{"id":42179,"date":"2013-05-23T09:30:11","date_gmt":"2013-05-23T07:30:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=42179"},"modified":"2018-01-02T16:07:45","modified_gmt":"2018-01-02T14:07:45","slug":"aufwendungen-fur-doppelbett-mit-einseitig-motorisch-verstellbarem-einlegerahmen-sind-nicht-als-ausergewohnliche-belastung-abzugsfahig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/aufwendungen-fur-doppelbett-mit-einseitig-motorisch-verstellbarem-einlegerahmen-sind-nicht-als-ausergewohnliche-belastung-abzugsfahig\/","title":{"rendered":"Aufwendungen f\u00fcr Doppelbett mit einseitig motorisch verstellbarem Einlegerahmen sind nicht als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung abzugsf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"<h2>FG Baden-W\u00fcrttemberg Urteil vom 24.4.2013, 2 K 1962\/12<\/h2>\n<p>Aufwendungen f\u00fcr Doppelbett mit einseitig motorisch verstellbarem Einlegerahmen sind nicht als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung (Krankheitskosten) abzugsf\u00e4hig<\/p>\n<p>Tenor<\/p>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>I. Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>II. Der Kl\u00e4ger tr\u00e4gt die Kosten des Verfahrens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>III. Die Revision wird nicht zugelassen.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob Aufwendungen f\u00fcr die Anschaffung eines Doppelbettes mit einseitig motorisch verstellbarem Einlegerahmen als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung zu ber\u00fccksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der seit dem Jahr 2007 geschiedene Kl\u00e4ger ist als selbst\u00e4ndiger Unternehmensberater erwerbst\u00e4tig. Am 28. Dezember 2009 hatte der Kl\u00e4ger einen schweren Skiunfall in \u00d6sterreich. Dabei zog er sich Kombinationsverletzungen der linken Schulter und des linken Beines zu. Es handelte sich um eine Tr\u00fcmmerfraktur des linken Kniegelenks und des Unterschenkels bis oberhalb des Sprunggelenks sowie eine schwere Sch\u00e4digung des Kapsel- und Sehnenapparats der linken Schulter. Diese Verletzungen erforderten einen Krankenhaus- und Rehaaufenthalt. Zur alsbaldigen Wiederherstellung der Arbeitsf\u00e4higkeit des Kl\u00e4gers hielt der behandelnde Arzt Dr. B die h\u00e4usliche Nutzung eines medizinischen Krankenbetts f\u00fcr erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ausweislich der Rechnung vom 19. Januar 2010 erwarb der Kl\u00e4ger bei einem Fachgesch\u00e4ft in X ein Doppelbett, Rotbuche massiv, einseitig mit einem Motoreinlegerahmen zur Verstellbarkeit des Oberk\u00f6rperteils, des Ober- und Unterschenkelteils sowie des Nackenteils. Ansonsten sind die Bestandteile (Matratzen, Molton, Schoner) des Doppelbetts identisch. Es handelte sich\u00a0\u00a0um ein Ausstellungsst\u00fcck, dessen erm\u00e4\u00dfigter Preis i.H.v. 6.313 Euro nach Angaben des Verk\u00e4ufers denjenigen eines funktionsgleichen Einzelbettes bei einer vier- bis sechsw\u00f6chigen Lieferzeit um 72 Euro \u00fcberstieg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In der Einkommensteuererkl\u00e4rung 2010 machte der Kl\u00e4ger Aufwendungen f\u00fcr ein Bett i.H.v. 6.313 Euro als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung geltend, die das beklagte Finanzamt (FA) in dem Einkommensteuerbescheid vom 13. Februar 2012 nicht zum Abzug zulie\u00df.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Hiergegen legte der Kl\u00e4ger am 5. M\u00e4rz 2012 mit der Begr\u00fcndung Einspruch ein, ungeachtet der strittigen R\u00fcckwirkung des Steuervereinfachungsgesetzes (StVereinfG) 2011 seien dessen Anforderungen erf\u00fcllt und die Aufwendungen f\u00fcr das Krankenbett voll umf\u00e4nglich als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung zu ber\u00fccksichtigen. Am 9. Mai 2012 bat der Kl\u00e4ger erfolglos um Er\u00f6rterung der Streitsache mit dem FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>6<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Durch Entscheidung vom 15. Mai 2012 wies das FA den Einspruch als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck. Der Einspruch sei bereits entscheidungsreif. Eine Er\u00f6rterung der Streitsache vor Entscheidung \u00fcber den Rechtsbehelf gem. \u00a7 364 a Abgabenordnung (AO) werde abgelehnt, da diese nicht zur Aufhellung der Sach- und Rechtslage beitragen k\u00f6nne. Die geltend gemachten