{"id":42250,"date":"2013-05-24T09:14:17","date_gmt":"2013-05-24T07:14:17","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=42250"},"modified":"2013-05-24T09:14:17","modified_gmt":"2013-05-24T07:14:17","slug":"ii-r-55-11-verwendung-einer-zugmaschine-is-von-par-3-nr-7-buchst-a-kraftstg-bei-energieerzeugung-in-einer-biogasanlage-anwendungsbereich-von-par-12-abs-2-nr-2-kraftstg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-55-11-verwendung-einer-zugmaschine-is-von-par-3-nr-7-buchst-a-kraftstg-bei-energieerzeugung-in-einer-biogasanlage-anwendungsbereich-von-par-12-abs-2-nr-2-kraftstg\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;55\/11 &#8211; Verwendung einer Zugmaschine i.S. von &sect; 3 Nr. 7 Buchst. a KraftStG bei Energieerzeugung in einer Biogasanlage &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 12 Abs. 2 Nr. 2 KraftStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.3.2013, II R 55\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Verwendung einer Zugmaschine i.S. von &sect; 3 Nr. 7 Buchst. a KraftStG bei Energieerzeugung in einer Biogasanlage &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 12 Abs. 2 Nr. 2 KraftStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb i.S. des &sect; 3 Nr. 7 Buchst. a KraftStG liegt nicht vor, wenn nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse die land- und forstwirtschaftliche Bet&auml;tigung nur die untergeordnete Bedeutung einer Hilfst&auml;tigkeit hat und die gewerbliche Bet&auml;tigung dem Betrieb das Gepr&auml;ge gibt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn ein Land- oder Forstwirt seine gesamte Ernte zur Energieerzeugung in einer Biogasanlage einsetzt und die erzeugte Energie entgeltlich an Dritte abgibt. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist Halter einer Zugmaschine. Er betreibt mit selbst erzeugter Biomasse eine Biogasanlage sowie ein Blockheizkraftwerk zur Erzeugung von Strom, den er entgeltlich in das &ouml;ffentliche Stromnetz einspeist. Die gesamte Ernte des Kl&auml;gers wird zur Stromerzeugung verwertet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) hatte die Zugmaschine des Kl&auml;gers auf dessen Antrag hin f&uuml;r die Zeit ab dem 27.&nbsp;Juni 2007 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes (KraftStG) von der Kraftfahrzeugsteuer befreit. Der Kl&auml;ger hatte seinen Antrag damit begr&uuml;ndet, dass er seine Zugmaschine ausschlie&szlig;lich in seinem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb zum Grasm&auml;hen, zum Pfl&uuml;gen und zum Transport der Silage verwende.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer beim Kl&auml;ger durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung gelangte das FA zu der Auffassung, dass beim Kl&auml;ger ertragsteuerrechtlich kein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb, sondern ein einheitlicher Gewerbebetrieb vorliege, dessen Gegenstand ausschlie&szlig;lich der Betrieb einer Biogasanlage zum Zweck der Stromerzeugung sei. Aus diesem Grunde sah das FA die Voraussetzungen f&uuml;r die gew&auml;hrte Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 KraftStG nicht als erf&uuml;llt an und setzte gegen den Kl&auml;ger mit &Auml;nderungsbescheid vom 9.&nbsp;November 2009 die Kraftfahrzeugsteuer f&uuml;r die Zugmaschine f&uuml;r die Zeit ab dem 27.&nbsp;Juni 2007 auf j&auml;hrlich 533&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte aus, im Betrieb des Kl&auml;gers stehe die gewerbliche Bet&auml;tigung der Energieerzeugung im Vordergrund. Damit liege kein land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG vor. Eine Trennung zwischen der gewerblichen Stromerzeugung und der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugung von Biomasse komme nicht in Betracht, weil eine planm&auml;&szlig;ige Verbindung beider Bereiche bestehe und die land- und forstwirtschaftliche Erzeugung von Biomasse nur eine deren Verstromung vorgelagerte Hilfst&auml;tigkeit sei. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2012, 178 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG. Seine Zugmaschine werde ausschlie&szlig;lich zur Bearbeitung von Acker- und Gr&uuml;nlandfl&auml;chen verwendet, diene nur zur Erzeugung von Biomasse und sei auch ertragsteuerrechtlich der landwirtschaftlichen Urproduktion zuzuordnen. Demgegen&uuml;ber stelle der Bereich der Verstromung einen relativ kleinen Bereich des Gesamtbetriebs dar. Insoweit bed&uuml;rfe es f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG einer Trennung des Betriebs in zwei Verarbeitungsstufen, wobei die Zugmaschine nur f&uuml;r die landwirtschaftliche Urproduktion verwendet werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Vorentscheidung sowie den Bescheid vom 9.&nbsp;November 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 20.