{"id":41383,"date":"2013-05-22T10:35:05","date_gmt":"2013-05-22T08:35:05","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=41383"},"modified":"2013-05-22T10:35:05","modified_gmt":"2013-05-22T08:35:05","slug":"v-s-27-12-pkh-anspruch-auf-hinzuziehung-eines-dolmetschers-bindungswirkung-eines-verweisungsbeschlusses-besetzungsruege-befangenheit-eines-richters-anwendbarkeit-von-par-145-fgo-im-nichtzulassungsbesc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-s-27-12-pkh-anspruch-auf-hinzuziehung-eines-dolmetschers-bindungswirkung-eines-verweisungsbeschlusses-besetzungsruege-befangenheit-eines-richters-anwendbarkeit-von-par-145-fgo-im-nichtzulassungsbesc\/","title":{"rendered":"V&nbsp;S&nbsp;27\/12&nbsp;(PKH) &#8211; Anspruch auf Hinzuziehung eines Dolmetschers &#8211; Bindungswirkung eines Verweisungsbeschlusses &#8211; Besetzungsr&uuml;ge &#8211; Befangenheit eines Richters &#8211; Anwendbarkeit von &sect; 145 FGO im Nichtzulassungsbeschwerde-Verfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.1.2013, V S 27\/12 (PKH)<\/p>\n<p class=\"titel\">Anspruch auf Hinzuziehung eines Dolmetschers &#8211; Bindungswirkung eines Verweisungsbeschlusses &#8211; Besetzungsr&uuml;ge &#8211; Befangenheit eines Richters &#8211; Anwendbarkeit von &sect; 145 FGO im Nichtzulassungsbeschwerde-Verfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Antragsteller (Antragsteller) ist f&uuml;r seine beiden Kinder A und B, die mit ihm und seiner Ehefrau in einem gemeinsamen Haushalt leben, als deren Betreuer bestellt. Er und seine Frau bezogen von der Arbeitsgemeinschaft &#8211;Integration, Besch&auml;ftigung, soziale Sicherung&#8211; (Arge) Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts (Arbeitslosengeld &#8211;ALG&#8211; II) nach &sect;&nbsp;19 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch. Das Kindergeld f&uuml;r die Tochter A, das die Beklagte (Familienkasse) dem Antragsteller als dem Kindergeldberechtigten auszahlte, rechnete die Arge als Einkommen des Antragstellers auf das ALG&nbsp;II an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Vermeidung der Anrechnung des Kindergeldes auf das ALG&nbsp;II beantragte der Antragsteller mit Schreiben vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2010, das Kindergeld f&uuml;r A auf deren eigenes Konto bei der Sparkasse X zu &uuml;berweisen. Die Familienkasse teilte dem Antragsteller mit Schreiben vom 6.&nbsp;April 2010 mit, dass das gesamte Kindergeld (das Kindergeld f&uuml;r A und B) grunds&auml;tzlich nur auf ein Konto &uuml;berwiesen werden d&uuml;rfe. Nur bei Verletzung der Unterhaltspflicht durch den Kindergeldberechtigten sei die Zahlung des Kindergeldes f&uuml;r ein Kind an einen Dritten m&ouml;glich. Falls er selbst eine &Auml;nderung der Kontoverbindung w&uuml;nsche, solle er dies mitteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den gegen das Schreiben vom 6.&nbsp;April 2010 erhobenen Einspruch wies die Familienkasse als unzul&auml;ssig zur&uuml;ck (Einspruchsentscheidung vom 13.&nbsp;April 2010). Gleiches gilt f&uuml;r den gegen diese Einspruchsentscheidung erhobenen Einspruch (Einspruchsentscheidung vom 23.&nbsp;April 2010).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 29.&nbsp;April 2010 erhob der Antragsteller beim Sozialgericht X &quot;Klage gegen die Einspruchsentscheidung vom 13. und 23.04.2010 &#8230;&quot;. Nachdem das Sozialgericht den Antragsteller auf die Unzust&auml;ndigkeit des Sozialgerichts f&uuml;r seine Klage hingewiesen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben hatte, verwies es mit Beschluss vom 17.&nbsp;Juni 2010 den Rechtsstreit an das S&auml;chsische Finanzgericht (FG). Die hiergegen erhobene Beschwerde blieb erfolglos (Beschluss des S&auml;chsischen Landessozialgerichts vom 30.&nbsp;August 2010 L&nbsp;6&nbsp;SV&nbsp;5\/10&nbsp;B).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse zweigte ab April 2011 das Kindergeld f&uuml;r A ab (Verf&uuml;gung vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2011).