Aufwendungen seien nicht als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung abzugsf\u00e4hig, da die Voraussetzungen des \u00a7 64 Abs. 1 Einkommensteuer-Durchf\u00fchrungsverordnung (EStDV) in der anzuwendenden Fassung des StVereinfG 2011 nicht vorl\u00e4gen. Danach sei der Nachweis der Zwangsl\u00e4ufigkeit f\u00fcr medizinische Hilfsmittel, die als allgemeine Gebrauchsgegenst\u00e4nde des t\u00e4glichen Lebens i.S.v. \u00a7 33 Abs. 1 Sozialgesetzbuch (SGB ) F\u00fcnftes Buch (V) anzusehen seien, durch amts\u00e4rztliches Gutachten oder eine \u00e4rztliche Bescheinigung eines Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung zu erbringen. Dieser Nachweis m\u00fcsse vor Erwerb des medizinischen Hilfsmittels ausgestellt worden sein. Hieran fehle es vorliegend. Die Best\u00e4tigung des \u00f6sterreichischen Arztes reiche nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>7<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der am 11. Juni 2012 erhobenen Klage verfolgt der Kl\u00e4ger sein Begehren weiter. Zur Begr\u00fcndung der Klage l\u00e4sst er im Wesentlichen folgendes vortragen: Die Aufwendungen f\u00fcr das Krankenbett seien als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung abzugsf\u00e4hig. Er erbringe seine Leistungen als selbst\u00e4ndiger Unternehmensberater nahezu ausschlie\u00dflich in eigener Person. Der schwere Unfall habe seine wirtschaftliche Existenz gef\u00e4hrdet, da im Normalfall ein mehrmonatiger Krankenhausaufenthalt erforderlich gewesen w\u00e4re. Alle Ma\u00dfnahmen h\u00e4tten nur dem Ziel gedient, die berufliche T\u00e4tigkeit zumindest in geringem Umfang wieder aufnehmen zu k\u00f6nnen. Durch die unverz\u00fcgliche Lieferung des Bettes sei dies m\u00f6glich gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>8<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Streitig seien die Zwangsl\u00e4ufigkeit der Ma\u00dfnahme sowie die Voraussetzungen f\u00fcr den Nachweis. Zum Zeitpunkt des Unfalls h\u00e4tten f\u00fcr die Zwangsl\u00e4ufigkeit einer entsprechenden Anschaffung die allgemeinen Beweisregeln G\u00fcltigkeit gehabt. Das FA stufe das Krankenbett als medizinisches Hilfsmittel ein, welches gleichzeitig ein allgemeiner Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens sei. Mithin komme \u00a7 64 Abs. 1 Nr. 2 e EStDV zur Anwendung. Dies sei unzutreffend. Ein Krankenpflegebett sei nach herrschender Meinung kein allgemeiner Gebrauchsgegenstand. Die Zwangsl\u00e4ufigkeit sei demnach gem. \u00a7 64 Abs. 1 Nr. 1 EStDV durch die Verordnung eines Arztes nachzuweisen gewesen. Diese liege durch die Verordnung des Bettes durch den behandelnden Chirurgen vor. Auch wenn man das Bett als allgemeinen Gebrauchsgegenstand ansehe, h\u00e4tte die Verordnung des Arztes wesentliche Indizkraft. \u00a7 64 EStDV i.d. F. des StVereinfG 2011 sei im vorliegenden Verfahren nicht anwendbar. \u00a7 64 EStDV werde durch \u00a7 33 Abs. 4 EStG legitimiert. Dieser sei mit seiner Verk\u00fcndung in Kraft getreten und gelte erstmals ab dem Veranlagungszeitraum 2011. Bis dahin fehle es an einer Erm\u00e4chtigungsgrundlage, so dass sich die Frage einer R\u00fcckwirkung gar nicht stelle. Dessen ungeachtet sei dem Einwand des FA, der erforderliche qualifizierte Nachweis i.S.v. \u00a7 64 Abs. 1 Nr. 2 EStDV liege nicht vor, entgegen zu halten, dass eine Verordnung nach Nr. 1 vorliege. Ein Nachweis nach Nr. 2 w\u00e4re nur notwendig, wenn das Bett einem Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens gleich zu setzen w\u00e4re. Dann m\u00fcsste aber eingewandt werden, dass die Erf\u00fcllung dieser Vorgabe mangels gesetzlicher Regelung im Zeitpunkt des Unfalls und mangels verf\u00fcgbarer Zeit objektiv unm\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Bei unfallbedingten Ereignissen k\u00f6nnten nicht dieselben Ma\u00dfst\u00e4be wie im Fall des Urteils des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19. April 2012 VI R 74\/10 &#8211; Kur &#8211; (BStBl II 2012, 577) angelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>9<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach der Best\u00e4tigung des Bettenlieferanten sei das Bett zwar kein klassisches Krankenhauspflegebett. Es sei jedoch auch f\u00fcr den Pflege- und Rehabereich f\u00fcr Endkunden konzipiert. Das Bett erf\u00fclle somit die Eigenschaften eines Krankenpflegebettes. Mangels gesetzlicher Definition sei daher zu folgern, dass