{"id":43942,"date":"2012-08-29T12:35:43","date_gmt":"2012-08-29T10:35:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=43942"},"modified":"2013-06-03T12:36:02","modified_gmt":"2013-06-03T10:36:02","slug":"xi-r-19-09-zum-leistungsort-bei-der-betreuung-von-musikgruppen-bei-deren-konzerten-und-tourneen-sog-tourmanagement-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-19-09-zum-leistungsort-bei-der-betreuung-von-musikgruppen-bei-deren-konzerten-und-tourneen-sog-tourmanagement-4\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;19\/09 &#8211; Zum Leistungsort bei der Betreuung von Musikgruppen bei deren Konzerten und Tourneen (sog. Tourmanagement)"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.8.2012, XI R 19\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Leistungsort bei der Betreuung von Musikgruppen bei deren Konzerten und Tourneen (sog. Tourmanagement)<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat entscheidet gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0126a Satz\u00a01 der Finanzgerichtsordnung (FGO) durch Beschluss. Er h\u00e4lt &#8211;auch unter Ber\u00fccksichtigung des Schriftsatzes der Kl\u00e4gerin vom 5.\u00a0Juli 2012&#8211; nach erneuter Beratung einstimmig die Revision f\u00fcr unbegr\u00fcndet und eine m\u00fcndliche Verhandlung nicht f\u00fcr erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 2.\u00a0Mai 2012 hat der Senatsvorsitzende die Beteiligten \u00fcber die zur Unbegr\u00fcndetheit der Revision f\u00fchrenden Erw\u00e4gungen des Senats in Kenntnis gesetzt und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Hierauf hat die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) mit Schriftsatz vom 5.\u00a0Juli 2012 u.a. ihre bereits in der Revisionsbegr\u00fcndung vorgetragene Rechtsauffassung wiederholt, die englische und franz\u00f6sische Fassung des Urteils des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) vom 26.\u00a0September 1996 C-327\/94 &#8211;Dudda&#8211; (Slg. 1996, I-4595, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 1997, 58, Rz\u00a026\u00a0f.) w\u00fcrden von der deutschen Fassung z.T. abweichen, soweit dort darauf abgestellt werde, ob die i.S. des Art.\u00a09 Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0c erster Gedankenstrich der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) mit einer T\u00e4tigkeit insbesondere auf dem Gebiet der K\u00fcnste oder der Unterhaltung zusammenh\u00e4ngende Dienstleistung f\u00fcr die Darbietung der k\u00fcnstlerischen oder unterhaltenden Hauptleistung unerl\u00e4sslich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Hierzu verweist der Senat auf das Schreiben vom 2.\u00a0Mai 2012. Danach war zum einen die Verhandlungssprache in der Rechtssache Dudda Deutsch und erscheinen die von der Kl\u00e4gerin vorgetragenen Fassungsabweichungen jedenfalls nicht gravierend oder zwingend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zum anderen h\u00e4lt der Senat, selbst wenn die englische und franz\u00f6sische Fassung mit der deutschen nicht darin \u00fcbereinstimmen sollten, dass eine &#8222;zusammenh\u00e4ngende Leistung&#8220; ausschlie\u00dflich eine solche sein k\u00f6nne, die f\u00fcr eine Katalogleistung &#8222;unerl\u00e4sslich&#8220; sei, die Auffassung des Finanzgerichts (FG) f\u00fcr zutreffend, dass Art.\u00a09 Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0c erster Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG nur solche Leistungen erfasst, die sich unmittelbar und direkt auf die Aus\u00fcbung einer der Katalogleistungen oder einer \u00e4hnlichen Leistung beziehen. Andernfalls w\u00e4re der Kreis der unter die Vorschrift fallenden lediglich &#8222;zusammenh\u00e4ngenden&#8220; Leistung so weit gezogen, dass der Zweck der Vorschrift verfehlt w\u00fcrde, den Ort des steuerbaren Umsatzes in dem Mitgliedstaat festzulegen, in dessen Gebiet die Dienstleistungen tats\u00e4chlich bewirkt werden, unabh\u00e4ngig davon, wo der Dienstleistende seinen Sitz hat (EuGH-Urteil vom 9.