{"id":41378,"date":"2013-05-22T10:32:32","date_gmt":"2013-05-22T08:32:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=41378"},"modified":"2013-05-22T10:32:32","modified_gmt":"2013-05-22T08:32:32","slug":"i-r-33-11-bilanzsteuerrechtliche-behandlung-von-pfandgeldern-bei-einem-mineralbrunnenbetrieb-kein-vollzugsdefizit-wegen-faktischer-unmoeglichkeit-ermittlung-der-miteigentumsquote-am-leergut-pool","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-33-11-bilanzsteuerrechtliche-behandlung-von-pfandgeldern-bei-einem-mineralbrunnenbetrieb-kein-vollzugsdefizit-wegen-faktischer-unmoeglichkeit-ermittlung-der-miteigentumsquote-am-leergut-pool\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;33\/11 &#8211; Bilanzsteuerrechtliche Behandlung von Pfandgeldern bei einem Mineralbrunnenbetrieb &#8211; Kein Vollzugsdefizit wegen &quot;faktischer Unm&ouml;glichkeit&quot; &#8211; Ermittlung der Miteigentumsquote am Leergut-Pool"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.1.2013, I R 33\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Bilanzsteuerrechtliche Behandlung von Pfandgeldern bei einem Mineralbrunnenbetrieb &#8211; Kein Vollzugsdefizit wegen &quot;faktischer Unm&ouml;glichkeit&quot; &#8211; Ermittlung der Miteigentumsquote am Leergut-Pool<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Nehmen Teilnehmer eines Mehrwegsystems mit Brunneneinheitsflaschen und -k&auml;sten mehr Leergut von ihren Kunden zur&uuml;ck als sie mit dem Vollgut zuvor an diese ausgegeben hatten (sog. Mehrr&uuml;cknahmen), sind deshalb weder Anschaffungskosten noch gegen die Kunden gerichtete Forderungen zu aktivieren. In Betracht kommt jedoch die Aktivierung eines Nutzungsrechts, dessen Wert sich danach bemisst, inwieweit in Folge der Mehrr&uuml;cknahmen die jeweilige Miteigentumsquote des Teilnehmers an dem Leergutpool &uuml;berschritten wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. F&uuml;r die Verpflichtung, bei R&uuml;ckgabe des Individualleerguts und der Brunneneinheitsflaschen und -k&auml;sten die erhaltenen Pfandgelder an die Kunden zur&uuml;ckzuzahlen, ist eine Verbindlichkeit zu passivieren. Die Verbindlichkeit kann wegen Bruch oder Schwund des Leerguts, bei den Brunneneinheitsflaschen und -k&auml;sten dar&uuml;ber hinaus aber auch der H&ouml;he nach zu mindern sein, wenn aufgrund der eigentumsunabh&auml;ngigen Zirkulation des Leerguts erfahrungsgem&auml;&szlig; davon auszugehen ist, dass ein bestimmter Teil an andere Poolmitglieder zur&uuml;ckgegeben wird.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Zwischen den Beteiligten ist die bilanzsteuerrechtliche Behandlung vereinnahmter und verausgabter Pfandgelder streitig. Streitjahre sind 1999 bis 2002.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, ist ein Brunnenbetrieb, dessen Gegenstand haupts&auml;chlich in der Gewinnung nat&uuml;rlicher Mineralw&auml;sser und der Herstellung von Erfrischungsgetr&auml;nken liegt (Abf&uuml;llbetrieb); in diesem Gesch&auml;ftsbereich erzielte sie in den Streitjahren deutlich steigende Abf&uuml;llzahlen. Daneben vertreibt die Kl&auml;gerin in geringem Umfang als Getr&auml;nkegro&szlig;h&auml;ndlerin zugekaufte sonstige Getr&auml;nkesorten wie Saft und Brausegetr&auml;nke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ist Mitglied der Genossenschaft Deutscher Brunnen eG (GDB). Die Mitglieder der GDB nehmen an einem branchenumfassenden Mehrwegsystem mit Brunneneinheitsflaschen und -k&auml;sten teil. Das Brunneneinheitsleergut kann nicht einem einzelnen Abf&uuml;llbetrieb zugeordnet werden und wird von den Mitgliedern der GDB einheitlich verwendet. Die Flaschen sind mit dem aufgebrachten Schriftzug &quot;Leihflasche Deutscher Brunnen&quot; und dem Warenzeichen GDB gekennzeichnet. Gleiches gilt f&uuml;r die Brunneneinheitsk&auml;sten. Durch das Mehrweg-Poolsystem, das detailliert durch sog. Verwendungsbestimmungen geregelt wird, wird sichergestellt, dass das Leergut sich in einem permanenten Umlauf bei den Marktteilnehmern (Abf&uuml;llbetrieben, Gro&szlig;h&auml;ndlern, Einzelh&auml;ndlern und Kunden) befinden kann, ohne dass es auf die Eigentumsverh&auml;ltnisse am Leergut ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Um eine verursachergerechte Kosten- und Nutzenverteilung zwischen den Poolmitgliedern und die Funktionsf&auml;higkeit des Pools insgesamt sicherzustellen, ermittelt die GDB aufgrund regelm&auml;&szlig;iger Meldungen der Poolmitglieder einen angemessenen Zukauf im Verh&auml;ltnis zur jeweiligen F&uuml;llquote (&quot;angemessene Einbringung&quot;). Ergibt sich nach den Berechnungen der GDB demgegen&uuml;ber eine R&uuml;cknahmeverpflichtung, sind freigewordene Leergutmengen von den betroffenen Brunnenbetrieben vorrangig an andere Brunnenbetriebe zur Erf&uuml;llung ihrer Einbringungsverpflichtung zum Pfandwert abzugeben; andernfalls werden sie recycelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner m&uuml;ssen die Poolmitglieder entsprechend den Vorstandsbeschl&uuml;ssen der GDB bestimmte Leergutmengen j&auml;hrlich aus dem Pfandkreislauf nehmen und recyceln (sog. Mindestsortierquoten). &Uuml;berschreitet die tats&auml;chliche Aussortierquote den vorgegebenen Satz eines Brunnenbetriebs (sog. &Uuml;bersortierung), rechnet die GDB dies mindernd auf die R&uuml;cknahmeverpflichtung des Brunnenbetriebs an. Auch f&uuml;r die Kl&auml;gerin ergaben sich in den Streitjahren &Uuml;bersortierungen. Sie f&uuml;hrte daneben auf Anfrage der GDB sog. Drittsortierungen gegen Erstattung des Pfandwerts durch, weil andere Poolmitglieder ihren Sortierungspflichten nicht in ausreichendem Ma&szlig;e entsprochen hatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Verh&auml;ltnis der Kl&auml;gerin zu ihren Kunden wird weitgehend durch ihre Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen (AGB) bestimmt. Gem&auml;&szlig; Nr.&nbsp;9 AGB wird das Leergut den Kunden lediglich zur bestimmungsgem&auml;&szlig;en Verwendung &uuml;berlassen, geht aber auch bei Hinterlegung des Barpfands nicht in deren Eigentum &uuml;ber. Der Kunde ist verpflichtet, das Leergut unverz&uuml;glich, sp&auml;testens jedoch drei Monate nach Auslieferung, zur&uuml;ckzugeben (Nr.&nbsp;9.1 Satz&nbsp;1 AGB). Gibt der Kunde innerhalb von zw&ouml;lf Monaten mehr Leergut zur&uuml;ck als er bezogen hat, so ist die Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; Nr.