{"id":42246,"date":"2013-05-23T11:00:12","date_gmt":"2013-05-23T09:00:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=42246"},"modified":"2020-07-07T17:54:57","modified_gmt":"2020-07-07T15:54:57","slug":"vollzeiterwerbstatigkeit-schliest-berucksichtigung-als-kind-im-familienleistungsausgleich-nicht-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vollzeiterwerbstatigkeit-schliest-berucksichtigung-als-kind-im-familienleistungsausgleich-nicht-aus\/","title":{"rendered":"Vollzeiterwerbst\u00e4tigkeit schlie\u00dft Ber\u00fccksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus"},"content":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.2.2013, III R 9\/12<\/p>\n<p>Vollzeiterwerbst\u00e4tigkeit schlie\u00dft Ber\u00fccksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus<\/p>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob der Grenzbetrag i.S. des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a02 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der im Streitzeitraum (August bis Dezember 2009) geltenden Fassung \u00fcberschritten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4ger) ist der Vater einer vollj\u00e4hrigen Tochter T, die bis zum 21.\u00a0August 2009 Angestellte im \u00f6ffentlichen Dienst war und aus diesem Vollzeitbesch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis entsprechende Eink\u00fcnfte erzielte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>T bewarb sich bei der berufsbildenden Schule X um einen Platz im Ausbildungsgang &#8222;Berufsoberschule I Wirtschaft&#8220;. Im M\u00e4rz 2009 erhielt sie die Aufnahmebest\u00e4tigung. Ab dem 24.\u00a0August 2009 besuchte T sodann die Schule. Daneben ging sie einer Teilzeitbesch\u00e4ftigung nach, f\u00fcr die sie monatlich 500\u00a0EUR brutto erhielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger beantragte Kindergeld f\u00fcr die Monate August bis Dezember 2009. Die Beklagte und Revisionskl\u00e4gerin (Familienkasse) lehnte den Antrag ab. Sie ging davon aus, dass T ab M\u00e4rz 2009 zun\u00e4chst gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0c EStG als ausbildungsplatzsuchendes Kind und ab August 2009 gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG als Kind in Berufsausbildung zu ber\u00fccksichtigen sei und ihre in diesem Zeitraum bezogenen Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge \u00fcber dem anteiligen Grenzbetrag l\u00e4gen. W\u00e4hrend der Einspruch erfolglos blieb, entsprach das Finanzgericht (FG) dem Begehren des Kl\u00e4gers. Es f\u00fchrte aus, dass insbesondere der Ber\u00fccksichtigungstatbestand des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0c EStG nicht gegeben sei. Dieser Vorschrift komme lediglich die Funktion einer Auffangregelung zu. Sie sei nicht auf solche Kinder anzuwenden, die sich in einer Vollzeitbesch\u00e4ftigung bef\u00e4nden und sich aus dieser Situation heraus f\u00fcr eine weitere Berufsausbildung bewerben w\u00fcrden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r\u00fcgt die Familienkasse die Verletzung sachlichen Rechts. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) sei ein Kind, das auf einen Ausbildungsplatz warte oder sich zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinde, auch dann zu ber\u00fccksichtigen, wenn es einer Vollzeiterwerbst\u00e4tigkeit nachgehe. Dass die Bewerbung aus einer solchen T\u00e4tigkeit heraus erfolgt sei, stehe der Ber\u00fccksichtigung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0c EStG nicht entgegen. Daher seien die Eink\u00fcnfte aus dieser T\u00e4tigkeit bei der Pr\u00fcfung der Grenzbetrags\u00fcberschreitung einzubeziehen. Im Streitfall sei der anteilige Grenzbetrag \u00fcberschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, das Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 2.\u00a0August 2011 6\u00a0K\u00a02625\/10 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Kl\u00e4ger beantragt, die Revision der Familienkasse als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Er nimmt auf die Begr\u00fcndung des angefochtenen Urteils Bezug und f\u00fchrt erg\u00e4nzend aus, dass er lediglich f\u00fcr den Zeitraum August bis Dezember 2009 einen Kindergeldantrag gestellt habe. Deshalb sei allein die Regelung in \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG einschl\u00e4gig. T habe sich in der Zeit, in der sie einer den vollen Lebensunterhalt sicherstellenden Erwerbst\u00e4tigkeit nachgegangen sei, nicht in Berufsausbildung befunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr\u00fcndet. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur\u00fcckverweisung der Sache an das FG (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Vorinstanz hat die Tochter des Kl\u00e4gers rechtsfehlerhaft nicht im Zeitraum M\u00e4rz bis Dezember 2009 als Kind gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 EStG ber\u00fccksichtigt und deshalb ihre in dieser Zeitspanne erzielten Eink\u00fcnfte bei der Pr\u00fcfung der Grenzbetrags\u00fcberschreitung zu Unrecht nicht einbezogen. Die tats\u00e4chlichen Feststellungen des FG erm\u00f6glichen noch keine abschlie\u00dfende Beurteilung, ob der Grenzbetrag \u00fcberschritten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. F\u00fcr ein \u00fcber 18\u00a0Jahre altes Kind, das, wie T im Streitjahr 2009, das 25.\u00a0Lebensjahr noch nicht vollendet hat, besteht nach \u00a7\u00a062 Abs.\u00a01, \u00a7\u00a063 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 i.V.m. \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02, \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a02 EStG u.a. dann Anspruch auf Kindergeld, wenn das Kind f\u00fcr einen Beruf ausgebildet wird (\u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG) oder eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann (\u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0c EStG) und seine zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmten oder geeigneten Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge 7.680\u00a0EUR im Kalenderjahr nicht \u00fcbersteigen. F\u00fcr jeden Kalendermonat, in dem die Voraussetzungen nach Satz\u00a01 Nr.\u00a01 oder 2 an keinem Tag vorliegen, erm\u00e4\u00dfigt sich der Betrag nach Satz\u00a02 oder 3 um ein Zw\u00f6lftel (sog. anteiliger Grenzbetrag). Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge des Kindes, die auf diese Kalendermonate, die sog. K\u00fcrzungsmonate, entfallen, bleiben au\u00dfer Ansatz (\u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a07 und 8 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In Berufsausbildung i.S. des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG befindet sich, wer sein Berufsziel noch nicht erreicht hat, sich aber ernsthaft und nachhaltig darauf vorbereitet (st\u00e4ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 24.\u00a0Februar 2010 III\u00a0R\u00a03\/08, BFH\/NV 2010, 1262). Nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0c EStG ist ein Kind zu ber\u00fccksichtigen, wenn es eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann. Das ist nicht nur dann der Fall, wenn das Kind noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sondern auch dann, wenn ihm ein Ausbildungsplatz bereits zugesagt wurde, es diesen aber aus schul-, studien- oder betriebsorganisatorischen Gr\u00fcnden erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt antreten kann (z.B. Senatsurteil vom 17.\u00a0Juni 2010 III\u00a0R\u00a034\/09, BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Diesen Ma\u00dfst\u00e4ben entspricht die angegriffene Entscheidung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) T war in den Monaten M\u00e4rz bis August 2009 als Kind nach \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0c EStG zu ber\u00fccksichtigen, denn sie hatte sich nach den den Senat bindenden Feststellungen des FG (\u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO) um eine weitere Ausbildung beworben, im M\u00e4rz eine Aufnahmezusage f\u00fcr das kommende Schuljahr erhalten und diese Ausbildung entsprechend der Aufnahmezusage zum 24.\u00a0August 2009 tats\u00e4chlich begonnen. Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass T gleichwohl in der Zeit von M\u00e4rz bis August 2009 nicht ausbildungswillig gewesen ist, hat das FG nicht festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In den folgenden Monaten war T gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a EStG zu ber\u00fccksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Falls sich T f\u00fcr den Schulbesuch bereits vor dem M\u00e4rz 2009 beworben haben sollte &#8211;wof\u00fcr einiges spricht, was vom FG bislang aber noch nicht aufgekl\u00e4rt wurde&#8211;, w\u00e4re sie nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 15.\u00a0September 2005 III\u00a0R\u00a067\/04, BFHE 211, 452, BStBl II 2006, 305) grunds\u00e4tzlich bereits ab dem Bewerbungsmonat gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0c EStG zu ber\u00fccksichtigen gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung des FG wurde der Tatbestand des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0c EStG nicht dadurch ausgeschlossen, dass T sich aus einer Vollzeiterwerbst\u00e4tigkeit heraus um eine weitere Schulausbildung beworben hat. Der Senat h\u00e4lt an seinem Grundsatzurteil in BFHE 230, 61, BStBl II 2010, 982 fest, wonach die Vollzeiterwerbst\u00e4tigkeit der Ber\u00fccksichtigung als Kind i.S. des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 EStG nicht entgegensteht. Die Grunds\u00e4tze dieses Urteils sind nicht nur anzuwenden, wenn das Kind etwa nach dem Abitur auf einen Studienplatz wartet und die Wartezeit mit einer in Vollzeit ausge\u00fcbten Erwerbst\u00e4tigkeit \u00fcberbr\u00fcckt. Sie gelten auch dann, wenn das Kind sich aus einer mehrj\u00e4hrigen Berufst\u00e4tigkeit heraus um eine weitere Berufsausbildung bem\u00fcht, diese Ausbildung aus studienorganisatorischen Gr\u00fcnden aber nicht sogleich antreten kann und bis dahin im Beruf weiterarbeitet. F\u00fcr die vom FG der Sache nach vorgenommene einschr\u00e4nkende Auslegung des Ber\u00fccksichtigungstatbestands gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0c EStG im letztgenannten Fall ist kein Raum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Zur Beantwortung der Frage, ob der Grenzbetrag \u00fcberschritten ist, sind daher alle Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge der T aus den Monaten M\u00e4rz bis Dezember 2009 einzubeziehen. Sollte sich T bereits vor M\u00e4rz 2009 beworben haben und damit noch in weiteren Monaten zu ber\u00fccksichtigen sein, w\u00e4ren noch die Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge dieser Monate zu ermitteln. Ausreichende Feststellungen zur H\u00f6he dieser Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge hat das FG &#8211;von seinem Standpunkt aus folgerichtig&#8211; nicht getroffen. Diese wird es im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>Zur\u00fcck zur Trefferliste\u00a0<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.2.2013, III R 9\/12 Vollzeiterwerbst\u00e4tigkeit schlie\u00dft Ber\u00fccksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus Tatbestand 1 I. Streitig ist, ob der Grenzbetrag i.S. des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a02 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der im Streitzeitraum (August bis Dezember 2009) geltenden Fassung \u00fcberschritten ist. 2 Der Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4ger) ist der Vater einer vollj\u00e4hrigen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vollzeiterwerbstatigkeit-schliest-berucksichtigung-als-kind-im-familienleistungsausgleich-nicht-aus\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Vollzeiterwerbst\u00e4tigkeit schlie\u00dft Ber\u00fccksichtigung als Kind im Familienleistungsausgleich nicht aus<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[283,919],"class_list":["post-42246","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online","tag-familienleistungsausgleich","tag-kind"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42246","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42246"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42246\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42246"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42246"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42246"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}