EStH 2003; &gt; BMF 08.10.1996, BStBl I S. 1190.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Der Sparer-Freibetrag ist nach dem Verh\u00e4ltnis der um die Werbungskosten verminderten in- und\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">ausl\u00e4ndischen Einnahmen (jeweils getrennt nach Staaten) aufzuteilen (&gt; BFH 16.05.2001, BStBl II\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">S. 710).<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Ermittlung der anrechenbaren Steuern<\/h2>\n<p><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Bei Dividenden und Zinsen ist erg\u00e4nzend Folgendes zu beachten:\u00a0<\/span>Bei Nicht-DBA-Staaten kann eine im Ausland festgesetzte, gezahlte und keinem Erm\u00e4\u00dfigungsanspruch\u00a0mehr unterliegende Steuer nach Ma\u00dfgabe des \u00a7 34c Abs. 1 und 2 EStG angerechnet\u00a0bzw. abgezogen werden, wenn sie der deutschen Einkommensteuer entspricht (&gt; Anhang 12 II EStH 2003).\u00a0Bei DBA-Staaten kommt regelm\u00e4\u00dfig eine Anrechnung bzw. ein Abzug nur insoweit in Betracht,\u00a0als dem ausl\u00e4ndischen Staat nach den jeweiligen Regelungen des Abkommens ein Quellenbesteuerungsrecht\u00a0zusteht <span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">und er dieses Besteuerungsrecht auch tats\u00e4chlich aus\u00fcbt (Ausnahme: Anrechnung fiktiver Steuern<\/span>.\u00a0<span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Ab VZ 2003 sind ausl\u00e4ndische Eink\u00fcnfte, die der Quellenstaat nach dem ma\u00dfgebenden DBA oder\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">nach seinem innerstaatlichen Recht nicht besteuern kann (z.B. Zinsen aus der Schweiz), nicht in\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">die Berechnung des Anrechnungsh\u00f6chstbetrages einzubeziehen (\u00a7 34c Abs. 6 S. 1 und 3 EStG\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">i.d.F. des StVergAbG).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Zur Geltendmachung derartiger Erstattungsanspr\u00fcche stellen die ausl\u00e4ndischen Steuerbeh\u00f6rden\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Antragsformulare zur Verf\u00fcgung, die unmittelbar dort, ggf. auch \u00fcber die inl\u00e4ndischen Kreditinstitute\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">bezogen werden k\u00f6nnen. Das Bundesamt f\u00fcr Finanzen bietet f\u00fcr einige ausl\u00e4ndische Staaten\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">(z.B. \u00d6sterreich) auf seiner Internetseite (www.bff-online.de) ebenfalls Antragsformulare an. Die\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Wohnsitzfinanz\u00e4mter sind mit diesem Verfahren nur insoweit befasst, als die Antragsformulare\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">einen Best\u00e4tigungsvermerk des Finanzamts \u00fcber die Ans\u00e4ssigkeit des Gl\u00e4ubigers der Kapitalertr\u00e4ge\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">im Inland vorsehen (&gt; Tz 6 des Leitfadens). Zur Ans\u00e4ssigkeitsbescheinigung &gt; Vfg. OFD\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">N\u00fcrnberg 05.10.2000, S 1301 &#8211; 845\/St 31.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Im Einzelfall ist zu pr\u00fcfen,\u00a0<\/span>ob der Stpfl. tats\u00e4chlich mit ausl\u00e4ndischer Quellensteuer belastet wurde, denn verschiedene\u00a0Staaten verzichten nach deren nationalen Vorschriften auf die Erhebung von Steuern auf Dividenden\u00a0oder Zinsen, die an nichtans\u00e4ssige Personen gezahlt werden (z.B. Gro\u00dfbritannien und S\u00fcdafrika),\u00a0obwohl ihnen das DBA ein solches Recht einr\u00e4umt. In diesen F\u00e4llen kommt eine Anrechnung<br \/>\nausl\u00e4ndischer Steuern nicht in Betracht. Wegen einer ausnahmsweisen Anrechnung fiktiver\u00a0Quellensteuer.