{"id":41384,"date":"2013-05-22T10:37:01","date_gmt":"2013-05-22T08:37:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=41384"},"modified":"2013-05-22T10:37:01","modified_gmt":"2013-05-22T08:37:01","slug":"x-r-32-08-beendigung-der-verfahrensruhe-im-einspruchsverfahren-durch-vorlaeufigkeitsvermerk-rechtsschutz-voraussetzungen-fuer-eintritt-und-beendigung-der-zwangsruhe-gemaess-par-363-abs-2-ao-unterlasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-32-08-beendigung-der-verfahrensruhe-im-einspruchsverfahren-durch-vorlaeufigkeitsvermerk-rechtsschutz-voraussetzungen-fuer-eintritt-und-beendigung-der-zwangsruhe-gemaess-par-363-abs-2-ao-unterlasse\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;32\/08 &#8211; Beendigung der Verfahrensruhe im Einspruchsverfahren durch Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Rechtsschutz &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r Eintritt und Beendigung der Zwangsruhe gem&auml;&szlig; &sect; 363 Abs. 2 AO &#8211; Unterlassene Anh&ouml;rung des Steuerpflichtigen nach Wegfall des Ruhensgrundes &#8211; Verfassungskonforme Auslegung einer Steuerrechtsnorm &#8211; &Auml;nderung von Steuerbescheiden durch Aufnahme von Vorl&auml;ufigkeitsvermerken als Teilabhilfe im Einspruchsverfahren &#8211; Umfang von Vorl&auml;ufigkeitsvermerken &#8211; Abzug von Beitr&auml;gen zur Arbeitslosenversicherung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.1.2013, X R 32\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Beendigung der Verfahrensruhe im Einspruchsverfahren durch Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Rechtsschutz &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r Eintritt und Beendigung der Zwangsruhe gem&auml;&szlig; &sect; 363 Abs. 2 AO &#8211; Unterlassene Anh&ouml;rung des Steuerpflichtigen nach Wegfall des Ruhensgrundes &#8211; Verfassungskonforme Auslegung einer Steuerrechtsnorm &#8211; &Auml;nderung von Steuerbescheiden durch Aufnahme von Vorl&auml;ufigkeitsvermerken als Teilabhilfe im Einspruchsverfahren &#8211; Umfang von Vorl&auml;ufigkeitsvermerken &#8211; Abzug von Beitr&auml;gen zur Arbeitslosenversicherung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Finanzbeh&ouml;rde kann die durch Berufung auf ein vorgreifliches Verfahren bewirkte Verfahrensruhe im Einspruchsverfahren durch einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk derselben Reichweite beenden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk bietet einen der Verfahrensruhe gleichwertigen Rechtsschutz. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die zusammenveranlagten Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erzielten in den Streitjahren 2000 und 2001 Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Die Einkommensteuerbescheide 2000 und 2001 erkl&auml;rte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) hinsichtlich &quot;der beschr&auml;nkten Abzugsf&auml;higkeit von Vorsorgeaufwendungen (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 EStG)&quot; nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung in der in den Streitjahren g&uuml;ltigen Fassung (AO) f&uuml;r vorl&auml;ufig. Gegen beide Einkommensteuerbescheide legten die Kl&auml;ger Einspruch ein. Das hierf&uuml;r von ihrem Prozessbevollm&auml;chtigten jeweils verwendete Formblatt (Kopiervorlage) enthielt eine Begr&uuml;ndung folgenden Wortlauts: <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;In einem neu anh&auml;ngigen Verfahren &#8230; vor dem BFH ist die Rechtsfrage anh&auml;ngig, ob Rentenversicherungsbeitr&auml;ge voll als Werbungskosten abziehbar sein m&uuml;ssen (BFH; Az.: X&nbsp;R&nbsp;65\/01 und 66\/01). Meine Mandanten waren im Jahre [handschriftlich eingesetzt: &quot;2000&quot; bzw. &quot;2001&quot;] rentenversicherungspflichtig. Diese Rechtsfrage betrifft in erster Linie &sect;&nbsp;9 I S.&nbsp;1 EStG und ist somit nicht vom Vorl&auml;ufigkeitsvermerk bez&uuml;glich der beschr&auml;nkten Abziehbarkeit von Vorsorgeaufwendungen (&sect;&nbsp;10 III EStG) abgedeckt. Da das Verfahren auf den Besteuerungsfall meiner Mandanten zutrifft, ruht das Verfahren gem. &sect;&nbsp;363 II S.&nbsp;2 AO kraft Gesetzes, es sei denn das Finanzamt erweitert den Vorl&auml;ufigkeitsvermerk auf diese Rechtsfrage.&quot; <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem habe das Bundessozialgericht mit Urteil vom 29.&nbsp;Juni 2000 (es handelt sich vermutlich um das Verfahren B&nbsp;4&nbsp;RA&nbsp;57\/98&nbsp;R, BSGE 86, 262) entschieden, die K&uuml;rzung des Vorwegabzugs bei Arbeitnehmern sei rechtswidrig. Es werde um Mitteilung gebeten, ob der bestehende Vorl&auml;ufigkeitsvermerk diese Rechtsfrage einschlie&szlig;e, ansonsten ruhe auch hier das Verfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vor dem Bundesfinanzhof (BFH) anh&auml;ngigen Verfahren X&nbsp;R&nbsp;65\/01 und X&nbsp;R&nbsp;66\/01 wurden, nachdem sie zwischenzeitlich die Aktenzeichen XI&nbsp;R&nbsp;56\/01 und XI&nbsp;R&nbsp;57\/01 erhalten hatten, am 21.&nbsp;Juli 2004 vom erkennenden Senat unter den Aktenzeichen X&nbsp;R&nbsp;72\/01 und X&nbsp;R&nbsp;73\/01 entschieden (BFH\/NV 2005, 513 bzw. Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2005, 93). Am 20.&nbsp;Januar 2005 teilte das FA den Kl&auml;gern mit, Rentenversicherungsbeitr&auml;ge seien nicht als Werbungskosten abziehbar. Dies sei nunmehr h&ouml;chstrichterlich entschieden worden. Die Kl&auml;ger w&uuml;rden daher gebeten, ihre Einspr&uuml;che zur&uuml;ckzunehmen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 24.&nbsp;Januar 2005 erweiterten die Kl&auml;ger ihre Einspr&uuml;che. Vor dem BFH sei derzeit ein Verfahren anh&auml;ngig, in dem es um die Rechtsfrage gehe, ob nicht jedem Steuerpflichtigen die den Abgeordneten steuerfrei zustehende Kostenpauschale gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;3 des Grundgesetzes (GG) gew&auml;hrt werden m&uuml;sse. Dieses Verfahren sei auch f&uuml;r ihren Besteuerungsfall von Bedeutung. Im Hinblick auf diese beim BFH anh&auml;ngige Rechtsfrage ruhe das Einspruchsverfahren nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO weiterhin kraft Gesetzes. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2005 erkl&auml;rte das FA die Einkommensteuerfestsetzungen hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit von Beitr&auml;gen zu Rentenversicherungen als vorweggenommene Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren g&uuml;ltigen Fassung (EStG) sowie hinsichtlich der Nichtber&uuml;cksichtigung pauschaler Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben in H&ouml;he der steuerfreien Aufwandsentsch&auml;digung nach &sect;&nbsp;12 des Gesetzes &uuml;ber die Rechtsverh&auml;ltnisse der Mitglieder des Deutschen Bundestages (AbgG) f&uuml;r vorl&auml;ufig und wies die Einspr&uuml;che im &Uuml;brigen als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Dazu f&uuml;hrte es aus, durch die Vorl&auml;ufigkeitserkl&auml;rung hinsichtlich der nicht als Werbungskosten ber&uuml;cksichtigten Rentenversicherungsbeitr&auml;ge sei dem Antrag der Kl&auml;ger entsprochen worden. Der Vorwegabzug gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG sei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG um 16&nbsp;% der Arbeitsl&ouml;hne beider Kl&auml;ger zu k&uuml;rzen, so dass letztendlich kein Vorwegabzug verbleibe. Auch in den &uuml;brigen strittigen Punkten sei dem Rechtsschutzbed&uuml;rfnis der Kl&auml;ger durch die Vorl&auml;ufigkeitsvermerke ausreichend Rechnung getragen worden. Das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 27.&nbsp;Juni 2005 IV&nbsp;A&nbsp;7&nbsp;-S&nbsp;0338-&nbsp;54\/05 (BStBl I 2005, 794) sehe vor, dass ein Ruhen des Verfahrens nicht gew&auml;hrt werden k&ouml;nne, wenn die Steuerfestsetzung bez&uuml;glich der betreffenden Punkte vorl&auml;ufig ergangen sei. An diese Anweisung sei das FA im Interesse einer gleichm&auml;&szlig;igen Besteuerung und der Gleichbehandlung aller Steuerpflichtigen gebunden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 2.&nbsp;Januar 2006 lehnte das FA die am 19.