{"id":43697,"date":"2013-05-29T15:44:59","date_gmt":"2013-05-29T13:44:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=43697"},"modified":"2013-05-29T15:44:59","modified_gmt":"2013-05-29T13:44:59","slug":"i-r-3-11-abzugsteuerpflicht-bei-werbeleistungen-eines-auslaendischen-motorsport-rennteams-begriff-der-ausgeuebten-sportlichen-darbietung-einheit-von-sportlicher-darbietung-und-werbeleistung-sachlich-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-3-11-abzugsteuerpflicht-bei-werbeleistungen-eines-auslaendischen-motorsport-rennteams-begriff-der-ausgeuebten-sportlichen-darbietung-einheit-von-sportlicher-darbietung-und-werbeleistung-sachlich-5\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;3\/11 &#8211; Abzugsteuerpflicht bei Werbeleistungen eines ausl&auml;ndischen Motorsport-Rennteams &#8211; Begriff der &quot;(ausge&uuml;bten) sportlichen Darbietung&quot; &#8211; Einheit von sportlicher Darbietung und Werbeleistung &#8211; Sachliche Zuordnung eines Teils der Verg&uuml;tung zum Inland"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2012, I R 3\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Abzugsteuerpflicht bei Werbeleistungen eines ausl&auml;ndischen Motorsport-Rennteams &#8211; Begriff der &quot;(ausge&uuml;bten) sportlichen Darbietung&quot; &#8211; Einheit von sportlicher Darbietung und Werbeleistung &#8211; Sachliche Zuordnung eines Teils der Verg&uuml;tung zum Inland<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine ausl&auml;ndische Kapitalgesellschaft, die als Motorsport-Rennteam Rennwagen und Fahrer in einer internationalen Rennserie einsetzt, erbringt eine eigenst&auml;ndige sportliche Darbietung. Sie ist auf dieser Grundlage mit ihrer anteilig auf inl&auml;ndische Rennen entfallenden Verg&uuml;tung f&uuml;r Werbeleistungen (auf den Helmen und Rennanz&uuml;gen der Fahrer und auf den Rennwagen aufgebrachte Werbung) beschr&auml;nkt steuerpflichtig, was wiederum eine Abzugsteuerpflicht f&uuml;r den Verg&uuml;tungsschuldner ausl&ouml;st.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist eine Inanspruchnahme f&uuml;r Abzugsteuern nach &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG 1997) f&uuml;r die Streitjahre 1998 bis 2001 (K&ouml;rperschaftsteuer und Solidarit&auml;tszuschl&auml;ge). <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), ein in der Rechtsform der AG international t&auml;tiges Unternehmen, schloss mit einer ausl&auml;ndischen Kapitalgesellschaft&nbsp;X f&uuml;r die Streitjahre Vertr&auml;ge &uuml;ber die Werbezusammenarbeit beider Unternehmen im Rahmen einer Sportwagen-Rennserie. X ist ein Motorsport-Rennteam, das mit zwei Fahrern an dieser Rennserie teilnahm. Nach den Vereinbarungen sollte X w&auml;hrend der Rennen und Promotion-Veranstaltungen den Firmenschriftzug der Kl&auml;gerin auf den Rennwagen der jeweils aktuellen Rennsaison sowie auf den Helmen und Overalls der Fahrer sowie des Rennteams abbilden. Dar&uuml;ber hinaus sollte dieser Firmenschriftzug u.a. auf der Boxenverkleidung und den Transportern angebracht sein; im &Uuml;brigen war Werbung in den Pressemappen, im X-Rennsportmagazin und auf der Internetseite von X vereinbart. X wiederum gestattete der Kl&auml;gerin f&uuml;r die Dauer der Vertragslaufzeit die (weltweite) Nutzung ihres Namens, ihres Logos sowie von Fotos der Rennwagen, der Fahrer und des Teams zu Werbezwecken au&szlig;erhalb der Rennen. Die Kl&auml;gerin zahlte j&auml;hrlich einen Geldbetrag und stellte eigene Produkte kostenlos zur Verf&uuml;gung. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; einen (Sammel-)Nachforderungsbescheid &uuml;ber im Abzugswege (&sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 EStG 1997) zu erhebende K&ouml;rperschaftsteuer und Solidarit&auml;tszuschl&auml;ge 1998 bis 2001 in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR. Zahlungen, die die Kl&auml;gerin f&uuml;r das Tragen der Werbeaufschriften auf den Fahrzeugen und der Bekleidung der Fahrer im Zusammenhang mit inl&auml;ndischen Rennen erbracht habe, unterl&auml;gen der Abzugsteuer, da X nach &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d EStG 1997 beschr&auml;nkt steuerpflichtig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchsverfahren vertrat das FA die Auffassung, dass die einzelnen Leistungen der streitgegenst&auml;ndlichen Vertr&auml;ge jeweils gesondert beurteilt werden m&uuml;ssten. Ein Teil der Leistungen unterliege nicht der Abzugsteuer (Teilnahme der X f&uuml;r die Kl&auml;gerin an Promotion-Veranstaltungen; das Aufbringen des Logos der Kl&auml;gerin auf den Boxenverkleidungen, Pressemappen, Transportern usw.). Dagegen unterliege die Verg&uuml;tung f&uuml;r das Anbringen des Firmenlogos auf den Fahrzeugen, der Fahrerbekleidung und den Overalls des Teams dem Steuerabzug (&sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;4 EStG 1997), soweit sie sich auf inl&auml;ndische Rennen beziehe, da es sich hierbei um mit einer sportlichen Darbietung zusammenh&auml;ngende Leistungen handele. Auf die anteilige Verg&uuml;tung sei ein Abschlag von 25&nbsp;% vorzunehmen, weil die mit dem Firmenlogo versehenen Rennwagen, Rennbekleidungen etc. auch f&uuml;r die nicht abzugsteuerpflichtigen Promotion-Veranstaltungen h&auml;tten verwendet werden d&uuml;rfen. Soweit X der Kl&auml;gerin das Recht einr&auml;ume, ihren Namen, ihr Logo sowie Bilder von den Rennfahrzeugen f&uuml;r Werbeaktivit&auml;ten au&szlig;erhalb der Rennen zu verwenden, liege eine beschr&auml;nkte Steuerpflicht nach &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 i.V.m. &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG 1997 vor, die ebenfalls zur Durchf&uuml;hrung des Steuerabzugs nach &sect;&nbsp;50a EStG 1997 verpflichte, da diese Rechte zur Nutzung in einer inl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte &uuml;bertragen worden seien. Da auch Werbeabteilungen ausl&auml;ndischer Betriebsst&auml;tten der Kl&auml;gerin involviert sein k&ouml;nnten und eine Leistung von X m&ouml;glicherweise auch darin gelegen haben k&ouml;nnte, dass auf die M&ouml;glichkeit der Verwertung der Rechte im Ausland verzichtet worden sei, werde auf die anteilige Verg&uuml;tung f&uuml;r diese Leistungen ein Abschlag von 50&nbsp;% vorgenommen. Die vereinbarte Gesamtverg&uuml;tung sei im Wege der Sch&auml;tzung zu jeweils 1\/3 auf die Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d EStG 1997, nach &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 1997 und auf die nicht abzugsteuerpflichtigen Eink&uuml;nfte aufzuteilen. Die Kl&auml;gerin teilte daraufhin mit, dass die Vertragskomponenten der Teilnahme von X an Promotion-Veranstaltungen sowie der &Uuml;berlassung von Rechten an die Kl&auml;gerin im Vergleich zum gesamten Zahlungsvolumen aus dem Vertrag v&ouml;llig untergeordnet seien und aufgrund der Medienwirkung der Rennserie der weitaus &uuml;berwiegende Teil des Entgelts f&uuml;r das Anbringen des Schriftzugs der Kl&auml;gerin auf Rennfahrzeugen bzw. Overalls bezahlt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erh&ouml;hte mit der Einspruchsentscheidung vom 30.&nbsp;April 2009 die Abzugsteuer auf &#8230;&nbsp;EUR K&ouml;rperschaftsteuer und Solidarit&auml;tszuschl&auml;ge. Auch wenn der &uuml;berwiegende Teil der Verg&uuml;tung f&uuml;r das Anbringen des Firmenlogos der Kl&auml;gerin auf den Rennfahrzeugen und der Fahrerbekleidung w&auml;hrend der Rennen bezahlt worden sei, seien die anderen Vertragsbestandteile nicht ohne Auswirkung auf die Verg&uuml;tung geblieben. Das FA sch&auml;tzte den Verg&uuml;tungsanteil f&uuml;r das Aufbringen des Firmenlogos der Kl&auml;gerin auf den Rennfahrzeugen und der Fahrerbekleidung w&auml;hrend aller Rennen und Promotion-Veranstaltungen auf 67&nbsp;% der Gesamtverg&uuml;tung (Zahlungen und Sachleistungen), den Anteil, der f&uuml;r die Einr&auml;umung der Rechte