{"id":43673,"date":"2013-05-29T15:43:11","date_gmt":"2013-05-29T13:43:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=43673"},"modified":"2013-05-29T15:43:11","modified_gmt":"2013-05-29T13:43:11","slug":"iv-r-33-09-personengesellschaft-als-steuerschuldner-der-gewerbesteuer-nach-par-18-abs-4-umwstg-1995","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-33-09-personengesellschaft-als-steuerschuldner-der-gewerbesteuer-nach-par-18-abs-4-umwstg-1995\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;33\/09 &#8211; Personengesellschaft als Steuerschuldner der Gewerbesteuer nach &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.2.2013, IV R 33\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Personengesellschaft als Steuerschuldner der Gewerbesteuer nach &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) &#8211;eine GmbH&#8211; ist Rechtsnachfolgerin der A-GmbH&nbsp;&#038;&nbsp;Co. KG (A-KG). Die am &#8230; Oktober 1998 in das Handelsregister eingetragene A-KG war aus der mit Gesellschafterbeschluss vom &#8230; August 1998 beschlossenen (formwechselnden) Umwandlung der A-GmbH hervorgegangen. Alleinige Kommanditistin der A-KG war im Streitjahr (1998) die B-GmbH &#038; Co. KG (B-KG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Wirkung zum 31.&nbsp;Dezember 1998 verkaufte die B-KG ihren Kommanditanteil an die X-GmbH. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) belief sich der hierbei erzielte Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn auf &#8230; DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Gewerbesteuererkl&auml;rung 1998 gab die A-KG keinen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn an. Erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; erlie&szlig; der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) am 29.&nbsp;Mai 2000 einen unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Bescheid f&uuml;r 1998 &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag und die Gewerbesteuer. Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung&nbsp;erlie&szlig; das FA am 5.&nbsp;Mai 2003 einen ge&auml;nderten Bescheid f&uuml;r 1998 &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag und die Gewerbesteuer, in dem es bei der Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags 1998 den Gewinn aus Gewerbebetrieb der A-KG (genau) um den vorgenannten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn erh&ouml;hte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den dagegen eingelegten Einspruch wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;Februar 2005 zur&uuml;ck. Das FG wies die Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 1983 ver&ouml;ffentlichen Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts. Sie tr&auml;gt im Wesentlichen &#8211;z.T. sinngem&auml;&szlig;&#8211; vor, der angefochtene Gewerbesteuermessbescheid sei an den falschen Inhaltsadressaten gerichtet und damit nichtig. Der Bescheid sei unzutreffend der A-KG als Steuerschuldnerin bekannt gegeben worden, denn diese treffe weder die sachliche noch die pers&ouml;nliche Steuerpflicht nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG) 1995 i.d.F. des Jahressteuergesetzes (JStG) 1997 vom 20.&nbsp;Dezember 1996 (BGBl I 1996, 2049) &#8211;UmwStG 1995 n.F.&#8211; (jetzt: &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 UmwStG). Die Vorschrift enthalte keine Rechtsgrundlage, um einen Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer Personengesellschaft auf der Ebene dieser Gesellschaft der Gewerbesteuer zu unterwerfen. Geregelt werde eine &quot;Gewerbesteuer(pflicht) eigener Art&quot;, die keinen Bezug zum Unternehmen i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) und &#8211;mangels Verweises in &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG auf das UmwStG&#8211; zum Gewerbeertrag der Personengesellschaft aufweise. Vielmehr beziehe sich &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 UmwStG 1995 n.F. nur auf die Gesellschafterhandlung der &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot;. Wenn die Ver&auml;u&szlig;erung auf Gesellschafterebene einen Bezug zum Gewerbeertrag der Personengesellschaft haben solle, m&uuml;sse dieser etwa durch einen gesetzlichen Bezug auf &sect;&nbsp;7 GewStG normiert werden. Dies sei jedoch nicht geschehen, selbst wenn ein entsprechender Regelungswille des Gesetzgebers bestanden habe. Allein die Erw&auml;gung des Gesetzgebers in BTDrucks 13\/5359, S.