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren vertrat der Antragsteller die Auffassung, er habe keine Klage beim FG erhoben und sei daher nicht Beteiligter dieses Rechtsstreits. Das Sozialgericht h&auml;tte ihm die Klage &quot;zur&uuml;ckgeben&quot; m&uuml;ssen, weil es allein seine Entscheidung sei, bei welchem Gericht er Klage erheben wolle. Weil er den Begriff &quot;verweisen&quot; irrt&uuml;mlich als &quot;empfehlen&quot; verstanden habe, habe er, nachdem seine Beschwerde gegen den Verweisungsbeschluss ohne Erfolg geblieben sei, gegen den Beschluss des Landessozialgerichts keine Beschwerde beim Bundessozialgericht (BSG) und beim Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte erhoben. Die &Uuml;bersendung der Akten an das FG stelle eine Verletzung der Menschenrechte dar; das Verfahren werde nur gef&uuml;hrt, weil die Familienkasse seinen Antr&auml;gen nicht gefolgt sei. Nachdem die Familienkasse seinen Antr&auml;gen (f&uuml;r A mit Verf&uuml;gung vom 30.&nbsp;Mai 2011) jedoch inzwischen entsprochen habe, sei die Angelegenheit erledigt, die Sache beendet und die Kosten seien der Familienkasse aufzuerlegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies durch den Vorsitzenden Richter am FG Z nach &sect;&nbsp;79a Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) mit Gerichtsbescheid vom 26.&nbsp;M&auml;rz 2012 die Klage ab. Hiergegen wandte sich der Antragsteller mit Schreiben vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2012.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem am 5.&nbsp;April 2012 beim FG eingegangenen Schreiben beantragte der Antragsteller Prozesskostenhilfe (PKH) mit der Begr&uuml;ndung, er habe keine Klage erhoben, er verstehe Deutsch schlecht und &uuml;bersetze alle seine Schreiben mit Hilfe eines &Uuml;bersetzungsprogrammes. Au&szlig;erdem erhob er &quot;Beschwerde&quot; gegen die Willk&uuml;r des Vorsitzenden Richters Z am FG. Das FG lud den Antragsteller am 4.&nbsp;Juli 2012 und einen Dolmetscher am 10.&nbsp;Juli 2012 zur m&uuml;ndlichen Verhandlung auf den 8.&nbsp;August 2012.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 7.&nbsp;August 2012 lehnte der Antragsteller den Vorsitzenden Richter am FG Z, dem das Verfahren mit Beschluss vom 3.&nbsp;April 2012 gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1, 6 Abs.&nbsp;1 FGO als Einzelrichter &uuml;bertragen worden war, ab. Dieser habe als Kr&auml;nkung nicht vergessen, dass er, der Antragsteller, ihn bereits im Verfahren 1&nbsp;K&nbsp;1551\/09&nbsp;(Kg) abgelehnt habe. Z habe f&uuml;r die m&uuml;ndliche Verhandlung keinen Dolmetscher geladen, obwohl Frau C, eine f&uuml;r aserbaidschanische und russische Sprachen &ouml;ffentlich bestellte und allgemein beeidigte Dolmetscherin, auf seine Anfrage schriftlich versichert habe, dass er ihrem &quot;Eindruck nach der deutschen Sprache nicht m&auml;chtig und unzureichend&quot; sei und sie schon bei mehreren Gerichtsprozessen als seine Dolmetscherin berufen worden sei. Dieses Schreiben (vom 17.&nbsp;Juli 2012) sei dem FG bekannt. Auch habe Z mit Beschluss vom 16.&nbsp;Juli 2012 den Antrag auf PKH abgelehnt, weil er, der Antragsteller, keine Chance auf den Erfolg habe. Au&szlig;erdem habe Z im PKH-Beschluss zu Unrecht auf &sect;&nbsp;17a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) hingewiesen, obwohl nach &sect;&nbsp;17a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 GVG der Antragsteller das Gericht ausw&auml;hlen k&ouml;nne; er, der Antragsteller, wolle seine Rechte nur im kostenlosen Verfahren der Sozialgerichtsbarkeit verfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG teilte dem Antragsteller am Tag vor der m&uuml;ndlichen Verhandlung per e-mail mit, der Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung am 8.&nbsp;August 2012 werde nicht verschoben, weil ein Dolmetscher anwesend sein werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beschluss vom 7.