&nbsp;Dezember 2005 unter Hinweis auf &sect;&nbsp;172 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO beantragte und in zwei Telefonaten zwischen ihm und dem Prozessbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;ger am 28. und 29.&nbsp;November 2005 bereits diskutierte Aufhebung der Einspruchsentscheidung mit einer ausf&uuml;hrlichen Begr&uuml;ndung ab, legte den Antrag im Einvernehmen mit den Kl&auml;gern als Klage aus und leitete ihn an das Finanzgericht (FG) weiter. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2008, 1352 ver&ouml;ffentlichten Urteil als unbegr&uuml;ndet ab. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision verfolgen die Kl&auml;ger ihr Begehren weiter. Die Einspruchsentscheidung sei verfahrensfehlerhaft ergangen und daher isoliert aufzuheben. Die Verfahrensruhe nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO habe sowohl hinsichtlich der Behandlung der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge als auch hinsichtlich der entsprechenden Anwendung der steuerfreien Kostenpauschale f&uuml;r Abgeordnete fortgedauert. Ihre Einspruchsbegr&uuml;ndung in Bezug auf die Rentenversicherungsbeitr&auml;ge habe sich neben den Verfahren X&nbsp;R&nbsp;65\/01 und X&nbsp;R&nbsp;66\/01 auch auf das Verfahren X&nbsp;R&nbsp;45\/02 gest&uuml;tzt. Wie dem Senatsurteil vom 26.&nbsp;September 2006 X&nbsp;R&nbsp;39\/05 (BFHE 215, 1, BStBl II 2007, 222) zu entnehmen sei, umfasse &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO auch Parallelverfahren. Daher habe die Zwangsruhe erst am 8.&nbsp;November 2006 mit dem BFH-Urteil X&nbsp;R&nbsp;45\/02 (BFHE 216, 47, BStBl II 2007, 574) geendet. Die Fortsetzungsmitteilung vom 20.&nbsp;Januar 2005 sei rechtswidrig, da das FA dies verkannt und daher keine Ermessenserw&auml;gungen angestellt habe. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unabh&auml;ngig davon habe die Einspruchserweiterung vom 24.&nbsp;Januar 2005 zur weiteren gesetzlichen Zwangsruhe gef&uuml;hrt, die erst mit dem Urteil des BFH vom 11.&nbsp;September 2008 VI&nbsp;R&nbsp;63\/04 (BFH\/NV 2008, 2018) geendet habe. Das FA habe die eingetretene Verfahrensruhe nicht lediglich mit einem in der Einspruchsentscheidung angebrachten Vorl&auml;ufigkeitsvermerk ohne Fortsetzungsmitteilung nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO beenden k&ouml;nnen. Sie, die Kl&auml;ger, h&auml;tten als Einspruchsf&uuml;hrer aufgrund des Ruhens des Verfahrens durch das Fehlen des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks eine Rechtsposition innegehabt, die das FA durch den Vorl&auml;ufigkeitsvermerk habe ver&auml;ndern wollen. Um der &quot;Klarheit der Spielregeln&quot; willen sei in einem solchen Fall eine vorherige Fortsetzungsmitteilung notwendig. Sei der Einspruchsf&uuml;hrer nach dem Grundsatz der Verfahrensklarheit gehalten, die Bezugsverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO exakt zu bezeichnen, verlangten dieser Grundsatz sowie der Grundsatz eines fairen Verfahrens auf der anderen Seite vom FA, die &Auml;nderung der Verfahrenslage sowie der Verfahrensposition, die der Einspruchsf&uuml;hrer durch die verfahrensgestaltende Einspruchsbegr&uuml;ndung erlangt habe, durch eine Fortsetzungsmitteilung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO anzuk&uuml;ndigen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Finanzverwaltung gehe aufgrund des im Zeitpunkt der Einspruchsentscheidung geltenden BMF-Schreibens in BStBl I 2005, 794 offensichtlich selbst davon aus, dass Einspruchsverfahren nach einer Aufforderung -die nichts anderes sei als eine Fortsetzungsmitteilung- weiterhin ruhen k&ouml;nnten, wenn sich der Einspruchsf&uuml;hrer auf andere Verfahren st&uuml;tze. Da die vorl&auml;ufige Steuerfestsetzung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz 2 Nr.&nbsp;3 AO eine Ermessensentscheidung sei, stelle das BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 794 eine Ermessensrichtlinie dar, die zur Selbstbindung der Verwaltung f&uuml;hre. Ein Abweichen hiervon laufe dem sich aus dem Rechtsstaatsprinzip ergebenden Vertrauensgrundsatz zuwider. F&uuml;r die Notwendigkeit einer Anh&ouml;rung des Steuerpflichtigen spreche auch der Anwendungserlass zur Abgabenordnung (AEAO), der ausdr&uuml;cklich regele, dass die Finanzbeh&ouml;rde, wenn sie nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO die Fortsetzung des bisher ruhenden Einspruchsverfahrens mitteile, vor Erlass der Einspruchsentscheidung den Beteiligten die Gelegenheit geben solle, sich erneut zu &auml;u&szlig;ern. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beide Vorl&auml;ufigkeitsvermerke bewirkten au&szlig;erdem nicht denselben umf&auml;nglichen Rechtsschutz wie eine Zwangsruhe nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO; sie verschlechterten nicht nur die verfahrenstaktische, sondern vielmehr auch die verfahrensrechtliche Position der Kl&auml;ger. Die Einspruchsentscheidung mit der Aufnahme der Vorl&auml;ufigkeitsvermerke sei eine Verb&ouml;serung i.S. von &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO. Sie, die Kl&auml;ger, h&auml;tten daher vor deren Erlass nach &sect;&nbsp;365 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;1 AO i.V.m. Art.&nbsp;103 und Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 GG angeh&ouml;rt werden m&uuml;ssen. So bez&ouml;gen sich die Vorl&auml;ufigkeitsvermerke nicht auf einfachgesetzliche Rechtsfragen, mit denen in beiden Streitpunkten dem Begehren der Kl&auml;ger, ggf. im Wege verfassungskonformer Auslegung, h&auml;tte Rechnung getragen werden k&ouml;nnen. Dies w&auml;re hinsichtlich der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge durch Bejahung des Vorrangs des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG gegen&uuml;ber &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 EStG, hinsichtlich der Kostenpauschale der Abgeordneten durch die analoge Anwendung von &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;12 EStG auf alle Steuerpflichtigen m&ouml;glich gewesen. Auch n&auml;hmen die Vorl&auml;ufigkeitsvermerke den Kl&auml;gern die M&ouml;glichkeit, nach &sect;&nbsp;361 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO die Aussetzung der Vollziehung (AdV) zu beantragen. Falls eine Aussetzung der Steuerfestsetzung (&sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 AO) mit einer AdV vergleichbar sein solle, stelle sich die Frage, ob eine Aussetzung der Steuerfestsetzung &#8211;wie eine Aufhebung der Vollziehung&#8211; auch r&uuml;ckwirkend ausgesprochen werden k&ouml;nne. Zudem erfassten die Vorl&auml;ufigkeitsvermerke nur Verfahren, die zum Zeitpunkt ihrer Bekanntgabe bereits anh&auml;ngig gewesen seien, so dass eine &Auml;nderung des Bescheids nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;2 AO nicht mehr auf sp&auml;ter anh&auml;ngig werdende Verfahren gest&uuml;tzt werden k&ouml;nne. Ferner erlaubten sie nicht, bei erfolglosem Abschluss des Musterverfahrens oder etwa anderweitiger Erledigung (Hauptsacheerledigung durch Abhilfe etc.) selbst vor Gericht zu gehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich habe der Erlass der Einspruchsentscheidung ohne vorherige Anh&ouml;rung den Kl&auml;gern die M&ouml;glichkeit abgeschnitten, ihren Einspruch auf weitere f&uuml;r ihren Fall pr&auml;judizielle Musterverfahren vor dem BFH und dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zu st&uuml;tzen. Demgegen&uuml;ber gehe der Gro&szlig;e Senat des BFH davon aus, dass ein bereits anh&auml;ngiges Rechtsmittel erweitert werden k&ouml;nne (Beschluss vom 23.