&nbsp;128, dass &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 verhindern solle, dass ein Liquidationsgewinn einer Kapitalgesellschaft durch einen Formwechsel der Gewerbesteuer entzogen werde, k&ouml;nne die Ausweitung der Norm auf die Ver&auml;u&szlig;erung von Mitunternehmeranteilen nicht rechtfertigen. &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995 n.F. gen&uuml;ge nicht dem verfassungsrechtlichen Gebot der Normenklarheit. Es versto&szlig;e gegen das Leistungsf&auml;higkeitsprinzip und f&uuml;hre zu einer unzul&auml;ssigen &quot;Strafsteuer&quot;, wenn die Personengesellschaft den &quot;Schaden&quot; aus einer Entscheidung des Gesellschafters tragen m&uuml;sse. Deshalb sei der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn dort zu besteuern, wo er entstehe, n&auml;mlich beim Gesellschafter der Personengesellschaft. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG komme nicht zur Anwendung. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/><\/br>das Urteil des FG Hamburg vom 24.&nbsp;Juni 2009&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;42\/09 und den Gewerbesteuermessbescheid 1998 vom 5.&nbsp;Mai 2003 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;Februar 2005 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. I. Nach dem Gesch&auml;ftsverteilungsplan des Bundesfinanzhofs (BFH) f&uuml;r das Jahr 2009 ist f&uuml;r die am 28.&nbsp;Juli 2009 eingegangene Revision die sachliche Zust&auml;ndigkeit des IV.&nbsp;Senats des BFH gegeben. Gem&auml;&szlig; Nr.&nbsp;3 der Regelung zur Zust&auml;ndigkeit des IV.&nbsp;Senats ist dieser Senat auch f&uuml;r die Gewerbesteuer von Steuerpflichtigen mit Eink&uuml;nften im Sinne der Nr.&nbsp;2 dieser Regelung zust&auml;ndig; nach Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Regelung ist der IV.&nbsp;Senat zust&auml;ndig f&uuml;r die gesonderte Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a, Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) betreffend Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb f&uuml;r alle Personengesellschaften. Demnach ist der erkennende Senat auch zust&auml;ndig f&uuml;r die Gewerbesteuer der A-KG als eine Personengesellschaft, die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielt. Soweit die Kl&auml;gerin eine vorrangige Zust&auml;ndigkeit des I.&nbsp;Senats des BFH f&uuml;r das Umwandlungssteuerrecht geltend gemacht hat, ist diese im Streitfall nicht gegeben. Zwar wird in Nr.&nbsp;4 der Regelung zur Zust&auml;ndigkeit des I.&nbsp;Senats die Gewerbesteuer von Steuerpflichtigen u.a. mit Eink&uuml;nften im Sinne der Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a der Regelung aufgef&uuml;hrt, wobei in Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a auch die gesonderte Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a, Abs.