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Anrechnung fiktiver Steuern<\/h2>\n<p>Nach einigen DBA (z.B. Brasilien, Indien, Portugal, T\u00fcrkei) ist eine Anrechnung fiktiver ausl\u00e4ndischer\u00a0Quellensteuern auf Dividenden oder Zinsen bis zu einem bestimmten H\u00f6chstbetrag zul\u00e4ssig;\u00a0d.h. selbst wenn im Ausland keine oder eine niedrigere Quellensteuer einbehalten wird, erfolgt\u00a0bei der ESt-Veranlagung im Rahmen des \u00a7 34c EStG eine Anrechnung ausl\u00e4ndischer Steuern. Verschiedene DBA kn\u00fcpfen die M\u00f6glichkeit einer Anrechnung fiktiver\u00a0Steuern an weitere Voraussetzungen. Zum Teil wird gefordert, dass der Verzicht auf die Erhebung\u00a0von Quellensteuern mit Sonderma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der wirtschaftlichen Entwicklung des\u00a0ausl\u00e4ndischen Staates in Verbindung steht (z.B. Griechenland, Israel, Kenia, Tunesien, T\u00fcrkei).\u00a0Teilweise ist die H\u00f6he der anrechenbaren fiktiven Quellensteuer auch vom nationalen Steuerrecht\u00a0im Ausland abh\u00e4ngig (z.B. Israel, Kenia, Malaysia, T\u00fcrkei). Die Detailregelungen \u00fcber die Anrechnung\u00a0fiktiver Steuern k\u00f6nnen im Einzelfall den jeweiligen Methodenartikeln der DBA (i.d.R. Artikel\u00a023) entnommen werden. Zum Nachweis \u00fcber das Vorliegen der Voraussetzungen f\u00fcr die Anrechnung\u00a0fiktiver Quellensteuern bei ausl\u00e4ndischen Zinseink\u00fcnften &gt; BMF 12.05.1998, BStBl I S. 554.\u00a0Ein Abzug fiktiver Steuern bei der Ermittlung der Eink\u00fcnfte gem. \u00a7 34c Abs. 2 EStG ist nicht m\u00f6glich\u00a0(&gt; \u00a7 34c Abs. 6 S. 2 2.Halbsatz EStG). Kommt nur die Anrechnung fiktiver Steuern in Betracht,<br \/>\nweil ein Abzug gesetzlich nicht zul\u00e4ssig ist, wird das Antragsrecht auf Abzug anderer ausl\u00e4ndischer\u00a0Steuern aus demselben Staat nicht ausgeschlossen.\u00a0Zur Anrechnung fiktiver Quellensteuern bei \u00a0festverzinslichen Wertpapieren unter Ber\u00fccksichtigung\u00a0von St\u00fcckzinsen &gt; BMF 08.10.1996, BStBl I S. 1190.<\/p>\n<p>Sonderfall: <em>Dividenden nach dem DBA Frankreich\u00a0<\/em>Veranlagungszeitr\u00e4ume bis 2000:\u00a0<span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Bei in der Bundesrepublik Deutschland ans\u00e4ssigen Aktion\u00e4ren franz\u00f6sischer Kapitalgesellschaften\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">wird die franz\u00f6sische Kapitalertragsteuer auf Antrag nicht erhoben oder voll erstattet (Vordruck RF\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">1 A). Bei der Veranlagung wird auf Antrag (Einreichung der von der franz\u00f6sischen Steuerverwaltung\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">mit einer Perforierung aus den Buchstaben &#8222;DGI RCM&#8220; versehenen und an den Aktion\u00e4r zur\u00fcckgegebenen\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">4. und 5. Ausfertigung des Vordrucks RF 1 A) ein Betrag von 50 % der Aussch\u00fcttung <\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">der franz\u00f6sischen Gesellschaft als \u00a0Steuergutschrift (&#8222;avoir fiscal&#8220;) auf die deutsche Steuer\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">des Aktion\u00e4rs angerechnet oder erstattet. Dieser Betrag ist gleichzeitig den Eink\u00fcnften des Aktion\u00e4rs\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">hinzuzurechnen (&gt; BMF 25.03.1988, BStBl I S.136). Werden die 4. und 5. Ausfertigung des\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Vordrucks RF1 A nicht eingereicht, kann keine Steuergutschrift erteilt werden; es erfolgt dann jedoch\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">auch keine Erh\u00f6hung der Eink\u00fcnfte. Die 5. Ausfertigung des Vordrucks ist von der Veranlagungsstelle\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">unverz\u00fcglich dem Bundesamt f\u00fcr Finanzen zuzuleiten, damit dieses gegen\u00fcber der\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">franz\u00f6sischen Finanzverwaltung die \u00dcberweisung der durch die Anrechnung verauslagten franz\u00f6<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">sischen Steuergutschrift geltend machen kann (sog. Fiskalausgleichsverfahren). Die Weiterleitung\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">an das Bundesamt f\u00fcr Finanzen ist auf der f\u00fcr die Akten des Finanzamts bestimmten 4. \u00a0Ausfertigung\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">in Abschnitt 5 besonders zu vermerken.