{"id":46465,"date":"1987-08-11T16:27:59","date_gmt":"1987-08-11T14:27:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=46465"},"modified":"2013-06-23T16:34:20","modified_gmt":"2013-06-23T14:34:20","slug":"bfh-urteil-vom-11-8-1987-ix-r-163_83-bstbl-1989-ii-s-702","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-11-8-1987-ix-r-163_83-bstbl-1989-ii-s-702\/","title":{"rendered":"BFH-Urteil vom 11.8.1987 (IX R 163\/83)     BStBl. 1989 II S. 702"},"content":{"rendered":"<p><strong>BFH-Urteil vom 11.8.1987 (IX R 163\/83) BStBl. 1989 II S. 702<\/strong><\/p>\n<p><strong>1. Unbare Zahlungen, die im Wege der \u00dcberweisung von einem Bankkonto bewirkt werden, sind grunds\u00e4tzlich im Zeitpunkt des Eingangs des \u00dcberweisungsauftrags bei der \u00dcberweisungsbank abgeflossen und damit i.S. des \u00a7 11 Abs. 2 Satz 1 EStG geleistet, selbst wenn sie auf einem Sperrkonto des Zahlungsempf\u00e4ngers gutgeschrieben werden und das Guthaben daran anschlie\u00dfend der Bank verpf\u00e4ndet wird (Anschlu\u00df an BFH-Urteil vom 14. Januar 1986 IX R 51\/80, BFHE 146, 48, BStBl II 1986, 453).<\/strong><\/p>\n<p><strong>2. Werden Leistungen ohne wirtschaftlich vern\u00fcnftigen Grund im voraus erbracht, so kann hierin ein Mi\u00dfbrauch von Gestaltungsm\u00f6glichkeiten des Rechts (\u00a7 42 AO 1977) liegen.<\/strong><\/p>\n<p>EStG \u00a7 11 Abs. 2 Satz 1; AO 1977 \u00a7 42.<\/p>\n<p>Vorinstanz: FG M\u00fcnster<\/p>\n<p align=\"center\"><strong><span>Sachverhalt<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span>Die Kl\u00e4ger und Revisionsbeklagten (Kl\u00e4ger) schlossen sich in der Zeit von September bis Dezember 1976 zu einer &#8222;Bauherrengemeinschaft&#8220; zusammen. Betreut wurde das Bauvorhaben von der A-Finanz-GmbH (A-GmbH) aufgrund von Gesch\u00e4ftsbesorgungs- und Baubetreuungsvertr\u00e4gen, die die A-GmbH am 31. Dezember 1976 jeweils mit den als Bauherren bezeichneten Beteiligten geschlossen hat. Nach diesen gleichlautenden Vertr\u00e4gen verpflichtete sich der Bauherr jeweils, w\u00e4hrend der Bauzeit dem Baubetreuer die wirtschaftliche und finanzielle Vorbereitung, Abwicklung und Abrechnung des Bauvorhabens sowie die Verwaltung des Grundst\u00fccks und des Sondereigentums zu \u00fcberlassen. Der Baubetreuer war zum Abschlu\u00df aller Vertr\u00e4ge, die der Erstellung, Finanzierung, Verwaltung und Vermietung dienten, im Namen des Bauherrn berechtigt.<\/span><\/p>\n<p><span>F\u00fcr die T\u00e4tigkeit des Betreuers sah der Vertrag eine Verg\u00fctung vor, die sp\u00e4testens zum 31. Dezember 1976 zur Zahlung f\u00e4llig war und sich wie folgt errechnete:<\/span><\/p>\n<p><span>a) f\u00fcr die Vermittlung und Bearbeitung der Zwischenfinanzierung und Endfinanzierung 4,5 % des Gesamtaufwandes,<\/span><\/p>\n<p><span>b) f\u00fcr die Mithaft f\u00fcr die Fremdmittel und Zinsen w\u00e4hrend der Bauzeit 1,5 % der Fremdmittel,<\/span><\/p>\n<p><span>c) f\u00fcr die Vermittlung der 10j\u00e4hrigen Vermietung drei Monatsmieten,<\/span><\/p>\n<p><span>d) f\u00fcr die 10j\u00e4hrige Mietgarantie 3 % der 10-Jahresmiete,<\/span><\/p>\n<p><span>e) f\u00fcr die kaufm\u00e4nnisch-finanzielle Betreuung gem\u00e4\u00df \u00a7 6 dieses Vertrages 5,5 % des Gesamtaufwandes,<\/span><\/p>\n<p><span>f) f\u00fcr die Verwaltung des Grundst\u00fccks gem\u00e4\u00df \u00a7 7 dieses Vertrages 3 % des Gesamtaufwandes,<\/span><\/p>\n<p><span>g) f\u00fcr die steuerliche Beratung gem\u00e4\u00df \u00a7 8 dieses Vertrages 2 % des Gesamtaufwandes.