{"id":46395,"date":"1988-12-20T16:46:18","date_gmt":"1988-12-20T14:46:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=46395"},"modified":"2013-06-23T17:01:36","modified_gmt":"2013-06-23T15:01:36","slug":"bfh-urteil-vom-20-12-1988-viii-r-121_83-bstbl-1989-ii-s-585","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-20-12-1988-viii-r-121_83-bstbl-1989-ii-s-585\/","title":{"rendered":"BFH-Urteil vom 20.12.1988 (VIII R 121\/83)     BStBl. 1989 II S. 585"},"content":{"rendered":"<p><strong>BFH-Urteil vom 20.12.1988 (VIII R 121\/83) BStBl. 1989 II S. 585<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Besteht bei einem nicht aufkl\u00e4rbaren Sachverhalt (non liquet) eine sog. tats\u00e4chliche Vermutung f\u00fcr einen bestimmten Geschehensablauf (hier: Vereinbarung einer betrieblichen Ver\u00e4u\u00dferungsrente unter dem Gesichtspunkt der Gegenleistung) und erl\u00e4\u00dft das FA einen Erstbescheid, dem eine dieser tats\u00e4chlichen Vermutung widersprechende rechtliche W\u00fcrdigung zugrunde liegt (hier: Vereinbarung einer betrieblichen Versorgungsrente), so kann dieser Steuerbescheid nur dann nach \u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977 ge\u00e4ndert werden, wenn die Tatsachen, an die dieser Erfahrungssatz ankn\u00fcpft, dem FA erst nachtr\u00e4glich bekanntgegeben worden sind.<\/strong><\/p>\n<p><strong>2. Haben sowohl der Steuerpflichtige als auch das FA es vers\u00e4umt, den f\u00fcr den Erla\u00df eines Steuerbescheids ma\u00dfgebenden Sachverhalt aufzukl\u00e4ren, so stehen die Grunds\u00e4tze von Treu und Glauben nur dann dem Erla\u00df eines \u00c4nderungsbescheids entgegen, wenn der Pflichtversto\u00df des FA deutlich \u00fcberwiegt.<\/strong><\/p>\n<p><span>AO 1977 \u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1.<\/span><\/p>\n<p>Vorinstanz: FG D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p align=\"center\"><strong><span>Sachverhalt<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span>Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) ist Apothekerin. In den Gewinn- und Verlustrechnungen, die sie den Steuererkl\u00e4rungen f\u00fcr die Jahre 1971 bis 1973 beif\u00fcgte, machte sie unter dem Aufwandsposten &#8222;Betriebliche Versorgungsrente&#8220; Rentenzahlungen in H\u00f6he von 19.289 DM (1971) und 28.477 DM (1973) geltend.<\/span><\/p>\n<p><span>Erkl\u00e4rungsgem\u00e4\u00df erlie\u00df der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211; FA -) in den Jahren 1973 bis 1975 u. a. endg\u00fcltige Bescheide betreffend die Einkommensteuer 1973 sowie die Festsetzung der Gewerbesteuer-Me\u00dfbetr\u00e4ge 1971 und 1973.<\/span><\/p>\n<p><span>W\u00e4hrend einer im September 1976 durchgef\u00fchrten Betriebspr\u00fcfung wurde dem FA erstmals ein &#8222;Apotheken-Kaufvertrag&#8220; vorgelegt, nach dem der Kl\u00e4gerin die Apotheke zum 1. April 1971 vom damaligen Betriebsinhaber, dem Apotheker S, zu \u00fcbergeben war. In \u00a7 3 dieses Vertrages verpflichtete die Kl\u00e4gerin sich, an S und dessen Ehefrau eine &#8222;Betriebliche Versorgungsrente&#8220; in H\u00f6he von 75 v. H. des Gehalts eines Oberregierungsrats in der letzten Gehaltsstufe zu zahlen, die diese in voller H\u00f6he versteuern sollten. Nach dem Tod des S war die Rente in H\u00f6he von 60 v. H. des genannten Betrages an seine Ehefrau auf Lebenszeit weiterzuzahlen. Beim Tode beider Eheleute innerhalb einer Frist von 10 Jahren nach \u00dcbergabe der Apotheke hatte die Kl\u00e4gerin an die Tochter der Eheleute S, die im Betrieb ihres Vaters mitgearbeitet hatte, monatlich 1.000 DM zu zahlen.<\/span><\/p>\n<p><span>Gem\u00e4\u00df \u00a7 4 des Vertrages war die Kl\u00e4gerin ferner verpflichtet, f\u00fcr das \u00fcbernommene Warenlager einen nach dem Inventurwert zu bestimmenden Einmalbetrag an S zu leisten.<\/span> &lt;p &gt; <span>S ist im Jahre 1973 verstorben.<\/span><\/p>\n<p><span>Das FA beurteilte die Abrede in \u00a7 3 des Apotheken-Kaufvertrages als Vereinbarung einer betrieblichen Ver\u00e4u\u00dferungsrente und ging demzufolge davon aus, da\u00df in H\u00f6he des Rentenbarwerts Anschaffungskosten des Apothekenbetriebs vorl\u00e4gen, die mit 4.000 DM auf die \u00fcbernommene Gesch\u00e4ftseinrichtung und im \u00fcbrigen auf den Gesch\u00e4ftswert entfielen. Gem\u00e4\u00df den vom Betriebspr\u00fcfer zu den jeweiligen Bilanzstichtagen ermittelten Rentenbarwerten sowie mit R\u00fccksicht auf weitere, vom Finanzgericht (FG) nicht n\u00e4her festgestellte Sachverhalte erlie\u00df das FA nach \u00a7 222 Abs. 1 Nr. 1 der Reichsabgabenordnung (AO) \u00c4nderungsbescheide betreffend die Einkommensteuer 1973 sowie die Festsetzung der Gewerbesteuer-Me\u00dfbetr\u00e4ge 1971 und 1973.<\/span><\/p>\n<p><span>Auf die Einspr\u00fcche der Kl\u00e4gerin, \u00fcber die das FA im Jahre 1978 entschieden hat, wurden der Gewerbesteuer-Me\u00dfbetrag 1971 herabgesetzt und der Gewerbesteuer-Me\u00dfbetrag 1973 erh\u00f6ht. Der Grund f\u00fcr diese \u00c4nderung bestand darin, da\u00df nach Auffassung des FA die gewerbesteuerrechtliche Hinzurechnung der Rentenzahlungen (\u00a7 8 Nr. 2 des Gewerbesteuergesetzes &#8211; GewStG -) ohne Ber\u00fccksichtigung der zwischen den Vertragsparteien vereinbarten Wertsicherungsklausel zu beurteilen sei. Dies erg\u00e4be sich aus dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 12. November 1975 I R 135\/73 (BFHE 118, 44, BStBl II 1976, 297). Im \u00fcbrigen wurden die Einspr\u00fcche abgewiesen.