{"id":43291,"date":"2001-10-17T11:48:31","date_gmt":"2001-10-17T09:48:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=43291"},"modified":"2013-05-30T09:57:13","modified_gmt":"2013-05-30T07:57:13","slug":"bfh-urteil-vom-17-10-2001-ii-r-43_99-bstbl-2002-ii-s-210","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-17-10-2001-ii-r-43_99-bstbl-2002-ii-s-210\/","title":{"rendered":"BFH-Urteil     vom 17.10.2001 (II R 43\/99) BStBl. 2002 II S. 210"},"content":{"rendered":"<p><strong>BFH-Urteil vom 17.10.2001 (II R 43\/99) BStBl. 2002 II S. 210<\/strong><\/p>\n<p>Hat eine Einmann-GmbH in Gr\u00fcndung von einem Dritten ein Grundst\u00fcck erworben und kommt es sp\u00e4ter nicht zur Eintragung der Gesellschaft ins Handelsregister, f\u00fchrt die Aufl\u00f6sung der GmbH in Gr\u00fcndung hinsichtlich des Grundst\u00fccks zu einem Rechtstr\u00e4gerwechsel i.S. des \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEStG 1983 auf den Gr\u00fcndungsgesellschafter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>GrEStG 1983 \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1; GmbHG \u00a7 1, \u00a7 7 Abs. 1 und 2, \u00a7 8 Abs. 2.<\/p>\n<p>Vorinstanz: FG M\u00fcnchen (EFG 1999, 666)<\/p>\n<p align=\"center\">Sachverhalt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\">I.<\/p>\n<p>Die X-GmbH i.Gr. (GmbH i.Gr.) hatte im Mai 1992 in einem Zwangsversteigerungsverfahren Grundbesitz, n\u00e4mlich neun Eigentumswohnungen und zwei Tiefgaragenstellpl\u00e4tze erworben. Einziger Gr\u00fcndungsgesellschafter war der Kl\u00e4ger und Revisionskl\u00e4ger (Kl\u00e4ger). Zu einer Eintragung der Gesellschaft im Handelsregister ist es nicht gekommen. Stattdessen l\u00f6ste der Kl\u00e4ger die GmbH i.Gr. durch Beschluss vom 20. Dezember 1993 auf. Der dabei dem Kl\u00e4ger zugefallene Grundbesitz war mit Grundschulden in H\u00f6he von 5 Mio. DM belastet, die mit 4,5 Mio. DM valutierten.<\/p>\n<p>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211; FA -) sah in dem \u00dcbergang des Grundbesitzes auf den Kl\u00e4ger einen Erwerb i.S. des \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 3 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) 1983 und setzte gegen den Kl\u00e4ger zun\u00e4chst Grunderwerbsteuer in H\u00f6he von 100.000 DM fest. Einspruch und Klage blieben erfolglos. W\u00e4hrend des Klageverfahrens hatte das FA die Steuer &#8211; berechnet nach den auch pers\u00f6nlich \u00fcbernommenen grundbuchm\u00e4\u00dfig abgesicherten Verbindlichkeiten &#8211; auf 90.000 DM herabgesetzt. Das Finanzgericht (FG) war der Ansicht, die GmbH i.Gr. sei als sog. Vorgesellschaft Rechtstr\u00e4ger bez\u00fcglich des ersteigerten Grundbesitzes gewesen. Bleibe die Gr\u00fcndung einer Einmann-GmbH im Stadium der Vorgesellschaft stecken, falle von dieser erworbener Grundbesitz ohne Liquidation kraft Gesetzes dem Gr\u00fcndungsgesellschafter zu. Dies stelle einen Rechtstr\u00e4gerwechsel dar.