<\/span><\/p>\n<p><span>Die Erstellung des Bauvorhabens \u00fcbertrug die A-GmbH einem Generalunternehmer, der mit dem Bau auf dem am 31. Dezember 1976 erworbenen Grundst\u00fcck im Januar 1977 nach dem Bauplan und der Baubeschreibung begann. Die Teilungserkl\u00e4rung wurde am 13. Juni 1977 notariell beurkundet. Die Eigentumswohnungen waren am 31. Dezember 1977 bezugsfertig und wurden im Jahre 1978 bezogen.<\/span><\/p>\n<p><span>Die Gemeinschaft gab f\u00fcr das Streitjahr eine Erkl\u00e4rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink\u00fcnfte aus Vermietung und Verpachtung ab. Darin waren u.a. die zum 31. Dezember 1976 von dem Treuhandkonto der Bauherrengemeinschaft ab- und auf ein bei der Volksbank B e.G. gef\u00fchrtes Sperrkonto &#8222;Betreuungsentgelt&#8220; der A-GmbH gebuchten Aufwendungen als Werbungskosten des Jahres 1976 aufgef\u00fchrt.<\/span><\/p>\n<p><span>Nach einer Au\u00dfenpr\u00fcfung durch die Gro\u00dfbetriebspr\u00fcfungsstelle M lehnte der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt -FA-) die Anerkennung der geltend gemachten Aufwendungen als Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung f\u00fcr das Jahr 1976 mit der Begr\u00fcndung ab, die Betr\u00e4ge f\u00fcr die Leistungen des Baubetreuers seien ohne wirtschaftlichen Grund ausgezahlt worden.<\/span><\/p>\n<p><span>Im Einspruchsverfahren legten die Beteiligten ein Schreiben der Volksbank vom 6. Juni 1980 vor, worin diese best\u00e4tigte, da\u00df sie zur Finanzierung des Bauvorhabens C I sowie zur Finanzierung der Verg\u00fctungen nach \u00a7 13 des Gesch\u00e4ftsbesorgungs- und Baubetreuungsvertrages Zwischenfinanzierungskredite bis zur dinglichen Absicherung am 24. Juni 1977 ausgezahlt habe. Der Umfang des Kredits habe bis zur Beurkundung der Teilungserkl\u00e4rung ca. 60 % der Gesamtkosten der Bauma\u00dfnahme erreicht. Die Auszahlung der Aufwendungen f\u00fcr die Baubetreuung und Finanzierung sei unter Vorlage entsprechender Vollmachten der Bauherren aufgrund \u00a7 13 des Vertrages erfolgt. Die den Bauherren zur Verf\u00fcgung gestellten Kredite seien von dem Gemeinschaftskonto Nr. 5. 814. 907 abgebucht und mit 8 % verzinst worden.<\/span><\/p>\n<p><span>Kreditnehmer seien die Bauherren entsprechend ihrem Anteil am Gemeinschaftseigentum gewesen. Da dingliche Sicherheiten erst nach Bildung des Wohnungseigentums h\u00e4tten erlangt werden k\u00f6nnen, sei mit der A-GmbH vereinbart worden, da\u00df diese bei Ausfall eines Schuldners (Bauherrn) f\u00fcr die R\u00fcckzahlung der Zwischenfinanzierung nebst Kosten einzustehen habe. Aus diesem Grunde habe die A-GmbH die ihr vertragsm\u00e4\u00dfig zustehenden Betr\u00e4ge aus dem Gesch\u00e4ftsbesorgungs- und Baubetreuungsvertrag verpf\u00e4ndet. Diese Verpf\u00e4ndung sei ausschlie\u00dflich zur eigenen Sicherheit und nicht zur Sicherheit der Bauherren wegen m\u00f6glicher Anspr\u00fcche gegen den Betreuer erfolgt.<\/span><\/p>\n<p><span>Das FA erkannte lediglich Eigenkapitalzahlungen der Beteiligten D und E, die in H\u00f6he von 11.047,12 DM f\u00fcr Betreuungsleistungen der A-GmbH verwendet worden waren, als Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung an. Im \u00fcbrigen wies es die Einspr\u00fcche als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck. Der Umbuchung des einger\u00e4umten Kredits der Volksbank am 31. Dezember 1976 auf das Sperrkonto &#8222;Betreuungsentgelt&#8220; zugunsten der Betreuerin stehe die gleichzeitige Verb\u00fcrgung der A-GmbH und die Verpf\u00e4ndung der Guthabenforderung aus dem Konto als Sicherheit f\u00fcr die Kreditgew\u00e4hrung an die Bauherren entgegen. Mangels Verf\u00fcgungsbefugnis der Betreuungsfirma habe ein Geldflu\u00df im Streitjahr mit Ausnahme der Eigenkapitalszahlungen der Beteiligten D und E nicht stattgefunden.