&nbsp;Oktober 1989 GrS&nbsp;2\/87, BFHE 159, 4, BStBl II 1990, 327). Eine zielgerichtete Einspruchserweiterung sei kein Missbrauch der gesetzlichen Zwangsruhe als Mittel zum blo&szlig;en Offenhalten eines Steuerbescheids. L&auml;gen die Voraussetzungen der Zwangsruhe vor, gehe es um effektiven, individuellen Rechtsschutz nach Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 GG, den in Anspruch zu nehmen niemals missbr&auml;uchlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Stelle die Aufnahme eines Vorl&auml;ufigkeitsvermerks hingegen keine Verb&ouml;serung dar und entfalle damit die Beschwer der Kl&auml;ger im urspr&uuml;nglich ger&uuml;gten Punkt, der die Verfahrensruhe ausgel&ouml;st habe, k&ouml;nne die damit verbundene &Auml;nderung der Steuerfestsetzung nur eine Vollabhilfe sein. In diesem Falle d&uuml;rfe eine Einspruchsentscheidung nach &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 AO nicht ergehen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sehe der angerufene Senat in &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO einen ad&auml;quaten Ersatz zur gesetzlichen Verfahrensruhe, komme es entscheidend darauf an, dass diese Vorschrift nicht ihrerseits verfassungswidrig sei. Insofern sei das Revisionsverfahren im Hinblick auf die unter dem Aktenzeichen 1&nbsp;BvR&nbsp;1359\/11 anh&auml;ngige Verfassungsbeschwerde, in der die Verfassungswidrigkeit dieser Vorschrift ger&uuml;gt und deren Begr&uuml;ndung ausdr&uuml;cklich zum Gegenstand dieses Revisionsverfahrens gemacht werde, zum Ruhen zu bringen oder nach &sect;&nbsp;74 der Finanzgerichtsordnung (FGO) auszusetzen. Falls das Verfahren nicht ausgesetzt werde, werde angeregt, dem BVerfG gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;100 GG die Frage der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO vorzulegen. Ebenso sei eine Vorlage wegen der Frage der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der einkommensteuerlichen Behandlung der Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung angezeigt. Hier sei bereits eine Verfassungsbeschwerde unter dem Aktenzeichen 2&nbsp;BvR&nbsp;598\/12 anh&auml;ngig, die sich gegen das Senatsurteil vom 16.&nbsp;November 2011 X&nbsp;R&nbsp;15\/09 (BFHE 236, 69, BStBl II 2012, 325) richte. Es werde insoweit auf die beigef&uuml;gte Begr&uuml;ndung dieser Verfassungsbeschwerde, deren Argumentation man sich zu eigen mache, Bezug genommen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger begehren ferner, die Einkommensteuerbescheide 2000 und 2001 jeweils mit einem Vorl&auml;ufigkeitsvermerk hinsichtlich des Grundfreibetrages zu versehen. Die Vertreterin des FA hat daraufhin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem erkennenden Senat zu Protokoll erkl&auml;rt: &quot;Die Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2005 wird dahingehend abge&auml;ndert, dass die Einkommensteuerbescheide 2000 und 2001 hinsichtlich der H&ouml;he des Grundfreibetrages f&uuml;r vorl&auml;ufig erkl&auml;rt werden.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/><\/br>die Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2005 sowie das Urteil des FG aufzuheben und den Rechtsstreit an das FA zur Weiterf&uuml;hrung des au&szlig;ergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahrens zur&uuml;ckzuverweisen,<br \/><\/br>hilfsweise,<br \/><\/br>unter &Auml;nderung der Einkommensteuerbescheide 2000 und 2001 vom 23.&nbsp;Januar 2013 die Einkommensteuer in der Weise festzusetzen, dass die Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung in voller H&ouml;he, ggf. auch im Wege des negativen Progressionsvorbehalts ber&uuml;cksichtigt werden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA lehnt ein Ruhen des Verfahrens ab und beantragt,<br \/><\/br>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. I. Das angefochtene Urteil ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, da die am 23.&nbsp;Januar 2013 w&auml;hrend des Revisionsverfahrens zu Protokoll gegebene Erkl&auml;rung des FA die Einkommensteuerbescheide 2000 und 2001 vom 15.&nbsp;November 2002 sowie die Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2005 ge&auml;ndert hat. Damit liegen dem FG-Urteil nicht mehr existierende Bescheide zugrunde mit der Folge, dass auch das FG-Urteil keinen Bestand haben kann (vgl. dazu Senatsurteil vom 18.&nbsp;April 2012 X&nbsp;R&nbsp;62\/09, BFHE 237, 434, BStBl II 2012, 721, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die &Auml;nderungsbescheide vom 23.&nbsp;Januar 2013 wurden nach &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Revisionsverfahrens. Da sich durch die &Auml;nderungsbescheide der bisherige Streitstoff nicht ver&auml;ndert hat, bedarf es keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 FGO (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;127 Rz&nbsp;2). Das finanzgerichtliche Verfahren leidet nicht an einem Verfahrensmangel, so dass die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen durch die Aufhebung des Urteils nicht weggefallen sind; sie bilden daher nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des Senats (vgl. BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Januar 2003 IV&nbsp;R&nbsp;71\/00, BFHE 201, 269, BStBl II 2004, 43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat entscheidet in der Sache selbst. Der Hauptantrag der Kl&auml;ger ist zul&auml;ssig (unten 1.), jedoch unbegr&uuml;ndet. Das FA durfte die Einkommensteuerfestsetzungen 2000 und 2001 hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit von Beitr&auml;gen zur Rentenversicherung als vorweggenommene Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG sowie bez&uuml;glich der Nichtber&uuml;cksichtigung pauschaler Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben in H&ouml;he der steuerfreien Aufwandsentsch&auml;digung nach &sect;&nbsp;12 AbgG vorl&auml;ufig festsetzen und die Einspr&uuml;che im &Uuml;brigen als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckweisen (unten 2.). Der Hilfsantrag der Kl&auml;ger ist unbegr&uuml;ndet, da die Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung weder in voller H&ouml;he noch im Wege des negativen Progressionsvorbehalts zu ber&uuml;cksichtigen waren (unten 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Bei den Kl&auml;gern ist das erforderliche besondere Rechtsschutzinteresse an der isolierten Aufhebung der Einspruchsentscheidung (zu diesem Erfordernis vgl. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;August 1982 IV&nbsp;R&nbsp;185\/80, BFHE 136, 445, BStBl II 1983, 21, und vom 19.&nbsp;Dezember 1995 III&nbsp;R&nbsp;100\/90, NJW 1996, 1560) gegeben. Die Rechtswidrigkeit des Widerrufs eines Ruhens des Verfahrens kann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;3 AO nur durch Klage gegen die Einspruchsentscheidung geltend gemacht werden. Der Zul&auml;ssigkeit einer solchen Klage steht nicht entgegen, dass die Kl&auml;ger &#8211;hilfsweise&#8211; die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung der von ihnen geleisteten Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung beantragt haben. Dieses Begehren haben sie ausdr&uuml;cklich nur f&uuml;r den Fall der Abweisung ihres Antrags auf isolierte Aufhebung der Einspruchsentscheidung geltend gemacht (siehe dazu Senatsurteil in BFHE 215, 1, BStBl II 2007, 222, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Hauptantrag ist nicht begr&uuml;ndet. Das FA konnte im Rahmen der Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2005 die Einkommensteuer 2000 und 2001 in den beiden o.g. Punkten vorl&auml;ufig festsetzen und die Einspr&uuml;che im &Uuml;brigen als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die durch die Einspr&uuml;che vom 18.&nbsp;Dezember 2002 nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO bewirkte Verfahrensruhe war mit Ablauf des 21.&nbsp;Juli 2004 beendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO in der bis zum 31.&nbsp;Dezember 2008 geltenden Fassung lautete:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Ist wegen der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit einer Rechtsnorm oder wegen einer Rechtsfrage ein Verfahren bei dem Europ&auml;ischen Gerichtshof, dem Bundesverfassungsgericht oder einem obersten Bundesgericht anh&auml;ngig und wird der Einspruch hierauf gest&uuml;tzt, ruht das Einspruchsverfahren insoweit; dies gilt nicht, soweit nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 [in der seit dem 1.&nbsp;Januar 2009 geltenden Fassung auch Nr.&nbsp;4] die Steuer vorl&auml;ufig festgesetzt wurde.