<\/p>\n<p>Mit der Revision r\u00fcgt der Kl\u00e4ger fehlerhafte Anwendung des \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEStG 1983. Er ist der Ansicht, dass es an einem Rechtstr\u00e4gerwechsel hinsichtlich der von der GmbH i.Gr. erworbenen Grundst\u00fccke fehle. Selbst wenn zivilrechtlich das Verm\u00f6gen der Einmann-GmbH i.Gr. als Sonderverm\u00f6gen des Gesellschaftsgr\u00fcnders zu beurteilen w\u00e4re, \u00e4nderte dies nichts daran, dass zumindest bei wirtschaftlicher Betrachtung der Gr\u00fcnder der GmbH durchg\u00e4ngig Rechtstr\u00e4ger gewesen sei.<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger beantragt, die Vorentscheidung sowie den \u00c4nderungsbescheid vom 27. M\u00e4rz 1995 und den vorausgegangenen Grunderwerbsteuerbescheid vom 15. April 1994 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 5. Dezember 1994 aufzuheben.<\/p>\n<p>Das FA ist der Revision entgegengetreten.<\/p>\n<p align=\"center\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\">II.<\/p>\n<p>Die Revision ist unbegr\u00fcndet; sie war daher zur\u00fcckzuweisen (\u00a7 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211; FGO -). Auch bei der Einmann-GmbH besteht zwischen ihrem Gr\u00fcnder und der GmbH i.Gr. keine Identit\u00e4t, so dass die Aufl\u00f6sung einer grundbesitzenden Einmann-GmbH i.Gr. hinsichtlich der auf sie eingetragenen Grundst\u00fccke zu einem Eigentums\u00fcbergang i.S. des \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEStG 1983 auf den einzigen Gr\u00fcnder f\u00fchrt.<\/p>\n<p>1. Gem\u00e4\u00df \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 GrEStG 1983 unterliegt der \u00dcbergang des Eigentums an einem Grundst\u00fcck der Grunderwerbsteuer, wenn kein den Anspruch auf \u00dcbereignung begr\u00fcndendes Rechtsgesch\u00e4ft vorausgegangen ist und es auch keiner Auflassung bedarf. Die beiden letzten Voraussetzungen sind bez\u00fcglich der streitbefangenen Grundst\u00fccke erf\u00fcllt. Dem Kl\u00e4ger stand weder ein rechtsgesch\u00e4ftlicher Anspruch auf \u00dcbereignung zu noch bedurfte es einer Auflassung. Dar\u00fcber hinaus liegt aber auch der geforderte \u00dcbergang des Eigentums an den Grundst\u00fccken vor.<\/p>\n<p>a) Wie alle Erwerbsvorg\u00e4nge gem\u00e4\u00df \u00a7 1 GrEStG 1983 verlangt auch der Erwerbstatbestand des Abs. 1 Nr. 3 der Vorschrift einen Wechsel des Rechtstr\u00e4gers. Der Erwerbsvorgang muss darin bestehen, dass ein Grundst\u00fcck i.S. des \u00a7 2 des Gesetzes von einem Rechtstr\u00e4ger auf einen anderen \u00fcbergeht (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211; BFH &#8211; vom 1. M\u00e4rz 2000 II R 53\/98, BFHE 191, 416, BStBl II 2000, 357, sowie vom 1. April 1981 II R 87\/78, BFHE 133, 97, BStBl II 1981, 488). Ein derartiger Rechtstr\u00e4gerwechsel hat auch im Streitfall stattgefunden. Dies ergibt sich aus den gesetzlichen Regelungen \u00fcber die Gr\u00fcndungsphase zwischen notarieller Beurkundung der nach \u00a7 2 Abs. 1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr\u00e4nkter Haftung (GmbHG) erforderlichen Erkl\u00e4rung(en) und der Eintragung der GmbH ins Handelsregister.