das angeschaffte Bett nicht nur die Eigenschaften eines Krankenpflegebettes erf\u00fclle, sondern auch ein solches sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>10<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach der vom FA geforderten Best\u00e4tigung der Krankenversicherung vom 6. Februar 2013 fielen die streitigen Aufwendungen f\u00fcr das Hilfsmittel nicht in den von ihm versicherten Leistungskatalog. Die Krankenversicherung k\u00f6nne keine Stellungnahme dazu abgeben, ob eine Einstufung des Bettes als Hilfsmittel i.S.d. \u00a7 33 Abs. 1 SGB V zutreffend sei oder nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>11<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger beantragt, den Einkommensteuerbescheid 2010 vom 13. Februar 2012 zu \u00e4ndern und Aufwendungen f\u00fcr die Anschaffung eines Krankenpflegebettes i.H.v. 6.313 Euro abz\u00fcglich der zumutbaren Belastung i.H.v. 637 Euro als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung zu ber\u00fccksichtigen, hilfsweise, die Revision zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>12<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>13<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zur Begr\u00fcndung seines Antrags auf Klageabweisung nimmt es auf die Einspruchsentscheidung vom 15. Mai 2012 Bezug und f\u00fchrt erg\u00e4nzend folgendes aus: Es werde weiterhin die Auffassung vertreten, dass es sich bei dem angeschafften Bett um einen Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens handle. Nach dem Urteil des Bundessozialgericht vom 16. September 1999 B 3 KR 1\/99 R sei ein Gegenstand allgemeiner Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens, wenn er von der Konzeption her nicht vorwiegend f\u00fcr Kranke und Behinderte gedacht sei. Die Produktbeschreibung des Herstellers im Internet des vom Kl\u00e4ger angeschafften motorbetriebenen Einlegerahmens Innova M4 Memory spreche jedenfalls daf\u00fcr, dass es sich um einen Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens handle. Aus dieser Werbung sei ersichtlich, dass das Bett einem umfassenden Komfort und einem allgemeinen menschlichen Grundbed\u00fcrfnis, n\u00e4mlich einem gesunden und erholsamen Schlaf, dienen wolle. Es handle sich daher bei diesem Lattenrost nicht um einen Gegenstand, der spezifisch f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung einer Krankheit oder f\u00fcr den Ausgleich einer Behinderung gedacht sei. Ein solcher Lattenrost werde auch f\u00fcr Gesunde hergestellt sowie von diesen gekauft und genutzt. Der Vertrieb des Lattenrostes finde im normalen Bettenfachhandel und sogar online im Internet, z.B. bei Amazon, statt. Dort k\u00f6nne der betreffende Lattenrost mit einer Lieferfrist von drei bis vier Tagen erworben werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>14<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auch in der Rechtsprechung der Sozialgerichte w\u00fcrden motorbetriebene Lattenroste als Gebrauchsgegenst\u00e4nde des t\u00e4glichen Lebens deklariert. So vom Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen im Urteil des 4. Senats vom 21. Februar 2005 L 4 KR 138\/03 sowie im Urteil der 24. Kammer des Sozialgerichts Dortmund vom 14. Dezember 1990 S 24 Kn 120\/89. Nach dem vom Kl\u00e4ger zitierten Urteil des Verwaltungsgerichts Karlsruhe vom 19. Februar 2009 9 K 1765\/07 sei bei einem Pflegebett die kranken- und behindertengerechte Ver\u00e4nderung nach Art und Ausma\u00df so umfassend, dass der Gegenstand einem dem gleichen Zweck dienenden Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens nicht mehr gleichgestellt werden k\u00f6nne. Ein derart umgestaltetes Bett liege im vorliegenden Fall nicht vor. Wie oben ausgef\u00fchrt, handle es sich bei dem motorbetriebenen Lattenrost um einen Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens. Dies gelte erst recht f\u00fcr die weiteren angeschafften Teile des Bettes wie Bettgestell, die beiden Schaumstoffmatratzen, den Einlegerahmen Innova KSK, die Moltonauflagen und die Filzschoner. Diese Bestandteile wiesen allesamt keine besonderen Eigenschaften auf, die f\u00fcr ein Krankenpflegebett spr\u00e4chen. Es k\u00f6nne daher nicht von einem Krankenpflegebett ausgegangen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>15<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im \u00dcbrigen habe f\u00fcr die Anschaffung des zweiten Bettsystems keine