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verfahrensruhe beginnt und endet mit Eintritt und Fortfall ihrer Voraussetzungen automatisch (vgl. hierzu BFH-Urteil in BFHE 215, 1, BStBl II 2007, 222). Die Voraussetzungen sind u.a. dann entfallen, wenn das oder die Verfahren, um dessen oder deren Willen das Einspruchsverfahren ruhte (im Folgenden: Bezugsverfahren), nicht mehr anh&auml;ngig ist oder sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auf welches oder welche Verfahren ein Einspruch im Sinne dieser Vorschrift &quot;gest&uuml;tzt&quot; wird, ist eine Frage der Auslegung. Die Auslegung au&szlig;erprozessualer Willenserkl&auml;rungen, zu denen auch der Einspruch geh&ouml;rt, ist Gegenstand der dem FG obliegenden tatrichterlichen W&uuml;rdigung (vgl. Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;118 FGO Rz&nbsp;205, 195). Sie bindet gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO den BFH, sofern sie den Auslegungsgrunds&auml;tzen entspricht und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteil vom 19.&nbsp;Juli 2011 X&nbsp;R&nbsp;26\/10, BFHE 234, 239, BStBl II 2012, 856, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Einspr&uuml;che dahin ausgelegt, dass sie sich lediglich auf die zum damaligen Zeitpunkt unter den beiden Aktenzeichen X&nbsp;R&nbsp;65\/01 und X&nbsp;R&nbsp;66\/01 vor dem BFH anh&auml;ngigen Verfahren bezogen. Dieses Auslegungsergebnis entspricht dem Grundsatz der Verfahrensklarheit. Wenn ein beratener Steuerpflichtiger sich ausdr&uuml;cklich unter Nennung der Aktenzeichen auf bestimmte Verfahren st&uuml;tzt, ruht das Einspruchsverfahren nur im Hinblick auf diese Verfahren. Im &Uuml;brigen haben die Kl&auml;ger dies zu dem Zeitpunkt, als das FA sie &uuml;ber das Ende der Verfahrensruhe informierte, noch ebenso beurteilt. Andernfalls h&auml;tten sie mit ihrem Schreiben vom 24.&nbsp;Januar 2005 nicht nur den Einspruch auf ein anderes Bezugsverfahren erweitert, sondern ebenfalls auf die Fortdauer des Ruhens hingewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem Senatsurteil in BFHE 215, 1, BStBl II 2007, 222. Der Senat hat dort sinngem&auml;&szlig; ausgef&uuml;hrt, &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO bezwecke zwar in erster Linie, das Einspruchsverfahren bis zur Kl&auml;rung der Rechtsfrage in einem Musterverfahren ruhen zu lassen; es reiche aber nach dem &#8211;ma&szlig;gebenden&#8211; Wortlaut der Vorschrift aus, wenn sich ein Einspruchsf&uuml;hrer auf ein zu einer solchen Rechtsfrage noch anh&auml;ngiges Parallelverfahren berufe. Es gen&uuml;gt hingegen gerade nicht, dass ein solches Parallelverfahren lediglich existiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verfahren X&nbsp;R&nbsp;65\/01 und X&nbsp;R&nbsp;66\/01 (zwischenzeitlich unter XI&nbsp;R&nbsp;56\/01 und XI&nbsp;R&nbsp;57\/01 gef&uuml;hrt) wurden am 21.&nbsp;Juli 2004 unter X&nbsp;R&nbsp;72\/01 (BFH\/NV 2005, 513) und X&nbsp;R&nbsp;73\/01 (NJW 2005, 93) durch Urteile abgeschlossen. Die sich anschlie&szlig;ende Verfassungsbeschwerde (2&nbsp;BvR&nbsp;2299\/04) war als au&szlig;erordentlicher Rechtsbehelf ein anderes Verfahren (vgl. dazu BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Mai 2007 X&nbsp;B&nbsp;66\/06, BFH\/NV 2007, 1693) und verl&auml;ngerte die Verfahrensruhe nicht automatisch. Mit Ablauf des 21.&nbsp;Juli 2004 war die Verfahrensruhe nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 AO daher beendet, ohne dass es einer gesonderten Fortsetzungsmitteilung nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO bedurft h&auml;tte. &Uuml;berlegungen zur Ermessensaus&uuml;bung stellen sich daher nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Durch die Erweiterung des Einspruchs vom 24.&nbsp;Januar 2005 trat erneut eine Verfahrensruhe ein. Diese endete jedoch durch die Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einspruchsentscheidung enthielt nicht nur die Entscheidung &uuml;ber den Einspruch (unten cc), sondern auch die konkludente Fortsetzungsmitteilung des FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO (unten aa) und die Bekanntgabe der entsprechenden vorl&auml;ufigen Festsetzungen (unten bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Fortsetzungsmitteilung ist im Ergebnis rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dadurch, dass das FA &uuml;ber den Einspruch der Kl&auml;ger entscheiden wollte, hat es unmissverst&auml;ndlich zu erkennen gegeben, dass es das Ruhen des Verfahrens beenden wollte. In der Einspruchsentscheidung des FA ist damit die konkludente Mitteilung zu sehen, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO das Einspruchsverfahren fortf&uuml;hren zu wollen. Einer ausdr&uuml;cklichen Mitteilung bedarf es insoweit nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Mitteilung der Finanzbeh&ouml;rde &uuml;ber die Fortsetzung eines noch von der gesetzlichen Zwangsruhe betroffenen Einspruchsverfahrens ist ein rechtsgestaltender Verwaltungsakt, durch den die gesetzliche Zwangsruhe beendet wird. Die Fortsetzungsmitteilung ist eine Ermessensentscheidung; der Einspruchsf&uuml;hrer hat zwar kein subjektives Recht darauf, dass die Finanzbeh&ouml;rde von einer Fortsetzung des Einspruchsverfahrens vor Beendigung der gesetzlichen Zwangsruhe absieht, er hat aber einen Anspruch auf rechtm&auml;&szlig;ige Aus&uuml;bung des pflichtgem&auml;&szlig;en Ermessens (so Senatsurteil in BFHE 215, 1, BStBl II 2007, 222, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung des FA, das Einspruchsverfahren fortsetzen zu wollen, war ermessensgerecht; insbesondere hatte das FA zum Ausdruck gebracht, weshalb es im konkreten Einzelfall die gesetzliche Zwangsruhe beendet hat (vgl. dazu Senatsurteil in BFHE 215, 1, BStBl II 2007, 222, unter II.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2005 hatte das FA zun&auml;chst zu Recht darauf hingewiesen, dass mit der Aufnahme des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks in Bezug auf die nicht als Werbungskosten abziehbaren Rentenversicherungsbeitr&auml;ge dem Antrag der Kl&auml;ger entsprochen werde. Dass die Kl&auml;ger nunmehr in ihrer Revisionsbegr&uuml;ndung vom 15.&nbsp;Januar 2009 unter IV.6. die Auffassung vertreten, sie h&auml;tten eine ad&auml;quate Rechtsschutzgew&auml;hrung und nicht aber eine vorl&auml;ufige Steuerfestsetzung gefordert, kann der erkennende Senat angesichts des klaren Wortlauts ihrer Einspruchsbegr&uuml;ndung vom 18.&nbsp;Dezember 2002 nicht nachvollziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf den pauschalen Werbungskosten- bzw. Betriebsausgabenabzug in H&ouml;he der steuerfreien Abgeordnetenpauschale hat das FA ausgef&uuml;hrt, ein Ruhen des Verfahrens k&ouml;nne aus Gr&uuml;nden der Gleichbehandlung nicht gew&auml;hrt werden, wenn die Steuerfestsetzung hinsichtlich des betreffenden Punktes vorl&auml;ufig ergangen sei. Mit dem Schreiben vom 2.&nbsp;Januar 2006 konnte das FA diese Erw&auml;gungen zul&auml;ssigerweise pr&auml;zisieren, da eine Finanzbeh&ouml;rde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;102 Satz&nbsp;2 FGO ihre Ermessenserw&auml;gungen hinsichtlich eines Verwaltungsakts bis zum Abschluss der Tatsacheninstanz eines finanzgerichtlichen Verfahrens erg&auml;nzen kann (vgl. statt vieler Senatsurteil in BFHE 215, 1, BStBl II 2007, 222).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Erl&auml;uterungen des FA reichen aus, um die ordnungsgem&auml;&szlig;e Aus&uuml;bung des Ermessens zu belegen. So hat das FA darauf hingewiesen, es d&uuml;rfe f&uuml;r die Frage des Ruhens des Verfahrens im Lichte des Art.