{"id":43674,"date":"2013-05-29T15:43:14","date_gmt":"2013-05-29T13:43:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=43674"},"modified":"2013-05-29T15:43:14","modified_gmt":"2013-05-29T13:43:14","slug":"x-b-119-12-bemessung-des-pkw-eigenverbrauchs-nach-der-sog-1-regelung-is-des-par-6-abs-1-nr-4-satz-2-estg-bei-fehlender-mitwirkung-des-steuerpflichtigen-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-119-12-bemessung-des-pkw-eigenverbrauchs-nach-der-sog-1-regelung-is-des-par-6-abs-1-nr-4-satz-2-estg-bei-fehlender-mitwirkung-des-steuerpflichtigen-4\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;119\/12 &#8211; Bemessung des PKW-Eigenverbrauchs nach der sog. 1 %-Regelung i.S. des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG bei fehlender Mitwirkung des Steuerpflichtigen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.2.2013, X B 119\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Bemessung des PKW-Eigenverbrauchs nach der sog. 1 %-Regelung i.S. des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG bei fehlender Mitwirkung des Steuerpflichtigen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) nutzte im Streitjahr 2008 einen Opel &#8230; Kastenwagen im Rahmen seines Hausmeisterservices. Er f&uuml;hrte kein Fahrtenbuch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abweichend von seinen Erkl&auml;rungen ermittelte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den PKW-Eigenverbrauch nach der 1&nbsp;%-Methode i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) und erh&ouml;hte entsprechend die Einkommensteuer- und Umsatzsteuerfestsetzungen wie auch den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r das Streitjahr 2008.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren reichte der Kl&auml;ger Unterlagen in Bezug auf den Neupreis des KFZs ein, woraufhin sich das FA bereit erkl&auml;rte, geringere Betr&auml;ge nach der 1&nbsp;%-Methode anzusetzen. Das Finanzgericht (FG) schloss sich der Berechnung des FA an, korrigierte insoweit die Festsetzungen wie auch den Gewerbesteuermessbetrag und wies die Klage im &Uuml;brigen als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Nichtzulassungsbeschwerde r&uuml;gt der Kl&auml;ger Divergenz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Der vom Kl&auml;ger benannte Grund f&uuml;r die Zulassung der Revision gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) liegt trotz erheblicher Bedenken in Bezug auf die Anforderungen an die Darlegung dieses Zulassungsgrundes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO zumindest in der Sache nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Eine die einheitliche Rechtsprechung i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative 2 FGO gef&auml;hrdende Divergenz ist gegeben, wenn das FG bei gleichem oder vergleichbarem Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als der Bundesfinanzhof (BFH), das Bundesverfassungsgericht, der Gemeinsame Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes, ein anderes oberstes Bundesgericht oder ein anderes FG. Das FG muss seiner Entscheidung einen tragenden abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt haben, der mit den ebenfalls tragenden Rechtsausf&uuml;hrungen in der Divergenzentscheidung des anderen Gerichts nicht &uuml;bereinstimmt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 30.&nbsp;August 2012 X&nbsp;B&nbsp;97\/11, BFH\/NV 2013, 13, m.w.N.). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur schl&uuml;ssigen Darstellung einer Divergenzr&uuml;ge i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative 2 FGO geh&ouml;rt u.a. die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des FG einerseits und aus den behaupteten Divergenzentscheidungen andererseits, um eine Abweichung deutlich erkennbar zu machen. Des Weiteren ist insbesondere auszuf&uuml;hren, dass es sich im Streitfall um einen vergleichbaren Sachverhalt und um eine identische Rechtsfrage handelt (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 5.&nbsp;Oktober 2010 X&nbsp;B&nbsp;72\/10, BFH\/NV 2011, 273, m.w.N.). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger tr&auml;gt vor, dem angefochtenen Urteil des FG liege der Rechtssatz zugrunde, dass jedwedes zum Betriebsverm&ouml;gen des Steuerpflichtigen rechnende Kraftfahrzeug auch f&uuml;r private Zwecke genutzt werden k&ouml;nne. Damit weiche das Urteil von der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH, insbesondere den Urteilen vom 18.&nbsp;Dezember 2008 VI&nbsp;R&nbsp;34\/07 (BFHE 224, 108, BStBl II 2009, 381) und vom 13.&nbsp;Februar 2003 X&nbsp;R&nbsp;23\/01 (BFHE 201, 499, BStBl II 2003, 472) ab, nach denen die LKWs von der Anwendung der 1&nbsp;%-Regelung auszunehmen seien. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG beruht nicht auf dem von dem Kl&auml;ger gebildeten abstrakten Rechtssatz. Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers verkennt das FG nicht den im Urteil des BFH in BFHE 224, 108, BStBl II 2009, 381 ausgesprochenen Rechtssatz, dass ein Fahrzeug, das aufgrund seiner objektiven Beschaffenheit und Einrichtung typischerweise so gut wie ausschlie&szlig;lich nur zur Bef&ouml;rderung von G&uuml;tern bestimmt ist, der 1&nbsp;%-Regelung nicht unterf&auml;llt. Anders als der Kl&auml;ger annimmt, f&uuml;hrt dies nicht automatisch dazu, dass ein solches Fahrzeug immer aus der Bewertungsregelung des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG herauszunehmen ist. Es sind, auch dies wird in diesem Urteil vom BFH klargestellt, konkrete Feststellungen im Einzelnen zu treffen, die es erlauben, eine Privatnutzung tats&auml;chlich auszuschlie&szlig;en. Hierzu bedarf es aber der Mitwirkung des Steuerpflichtigen, die im Streitfall unterblieben ist. In diesem Fall kann eine Privatnutzung ausnahmsweise nicht ausgeschlossen werden, so dass die 1&nbsp;%-Regelung zum Tragen kommt. Dies entspricht im Ergebnis auch dem Senatsurteil in BFHE 201, 499, BStBl II 2003, 472, nach dem die blo&szlig;e Behauptung des Steuerpflichtigen, der betriebliche PKW werde nicht zu Privatfahrten genutzt oder Privatfahrten w&uuml;rden ausschlie&szlig;lich mit anderen Fahrzeugen durchgef&uuml;hrt, nicht ausreicht, um die Anwendung der 1&nbsp;%-Regelung auszuschlie&szlig;en. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger macht letztlich nur Rechtsanwendungsfehler geltend. Zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) ist die Revision zwar auch dann zuzulassen, wenn ein solcher Rechtsanwendungsfehler des FG zu einer &quot;greifbaren gesetzwidrigen&quot; Entscheidung f&uuml;hrt (vgl. im Einzelnen Senatsbeschuss in BFH\/NV 2013, 13, m.w.N.). Da aber schon ein einfacher Rechtsanwendungsfehler nicht erkennbar ist, ist auch insoweit die Revision nicht zuzulassen. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.2.2013, X B 119\/12 Bemessung des PKW-Eigenverbrauchs nach der sog. 1 %-Regelung i.S. des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 EStG bei fehlender Mitwirkung des Steuerpflichtigen Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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