durch X gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin, Namen, Logo sowie Bilder von den Rennfahrzeugen f&uuml;r Werbeaktivit&auml;ten au&szlig;erhalb der Rennen zu verwenden, auf 23&nbsp;% der Gesamtverg&uuml;tung, und den (nicht abzugsteuerpflichtigen) Anteil der &uuml;brigen Leistungen auf 10&nbsp;% der Gesamtverg&uuml;tung. Ein Abzug von Betriebsausgaben der X von der Bemessungsgrundlage der Abzugsteuer komme nicht in Betracht, da es an einem Nachweis von mit den inl&auml;ndischen Einnahmen im unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Aufwendungen fehle. Die Klage blieb erfolglos (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; M&uuml;nchen, Urteil vom 13.&nbsp;Dezember 2010&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;1593\/09, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 708).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt mit ihrer Revision die Verletzung materiellen Rechts und beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben, den Nachforderungsbescheid vom 22.&nbsp;Dezember 2006 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 30.&nbsp;April 2009 mit der Ma&szlig;gabe abzu&auml;ndern, dass der auf die im Inland stattfindenden Rennen entfallende Anteil der Verg&uuml;tungen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR nicht der Quellensteuer unterliegt, und die Zuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat rechtsfehlerfrei entschieden, dass die Kl&auml;gerin aus der an X gezahlten Verg&uuml;tung Abzugsteuer einzubehalten und abzuf&uuml;hren hatte, so dass der Nachforderungsbescheid rechtm&auml;&szlig;ig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. X als K&ouml;rperschaft, die weder ihre Gesch&auml;ftsleitung noch ihren Sitz im Inland hatte, war beschr&auml;nkt steuerpflichtig i.S. des &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG 1996), da die streitgegenst&auml;ndlichen Verg&uuml;tungen der Kl&auml;gerin zu steuerpflichtigen inl&auml;ndischen Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d EStG 1997 (i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG 1996) gef&uuml;hrt haben (s. zu 2.). &Uuml;ber die auf dieser Grundlage zu erhebende Abzugsteuer konnte das FA einen Nachforderungsbescheid erlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die K&ouml;rperschaftsteuer wird bei beschr&auml;nkt steuerpflichtigen K&ouml;rperschaften und Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d EStG 1997 im Wege des Steuerabzugs erhoben (&sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 1997). Der Verg&uuml;tungsschuldner muss den Steuerabzug f&uuml;r Rechnung des beschr&auml;nkt steuerpflichtigen Verg&uuml;tungsgl&auml;ubigers vornehmen und die einbehaltene Steuer an das zust&auml;ndige Finanzamt abf&uuml;hren (&sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;5 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG 1997). Da der Steuerabzug von abkommensrechtlichen Regelungen zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung nicht ber&uuml;hrt wird (&sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;1 EStG 1997) und eine zugunsten von X erteilte Freistellungsbescheinigung (&sect;&nbsp;50d Abs.&nbsp;3 EStG 1997) nicht vorlag, bestand f&uuml;r die Kl&auml;gerin eine Verpflichtung zur Einbehaltung der Abzugsteuer (&sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;5 EStG 1997). Dieser Pflicht und der entsprechenden Steueranmeldungs- und Abf&uuml;hrungspflicht ist sie nicht nachgekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei einer Verletzung der Abzugspflicht kann der Verg&uuml;tungsschuldner in Haftung genommen werden (&sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;5 EStG 1997; &sect;&nbsp;73g der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung &#8211;EStDV&#8211;; &sect;&nbsp;191 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) oder es kann ein Nacherhebungsbescheid