&nbsp;3 GG keinen Unterschied machen, ob die Steuerfestsetzung bereits vorl&auml;ufig ergangen sei und dann der Steuerpflichtige mangels Rechtsschutzbed&uuml;rfnis keinen erfolgreichen Antrag auf Ruhen des Verfahrens mehr stellen k&ouml;nne oder ob sie zur Wahrung einer gleichm&auml;&szlig;igen Besteuerung erst im Einspruchsverfahren f&uuml;r vorl&auml;ufig erkl&auml;rt werde. Es k&ouml;nne unter Beachtung des &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 und &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO nicht Sinn und Zweck des ersten Halbsatzes des &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO sein, dem Finanzamt nach dem Erlass eines Steuerbescheids die M&ouml;glichkeit eines verfahrensabschlie&szlig;enden Vorl&auml;ufigkeitsvermerks zu nehmen. Im &Uuml;brigen sei nicht davon auszugehen, dass das BVerfG jedem Steuerpflichtigen eine steuerfreie Kostenpauschale zubilligen werde; vielmehr sei in den bisherigen Entscheidungen des BVerfG dem Gesetzgeber sowohl eine Frist zum Erlass einer Neuregelung einger&auml;umt als auch die Entscheidung &uuml;berlassen worden, wie die Ungleichbehandlung zu beseitigen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Das FA hat jedoch das in dem BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 794 vorgesehene Verfahren nicht eingehalten. Danach k&ouml;nnen Einspruchsverfahren weiter ruhen, wenn vom Einspruchsf&uuml;hrer nach Aufforderung durch das Finanzamt andere Gr&uuml;nde, die eine Verfahrensruhe rechtfertigten, angef&uuml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Das BMF-Schreiben ist f&uuml;r das FA bindend, da es sich um eine Verwaltungsvorschrift handelt, die die Aus&uuml;bung des beh&ouml;rdlichen Ermessens bei einer vorl&auml;ufigen Steuerfestsetzung im Hinblick auf anh&auml;ngige Musterverfahren regelt. Ist eine Finanzbeh&ouml;rde erm&auml;chtigt, nach ihrem Ermessen zu handeln, hat sie ihr Ermessen entsprechend dem Zweck der Erm&auml;chtigung auszu&uuml;ben und die gesetzlichen Grenzen des Ermessens einzuhalten (&sect;&nbsp;5 AO). Vorgesetzte Dienststellen k&ouml;nnen dazu ermessenslenkende Verwaltungsvorschriften erlassen, die unter dem Gesichtspunkt der Selbstbindung der Verwaltung und damit der Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes von Bedeutung sein k&ouml;nnen; das gilt aber nur, wenn sich die in ihnen getroffenen Regelungen &#8211;woran im Streitfall keine Zweifel bestehen&#8211; innerhalb der Grenzen halten, die das Grundgesetz und die Gesetze der Aus&uuml;bung des Ermessens setzen (vgl. dazu BFH-Entscheidungen vom 10.&nbsp;Oktober 2001 XI&nbsp;R&nbsp;52\/00, BFHE 196, 572, BStBl II 2002, 201, m.w.N., und vom 27.&nbsp;Juli 2011 I&nbsp;R&nbsp;44\/10, BFH\/NV 2011, 2005; siehe auch Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;4 AO Rz&nbsp;93; Klein\/Gersch, AO, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;12; Pahlke\/Koenig\/Pahlke, Abgabenordnung, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;55, &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;29 ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Damit musste das FA die Kl&auml;ger auffordern, andere Gr&uuml;nde anzuf&uuml;hren, die eine Verfahrensruhe rechtfertigen k&ouml;nnten. Diese Aufforderung ist vor dem Erlass der Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2005 jedoch nicht erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Die im BMF-Schreiben genannte &quot;Aufforderung&quot; umschreibt &#8211;wie die Kl&auml;ger zu Recht meinen&#8211; die Pflicht, den betroffenen Steuerpflichtigen anzuh&ouml;ren. Diese Anh&ouml;rung konnte das FA gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 AO nachholen und die Nichtbeachtung der Anforderungen des BMF-Schreibens in BStBl I 2005, 794 heilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor dem Hintergrund der verfassungsrechtlichen Gew&auml;hrleistung des rechtlichen Geh&ouml;rs kann eine Heilung des Verfahrensmangels allerdings nur dann m&ouml;glich sein, wenn der Sinn und Zweck der Anh&ouml;rung &#8211;das &Uuml;berdenken der Entscheidung anhand der Stellungnahme des Beteiligten&#8211; &uuml;berhaupt noch erreicht werden kann. Das bedeutet, dass auf der einen Seite dem Steuerpflichtigen ausreichend Gelegenheit zur Stellungnahme einger&auml;umt werden muss und dass auf der anderen Seite die Finanzbeh&ouml;rde die Ergebnisse der nachgeholten Anh&ouml;rung nicht lediglich zur Kenntnis nehmen darf, sondern auch bereit sein muss, die bisherige Entscheidung kritisch zu &uuml;berdenken (so zu Recht Rozek in HHSp, &sect;&nbsp;126 AO Rz&nbsp;41 f.; ebenso Seer in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;126 AO Rz&nbsp;7). Nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 AO kann die Anh&ouml;rung bis zum Abschluss der Tatsacheninstanz eines finanzgerichtlichen Verfahrens nachgeholt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Grunds&auml;tze ist im Streitfall eine ausreichende nachtr&auml;gliche Anh&ouml;rung darin zu sehen, dass die Kl&auml;ger ihre Einwendungen gegen die Einspruchsentscheidung in ihrem Antrag auf Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Dezember 2005 geltend machen konnten und sie zudem die M&ouml;glichkeit hatten, ihren Standpunkt am 28. und 29.&nbsp;November 2005 in zwei Telefonaten ihres Prozessbevollm&auml;chtigten mit dem FA zu verdeutlichen. Die ausf&uuml;hrliche Stellungnahme des FA vom 2.&nbsp;Januar 2006 zeigt, dass es sich noch vor Beginn des finanzgerichtlichen Verfahrens mit den Argumenten der Kl&auml;ger gegen die Fortf&uuml;hrung des Verfahrens inhaltlich intensiv auseinandergesetzt und dies den Kl&auml;gern mitgeteilt hat &#8211; wenn auch nicht mit dem von den Kl&auml;gern angestrebten Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die in der Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2005 enthaltene vorl&auml;ufige Steuerfestsetzung hinsichtlich des pauschalen Werbungskostenabzugs in H&ouml;he der steuerfreien Abgeordnetenpauschale war rechtm&auml;&szlig;ig und f&uuml;hrte zum Ende der Verfahrensruhe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Vorl&auml;ufigkeit konnte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO angeordnet werden. Eine solche Anordnung steht im Ermessen der Finanzbeh&ouml;rde (BFH-Urteile vom 26.&nbsp;Oktober 1988 I&nbsp;R&nbsp;189\/84, BFHE 155, 8, BStBl II 1989, 130, und vom 7.&nbsp;Februar 1992 III&nbsp;R&nbsp;61\/91, BFHE 167, 279, BStBl II 1992, 592). Ermessensaus&uuml;bungsfehler sind nicht erkennbar.&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Anordnung der Vorl&auml;ufigkeit stand im Einklang mit &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Zwar enth&auml;lt &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 AO die Formulierung &quot;wurde&quot;. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die vorl&auml;ufige Festsetzung dem Einspruch vorangegangen sein muss. Auch untersagt die bis dahin bestehende Verfahrensruhe nicht den Erlass eines durch Aufnahme des Vorl&auml;ufigkeitsvermerks ge&auml;nderten Bescheids, da &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 AO zum Ausdruck bringt, dass der Vorl&auml;ufigkeitsvermerk die Verfahrensruhe ersetzen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Die durch vorl&auml;ufige Festsetzung ge&auml;nderten Bescheide entsprachen auch den tatbestandlichen Anforderungen des &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 AO. Sie reichten so weit wie die Verfahrensruhe. Sie betrafen dieselbe Rechtsfrage wie das Bezugsverfahren und er&ouml;ffneten insoweit dieselben &Auml;nderungsm&ouml;glichkeiten wie die Verfahrensruhe, hielten die Steuerbescheide also hinsichtlich dieser Frage in demselben Umfange offen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar erfasst ein Vorl&auml;ufigkeitsvermerk nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO lediglich die Vereinbarkeit eines Steuergesetzes mit h&ouml;herrangigem Recht, nicht aber einfachgesetzliche Rechtsfragen. &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 AO ist erst seit dem 1.&nbsp;Januar 2009 in Kraft, so dass trotz Vorl&auml;ufigkeitsvermerks eine auf Fragen einfachen Rechts gest&uuml;tzte Verfahrensruhe fortgedauert h&auml;tte (Birkenfeld in HHSp, &sect;&nbsp;363 AO Rz&nbsp;213). Dies spielt im Streitfall jedoch keine Rolle, da die von den Kl&auml;gern f&uuml;r geboten erachtete verfassungskonforme Auslegung eine Frage der Vereinbarkeit mit h&ouml;herrangigem Recht ist (so BFH-Urteil vom 30.