&nbsp;2 AO betreffend die Anwendung verschiedener Normen des UmwStG erw&auml;hnt wird. &sect;&nbsp;18 UmwStG 1995 ist dabei jedoch nicht aufgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat zu Recht nicht beanstandet, dass das FA in dem angefochtenen &#8211;der A-KG formell ordnungsgem&auml;&szlig; bekannt gegebenen&#8211; &Auml;nderungsbescheid die A-KG als Steuerschuldnerin der Gewerbesteuer auch insoweit angesehen hat, als das FA in diesem Bescheid den streitbefangenen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn ber&uuml;cksichtigt hat. Es ist zutreffend davon ausgegangen, dass eine Personengesellschaft Steuerschuldner der Gewerbesteuer i.S. von &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG auch insoweit ist, als nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995 n.F. (auch) ein Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an der Personengesellschaft der Gewerbesteuer unterliegt und deshalb bei der Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ist &#8211;wie im Streitfall zwischen den Beteiligten unstreitig&#8211; die T&auml;tigkeit einer Personengesellschaft Gewerbebetrieb, so ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG Steuerschuldner die Gesellschaft. Kommt danach im Streitfall &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG zur Anwendung, so schlie&szlig;t diese Vorschrift als speziellere Regelung die Anwendung des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG aus. Dies bedeutet, dass die Gesellschafter einer Personengesellschaft trotz ihrer Eigenschaft als Unternehmer (Mitunternehmer) nicht daneben zus&auml;tzlich als Steuerschuldner f&uuml;r die Gewerbesteuer des Betriebs der Personengesellschaft einzustehen haben (n&auml;her dazu z.B. Sarrazin in Lenski\/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;61 und 70). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Andererseits schuldet eine Personengesellschaft die Gewerbesteuer nur f&uuml;r den eigenen Gewerbebetrieb, nicht f&uuml;r den etwaigen Gewerbebetrieb eines Gesellschafters (vgl. auch Sarrazin in Lenski\/Steinberg, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;74). Zum Gewerbebetrieb einer Personengesellschaft im Sinne des Gewerbesteuerrechts geh&ouml;rt auch das Sonderbetriebsverm&ouml;gen. Dies folgt daraus, dass &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG zur Bestimmung des Betriebs auf das Einkommensteuergesetz verweist (ebenso Roser in Lenski\/ Steinberg, a.a.O., &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;154; zur Einbeziehung des Sonderbetriebsverm&ouml;gens in die Ermittlung des Gewerbeertrags s. nachstehend unter B.II.1.&nbsp;b&nbsp;bb (2)). Steuerschuldner in Bezug auf den im Zusammenhang mit dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen erzielten Gewerbeertrag ist danach ebenfalls die Personengesellschaft und nicht der einzelne Mitunternehmer. Darin wird deutlich, dass der Gesetzgeber hinsichtlich der gewerbesteuerrechtlichen Bestimmung des Steuerschuldners bei einer Personengesellschaft nicht danach differenziert, ob der Gewerbeertrag in der Sph&auml;re der Gesamthand oder auf der Ebene des einzelnen Mitunternehmers erwirtschaftet worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist die A-KG Schuldnerin der Gewerbesteuer, soweit diese auf den streitbefangenen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entf&auml;llt. Denn auch ein solcher Gewinn ist dem Gewerbebetrieb der A-KG als Personengesellschaft zuzuordnen und nicht einem (etwaigen) eigenen Gewerbebetrieb des Mitunternehmers, der seinen Kommanditanteil ver&auml;u&szlig;ert und dabei einen Gewinn erzielt. Eine anderweitige Bestimmung des Steuerschuldners l&auml;sst sich auch nicht aus &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 bzw. &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UmwStG 1995 n.F. unterliegen u.a. Gewinne der Gewerbesteuer, die im Falle der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebs der Personengesellschaft erzielt werden. Entsprechendes gilt nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995 n.F., wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; ein Anteil an der Personengesellschaft ver&auml;u&szlig;ert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zu diesen Gesetzesbestimmungen hat der BFH bereits mehrfach ausgef&uuml;hrt (BFH-Urteile vom 11.&nbsp;Dezember 2001 VIII&nbsp;R&nbsp;23\/01, BFHE 197, 425, BStBl II 2004, 474; vom 16.