Zwangsl\u00e4ufigkeit i.S.d. \u00a7 33 Abs. 2 Satz 1 EStG bestanden. Es sei nicht ersichtlich, dass sich der Kl\u00e4ger dem nicht habe entziehen k\u00f6nnen. Die vorgetragene Begr\u00fcndung, die Anschaffung eines Einzelbettes sei nur unwesentlich g\u00fcnstiger gewesen als diejenige eines Doppelbettes, f\u00fchre jedenfalls nicht zur Zwangsl\u00e4ufigkeit i.S.d. Gesetzes. Das gleiche gelte hinsichtlich des Umstandes, dass es sich um ein schnell lieferbares Ausstellungsst\u00fcck gehandelt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>16<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Des Weiteren m\u00fcsste sich der Kl\u00e4ger den durch die Neuanschaffung des Bettes ergebenden Vorteil \u201eNeu-gegen-Alt\u201c anrechnen lassen. Der erforderliche qualifizierte Nachweis i.S.v. \u00a7 64 Abs. 1 Nr. 2 EStDV liege nicht vor. Nach \u00a7 84 Abs. 3 f EStDV i.d.F. des\u00a0\u00a0StVereinfG 2011 sei \u00a7 64 Abs. 1 EStDV in allen F\u00e4llen anzuwenden, in denen die Einkommensteuer noch nicht bestandskr\u00e4ftig festgesetzt sei. Der Bundesfinanzhof (BFH) habe im Urteil vom 19. April 2012 VI R 74\/10 (a.a.O.) hierzu aktuell ausdr\u00fccklich entschieden, dass diese Regelung verfassungsrechtlich unter keinem Gesichtspunkt zu beanstanden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>17<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im \u00dcbrigen habe der Kl\u00e4ger die vom Gericht angeforderte Verordnung des Krankenpflegebettes vom 9. Januar 2010 nicht vorlegen k\u00f6nnen, da diese angeblich nicht mehr auffindbar sei. Der Geschehensablauf lasse es fraglich erscheinen, ob eine entsprechende Verordnung jemals vorhanden gewesen sei. In der von der \u00f6sterreichischen Klinik am 3. August 2011 ausgestellten \u00e4rztlichen Bescheinigung werde lediglich ausgef\u00fchrt, dass f\u00fcr die h\u00e4usliche Behandlung die Anschaffung eines motorisch betriebenen Bettes notwendig gewesen sei. Von einer hierf\u00fcr fr\u00fcher ausgestellten \u00e4rztlichen Verordnung sei jedoch nicht die Rede. Bei dieser Beweislage sei davon auszugehen, dass eine entsprechende \u00e4rztliche Verordnung f\u00fcr die Anschaffung eines Krankenbettes nicht ausgestellt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>18<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die dem Gericht vom Kl\u00e4ger vorgelegte Best\u00e4tigung vom 29. Februar 2012 der Sanatorium Dr. B GmbH, Y \/ \u00d6sterreich, die von Dr. B unterzeichnet ist, hat u.a. folgenden Inhalt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>19<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zur Fortf\u00fchrung der selbst\u00e4ndigen T\u00e4tigkeit war eine z\u00fcgige Verlegung nach Hause gegeben. Dazu war die Anschaffung eines medizinischen Krankenbetts zwingende Voraussetzung. Wir haben dies am 9. Januar 2010 verordnet und am 3. August 2011 zur Vorlage beim FA erneut best\u00e4tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>20<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die zul\u00e4ssige Klage ist nicht begr\u00fcndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>21<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der angefochtene Einkommensteuerbescheid 2010 ist rechtm\u00e4\u00dfig und verletzt den Kl\u00e4ger deshalb nicht in seinen Rechten (\u00a7 100 Abs. 1 Finanzgerichtsordnung (FGO). Das FA hat die streitigen Aufwendungen f\u00fcr die Anschaffung eines Doppelbettes zu Recht nicht als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung i.S.d. \u00a7 33 Abs. 1 EStG ber\u00fccksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>22<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach \u00a7 33 Abs. 1 EStG wird die Einkommensteuer auf Antrag erm\u00e4\u00dfigt, wenn einem Steuerpflichtigen zwangsl\u00e4ufig gr\u00f6\u00dfere Aufwendungen als der \u00fcberwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverh\u00e4ltnisse, gleicher Verm\u00f6gensverh\u00e4ltnisse und gleichen Familienstands (au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung) erwachsen. Zwangsl\u00e4ufig erwachsen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen dann, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tats\u00e4chlichen oder sittlichen Gr\u00fcnden nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umst\u00e4nden nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht \u00fcbersteigen (\u00a7 33 Abs. 2 Satz 1 EStG). Ziel des \u00a7 33 EStG ist es, zwangsl\u00e4ufige Mehraufwendungen f\u00fcr den existenznotwendigen Grundbedarf zu ber\u00fccksichtigen, die sich wegen ihrer Au\u00dfergew\u00f6hnlichkeit einer pauschalen Erfassung in allgemeinen Freibetr\u00e4gen entziehen. Aus dem Anwendungsbereich des \u00a7 33 EStG ausgeschlossen sind dagegen die \u00fcblichen Aufwendungen der Lebensf\u00fchrung, die in H\u00f6he des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten sind (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211; BFH &#8211; vom 29. September 1989 III R 129\/86, BStBl II 1990, 418).