&nbsp;September 2010 III&nbsp;R&nbsp;39\/08, BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11, unter B.II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die &Auml;nderung der Steuerbescheide durch Aufnahme der Vorl&auml;ufigkeitsvermerke war verfahrensrechtlich als Teilabhilfe im Einspruchsverfahren nach &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Zu einer Vollabhilfe konnte es im Einspruchsverfahren &#8211;im Gegensatz zu den &Uuml;berlegungen der Kl&auml;ger&#8211; nicht kommen, da das FA in der Einspruchsentscheidung u.a. die Auffassung der Kl&auml;ger, die K&uuml;rzung des Vorwegabzugs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG sei bei Arbeitnehmern rechtswidrig, zur&uuml;ckgewiesen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Einer vorherigen Anh&ouml;rung der Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO bedurfte es nicht. Zwar unterl&auml;uft dem FA ein wesentlicher Verfahrensmangel, wenn es eine verb&ouml;sernde Einspruchsentscheidung ohne Hinweis auf die Verb&ouml;serungsm&ouml;glichkeit erl&auml;sst (BFH-Urteile vom 4.&nbsp;September 1959 III&nbsp;286\/57&nbsp;U, BFHE 69, 569, BStBl III 1959, 472; vom 1.&nbsp;Dezember 1961 VI&nbsp;264\/61&nbsp;U, BFHE 74, 371, BStBl III 1962, 140). Die Gerichte haben den Betroffenen dann so zu stellen, dass er durch das unrechtm&auml;&szlig;ige Verhalten keinen Schaden erleidet (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;Juli 2004 IX&nbsp;B&nbsp;102\/03, BFH\/NV 2004, 1514, m.w.N.). Die Aufnahme der Vorl&auml;ufigkeitsvermerke stellte jedoch keine Verb&ouml;serung dar. Im Gegensatz zur Auffassung der Kl&auml;ger werden ihre Rechtsposition und ihre Rechtsschutzm&ouml;glichkeiten nicht beeintr&auml;chtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) Bei isolierter Betrachtung f&uuml;hrten die Vorl&auml;ufigkeitsvermerke lediglich zu den &Auml;nderungsm&ouml;glichkeiten nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO, die sich unter den konkreten Umst&auml;nden nur zu Gunsten der Kl&auml;ger auswirken konnten. Allerdings kann auch die Verschlechterung der verfahrensrechtlichen Stellung des Steuerpflichtigen eine Verb&ouml;serung i.S. von &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO darstellen (vgl. BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2009 II&nbsp;R&nbsp;39\/07, BFH\/NV 2010, 821, unter II.2.b, m.w.N.). Die vorl&auml;ufigen Festsetzungen beendeten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 AO die durch das Bezugsverfahren VI&nbsp;R&nbsp;63\/04 begr&uuml;ndete Verfahrensruhe. Damit verschlechterte sich aber nur die &quot;verfahrenstaktische&quot;, nicht jedoch die verfahrensrechtliche Position der Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) Die vorl&auml;ufige Festsetzung f&uuml;hrt zwar zur Beendigung der Verfahrensruhe und erlaubt es der Finanzverwaltung, das Einspruchsverfahren abzuschlie&szlig;en, so dass die M&ouml;glichkeit, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;361 Abs.&nbsp;2 AO AdV zu beantragen, entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies stellt jedoch keinen verfahrensrechtlichen Nachteil dar, da dem Steuerpflichtigen ein vergleichbarer Rechtsschutz in Gestalt der Aussetzung der Festsetzung nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 AO zur Verf&uuml;gung steht. Nach dieser Vorschrift kann unter den Voraussetzungen der S&auml;tze&nbsp;1 und 2 die Steuerfestsetzung auch gegen oder ohne Sicherheitsleistung ausgesetzt werden. Damit ist die vorl&auml;ufige Freistellung von der Steuer nach &sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO, mithin die vorl&auml;ufige Nichtfestsetzung der Steuer gemeint (Schuster in HHSp, &sect;&nbsp;155 AO Rz&nbsp;26; Heuermann in HHSp, &sect;&nbsp;165 AO Rz&nbsp;20&nbsp;ff.; Pahlke\/Koenig\/C&ouml;ster, a.a.O., &sect;&nbsp;165 Rz&nbsp;39; dem Grunde nach wohl ebenso Seer in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;165 AO Rz&nbsp;23). Sie stellt den Steuerpflichtigen formell und materiell nicht schlechter als die AdV&nbsp;&#8211; unabh&auml;ngig davon, ob es sich bei der AdV um eine Aussetzung oder Aufhebung der Vollziehung handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aussetzung der Festsetzung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 AO ist eine Ermessensentscheidung des FA. Sie kann sich grunds&auml;tzlich auf alle Vorl&auml;ufigkeitsgr&uuml;nde des &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 AO beziehen, wie sich aus &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 AO ergibt. Bei einer Aussetzung der Festsetzung in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 und 3 AO ist jedoch &#8211;ebenso wie bei der AdV (siehe dazu auch BFH-Beschluss vom 1.&nbsp;April 2010 II&nbsp;B&nbsp;168\/09, BFHE 228, 149, BStBl II 2010, 558, m.w.N.)&#8211; zu beachten, dass sie nur bei Vorliegen eines (besonderen) berechtigten Aussetzungsinteresses des Steuerpflichtigen zu gew&auml;hren ist. Wie die AdV kann die vorl&auml;ufige Aussetzung der Festsetzung den Steueranspruch ganz oder teilweise umfassen und damit ebenso differenziert nach Streitpunkten ausgesprochen werden. Dies ergibt sich aus &sect;&nbsp;155 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO, wonach eine Freistellung ausdr&uuml;cklich ganz oder teilweise erfolgen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachteilige Zinsfolgen der Aussetzung der Festsetzung gegen&uuml;ber der AdV sind ebenfalls nicht erkennbar. Eine etwaige Verzinsung nach &sect;&nbsp;233a AO &uuml;bersteigt die Verzinsung nach &sect;&nbsp;237 AO nicht. Schlie&szlig;lich spricht nichts dagegen, ebenso wie bei der AdV eine Aussetzung der Festsetzung nachtr&auml;glich auszusprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(cc) Die Annahme der Kl&auml;ger, ein Vorl&auml;ufigkeitsvermerk beziehe sich nicht auf neu anh&auml;ngig werdende Verfahren zu derselben Rechtsfrage, trifft nicht zu. Er bezieht sich vielmehr, wenn es nicht ausdr&uuml;cklich anders formuliert ist, auch auf sp&auml;ter anh&auml;ngig werdende Verfahren und geht insoweit &uuml;ber die Reichweite der Verfahrensruhe noch hinaus. Der Senat nimmt zur weiteren Begr&uuml;ndung Bezug auf das BFH-Urteil in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11 (unter B.II.1.b) und schlie&szlig;t sich den dortigen Ausf&uuml;hrungen einschlie&szlig;lich der Abgrenzung zu dem Senatsurteil vom 31.&nbsp;Mai 2006 X&nbsp;R&nbsp;9\/05 (BFHE 213, 199, BStBl II 2006, 858) an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(dd) Die Kl&auml;ger sind ebenfalls nicht gehindert, ihren Rechtsstreit selbst zu Ende zu f&uuml;hren. Endet ein Bezugsverfahren nicht im Sinne des Steuerpflichtigen oder ohne Sachentscheidung, so dass die Vorl&auml;ufigkeit ins Leere geht, so kann er anschlie&szlig;end den Streit in der Sache selbst fortsetzen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11, unter B.II.2.d, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(ee) Soweit die Kl&auml;ger schlie&szlig;lich meinen, der Nachteil liege darin, dass sie ihren Einspruch nicht mehr um weitere Gr&uuml;nde erg&auml;nzen k&ouml;nnten, liegt darin keine Verb&ouml;serung i.S. des &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO. Gegen diese &Auml;nderung der Verfahrenslage besitzen sie kein Abwehrrecht, weil sie nicht in ihren subjektiven Rechten verletzt werden. Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 GG verpflichtet nicht dazu, Einspruchsverfahren m&ouml;glichst lange offenhalten zu k&ouml;nnen, damit der Steuerpflichtige an k&uuml;nftigen &Auml;nderungen der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zu derzeit nicht streitigen Rechtsfragen teilhaben kann (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, z.B. Urteile vom 6.&nbsp;Oktober 1995 III&nbsp;R&nbsp;52\/90, BFHE 178, 559, BStBl II 1996, 20; in BFHE 215, 1, BStBl II 2007, 222, unter II.6.; Beschluss vom 6.&nbsp;Juli 1999 IV&nbsp;B&nbsp;14\/99, BFH\/NV 1999, 1587). Auch &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO dient nicht diesem Zweck (vgl. Senatsurteil in BFHE 215, 1, BStBl II 2007, 222, unter II.