&nbsp;Januar 2010 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend erkannt, dass die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG nicht erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 KraftStG ist die Kraftfahrzeugsteuer neu festzusetzen, wenn die Voraussetzungen f&uuml;r eine Steuerbefreiung wegfallen oder wenn nachtr&auml;glich festgestellt wird, dass diese Voraussetzungen nicht vorgelegen haben oder nicht vorliegen. Erfasst wird auch der Fall, dass die Steuerfestsetzung oder Freistellung auf einem Rechtsirrtum beruhte (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.&nbsp;August 1985 VII&nbsp;R&nbsp;182\/82, BFHE 144, 465, BStBl II 1985, 716; vom 5.&nbsp;Oktober 2004 VII&nbsp;R&nbsp;73\/03, BFHE 208, 303, BStBl II 2005, 222). Die Neufestsetzung darf, auch zur Berichtigung einer rechtsfehlerhaften Freistellung, innerhalb der Festsetzungsfrist r&uuml;ckwirkend erfolgen (BFH-Urteil in BFHE 144, 465, BStBl II 1985, 716). Diese Voraussetzungen sind vorliegend erf&uuml;llt, weil die Zugmaschine des Kl&auml;gers nicht i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG ausschlie&szlig;lich in einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb verwendet wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG ist das Halten u.a. von Zugmaschinen von der Kraftfahrzeugsteuer befreit, solange diese Fahrzeuge ausschlie&szlig;lich &quot;in&quot; land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben verwendet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG ist eine Wirtschaftseinheit, in der die Produktionsfaktoren Boden, Betriebsmittel und menschliche Arbeit zusammengefasst sind und, aufeinander abgestimmt, planm&auml;&szlig;ig eingesetzt werden, um G&uuml;ter zu erzeugen und zu verwerten oder Dienstleistungen bereitzustellen (BFH-Urteile in BFHE 144, 465, BStBl II 1985, 716; vom 22.&nbsp;September 1992 VII&nbsp;R&nbsp;45\/92, BFHE 169, 478, BStBl II 1993, 200; vgl. auch Eisele in R&ouml;ssler\/Troll, BewG, &sect;&nbsp;33 Rz&nbsp;3, m.w.N; Bruschke in G&uuml;rsching\/Stenger, Bewertungsrecht, &sect;&nbsp;33 BewG Rz&nbsp;17). Da keine Anhaltspunkte f&uuml;r eine spezifisch kraftfahrzeugsteuerrechtliche Bestimmung des Begriffs &quot;landwirtschaftlicher Betrieb&quot; bestehen, k&ouml;nnen insoweit die Vorschriften des Bewertungsrechts herangezogen werden. Die bewertungsrechtlichen Festlegungen sind kraftfahrzeugsteuerrechtlich zwar nicht bindend; es k&ouml;nnen aber auch f&uuml;r die Auslegung des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG die allgemeinen Grunds&auml;tze zur Bestimmung des bewertungsrechtlichen Begriffs eines Betriebes der Landwirtschaft zugrunde gelegt werden (BFH-Urteil in BFHE 169, 478, BStBl II 1993, 200, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In Abgrenzung zum Betrieb der Land- und Forstwirtschaft liegt ein einheitlicher Gewerbebetrieb vor, wenn nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse die land- und forstwirtschaftliche Bet&auml;tigung nur die untergeordnete Bedeutung einer Hilfst&auml;tigkeit hat und die gewerbliche Bet&auml;tigung dem Betrieb das Gepr&auml;ge gibt (BFH-Urteile vom 16.&nbsp;November 1978 IV&nbsp;R&nbsp;191\/74, BFHE 126, 220, BStBl II 1979, 246; vom 23.&nbsp;September 1988 III&nbsp;R&nbsp;182\/84, BFHE 154, 364, BStBl II 1989, 111; vom 8.&nbsp;November 2007 IV&nbsp;R&nbsp;24\/05, BFHE 219, 567, BStBl II 2008, 356). Die getrennte Behandlung einer teils als landwirtschaftlich und teils als gewerblich anzusehenden T&auml;tigkeit scheidet aus, wenn die Verbindung zwischen land- und forstwirtschaftlicher und gewerblicher T&auml;tigkeit planm&auml;&szlig;ig im Interesse des Hauptbetriebs gewollt ist und sich beide T&auml;tigkeitsbereiche gegenseitig bedingen und derart miteinander verflochten sind, dass der gesamte Betrieb nach der Verkehrsauffassung als einheitlicher Betrieb anzusehen ist (BFH-Urteile in BFHE 126, 220, BStBl II 1979, 246, und vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2009 IV&nbsp;R&nbsp;21\/06, BFHE 224, 522, BStBl II 2010, 113).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ein solcher einheitlicher Gewerbebetrieb liegt vor, wenn ein Land- oder Forstwirt seine gesamte Ernte zur Energieerzeugung in einer Biogasanlage einsetzt und die erzeugte Energie entgeltlich an Dritte abgibt. Bei einer solchen Betriebsf&uuml;hrung hat die land- und forstwirtschaftliche Erzeugung von Biomasse schon deshalb eine nur untergeordnete Bedeutung, weil Ertr&auml;ge ausschlie&szlig;lich durch den Absatz des erzeugten Stroms erzielt werden. Im Vordergrund steht daher die gewerbliche Bet&auml;tigung der Energieerzeugung, die sich nicht ohne Nachteil f&uuml;r das Gesamtunternehmen von der land- und forstwirtschaftlichen Erzeugung von Biomasse trennen l&auml;sst. Dies f&uuml;hrt zur Qualifizierung des gesamten Betriebs als einheitlichen Gewerbebetrieb (Leing&auml;rtner\/Stalbold, Besteuerung der Landwirte, Kap.&nbsp;12, Rz&nbsp;29; Wiegand, Die Information f&uuml;r Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer 2005, 667 und 2006, 497; Sarrazin in Lenski\/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;363; vgl. auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2006, BStBl I 2006, 248 Tz.