&nbsp;November 2005 X&nbsp;R&nbsp;6\/04, BFHE 211, 518, BStBl II 2008, 62; vom 20.&nbsp;November 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;45\/05, BFH\/NV 2007, 793; vom 26.&nbsp;April 2012 IV&nbsp;R&nbsp;24\/09, BFHE 237, 206, BStBl II 2012, 703), dass der Gesetzgeber mit dem UmwStG 1995 einerseits das Ziel einer m&ouml;glichst steuerneutralen Umwandlung der K&ouml;rperschaft (Kapitalgesellschaft) in eine Personengesellschaft verfolgt und hierbei durch das Recht zur Buchwertfortf&uuml;hrung (&sect;&sect;&nbsp;3, 4 UmwStG 1995) sowie die Freistellung des &Uuml;bernahmegewinns (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4, &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 UmwStG 1995) von jeglicher gewerbesteuerlichen Belastung der Umwandlung abgesehen habe. Andererseits habe er jedoch den Grundsatz unber&uuml;hrt gelassen, nach dem Betriebsver&auml;u&szlig;erungsgewinne zwar bei der Kapitalgesellschaft (vgl. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 GewStG), hingegen nicht &#8211;bzw. nach Ma&szlig;gabe der nunmehr in &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG i.d.F. des Unternehmensteuerfortentwicklungsgesetzes vom 20.&nbsp;Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3858, BStBl I 2002, 35) in verfassungsrechtlich unbedenklicher Weise (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juli 2010 IV&nbsp;R&nbsp;29\/07, BFHE 230, 215, BStBl II 2011, 511) bestimmten Ausnahmen&#8211; bei der Personengesellschaft der Gewerbesteuer unterliegen. Hierauf aufbauend wolle &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 &#8211;strukturell gleich den entsprechenden Vorg&auml;ngerbestimmungen der UmwStG 1969 und 1977- als spezialgesetzlicher und gegen&uuml;ber den &sect;&sect;&nbsp;2 und 7 GewStG subsidi&auml;rer Ausnahmetatbestand innerhalb seiner tatbestandlichen Grenzen (u.a. F&uuml;nf-Jahres-Frist) verhindern, dass die Gewerbesteuerpflicht der Kapitalgesellschaft dadurch unterlaufen werde, dass der Betrieb erst nach vollzogener Umwandlung von der Personengesellschaft ver&auml;u&szlig;ert oder aufgegeben und der hierbei erzielte Gewinn entsprechend den dargelegten allgemeinen Grunds&auml;tzen der Gewerbesteuer entzogen werde (zur gleichlautenden Beurteilung durch das Bundesverfassungsgericht &#8211;BVerfG&#8211; vgl. BVerfG-Beschluss vom 6.&nbsp;November 2008&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2360\/07, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2009, 302, unter Bezugnahme auf die das JStG 1997 betreffende BTDrucks 13\/5952, S.&nbsp;53). Dieser Einsch&auml;tzung der Zweckbestimmung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 hat sich der erkennende Senat wiederholt angeschlossen (vgl. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;Juni 2007 IV&nbsp;R&nbsp;58\/06, BFHE 217, 162, BStBl II 2008, 73; in BFHE 237, 206, BStBl II 2012, 703).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der genannten Zielsetzung entspricht es, dass nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 nicht &#8211;wie zuvor&#8211; die im Zeitpunkt der Umwandlung im Betriebsverm&ouml;gen der Kapitalgesellschaft ruhenden &#8211;historischen&#8211; stillen Reserven nachversteuert, sondern die aktuellen, im Zeitpunkt der Aufgabe bzw. Ver&auml;u&szlig;erung beim &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger vorhandenen stillen Reserven der Gewerbesteuer unterworfen werden (BFH-Urteil in BFHE 237, 206, BStBl II 2012, 703, m.w.N.). Demgem&auml;&szlig; ist in der Ver&auml;u&szlig;erung oder Aufgabe des Betriebs durch die Personengesellschaft innerhalb der f&uuml;nfj&auml;hrigen Sperrfrist auch das ausl&ouml;sende Moment f&uuml;r den Anfall der Gewerbesteuerbelastung der Personengesellschaft zu sehen (vgl. BFH-Urteile vom 16.