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 159, 4, BStBl II 1990, 327 steht dem nicht entgegen, da sich der Gro&szlig;e Senat in dieser Entscheidung nicht zu der streitrelevanten Frage des m&ouml;glichen Offenhaltens eines Einspruchsverfahrens ge&auml;u&szlig;ert, sondern vielmehr erl&auml;utert hat, dass es zul&auml;ssig sei, eine Anfechtungsklage nach Ablauf der Klagefrist zu erweitern, sofern nicht bereits eine &#8211;im Einkommensteuerrecht regelm&auml;&szlig;ig nicht anzunehmende&#8211; Teilbestandskraft eingetreten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Aus den vorstehend dargestellten Gr&uuml;nden bestehen nach Auffassung des erkennenden Senats die von den Kl&auml;gern durch die &Uuml;bernahme der Begr&uuml;ndung der Verfassungsbeschwerde 1&nbsp;BvR&nbsp;1359\/11 ger&uuml;gten Rechtsschutzl&uuml;cken nicht. Eine Richtervorlage gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;100 GG kommt nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Durch die Einspruchsentscheidung vom 24.&nbsp;November 2005 selbst werden die Kl&auml;ger ebenfalls nicht in ihren Rechten verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Wird die Bekanntgabe der vorl&auml;ufigen Festsetzung mit der Bekanntgabe der die vorherige Beendigung der Verfahrensruhe voraussetzenden Einspruchsentscheidung verbunden, so gen&uuml;gt es zur Erf&uuml;llung der Voraussetzungen des &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO, wenn erstere der Einspruchsentscheidung unmittelbar vorangeht. F&uuml;r eine l&auml;ngere Zwischenfrist besteht keine Notwendigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Erforderlich ist jedoch, dass die Finanzbeh&ouml;rde, wenn sie dem Steuerpflichtigen die Fortsetzung eines ruhenden Einspruchsverfahrens nach &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO mitteilt, den Beteiligten vor Erlass einer Einspruchsentscheidung Gelegenheit gibt, sich erneut zu &auml;u&szlig;ern (Ziffer&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AEAO zu &sect;&nbsp;363 AO, AO-Kartei NW &sect;&nbsp;363 AO Karte&nbsp;1). Dieses hat das FA im Streitfall unterlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die unterbliebene Anh&ouml;rung konnte aber &#8211;ebenso wie die durch das BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 794 geforderte und ebenfalls unterbliebene Aufforderung&#8211; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 i.V.m. Abs.&nbsp;2 AO rechtzeitig vor Abschluss des Verwaltungsverfahrens nachgeholt werden. Die Gelegenheit zur &Auml;u&szlig;erung im Rahmen des Antrags der Kl&auml;ger auf Aufhebung der Einspruchsentscheidung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;172 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO vom 19.&nbsp;Dezember 2005, die beiden Telefonate des Prozessvertreters der Kl&auml;ger mit dem FA im November 2005 sowie die ausf&uuml;hrliche Stellungnahme des FA vom 2.&nbsp;Januar 2006 haben den Verfahrensfehler geheilt (vgl. dazu oben B.II.2.b.aa(3)(c)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Hilfsantrag, die Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung in voller H&ouml;he, ggf. auch im Wege des negativen Progressionsvorbehalts zu ber&uuml;cksichtigen, ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat hat in seinem Urteil in BFHE 236, 69, BStBl II 2012, 325 entschieden, der Gesetzgeber sei verfassungsrechtlich nicht verpflichtet gewesen, Beitr&auml;ge an die Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit (heute: Beitr&auml;ge zu Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit) einkommensteuerlich in vollem Umfang und nicht nur in dem durch &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a i.V.m. Abs.&nbsp;3 EStG vorgegebenen Rahmen zum Abzug zuzulassen. Dabei hat sich der Senat auf die Rechtsprechung des BVerfG gest&uuml;tzt, in der eine verfassungsrechtliche Pflicht, unter dem Gesichtspunkt der &quot;Zwangsl&auml;ufigkeit&quot; Ausgaben bis zur H&ouml;he der Pflichtsozialversicherungsbeitr&auml;ge zum Abzug von der einkommensteuerlichen Bemessungsgrundlage zuzulassen, ausdr&uuml;cklich verneint wird, da das Prinzip der Steuerfreiheit des Existenzminimums dem Steuerpflichtigen lediglich den Schutz des Lebensstandards auf Sozialhilfeniveau gew&auml;hrleistet, nicht aber auf dem Niveau, das durch die Leistungen der gesetzlichen Sozialversicherung erreicht werden kann. Auch eine steuerliche Ber&uuml;cksichtigung der Beitr&auml;ge an die Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit im Wege des negativen Progressionsvorbehalts gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32b EStG wurde vom Senat abgelehnt, da in &sect;&nbsp;32b Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 und 3 EStG (heute &sect;&nbsp;32b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 bis 5 EStG) ausdr&uuml;cklich der Begriff der &quot;Eink&uuml;nfte&quot; verwendet wird, auf deren H&ouml;he sich Sonderausgaben gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 EStG nicht auswirken. Die Beitr&auml;ge an die Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit stellen nach Auffassung des erkennenden Senats keine Werbungskosten dar, da der Gesetzgeber die Vorsorgeaufwendungen mit konstitutiver Wirkung &#8211;und Vorrang gegen&uuml;ber der allgemeinen Regelung des Einleitungssatzes des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 EStG&#8211; den Sonderausgaben zugewiesen und ihren Abzug nur in den Grenzen der in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 EStG bestimmten H&ouml;chstbetr&auml;ge zugelassen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Verfassungsbeschwerde 2&nbsp;BvR&nbsp;598\/12 wird zwar die Auffassung vertreten, der gebotene verfassungsrechtlich abgesicherte Anspruch auf steuerliche Ber&uuml;cksichtigung der Beitr&auml;ge zur Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit als pflichtbestimmter, indisonibler Aufwand folge aus der verfassungskonformen Beachtung und Ber&uuml;cksichtigung des objektiven und subjektiven Nettoprinzips. Hilfsweise seien die Beitr&auml;ge bei der Ermittlung des besonderen Steuersatzes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG als vorweggenommene Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen, was der folgerichtigen und gebotenen Umsetzung der Systematik der Einkommensteuer entspreche.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit s&auml;mtlichen Argumenten hat sich der Senat bereits in seinem Urteil in BFHE 236, 69, BStBl II 2012, 325 auseinandergesetzt, die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der nur eingeschr&auml;nkten steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung der Beitr&auml;ge indes bejaht (vgl. dazu auch FG Hamburg, Urteil vom 21.&nbsp;September 2012&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;144\/11, EFG 2013, 26 zu &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4 EStG in der Fassung des B&uuml;rgerentlastungsgesetzes Krankenversicherung). Insofern wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Urteilsbegr&uuml;ndung in BFHE 236, 69, BStBl II 2012, 325 (unter II.2.a und b) verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine &#8211;behauptete&#8211; Verletzung des durch Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GG verfassungsrechtlich garantierten Rechts auf den gesetzlichen Richter ist ebenfalls nicht erkennbar; auch insoweit wird auf die Begr&uuml;ndung des Senatsurteils in BFHE 236, 69, BStBl II 2012, 325 (unter II.2.a&nbsp;cc) Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Trotz der beim BVerfG anh&auml;ngigen Verfassungsbeschwerden 1&nbsp;BvR&nbsp;1359\/11 sowie 2&nbsp;BvR&nbsp;598\/12 war der erkennende Senat nicht verpflichtet, das Verfahren in analoger Anwendung des &sect;&nbsp;74 FGO auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;74 FGO kann das Gericht die Aussetzung des Verfahrens u.a. dann anordnen, wenn die Entscheidung des Rechtsstreits ganz oder zum Teil von dem Bestehen oder Nichtbestehen eines Rechtsverh&auml;ltnisses abh&auml;ngt, das den Gegenstand eines anderen anh&auml;ngigen Rechtsstreits bildet. Die Entscheidung &uuml;ber die Aussetzung des Verfahrens ist eine Ermessensentscheidung des Gerichts, bei der insbesondere prozess&ouml;konomische Gesichtspunkte und die Interessen der Beteiligten abzuw&auml;gen sind (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, siehe u.a. Beschluss vom 4.