<\/span><\/p>\n<p><span>Die hiergegen erhobene Klage blieb \u00fcberwiegend ohne Erfolg.<\/span><\/p>\n<p><span>Das FA habe die Rentenabrede zutreffend als Vereinbarung einer Ver\u00e4u\u00dferungsrente qualifiziert. Da zwischen den Beteiligten keinerlei pers\u00f6nliche oder gesch\u00e4ftliche Beziehungen bestanden h\u00e4tten, k\u00f6nne nicht davon ausgegangen werden, da\u00df die Kl\u00e4gerin ein Interesse an der Versorgung des S und seiner Familie gehabt habe. Um den Betrieb des S \u00fcbernehmen zu k\u00f6nnen, sei die Kl\u00e4gerin vielmehr bereit gewesen, ein Entgelt in Form von Rentenzahlungen zu erbringen. Auch S habe von keinem Erwerber erwarten k\u00f6nnen, einen im Betrieb nicht verk\u00f6rperten Gegenwert zu erhalten. Dieser Beurteilung stehe auch die vertragliche Bezeichnung als &#8222;Versorgungsrente&#8220; nicht entgegen, da es ausschlie\u00dflich darauf ankomme, was die Vertragsparteien wirtschaftlich gewollt h\u00e4tten.<\/span><\/p>\n<p><span>Auf den Vortrag der Kl\u00e4gerin, die Rentenvereinbarung sei &#8211; wie die Koppelung an die Beamtenbez\u00fcge zeige &#8211; ganz \u00fcberwiegend unter dem Gesichtspunkt der Versorgung getroffen worden, da die Familie S auf die Rentenzahlungen zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts angewiesen gewesen sei und der Firmenwert weit unter 100.000 DM gelegen habe, ist die Vorinstanz nicht eingegangen. Die hierf\u00fcr angebotenen Beweise &#8211; Vernehmung der an dem Vertragsabschlu\u00df beteiligten Steuerberater sowie der Kl\u00e4gerin selbst &#8211; hat das FG nicht erhoben.<\/span><\/p>\n<p><span>Das FA sei auch, so das FG weiter, zur \u00c4nderung der bestandskr\u00e4ftigen Erstbescheide berechtigt gewesen, da der Apotheken- Kaufvertrag dem FA erstmals im Rahmen der Betriebspr\u00fcfung vorgelegt worden sei.<\/span><\/p>\n<p><span>Aufgrund des von der Vorinstanz eingeholten Gutachtens \u00fcber die H\u00f6he der Rentenbarwerte an den jeweiligen Bilanzstichtagen ergab sich &#8211; im Vergleich zu den vom FA ermittelten Betr\u00e4gen &#8211; folgende Gegen\u00fcberstellung:<\/span><\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; margin-left: 5.65pt;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 FA\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0Differenz<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\">\u00a0<span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Sachverst\u00e4ndigengutachten<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"line-height: normal; margin-left: 5.65pt; margin-right: 8.5pt; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\"><span>\u00a0\u00a0 <\/span><\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>Renten-<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>Gewinn-<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>Renten-<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>Gewinn-<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>Gewinn-<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>barwert<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>\u00e4nderung<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>barwert<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>\u00e4nderung<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>\u00e4nderung<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0\u00a0<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>DM<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>DM<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>DM<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>DM<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: center; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"center\"><span>DM<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>1.4.<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>1971<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>218.637<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>228.714<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>\u00a0\u00a0 <\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>31.12.<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>1971<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>217.479<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>+ 1.158<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>229.746<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>&#8211; 1.032<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>&#8211; 2.190<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>\u00a0\u00a0 <\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>31.12.<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>1972<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>224.365<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>&#8211; 6.886<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>239.209<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>&#8211; 9.463<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>&#8211; 2.577<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>\u00a0\u00a0 <\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>31.12.