<\/span><\/p>\n<p><span>In der m\u00fcndlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht (FG) einigten sich die Beteiligten hinsichtlich der anzuerkennenden Werbungskosten auf einen Betrag von 136.066,13 DM, der sich wie folgt zusammensetzt:<\/span><\/p>\n<table style=\"border-collapse: collapse; margin-left: 5.65pt;\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>1. Kosten f\u00fcr die Zwischen- und Endfinanzierung<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0 (= 3,25 % der Gesamtkosten) in H\u00f6he von\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 34.482,00 DM<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>2. Kosten f\u00fcr die \u00dcbernahme der Mithaft\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 11.936,60 DM<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>3. Kosten der Vermietungsvermittlung\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 12.390,12 DM<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>4. Kosten der Mietgarantie (= 0,5 % der<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0 Gesamtmiete)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 2.478,00 DM<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>5. Kosten der Baubetreuung\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 51.286,86 DM<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>6. Geb\u00fchren f\u00fcr die Mittelverwendungskontrolle<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0 der Volksbank (= 0,5 % der<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0 Gesamtkosten)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 7.639,00 DM<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>7. Vorsteuern aus Betreuungsentgelten\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 11.040,55 DM<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>8. Vorsteuern auf die nicht als Werbungskosten<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0 anerkannten Betreuungsentgelte\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 4.813,00 DM<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u0096\u0096\u0096\u0096\u0096\u0096\u0096\u0096\u0096\u0096\u0096\u0096\u0096<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\"><span>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 136.066,13 DM<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 454.9pt; padding-left: 3.5pt; padding-right: 3.5pt; padding-top: 0cm; padding-bottom: 0cm;\" valign=\"top\" width=\"607\">\n<p style=\"margin-left: 0cm; margin-right: 0cm; margin-top: 6.0pt; margin-bottom: 4.0pt;\"><span>Das FG gab der Klage statt.<\/span><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span>Es ging davon aus, da\u00df die Kl\u00e4ger Bauherren i.S. von \u00a7 11c Abs. 3 der Einkommensteuer-Durchf\u00fchrungsverordnung (EStDV) gewesen und da\u00df ihre Aufwendungen als vorab entstandene Werbungskosten im Veranlagungszeitraum 1976 abziehbar seien. Nach \u00a7 11 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) seien Ausgaben f\u00fcr das Kalenderjahr abzusetzen, in dem sie geleistet worden sind. Damit unterliege der Zeitpunkt des Abflie\u00dfens von Ausgaben weitgehend der freien Disposition des Steuerpflichtigen.