<\/p>\n<p>b) Gem\u00e4\u00df \u00a7 1 GmbHG kann eine GmbH auch durch eine einzige Person errichtet werden. Dazu bedarf es der einseitigen notariell beurkundeten Erkl\u00e4rung des Gr\u00fcndungswillens (\u00a7 2 Abs. 1 des Gesetzes). Diese notarielle Errichtungserkl\u00e4rung hat f\u00fcr die Anwendung der weiteren Vorschriften des GmbHG dieselbe Bedeutung wie der notarielle Gesellschaftsvertrag bei einer GmbH-Gr\u00fcndung durch mehrere Personen (so Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211; BGH &#8211; vom 7. Mai 1984 II ZR 276\/83, BGHZ 91, 148). Wie bei dieser entsteht vor Eintragung in das Handelsregister die GmbH als solche nicht (\u00a7 11 Abs. 1 GmbHG) und scheidet daher vor Registereintragung eine juristische Person als Rechtstr\u00e4ger aus. Wie bei einer Gr\u00fcndung durch mehrere Personen tritt aber auch mit der einseitigen notariellen Errichtungserkl\u00e4rung ein Vorstadium ein, in dem dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bereits Leistungen im Umfang des \u00a7 7 Abs. 2 und 3 GmbHG zur Verf\u00fcgung zu stellen sind (\u00a7 8 Abs. 2 GmbHG), deren Gegenst\u00e4nde mit der Eintragung der GmbH zu deren Gesellschaftsverm\u00f6gen werden, ohne dass es dazu gesonderter \u00dcbertragungsakte bedarf (vgl. BFH-Urteil vom 5. Dezember 1956 II 71\/56 U, BFHE 64, 74, BStBl III 1957, 28). Zwischen der durch die Eintragung entstehenden GmbH und dem Vorstadium der GmbH i.Gr. besteht n\u00e4mlich unter dem Gesichtspunkt der Rechtstr\u00e4gerschaft Identit\u00e4t. Die GmbH i.Gr. geht vergleichbar einer formwechselnden Umwandlung in der GmbH auf (vgl. Hofmann, Grunderwerbsteuergesetz, 7. Aufl., 2001, \u00a7 1 Anm. 7).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend bei einer GmbH-Gr\u00fcndung durch mehrere Personen dieses Vorstadium als Vorgesellschaft bezeichnet werden kann und damit f\u00fcr die Zeit vor Eintragung der GmbH ins Handelsregister bereits ein von den einzelnen Gr\u00fcndern unterscheidbarer Rechtstr\u00e4ger f\u00fcr das gem\u00e4\u00df \u00a7 7 Abs. 2 und 3 GmbHG zwingend schon vor der Eintragung zur freien Verf\u00fcgung des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers zu \u00fcberlassende Mindestverm\u00f6gen der sp\u00e4teren GmbH (vgl. dazu Roth\/Altmeppen, Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschr\u00e4nkter Haftung, 3. Aufl., 1997, \u00a7 7 Anm. 13) sowie f\u00fcr das dar\u00fcber hinaus vor der Handelsregistereintragung erworbene Verm\u00f6gen vorhanden ist, f\u00e4llt die Charakterisierung des Vorstadiums bei der Gr\u00fcndung einer Einmann-GmbH sowohl begrifflich als auch dogmatisch schwer. In der zivilrechtlichen Literatur stehen sich im Wesentlichen zwei Deutungsversuche bez\u00fcglich der Einmann-Vorgesellschaft gegen\u00fcber. Einmal wird sie als Sonderverm\u00f6gen des Gr\u00fcnders (Sonderverm\u00f6gen mit organschaftlichem Vertreter) angesehen. Rechtstr\u00e4ger des Sonderverm\u00f6gens bleibe der Gr\u00fcnder (H\u00fcffer, Zeitschrift f\u00fcr das gesamte Handelsrecht und Wirtschaftsrecht &#8211; ZHR &#8211; 145, 521; Ulmer in Hachenburg, Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschr\u00e4nkter Haftung, Bd. 1, 8. Aufl., 