&nbsp;9.1 Satz&nbsp;7 AGB berechtigt, das &uuml;berz&auml;hlige Leergut dem Kunden wieder zur Verf&uuml;gung zu stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin dokumentierte die Zu- und Abg&auml;nge von Leergut durch Fortschreibung der Leergutsalden auf den Lieferscheinen und Ausgangsrechnungen. In einer Nebenbuchhaltung zur Finanzbuchhaltung schrieb die Kl&auml;gerin zudem zeitnah die Leergutzug&auml;nge und Leergutabg&auml;nge kundenbezogen in separat gef&uuml;hrten Pfandkontokorrentkonten fort. Anhand der gef&uuml;hrten Konten ergaben sich zu den Bilanzstichtagen folgende Pfandsalden (1999 bis 2001 in DM, 2002 in EUR):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"1\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"5\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">31.12.1999<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">31.12.2000<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">31.12.2001<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">31.12.2002<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Summe aller negativen Pfandsalden<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Summe aller positiven Pfandsalden<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Differenz<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8230;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kundenbezogen entsteht ein negativer Pfandsaldo, wenn die verausgabten Pfandgelder die vereinnahmten Pfandgelder &uuml;bersteigen (sog. Mehrr&uuml;cknahmen); ein positiver Pfandsaldo entsteht, wenn das vereinnahmte das verausgabte Pfand &uuml;bersteigt, d.h. noch nicht das gesamte Leergut an die Kl&auml;gerin zur&uuml;ckgegeben worden ist (sog. Minderr&uuml;cknahmen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitkomplex: Bilanzielle Behandlung der Mehrr&uuml;cknahmen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Kl&auml;gerin vertrat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, dass die Mehrr&uuml;cknahmen als Forderungen zu aktivieren seien. Ausgehend von den Summen aller negativen Pfandsalden und nach Abzug eines pauschalen Korrekturpostens, mit denen es ber&uuml;cksichtigte, dass sch&auml;tzungsweise 10&nbsp;% der j&auml;hrlichen Sortiermenge auf die Mehrr&uuml;cknahmen entfielen, ging das FA von Forderungen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM zum 31.&nbsp;Dezember 1999, &#8230;&nbsp;DM zum 31.&nbsp;Dezember 2000, &#8230;&nbsp;DM zum 31.&nbsp;Dezember 2001 sowie &#8230;&nbsp;EUR zum 31.&nbsp;Dezember 2002 aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Streitkomplex: Bilanzielle Behandlung der Minderr&uuml;cknahmen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Betriebspr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 1994 bis 1998 die Ansicht vertreten hatte, dass die Pfandkontokorrentkonten nicht belastbar und Pauschalr&uuml;ckstellungen auszuweisen seien, bildete die Kl&auml;gerin in den Bilanzen der Streitjahre R&uuml;ckstellungen, die sie pauschal nach einer Umschlagsh&auml;ufigkeit von 4,5&nbsp;p.a. berechnete. Hieraus ergaben sich R&uuml;ckstellungen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM zum 31.&nbsp;Dezember 1999, &#8230;&nbsp;DM zum 31.&nbsp;Dezember 2000, &#8230;&nbsp;DM zum 31.&nbsp;Dezember 2001 und &#8230;&nbsp;EUR zum 31.&nbsp;Dezember 2002. Das FA ging hingegen von Verbindlichkeiten in H&ouml;he der Summe aller positiven Pfandsalden aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Streitkomplex: Minderung der Pfandr&uuml;ckzahlungsforderung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r ihre T&auml;tigkeit als Getr&auml;nkegro&szlig;h&auml;ndlerin erwarb die Kl&auml;gerin Vollgut. Dieses bestand sowohl aus Einheitsleergut, also Flaschen und Gebinden, die keine Individualisierungsmerkmale aufweisen und von einer unbestimmten Anzahl von Herstellern verwendet werden, als auch aus Individualleergut, das aufgrund seiner dauerhaften Kennzeichnung eindeutig als Eigentum eines bestimmten Herstellers erkennbar ist. Die hierf&uuml;r gezahlten Pfandgelder verbuchte die Kl&auml;gerin erfolgsneutral auf einem separat gef&uuml;hrten Pfandkonto. Das Leergut bezog sie anschlie&szlig;end im Wesentlichen in den Leergutkreislauf der Eigenprodukte ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum 31.&nbsp;Dezember 2002 hatte die Kl&auml;gerin Forderungen f&uuml;r an die Getr&auml;nkehersteller verausgabte Pfandgelder in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR aktiviert. Im Rahmen der Abschlussbuchungen minderte sie den Aktivposten um &#8230;&nbsp;EUR und begr&uuml;ndete dies mit dem Erfordernis, auf die Systematik der pauschalen Pfandr&uuml;ckstellungen umstellen zu m&uuml;ssen; f&uuml;r einen weiteren bilanziellen Ausweis von Pfandforderungen bestehe keine Notwendigkeit. Diesen Bilanzierungsfehler habe man erst im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten zum 31.&nbsp;Dezember 2002 erkannt und deshalb eine &quot;erste Teilausbuchung&quot; vorgenommen. Das FA ging hingegen von der ungeminderten Forderung aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen die hiernach ergangenen Steuerbescheide erhobene Klage blieb erfolglos; das Hessische Finanzgericht (FG) wies sie mit Urteil vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2011&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;1065\/07, das in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2011, 1510 abgedruckt ist, ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die auf die Verletzung materiellen Rechts und von Verfahrensrecht gest&uuml;tzte Revision der Kl&auml;gerin. Sie beantragt sinngem&auml;&szlig;, das FG-Urteil aufzuheben und die K&ouml;rperschaftsteuer und den Gewerbesteuermessbetrag unter Ab&auml;nderung der angefochtenen Bescheide unter der Ma&szlig;gabe festzusetzen, dass sich das zu versteuernde Einkommen f&uuml;r 1999 um &#8230;&nbsp;DM, f&uuml;r 2000 um &#8230;&nbsp;DM, f&uuml;r 2001 um &#8230;&nbsp;DM und f&uuml;r 2002 um &#8230;&nbsp;EUR und der Gewerbeertrag f&uuml;r 2002 um &#8230;&nbsp;EUR vermindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an die Vorinstanz zur&uuml;ckzuverweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FG ist in H&ouml;he der Aufwendungen f&uuml;r die Mehrr&uuml;cknahmen kein Aktivposten anzusetzen. In Betracht kommt nur die Aktivierung eines Nutzungsrechts gegen&uuml;ber den anderen Poolmitgliedern; ob und in welchem Umfang Nutzungsrechte tats&auml;chlich bestanden haben, kann der Senat anhand der Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end beurteilen und wird im zweiten Rechtsgang vom FG zu ermitteln sein (nachfolgend unter I.). Dem FG ist auch insoweit nicht zuzustimmen, dass in H&ouml;he der positiven Pfandsalden Verbindlichkeiten f&uuml;r Pfandr&uuml;ckzahlungen zu passivieren sind. Vielmehr ist nur ein geringerer Teil als Verbindlichkeit auszuweisen, dessen genaue H&ouml;he das FG festzustellen hat (nachfolgend unter II.). Schlie&szlig;lich wird das FG im zweiten Rechtsgang ebenfalls zu pr&uuml;fen haben, inwieweit in den Streitjahren eine Forderung gerichtet auf R&uuml;ckzahlung des &#8211;bei Erwerb des Vollguts von den Getr&auml;nkeh&auml;ndlern&#8211; entrichteten Pfands aktiviert werden durfte (nachfolgend unter III.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitkomplex: Behandlung der Mehrr&uuml;cknahmen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Aktivierung der Aufwendungen f&uuml;r die Mehrr&uuml;cknahmen kommt weder als Anschaffungskosten f&uuml;r den Erwerb des Eigentums an dem Leergut noch als gegen die Getr&auml;nkeh&auml;ndler gerichtete Forderung auf R&uuml;ckzahlung des entrichteten Pfands in Betracht. Das FG wird jedoch zu untersuchen haben, ob und inwieweit die Kl&auml;gerin im Innenverh&auml;ltnis gegen&uuml;ber den anderen Poolmitgliedern aufgrund der Mehrr&uuml;cknahmen Nutzungsrechte erworben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Anschaffungskosten f&uuml;r den Erwerb des Eigentums an dem Leergut (vgl. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211; 1997\/2002) in H&ouml;he der Aufwendungen f&uuml;r die Mehrr&uuml;cknahmen durfte die Kl&auml;gerin nicht aktivieren, weil sie nicht zum Zwecke des Eigentumserwerbs Aufwendungen get&auml;tigt hat (vgl. zur Finalit&auml;t der Aufwendungen Senatsurteile vom 17.&nbsp;Oktober 2001 I&nbsp;R&nbsp;32\/00, BFHE 197, 58, BStBl II 2002, 349; vom 3.&nbsp;August 2005 I&nbsp;R&nbsp;36\/04, BFHE 211, 112, BStBl II 2006, 369). Durch die Annahme der Mehrr&uuml;cknahmen gegen Pfandr&uuml;ckzahlung hat die Kl&auml;gerin weder das zivilrechtliche noch das wirtschaftliche Eigentum an den Mehrr&uuml;cknahmen erworben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das zivilrechtliche Eigentum an den Brunneneinheitsflaschen, aus denen sich die Mehrr&uuml;cknahmen zusammensetzen, hat durch die &Uuml;bergabe auf den einzelnen Handelsstufen nicht gewechselt (im Ergebnis ebenso Oberlandesgericht &#8211;OLG&#8211; K&ouml;ln, Urteil vom 13.&nbsp;November 1987&nbsp;&nbsp;20&nbsp;U&nbsp;54\/87, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungsreport Zivilrecht &#8211;NJW-RR&#8211; 1988, 373; Denzer\/Rahier, Die steuerliche Betriebspr&uuml;fung &#8211;StBp&#8211; 2004, 57, 59; Jakob\/Kobor, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2004, 1596, 1598; Kollhosser\/Bork, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 1987, 909, 913&nbsp;f.; Sch&auml;fer\/Sch&auml;fer, Zeitschrift f&uuml;r Wirtschaftsrecht und Insolvenzpraxis &#8211;ZIP&#8211; 1983, 656, 659&nbsp;f.; a.A. OLG K&ouml;ln, Urteil vom 30.&nbsp;September 1980&nbsp;&nbsp;21&nbsp;U&nbsp;6\/80, ZIP 1980, 1098; Landgericht Darmstadt, Urteil vom 30.&nbsp;Oktober 1980&nbsp;&nbsp;14&nbsp;O&nbsp;60\/79, ZIP 1980, 113; Hellmann, Juristische Schulung 2001, 353, 354; K&ouml;hler, StBp 2007, 143; K&uuml;spert, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2008, 710, 715; Tiedchen in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;317; differenzierend nach dem Ausweis in den Pfandkonten Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 13.&nbsp;Juni 2005, BStBl I 2005, 715); denn der Eigentums&uuml;bergang auf den einzelnen Handelsstufen erstreckt sich allein auf den Inhalt der Flaschen. Das sp&auml;testens durch das erstmalige Inverkehrbringen der Brunneneinheitsflaschen entstandene Miteigentum der Poolmitglieder (&sect;&nbsp;948 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;947 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211;) &auml;ndert sich nicht, weil die Flaschen auf keiner Handelsstufe untrennbar mit anderem Leergut vermischt werden. Die Brunneneinheitsflaschen sind derart individualisiert, dass sie sich stets von dem Leergut nicht poolangeh&ouml;riger Abf&uuml;ller deutlich unterscheiden (vgl. Kollhosser\/Bork, BB 1987, 909, 913).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin wurde auch nicht wirtschaftliche Eigent&uuml;merin der Mehrr&uuml;cknahmen. Einem anderen als dem zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer ist das Wirtschaftsgut nur zuzurechnen, wenn er die tats&auml;chliche Herrschaft &uuml;ber das Wirtschaftsgut in der Weise aus&uuml;bt, dass er den Eigent&uuml;mer im Regelfall f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut wirtschaftlich ausschlie&szlig;en kann (&sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;). Dies ist der Fall, wenn der Herausgabeanspruch des zivilrechtlichen Eigent&uuml;mers keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat oder kein Herausgabeanspruch besteht (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27.&nbsp;November 1996 X&nbsp;R&nbsp;92\/92, BFHE 182, 104, BStBl II 1998, 97; vom 18.&nbsp;September 2003 X&nbsp;R&nbsp;54\/01, BFH\/NV 2004, 474). Bei der Beurteilung des Sachverhalts ist auf den normalen Verlauf der Dinge abzustellen, d.h. ma&szlig;gebend ist der f&uuml;r die gew&auml;hlte Gestaltung typische Verlauf (Fischer in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;39 AO Rz&nbsp;52).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen liegen im Streitfall bezogen auf die Mehrr&uuml;cknahmen nicht vor. Das FG hat nicht feststellen k&ouml;nnen, dass die Kl&auml;gerin die anderen Poolmitglieder als Miteigent&uuml;mer des Leerguts f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung wirtschaftlich ausgeschlossen hat. Als Abf&uuml;llbetrieb hatte die Kl&auml;gerin auch kein Interesse daran, das Leergut unter Ausschluss Dritter &#8211;etwa in ihrem Lager&#8211; anzusammeln; vielmehr sollten die Mehrr&uuml;cknahmen &#8211;z.B. im Rahmen der zunehmenden Abf&uuml;llmengen der Kl&auml;gerin&#8211; dem Leergutkreislauf zugef&uuml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. In H&ouml;he der Aufwendungen f&uuml;r die Mehrr&uuml;cknahmen hat die Kl&auml;gerin &#8211;entgegen der Auffassung des FG und des FA&#8211; auch keine auf R&uuml;ckzahlung des entrichteten Pfands gerichtete Forderung gegen&uuml;ber den Getr&auml;nkeh&auml;ndlern erworben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Aktivierung von Forderungen richtet sich bei buchf&uuml;hrenden Gewerbetreibenden nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG 1997\/2002). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Halbsatz&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs sind Gewinne nur zu ber&uuml;cksichtigen, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. Eine Gewinnrealisierung tritt ein, wenn der Leistungsverpflichtete die von ihm geschuldeten Erf&uuml;llungshandlungen in der Weise erbracht hat, dass ihm die Forderung auf die Gegenleistung (z.B. die Zahlung) &#8211;von den mit jeder Forderung verbundenen Risiken abgesehen&#8211; so gut wie sicher ist (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2011 X&nbsp;R&nbsp;42\/08, BFHE 233, 398, BStBl II 2012, 188). Dies ist der Fall, wenn eine Forderung entweder rechtlich bereits entstanden ist oder die f&uuml;r die Entstehung wesentlichen wirtschaftlichen Ursachen im abgelaufenen Gesch&auml;ftsjahr gesetzt worden sind und der Kaufmann mit der k&uuml;nftigen Entstehung der Forderung fest rechnen kann (Senatsurteile vom 8.&nbsp;November 2000 I&nbsp;R&nbsp;10\/98, BFHE 193, 406, BStBl II 2001, 349; vom 6.&nbsp;Oktober 2009 I&nbsp;R&nbsp;36\/07, BFHE 226, 342, BStBl II 2010, 232). Demgegen&uuml;ber kann eine aufschiebend bedingte Forderung grunds&auml;tzlich nicht aktiviert werden (BFH-Urteile vom 22.&nbsp;August 2007 X&nbsp;R&nbsp;2\/04, BFHE 218, 533, BStBl II 2008, 109; in BFHE 233, 398, BStBl II 2012, 188), weil sie erst mit Eintritt der Bedingung entsteht (&sect;&nbsp;158 Abs.&nbsp;1 BGB). Auch von einer wirtschaftlichen Entstehung kann bei einer echten aufschiebenden Bedingung, bei der der Eintritt noch ungewiss ist, nicht ausgegangen werden (Senatsurteil vom 26.