&nbsp;Dezember 2009 IV&nbsp;R&nbsp;22\/08, BFHE 227, 481, BStBl II 2010, 736; in BFHE 237, 206, BStBl II 2012, 703). Die H&ouml;he des gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 anzusetzenden Gewerbeertrags bestimmt sich mithin nicht nach den stillen Reserven zum Umwandlungsstichtag, sondern nach dem tats&auml;chlich erzielten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn oder Aufgabegewinn (BFH-Urteil in BFHE 227, 481, BStBl II 2010, 736). Allerdings ist aus &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 nicht abzuleiten, dass der nach dieser Bestimmung der Gewerbesteuer unterliegende Betriebsver&auml;u&szlig;erungs- oder Betriebsaufgabegewinn auch diejenigen stillen Reserven beim &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger erfasst, die nicht aus dem &uuml;bergegangenen Verm&ouml;gen der (umgewandelten) Kapitalgesellschaft stammen (BFH-Urteil in BFHE 211, 518, BStBl II 2008, 62); &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 beruht als spezialgesetzlicher und gegen&uuml;ber den &sect;&sect;&nbsp;2 und 7 GewStG subsidi&auml;rer Ausnahmetatbestand auf der Regelungsidee einer fortdauernden gewerbesteuerrechtlichen Verstrickung des Verm&ouml;gens der umgewandelten Kapitalgesellschaft (BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Januar 2009 IV&nbsp;B&nbsp;27\/08, BFHE 224, 115, BStBl II 2011, 393). Diese Grunds&auml;tze gelten auch bei der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer Personengesellschaft, wie sie in der durch das JStG 1997 eingef&uuml;gten Regelung (vgl. BTDrucks 13\/5359, S.&nbsp;127 f. und 143, BTDrucks 13\/5952, S.&nbsp;53) des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995 n.F. aufgef&uuml;hrt wird (BFH-Urteil in BFHE 237, 206, BStBl II 2012, 703), also auch bei der hier streitbefangenen Ver&auml;u&szlig;erung eines (Kommandit-)Anteils an der A-KG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auch ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995 n.F. ist &#8211;anders als die Kl&auml;gerin meint&#8211; gewerbesteuerrechtlich in den f&uuml;r den Betrieb der Personengesellschaft zu ermittelnden Gewerbeertrag einzubeziehen. Dabei ist unsch&auml;dlich, das der Gesetzgeber nach der im Streitjahr ma&szlig;geblichen Rechtslage unter bestimmten Voraussetzungen dem von einem Mitunternehmer erzielten Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung seines Anteils an der Personengesellschaft gewerbesteuerliche Bedeutung beimisst, ohne diesen Gewinn ausdr&uuml;cklich in &sect;&nbsp;7 GewStG dem Gewerbeertrag zuzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dies ergibt sich daraus, dass logische Voraussetzung f&uuml;r den Eintritt der Rechtsfolgen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 eine Zuordnung des entsprechenden Gewinns zum Gewerbeertrag des &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;gers ist. Andernfalls bliebe die Vorschrift ohne Regelungsgehalt und die ausdr&uuml;ckliche und eindeutige gesetzliche Anordnung, dass ein bestimmter Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn der Gewerbesteuer unterliege, liefe ins Leere. Dies w&auml;re mit dem Rechtsstaatsprinzip unvereinbar. Im Fall des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 ist deshalb &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG dahin auszulegen, dass sich der Gewerbeertrag des &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;gers (Personengesellschaft) auch auf Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne im Sinne der erstgenannten Vorschrift erstreckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Eine solche Auslegung entspricht zudem der Regel, dass auch andere au&szlig;erhalb der Gesamthand erzielte Gewinne &#8211;soweit sie gewerbesteuerrechtlich &uuml;berhaupt von Bedeutung sind&#8211; in den f&uuml;r den Gewerbebetrieb der Personengesellschaft zu ermittelnden Gewerbeertrag einzubeziehen sind. Soweit der nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG bestimmte Gewerbeertrag auf Ertr&auml;gen der Mitunternehmer aus deren Sonderbetriebsverm&ouml;gen beruht, erfahren die Ertr&auml;ge auch insoweit keine Sonderbehandlung, als der Gesetzgeber zu deren Erfassung im Gewerbeertrag des Betriebs der Personengesellschaft keine ausdr&uuml;ckliche Regelung getroffen hat. Das Betriebsverm&ouml;gen einer Personengesellschaft umfasst nach st&auml;ndiger Rechtsprechung und Verwaltungspraxis neben dem Gesamthandsverm&ouml;gen auch das Sonderbetriebsverm&ouml;gen in der Hand ihrer Gesellschafter (z.B. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;September 2012 IV&nbsp;R&nbsp;11\/12, BFHE 239, 76, m.w.N.). Auch Gewinne im Sonderbetriebsverm&ouml;gen sind bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte der Personengesellschaft, die insoweit Steuerrechtssubjekt ist (z.B. BFH-Urteile vom 1.&nbsp;Juli 2010 IV&nbsp;R&nbsp;34\/07, BFH\/NV 2010, 2246, und vom 14.&nbsp;April 2011 IV&nbsp;R&nbsp;8\/10, BFHE 233, 226, BStBl II 2011, 709, jeweils m.w.N.), einzubeziehen. Die Gewinnermittlung vollzieht sich also allein auf der Ebene der Gesellschaft. Soweit gewerbesteuerrechtlich von Bedeutung, sind deshalb auch auf der Ebene des einzelnen Mitunternehmers erwirtschaftete Gewinne in den f&uuml;r den Betrieb der Personengesellschaft zu ermittelnden Gewerbeertrag einzubeziehen. Insoweit wird &#8211;wie oben bereits zu &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG ausgef&uuml;hrt&#8211; auch hier nicht zwischen Gesamthand und einzelnen Mitunternehmern unterschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Dieser Beurteilung steht &#8211;anders als die Kl&auml;gerin meint&#8211; nicht entgegen, dass der Gesetzgeber in &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG i.d.F. des F&uuml;nften Gesetzes zur &Auml;nderung des Steuerbeamten-Ausbildungsgesetzes und zur &Auml;nderung von Steuergesetzen vom 23.&nbsp;Juli 2002 (BGBl I 2002, 2715), der im Streitjahr noch keine G&uuml;ltigkeit hatte (n&auml;her zur Entstehungsgeschichte dieser Vorschrift BFH-Urteil in BFHE 230, 215, BStBl II 2011, 511), bestimmte Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne &#8211;darunter nach Nr.&nbsp;2 der Vorschrift auch einen Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Anteils eines Gesellschafters, der als Mitunternehmer des Betriebs einer Mitunternehmerschaft anzusehen ist&#8211; ausdr&uuml;cklich dem Gewerbeertrag zugeordnet hat. Auch wenn &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG (n.F.) &#8211;&auml;hnlich wie &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995&#8211; dem Ziel dient, Steuerumgehungen zu verhindern (vgl. BFH-Urteil in BFHE 230, 215, BStBl II 2011, 511), so l&auml;sst sich aus dieser sp&auml;teren, vom Gesetzgeber in ihrem Regelungsgehalt vermeintlich klarer ausgestalteten Norm nicht folgern, dass deshalb eine &auml;ltere Regelung keiner Auslegung zug&auml;nglich w&auml;re, die dem vom Gesetzgeber klar zum Ausdruck gebrachten Normzweck entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ausgehend von den vorgenannten Grunds&auml;tzen erfordert &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 ungeachtet dessen, dass dem Wortlaut dieser Vorschrift keine (spezialgesetzliche) Regelung zur Steuerschuldnerschaft zu entnehmen ist, keine von &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 GewStG abweichende Bestimmung hinsichtlich der Gewerbesteuer, der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 unterliegen. Sollen &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; nach dieser Vorschrift die beim &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger vorhandenen stillen Reserven der Gewerbesteuer unterworfen werden und ist dieser Rechtstr&auml;ger die Personengesellschaft und nicht der einzelne Mitunternehmer, so entspricht es auch im Fall des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG 1995 n.F. dem Gesetzeszweck, wenn als Steuerschuldner der Gewerbesteuer (auch) insoweit die Personengesellschaft und nicht der ver&auml;u&szlig;ernde Mitunternehmer bestimmt wird. Denn auch bei der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an der Personengesellschaft werden die im Betrieb dieser Gesellschaft ruhenden stillen Reserven &#8211;wenn auch nur anteilig&#8211; realisiert (vgl. auch BFH&#8211;Urteil vom 15.