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>23<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung erwachsen Krankheitskosten dem Steuerpflichtigen aus tats\u00e4chlichen Gr\u00fcnden stets zwangsl\u00e4ufig. Allerdings werden nur solche Aufwendungen als Krankheitskosten ber\u00fccksichtigt, die zum Zwecke der Heilung einer Krankheit oder mit dem Ziel get\u00e4tigt werden, die Krankheit ertr\u00e4glich zu machen (z.B. Urteile des BFH vom 17. Juli 1981 VI R 77\/78, BStBl II 1981, 711; vom 13. Februar 1987 III R 208\/81, BStBl II 1987, 427, und vom 20. M\u00e4rz 1987 III R 150\/86, BStBl II 1987, 596).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>24<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Aufwendungen f\u00fcr die eigentliche Heilbehandlung werden typisierend als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung ber\u00fccksichtigt, ohne dass es im Einzelfall der nach \u00a7 33 Abs. 2 Satz 1 EStG an sich gebotenen Pr\u00fcfung der Zwangsl\u00e4ufigkeit des Grundes und der H\u00f6he nach bedarf (Urteile des BFH vom 1. Februar 2001 III R 22\/00, BStBl II 2001, 543, sowie vom 3. Dezember 1998 III R 5\/98, BStBl II 1999, 227, m.w.N.). Eine derart typisierende Behandlung der Krankheitskosten ist zur Vermeidung eines unzumutbaren Eindringens in die Privatsph\u00e4re geboten (Urteil des BFH vom 1. Februar 2001 III R 22\/00, a.a.O.). Dies gilt aber nur dann, wenn die Aufwendungen medizinisch indiziert sind (vgl. des BFH vom 18. Juni 1997 III R 84\/96, BStBl II 1997, 805).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>25<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Allerdings hat der Steuerpflichtige die Zwangsl\u00e4ufigkeit von Aufwendungen im Krankheitsfall\u00a0\u00a0in bestimmten F\u00e4llen formalisiert nachzuweisen. Bei krankheitsbedingten Aufwendungen f\u00fcr Arznei-, Heil- und Hilfsmittel (\u00a7\u00a7 2, 3, 23, 31 bis 33 SGB V) ist dieser Nachweis nach \u00a7 64 Abs. 1 Nr. 1 EStDV i.d.F. des StVereinfG 2011 durch eine Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers zu f\u00fchren. Bei Aufwendungen f\u00fcr Ma\u00dfnahmen, die ihrer Art nach nicht eindeutig nur der Heilung oder Linderung einer Krankheit dienen k\u00f6nnen und deren medizinische Indikation deshalb schwer zu beurteilen ist, verlangt \u00a7\u00a064 Abs. 1 Nr. 2 EStDV i.d.F. des StVereinfG 2011 ein vor Beginn der Heilma\u00dfnahme oder dem Erwerb des medizinischen Hilfsmittels ausgestelltes amts\u00e4rztliches Gutachten oder eine vorherige \u00e4rztliche Bescheinigung eines Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (\u00a7 275 SGB V). Ein solcher qualifizierter Nachweis ist beispielsweise bei medizinischen Hilfsmitteln, die als allgemeine Gebrauchsgegenst\u00e4nde des t\u00e4glichen Lebens i.S.v. \u00a7 33 Abs. 1 SGB V anzusehen sind (\u00a7 64 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 e EStDV i.d.F. des StVereinfG 2011), erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>26<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Voraussetzungen der qualifizierten Nachweispflicht des \u00a7 64 Abs. 1 Nr. 2 e EStDV sind im Streitfall gegeben. Denn bei dem vom Kl\u00e4ger angeschafften Doppelbett handelt es sich um ein Hilfsmittel im weiteren Sinne, das &#8211; wie z.B. ein orthop\u00e4discher Stuhl &#8211; auch von gesunden Steuerpflichtigen aus Gr\u00fcnden der Vorsorge oder zur Steigerung der Bequemlichkeit genutzt wird. Das vom Kl\u00e4ger genutzte Bett mit motorbetriebenem Einlegerahmen ist wie ein normales, d.h. von einer gro\u00dfen Zahl von Menschen genutztes, Bett ein allgemeiner Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens im Sinne von \u00a7\u00a033 Abs. 1 SGB V. Die Eigenschaft als Gebrauchsgegenstand ging auch nicht dadurch verloren, dass dieser Gegenstand durch gewisse Ver\u00e4nderungen oder durch eine