&nbsp;April 1995 I&nbsp;R&nbsp;92\/94, BFHE 177, 444, BStBl II 1995, 594; vgl. auch Ellrott\/Roscher in Beck Bil-Komm., 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;247 Rz&nbsp;77).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen durften in den Streitjahren wegen der Mehrr&uuml;cknahmen keine Anspr&uuml;che auf R&uuml;ckzahlung der Pfandgelder aktiviert werden. Solche Forderungen sind an den Bilanzstichtagen weder entstanden noch musste die Kl&auml;gerin zu diesem Zeitpunkt mit der Entstehung von Forderungen rechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nicht zuzustimmen ist dem FG darin, dass sich die Forderungen aus den branchen&uuml;blichen Abl&auml;ufen im Rahmen laufender Gesch&auml;ftsbeziehungen durch die Lieferung von Vollgut erg&auml;ben. Die den erkennenden Senat bindenden Feststellungen der Vorinstanz geben keinen Anhalt daf&uuml;r, dass die Mehrr&uuml;cknahmen mit der Verpflichtung der Getr&auml;nkeh&auml;ndler zum Erwerb von neuem Vollgut verbunden gewesen w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Entstehung der Forderung kann auch nicht aus Nr.&nbsp;9.1 Satz&nbsp;7 AGB abgeleitet werden, nach der die Kl&auml;gerin f&uuml;r den Fall, dass der Kunde innerhalb von zw&ouml;lf Monaten mehr Leergut zur&uuml;ckgibt, als er bezogen hat, berechtigt ist, das &uuml;berz&auml;hlige Leergut dem Kunden wieder zur Verf&uuml;gung zu stellen. Auch wenn es zutreffen mag, dass als Annex zur R&uuml;ckgabe der Mehrr&uuml;cknahmen ein Anspruch auf R&uuml;ckzahlung des Pfands besteht, f&uuml;hrt allein der Umstand der Mehrr&uuml;cknahme nicht zu einem solchen Anspruch. Dieser Anspruch ist noch nicht entstanden, sondern aufschiebend bedingt (&sect;&nbsp;158 Abs.&nbsp;1 BGB). Bei der gebotenen objektiven Auslegung (zur Auslegung von AGB s. Erman\/ Roloff, BGB, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;305c Rz&nbsp;20; M&uuml;nchKommBGB\/Basedow, 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;305c Rz&nbsp;22&nbsp;ff.; Palandt\/Gr&uuml;neberg, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 72.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;305c Rz&nbsp;16) enth&auml;lt Nr.&nbsp;9.1 Satz&nbsp;7 AGB eine sog. Wollensbedingung, die eine echte aufschiebende Bedingung darstellt (vgl. grundlegend Beschluss des Reichsgerichts &#8211;RG&#8211; vom 24.&nbsp;Januar 1910 V&nbsp;324\/08, RGZ 72, 385; dem folgend RG-Urteil vom 23.&nbsp;November 1911 V&nbsp;427\/11, RGZ 77, 415; Urteile des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 21.&nbsp;April 1967 V&nbsp;ZR&nbsp;75\/64, BGHZ 47, 387; vom 28.&nbsp;Juni 1996 V&nbsp;ZR&nbsp;136\/95, NJW-RR 1996, 1167; Erman\/Armbr&uuml;ster, a.a.O., Vor &sect;&nbsp;158 Rz&nbsp;13); eine Forderung entsteht erst, wenn die Kl&auml;gerin von der ihr zustehenden M&ouml;glichkeit Gebrauch macht, die Mehrr&uuml;cknahmen an die Kunden zur&uuml;ckzugeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits der Wortlaut der Nr.&nbsp;9.1 Satz&nbsp;7 AGB spricht nur von einer Berechtigung der Kl&auml;gerin, die Mehrr&uuml;cknahmen zur&uuml;ckzugeben; dass sie hierzu auch verpflichtet werden sollte, ergibt sich aus dem Wortlaut nicht. Eine Verpflichtung entspr&auml;che auch ersichtlich nicht dem Interesse der beteiligten Kreise. Dies gilt zum einen f&uuml;r den Getr&auml;nkeh&auml;ndler, der im Regelfall keine Verwendung f&uuml;r leere Flaschen haben wird. Zum anderen aber auch f&uuml;r den Abf&uuml;llbetrieb. Abgesehen von den Spannungen, die eine R&uuml;ckgabe leerer Flaschen in den Gesch&auml;ftsbeziehungen ausl&ouml;sen kann, wird ein Abf&uuml;llbetrieb Leergut nicht bis zum Ablauf der zw&ouml;lf Monate auf dem Betriebsgel&auml;nde lagern und dann zur&uuml;ckgeben. Demgem&auml;&szlig; hatte auch die Kl&auml;gerin insbesondere bei steigenden Abf&uuml;llzahlen &#8211;wie sie nach den Feststellungen des FG in den Streitjahren eingetreten waren&#8211; ein Interesse, auch das zu viel zur&uuml;ckgenommene Leergut f&uuml;r eigene Abf&uuml;llungen verwenden zu k&ouml;nnen, ohne neues Leergut ankaufen zu m&uuml;ssen. Selbst bei stagnierenden Abf&uuml;llzahlen kann die Kl&auml;gerin darauf angewiesen sein, die kundenbezogenen Mehrr&uuml;cknahmen behalten zu k&ouml;nnen, um hierdurch Minderr&uuml;cknahmen seitens anderer Kunden auszugleichen. Aber auch wenn das Leergut nicht f&uuml;r eigene Abf&uuml;llungen ben&ouml;tigt wird, besteht ggf. ein vorrangiges Interesse, gegen Entrichtung des Pfandwerts durch die GDB, Drittsortierungen mit Hilfe der Mehrr&uuml;cknahmen durchzuf&uuml;hren oder eine eigene R&uuml;cknahmeverpflichtung zu verringern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Kl&auml;gerin musste zu den Bilanzstichtagen auch nicht fest mit der k&uuml;nftigen Entstehung von Forderungen rechnen. Hiervon musste die Kl&auml;gerin schon aufgrund der eigenen Interessenlage nicht ausgehen. Dar&uuml;ber hinaus hat das FG nicht feststellen k&ouml;nnen, dass die Kl&auml;gerin jemals von ihrem Wahlrecht zur R&uuml;ckgabe der Mehrr&uuml;cknahmen Gebrauch gemacht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ferner kann dem FA nicht darin gefolgt werden, dass sich eine Forderung der Kl&auml;gerin aus &sect;&nbsp;1223 Abs.&nbsp;1 BGB ergibt. Hiernach ist der Pfandgl&auml;ubiger verpflichtet, das Pfand nach dem Erl&ouml;schen des Pfandrechts dem Verpf&auml;nder zur&uuml;ckzugeben. Die Voraussetzungen dieses Herausgabeanspruchs liegen im Streitfall nicht vor. An den zur&uuml;ckgenommenen Flaschen (Mehrr&uuml;cknahmen) bestand kein Pfandrecht i.S. der &sect;&sect;&nbsp;1204&nbsp;ff. BGB. Ein Pfandrecht liegt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1204 Abs.&nbsp;1 BGB nur vor, wenn eine bewegliche Sache zur Sicherung einer Forderung in der Weise belastet wird, dass der Gl&auml;ubiger berechtigt ist, Befriedigung aus der Sache zu suchen. Soweit die Kl&auml;gerin Mehrr&uuml;cknahmen entgegennimmt und hierf&uuml;r das Pfand auszahlt, soll jedoch gerade keine Forderung des Getr&auml;nkeh&auml;ndlers, etwa auf R&uuml;ckgabe des Leerguts, abgesichert werden. An dessen R&uuml;ckgabe hat der Getr&auml;nkeh&auml;ndler, der nur das von ihm zuvor zur Erlangung des Vollguts gezahlte Pfand zur&uuml;ckerhalten will, keinerlei Interesse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Durch die Entgegennahmen der Mehrr&uuml;cknahmen gegen Entrichtung des Pfands hat die Kl&auml;gerin jedoch m&ouml;glicherweise &#8211;mit den Anschaffungskosten zu aktivierende (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG 1997\/2002)&#8211; Nutzungsrechte an dem Leergut gegen&uuml;ber den anderen Poolmitgliedern erworben, zu deren Bestand und Umfang das FG im zweiten Rechtsgang die erforderlichen Feststellungen treffen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r die Entstehung von Nutzungsrechten dem Grunde nach sprechen insbesondere die &#8211;vom FG allerdings nur l&uuml;ckenhaft&#8211; festgestellten Verwendungsbestimmungen des Pools, dessen Sinn es gerade ist, die