&nbsp;August 2012 wies das FG in der Senatsbesetzung ohne den Vorsitzenden Richter Z das Ablehnungsgesuch zur&uuml;ck. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es aus, ein Dolmetscher f&uuml;r die m&uuml;ndliche Verhandlung sei bestellt worden und dies dem Antragsteller mitgeteilt worden. Die Vorbefassung eines Richters in einem anderen Verfahren desselben Beteiligten rechtfertige keine Ablehnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage aufgrund der m&uuml;ndlichen Verhandlung, zu der neben dem Antragsteller auch der geladene Dolmetscher erschienen war, mit Urteil vom 8.&nbsp;August 2012 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der in der m&uuml;ndlichen Verhandlung gestellte Antrag des Antragstellers, er sei nicht Beteiligter geworden, sei nicht als Klager&uuml;cknahme auszulegen. Zwar habe der Antragsteller vorgetragen, die Familienkasse habe seinen Antr&auml;gen entsprochen; damit sei die Angelegenheit erledigt und sollte beendet und die Kosten der Familienkasse auferlegt werden. Nachdem der Antragsteller zuvor keine R&uuml;cknahme erkl&auml;rt und es ihm nunmehr nur darum gehe, keine Gerichtskosten bezahlen zu m&uuml;ssen, weil er nicht Beteiligter des Verfahrens geworden sei, sei sein Antrag als Feststellungsantrag auszulegen. Dieser habe jedoch schon deshalb keinen Erfolg, weil der Antragsteller Klage beim Sozialgericht gegen die Familienkasse erhoben habe und deshalb Beteiligter dieses Verfahrens gewesen und nach Verweisung an das FG auch geblieben sei. An diesen Verweisungsbeschluss sei das FG nach &sect;&nbsp;17a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 GVG gebunden, wie bereits das Landessozialgericht im Beschluss vom 30.&nbsp;August 2011&nbsp;&nbsp;L&nbsp;6&nbsp;SV&nbsp;5\/10&nbsp;B best&auml;tigt habe. Ob eine Feststellungsklage mit dem Antrag des Antragstellers &uuml;berhaupt zul&auml;ssig sei, k&ouml;nne offen bleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen habe sich entgegen der Auffassung des Antragstellers auch der urspr&uuml;ngliche Klageantrag (&Uuml;berweisung des Kindergeldes auf ein Konto der Tochter A) nicht in der Hauptsache erledigt. Der Antragsteller habe mit diesem Antrag erreichen wollen, dass das Kindergeld f&uuml;r A weder auf sein ALG&nbsp;II noch auf die Grundsicherungsleistungen f&uuml;r A angerechnet werde. Auch eine Abzweigung des Kindergeldes nach &sect;&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 3 des Einkommensteuergesetzes habe jedoch zur Folge, dass das Kindergeld f&uuml;r A auf die Grundsicherung f&uuml;r A anzurechnen sei (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11.&nbsp;August 2010 III&nbsp;S&nbsp;19\/10 (PKH), BFH\/NV 2010, 2064, und BSG-Urteil vom 8.&nbsp;Februar 2007 B&nbsp;9b&nbsp;SO&nbsp;5\/06&nbsp;R, BSGE 98, 121). Da dies seinem Anliegen, eine Anrechnung des Kindergeldes f&uuml;r A auf andere Leistungen zu vermeiden, nicht entspreche, habe sich durch die Abzweigung des Kindergeldes f&uuml;r A ab April 2011 auch sein urspr&uuml;nglicher Klageantrag nicht erledigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller beantragt nunmehr, ihm f&uuml;r eine Beschwerde gegen das Urteil des FG PKH zu gew&auml;hren. Zur Begr&uuml;ndung tr&auml;gt er im Wesentlichen vor, seinem Anliegen, dass das Kindergeld f&uuml;r die beiden schwerbehinderten Kinder direkt auf deren Konto &uuml;berwiesen werde, habe die Familienkasse bereits am 11. und 30.&nbsp;M&auml;rz 2011 Rechnung getragen. Er sei daher Sieger in dieser Sache. Er habe kein Geld und nach &sect;&nbsp;64 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;5 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch sei das Verfahren kostenfrei. Im Urteil des FG seien ihm durch den Einzelrichter, Vorsitzenden Richter am FG Z, rechtswidrig und willk&uuml;rlich Kosten auferlegt worden. Dies stehe im Widerspruch zur europ&auml;ischen Konvention und zur Konvention f&uuml;r Behinderte, die Deutschland auch unterzeichnet habe, und versto&szlig;e gegen &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;121 Abs.