1992, \u00a7 11 Anm. 17). Andere erkennen ihr (Teil-)Rechtsf\u00e4higkeit mit der Folge zu, dass im Falle ihres Scheiterns das Verm\u00f6gen dem Gr\u00fcnder im Wege der Gesamtrechtsnachfolge zuf\u00e4llt (Karsten Schmidt, ZHR 145, 540, 564; Fischer in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 14. Aufl., 1997, \u00a7 1 Anm. 269, 270). Vermittelnd nehmen Rittner\/Schmidt-Leithoff (in Rowedder u.a., Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschr\u00e4nkter Haftung, Kommentar, 3. Aufl., 1997, \u00a7 11 Anm. 133, 138, 142) Sonderverm\u00f6gen eigener Art an, das zwar dem Gr\u00fcnder geh\u00f6rt, f\u00fcr diesen und seine Gl\u00e4ubiger aber Fremdverm\u00f6gen darstellt und im Falle des Scheiterns der Vorgesellschaft dem Gr\u00fcnder im Wege der Gesamtrechtsnachfolge zuf\u00e4llt (\u00e4hnlich Baumbach\/Hueck, GmbH-Gesetz, 17. Aufl., 2000, \u00a7 11 Anm. 39).<\/p>\n<p>Zutreffend k\u00f6nnen nur solche Deutungsversuche sein, die den entscheidenden Umstand ber\u00fccksichtigen, dass die Funktion des Vorstadiums im Entstehungsprozess der GmbH bei der Gr\u00fcndung einer Einmann-GmbH dieselbe ist wie bei der Gesellschaftsgr\u00fcndung durch mehrere Personen (vgl. Goette, Urteilsanmerkung in Deutsches Steuerrecht 2001, 1396, 1397, sowie Baumbach\/Hueck, a.a.O., \u00a7 11 Anm. 37 ff.) und dass insbesondere mit der Eintragung der GmbH ins Handelsregister auch bei der Einmann-Gr\u00fcndung lediglich ein Formwechsel stattfindet, der eine \u00dcbertragung des gesonderten Verm\u00f6gens auf die entstandene GmbH er\u00fcbrigt (vgl. Baumbach\/Hueck, a.a.O., \u00a7 11 Anm. 39).<\/p>\n<p>c) Bleibt aber am Ende des Vorstadiums &#8211; n\u00e4mlich beim Formwechsel zur GmbH mit deren Eintragung ins Handelsregister &#8211; die Identit\u00e4t des Rechtstr\u00e4gers gewahrt, dann kann zwischen dem wie auch immer zu charakterisierenden Vorstadium und dem Einmann-Gr\u00fcndungsgesellschafter nicht gleicherma\u00dfen Rechtstr\u00e4geridentit\u00e4t bestehen. Denn sonst k\u00e4me man zu dem wegen der Selbst\u00e4ndigkeit der juristischen Person unhaltbaren Ergebnis einer Identit\u00e4t der Rechtstr\u00e4gerschaft in der Person des Gr\u00fcndungsgesellschafters mit der der GmbH. Da die Z\u00e4sur in der Rechtstr\u00e4gerschaft nicht am Ende des Vorstadiums beim Formwechsel zur GmbH stattfindet, muss sie zwingend bei Beginn bzw. &#8211; beim Erwerb eines Wirtschaftsguts durch die GmbH i.Gr. von dritter Seite &#8211; w\u00e4hrend des Vorstadiums eingetreten sein. Infolgedessen sind im Namen der GmbH i.Gr. erworbene Grundst\u00fccke jedenfalls f\u00fcr Zwecke der Grunderwerbsteuer nicht dem Einmann-Gr\u00fcndungsgesellschafter zuzurechnen. Dies hat zur weiteren Folge, dass bei Aufl\u00f6sung einer grundbesitzenden Einmann-GmbH i.Gr. hinsichtlich der Grundst\u00fccke ein Rechtstr\u00e4gerwechsel auf den Gr\u00fcndungsgesellschafter stattfindet (so auch Fischer in Boruttau, a.a.O., \u00a7 1 Anm. 269).