<\/span><\/p>\n<p><span>Im Streitfall sei davon auszugehen, da\u00df die Festsetzung der F\u00e4lligkeit der Betreuungsverg\u00fctung auf den 31. Dezember 1976 nicht nur der Parteiabrede, sondern auch dem wirtschaftlichen Sachverhalt entsprochen habe, weil durch unmittelbar nach Vertragsschlu\u00df am 31. Dezember 1976 beginnende T\u00e4tigkeiten der A-GmbH die notwendigen Kapitalmittel h\u00e4tten bereitgestellt werden m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p><span>Soweit die Betreuungsverg\u00fctung Kosten der Mietgarantie, der Vermietungsvermittlung sowie der Verwaltung der Grundst\u00fccke w\u00e4hrend der Bauzeit eingeschlossen habe, stelle die Verg\u00fctung dieser Leistungen noch im Veranlagungszeitraum 1976 keinen dem Grundsatz des \u00a7 11 Abs. 2 EStG entgegenstehenden Ausnahmefall einer willk\u00fcrlichen Leistung von Werbungskosten dar. Eine Manipulation der Kl\u00e4ger hinsichtlich ihrer Einkommen innerhalb verschiedener Veranlagungszeitr\u00e4ume sei bei der Erbringung der Gegenleistung innerhalb eines Zeitraumes von einem Jahr nicht anzunehmen.<\/span><\/p>\n<p><span>Entgegen der Ansicht des FA sei auch ein Abflu\u00df aus dem Verm\u00f6gensbereich der einzelnen Bauherren und ein Zuflu\u00df in den Verm\u00f6gensbereich der A-GmbH anzunehmen.<\/span><\/p>\n<p><span>Zwar w\u00e4re voraussichtlich die Gew\u00e4hrung der Zwischenkreditierung ohne gleichzeitige Verpf\u00e4ndung der Betreuungskredite zur Absicherung nicht erfolgt. Insoweit sei ein Zusammenhang zwischen den verschiedenen zivilrechtlichen Vertr\u00e4gen hergestellt worden. Die von der A-GmbH eingegangenen Verpflichtungen h\u00e4tten jedoch den Zeitpunkt des Abflusses gem\u00e4\u00df \u00a7 11 Abs. 2 EStG nicht ber\u00fchrt. Es k\u00f6nne nicht angenommen werden, da\u00df die A-GmbH die Kreditsicherung in Form der Verpf\u00e4ndung im Namen und auf Rechnung der Bauherren betrieben habe. Zwar w\u00e4re in einem solchen Fall, der nach der Gestaltung des Gesch\u00e4ftsbesorgungs- und Baubetreuungsvertrages als m\u00f6glich erscheine, ein Abflu\u00df der gezahlten Entgelte aus dem Verm\u00f6gensbereich der Bauherren zu verneinen, so da\u00df Werbungskosten erst im Veranlagungszeitraum 1977 geltend gemacht werden k\u00f6nnten. Jedoch sei nach den zivilrechtlichen Vereinbarungen das Betreuungsentgelt auf ein eigenes Konto des Baubetreuers gezahlt worden. Dar\u00fcber hinaus h\u00e4tten der A-GmbH vertraglich die Geb\u00fchren mit F\u00e4lligkeit am 31. Dezember 1976 zugestanden, so da\u00df ein freiwilliger Verzicht auf die Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber das Entgelt ohne weitere Anhaltspunkte nicht angenommen werden k\u00f6nne. Vielmehr sei davon auszugehen, da\u00df die A-GmbH die freie Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber das auf ihr Konto gezahlte Betreuungsentgelt zun\u00e4chst erlangt und sodann durch die Verpf\u00e4ndung zugunsten des Kreditinstituts am selben Tag wieder aufgegeben habe.<\/span><\/p>\n<p><span>Mit der Revision r\u00fcgt das FA Verletzung von \u00a7 11 Abs. 2 EStG.<\/span><\/p>\n<p><span>Nach dem Vertrag vom 31. Dezember 1976 sei zwar mit F\u00e4lligkeit zu diesem Tag eine b\u00fcrgerlich-rechtliche Verpflichtung zur Zahlung der Geb\u00fchren entstanden. Dieser Verpflichtung der Kl\u00e4ger habe aber zu diesem Zeitpunkt keine entsprechende Gegenleistung des Baubetreuers gegen\u00fcbergestanden. Deshalb k\u00f6nnten auch keine Werbungskosten abgezogen werden.<\/span><\/p>\n<p><span>Ein Abflu\u00df der gezahlten Geb\u00fchren aus dem Verm\u00f6gensbereich der Kl\u00e4ger scheide zudem auch deshalb aus, weil die gezahlten Betr\u00e4ge noch nicht endg\u00fcltig in den Verf\u00fcgungsbereich der Betreuerin \u00fcbergegangen seien und diese nicht habe frei verf\u00fcgen k\u00f6nnen.<\/span><\/p>\n<p><span>Das FA beantragt die Aufhebung der Vorentscheidung und Abweisung der Klage.