&nbsp;1 der Zivilprozessordnung (ZPO). Ungesetzlich und willk&uuml;rlich sei auch der Beschluss vom 7.&nbsp;August 2012 durch die drei Richter des FG sowie der ungesetzliche Beschluss des Vorsitzenden Richters am FG Z vom 16.&nbsp;Juli 2012, mit dem ihm PKH abgelehnt worden sei. Nachdem ihm Z einen Dolmetscher gestellt habe &#8211;viel zu sp&auml;t, weil er ihm eine Frist bis 11:00&nbsp;Uhr gesetzt habe und dieser erst nach vier Stunden und 36 Minuten und 45 Sekunden die Bestellung best&auml;tigt habe&#8211;, sei der PKH ablehnende Beschluss annulliert worden. Bereits am 10.&nbsp;August 2012 seien ihm das Urteil, das Protokoll sowie der Beschluss &uuml;ber die Ablehnung zusammen zugesandt worden. Seiner Meinung nach sei das Urteil bereits fertig gewesen. Der von ihm als Anlage zur m&uuml;ndlichen Verhandlung (Anlage&nbsp;8) mitgebrachte Schriftsatz in russischer Sprache sei nicht in einer schriftlichen &Uuml;bersetzung mit dem Protokoll &uuml;bersandt worden. Der Richter habe dessen &Uuml;bersetzung nur angeh&ouml;rt und zu seinen darin gestellten Fragen an die Familienkasse bemerkt, auf diese Fragen sei sp&auml;ter einzugehen. Diese wichtigen Fragen an die Familienkasse seien nicht beantwortet worden. Er habe einen Anspruch, einen Dolmetscher zwei Wochen vor der m&uuml;ndlichen Verhandlung zu bekommen. Auch sei der Tatbestand des Urteils falsch, wenn er dort nur als Vater und nicht als der gesetzlich bestellte Betreuer bezeichnet worden sei. &sect;&nbsp;119 FGO sei nicht beachtet worden, weil sein Ablehnungsgesuch zu Unrecht abgelehnt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Sozialgericht habe &#8211;ebenso wie das Landessozialgericht bei der Entscheidung &uuml;ber seine Beschwerde&#8211; ohne eine m&uuml;ndliche Verhandlung entschieden und ihm keinen Dolmetscher gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Antrag ist zul&auml;ssig, hat aber in der Sache keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der vom Antragsteller pers&ouml;nlich gestellte Antrag auf PKH f&uuml;r eine noch zu erhebende Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil des S&auml;chsischen FG vom 8.&nbsp;August 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1544\/10&nbsp;(Kg) ist zul&auml;ssig, weil f&uuml;r den Antrag ungeachtet der Regelung des &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;4 FGO kein Vertretungszwang besteht (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;Januar 2012 X&nbsp;S&nbsp;27\/11 (PKH), BFH\/NV 2012, 758; vom 26.&nbsp;Januar 2012 V&nbsp;S&nbsp;29\/11 (PKH), BFH\/NV 2012, 763).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Voraussetzungen f&uuml;r die Gew&auml;hrung von PKH liegen mangels Erfolgsaussicht nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;142 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;114 ZPO ist einem Beteiligten, der au&szlig;er Stande ist, ohne Beeintr&auml;chtigung des f&uuml;r ihn und seine Familie notwendigen Unterhalts die Prozesskosten zu bestreiten, PKH zu bewilligen, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint. Auch die Beiordnung eines Rechtsanwalts (&sect;&nbsp;142 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;121 ZPO) ist nur m&ouml;glich, wenn die Voraussetzungen f&uuml;r eine Bewilligung der PKH nach &sect;&nbsp;142 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;114 ZPO vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Erfolg einer Nichtzulassungsbeschwerde, f&uuml;r deren Durchf&uuml;hrung der Antragsteller PKH begehrt, h&auml;ngt davon ab, ob ein Zulassungsgrund i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nrn.