bestimmte Qualit\u00e4t oder Eigenschaft medizingerecht f\u00fcr Kranke oder Behinderte gestaltet wurde. Dies ist nur dann anders, wenn die Ver\u00e4nderung aus medizinischen Gr\u00fcnden nach Art und Ausma\u00df so umfassend ist, dass der Gegenstand einem dem gleichen Zweck dienenden Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens nicht mehr gleichgestellt werden kann. Ma\u00dfgebend f\u00fcr die Abgrenzung ist vor allem, ob der ver\u00e4nderte Gegenstand ausschlie\u00dflich bei Kranken bzw. Behinderten Verwendung findet, oder ob er auch von Gesunden benutzt und ohne weiteres gegen einen dem selben Zweck dienenden handels\u00fcblichen Gegenstand ausgetauscht werden kann (vgl. hierzu Urteil des Bundessozialgerichts &#8211; BSG &#8211; vom 25. Januar 1995 3\/1 RK 63\/93, SoZR 3-2500 \u00a7 33 Nr. 13; Neue Zeitschrift f\u00fcr Sozialrecht &#8211; NZS &#8211; 1995, 412).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>27<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Streitfall handelt es sich bei dem Doppelbett um einen einheitlichen Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens, der auch von Gesunden zur Befriedigung ihres Ruhe- und Schlafbed\u00fcrfnisses genutzt wird. Lediglich das Oberk\u00f6rperteil, das Ober- und Unterschenkelteil sowie das Nackenteil des motorbetriebenen Einlegerahmens sind verstellbar. Ansonsten sind die Bestandteile des Doppelbettes identisch. Insbesondere ist das vom Kl\u00e4ger genutzte Bett nicht in der H\u00f6he verstellbar. Die blo\u00dfe Verwendung eines motorbetriebenen Einlegerahmens macht das Bett noch nicht zu einem Hilfsmittel, das ausschlie\u00dflich von kranken oder behinderten Menschen beansprucht wird. Vielmehr ist das Doppelbett auch \u00e4u\u00dferlich erkennbar auf Grund der gleichen H\u00f6he der beiden Lattenrostrahmen bis zur Matratzenoberkante ein einheitlicher Gegenstand, der auch von Gesunden als Gebrauchsgegenstand des t\u00e4glichen Lebens genutzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>28<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dem formalisierten Nachweisverlangen des \u00a7 64 Abs. 1 Nr. 2 e EStDV ist auch im Streitjahr 2010 zu entsprechen. Denn nach \u00a7 84 Abs. 3 f EStDV i.d.F. des StVereinfG 2011 ist \u00a7 64 Abs. 1 EStDV i.d.F. des StVereinfG 2011 in allen F\u00e4llen, in denen die Einkommensteuer noch nicht bestandskr\u00e4ftig festgesetzt ist, anzuwenden (Urteil des BFH vom 19. April 2012 VI R 74\/10, a.a.O.). Die hiergegen vom Kl\u00e4ger erhobenen Einwendungen greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>29<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Weder die in \u00a7 33 Abs. 4 EStG i.d.F. des StVereinfG 2011 normierte Verordnungserm\u00e4chtigung noch der auf ihrer Grundlage ergangene \u00a7 64 Abs. 1 EStDV i.d.F. des StVereinfG 2011 begegnet rechtsstaatlichen Bedenken. \u00a7 33 Abs. 4 EStG i.d.F. des StVereinfG 2011 ist hinreichend bestimmt und mit \u00a7 80 Abs. 1 Satz 2 Grundgesetz (GG) vereinbar. Auch hat sich der Verordnungsgeber bei der Ausgestaltung von \u00a7 64 Abs. 1 i.d.F. des StVereinfG 2011 im Rahmen seiner Befugnisse gehalten. Die strenge Formalisierung des Nachweises der Zwangsl\u00e4ufigkeit von Aufwendungen im Krankheitsfall ist nicht unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig. Auf Grund der Neutralit\u00e4t und Unabh\u00e4ngigkeit des Amts- und Vertrauensarztes ist dieses Nachweisverlangen im steuerlichen Massenverfahren geeignet, erforderlich und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig, um die nach Artikel 3 Abs. 1 GG gebotene Besteuerung nach der individuellen Leistungsf\u00e4higkeit zu gew\u00e4hrleisten. Es ist nicht zu beanstanden, dass der Verordnungsgeber beim Nachweis von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln (im engeren Sinne) auf ein amts- oder vertrauens\u00e4rztliches Gutachten verzichtet und eine vorherige Verordnung durch den behandelnden Arzt oder Heilpraktiker gen\u00fcgen l\u00e4sst. Denn insoweit wird verwaltungs\u00f6konomischen Gesichtspunkten Rechnung getragen (Geserich, Finanzrundschau 2011, 1067).