<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 38.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"52\">\u00a0<span>1973<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>166.921<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 63.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"85\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>+ 57.444<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 62.65pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"84\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>165.713<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 67.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"91\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>+ 73.496<\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"width: 69.4pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"93\">\n<p style=\"text-align: right; line-height: normal; margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 0cm; margin-bottom: .0001pt;\" align=\"right\"><span>+ 16.052<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span>Ausgehend von der Qualifikation der Rentenvereinbarung als Ver\u00e4u\u00dferungsrente einerseits sowie den vom Sachverst\u00e4ndigen ermittelten und zwischen den Beteiligten unstreitigen Rentenbarwerten andererseits beurteilte das FG die Klageantr\u00e4ge wie folgt:<\/span>\u00a0<\/p>\n<p><span>a) Der f\u00fcr den Zeitpunkt der Betriebs\u00fcbergabe sich ergebende Rentenbarwert entfalle in H\u00f6he von 4.000 DM auf das \u00fcbernommene Inventar, im \u00fcbrigen auf den Gesch\u00e4ftswert.<\/span><\/p>\n<p><span>Das FG hat in diesem Zusammenhang &#8211; also nicht bei der W\u00fcrdigung der Rentenvereinbarung &#8211; &#8222;zum Zwecke der Kontrolle&#8220; eine Berechnung des Apothekengesch\u00e4ftswerts nach der sog. direkten Methode vorgenommen. Da die Gesch\u00e4ftsunterlagen des S nach Angaben der Kl\u00e4gerin vernichtet wurden, ging das FG bei seiner Bewertung von den Gewinnen der Kl\u00e4gerin in den Jahren 1971 und 1973 aus. Unter Ber\u00fccksichtigung des Teilwerts des Betriebsverm\u00f6gens in H\u00f6he von 31.284 DM, eines Unternehmerlohns von 48.000 DM sowie eines Zinssatzes von 6 v. H. und eines Kapitalisierungsfaktors von 10 ermittelte die Vorinstanz einen Gesch\u00e4ftswert von 280.000 DM.<\/span><\/p>\n<p><span>b) Die Klage gegen den ge\u00e4nderten Einkommensteuerbescheid 1973 sei unbegr\u00fcndet. Die auf der Grundlage des Sachverst\u00e4ndigengutachtens sich ergebende Gewinn\u00e4nderung k\u00f6nne infolge des Verb\u00f6serungsverbots nicht ber\u00fccksichtigt werden.<\/span><\/p>\n<p><span>c) Der gegen die ge\u00e4nderte Festsetzung des Gewerbesteuer-Me\u00dfbetrags 1971 gestellte Klageantrag sei unbegr\u00fcndet.<\/span><\/p>\n<p><span>Zwar seien auch insoweit die vom Sachverst\u00e4ndigen ermittelten Rentenbarwerte zu ber\u00fccksichtigen, mit der Folge, da\u00df sich der Gewinn um 2.190 DM vermindere. Nach einhelliger Ansicht in der Literatur sei das Urteil in BFHE 118, 44, BStBl II 1976, 297 aber dahin zu verstehen, da\u00df der Saldo zwischen Rentenzahlung und Verminderung des Rentenbarwerts ohne R\u00fccksicht darauf der Hinzurechnungsvorschrift des \u00a7 8 Nr. 2 GewStG unterliege, ob es sich dabei um eine Rente mit oder ohne Wertsicherungsklausel handele. Deshalb sei der Hinzurechnungsbetrag im Jahre 1971 um 10.407 DM zu niedrig angesetzt worden.<\/span><\/p>\n<p><span>d) Da &#8211; unter Ber\u00fccksichtigung der Wertsicherungsklausel &#8211; die Minderung des Rentenbarwerts im Streitjahr 1973 die Rentenzahlungen \u00fcbertr\u00e4fe, entfiele bei der Ermittlung des Gewerbesteuer-Me\u00dfbetrags 1973 &#8211; entgegen der Auffassung des FA &#8211; eine Hinzurechnung. Hieraus erg\u00e4be sich eine Minderung des Gewerbesteuer-Me\u00dfbetrags 1973 auf 5.985 DM. Insoweit sei die Klage begr\u00fcndet.<\/span><\/p>\n<p><span>Die Kl\u00e4gerin hat gegen das Urteil der Vorinstanz Revision eingelegt und sich dabei auf die Verletzung formellen und materiellen Rechts berufen.<\/span><\/p>\n<p><span>Die angefochtenen Bescheide seien bereits deshalb rechtswidrig, weil die nach \u00a7 222 AO zu ihrer Berichtigung erforderlichen Voraussetzungen nicht vorl\u00e4gen. Dem FA seien keine neuen Tatsachen bekanntgeworden, insbesondere habe es, wie eine Vernehmung des Steuerberaters L sowie der Kl\u00e4gerin selbst ergeben h\u00e4tte, bereits bei Erla\u00df der Erstbescheide Kenntnis vom Inhalt des Apotheken- Kaufvertrages gehabt. Jedenfalls sei das FA aufgrund seiner Ermittlungspflicht gehalten gewesen, etwaigen Zweifeln bei der steuerrechtlichen Beurteilung der Rentenabrede nachzugehen.<\/span><\/p>\n<p><span>Da das FG die Auslegung der Rentenvereinbarung auf Vermutungen gest\u00fctzt habe, ohne zuvor die benannten Zeugen sowie die Kl\u00e4gerin zu vernehmen, beruhe das Urteil zudem auf einem Versto\u00df gegen die Pflicht zur Sachaufkl\u00e4rung (\u00a7 76 der Finanzgerichtsordnung &#8211; FGO -). Denn eine solche Vernehmung h\u00e4tte ergeben, da\u00df die Vertragsparteien eine Abw\u00e4gung zwischen Gesch\u00e4ftswert und Rentenbarwert nicht vorgenommen h\u00e4tten. Hinzu komme, da\u00df ein Firmenwert zum \u00dcbergabezeitpunkt nicht, jedenfalls aber nicht in der vom FG angesetzten H\u00f6he vorhanden gewesen sei.