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">\u00a0Anlage KAP 2000: Die Bruttodividende (einschl. der franz\u00f6sischen Steuergutschrift &#8222;avoir fiscal&#8220;)\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">ist zu Kz 54.32, 33 einzutragen.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">\u0001\u0002 Anlage AUS 2000: Die Bruttodividende (einschl. der franz\u00f6sischen Steuergutschrift &#8222;avoir fiscal&#8220;)\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">ist zu Kz 19\/29.48 und die Steuergutschrift &#8222;avoir fiscal&#8220; separat zu Kz 19\/29.49 einzutragen.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Veranlagungszeitraum 2001\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Die franz\u00f6sische Steuergutschrift &#8222;avoir fiscal&#8220; wird nat\u00fcrlichen Personen ungeachtet der Einf\u00fchrung\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">des Halbeink\u00fcnfteverfahrens auch im VZ 2001 in voller H\u00f6he gew\u00e4hrt. Die Dividende und die\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Steuergutschrift werden im Rahmen der Veranlagung nur zur H\u00e4lfte als steuerpflichtige Einnahmen\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">erfasst.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">\u0001\u0002 Anlage KAP 2001: Die Bruttodividende (einschl. der franz\u00f6sischen Steuergutschrift &#8222;avoir fiscal&#8220;)\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">ist in voller H\u00f6he zu Kz 54.24, 25 einzutragen (die K\u00fcrzung der Einnahmen um die H\u00e4lfte\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">erfolgt programmgesteuert).\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">\u0001\u0002 Anlage AUS 2001: Die Bruttodividende (einschl. der franz\u00f6sischen Steuergutschrift &#8222;avoir fiscal&#8220;)\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">ist zu Kz 19\/29.48 und die Steuergutschrift &#8222;avoir fiscal&#8220; separat zu Kz 19\/29.49 einzutragen.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Beide Betr\u00e4ge sind ungeachtet des Halbeink\u00fcnfteverfahrens in voller H\u00f6he zu erfassen.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Eine Weiterleitung der 5. Ausfertigung des Vordrucks RF 1 A an das Bundesamt f\u00fcr Finanzen\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">durch das Veranlagungsfinanzamt ist im VZ 2001 nicht mehr notwendig, weil das sog. Fiskalausgleichsverfahren\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">auf der Grundlage der maschinell erfassten Daten (Anlage AUS 2001,\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Kz 19\/29.48, 49) abgewickelt wird. Die 5. Ausfertigung verbleibt daher &#8211; ebenso wie die 1. und 4.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Ausfertigung des o.g. Vordrucks &#8211; bei den Steuerakten (&gt; BMF 10.09.2002, DStR 2002 S. 1811).\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Wegen des vereinfachten Verfahrens f\u00fcr Bezieher von Dividenden der franz\u00f6sischen Aventis\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">S.A., Stra\u00dfburg, im Jahr 2001 unter Beteiligung der inl\u00e4ndischen Depotbank &gt; BMF 16.09.2002,\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">DB 2002 S. 2081, Vfg. OFD N\u00fcrnberg 15.10.2002, S 1301 &#8211; 966\/St 31, Vfg. OFD M\u00fcnchen\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">6.5.2001 und 21.10.2002, S 1301 F 35 St 414.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Veranlagungszeitr\u00e4ume ab 2002:\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Die Besteuerung franz\u00f6sischer Dividenden wurde durch das Zusatzabkommen vom 20.12.2001\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der \u00a0Franz\u00f6sischen Republik mit Wirkung f\u00fcr Dividendenzahlungen\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">ab dem 01.01.2002 neu geregelt (&gt; Gesetz zum Zusatzabkommen vom\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">11.09.2002, BStBl I S. 891). Durch die Neuregelung entf\u00e4llt die bisherige Steuergutschrift &#8222;avoir\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">fiscal&#8220;. Dadurch