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>30<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Auch die in \u00a7 84 Abs. 3 f EStDV i.d.F. des StVereinfG 2011 angeordnete r\u00fcckwirkende Geltung des \u00a7 64 EStDV i.d.F. des StVereinfG 2011 ist &#8211; entgegen der Rechtsauffassung des Kl\u00e4gers &#8211; verfassungsrechtlich unbedenklich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>31<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Sie ist von der Erm\u00e4chtigung des \u00a7 33 Abs. 4 i.d.F. des StVereinfG 2011 gedeckt und deshalb gem. Art. 80 Abs. 1 GG verfassungsrechtlich zul\u00e4ssig. Artikel 80 Abs. 1 GG verbietet dem Gesetzgeber nicht, Erm\u00e4chtigungen zum Erlass r\u00fcckwirkender Verordnungen zu erteilen. Dabei reicht es aus, wenn sich die Erm\u00e4chtigung dazu aus dem Sinn und Zweck des Gesetzes ergibt (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211; BVerfG &#8211; vom 8. Juni 1977 2 BvR 499\/74 sowie 1042\/75, Sammlung der Entscheidungen des BVerfG &#8211; BVerfGE &#8211; 45, 142). Davon ist vorliegend auszugehen. Denn der Gesetzgeber wollte mit der Anwendungsregelung sicherstellen, dass die vor den Entscheidungen des BFH vom 11. November 2010 VI R 16\/09 sowie VI R 17\/09 (BStBl II 2011, 966, 969) ge\u00fcbte Rechtspraxis ohne zeitliche L\u00fccke aufrechterhalten wird (Bundestags-Drucksache 17\/6146, S. 17). \u00dcberdies hat er selbst und nicht der Verordnungsgeber die r\u00fcckwirkende Geltung des formalisierten Nachweisverlangens gem. \u00a7\u00a064 EStDV i.d.F. des StVereinfG 2011 in Artikel 2 Nr. 9 des StVereinfG 2011 angeordnet (Urteil des BFH vom 19. April 2012 VI R 74\/10, a.a.O.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>32<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>\u00a7 84 Abs. 3 f EStDV i.d.F. des StVereinfG 2011 verst\u00f6\u00dft auch im \u00dcbrigen nicht gegen Verfassungsrecht. Zwar ist eine echte R\u00fcckwirkung, die hier insoweit vorliegt, als die \u00c4nderung der EStDV durch das StVereinfG 2011 &#8211; wie vorliegend &#8211; Veranlagungszeitr\u00e4ume betrifft, die vor dem Zeitpunkt der Verk\u00fcndung des StVereinfG 2011 bereits abgeschlossen waren und f\u00fcr die die Steuer bereits entstanden ist (\u00a7 36 Abs. 1 EStG), nach der Rechtsprechung des BVerfG unzul\u00e4ssig (vgl. Beschluss des BVerfG vom 7. Juli 2010 2 BvL 14\/02, 2 BvL 2\/04, 2 BvL 13\/05, H\u00f6chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211; HFR &#8211; 2010, 1098). Der von einem Gesetz Betroffene muss grunds\u00e4tzlich darauf vertrauen k\u00f6nnen, dass eine auf geltendes Recht gegr\u00fcndete Rechtsposition nicht durch eine zeitlich r\u00fcckwirkende \u00c4nderung der gesetzlichen Rechtsfolgeanordnung nachteilig ver\u00e4ndert wird (vgl. Beschluss des BVerfG vom 22. M\u00e4rz 1983 2 BvR 475\/78, BVerfGE 63, 343, 353; Urteil des BVerfG vom 27. September 2005 2 BvR 1387\/02, BVerfGE 114, 258, 300).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>33<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In der Rechtsprechung des BVerfG ist jedoch anerkannt, dass das rechtsstaatliche R\u00fcckwirkungsverbot unterbrochen werden kann (vgl. Urteil vom 23. November 1999 1 BvF 1\/94, BVerfGE 101, 239, 263). So tritt das R\u00fcckwirkungsverbot namentlich dann zur\u00fcck, wenn sich kein sch\u00fctzenswertes Vertrauen auf den Bestand des geltenden Rechts bilden konnte, etwa weil die Rechtslage unklar oder verworren war oder eine gefestigte h\u00f6chstrichterliche Rechtsprechung zu einer bestimmten Steuerrechtsfrage nach \u00c4nderung der Rechtsanwendungspraxis r\u00fcckwirkend gesetzlich festgeschrieben wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>34<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Hiernach durfte der Verordnungsgeber das formalisierte Nachweisverlangen r\u00fcckwirkend anordnen. Damit hat der Gesetzgeber die Rechtslage auch mit Wirkung f\u00fcr die Vergangenheit so geregelt, wie sie bis zur \u00c4nderung der h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung durch die Urteile des BFH vom 11. November 2010 VI R 16\/09 sowie VI R 17\/09 (a.a.O.) einer gefestigten Rechtsprechung (Urteile des BFH vom 14. Februar 1980 VI R 218\/77, BStBl II 1980, 295; vom 11. Januar 1991 III\u00a0\u00a0R 70\/88, Sammlung amtlich nicht ver\u00f6ffentlichter Entscheidungen des BFH &#8211; BFH\/NV &#8211; 1991, 386 vom 11. Dezember 1987 III R 95\/85, BStBl II 1988, 275; vom 9. August 1991 III R 54\/90, BStBl II 1991, 920; vom 9. August 2001 III R 6\/01, BStBl II 2002, 240; vom 23. Mai 2002 III R 52\/99, BStBl II 2002, 592; sowie vom 15. M\u00e4rz 2007 III R 28\/06, BFH\/NV 2007, 1841) und der einheitlichen Praxis der Finanzverwaltung und damit allgemeiner Rechtsanwendungspraxis