&nbsp;I.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) In Anwendung dieser Grunds&auml;tze sind im Streitfall die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG nicht erf&uuml;llt. Nach den f&uuml;r den Senat bindenden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) tats&auml;chlichen Feststellungen des FG verwertet der Kl&auml;ger seine gesamte Ernte zur Erzeugung von Strom, den er entgeltlich in das &ouml;ffentliche Stromnetz einspeist. Damit erh&auml;lt der Betrieb des Kl&auml;gers sein entscheidendes Gepr&auml;ge durch die gewerbliche Erzeugung von Strom.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Steuerbefreiung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG kann auch nicht auf der Grundlage der vom Kl&auml;ger begehrten &quot;theoretischen&quot; Trennung des einheitlichen Gewerbebetriebs in zwei Verarbeitungsstufen &#8211;zum einen die der &quot;landwirtschaftlichen Urproduktion&quot; und zum anderen die der gewerblichen Stromproduktion&#8211; gew&auml;hrt werden. Insoweit ist das Vorbringen des Kl&auml;gers, der Einsatz seiner Zugmaschine beschr&auml;nke sich ausschlie&szlig;lich auf den Bereich der landwirtschaftlichen Urproduktion und insbesondere die Bearbeitung von Acker- und Gr&uuml;nlandfl&auml;chen, unbeachtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dem eindeutigen Wortlaut des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG ist die tats&auml;chliche &#8211;ausschlie&szlig;liche&#8211; Verwendung des Fahrzeugs &quot;in&quot; einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb erforderlich. Handelt es sich nicht um einen solchen Betrieb, ist der Tatbestand der Befreiungsvorschrift auch bei Einsatz des Fahrzeugs &quot;wie von einem Landwirt&quot; nicht erf&uuml;llt (BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Oktober 1995 II&nbsp;R&nbsp;45\/92, BFHE 178, 459, BStBl II 1996, 11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei einem einheitlichen Gewerbebetrieb erf&uuml;llt die Verarbeitungsstufe der landwirtschaftlichen Urproduktion f&uuml;r sich allein nicht die Merkmale eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG. Eine Aufspaltung in land- und forstwirtschaftliche und sonstige Bef&ouml;rderungen kommt nicht in Betracht. Bereits die (mit &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;a KraftStG wortgleiche) Vorg&auml;ngerregelung des &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a KraftStG 1972 war in ihrem Wirkungsbereich eng begrenzt (vgl. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;Januar 1973 II&nbsp;R&nbsp;2\/72, BFHE 109, 282, BStBl II 1973, 599; vom 19.&nbsp;September 1984 II&nbsp;R&nbsp;139\/82, BFHE 142, 181, BStBl II 1985, 108). Sie sollte &quot;nur die Transporte der Landwirtschaft, nicht jedoch die gewerblichen Unternehmen beg&uuml;nstigen&quot; (vgl. Schriftlicher Bericht des Finanzausschusses vom 17.&nbsp;Mai 1963, BTDrucks IV\/1281 S.&nbsp;1, rechte Spalte unten) und &quot;nach ihrem Sinn und Zweck so weit wie nur m&ouml;glich auf den Bereich der Land- und Forstwirtschaft beschr&auml;nkt bleiben&quot; (Schriftlicher Bericht des Finanzausschusses vom 3.&nbsp;Dezember 1963, BTDrucks IV\/1690 S.&nbsp;2, linke Spalte). An dieser engen Begrenzung des Befreiungstatbestands hat sich durch die nachfolgenden &Auml;nderungen des KraftStG nichts ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 Buchst.&nbsp;c KraftStG sind, weil es vorliegend an einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb fehlt, nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.3.2013, II R 55\/11 Verwendung einer Zugmaschine i.S. von &sect; 3 Nr. 7 Buchst. a KraftStG bei Energieerzeugung in einer Biogasanlage &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 12 Abs. 2 Nr. 2 KraftStG Leits&auml;tze Ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb i.S. des &sect; 3 Nr. 7 Buchst. a KraftStG liegt nicht vor, wenn nach dem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-55-11-verwendung-einer-zugmaschine-is-von-par-3-nr-7-buchst-a-kraftstg-bei-energieerzeugung-in-einer-biogasanlage-anwendungsbereich-von-par-12-abs-2-nr-2-kraftstg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;55\/11 &#8211; Verwendung einer Zugmaschine i.S. von &sect; 3 Nr. 7 Buchst. a KraftStG bei Energieerzeugung in einer Biogasanlage &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 12 Abs. 2 Nr. 2 KraftStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-42250","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42250","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42250"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42250\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42250"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42250"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42250"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}