Poolmitglieder permanent mit einer st&auml;ndig ausreichenden Menge geeigneten Leerguts zu versorgen, das ungeachtet der Eigentumsverh&auml;ltnisse zwischen den Poolmitgliedern zirkulieren soll. Um dies sicherzustellen, m&uuml;ssen es die Poolmitglieder, auch soweit ihre jeweilige Miteigentumsquote &uuml;berschritten wird, verwenden d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Sollte das FG anhand weiterer Feststellungen zu dem Ergebnis gelangen, dass ein Nutzungsrecht der Kl&auml;gerin in dem beschriebenen Umfang vorliegt, wird es ebenfalls festzustellen haben, in welcher H&ouml;he das Nutzungsrecht an den Bilanzstichtagen zu bewerten ist. Ein Nutzungsrecht kann nur in dem Ma&szlig;e vorliegen, in dem die Menge des an die Kunden ausgegebenen Brunneneinheitsleerguts zuz&uuml;glich des noch auf dem Lager befindlichen (bef&uuml;llten und unbef&uuml;llten) Leerguts die Miteigentumsquote der Kl&auml;gerin an den Brunneneinheitsflaschen und -k&auml;sten des Pools &uuml;berschreitet. Soweit hiervon ausgehend Nutzungsrechte vorliegen, wird das FG zu ber&uuml;cksichtigen haben, dass das Nutzungsrecht ein Wirtschaftsgut des Umlaufverm&ouml;gens darstellt (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG 1997\/2002), das mit den Anschaffungskosten &#8211;also mit dem gezahlten Pfand&#8211; zu bewerten ist und f&uuml;r das weder ein sofortiger Betriebsausgabenabzug (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 EStG 1997\/2002) noch eine Absetzung f&uuml;r Abnutzung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 EStG 1997\/2002 (vgl. statt aller Schmidt\/Kulosa, EStG, 32.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;24) in Anspruch genommen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Gegen diese Berechnung des Nutzungsrechts kann nicht eingewandt werden, seine Grundlagen seien nicht ermittelbar, so dass ein Vollzugsdefizit wegen &quot;faktischer Unm&ouml;glichkeit&quot; drohe. Schwierigkeiten bei der Sachverhaltsermittlung k&ouml;nnen nicht Anlass f&uuml;r eine Abweichung von einem nach den allgemeinen Methoden gefundenen Auslegungsergebnis zum materiellen Recht sein. Vielmehr tr&auml;gt der Gesetzgeber die Verantwortung, das materielle Recht durch ein effektives Verfahrensrecht zu flankieren und die Verifizierbarkeit des steuerlich erheblichen Sachverhalts sicherzustellen. Ist dies nicht m&ouml;glich, verletzt der Gesetzgeber durch einen gleichwohl erlassenen materiellen Steuertatbestand den allgemeinen Gleichheitssatz des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (hierzu Oellerich, Defizit&auml;rer Vollzug des Umsatzsteuerrechts, 2008, 72&nbsp;f.). So liegt der Fall hier aber nicht. Denn die Verifikation der f&uuml;r die Ermittlung der Nutzungsrechte notwendigen Sachverhalte ist mit Hilfe des bestehenden Verfahrensrechts durchaus m&ouml;glich. Entgegen der Auffassung des FA gilt dies insbesondere auch f&uuml;r die Ermittlung der Miteigentumsquote am Pool. Sie kann nach Ma&szlig;gabe der sog. Gesamtgebindeverantwortung zuverl&auml;ssig ermittelt werden. Anders als das FA meint, wird die Miteigentumsquote durch die Gesamtgebindeverantwortung realit&auml;tsgerecht wiedergegeben. Dies ergibt sich schon aus ihrem Zweck; sie soll sicherstellen, dass das einzelne Abf&uuml;llunternehmen das Leergut, das es in den Pool eingebracht hat, auch wieder zur&uuml;cknimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FA demgegen&uuml;ber darauf hinweist, in die Berechnung der R&uuml;cknahmeverpflichtung fl&ouml;ssen Berechnungsparameter ein, die auf statistischen Gr&ouml;&szlig;en beruhten, ist dies zwar zutreffend, f&uuml;hrt aber nicht zu dem Schluss, dass die Gesamtgebindeverantwortung die Miteigentumsquote am Pool nicht realit&auml;tsgerecht wiedergeben k&ouml;nnte. Ungeachtet ihrer Berechnung dr&uuml;cken sich die R&uuml;cknahmeverpflichtung und die Einbringungsverpflichtung in einer konkreten Flaschenzahl aus, die die Gesamtgebindeverantwortung mindern oder erh&ouml;hen und so die Miteigentumsquote fortschreiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Dass sich anhand der vorstehenden Erw&auml;gungen im Streitfall ggf. ein erfolgswirksamer Aufwand ergibt, weil die zu aktivierenden Nutzungsrechte m&ouml;glicherweise nicht die H&ouml;he der bisher aktivierten Forderungen erreichen, steht ihrer Richtigkeit nicht entgegen. Es existiert kein &uuml;bergeordneter Grundsatz der Erfolgsneutralit&auml;t des Pfandkreislaufs, demzufolge die mit dem Pfandkreislauf zusammenh&auml;ngenden Aktiva und Passiva sich bei allen Beteiligten in jedem Veranlagungszeitraum ausgeglichen gegen&uuml;berstehen m&uuml;ssen. Hinzu kommt, dass die Bewertung der zu aktivierenden Nutzungsrechte nicht (unmittelbar) von der H&ouml;he der im Au&szlig;enverh&auml;ltnis zu den Kunden entstandenen Mehrr&uuml;cknahmen, sondern von einem im Innenverh&auml;ltnis zu den anderen Poolmitgliedern abgeleiteten Recht abh&auml;ngt, &uuml;ber die eigene Miteigentumsquote hinaus Leergut f&uuml;r eigene Zwecke nutzen zu d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Streitkomplex: Behandlung der Minderr&uuml;cknahmen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Verpflichtung, bei R&uuml;ckgabe des Leerguts die erhaltenen Pfandgelder an die Kunden zur&uuml;ckzuzahlen, d&uuml;rfen keine Verbindlichkeiten in H&ouml;he der Gesamtsumme der positiven Pfandsalden passiviert werden. Aus den Feststellungen des FG folgt, dass in den positiven Pfandsalden auch das f&uuml;r das hinzuerworbene Einheits- und Individualleergut erhaltene Pfand enthalten sein muss, weil dieses in den eigenen Pfandkreislauf der Kl&auml;gerin integriert wurde und auf den separaten Pfandkonten nur die Forderungen gegen die Getr&auml;nkehersteller auf R&uuml;ckzahlung des Pfands verbucht wurden. Die bilanzielle Behandlung unterscheidet sich aber voneinander: Soweit eine Pfandr&uuml;ckzahlung an Kunden bei R&uuml;ckgabe des Einheitsleerguts erfolgen muss, sind keine Verbindlichkeiten auszuweisen. Ein Verbindlichkeitsausweis erfolgt nur, soweit die Kl&auml;gerin an den Bilanzstichtagen eine Verpflichtung zur Pfandr&uuml;ckzahlung gegen&uuml;ber ihren Kunden f&uuml;r das Brunneneinheitsleergut und das Individualleergut hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. F&uuml;r die Pfandr&uuml;ckzahlungen bei R&uuml;ckgabe des Einheitsleerguts, das die Kl&auml;gerin als Getr&auml;nkeh&auml;ndlerin erworben und nach den Feststellungen des FG in ihren Pfandkreislauf einbezogen hat, d&uuml;rfen bereits dem Grunde nach keine Verbindlichkeiten passiviert werden. Beruht die Verbindlichkeit auf einem so genannten schwebenden Gesch&auml;ft aus einem gegenseitigen Vertrag, der von der zur Sach- oder Dienstleistung verpflichteten Partei noch nicht voll erf&uuml;llt ist, hat die Passivierung zu unterbleiben (Senatsurteil vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;50\/10, BFHE 235, 255, BStBl II 2012, 197), weil w&auml;hrend des Schwebezustands die (widerlegbare) Vermutung besteht, dass sich die wechselseitigen Rechte und Pflichten aus dem auf Leistungsaustausch gerichteten Vertrag wertm&auml;&szlig;ig ausgleichen (vgl. BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;Juni 1997 GrS&nbsp;2\/93, BFHE 183, 199, BStBl II 1997, 735; Senatsbeschluss vom 2.