&nbsp;1 bis 3 FGO gegeben ist, d.h. ob die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO), die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH erfordert (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO) oder das Urteil des FG auf einem Verfahrensmangel beruhen k&ouml;nnte (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Wird PKH f&uuml;r eine noch zu erhebende Nichtzulassungsbeschwerde beantragt, muss daher eine gewisse Wahrscheinlichkeit f&uuml;r das Vorliegen eines Zulassungsgrundes i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die hinreichende Aussicht auf Erfolg fehlt nicht schon deshalb, weil die Nichtzulassungsbeschwerde nicht innerhalb der Frist des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO durch eine vor dem BFH vertretungsberechtigte Person oder Gesellschaft i.S. von &sect;&nbsp;62 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO erhoben worden ist. Einem Beteiligten, der wegen Mittellosigkeit nicht in der Lage ist, ein Rechtsmittel, das dem Vertretungszwang unterliegt, innerhalb der Rechtsmittelfrist wirksam zu erheben, kann Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;56 FGO gew&auml;hrt werden, wenn er innerhalb dieser Frist alle Voraussetzungen f&uuml;r die Bewilligung der PKH zur Einlegung des Rechtsmittels schafft, d.h. mit seinem Antrag die Erkl&auml;rung &uuml;ber seine pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse in der gebotenen Form (&sect;&nbsp;117 ZPO) beim Rechtsmittelgericht einreicht (z.B. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 763, m.w.N.) und zumindest in laienhafter Weise Anhaltspunkte f&uuml;r einen Zulassungsgrund darlegt (BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;August 2009 V&nbsp;S&nbsp;16\/09 (PKH), Zeitschrift f&uuml;r Steuern &#038; Recht 2009, R-1088, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei der gebotenen, aber auch ausreichenden summarischen Pr&uuml;fung des Vortrags des Antragstellers, des Inhalts der vorliegenden Akten und des beanstandeten FG-Urteils ist jedoch kein Grund i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 bis 3 FGO zu erkennen, der eine Zulassung der Revision rechtfertigen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ohne Erfolg r&uuml;gt der Antragsteller Verfahrensfehler (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO) in Bezug auf die Bestellung eines Dolmetschers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Hinzuziehung eines Dolmetschers ist nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;185 GVG erforderlich, wenn unter Beteiligung einer Person verhandelt wird, die der deutschen Sprache nicht m&auml;chtig ist. Ein fremdsprachiger Beteiligter soll die ihn betreffenden Verfahrensvorg&auml;nge verstehen und sich in der Verhandlung verst&auml;ndlich machen k&ouml;nnen. Der Mitwirkung eines Dolmetschers bedarf es folglich nicht, wenn ein Beteiligter die deutsche Sprache zwar nicht beherrscht, sie aber in einem die Verst&auml;ndigung mit ihm in der m&uuml;ndlichen Verhandlung erm&ouml;glichenden Ma&szlig;e spricht und versteht (BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2010, 2064; vom 29.&nbsp;Februar 2000 V&nbsp;B&nbsp;18\/99, BFH\/NV 2000, 983; Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 11.&nbsp;September 1990&nbsp;&nbsp;1&nbsp;CB&nbsp;6\/90, Neue Juristische Wochenschrift 1990, 3102). &Uuml;ber die Zuziehung eines Dolmetschers entscheidet das FG nach pflichtgem&auml;&szlig;em Ermessen (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2010, 2064, m.w.N.). Allein der Umstand, dass ein zu fr&uuml;heren Verfahren hinzugezogener Dolmetscher eine Hinzuziehung bef&uuml;rwortet, pr&auml;judiziert dessen Entscheidung nicht. Im Streitfall hat das FG f&uuml;r die m&uuml;ndliche Verhandlung zudem einen Dolmetscher bestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Anspruch auf Bestellung eines Dolmetschers besteht jedoch entgegen der Ansicht des Antragstellers weder zur Vorbereitung der m&uuml;ndlichen Verhandlung noch zum Zweck der &Uuml;berpr&uuml;fung von Entscheidungen eines Gerichts au&szlig;erhalb der m&uuml;ndlichen Verhandlung. Dass das Sozialgericht und das Landessozialgericht bei den au&szlig;erhalb einer