<\/span><\/p>\n<p><span>In der Revisionsschrift sind die Gewerbesteuer-Me\u00dfbescheide nicht als Gegenstand des Revisionsverfahrens genannt.<\/span><\/p>\n<p><span>Mit der Revisionsbegr\u00fcndungsschrift hat die Kl\u00e4gerin sinngem\u00e4\u00df beantragt, das Urteil des FG, die Einspruchsentscheidungen des FA, den ge\u00e4nderten Einkommensteuerbescheid 1973 sowie die ge\u00e4nderte Festsetzung der Gewerbesteuer-Me\u00dfbetr\u00e4ge 1971 und 1973 aufzuheben.<\/span><\/p>\n<p><span>Das FA beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><strong><span>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Die Revision ist begr\u00fcndet. Das Urteil der Vorinstanz ist aufzuheben und die Rechtssache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur\u00fcckzuverweisen (\u00a7 126 Abs. 3 Nr. 2 FGO).<\/p>\n<p align=\"center\">I.<\/p>\n<p>Da die rechtzeitige Einlegung des Rechtsmittels grunds\u00e4tzlich den Eintritt der Rechtskraft f\u00fcr das gesamte Urteil hemmt, steht der Zul\u00e4ssigkeit der Revision, soweit sie sich gegen die Entscheidung des FG betreffend die Gewerbesteuer-Me\u00dfbetr\u00e4ge 1971 und 1973 richtet, nicht entgegen, da\u00df diese in der Rechtsmittelschrift nicht als Gegenstand des Rechtsmittelverfahrens genannt wurden. Zwar kann die Revision gegen ein finanzgerichtliches Urteil, das mehrere selbst\u00e4ndige Streitgegenst\u00e4nde betrifft, auf bestimmte Steuerarten und\/oder Streitjahre beschr\u00e4nkt werden; eine Erkl\u00e4rung mu\u00df jedoch erst in der Revisionsbegr\u00fcndungsschrift vorgenommen werden. Deshalb kann eine bereits in der Revisionsschrift enthaltene Beschr\u00e4nkung auf bestimmte Streitgegenst\u00e4nde nur dann die teilweise Rechtskraft des finanzgerichtlichen Urteils herbeif\u00fchren, wenn hiermit zugleich ein ausdr\u00fccklicher und eindeutiger Rechtsmittelverzicht bez\u00fcglich der \u00fcbrigen Streitgegenst\u00e4nde verbunden ist (Zwischenurteil des BFH vom 22. April 1986 VIII R 87\/85, BFH\/NV 1986, 690). Dies ist vorliegend nicht gegeben. Denn die blo\u00dfe Nichtbenennung einzelner Steuerarten oder Streitjahre in der Revisionsschrift stellt keine klare und unmi\u00dfverst\u00e4ndliche Erkl\u00e4rung dar, da\u00df das Urteil der Vorinstanz insoweit hingenommen werde (Urteile des Bundesgerichtshofs &#8211; BGH &#8211; vom 19. November 1957 VI ZR 249\/56, Neue Juristische Wochenschrift &#8211; NJW &#8211; 1958, 343; vom 30. M\u00e4rz 1983 IV b ZR 19\/82, Zeitschrift f\u00fcr das gesamte Familienrecht &#8211; FamRZ &#8211; 1983, 685).<\/p>\n<p align=\"center\">II.<\/p>\n<p>Die Feststellungen des FG erm\u00f6glichen keine Entscheidung dar\u00fcber, ob die \u00c4nderungsbescheide betreffend die Einkommensteuer 1973 sowie die Festsetzung der Gewerbesteuer-Me\u00dfbetr\u00e4ge 1971 und 1973 zu Recht ergingen.<\/p>\n<p>1. Die von der Kl\u00e4gerin geltend gemachten Verfahrensm\u00e4ngel greifen nicht durch. Der Senat sieht insoweit von einer Begr\u00fcndung ab (Art. 1 Nr. 8 des Gesetzes zur Entlastung des Bundesfinanzhofs &#8211; BFHEntlG -).<\/p>\n<p>2. Die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der angefochtenen \u00c4nderungsbescheide beurteilt sich nach \u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 der Abgabenordnung (AO 1977), da das FA \u00fcber den hiergegen erhobenen und zul\u00e4ssigen Einspruch erst nach dem 31. Dezember 1976 entschieden hat (Art. 97 \u00a7\u00a7 1, 9 des Einf\u00fchrungsgesetzes zur Abgabenordnung &#8211; EGAO 1977 -; Urteil des BFH vom 10. Februar 1982 I R 190\/78, BFHE 135, 396, BStBl II 1982, 682).<\/p>\n<p>Nach \u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977 i. V. m. \u00a7\u00a7 184 Abs. 1 Satz 3, 181 Abs. 1 Satz 1 AO 1977 ist ein Steuerbescheid oder ein Gewerbesteuer-Me\u00dfbescheid zu \u00e4ndern, soweit Tatsachen oder Beweismittel nachtr\u00e4glich bekanntgeworden sind (sog. neue Tatsachen- oder neue Beweismittel), die zu einer h\u00f6heren Steuer oder zu einer h\u00f6heren Festsetzung von Steuerme\u00dfbetr\u00e4gen f\u00fchren.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend unter einer Tatsache i. S. des \u00a7 173 AO 1977 das zu verstehen ist, was Merkmal oder Teilst\u00fcck eines gesetzlichen Steuerbestandes sein kann, also Zust\u00e4nde, Vorg\u00e4nge, Beziehungen und Eigenschaften materieller oder immaterieller Art, sind als Beweismittel diejenigen Erkenntnismittel anzusehen, die der Aufkl\u00e4rung des steuerrechtlich erheblichen Sachverhalts dienen, d. h. geeignet sind, das Vorliegen oder Nichtvorliegen von Tatsachen zu beweisen (W\u00f6rner\/Grube, Die Aufhebung und \u00c4nderung von Steuerverwaltungsakten, 8. Aufl., 1988, S. 83). Keine Tatsachen im Sinne dieser Vorschrift sind Schlu\u00dffolgerungen aller Art, insbesondere juristische Subsumtionen (Urteil des BFH vom 28. M\u00e4rz 1985 IV R 159\/82, BFHE 144, 521, BStBl II 1986, 120, m. w. N.). Gleiches gilt f\u00fcr eine ge\u00e4nderte Rechtsauffassung der Finanzverwaltung, d. h. eine andere rechtliche Beurteilung bereits bekannter Umst\u00e4nde.