i.S. des &sect;&nbsp;167 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO (Verletzung der Anmeldungspflicht des &sect;&nbsp;150 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO i.V.m. &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;5 EStG 1997 und &sect;&nbsp;73e Satz&nbsp;2 EStDV) ergehen (s. z.B. Senatsbeschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2009 I&nbsp;B&nbsp;210\/08, BFH\/NV 2009, 1237, und I&nbsp;B&nbsp;229\/08, juris). Die formelle Rechtm&auml;&szlig;igkeit des streitgegenst&auml;ndlichen Nacherhebungsbescheids ist unter den Beteiligten nicht umstritten; insbesondere durfte das FA in dem Bescheid die Besteuerungsgrundlagen nach &sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO sch&auml;tzen, da die Kl&auml;gerin eine entsprechende Steueranmeldung i.S. des &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;5 EStG 1997 nicht abgegeben hatte. Der Senat sieht in diesem Zusammenhang von weiteren Ausf&uuml;hrungen ab. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. X erzielte aus der Werbet&auml;tigkeit gewerbliche Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;15 EStG 1997. Diese unterfallen &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d EStG 1997 (i.V.m. &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 KStG 1996), da sie Entgelt f&uuml;r Leistungen darstellen, die im Zusammenhang standen mit Eink&uuml;nften, die durch im Inland ausge&uuml;bte sportliche Darbietungen erzielt wurden. Auf dieser Grundlage unterfielen die Eink&uuml;nfte dem Steuerabzug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 1997 erfasst (i.V.m. &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d EStG 1997) gewerbliche Eink&uuml;nfte, die u.a. durch sportliche Darbietungen im Inland erzielt werden, einschlie&szlig;lich der Eink&uuml;nfte aus anderen mit diesen Leistungen zusammenh&auml;ngenden Leistungen, bzw. (seit der &Auml;nderung durch das Steuerentlastungsgesetz 1999\/2000\/2002 vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999, BGBl I 1999, 402, BStBl I 1999, 304) gewerbliche Eink&uuml;nfte, die durch im Inland ausge&uuml;bte oder verwertete u.a. sportliche Darbietungen erzielt werden, einschlie&szlig;lich der Eink&uuml;nfte aus anderen mit diesen Leistungen zusammenh&auml;ngenden Leistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bezugspunkt f&uuml;r Eink&uuml;nfte i.S. der &sect;&sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d, 50a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 1997 ist eine sportliche Darbietung, die einen Inlandsbezug aufweist. X erbringt eine solche Darbietung, soweit im Inland Rennen dieser Rennserie stattfinden. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Wesentlicher Bestandteil des gesetzlichen Tatbestandsmerkmals der &quot;(ausge&uuml;bten) sportlichen Darbietung&quot; ist eine T&auml;tigkeit, die dem Sportbegriff zugeordnet werden kann (z.B. Gosch in Kirchhof, EStG, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;26). Es ist zwischen den Beteiligten nicht streitig und unterliegt auch keinem weiteren Zweifel, dass Rennfahrer w&auml;hrend eines Autorennens eine sportliche T&auml;tigkeit aus&uuml;ben (s. nur Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;E&nbsp;275).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Der gesetzliche Tatbestand erfordert allerdings auch eine Darbietung der sportlichen Bet&auml;tigung, die wiederum sowohl durch den Aus&uuml;benden (den Sportler) als auch einen Dritten erfolgen kann (s. z.B. Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;E&nbsp;263, 288&nbsp;ff., insb. 295; Ma&szlig;baum in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;532; Holthaus, Ausl&auml;ndische K&uuml;nstler und Sportler im Steuerrecht, 2011, S.&nbsp;22&nbsp;f.). Dies erfordert eine au&szlig;enwirksame bzw. in der &Ouml;ffentlichkeit wahrnehmbare Bet&auml;tigung, die insbesondere dann vorliegt, wenn die sportliche Aktivit&auml;t vor Publikum oder im Wettbewerb stattfindet (z.B. Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;E&nbsp;289 und 294 [&quot;Autorennen&quot;]; Ma&szlig;baum in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;531). Im Streitfall liegt &#8211;entgegen der Ansicht der Vorinstanz&#8211; (auch) eine sportliche Darbietung durch X vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaaa) Das FG hat unter dem Gesichtspunkt eines personellen Zusammenhangs zwischen der Werbeleistung (der X) und der sportlichen Darbietung (aus der Sicht des FG: der Rennfahrer) ausgef&uuml;hrt, die sportliche Hauptleistung wie auch die in den Tatbestand einbezogene Nebenleistung w&uuml;rden vom selben Anbieter und damit &quot;aus einer Hand&quot; erbracht: X als Rennteam setze f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Rennen bei ihm als Arbeitnehmer angestellte Rennfahrer ein; auch wenn der Titel bei der Fahrerwertung an die Fahrer vergeben werde, w&uuml;rden auch die Teams im Rahmen der Konstrukteurswertung an den Rennveranstaltungen teilnehmen. Im &Uuml;brigen sei im Motorsport die sportliche Leistung des Fahrers so eng mit seinem Rennteam verbunden, dass das Team und der insoweit weisungsgebundene Fahrer nur als Einheit angesehen werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbbb) Diese Feststellungen des FG zu einem durch die Wettbewerbsabsprachen (&quot;Fahrer- und Konstrukteurswertung&quot;) bedingten unaufl&ouml;sbaren Zusammenhang zwischen der sportlichen T&auml;tigkeit des Rennfahrers und des Rennteams rechtfertigen es, (auch) X als Zuordnungssubjekt der (einheitlichen) sportlichen Darbietung anzusehen. Dass X insoweit &#8211;bezogen auf diese sportliche Darbietung&#8211; von der Kl&auml;gerin nicht ausdr&uuml;cklich verg&uuml;tet wird, ber&uuml;hrt nicht den Umstand, dass auch X &quot;dem Grunde nach&quot; den Tatbestand des &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;d EStG 1997 erf&uuml;llt. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Bei den von X erbrachten und hier streitbefangenen Leistungen handelte es sich um mit den sportlichen Darbietungen &quot;zusammenh&auml;ngende Leistungen&quot; i.S. des &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 1997.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Es unterliegt keinem Streit, dass Leistungen f&uuml;r mehrere von einem beschr&auml;nkt steuerpflichtigen Verg&uuml;tungsgl&auml;ubiger zu erbringende Leistungen &#8211;auch wenn sie auf einer einheitlichen Vereinbarung beruhen&#8211; zu unterschiedlichen Eink&uuml;nften f&uuml;hren k&ouml;nnen und daher aufzuteilen sind, sofern nicht einer Leistung eine nur untergeordnete Bedeutung zukommt (Senatsbeschluss vom 7.&nbsp;September 2011 I&nbsp;B&nbsp;157\/10, BFHE 235, 215, BFH\/NV 2012, 95; s.a. Senatsurteile vom 28.&nbsp;Januar 2004 I&nbsp;R&nbsp;73\/02, BFHE 205, 174, BStBl II 2005, 550, und vom 19.&nbsp;Dezember 2007 I&nbsp;R&nbsp;19\/06, BFHE 220, 160, BStBl II 2010, 398). Die sachliche Zuordnung eines Teils der von der Kl&auml;gerin an X gezahlten Gesamtverg&uuml;tung zur Werbet&auml;tigkeit der X ist nicht im Streit. Ebenfalls ist zu Recht nicht im Streit, dass eine sachliche Zuordnung eines Teils der Verg&uuml;tung zum Inland durch eine verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Aufteilung nach der Anzahl der jeweiligen inl&auml;ndischen bzw. ausl&auml;ndischen Rennveranstaltungen stattfinden kann. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Von einer i.S. des &sect;&nbsp;50a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG 1997 mit einer (u.a.) sportlichen Leistung zusammenh&auml;ngenden Leistung kann nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats nur gesprochen werden, wenn ein sachlicher und ein personeller Zusammenhang mit der (u.a.) sportlichen Hauptleistung besteht. Dabei muss mit Blick auf diesen personellen Zusammenhang sowohl die (u.a. sportliche) Hauptleistung als auch die in den Tatbestand ausdr&uuml;cklich einbezogene Nebenleistung von demselben Anbieter &#8211;und sonach &quot;aus einer Hand&quot;&#8211; erbracht werden. Es muss eine durch eine Gesamtverg&uuml;tung entgoltene Gesamtleistung des Darbietenden vorliegen, die es rechtfertigt, die damit &quot;konnexen&quot; (vgl. Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;E&nbsp;395) Nebenleistungen ebenfalls als steuerabzugspflichtige Verg&uuml;tung zu erfassen (st&auml;ndige Rechtsprechung, s. Senatsurteile vom 16.&nbsp;Mai 2001 I&nbsp;R&nbsp;64\/99, BFHE 196, 210, BStBl II 2003, 641; vom 17.&nbsp;November 2004 I&nbsp;R&nbsp;20\/04, BFH\/NV 2005, 892; vom 28.&nbsp;Juli 2010 I&nbsp;R&nbsp;93\/09, BFH\/NV 2010, 2263; vom 16.&nbsp;November 2011 I&nbsp;R&nbsp;65\/10, BFH\/NV 2012, 924; s.a. Ma&szlig;baum in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;548; Gosch in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;30; Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;E&nbsp;411&nbsp;ff.; Schmidt\/Loschelder, EStG, 31.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;49 Rz&nbsp;43; Bl&uuml;mich\/Wied, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;118; Ehlig, Internationales Steuerrecht 2010, 504, 507&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Im Streitfall besteht eine gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin durch X erbrachte Gesamtleistung, die, soweit sie verg&uuml;tet wird (streitgegenst&auml;ndlich: die Werbeleistung der X), der Abzugsteuer unterf&auml;llt. Es besteht ein unmittelbarer (sachlicher wie zeitlicher) Zusammenhang zwischen der sportlichen Darbietung und der Werbeleistung der X. Letztere weist &#8211;in Abgrenzung zum Sachverhalt &uuml;blicher Werbeleistungen&#8211; die Besonderheit auf, dass X eine konkret auf die Rennserie bezogene Werbung durchgef&uuml;hrt hat, indem die Fahrzeuge, Helme und Kleidungsst&uuml;cke mit dem Firmenzeichen der Kl&auml;gerin bei den Rennen eingesetzt bzw. getragen worden sind. Insoweit kommt es nicht darauf an, ob das Produkt, f&uuml;r das geworben wird, f&uuml;r die sportliche Darbietung eingesetzt wird, wie dies bei der Werbung im Rahmen von sog. Ausr&uuml;stungsvertr&auml;gen (dazu Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 23.&nbsp;Januar 1996, BStBl I 1996, 89, Tz.&nbsp;2.2.3.1) der Fall ist. Es wird auch nicht eine Werbeleistung ohne weiter gehende T&auml;tigkeiten erbracht, die &#8211;h&auml;ufig auf der Grundlage langfristiger Mietvertr&auml;ge&#8211; lediglich anl&auml;sslich einer sportlichen Darbietung erfolgt und als selbst&auml;ndige Leistungserbringung neben die jeweilige Darbietung bzw. Verwertung der Sportveranstaltung tritt (s. zur sog. Bandenwerbung das Senatsurteil in BFHE 196, 210, BStBl II 2003, 641). Vielmehr ist X vertraglich verpflichtet, die Firmenlogos der Kl&auml;gerin anzubringen und f&uuml;r einen vertragsgem&auml;&szlig;en Einsatz der gekennzeichneten Sportger&auml;te und (Team- bzw. Fahrer-)Bekleidung w&auml;hrend der gesamten Rennsaison zu sorgen (s. zur insoweit vergleichbaren Situation sog. Trikotwerbung auch Schauhoff\/Cordewener\/Schlotter, Besteuerung ausl&auml;ndischer K&uuml;nstler und Sportler in der EU, 2008, S.&nbsp;9; ebenso Bl&uuml;mich\/ Wied, &sect;&nbsp;49 EStG Rz&nbsp;119).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn damit die Werbeleistung auf die konkrete sportliche Darbietung bezogen ist, kann von einem (unzul&auml;ssigen) R&uuml;ckschluss von einem personellen auf einen sachlichen Zusammenhang nicht die Rede sein. Vielmehr liegt, da die Werbeleistung durch die Kennzeichnung des Sportger&auml;ts etc. vermittelt wird und damit nur durch den Darbietenden als solchen erbracht werden kann, eine Einheit der sportlichen Darbietung und der Werbeleistung vor, die den sachlichen Zusammenhang begr&uuml;ndet (s. insoweit auch z.B. Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;April 1999 I&nbsp;B&nbsp;99\/98, BFHE 188, 372, BStBl II 2000, 254).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Ob, wie die Kl&auml;gerin vorgetragen hat, im Zeitpunkt des jeweiligen Vertragsschlusses noch nicht absehbar gewesen sei, dass es zu Rennen in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) kommen werde, und dass sie die Vereinbarung auch abgeschlossen h&auml;tte, wenn es tats&auml;chlich nicht zu diesen Rennen gekommen w&auml;re, steht der Abzugsteuerpflicht nicht entgegen. Denn der Tatbestand, an den das Gesetz die Entstehung der Steuer (hier: die Abzugsteuerpflicht der Kl&auml;gerin als Folge der beschr&auml;nkten Steuerpflicht der X) kn&uuml;pft, h&auml;ngt von den tats&auml;chlich verwirklichten Sachumst&auml;nden (hier: den tats&auml;chlich absolvierten Rennen in Deutschland) ab. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>eee) Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin widerspricht dieses Ergebnis einem im Abzugsverfahren nach &sect;&nbsp;50a EStG 1997 bestehenden Bed&uuml;rfnis nach einer klaren Erkennbarkeit einer Abzugspflicht nicht. Zwar hat der Senat in seinem Urteil in BFH\/NV 2012, 924 im Zusammenhang mit der Frage, ob interne Vereinbarungen des Verg&uuml;tungsgl&auml;ubigers mit Dritten die Abzugsteuerpflicht beeinflussen k&ouml;nnen, ausgef&uuml;hrt, der Verg&uuml;tungsschuldner m&uuml;sse erkennen k&ouml;nnen, ob die tatbestandlichen Voraussetzungen der Vorschrift erf&uuml;llt sind und er Steuern einzubehalten und an das FA abzuf&uuml;hren hat. In einer der dortigen Situation vergleichbaren Lage befand sich die Kl&auml;gerin jedoch nicht. Die Vereinbarung mit X bot eine ausreichend klare Grundlage, eine Abzugsteuerpflicht zu erkennen und dem jeweiligen Abzugsteuertatbestand im Wege einer eigenst&auml;ndigen Sch&auml;tzung einen Verg&uuml;tungsanteil zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Antrag, eine Hinzuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r erforderlich zu erkl&auml;ren, betrifft das Verfahren der Kostenfestsetzung; im hier anh&auml;ngigen Revisionsverfahren ist er unzul&auml;ssig (z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 5.&nbsp;Oktober 2011 VI&nbsp;R&nbsp;91\/10, BFHE 235, 372, BStBl II 2012, 127).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.6.2012, I R 3\/11 Abzugsteuerpflicht bei Werbeleistungen eines ausl&auml;ndischen Motorsport-Rennteams &#8211; Begriff der &quot;(ausge&uuml;bten) sportlichen Darbietung&quot; &#8211; Einheit von sportlicher Darbietung und Werbeleistung &#8211; Sachliche Zuordnung eines Teils der Verg&uuml;tung zum Inland Leits&auml;tze Eine ausl&auml;ndische Kapitalgesellschaft, die als Motorsport-Rennteam Rennwagen und Fahrer in einer internationalen Rennserie einsetzt, erbringt eine eigenst&auml;ndige sportliche Darbietung. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-3-11-abzugsteuerpflicht-bei-werbeleistungen-eines-auslaendischen-motorsport-rennteams-begriff-der-ausgeuebten-sportlichen-darbietung-einheit-von-sportlicher-darbietung-und-werbeleistung-sachlich-5\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;3\/11 &#8211; Abzugsteuerpflicht bei Werbeleistungen eines ausl&auml;ndischen Motorsport-Rennteams &#8211; Begriff der &quot;(ausge&uuml;bten) sportlichen Darbietung&quot; &#8211; Einheit von sportlicher Darbietung und Werbeleistung &#8211; Sachliche Zuordnung eines Teils der Verg&uuml;tung zum Inland<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-43697","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43697","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=43697"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/43697\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=43697"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=43697"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=43697"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}