{"id":41417,"date":"2013-05-24T09:09:58","date_gmt":"2013-05-24T07:09:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=41417"},"modified":"2013-05-24T09:09:58","modified_gmt":"2013-05-24T07:09:58","slug":"x-b-139-12-ueberraschungsentscheidung-nach-hinweis-des-gerichts-kuerzung-des-vorwegabzugs-bei-nicht-sozialversicherungspflichtiger-abfindung-wegen-aufloesung-des-beschaeftigungsverhaeltnisses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-139-12-ueberraschungsentscheidung-nach-hinweis-des-gerichts-kuerzung-des-vorwegabzugs-bei-nicht-sozialversicherungspflichtiger-abfindung-wegen-aufloesung-des-beschaeftigungsverhaeltnisses\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;139\/12 &#8211; &Uuml;berraschungsentscheidung nach Hinweis des Gerichts; K&uuml;rzung des Vorwegabzugs bei nicht sozialversicherungspflichtiger Abfindung wegen Aufl&ouml;sung des Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.3.2013, X B 139\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">&Uuml;berraschungsentscheidung nach Hinweis des Gerichts; K&uuml;rzung des Vorwegabzugs bei nicht sozialversicherungspflichtiger Abfindung wegen Aufl&ouml;sung des Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind Ehegatten und wurden im Streitjahr 2004 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin war seit 1992 sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt, aufgrund von Mutterschaftszeiten allerdings in den letzten Jahren vor 2004 nur vom 16.&nbsp;August 2000 bis zum 31.&nbsp;August 2000 aktiv t&auml;tig. F&uuml;r diesen Zeitraum nahm sie Urlaub und erhielt Urlaubsgeld. Am 29.&nbsp;Juni 2004 bzw. 8.&nbsp;Juli 2004 schloss die Kl&auml;gerin mit ihrer Arbeitgeberin einen Aufhebungsvertrag und erhielt eine Abfindungszahlung in H&ouml;he von 23.100&nbsp;EUR, wovon 15.900&nbsp;EUR steuerpflichtig waren. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;ger erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; und k&uuml;rzte den Vorwegabzug f&uuml;r die Vorsorgeaufwendungen der Kl&auml;gerin um 16&nbsp;% des steuerpflichtigen Anteils der Abfindungszahlung. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchsverfahren machten die Kl&auml;ger geltend, dass der Vorwegabzug nicht zu k&uuml;rzen sei, da im Streitjahr keine Zukunftssicherungsleistungen nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;62 des Einkommensteuergesetzes (EStG) erbracht worden seien. Unerheblich seien die Verh&auml;ltnisse in anderen Kalenderjahren. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruchs- und Klageverfahren hatten keinen Erfolg. Im Klageverfahren wies der Berichterstatter darauf hin, dass die Kl&auml;ger nicht auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 26.&nbsp;September 2006 X&nbsp;R&nbsp;7\/05 (BFH\/NV 2007, 34) eingegangen seien. Soweit die Klage aufrechterhalten werden sollte, w&auml;re im Hinblick auf dieses Urteil eine Auseinandersetzung angezeigt. Da die Kl&auml;ger dieses Urteil f&uuml;r nicht einschl&auml;gig hielten, verzichteten sie im Schriftsatz vom 30.&nbsp;Januar 2012 auf eine inhaltliche Auseinandersetzung. F&uuml;r den Fall, dass das Gericht wider Erwarten diese Auffassung nicht teile, erbaten sie einen entsprechenden Hinweis. Ein solcher erfolgte weder im schriftlichen Verfahren noch ausweislich des Protokolls in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 23.&nbsp;Mai 2012. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies mit Urteil vom 23.&nbsp;Mai 2012 die Klage ab. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Nichtzulassungsbeschwerde r&uuml;gen die Kl&auml;ger den Verfahrensmangel einer &Uuml;berraschungsentscheidung. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA tritt der Beschwerde entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde der Kl&auml;ger ist zumindest unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der von den Kl&auml;gern behauptete Verfahrensmangel (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) liegt nicht vor. Zu Unrecht machen die Kl&auml;ger geltend, das FG habe eine &Uuml;berraschungsentscheidung erlassen und dadurch den Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r verletzt (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO und &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 FGO). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine &Uuml;berraschungsentscheidung kann vorliegen, wenn das FG sein Urteil auf einen bis dahin nicht er&ouml;rterten rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt st&uuml;tzt und damit dem Rechtsstreit eine Wendung gibt, mit der auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter selbst unter Ber&uuml;cksichtigung der Vielzahl vertretbarer Rechtsauffassungen nach dem bisherigen Verlauf der Verhandlung nicht rechnen musste (BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;Juli 2012 IX&nbsp;B&nbsp;3\/12, BFH\/NV 2012, 1635). Einer umfassenden Er&ouml;rterung der f&uuml;r die Entscheidung ma&szlig;geblichen Gesichtspunkte bedarf es dabei nicht (so schon BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;Mai 2000 VI&nbsp;B&nbsp;100\/00, BFH\/NV 2000, 1235). Auch obliegt dem FG keine allgemeine Hinweispflicht in dem Sinne, dass es seine m&ouml;gliche Beurteilung irgendwie andeuten m&uuml;sse (BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;Oktober 2012 III&nbsp;B&nbsp;68\/12, nicht ver&ouml;ffentlicht). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im vorliegenden Fall scheidet eine solche &Uuml;berraschungsentscheidung schon deshalb aus, weil das FG die Kl&auml;ger zur Stellungnahme in Bezug auf das BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 34 aufgefordert hatte. Dabei hatte das FG ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen, dass bei Aufrechterhalten der Klage eine solche Auseinandersetzung angezeigt sei. Es wurde somit hinreichend deutlich, dass dieses Urteil und die dort gemachten Aussagen zum Gegenstand der m&uuml;ndlichen Verhandlung gemacht w&uuml;rden. Eines weitergehenden Hinweises seitens des FG bedurfte es nicht. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Etwas anderes ergibt sich auch nicht dadurch, dass die Kl&auml;ger &#8211;anders als das FG&#8211; diese Entscheidung f&uuml;r nicht einschl&auml;gig hielten und ansonsten um einen weiteren Hinweis baten. Der Grundsatz des rechtlichen Geh&ouml;rs verpflichtet das FG nicht, den Beteiligten die f&uuml;r die Entscheidung ma&szlig;geblichen Gesichtspunkte anzudeuten und sie mit den Beteiligten umfassend zu er&ouml;rtern (BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Juli 2012 I&nbsp;B&nbsp;131\/11, BFH\/NV 2012, 1815). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Gesagte gilt erst recht im Verh&auml;ltnis zu einem Beteiligten, der wie im Streitfall der Kl&auml;ger als Wirtschaftspr&uuml;fer und Steuerberater rechtskundig ist. Die Kl&auml;ger &#8211;der Kl&auml;ger vertrat die Kl&auml;gerin&#8211; mussten aufgrund dieser Rechtskunde davon ausgehen, dass sich der Hinweis des FG nicht aufgrund ihrer Erwiderung erledigt hatte. Gerade ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter wie der Kl&auml;ger musste unter Ber&uuml;cksichtigung der Vielzahl vertretbarer Rechtsauffassungen nach dem bisherigen Verlauf des Verfahrens damit rechnen, dass das FG die aufgezeigte BFH-Entscheidung &#8211;auch weiterhin&#8211; f&uuml;r einschl&auml;gig hielt. Die Kl&auml;ger blieben deshalb gehalten, der Aufforderung des FG nachzukommen und sich inhaltlich mit der angesprochenen Entscheidung des BFH auseinanderzusetzen. Ggf. h&auml;tten die Kl&auml;ger von sich aus in der m&uuml;ndlichen Verhandlung die weitergehende Er&ouml;rterung in diesem Punkt suchen m&uuml;ssen. Dies haben sie vers&auml;umt. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dementsprechend ist auch darin, dass das FG den Hinweis unterlassen hat, es halte das Senatsurteil in BFH\/NV 2007, 34 weiterhin f&uuml;r einschl&auml;gig, keine Verletzung der richterlichen Hinweispflicht nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 FGO zu sehen. Liegt die rechtliche Bedeutung bestimmter Tatsachen und die sich daraus ergebende Notwendigkeit, diese Tatsachen bei Gericht vorzubringen und zu substantiieren, zur Erreichung des Prozessziels auf der Hand, so stellt ein unterlassener Hinweis jedenfalls dann keine gegen &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 FGO versto&szlig;ende Pflichtverletzung dar, wenn der Kl&auml;ger steuerlich beraten und im Prozess entsprechend vertreten wird (Senatsbeschluss vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;120\/09, BFH\/NV 2010, 1240, und BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2001 VII&nbsp;B&nbsp;231\/00, BFH\/NV 2001, 1012, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Kl&auml;ger dar&uuml;ber hinaus geltend machen, dass die Auslegung des BFH-Urteils in BFH\/NV 2007, 34 gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG versto&szlig;e und auf Literaturansichten verweisen, die sich kritisch mit der Rechtsprechung des angerufenen Senats in Bezug auf die K&uuml;rzung des Vorwegabzugs f&uuml;r Vorsorgeaufwendungen bei Nachzahlung von Arbeitslohn auseinandersetzen, wird sinngem&auml;&szlig; die Revisionszulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) begehrt. Auch insoweit ist die Beschwerde &#8211;unabh&auml;ngig von den erheblichen Zweifeln an der Erf&uuml;llung der Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO&#8211; jedenfalls unbegr&uuml;ndet. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Macht ein Beschwerdef&uuml;hrer die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO geltend, so hat er zun&auml;chst eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herauszustellen. Daf&uuml;r ist erforderlich, dass er die entscheidungserhebliche Rechtsfrage hinreichend konkretisiert; nicht ausreichend ist eine Fragestellung, deren Beantwortung von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngt (Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;116 FGO Rz&nbsp;171). Des Weiteren muss in der Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen dargetan werden, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu muss dargelegt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchem Grunde die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2011 X&nbsp;B&nbsp;151\/10, BFH\/NV 2011, 1165; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;32, 35, m.w.N.). Insbesondere muss sich der Beschwerdef&uuml;hrer auch mit der bereits vorhandenen Rechtsprechung auseinandersetzen und substantiiert darlegen, weshalb nach seiner Ansicht diese Rechtsprechung keine Kl&auml;rung herbeigef&uuml;hrt habe (vgl. nur BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;10\/10, BFH\/NV 2012, 953, m.w.N.). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine solche Kl&auml;rung liegt aufgrund der gefestigten Senatsrechtsprechung in Bezug auf die K&uuml;rzung der Vorsorgepauschale gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz 2 Buchst.&nbsp;a EStG a.F. vor. Der Senat hat in seinem Urteil in BFH\/NV 2007, 34 die Vorschrift des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz 2 Buchst.&nbsp;a EStG a.F. unter Ber&uuml;cksichtigung der Gesetzesentwicklung wie auch des in der streitigen Norm zum Ausdruck kommenden gesetzgeberischen Willens zur pauschalierenden Handhabung der K&uuml;rzungsvorschriften dahingehend ausgelegt, dass es entscheidend auf den Charakter des Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses ankomme. Nachgezahlter Arbeitslohn, der einem aktiven Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis zuzurechnen sei, in dessen Rahmen der Steuerpflichtige durch Zukunftssicherungsausgaben des Arbeitgebers oder durch den Erwerb von Altersversorgungsanspr&uuml;chen beg&uuml;nstigt worden sei, f&uuml;hre auch dann zur K&uuml;rzung des Vorwegabzugs, wenn er erst nach Beendigung der aktiven T&auml;tigkeit in einem sp&auml;teren Veranlagungszeitraum zur Auszahlung an den Steuerpflichtigen gelange. Ausdr&uuml;cklich hat der Senat hierunter auch den Bezug einer nicht der Sozialversicherungspflicht unterliegenden Abfindung wegen Aufl&ouml;sung des Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses gefasst. Diese Rechtsprechung ist vom Senat im Urteil vom 20.&nbsp;Dezember 2006 X&nbsp;R&nbsp;38\/05 (BFHE 216, 297, BStBl II 2007, 823) best&auml;tigt worden. Die hiergegen erhobene Verfassungsbeschwerde wurde nicht zur Entscheidung angenommen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) An dieser Auffassung, die das FG seiner Entscheidung zu Recht zugrunde gelegt hat, h&auml;lt der Senat fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO ab. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.3.2013, X B 139\/12 &Uuml;berraschungsentscheidung nach Hinweis des Gerichts; K&uuml;rzung des Vorwegabzugs bei nicht sozialversicherungspflichtiger Abfindung wegen Aufl&ouml;sung des Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind Ehegatten und wurden im Streitjahr 2004 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin war seit 1992 sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt, aufgrund von Mutterschaftszeiten allerdings in &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-139-12-ueberraschungsentscheidung-nach-hinweis-des-gerichts-kuerzung-des-vorwegabzugs-bei-nicht-sozialversicherungspflichtiger-abfindung-wegen-aufloesung-des-beschaeftigungsverhaeltnisses\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;139\/12 &#8211; &Uuml;berraschungsentscheidung nach Hinweis des Gerichts; K&uuml;rzung des Vorwegabzugs bei nicht sozialversicherungspflichtiger Abfindung wegen Aufl&ouml;sung des Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-41417","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41417","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41417"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41417\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41417"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41417"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41417"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}