<\/p>\n<p>Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BFH handelt es sich jedoch dann um Tatsachen i. S. von \u00a7 173 AO 1977 und nicht um juristische Wertungen, wenn ein Steuerpflichtiger beispielsweise unter der Bezeichnung &#8222;Kauf&#8220;, &#8222;Pacht&#8220; oder &#8222;Vermietung&#8220; in der Steuererkl\u00e4rung vorgreifliche Rechtsverh\u00e4ltnisse geltend macht. Eine solche Bezeichnung ist als Zusammenfassung von Tatsachen &#8211; zu denen auch subjektive Tatbestandsmerkmale, wie beispielsweise der von den Vertragsparteien einverst\u00e4ndlich bestimmte Vertragszweck, geh\u00f6ren (Urteil des BFH vom 9. Dezember 1987 II R 186\/85, nicht ver\u00f6ffentlicht &#8211; NV -; W\u00f6rner\/Grube, a. a. O., S. 82) &#8211; zu verstehen, die eine bestimmte rechtliche Wertung ausl\u00f6sen. Folglich kann ein Steuerbescheid ge\u00e4ndert werden, wenn sich aufgrund nachtr\u00e4glich bekanntgewordener Tatsachen (oder Beweismittel) herausstellt, da\u00df die vom Steuerpflichtigen \u00fcbernommene Wertung nicht zutrifft (Urteile des BFH vom 13. Oktober 1983 I R 11\/79, BFHE 140, 2, BStBl II 1984, 181; vom 18. M\u00e4rz 1988 V R 206\/83, nicht zur amtlichen Ver\u00f6ffentlichung bestimmt; vgl. auch Urteilsanmerkung in Die steuerliche Betriebspr\u00fcfung &#8211; StBp &#8211; 1988, 168).<\/p>\n<p>3. Diese Rechtsgrunds\u00e4tze kommen auch im Streitfall zum Tragen.<\/p>\n<p>a) Nach den Feststellungen des FG enthielten die Gewinn- und Verlustrechnungen der Streitjahre den Posten &#8222;Betriebliche Versorgungsrente&#8220;. Hiermit kam, unabh\u00e4ngig davon, ob &#8211; wozu das FG keine Feststellungen getroffen hat (s. Abschn. II, 5 a) &#8211; dem FA dar\u00fcber hinaus bekannt war, da\u00df es sich um eine Rentenabrede handelte, die anl\u00e4\u00dflich der Betriebs\u00fcbertragung getroffen wurde, gem\u00e4\u00df den vorstehenden Ausf\u00fchrungen zum Ausdruck, da\u00df dem geltend gemachten Rentenaufwand eine Vereinbarung zugrunde liege, die zwar aus betrieblichem Anla\u00df eingegangen wurde, in erster Linie aber der Versorgung des Rentenberechtigten diene (vorgreifliches Rechtsverh\u00e4ltnis; zu den verschiedenen Sachverhaltsgestaltungen, bei deren Vorliegen eine betriebliche Versorgungsrente anzunehmen ist, vgl. Jansen\/Wrede, Renten, Raten, dauernde Lasten, 9. Aufl., 1986, S. 165 f.). Da das FA diese Wertung sowie die damit verbundene zusammengefa\u00dfte Tatsachenangabe beim Erla\u00df der Erstbescheide betreffend die Einkommensteuer 1973 sowie die Festsetzung der Gewerbesteuer-Me\u00dfbetr\u00e4ge 1971 und 1973 \u00fcbernahm, war es dann nach \u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977 berechtigt und verpflichtet, \u00c4nderungsbescheide zu erlassen, wenn die nachtr\u00e4glich bekanntgewordenen Tatsachen und Beweismittel dazu f\u00fchren, den Vertrag nicht als Abrede \u00fcber eine betriebliche Versorgungsrente, sondern als Vereinbarung einer betrieblichen Ver\u00e4u\u00dferungsrente zu qualifizieren.<\/p>\n<p>b) Da die Kl\u00e4gerin erstmals w\u00e4hrend der im September 1976 durchgef\u00fchrten Betriebspr\u00fcfung den Apotheken-Kaufvertrag vorgelegt hat, ist dem FA ein Beweismittel i. S. von \u00a7 173 AO 1977 nachtr\u00e4glich bekanntgeworden. Die einzelnen Regelungen dieser Vereinbarung sind &#8211; auch soweit es um die im Vertrag nicht ausdr\u00fccklich angesprochene Frage, von welchen Vorstellungen sich die Vertragsparteien leiten lie\u00dfen, geht &#8211; neue Tatsachen i. S. von \u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977, da sie zur Annahme eines anderen Sachverhalts und damit zu einer anderen rechtlichen Beurteilung f\u00fchren k\u00f6nnen. Ob die hieraus vom FA gezogenen Folgerungen einer rechtlichen \u00dcberpr\u00fcfung standhalten, ist f\u00fcr das Vorliegen neuer Tatsachen oder Beweismittel unerheblich und unterliegt einer gesonderten W\u00fcrdigung durch die Gerichte (Urteil des BFH vom 15. Juni 1982 VIII R 24\/81, BFHE 137, 243, BStBl II 1983, 194).<\/p>\n<p>4. Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BFH (Urteile vom 26. Januar 1978 IV R 62\/77, BFHE 124, 338, BStBl II 1978, 301; vom 12. November 1985 VIII R 286\/81, BFHE 145, 62, BStBl II 1986, 55, jeweils m. w. N.) ist die im Streitfall zu treffende Abgrenzung zwischen einer bilanzsteuerrechtlich nicht passivierbaren betrieblichen Versorgungsrente (BFH-Urteil vom 27. April 1977 I R 12\/74, BFHE 122, 275, BStBl II 1977, 603) und einer mit dem versicherungsmathematischen Barwert anzusetzenden Ver\u00e4u\u00dferungsrente nach dem \u00fcberwiegenden Vertragszweck vorzunehmen.