<\/p>\n<p>2. Dieser nach \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEStG 1983 steuerbare Rechtstr\u00e4gerwechsel ist auch steuerpflichtig. Der Befreiungstatbestand des \u00a7 6 Abs. 2 GrEStG 1983 greift nicht ein. Dabei kann auf sich beruhen, ob die Befreiung bei einer gescheiterten Gesellschaftsgr\u00fcndung durch mehrere Personen eingreifen w\u00fcrde. Dies wird vielfach unter Hinweis darauf, dass es sich bei der Vorgesellschaft um eine werdende GmbH und nicht um eine Gesamthand i.S. der \u00a7\u00a7 5 und 6 GrEStG 1983 handelt, verneint (vgl. Fischer, a.a.O., \u00a7 1 Anm. 268, sowie Pahlke\/Franz, Grunderwerbsteuergesetz, 2. Aufl., 1999, \u00a7 1 Anm. 15; s. auch Roth\/Altmeppen, a.a.O., \u00a7 11 Anm. 37, sowie BGH-Urteile vom 24. Oktober 1968 II ZR 216\/66, BGHZ 51, 30, 32, und vom 29. Oktober 1992 I ZR 264\/90, BGHZ 120, 103, 105). Bei einer Einmann-Gr\u00fcndung scheitert die Anwendung des \u00a7 6 Abs. 2 GrEStG 1983 bereits daran, dass das Vorstadium mangels Vorhandenseins mehrerer Gr\u00fcnder keine Gesamthand sein kann. An den \u00fcbergegangenen Grundst\u00fccken bestand demnach &#8211; wovon \u00a7 6 Abs. 2 GrEStG 1984 ausgeht &#8211; kein gesamth\u00e4nderisch gebundenes Miteigentum des Kl\u00e4gers. Wegen des fehlenden Befreiungstatbestandes liegt auch keine offensichtliche Gesetzesl\u00fccke dergestalt vor, dass es der Gesetzgeber bei Schaffung des GrEStG 1983 versehentlich unterlassen hat, der 1980 gesetzlich zugelassenen Gr\u00fcndung einer Einmann-GmbH Rechnung zu tragen. Die Annahme einer derartigen Gesetzesl\u00fccke setzte voraus, dass die Beurteilung der echten Vorgesellschaft (vgl. zur Terminologie Urteile des BFH vom 8. November 1989 I R 174\/86, BFHE 158, 540, BStBl II 1990, 1991, sowie vom 1. Dezember 1987 VII R 206\/85, BFH\/NV 1988, 477) als Gesamthand i.S. der \u00a7\u00a7 5 und 6 GrEStG 1983 damals allgemeine Ansicht gewesen ist. Dies war jedoch &#8211; wie ausgef\u00fchrt &#8211; nicht der Fall.<\/p>\n<p>3. Eine Anwendung des \u00a7 1 Abs. 6 GrEStG 1983 hat das FG zutreffend abgelehnt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH-Urteil vom 17.10.2001 (II R 43\/99) BStBl. 2002 II S. 210 Hat eine Einmann-GmbH in Gr\u00fcndung von einem Dritten ein Grundst\u00fcck erworben und kommt es sp\u00e4ter nicht zur Eintragung der Gesellschaft ins Handelsregister, f\u00fchrt die Aufl\u00f6sung der GmbH in Gr\u00fcndung hinsichtlich des Grundst\u00fccks zu einem Rechtstr\u00e4gerwechsel i.S. des \u00a7 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEStG &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-17-10-2001-ii-r-43_99-bstbl-2002-ii-s-210\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">BFH-Urteil     vom 17.10.2001 (II R 43\/99) BStBl. 2002 II S. 210<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-43291","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43291","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43291"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43291\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43291"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43291"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43291"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}