&nbsp;April 2008 I&nbsp;B&nbsp;197\/07, BFH\/NV 2008, 1355; Bl&uuml;mich\/Buciek, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;243, m.w.N.). Hinsichtlich der Verpflichtung zur Pfandr&uuml;ckzahlung f&uuml;r das Einheitsleergut liegt ein schwebendes Gesch&auml;ft vor, weil die Kl&auml;gerin insoweit das an die Getr&auml;nkeh&auml;ndler abgegebene Leergut zur&uuml;ckkaufen musste. Der Eigentums&uuml;bergang erstreckt sich bei Einheitsleergut nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Flaschen und die K&auml;sten selbst (BGH-Urteil vom 9.&nbsp;Juli 2007 II&nbsp;ZR&nbsp;233\/05, BGHZ 173, 159, Neue Juristische Wochenschrift 2007, 2913; Senatsurteil in BFHE 226, 342, BStBl II 2010, 232). Dies gilt gleicherma&szlig;en auf allen Vertriebsstufen und selbst dann, wenn der Hersteller\/Vertreiber in seinen AGB den Eigentumserwerb an der Flasche ausdr&uuml;cklich ausgeschlossen hat, wie es auch die Kl&auml;gerin in ihren AGB getan hat (vgl. Nr.&nbsp;9 AGB). Eine solche Vereinbarung ist auf ein unm&ouml;gliches und unzul&auml;ssiges Verhalten gerichtet und deshalb unbeachtlich. Durch die Vermengung von Flaschen verschiedener Hersteller kommt es zwangsl&auml;ufig zu einem Eigentumsverlust des einzelnen Herstellers (&sect;&nbsp;948 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;947 Abs.&nbsp;1 BGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit hingegen an den Bilanzstichtagen Verpflichtungen der Kl&auml;gerin zur R&uuml;ckzahlung des f&uuml;r Individualleergut und Brunneneinheitsleergut entrichteten Pfands bestanden, sind Verbindlichkeiten auszuweisen, deren H&ouml;he das FG im zweiten Rechtsgang festzustellen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Anders als bei dem Einheitsleergut steht das Verbot der Bilanzierung schwebender Gesch&auml;fte einer Passivierung der Verbindlichkeiten bei diesem Leergut nicht entgegen. Die im Wege der Auslegung der Nr.&nbsp;9.1 AGB zu entnehmende Vereinbarung der Kl&auml;gerin mit ihren Kunden, das Individual- und Brunneneinheitsleergut gegen Erstattung des entrichteten Pfands zur&uuml;ckzunehmen, stellt keinen auf gegenseitigen Leistungsaustausch gerichteten Vertrag dar, denn sie ist nicht auf die Verschaffung des zivilrechtlichen oder wirtschaftlichen Eigentums gegen Entrichtung eines Entgelts gerichtet. Es soll vielmehr eine leihe&auml;hnliche Gebrauchs&uuml;berlassung r&uuml;ckabgewickelt werden, bei der das Pfand eine Sicherheitsleistung (Kaution) darstellt, die die R&uuml;ckgabe des Leerguts sicherstellen soll und gerade nicht Gegenleistung f&uuml;r die R&uuml;ckgabe des Leerguts ist (vgl. hierzu Senatsurteil in BFHE 226, 342, BStBl II 2010, 232).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Den Nrn.&nbsp;9 und 9.1 AGB der Kl&auml;gerin kann entnommen werden, dass die Kl&auml;gerin bei &Uuml;berlassung des Vollguts das Eigentum an dem Leergut nicht &uuml;bertragen und deshalb bei R&uuml;ckgabe auch nicht zur&uuml;ckerwerben will; auch bei Entrichtung des Barpfands soll das Eigentum nicht &uuml;bergehen. Anders als bei dem Einheitsleergut ist die Kl&auml;gerin auch nicht wegen eines gesetzlichen Eigentums&uuml;bergangs gezwungen, das Leergut gegen Erstattung des Pfands zur&uuml;ckzukaufen. Denn das Individual- und Brunneneinheitsleergut sind durch ihre Kennzeichnung klar und eindeutig von dem Leergut anderer Hersteller bzw. au&szlig;erhalb des Pools stehender Abf&uuml;llbetriebe unterscheidbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Kl&auml;gerin sollte gegen R&uuml;ckzahlung des Pfands auch nicht das wirtschaftliche Eigentum am Leergut erwerben. Auf den einzelnen Handelsstufen ist kein vom zivilrechtlichen Eigentum abweichendes wirtschaftliches Eigentum entstanden, das die Kl&auml;gerin h&auml;tte zur&uuml;ckerwerben k&ouml;nnen. Die Kl&auml;gerin als Miteigent&uuml;merin des Brunneneinheitsleerguts bzw. die Hersteller der zugekauften Getr&auml;nke als Eigent&uuml;mer des Individualleerguts waren nicht von der Nutzung des Leerguts f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer ausgeschlossen. Insbesondere waren ihre aus Vertrag und &sect;&nbsp;985 BGB folgenden Herausgabeanspr&uuml;che nicht wertlos (a.A. Buciek, FR 2010, 175). Ungeachtet der M&ouml;glichkeit, den Herausgabeanspruch einzuklagen, haben die Getr&auml;nkeh&auml;ndler und Konsumenten bei normalem Verlauf der Dinge das Leergut zur&uuml;ckgegeben, weil sie mit dem Leergut nichts anfangen konnten, aber durch das Pfand einen wirtschaftlichen Anreiz zur R&uuml;ckgabe hatten (vgl. insoweit zutreffend Hoffmann, Unternehmensteuern und Bilanzen &#8211;StuB&#8211; 2010, 333&nbsp;f.; Hoffmann\/L&uuml;denbach, NWB Kommentar Bilanzierung, 4.&nbsp;Aufl., 2013, &sect;&nbsp;246 Rz&nbsp;346).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Anhand der bisherigen Feststellungen des FG ist der Senat nicht in der Lage, abschlie&szlig;end zu entscheiden, in welcher H&ouml;he Verbindlichkeiten zu passivieren sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG wird im zweiten Rechtsgang zu untersuchen haben, in welchem Umfang ausgehend von den kundenbezogen gef&uuml;hrten Pfandgeldkontokorrentkonten (abz&uuml;glich der darin enthaltenen Pfandbetr&auml;ge f&uuml;r Einheitsleergut) an den Bilanzstichtagen Verbindlichkeiten bestanden haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG, die f&uuml;r den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend sind, sind die Pfandgeldkontokorrentkonten, die kundenbezogen nach den Ein- und Ausgangsrechnungen zum Zwecke der Abrechnung mit den Kunden gef&uuml;hrt worden sind, entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin eine verl&auml;ssliche Grundlage zur Dokumentation des Leergutbestands.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bindung des Senats wird insbesondere nicht durch eine zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Verfahrensr&uuml;ge der Kl&auml;gerin aufgehoben (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;56), weil das FG einem Beweisantrag der Kl&auml;gerin nicht nachgegangen w&auml;re. Dem Beweisantrag der Kl&auml;gerin in dem vorbereitenden Schriftsatz vom 4.&nbsp;April 2007, einen noch namentlich zu benennenden Mitarbeiter zur Belastbarkeit der Pfandkonten zu h&ouml;ren, musste das FG &#8211;ungeachtet der aus dem Protokoll der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht ersichtlichen R&uuml;ge der Nichterhebung des Beweises (vgl. zur Beweiskraft des Protokolls BFH-Beschl&uuml;sse vom 1.&nbsp;September 2008 IV&nbsp;B&nbsp;4\/08, BFH\/NV 2009, 35; vom 4.