wurde die steuerliche Behandlung von franz\u00f6sischen Streubesitzdividenden, die\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">im Inland unbeschr\u00e4nkt steuerpflichtige nat\u00fcrliche Personen beziehen, an die \u00fcblicherweise in den\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">deutschen DBA geltenden Regelungen angeglichen. Die Dividenden unterliegen der inl\u00e4ndischen\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Besteuerung, wobei die in Frankreich einbehaltene Kapitalertragsteuer im Veranlagungsverfahren\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">maximal bis zur H\u00f6he des DBA-Quellensteuersatzes (15 %) angerechnet bzw. abgezogen werden\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">k\u00f6nnen. Ein Ausgleich f\u00fcr eine ggf. h\u00f6here Quellensteuerbelastung kann vom Stpfl. nur im f\u00f6rmlichen\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Verfahren (mit Vordruck RF 1 A) gegen\u00fcber der franz\u00f6sischen Steuerverwaltung geltend\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">gemacht werden.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">\u0001\u0002 Anlage KAP 2003: Die Bruttodividende ist &#8211; wie auch die \u00fcbrigen ausl\u00e4ndischen Dividenden &#8211;\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">in voller H\u00f6he zu Kz 54.24, 25 einzutragen (die K\u00fcrzung der Einnahmen um die H\u00e4lfte erfolgt\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">programmgesteuert).\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">\u0002 Anlage AUS 2003: Die Bruttodividende ist &#8211; unter Angabe des Staates Frankreich in Zeile 3 &#8211;\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">zur H\u00e4lfte in Zeile 6 einzutragen. Die anrechenbare (bzw. abzuziehende) franz\u00f6sische Quellensteuer\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">ist unter Beachtung des DBA-H\u00f6chstsatzes (15 %) in voller H\u00f6he zu Kz 19\/29.11\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">(bzw. 52) einzutragen.\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">Wegen des vereinfachten Verfahrens f\u00fcr Bezieher von Dividenden der franz\u00f6sischen Aventis\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">S.A., Stra\u00dfburg, im Jahr 2002 Vfg. OFD N\u00fcrnberg 03.06.2003, S 1301 \u2013 966\/St 31, im Jahr 2003\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">&gt; Vfg. OFD N\u00fcrnberg 09.07.2003, S 1301 \u2013 995\/St 31, Vfg. OFD M\u00fcnchen 2.6.2003 und\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 13px; line-height: 19px;\">23.02.2004, S 1301 F \u2013 42 St 414.\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausl\u00e4ndische Dividenden- oder Zinseink\u00fcnfte, die unbeschr\u00e4nkt steuerpflichtige nat\u00fcrliche Personen\u00a0erzielen, unterliegen mit ihrem Bruttobetrag der deutschen Besteuerung (Welteinkommensprinzip).\u00a0Werden die Eink\u00fcnfte im Ausland ebenfalls besteuert, kann die ausl\u00e4ndische Steuer nach\u00a0Ma\u00dfgabe des \u00a7 34c EStG unter Beachtung der Regelungen eines evtl. vorhandenen DBA angerechnet\u00a0oder ggf. bei der Ermittlung der Eink\u00fcnfte abgezogen werden. Eine Freistellung derartiger\u00a0Eink\u00fcnfte von der inl\u00e4ndischen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/einkunfte-aus-dividenden-und-zinsen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Ausl\u00e4ndische Dividenden und Zinsen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2398,2399,2401,2400],"class_list":["post-36972","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer","tag-auslandische-dividenden","tag-auslandische-zinsen","tag-dividenden-ausland","tag-zinsen-ausland"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36972","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36972"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36972\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36972"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36972"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36972"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}