<\/p>\n<p>Demzufolge liegt eine betriebliche Ver\u00e4u\u00dferungsrente vor, wenn ein Betrieb gegen Zahlung einer Rente \u00fcbertragen wird und die Beteiligten sich \u00fcberwiegend vom Gedanken der Gegenleistung f\u00fcr die erworbenen Wirtschaftsg\u00fcter leiten lassen (Leistungsaustausch). F\u00fcr eine betriebliche Versorgungsrente ist hingegen kennzeichnend, da\u00df ihr Rechtsgrund \u00fcberwiegend durch das betrieblich veranla\u00dfte Bestreben (z. B. F\u00fcrsorgeleistungen an einen fr\u00fcher im Unternehmen t\u00e4tigen Gesellschafter oder R\u00fccksichtnahme auf gesch\u00e4ftliches Ansehen des Betriebs\u00fcbernehmers) bestimmt wird, den Rentenberechtigten zu versorgen, ihn insbesondere vor materieller Not zu sch\u00fctzen. Sie kann demgem\u00e4\u00df auch dann gegeben sein, wenn das \u00fcbertragene Betriebsverm\u00f6gen und der versicherungsmathematische Barwert der Rente zwar objektiv gleichwertig sind, die Parteien aber bewu\u00dft und gewollt die Rentenzahlungen danach bemessen haben, was dem Rentenberechtigten zum Zwecke der Versorgung zur Verf\u00fcgung stehen sollte (Urteil des BFH vom 30. Juli 1959 IV 265\/58 U, BFHE 69, 387, BStBl III 1959, 406; Jansen in Herrmann\/Heuer\/Raupach, Einkommensteuer- und K\u00f6rperschaftsteuergesetz mit Nebengesetzen, Kommentar, 19. Aufl., \u00a7 5 Anm. 1352).<\/p>\n<p>Bei der Abgrenzung ist allerdings zu beachten, da\u00df Renten, die im Zusammenhang mit der \u00dcbertragung eines gewerblichen Einzelunternehmens vereinbart werden, sich nur ausnahmsweise als betriebliche Versorgungsrenten qualifizieren lassen, weil der Gesichtspunkt eines nachtr\u00e4glichen Entgelts f\u00fcr geleistete Dienste in diesem Fall ausscheidet und eine aus der Lebenserfahrung gewonnene tats\u00e4chliche Vermutung daf\u00fcr spricht, da\u00df sich der Erwerber nur insoweit zu Leistungen bereitfindet, als ein Gegenwert erlangt wird. Gleichwohl ist auch in diesem Fall die Annahme einer betrieblichen Versorgungsrente nach der Rechtsprechung des BFH nicht ausgeschlossen (BFHE 124, 338, BStBl II 1978, 301, m. w. N.). Kann in tats\u00e4chlicher Hinsicht nicht endg\u00fcltig gekl\u00e4rt werden, ob sich die Vertragsparteien prim\u00e4r vom Gedanken des Leistungsaustausches oder der betrieblichen F\u00fcrsorge leiten lie\u00dfen, so ist im Hinblick auf die tats\u00e4chliche Vermutung, da\u00df der Erwerber eines Einzelunternehmens zu Leistungen nur nach Ma\u00dfgabe der erlangten oder erwarteten Gegenleistung bereit sein wird, von einer betrieblichen Ver\u00e4u\u00dferungsrente auszugehen.<\/p>\n<p>5. Das FG hat im Streitfall das Vorliegen einer Ver\u00e4u\u00dferungsrente mit der Begr\u00fcndung bejaht, da\u00df mangels pers\u00f6nlicher oder gesch\u00e4ftlicher Beziehungen vor der Betriebs\u00fcbernahme nicht davon ausgegangen werden k\u00f6nne, da\u00df die Kl\u00e4gerin \u00fcberhaupt ein Interesse an der Versorgung von S und seiner Familie gehabt habe. Die Kl\u00e4gerin habe vielmehr nur eine Apotheke erwerben wollen und hierf\u00fcr ein Entgelt in Form einer Ver\u00e4u\u00dferungsleibrente entrichtet. Da\u00df die Rentenvereinbarung der Altersversorgung des S gedient habe, stehe dieser Beurteilung nicht entgegen, weil dieser von keinem Erwerber die Bereitschaft habe erwarten k\u00f6nnen, Rentenzahlungen ohne einen entsprechenden Gegenwert zu erhalten.<\/p>\n<p>a) Der Senat kann auf der Grundlage dieser Ausf\u00fchrungen nicht \u00fcber die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit der angefochtenen Bescheide entscheiden. Hierin liegt ein materieller Fehler der Urteilsfindung, der ohne R\u00fcge zur Aufhebung der Vorentscheidung f\u00fchrt.<\/p>\n<p>aa) Der W\u00fcrdigung des FG liegt als einzige Feststellung tats\u00e4chlicher Art der Umstand zugrunde, da\u00df vor der Betriebs\u00fcbernahme zwischen dem Ver\u00e4u\u00dferer und der Kl\u00e4gerin keine gesch\u00e4ftlichen oder pers\u00f6nlichen Beziehungen bestanden haben. Da sich aus dem vom FG im \u00fcbrigen festgestellten Sachverhalt jedoch nicht ergibt, da\u00df das FA erst nach Erla\u00df der Erstbescheide davon Kenntnis erhielt, da\u00df die Rentenvereinbarung anl\u00e4\u00dflich der Betriebs\u00fcbertragung getroffen wurde und pers\u00f6nliche Beziehungen zwischen den Vertragsparteien nicht bestanden haben, entf\u00e4llt bereits aus diesem Grunde eine Bindung des Senats an die tats\u00e4chliche Schlu\u00dffolgerung der Vorinstanz.<\/p>\n<p>bb) Hinzu kommt, da\u00df die finanzgerichtliche W\u00fcrdigung im \u00fcbrigen offenbar von der tats\u00e4chlichen Vermutung geleitet ist, da\u00df einander nicht nahestehende Personen regelm\u00e4\u00dfig Leistungen nur nach Ma\u00dfgabe der zu erwartenden oder bereits erlangten Gegenleistung erbringen. Da aber die Abgrenzung zwischen einer betrieblichen Versorgungsrente und einer betrieblichen Ver\u00e4u\u00dferungsrente nach der subjektiven Zwecksetzung der Vertragsparteien vorzunehmen ist (s. o. Abschn. II, 4) und die aus der allgemeinen Lebenserfahrung gewonnenen, widerlegbaren Erfahrungss\u00e4tze das FG nicht davon entbinden, den f\u00fcr die steuerrechtliche Beurteilung eines Sachverhalts bedeutsamen Vertragszweck anhand des Vortrags der Beteiligten sowie der Gegebenheiten des Einzelfalles zu bestimmen (BFHE 124, 338, BStBl II 1978, 301; Birkenfeld, Beweis und Beweisw\u00fcrdigung im Steuerrecht, 1973, S. 107), h\u00e4tte die Vorinstanz zun\u00e4chst die Interessenlage der Beteiligten erforschen und &#8211; ggf. durch Vernehmung der benannten Zeugen sowie der Kl\u00e4gerin selbst &#8211; Feststellungen zu dem Vortrag der Kl\u00e4gerin treffen m\u00fcssen, nach dem die Rentenabrede \u00fcberwiegend unter dem Gesichtspunkt der Versorgung des Apothekers S und seiner Familie vereinbart wurde. Da die hierf\u00fcr geltend gemachten und im finanzgerichtlichen Urteil wiedergegebenen Umst\u00e4nde das Vorliegen einer Versorgungsrente &#8211; ungeachtet dessen, da\u00df die Kl\u00e4gerin f\u00fcr den Erwerb des Warenlagers einen Einmalbetrag zu entrichten hatte (Jansen in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a. a. O., \u00a7 5 Anm. 1381, m. w. N.) &#8211; nicht als ausgeschlossen erscheinen lassen, war das FG auch unter Ber\u00fccksichtigung der genannten tats\u00e4chlichen Vermutung nicht dazu berechtigt, auf die Ermittlung und W\u00fcrdigung dieser Umst\u00e4nde zu verzichten.