&nbsp;September 2009 IX&nbsp;B&nbsp;81\/09, BFH\/NV 2010, 50)&#8211; schon deshalb nicht nachkommen, weil ein auf die Erhebung des Zeugenbeweises gerichteter Beweisantrag die zu vernehmenden Zeugen individuell benennen muss. Zwar muss der Zeuge nicht unbedingt namentlich benannt werden; das Gericht muss aber zumindest in die Lage versetzt werden, den Zeugen zu identifizieren und zu ermitteln (BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;April 2002 X&nbsp;B&nbsp;132\/00, BFH\/NV 2002, 1457). Dies war im Streitfall nicht gegeben, denn die Kl&auml;gerin hat weder den Namen noch andere Merkmale angegeben, anhand derer der zu vernehmende Zeuge von den anderen Mitarbeitern der Kl&auml;gerin h&auml;tte unterschieden werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Der R&uuml;ckgriff auf die Pfandkontokorrentkonten zur Bewertung der Verbindlichkeiten f&uuml;hrt entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin auch nicht zu einem Versto&szlig; gegen den Grundsatz von Treu und Glauben. Allein die Tatsache, dass in der vorangegangenen Betriebspr&uuml;fung die Bildung von Pauschalr&uuml;ckstellungen verlangt und die Pfandkonten (zu Unrecht) als nicht belastbar erachtet worden sind, kann einen solchen Versto&szlig; nicht begr&uuml;nden. Die Verdr&auml;ngung gesetzten Rechts durch den Grundsatz von Treu und Glauben kann nur in besonders gelagerten F&auml;llen in Betracht kommen, in denen das Vertrauen des Steuerpflichtigen in ein bestimmtes Verhalten der Verwaltung nach allgemeinem Rechtsgef&uuml;hl in einem so hohen Ma&szlig; schutzw&uuml;rdig ist, dass demgegen&uuml;ber die Grunds&auml;tze der Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen (BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Oktober 2010 V&nbsp;R&nbsp;17\/09, BFH\/NV 2011, 865; vom 13.&nbsp;Dezember 2011 II&nbsp;R&nbsp;26\/10, BFHE 236, 212, BFH\/NV 2012, 537; vom 23.&nbsp;Februar 2012 IV&nbsp;R&nbsp;13\/08, BFH\/NV 2012, 1112). Eine solche Schutzw&uuml;rdigkeit scheidet grunds&auml;tzlich von vornherein aus, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; die Vorgehensweise der Finanzverwaltung zu f&uuml;r den Steuerpflichtigen vorteilhaften Folgen f&uuml;hrt. Die vom FA passivierten Verbindlichkeiten f&uuml;r Pfandr&uuml;ckzahlungen &uuml;berschritten die von der Kl&auml;gerin passivierten R&uuml;ckstellungen bei Weitem und f&uuml;hrten insoweit zu einer f&uuml;r die Kl&auml;gerin vorteilhaften Gewinnminderung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Hinsichtlich der zu passivierenden Verbindlichkeiten wegen der R&uuml;ckzahlung von Pfandbetr&auml;gen f&uuml;r das Individualleergut wird das FG zu ermitteln haben, ob die Pfandverbindlichkeiten aufgrund Bruch oder Schwund zu mindern sind. Hierbei wird das FG zu ber&uuml;cksichtigen haben, dass ein Absinken der Bewertung unter den Nennwert (vgl. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG 1997\/2002) nur dann m&ouml;glich ist, wenn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Inanspruchnahme ausscheidet (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;November 1988 VIII&nbsp;R&nbsp;62\/85, BFHE 155, 322, BStBl II 1989, 359; Senatsurteil vom 27.&nbsp;M&auml;rz 1996 I&nbsp;R&nbsp;3\/95, BFHE 180, 155, BStBl II 1996, 470; Bl&uuml;mich\/Ehmcke, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;952; Kiesel\/G&ouml;rner in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;1140; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;312). In welchem Umfang dies der Fall ist, darf ggf. sch&auml;tzweise aus den Erfahrungen der Vergangenheit abgeleitet werden (Senatsurteil in BFHE 180, 155, BStBl II 1996, 470; Bl&uuml;mich\/Buciek, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;759a); jedoch ist der Grundsatz vorsichtiger Bewertung zu beachten (BFH-Urteil in BFHE 155, 322, 329, BStBl II 1989, 359). Handelt es sich bei dem zu passivierenden Betrag &#8211;wie im Streitfall&#8211; um einen Gesamtbetrag gleichartiger oder ann&auml;hernd gleichwertiger Verpflichtungen, so ist eine Sch&auml;tzung des Teils der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu erf&uuml;llenden Forderungen geboten. Der auch in der Steuerbilanz zu beachtende Grundsatz der Einzelbewertung hat insoweit hinter der Forderung nach einem zutreffenden Ausweis der Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse des Kaufmannes zur&uuml;ckzutreten (vgl. Senatsurteile vom 12.&nbsp;Dezember 1990 I&nbsp;R&nbsp;153\/86, BFHE 163, 146, BStBl II 1991, 479; in BFHE 180, 155, BStBl II 1996, 470). Die erforderliche Prognose ist aus der Sicht der betreffenden Bilanzstichtage vorzunehmen; die bis zur Bilanzerstellung eintretenden Verh&auml;ltnisse k&ouml;nnen erhellend herangezogen werden (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;September 1995 X&nbsp;R&nbsp;225\/93, BFHE 178, 434, BStBl II 1997, 320).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FA kann eine Minderung wegen Bruch oder Schwund nicht von vornherein mit der Begr&uuml;ndung abgelehnt werden, die Kl&auml;gerin nehme das Leergut nur palettenweise zur&uuml;ck. Selbst wenn dies zutreffend ist, bedeutet das nicht, dass grunds&auml;tzlich auch Pfand f&uuml;r Schwund oder Bruch gezahlt wird. Denn die Kl&auml;gerin zahlt nur f&uuml;r das tats&auml;chlich zur&uuml;ckgegebene Leergut Pfand zur&uuml;ck, und es kann seitens des erkennenden Senats anhand der Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end beurteilt werden, ob die Kl&auml;gerin auch tats&auml;chlich alle Paletten mit Leergut zur&uuml;ckerh&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Entsprechendes wird das FG f&uuml;r die Bewertung der Verbindlichkeit hinsichtlich der Pfandr&uuml;ckzahlungen f&uuml;r die R&uuml;ckgabe des Brunneneinheitsleerguts zu untersuchen haben. Dar&uuml;ber hinaus wird es aber hinsichtlich dieses Leerguts auch ermitteln m&uuml;ssen, ob und in welchem Ma&szlig;e eine weiter gehende Minderung der Verbindlichkeit notwendig ist, weil die Kl&auml;gerin mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an den Bilanzstichtagen davon ausgehen musste, dass Brunneneinheitsleergut nicht mehr an sie zur&uuml;ckgegeben w&uuml;rde, weil die Kunden aufgrund des Mehrwegpools das Leergut schuldbefreiend auch an andere Poolmitglieder zur&uuml;ckgeben konnten. Insbesondere der Umstand, dass es bei der Kl&auml;gerin zu Mehr- und Minderr&uuml;cknahmen kam, deutet darauf hin, dass das Leergut nicht immer an das Poolmitglied zur&uuml;ckgelangte, das zuvor die Getr&auml;nke an die H&auml;ndler verkauft hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der vom FA vertretenen Auffassung entspricht die H&ouml;he der Minderung nicht der H&ouml;he der nicht aktivierungsf&auml;higen Mehrr&uuml;cknahmen. Mehr- und Minderr&uuml;cknahmen stehen nicht in einem entsprechenden stetigen Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis. Den Feststellungen des FG entspricht es nicht, dass die Kl&auml;gerin die Leergutstr&ouml;me so gezielt gesteuert hat, dass sie nur in H&ouml;he der Minderr&uuml;cknahmen von anderen Kunden Mehrr&uuml;cknahmen entgegengenommen hat. Ungeachtet der mit einer zielgenauen Steuerung verbundenen tats&auml;chlichen Schwierigkeiten bestand in den Streitjahren wegen der stetig steigenden Abf&uuml;llzahlen und der ggf. bestehenden M&ouml;glichkeit zu Drittsortierungen unabh&auml;ngig von Minderr&uuml;cknahmen ein Interesse der Kl&auml;gerin zur Entgegennahme von Mehrr&uuml;cknahmen. Dies schl&auml;gt sich auch in den Pfandsalden der Streitjahre wieder. Zum 31.