\u00a0M\u00e4rz 2006 C-114\/05 &#8211;Gillan Beach Ltd.,&#8211; Slg. 2006, I-2427, UR 2006, 360, Rz\u00a022). Der Kl\u00e4gerin kann daher nicht darin gefolgt werden, dass auch die Zulieferer von Dienstleistungen unter die Vorschrift fallen m\u00fcssen, weil deren umsatzsteuerliche Einstufung am ehesten im Staat der Konzertleistung beurteilt werden k\u00f6nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Kl\u00e4gerin weiter anf\u00fchrt, in anderen Mitgliedstaaten w\u00fcrde der Begriff der &#8222;Zusammenhangs-Dienstleistung&#8220; in Art.\u00a09 Abs.\u00a02 der Richtlinie 77\/388\/EWG weiter interpretiert und auf Leistungen angewandt, die denen der Kl\u00e4gerin vergleichbar seien, kann dies den auf Seite\u00a03 bis 5 des Schriftsatzes der Kl\u00e4gerin vom 5.\u00a0Juli 2012 angef\u00fchrten Beispielen (z.B. Dienste von Friseuren, Visagisten und Souffleusen bei Live-Auftritten, \u00dcberwachungs- und Catering-Dienstleistungen) sowie der von der Kl\u00e4gerin vorgelegten Stellungnahme des Herrn Dr. \u2026 nicht entnommen werden. Dies umso mehr, als sich den &#8211;wechselnden&#8211; Einlassungen der Kl\u00e4gerin nicht hinreichend klar entnehmen l\u00e4sst, welcher Art ihre &#8211;ausschlie\u00dflich auf der Grundlage m\u00fcndlicher Vereinbarungen erbrachten&#8211; Leistungen tats\u00e4chlich waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Der Kl\u00e4gerin kann auch nicht darin gefolgt werden, wenn sie geltend macht, der Zweck der Vermeidung einer Doppelbesteuerung gebiete eine weite Auslegung des Art.\u00a09 Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0c erster Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG, so dass die von ihr erbrachten Leistungen &#8222;unerl\u00e4sslich&#8220; im Sinne des EuGH-Urteils &#8211;Dudda&#8211; (Slg. 1996, I-4595, UR 1997, 58) f\u00fcr die Darbietung der k\u00fcnstlerischen oder unterhaltenden Hauptleistung seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zum Verh\u00e4ltnis der ersten beiden Abs\u00e4tze des Art.\u00a09 der Richtlinie 77\/388\/EWG hat der EuGH bereits entschieden, dass Abs.\u00a01 keinen Vorrang gegen\u00fcber Abs.\u00a02 hat. Es ist vielmehr in jedem Einzelfall zu pr\u00fcfen, ob eine der Bestimmungen des Art.\u00a09 Abs.\u00a02 der Richtlinie 77\/388\/EWG einschl\u00e4gig ist; andernfalls gilt Art.\u00a09 Abs.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG (vgl. EuGH-Urteile in Slg. 1996, I-4595, UR 1997, 58, Rz\u00a021\u00a0ff.; vom 27.\u00a0Oktober 2005 C-41\/04 &#8211;Levob Verzekeringen und OV Bank&#8211;, Slg. 2005, I-9433, Rz\u00a033; in Slg. 2006, I-2427, UR 2006, 360, Rz\u00a016 bis 18). Daraus folgt, dass Art.\u00a09 Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0c erster Gedankenstrich der Richtlinie 77\/388\/EWG nicht als eng auszulegende Ausnahme von einem allgemeinen Grundsatz angesehen werden darf (vgl. EuGH-Urteil vom 15.\u00a0M\u00e4rz 2001 C-108\/00 &#8211;SPI&#8211;, Slg. 2001, I-2361, Rz\u00a017); es ist aber auch nichts daf\u00fcr ersichtlich, dass Art.\u00a09 Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0c der Richtlinie 77\/388\/EWG weit auszulegen w\u00e4re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der von der Kl\u00e4gerin vorgetragene Umstand, dass die von ihr erbrachten und ihren Auftraggebern in Rechnung gestellten Leistungen von den K\u00fcnstlern bzw. den Veranstaltern zusammen mit den Dienstleistungen anderer Anbieter sowie dem kalkulierten Gewinn letztendlich von den K\u00e4ufern der Tickets getragen worden sind und somit in die Preise der Veranstalter bzw. der Tickets &#8211;zumindest mittelbar&#8211; eingegangen und damit vor Ort (im Ausland) bezahlt worden sind, begr\u00fcndet &#8211;abgesehen davon, dass entsprechende Feststellungen des FG fehlen&#8211; f\u00fcr sich allein noch keinen Leistungsort i.S. des Art.\u00a09 Abs.\u00a02 der Richtlinie 77\/388\/EWG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Soweit die Kl\u00e4gerin schlie\u00dflich nunmehr geltend macht, sie habe &#8222;bei erneuter Wertung&#8220; ausschlie\u00dflich wirtschaftliche Beratungsleistungen eines Controllers und damit Leistungen i.S. des \u00a7\u00a03a Abs.\u00a04 Nr.\u00a03 des Umsatzsteuergesetzes bzw. des Art.\u00a09 Abs.\u00a02 Buchst.