<\/p>\n<p>Etwas anderes ergibt sich auch nicht daraus, da\u00df die Beteiligten im finanzgerichtlichen Verfahren auf die Durchf\u00fchrung einer m\u00fcndlichen Verhandlung verzichtet haben (\u00a7 90 Abs. 2 FGO). Denn die M\u00f6glichkeiten, im Einverst\u00e4ndnis der Beteiligten ohne m\u00fcndliche Verhandlung zu entscheiden, l\u00e4\u00dft die Pflicht des FG unber\u00fchrt, den Sachverhalt von Amts wegen zu erforschen (\u00a7 76 FGO). Kommt das FG zu dem Ergebnis, da\u00df es zur ausreichenden Erforschung des Sachverhalts der Durchf\u00fchrung einer m\u00fcndlichen Verhandlung bedarf, so ist es verpflichtet, diese durchzuf\u00fchren, auch wenn die Beteiligten hierauf verzichtet haben (Gr\u00e4ber\/Koch, Finanzgerichtsordnung, \u00a7 90 Anm. 17, m. w. N.).<\/p>\n<p>b) Das FG wird deshalb zun\u00e4chst zu pr\u00fcfen haben, ob die nachtr\u00e4glich bekanntgewordenen Tatsachen oder Beweismittel entweder f\u00fcr sich oder in Einwirkung auf den dem FA bei Erla\u00df der Erstbescheide zur Kenntnis gelangten Sachverhalt (vgl. Urteil des BFH vom 7. September 1965 I 69\/63 U, BFHE 83, 495, BStBl III 1965, 677; W\u00f6rner\/Grube, a. a. O., S. 83 f.) den positiven Schlu\u00df rechtfertigen, da\u00df die Rentenvereinbarung in erster Linie unter dem Gesichtspunkt des Entgelts f\u00fcr das \u00fcbertragene Einzelunternehmen getroffen wurde.<\/p>\n<p>Sofern die Vorinstanz auch nach der gebotenen Aufkl\u00e4rung des Sachverhalts eine solche Feststellung nicht treffen und sich auch nicht davon \u00fcberzeugen kann, da\u00df die Rentenabrede prim\u00e4r der Versorgung diente (non liquet), so ist ein R\u00fcckgriff auf die f\u00fcr eine betriebliche Versorgungsrente sprechende tats\u00e4chliche Vermutung nur dann zul\u00e4ssig, wenn die Tatsachen, an die dieser Erfahrungssatz ankn\u00fcpft (vgl. dazu Birkenfeld, a. a. O., S. 106 ff.), d. h. der Erwerb eines Einzelunternehmens von einer nicht nahestehenden Person, dem FA erst nachtr\u00e4glich bekanntgeworden sind (\u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977).<\/p>\n<p>Ist letzteres gegeben, so st\u00fcnde der Anwendung des genannten Erfahrungssatzes auch nicht entgegen, da\u00df das FA grunds\u00e4tzlich die objektive Beweislast f\u00fcr die nach \u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977 zur \u00c4nderung eines Bescheids erforderlichen tats\u00e4chlichen Voraussetzungen zu tragen hat (Urteil des BFH vom 13. Dezember 1985 III R 183\/81, BFHE 146, 320, BStBl II 1986, 441). Denn in der Rechtsprechung des BFH ist anerkannt, da\u00df im Hinblick auf die W\u00fcrdigung der nachtr\u00e4glich bekanntgewordenen Tatsachen auch die Regel des Anscheinsbeweises zum Tragen kommt (BFH-Urteil vom 8. November 1972 VII R 98\/68, BFHE 107, 482). Gleiches gilt f\u00fcr die aus der allgemeinen Lebenserfahrung gewonnenen tats\u00e4chlichen Vermutungen, da auch diesen die Aufgabe zukommt, einen im Hinblick auf das Vorliegen rechtlich erheblicher Tatsachen nicht n\u00e4her aufkl\u00e4rbaren Sachverhalt auf der Grundlage feststehender Hilfstatsachen (Beweisanzeichen) zu w\u00fcrdigen (Birkenfeld, a. a. O., S. 106).<\/p>\n<p>6. Sollte das FG im Rahmen der erneuten Entscheidung der Rechtssache zu der \u00dcberzeugung gelangen, da\u00df aufgrund der nachtr\u00e4glich bekanntgewordenen Umst\u00e4nde der Apotheken-Kaufvertrag die Vereinbarung einer Ver\u00e4u\u00dferungsrente enthielt, so st\u00fcnden insoweit der \u00c4nderung des Einkommensteuerbescheides 1973 sowie der Gewerbesteuer-Me\u00dfbescheide 1971 und 1973 die Grunds\u00e4tze von Treu und Glauben nicht entgegen.<\/p>\n<p>Der auch im Steuerrecht geltende Grundsatz von Treu und Glauben verbietet dem FA, unter Berufung auf das nachtr\u00e4gliche Bekanntwerden einer Tatsache, einen \u00c4nderungsbescheid nach \u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977 zu erlassen, wenn dem FA die Tatsache vor dem Erla\u00df des zu \u00e4ndernden Bescheides infolge Verletzung der ihm obliegenden Ermittlungspflicht (zun\u00e4chst) unbekannt geblieben ist (Urteile des BFH vom 11. Juli 1978 VIII R 120\/75, BFHE 125, 488, BStBl II 1979, 57; vom 13. November 1985 II R 208\/82, BFHE 145, 487, BStBl II 1986, 241); diese Einschr\u00e4nkung der \u00c4nderungsbefugnis greift indes nur ein, wenn der Steuerpflichtige die ihm obliegenden Mitwirkungspflichten in zumutbarer Weise erf\u00fcllt hat (Urteil des BFH vom 11. November 1987 I R 108\/85, BFHE 151, 333, BStBl II 1988, 115). Haben sowohl der Steuerpflichtige als auch das FA es vers\u00e4umt, den Sachverhalt aufzukl\u00e4ren, dann trifft in der Regel die Verantwortlichkeit den Steuerpflichtigen mit der Folge, da\u00df der Steuerbescheid ge\u00e4ndert werden kann (Urteil des BFH vom 19. Oktober 1971 VIII R 27\/66, BFHE 103, 404, BStBl II 1972, 106). Eine \u00c4nderung nach \u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977 scheidet dagegen aus, wenn der Versto\u00df des FA deutlich \u00fcberwiegt (W\u00f6rner\/Grube, a. a. O., S. 95, m. w. N.).