&nbsp;Dezember 2000 und 31.&nbsp;Dezember 2001 stiegen die Mehrr&uuml;cknahmen st&auml;rker an als die Minderr&uuml;cknahmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die zu passivierenden Verbindlichkeiten f&uuml;r Pfandr&uuml;ckzahlungen an die Kunden bei R&uuml;ckgabe des Individual- und Brunneneinheitsleerguts sind nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;c EStG 1997\/2002 um k&uuml;nftige Vorteile &#8211;n&auml;mlich die zu vereinnahmenden Pfandgelder bei Verkauf von Vollgut&#8211; zu mindern. Ausweislich ihres Wortlauts betrifft die Vorschrift ausschlie&szlig;lich die Bewertung von R&uuml;ckstellungen, nicht aber &#8211;wie im Streitfall&#8211; einer Verbindlichkeit. Die blo&szlig;e Ungewissheit, ob die Kl&auml;gerin &#8211;trotz unstreitig bestehender Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber ihren Kunden&#8211; das komplette Pfandgeld zur&uuml;ckzahlen muss, rechtfertigt allein nicht den Ausweis einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r der H&ouml;he nach ungewisse Verbindlichkeiten (so bereits BFH-Urteil in BFHE 155, 322, BStBl II 1989, 359; Lambrecht, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;D&nbsp;60; f&uuml;r den Ausweis einer R&uuml;ckstellung hingegen FG M&uuml;nster, Urteil vom 31.&nbsp;Juli 1967 IIa&nbsp;217-220\/62, EFG 1968, 118; BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 715; Gail\/D&uuml;ll\/Schubert, GmbH-Rundschau 1995, 765, 770; Jakob\/Kobor, DStR 2004, 1596, 1598; Klein, DStR 2010, 712, 716; St&ouml;cker in Korn, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;277.75 &quot;Pfandgeld&quot;; Kozikowski\/Schubert in Beck Bil-Komm., a.a.O., &sect;&nbsp;249 Rz&nbsp;100 &quot;Leergut&quot;; L&uuml;denbach, StuB 2009, 434; R&auml;tke, StuB 2010, 178, 180; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;550 &quot;Leergut&quot;). Soweit dem Senatsurteil in BFHE 226, 342, BStBl II 2010, 232, etwas anderes entnommen werden kann, wird dies in der hier vorgenommenen Weise klargestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Streitkomplex: Minderung der Pfandr&uuml;ckzahlungsforderung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht ist das FG schlie&szlig;lich davon ausgegangen, dass die gegen&uuml;ber den Getr&auml;nkeherstellern ausgewiesene Forderung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR zum 31.&nbsp;Dezember 2002 nicht gemindert werden durfte. Das FG wird im zweiten Rechtsgang festzustellen haben, in welchem Umfang diese Forderung sowie die in den anderen Streitjahren bilanzierten Forderungen gegen die Getr&auml;nkehersteller zu mindern sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zwar ist das FG im Grundsatz zutreffend davon ausgegangen, dass die Forderungen zum 31.&nbsp;Dezember 2002 nicht mit der Begr&uuml;ndung um &#8230;&nbsp;EUR gemindert werden durften, dass wegen der Umstellung auf die pauschale Ermittlung der Pfandr&uuml;ckstellungen auf Basis einer Umschlagsh&auml;ufigkeit kein Raum f&uuml;r einen weiteren Bilanzausweis der Pfandforderungen mehr bestanden hat. Dies folgt bereits daraus, dass mit der von der Kl&auml;gerin gebildeten R&uuml;ckstellung nur pauschal ermittelt wird, in welchem Umfang Leergut noch nicht an die Kl&auml;gerin zur&uuml;ckgegeben worden ist, jedoch keine Aussage dazu getroffen wird, in welcher H&ouml;he Forderungen der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber ihren Lieferanten wegen der R&uuml;ckgabe von Leergut bestanden haben. Dar&uuml;ber hinaus betrifft die Pauschalr&uuml;ckstellung allein den Gesch&auml;ftsbereich der Kl&auml;gerin als Abf&uuml;llbetrieb; ihre T&auml;tigkeit als Getr&auml;nkeh&auml;ndlerin ist hiervon nicht betroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Forderung zum 31.&nbsp;Dezember 2002 wie auch die in den anderen Streitjahren gegen&uuml;ber den Getr&auml;nkeherstellern bilanzierten Forderungen sind in den Streitjahren gleichwohl nicht in der bisherigen H&ouml;he zu aktivieren. Sind die Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber den Kunden u.a. in der H&ouml;he zu mindern, in der sie auf das Einheitsleergut entfallen, gilt Entsprechendes auch f&uuml;r die Forderungen gegen&uuml;ber den Getr&auml;nkeh&auml;ndlern, von denen die Kl&auml;gerin das Einheitsleergut bezogen hat. Insoweit verst&ouml;&szlig;t die Aktivierung einer Forderung &#8211;wie spiegelbildlich die Passivierung einer Verbindlichkeit gegen&uuml;ber den eigenen Kunden&#8211; gegen das Verbot der Bilanzierung schwebender Gesch&auml;fte. Hinsichtlich des Einheitsleerguts ist der Vertrag zwischen der Kl&auml;gerin und dem jeweiligen Getr&auml;nkehersteller auf einen gegenseitigen Leistungsaustausch gerichtet, weil die Kl&auml;gerin gegen Erhalt des Pfandbetrags das Eigentum an dem Einheitsleergut auf den Getr&auml;nkehersteller zur&uuml;ck zu &uuml;bertragen hatte (vgl. hierzu Senatsurteil in BFHE 226, 342, BStBl II 2010, 232).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit an den Bilanzstichtagen ein Hofbestand an Einheitsleergut vorhanden war, der noch nicht an die Getr&auml;nkehersteller zur&uuml;ckgegeben worden war, hat die Kl&auml;gerin in H&ouml;he der gezahlten Pfandbetr&auml;ge Anschaffungskosten f&uuml;r Umlaufverm&ouml;gen zu aktivieren (Senatsurteil in BFHE 226, 342, BStBl II 2010, 232).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.1.2013, I R 33\/11 Bilanzsteuerrechtliche Behandlung von Pfandgeldern bei einem Mineralbrunnenbetrieb &#8211; Kein Vollzugsdefizit wegen &quot;faktischer Unm&ouml;glichkeit&quot; &#8211; Ermittlung der Miteigentumsquote am Leergut-Pool Leits&auml;tze 1. Nehmen Teilnehmer eines Mehrwegsystems mit Brunneneinheitsflaschen und -k&auml;sten mehr Leergut von ihren Kunden zur&uuml;ck als sie mit dem Vollgut zuvor an diese ausgegeben hatten (sog. Mehrr&uuml;cknahmen), sind &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-33-11-bilanzsteuerrechtliche-behandlung-von-pfandgeldern-bei-einem-mineralbrunnenbetrieb-kein-vollzugsdefizit-wegen-faktischer-unmoeglichkeit-ermittlung-der-miteigentumsquote-am-leergut-pool\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;33\/11 &#8211; Bilanzsteuerrechtliche Behandlung von Pfandgeldern bei einem Mineralbrunnenbetrieb &#8211; Kein Vollzugsdefizit wegen &quot;faktischer Unm&ouml;glichkeit&quot; &#8211; Ermittlung der Miteigentumsquote am Leergut-Pool<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-41378","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41378","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41378"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41378\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41378"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41378"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41378"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}