m&uuml;ndlichen Verhandlung getroffenen Entscheidungen dem Antragsteller keinen Dolmetscher gestellt haben, rechtfertigt daher schon deshalb keine Zulassung der Revision wegen eines Verfahrensfehlers. Auch besteht kein Rechtsanspruch auf eine schriftliche &Uuml;bersetzung. Keinen Anspruch hat ein Beteiligter auf einen bestimmten Zeitpunkt f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Bestellung eines Dolmetschers. Gegenteiliges ergibt sich nicht aus der Europ&auml;ischen Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten. Auch f&uuml;r einen Anspruch aus einer &quot;Konvention zum Schutz Behinderter&quot; auf Bestellung eines Dolmetschers zur Vorbereitung auf Gerichtsverhandlungen ergeben sich keine Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit der Antragsteller die sachliche Unzust&auml;ndigkeit des FG r&uuml;gt, ergibt sich hieraus kein Verfahrensmangel des angefochtenen Urteils i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Verweisungsbeschluss ist f&uuml;r das Gericht, an das der Rechtsstreit verwiesen worden ist, bindend (&sect;&nbsp;70 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;17a Abs.&nbsp;1 GVG). Auch sachlich fehlerhafte Verweisungsbeschl&uuml;sse binden das angewiesene Gericht und erlauben grunds&auml;tzlich keine weitere &Uuml;berpr&uuml;fung (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Dezember 2004 VI&nbsp;S&nbsp;7\/03, BFHE 209, 1, BStBl II 2005, 573; Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 13.&nbsp;November 2001 X&nbsp;ARZ&nbsp;266\/01, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 2002, 713). Einem Verweisungsbeschluss kommt ausnahmsweise nur dann keine Bindungswirkung zu, wenn er offensichtlich unhaltbar und sich in willk&uuml;rlicher Weise von dem verfassungsrechtlichen Grundsatz des gesetzlichen Richters (Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) entfernt (BFH-Beschl&uuml;sse vom 27.&nbsp;September 2009 X&nbsp;S&nbsp;42\/08, BFH\/NV 2009, 780; vom 19.&nbsp;Mai 2008 V&nbsp;B&nbsp;29\/07, BFH\/NV 2008, 1501, und in BFHE 209, 1, BStBl II 2005, 573).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen liegen offensichtlich nicht vor. Das Sozialgericht hat den Antragsteller &#8211;entgegen seiner Behauptung&#8211; am 14.&nbsp;Mai 2010 auf seine Unzust&auml;ndigkeit hingewiesen und ihm Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Im &Uuml;brigen wird zur zutreffenden Beurteilung der Zust&auml;ndigkeit des FG f&uuml;r die Klage des Antragstellers zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Gr&uuml;nde in dem gegen&uuml;ber dem Antragsteller ergangenen Beschluss des Landessozialgerichts vom 30.&nbsp;August 2010 L&nbsp;6&nbsp;SV&nbsp;5\/10&nbsp;B verwiesen, die der beschlie&szlig;ende Senat teilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Wahl zwischen mehreren Gerichten nach &sect;&nbsp;17a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 GVG ist &#8211;was der Antragsteller verkennt&#8211; nur zul&auml;ssig, wenn mehrere Gerichte zust&auml;ndig sind. Dies ist vorliegend nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch soweit der Antragsteller geltend macht, ein befangener Richter (Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GG, &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;1 FGO), habe das Urteil gef&auml;llt, rechtfertigt sein Vortrag nicht die Annahme, eine einzulegende Beschwerde werde Erfolg haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Besetzungsmangel i.S. des &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;1 FGO liegt nur vor, wenn an der Entscheidung ein zwar erfolglos wegen Befangenheit abgelehnter Richter mitgewirkt hat, die Zur&uuml;ckweisung des Ablehnungsgesuchs aber willk&uuml;rlich war (BFH-Beschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;Mai 2012 VIII&nbsp;B&nbsp;155\/11, BFH\/NV 2012, 1610; vom 11.