<\/p>\n<p>Nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BFH braucht das FA den Steuererkl\u00e4rungen nicht mit Mi\u00dftrauen zu begegnen, sondern kann regelm\u00e4\u00dfig von der Richtigkeit und Vollst\u00e4ndigkeit einer Steuererkl\u00e4rung ausgehen. Demzufolge verletzt das FA seine Ermittlungspflicht (\u00a7 204 AO, \u00a7 88 AO 1977) grunds\u00e4tzlich nur dann, wenn es ersichtlichen Unklarheiten oder Zweifelsfragen, die sich bei einer Pr\u00fcfung der Steuererkl\u00e4rung sowie den eingereichten Unterlagen ohne weiteres aufdr\u00e4ngen mu\u00dften, nicht nachgeht (Urteil in BFHE 145, 487, BStBl II 1986, 241).<\/p>\n<p>Ob diese Voraussetzungen im Streitfall erf\u00fcllt waren, bedarf keiner Entscheidung. Denn auch dann, wenn man davon ausginge, da\u00df das FA aufgrund des in den Gewinn- und Verlustrechnungen ausgewiesenen Postens oder &#8211; wozu das FG keine Feststellungen getroffen hat (s. o. Abschn. II 5 a) &#8211; in Verbindung mit der Erkl\u00e4rung, da\u00df die Rente im Zusammenhang mit dem Erwerb des Einzelunternehmens begr\u00fcndet wurde, verpflichtet gewesen w\u00e4re, weitere Ermittlungen anzustellen, weil es sich um einen offenkundig au\u00dfergew\u00f6hnlichen und rechtlich schwierig zu beurteilenden Sachverhalt handelte, so h\u00e4tten eben diese Gr\u00fcnde f\u00fcr die Kl\u00e4gerin bereits bei Abgabe der Steuererkl\u00e4rungen Anla\u00df sein m\u00fcssen, den Apotheken-Kaufvertrag dem FA vorzulegen und &#8211; wenn auch nur stichwortartig &#8211; die Umst\u00e4nde darzulegen, die ihrer Ansicht nach im Streitfall ausnahmsweise die Annahme einer Versorgungsrente rechtfertigen.<\/p>\n<p>Ein deutlich \u00fcberwiegender Pflichtversto\u00df seitens des FA w\u00e4re nicht nur dazu zu verneinen, wenn die Kl\u00e4gerin sich darauf beschr\u00e4nkt haben sollte, den Posten &#8222;Betriebliche Versorgungsrechte&#8220; ohne weitere Erkl\u00e4rung in die Gewinn- und Verlustrechnungen der Streitjahre aufzunehmen, sondern auch dann, wenn sie dem FA dar\u00fcber hinaus mitgeteilt haben sollte, da\u00df es sich dabei um eine anl\u00e4\u00dflich der Betriebs\u00fcbertragung eingegangene Rentenverpflichtung zwischen einander nicht nahestehenden Personen handelte. Denn nach den in Abschn. II 5 dargelegten Grunds\u00e4tzen w\u00e4re in letzterem Falle der Erla\u00df der \u00c4nderungsbescheide nur dann zul\u00e4ssig gewesen, wenn das FA sich aufgrund der nachtr\u00e4glich bekanntgewordenen Tatsachen Gewi\u00dfheit vom Vorliegen einer Ver\u00e4u\u00dferungsrente verschaffen k\u00f6nnte. Angesichts dieser, von der Kl\u00e4gerin nicht offengelegten Umst\u00e4nde k\u00f6nnte somit auch bei diesem Geschehensablauf von einer deutlich \u00fcberwiegenden Verletzung der Ermittlungspflicht durch das FA nicht gesprochen werden.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.0pt; font-family: Arial;\">7. Da nach den tats\u00e4chlichen Feststellungen des FG davon ausgegangen werden mu\u00df, da\u00df das FA die bestandskr\u00e4ftig gewordenen Erstbescheide betreffend die Gewerbesteuer-Me\u00dfbetr\u00e4ge 1971 und 1973 sowie die Einkommensteuer 1973 auch im Hinblick auf die Beurteilung von Rechtsfragen, die nicht im Zusammenhang mit der zwischen den Beteiligten umstrittenen Abgrenzung zwischen betrieblicher Versorgungs- und Ver\u00e4u\u00dferungsrente stehen, zum Nachteil der Kl\u00e4gerin \u00e4nderte, wird die Vorinstanz im Rahmen der erneuten Entscheidung \u00fcber den Streitfall und unter Ber\u00fccksichtigung der gestellten Klageantr\u00e4ge schlie\u00dflich auch zu pr\u00fcfen haben, ob dem FA insoweit neue Tatsachen oder Beweismittel bekanntgeworden sind (\u00a7 173 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977).<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH-Urteil vom 20.12.1988 (VIII R 121\/83) BStBl. 1989 II S. 585 1. Besteht bei einem nicht aufkl\u00e4rbaren Sachverhalt (non liquet) eine sog. tats\u00e4chliche Vermutung f\u00fcr einen bestimmten Geschehensablauf (hier: Vereinbarung einer betrieblichen Ver\u00e4u\u00dferungsrente unter dem Gesichtspunkt der Gegenleistung) und erl\u00e4\u00dft das FA einen Erstbescheid, dem eine dieser tats\u00e4chlichen Vermutung widersprechende rechtliche W\u00fcrdigung zugrunde liegt (hier: &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-20-12-1988-viii-r-121_83-bstbl-1989-ii-s-585\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">BFH-Urteil vom 20.12.1988 (VIII R 121\/83)     BStBl. 1989 II S. 585<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-46395","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46395","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46395"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46395\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46395"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46395"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46395"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}