&nbsp;April 2003 V&nbsp;B&nbsp;199\/02, BFH\/NV 2003, 1081, m.w.N.). Eine Aussetzung des Verfahrens entsprechend &sect;&nbsp;74 FGO kann dann geboten sein, wenn vor dem BVerfG bereits ein nicht als aussichtslos erscheinendes Musterverfahren gegen eine im Streitfall anzuwendende Norm anh&auml;ngig ist, zahlreiche Parallelverfahren vorliegen und keiner der Verfahrensbeteiligten ein besonderes berechtigtes Interesse an einer Entscheidung &uuml;ber die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der umstrittenen gesetzlichen Regelung trotz des beim BVerfG anh&auml;ngigen Verfahrens hat (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, u.a. Beschl&uuml;sse vom 9.&nbsp;Juni 2010 II&nbsp;B&nbsp;154\/09, BFH\/NV 2010, 1652, und vom 1.&nbsp;August 2012 IV&nbsp;R&nbsp;55\/11, BFH\/NV 2012, 1826, m.w.N.). Sind die oben genannten Voraussetzungen erf&uuml;llt, ist im Regelfall das Ermessen auf Null reduziert und das Verfahren auszusetzen. Dennoch bleibt die Aussetzung bei einem anh&auml;ngigen Musterverfahren eine einzelfallbezogene Ermessensentscheidung (so zu Recht Brandis in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;74 FGO Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Grunds&auml;tze ist es ermessensgerecht, das Verfahren nicht auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der erkennende Senat teilt ausdr&uuml;cklich nicht die Auffassung der Kl&auml;ger, ein Revisionskl&auml;ger k&ouml;nne ohne jegliche Einschr&auml;nkungen bestimmen, ob er sein Verfahren selbst fortf&uuml;hren oder den Ausgang eines vorgreiflichen Verfahrens abwarten will. Zwar hat der BFH entschieden, es geh&ouml;re zum Recht individueller Prozessf&uuml;hrung eines B&uuml;rgers, dass sein Verfahren zum vor&uuml;bergehenden Stillstand gebracht werde, wenn bereits Prozesse anh&auml;ngig seien; dies gelte jedenfalls dann, wenn das Begehren auf Ruhen oder Aussetzung des Verfahrens nicht von sachwidrigen Motiven getragen sei (Urteil vom 29.&nbsp;April 2003 VI&nbsp;R&nbsp;140\/90, BFHE 202, 49, BStBl II 2003, 719, und Senatsbeschluss in BFH\/NV 2007, 1693). Diese Erw&auml;gungen sind jedoch im Rahmen von Kostenentscheidungen ergangen und k&ouml;nnen nicht dergestalt verallgemeinert werden, dass ein Kl&auml;ger jederzeit Anspruch auf vor&uuml;bergehenden Stillstand seines Verfahrens hat. Sie st&uuml;nden ansonsten im Widerspruch zu den Vorschriften zum Ruhen des Verfahrens, das von der Zustimmung beider Parteien abh&auml;ngig ist (vgl. &sect;&nbsp;251 der Zivilprozessordnung), zur Klage- oder Revisionsr&uuml;cknahme, die nach einer m&uuml;ndlichen Verhandlung oder dem Ergehen eines Gerichtsbescheids nur mit Einwilligung des Prozessgegners m&ouml;glich ist (&sect;&nbsp;72 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO, &sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO) sowie in Bezug auf die Aussetzung des Verfahrens gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;74 FGO, die grunds&auml;tzlich im Ermessen des Gerichts steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei der Abw&auml;gung der jeweiligen Interessenlagen ist nicht zu verkennen, dass die Kl&auml;ger ein begr&uuml;ndetes Interesse an der Aussetzung des Verfahrens haben. Sollte n&auml;mlich das BVerfG in der Verfassungsbeschwerde 1&nbsp;BvR&nbsp;1359\/11 zum Ergebnis kommen, der BFH habe in seinem Urteil in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11 mit &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO eine verfassungswidrige Vorschrift angewandt bzw. sie sei von ihm nicht verfassungskonform ausgelegt worden, w&auml;re dies auch im Streitfall zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem steht aber das Interesse des FA gegen&uuml;ber, das Verfahren z&uuml;gig zu beenden und Rechtssicherheit u.a. in Bezug auf die Rechtsfrage zu erhalten, ob das FA die durch die Berufung auf ein pr&auml;judizielles Verfahren bewirkte Verfahrensruhe im Einspruchsverfahren durch einen Vorl&auml;ufigkeitsvermerk derselben Reichweite beenden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Aussetzung des Verfahrens ist indes bereits deswegen nicht zwingend, weil f&uuml;r den Senat nicht erkennbar ist, dass zahlreiche Parallelf&auml;lle existieren. Bislang sind lediglich die beiden oben genannten Verfahren vor dem BVerfG anh&auml;ngig. Zus&auml;tzlich sind vor dem BFH Revisionsverfahren eines Ehepaares anh&auml;ngig, die u.a. die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit sowohl des Zusammenwirkens der Vorschriften der gesetzlichen Zwangsruhe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO mit der vorl&auml;ufigen Steuerfestsetzung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO als auch der eingeschr&auml;nkten steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung der Beitr&auml;ge zur Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit zum Gegenstand haben. Diese Verfahren wurden jedoch mit Zustimmung aller Beteiligten zum Ruhen gebracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, der gegen die Aussetzung des Verfahrens spricht: Das mit der Verfassungsbeschwerde angegriffene BFH-Urteil in BFHE 231, 7, BStBl II 2011, 11 bezieht sich vor allem auf die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit eines Vorl&auml;ufigkeitsvermerks nach &sect;&nbsp;165 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 AO. Im Streitfall sind hingegen die Voraussetzungen f&uuml;r den Eintritt sowie die Beendigung der Zwangsruhe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;363 Abs.&nbsp;2 AO durch eine vorl&auml;ufige Steuerfestsetzung sowie die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der durch den Vorl&auml;ufigkeitsvermerk eingetretenen &Auml;nderung der Steuerbescheide streitig. Es ist daher sinnvoll, das Verfahren nicht auszusetzen, sondern erneut &#8211;diesmal schwerpunktm&auml;&szlig;ig zu einem anderen Teilbereich&#8211; zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.1.2013, X R 32\/08 Beendigung der Verfahrensruhe im Einspruchsverfahren durch Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Rechtsschutz &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r Eintritt und Beendigung der Zwangsruhe gem&auml;&szlig; &sect; 363 Abs. 2 AO &#8211; Unterlassene Anh&ouml;rung des Steuerpflichtigen nach Wegfall des Ruhensgrundes &#8211; Verfassungskonforme Auslegung einer Steuerrechtsnorm &#8211; &Auml;nderung von Steuerbescheiden durch Aufnahme von Vorl&auml;ufigkeitsvermerken als Teilabhilfe im &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-32-08-beendigung-der-verfahrensruhe-im-einspruchsverfahren-durch-vorlaeufigkeitsvermerk-rechtsschutz-voraussetzungen-fuer-eintritt-und-beendigung-der-zwangsruhe-gemaess-par-363-abs-2-ao-unterlasse\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;32\/08 &#8211; Beendigung der Verfahrensruhe im Einspruchsverfahren durch Vorl&auml;ufigkeitsvermerk &#8211; Rechtsschutz &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r Eintritt und Beendigung der Zwangsruhe gem&auml;&szlig; &sect; 363 Abs. 2 AO &#8211; Unterlassene Anh&ouml;rung des Steuerpflichtigen nach Wegfall des Ruhensgrundes &#8211; Verfassungskonforme Auslegung einer Steuerrechtsnorm &#8211; &Auml;nderung von Steuerbescheiden durch Aufnahme von Vorl&auml;ufigkeitsvermerken als Teilabhilfe im Einspruchsverfahren &#8211; Umfang von Vorl&auml;ufigkeitsvermerken &#8211; Abzug von Beitr&auml;gen zur Arbeitslosenversicherung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-41384","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41384","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41384"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41384\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}