&nbsp;Mai 2010 X&nbsp;B&nbsp;192,&nbsp;193\/08, BFH\/NV 2010, 1645; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;119 Rz&nbsp;9, m.w.N.). Eine vermeintlich oder tats&auml;chlich rechtsfehlerhafte Entscheidung rechtfertigt f&uuml;r sich genommen die Besorgnis der Befangenheit nicht (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2007&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1730\/06, nicht amtlich ver&ouml;ffentlicht, unter VI.1.e der Gr&uuml;nde; BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;November 2008 XI&nbsp;B&nbsp;20\/08, BFH\/NV 2009, 945).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Ablehnungsverfahren dient allein dazu, den Beteiligten vor der Mitwirkung eines Richters zu bewahren, an dessen Unparteilichkeit Zweifel begr&uuml;ndet sind. Behauptete Rechtsfehler eines Richters k&ouml;nnen daher nur dann die Besorgnis der Befangenheit rechtfertigen, wenn Gr&uuml;nde dargetan werden, die daf&uuml;r sprechen, dass der Beteiligte bei objektiver und vern&uuml;nftiger Betrachtung davon ausgehen darf, dass Verfahrensfehler auf einer unsachlichen Einstellung des Richters gegen&uuml;ber dem ablehnenden Beteiligten oder auf Willk&uuml;r beruht (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 20.&nbsp;Juni 2012 VII&nbsp;B&nbsp;221\/11, BFH\/NV 2012, 1805; vom 13.&nbsp;Januar 2010 I&nbsp;B&nbsp;83\/09, BFH\/NV 2010, 913, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierf&uuml;r gibt der Vortrag des Antragstellers keinen Anlass. Weder der Umstand, dass der Richter schon in einem anderen Verfahren zuungunsten des Antragstellers entschieden hat, noch dass er in einem anderen Verfahren vom Antragsteller abgelehnt worden war, rechtfertigen allein die Annahme der unsachlichen Einstellung gegen&uuml;ber dem Antragsteller. Gleiches gilt f&uuml;r die &#8211;nach Ansicht des Antragstellers um ca. f&uuml;nf Stunden versp&auml;tete&#8211; Mitteilung &uuml;ber die Bestellung eines Dolmetschers zur m&uuml;ndlichen Verhandlung am Tag vor der m&uuml;ndlichen Verhandlung. Auch soweit der Antragsteller meint, die Entscheidung &uuml;ber seinen PKH-Antrag sei fehlerhaft, rechtfertigt dies allein nicht schon die Besorgnis der Befangenheit, denn ein ausschlie&szlig;lich auf eine beanstandete vorangegangene Entscheidung gest&uuml;tztes Ablehnungsgesuch ist als rechtsmissbr&auml;uchlich anzusehen, wenn sich aus den Einzelheiten der Begr&uuml;ndung und insbesondere aus der Art und Weise der Begr&uuml;ndung der vorangegangenen Entscheidung &#8211;wie hier&#8211; keine Anhaltspunkte daf&uuml;r ergeben, dass die beteiligten Richter voreingenommen sein k&ouml;nnten. Insbesondere erlaubt weder die z&uuml;gige Abfassung eines Urteils im Anschluss an die m&uuml;ndliche Verhandlung noch der Umstand, dass ein in der m&uuml;ndlichen Verhandlung &uuml;berreichter und vom Antragsteller &uuml;bersetzter Schriftsatz nicht zus&auml;tzlich als schriftliche &Uuml;bersetzung dem Protokoll beigef&uuml;gt worden ist, die Annahme der Befangenheit des abgelehnten Richters. Zu Unrecht macht der Antragsteller unter Hinweis auf die Kostenfreiheit im Verfahren vor den Sozialgerichten geltend, ihm h&auml;tten keine Kosten auferlegt werden d&uuml;rfen. Denn Verfahren vor dem FG sind, wie sich ohne Weiteres aus &sect;&sect;&nbsp;135&nbsp;ff. FGO ergibt &#8211;anders als Verfahren vor den Sozialgerichten&#8211; nicht kostenfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Soweit der Antragsteller geltend macht, das FG habe seinen Antrag auf Bewilligung von PKH im Beschluss vom 16.&nbsp;Juli 2012 zu Unrecht abgelehnt, liegt der behauptete Verfahrensmangel nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>PKH-Beschl&uuml;sse sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;128 Abs.