&nbsp;Juni 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;7\/01, BFHE 205, 307, BStBl II 2004, 754, unter II.2.a der Gr&uuml;nde). Diese &Uuml;berlegung wird im Fall des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 au&szlig;erdem durch den Umstand gest&uuml;tzt, dass gewerbesteuerlich die stillen Reserven aus dem &uuml;bergegangenen Verm&ouml;gen der umgewandelten Kapitalgesellschaft erfasst werden sollen. Im &Uuml;brigen erweist sich die Steuerschuldnerschaft der Personengesellschaft als &uuml;bernehmender Rechtstr&auml;gerin auch im Hinblick darauf als folgerichtig, dass auch bei der fr&uuml;heren (umgewandelten) Kapitalgesellschaft diese und nicht deren Gesellschafter Schuldner der in Folge der Umwandlung &quot;vermiedenen&quot; Gewerbesteuer auf Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Den vorgenannten Erw&auml;gungen steht nicht entgegen, dass die Kl&auml;gerin die streitbefangene gewerbesteuerliche Belastung als &quot;Strafsteuer&quot; versteht, der innerhalb der in &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 genannten Frist von f&uuml;nf Jahren nicht zu entgehen sei und die &#8211;insoweit &quot;&uuml;berschie&szlig;end&quot;&#8211; faktisch Umwandlungen verhindere. Die Vorschrift begegnet insoweit auch im Lichte des &Uuml;berma&szlig;verbots keinen verfassungsrechtlichen Zweifeln. Der Gesetzgeber verfolgt zwar &#8211;wie oben ausgef&uuml;hrt&#8211; das Ziel einer m&ouml;glichst steuerneutralen Umwandlung der Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft. Dem l&auml;uft die gewerbesteuerliche Erfassung von Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen durch &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 jedoch nicht zuwider. Denn der Gesetzgeber unterstellt in dieser Regelung typisierend, dass es bei der von ihm steuerlich beg&uuml;nstigten Umwandlung jedenfalls &uuml;ber einen Zeitraum von f&uuml;nf Jahren nach dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang verbleibt. In diesem vom Gesetzgeber sachgerecht angenommenen Regelfall kommt es zu der von der Kl&auml;gerin beanstandeten gewerbesteuerlichen Belastung also gerade nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Schlie&szlig;lich w&uuml;rde die Steuerschuldnerschaft der A-KG im Streitfall auch nicht durch den von der Kl&auml;gerin vorgetragenen, vom FG allerdings nicht festgestellten Umstand ausgeschlossen, dass die umgewandelte Kapitalgesellschaft Organgesellschaft gewesen ist. Auch &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 ist nicht zu entnehmen, dass ein fr&uuml;heres Organschaftsverh&auml;ltnis im Rahmen der sp&auml;teren gewerbesteuerlichen Erfassung der im Betriebsverm&ouml;gen der umgewandelten Kapitalgesellschaft ruhenden stillen Reserven von Bedeutung sein k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Anders als die Kl&auml;gerin meint, ist die H&ouml;he des streitbefangenen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns im Revisionsverfahren nicht mehr zu &uuml;berpr&uuml;fen. Nach den vom FG getroffenen und nicht mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen tats&auml;chlichen Feststellungen bel&auml;uft sich dieser auf &#8230; DM. Hieran ist der erkennende Senat nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.2.2013, IV R 33\/09 Personengesellschaft als Steuerschuldner der Gewerbesteuer nach &sect; 18 Abs. 4 UmwStG 1995 Tatbestand 1&nbsp; A. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) &#8211;eine GmbH&#8211; ist Rechtsnachfolgerin der A-GmbH&nbsp;&#038;&nbsp;Co. KG (A-KG). 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