\u00a0e der Richtlinie 77\/388\/EWG erbracht, steht dies im Widerspruch zu den Feststellungen des FG, gegen die die Kl\u00e4gerin keine zul\u00e4ssigen und begr\u00fcndeten Revisionsr\u00fcgen vorgebracht hat und an die der Senat nach \u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO gebunden ist, sowie im Widerspruch zu ihrem fr\u00fcheren Vorbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. F\u00fcr eine Vorlage an den EuGH nach Art.\u00a0267 Abs.\u00a03 des Vertrags \u00fcber die Arbeitsweise der Europ\u00e4ischen Union (vgl. zu den Voraussetzungen: EuGH-Urteile vom 6.\u00a0Oktober 1982 283\/81 &#8211;C.I.L.F.I.T.&#8211;, Slg. 1982, 3415, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1983, 1257, Rz\u00a021; vom 6.\u00a0Dezember 2005 C-461\/03 &#8211;Gaston Schul&#8211;, Slg. 2005, I-10513, H\u00f6chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2006, 416; vom 15.\u00a0September 2005 C-495\/03 &#8211;Intermodal Transports&#8211;, Slg. 2005, I-8151, HFR 2005, 1236; Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 30.\u00a0August 2010\u00a0\u00a01\u00a0BvR\u00a01631\/08, NJW 2011, 288, unter B.II.1.; Senatsbeschluss vom 1.\u00a0April 2011 XI\u00a0B\u00a075\/10, BFH\/NV 2011, 1372, unter 6.) sieht der Senat &#8211;auch unter Ber\u00fccksichtigung der von der Kl\u00e4gerin im Schriftsatz vom 5.\u00a0Juli 2012 bezeichneten Urteile des EuGH&#8211; keine Veranlassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dies gilt insbesondere auch f\u00fcr die von der Kl\u00e4gerin vorgeschlagene Frage &#8222;\u00dcbt ein Unternehmer, der bei k\u00fcnstlerischen oder unterhaltenden Veranstaltungen Dienstleistungen in Form des Finanz- und\/oder Organisationscontrollings gegen\u00fcber den K\u00fcnstlern und\/oder deren Produktionsgesellschaften erbringt, eine mit der k\u00fcnstlerischen oder unterhaltenden T\u00e4tigkeit zusammenh\u00e4ngende T\u00e4tigkeit im Sinne des Artikels\u00a09 Absatz\u00a02 Buchstabe\u00a0c erster Gedankenstrich der Sechsten Richtlinie aus?&#8220;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es fehlt insoweit an entsprechenden Feststellungen des FG, dass die Kl\u00e4gerin &#8222;Dienstleistungen in Form des Finanz- und\/oder Organisationscontrollings&#8220; erbracht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>6. Der Senat h\u00e4lt die Durchf\u00fchrung einer m\u00fcndlichen Verhandlung &#8211;trotz des von der Kl\u00e4gerin daf\u00fcr angef\u00fchrten hohen Interesses an einem positiven Ausgang des Verfahrens &#8222;aufgrund der existenziellen Bedrohung&#8220;&#8211; f\u00fcr nicht geboten. Er ist an die tats\u00e4chlichen Feststellungen des FG gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO gebunden. N\u00e4here Feststellungen zum Inhalt der Leistungen der Kl\u00e4gerin konnte das FG offenbar deshalb nicht treffen, weil die Kl\u00e4gerin keine schriftlichen Vertr\u00e4ge mit den Auftraggebern vorlegen konnte. Soweit die Kl\u00e4gerin beabsichtigt, in einer m\u00fcndlichen Verhandlung dem Senat und dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt) einen &#8222;pers\u00f6nlichen Eindruck&#8220; \u00fcber &#8222;die Arbeits- und Planungsabl\u00e4ufe bei einem gr\u00f6\u00dferen Konzert&#8220; zu verschaffen, d\u00fcrften derartige Informationen f\u00fcr &#8222;das, was von der Kl\u00e4gerin ausgef\u00fchrt wurde&#8220;, gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO ohnehin nicht ber\u00fccksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.8.2012, XI R 19\/09 Zum Leistungsort bei der Betreuung von Musikgruppen bei deren Konzerten und Tourneen (sog. Tourmanagement) Gr\u00fcnde 1 Der Senat entscheidet gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0126a Satz\u00a01 der Finanzgerichtsordnung (FGO) durch Beschluss. Er h\u00e4lt &#8211;auch unter Ber\u00fccksichtigung des Schriftsatzes der Kl\u00e4gerin vom 5.\u00a0Juli 2012&#8211; nach erneuter Beratung einstimmig die Revision f\u00fcr unbegr\u00fcndet und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-19-09-zum-leistungsort-bei-der-betreuung-von-musikgruppen-bei-deren-konzerten-und-tourneen-sog-tourmanagement-4\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;19\/09 &#8211; Zum Leistungsort bei der Betreuung von Musikgruppen bei deren Konzerten und Tourneen (sog. 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