auch auf Seiten der Steuerpflichtigen entsprach. Ein berechtigtes Vertrauen auf eine hiervon abweichende Rechtslage konnten die Steuerpflichtigen, so auch der Kl\u00e4ger, jedenfalls bei einer Anschaffung des Hilfsmittel im Januar 2010, d.h. vor der Rechtsprechungs\u00e4nderung, nicht bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>35<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es widerspricht weder dem Rechtsstaatsprinzip noch dem Gewaltenteilungsgrundsatz, wenn der Gesetzgeber eine Rechtsprechungs\u00e4nderung korrigiert, die auf der Grundlage der seinerzeit bestehenden Gesetzeslage erfolgt ist, deren Ergebnis er aber f\u00fcr nicht sachgerecht h\u00e4lt. Nicht die R\u00fccksicht auf die rechtsprechende Gewalt und deren Befugnis zur Letztentscheidung \u00fcber die bestehende Gesetzeslage, sondern nur das sonstige Verfassungsrecht, insbesondere die Grundrechte der Steuerpflichtigen, begrenzt hier die Gestaltungsbefugnis des Gesetzgebers bei der Best\u00e4tigung der alten Rechtspraxis durch entsprechende gesetzliche Klarstellung (Urteil des BFH\u00a0\u00a0vom 19. April 2012 VI R 74\/10, a.a.O., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>36<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger vermag auch nicht mit Erfolg einzuwenden, es sei ihm auf Grund der Dringlichkeit der Anschaffung des Bettes nicht m\u00f6glich gewesen, den erforderlichen qualifizierten Nachweis zu erbringen. Denn er h\u00e4tte den Amtsarzt bzw. den Medizinischen Dienst der Krankenkasse um kurzfristige Pr\u00fcfung der Hilfsmitteleigenschaft des von ihm ausgesuchten Bettes bitten k\u00f6nnen. Notfalls h\u00e4tte der Kl\u00e4ger die erforderliche Pr\u00fcfungszeit durch Nutzung eines Mietbettes \u00fcberbr\u00fccken k\u00f6nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>37<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die zwischen den Beteiligten ebenfalls streitige Frage, ob im Erwerbszeitpunkt des Bettes im Januar 2010 bereits eine entsprechende \u00e4rztliche Verordnung vorlag, bedarf demnach keiner Entscheidung mehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>38<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach alledem ist die Entscheidung des FA, die Aufwendungen nicht zum Abzug als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung zuzulassen, im Ergebnis nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>39<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kostenentscheidung folgt aus \u00a7 135 Abs. 1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>40<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Revision ist nicht wie hilfsweise beantragt zuzulassen, da die Voraussetzungen des \u00a7 115 Abs. 2 FGO nicht vorliegen. Insbesondere sind die hier streitigen Rechtsfragen &#8211; wie nachgewiesen &#8211; bereits h\u00f6chstrichterlich gekl\u00e4rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FG Baden-W\u00fcrttemberg Urteil vom 24.4.2013, 2 K 1962\/12 Aufwendungen f\u00fcr Doppelbett mit einseitig motorisch verstellbarem Einlegerahmen sind nicht als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung (Krankheitskosten) abzugsf\u00e4hig Tenor &nbsp; I. Die Klage wird abgewiesen. &nbsp; II. Der Kl\u00e4ger tr\u00e4gt die Kosten des Verfahrens. &nbsp; III. Die Revision wird nicht zugelassen. Tatbestand 1 Streitig ist, ob Aufwendungen f\u00fcr die Anschaffung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/aufwendungen-fur-doppelbett-mit-einseitig-motorisch-verstellbarem-einlegerahmen-sind-nicht-als-ausergewohnliche-belastung-abzugsfahig\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Aufwendungen f\u00fcr Doppelbett mit einseitig motorisch verstellbarem Einlegerahmen sind nicht als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung abzugsf\u00e4hig<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[2423,2424,1365],"class_list":["post-42179","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer","tag-ausergewohnliche-belastung","tag-bett","tag-krankheitskosten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42179","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42179"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42179\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42179"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42179"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42179"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}