&nbsp;2 FGO zwar unanfechtbar. Im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde kann eine Ablehnung des PKH-Antrags jedoch als Verfahrensfehler ber&uuml;cksichtigt werden, wenn das FG den Antrag zu Unrecht abgelehnt hat und dadurch den Antragsteller um die M&ouml;glichkeit gebracht hat, sich durch einen Prozessbevollm&auml;chtigten sachkundig vertreten zu lassen (BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;Oktober 2011 VII&nbsp;S&nbsp;6\/11 (PKH), BFH\/NV 2012, 242, m.w.N.). Eine rechtswidrige Ablehnung der begehrten PKH l&auml;sst sich dem vorliegenden Beschluss des FG &uuml;ber die Ablehnung von PKH jedoch nicht entnehmen. Das FG hat nachvollziehbar begr&uuml;ndet, weshalb die Klage keine Aussicht auf Erfolg hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Auch soweit der Antragsteller meint, das Urteil bed&uuml;rfe einer &Uuml;berpr&uuml;fung, weil sich seiner Auffassung nach durch die Entscheidungen der Familienkasse vom 11. und 30.&nbsp;M&auml;rz 2011 die Sache erledigt habe, ergibt sich daraus kein Anhaltspunkt f&uuml;r einen Zulassungsgrund i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO. Selbst eine &#8211;wie der Antragsteller meint&#8211; fehlerhafte Beurteilung der Frage, ob sich der Rechtsstreit in der Hauptsache erledigt hat, w&uuml;rde als blo&szlig; materiell-rechtlicher Fehler, der nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 FGO gen&uuml;gt, keine Zulassung der Revision rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Auch eine Zulassung der Revision wegen Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r deshalb, weil &#8211;wie der Antragsteller vortr&auml;gt&#8211; das FG sich nicht ausreichend mit den &uuml;berreichten schriftlichen Ausarbeitungen und den darin enthaltenen Fragen befasst habe, kommt nicht in Betracht. Der Vortrag des Antragstellers gibt keinen Anhaltspunkt daf&uuml;r, dass das FG &#8211;ausgehend von der f&uuml;r eine Zulassung wegen eines Verfahrensfehlers ma&szlig;geblichen Rechtsauffassung des FG&#8211; entscheidungserheblichen Vortrag des Antragstellers nicht ber&uuml;cksichtigt haben k&ouml;nnte. Soweit sich der Antragsteller inhaltlich gegen die Entscheidung des FG wendet, r&uuml;gt er keinen Verfahrensmangel, sondern lediglich materielle Fehler in der Rechtsanwendung, die eine Zulassung der Revision nicht rechtfertigen k&ouml;nnen (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 2.&nbsp;Oktober 2010 IX&nbsp;B&nbsp;11\/12, juris; vom 3.&nbsp;Februar 2011 V&nbsp;B&nbsp;132\/09, BFH\/NV 2011, 760).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Soweit sich der Antragsteller gegen die Auferlegung von Kosten in dem Kindergeld betreffenden finanzgerichtlichen Verfahren wendet, ergibt sich daraus gleicherma&szlig;en kein Zulassungsgrund. Nach &sect;&nbsp;145 FGO ist die Anfechtung der Entscheidung &uuml;ber die Kosten unzul&auml;ssig, wenn nicht gegen die Entscheidung &uuml;ber die Hauptsache ein Rechtsmittel eingelegt wird. Diese Regelung gilt auch f&uuml;r die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision (BFH-Beschl&uuml;sse vom 19.&nbsp;Januar 2012 VI&nbsp;B&nbsp;98\/11, BFH\/NV 2012, 759; vom 11.&nbsp;November 2002 VI&nbsp;B&nbsp;83\/02, BFH\/NV 2003, 331, m.w.N.). Sind Zulassungsgr&uuml;nde in Bezug auf die Hauptsache jedoch &#8211;wie vorliegend&#8211; nicht erkennbar, k&ouml;nnen auch Einwendungen gegen die Kostenentscheidung einer Beschwerde nicht zum Erfolg verhelfen (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2012, 759).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Kostenentscheidung war nicht zu treffen. Gerichtsgeb&uuml;hren entstehen nicht (&sect;&nbsp;142 FGO, &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;4 und 5 ZPO, &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 des Gerichtskostengesetzes in Verbindung mit dem Kostenverzeichnis der Anlage&nbsp;1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.1.2013, V S 27\/12 (PKH) Anspruch auf Hinzuziehung eines Dolmetschers &#8211; Bindungswirkung eines Verweisungsbeschlusses &#8211; Besetzungsr&uuml;ge &#8211; Befangenheit eines Richters &#8211; Anwendbarkeit von &sect; 145 FGO im Nichtzulassungsbeschwerde-Verfahren Tatbestand 1&nbsp; I. 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