<\/span><\/p>\n<p><span>Die Kl\u00e4ger beantragen, die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><strong><span>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Die Revision des FA ist begr\u00fcndet. Sie f\u00fchrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur\u00fcckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (\u00a7 126 Abs. 3 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung -FGO-). Die tats\u00e4chlichen Feststellungen des FG reichen f\u00fcr dessen Annahme, es habe sich bei den geltend gemachten Aufwendungen um Werbungskosten (\u00a7 9 EStG) gehandelt und diese seien bereits im Jahre 1976 abgeflossen (\u00a7 11 Abs. 2 Satz 1 EStG), nicht aus.<\/p>\n<p>Das FG hat den Abflu\u00df von Aufwendungen der Kl\u00e4ger bereits im streitigen Veranlagungszeitraum 1976 darin gesehen, da\u00df die A-GmbH das ihr nach dem Gesch\u00e4ftsbesorgungs- und Baubetreuungsvertrag zustehende Betreuungsentgelt auf ein eigenes Konto \u00fcberwiesen erhalten habe. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) kommt es f\u00fcr die Anwendung des \u00a7 11 Abs. 2 Satz 1 EStG auf den Zeitpunkt an, in dem der Steuerpflichtige die wirtschaftliche Verf\u00fcgungsmacht \u00fcber den Gegenstand der geschuldeten Erf\u00fcllungsleistung verloren hat. Unbare Zahlungen, die im Wege der \u00dcberweisung bewirkt werden, sind grunds\u00e4tzlich im Zeitpunkt des Eingangs des \u00dcberweisungsauftrags bei der \u00dcberweisungsbank abgeflossen und damit i.S. des \u00a7 11 Abs. 2 Satz 1 EStG geleistet (vgl. BFH-Urteil vom 14. Januar 1986 IX R 51\/80, BFHE 146, 48, BStBl II 1986, 453). Die Vorentscheidung enth\u00e4lt hierzu keine Feststellungen. Ihr l\u00e4\u00dft sich nicht entnehmen, ob bei der \u00dcberweisungsbank am 31. Dezember 1976 ein \u00dcberweisungsauftrag vorlag oder ob nicht ein sp\u00e4terer \u00dcberweisungsauftrag mit Wertstellung f\u00fcr den 31. Dezember 1976 diesem Vorgang zugrunde lag. Eindeutige tats\u00e4chliche Feststellungen sind schon deshalb geboten, weil nach dem angefochtenen Urteil der Gesch\u00e4ftsbesorgungs- und Baubetreuungsvertrag zwischen den als Bauherren bezeichneten Beteiligten und der A-GmbH am 31. Dezember 1976 (Sylvester) geschlossen wurde und dort auch f\u00fcr denselben Termin Zahlungen an die A-GmbH vorgesehen waren.<\/p>\n<p>Sollte das FG aufgrund seiner tats\u00e4chlichen Feststellungen zu dem Ergebnis gelangen, da\u00df der \u00dcberweisungsauftrag erst nach dem 31. Dezember 1976 bei der \u00dcberweisungsbank eingegangen ist oder da\u00df die sonstigen Voraussetzungen des Urteils in BFHE 146, 48, BStBl II 1986, 453 nicht vorlagen, so ist die Klage schon aus diesem Grund abzuweisen, da unbeschadet der Frage, ob \u00fcberhaupt ein Abflu\u00df von Leistungen aus dem Verm\u00f6gensbereich der Kl\u00e4ger vorliegt und ob die Aufwendungen \u00fcberhaupt -ganz oder teilweise- als Werbungskosten anzuerkennen sind, dieser Vorgang dann nicht dem Veranlagungszeitraum 1976 zuzuordnen ist.<\/p>\n<p>Die Revision greift den vom FG f\u00fcr 1976 angenommenen Abflu\u00df von Leistungen aus dem Verm\u00f6gensbereich der Kl\u00e4ger unter Hinweis auf den Erla\u00df des Bundesministers der Finanzen (BMF) vom 13. August 1981 IV B 1 &#8211; S 2253a &#8211; 3\/81 (BStBl I 1981, 604) damit an, da\u00df insoweit eine mi\u00dfbr\u00e4uchliche Gestaltung vorliege, wenn der gutgeschriebene Betrag sofort sicherheitshalber wieder verpf\u00e4ndet werden m\u00fcsse. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Nach der Rechtsprechung des BFH rechtfertigt der Umstand, da\u00df Leistungen auf ein Sperrkonto des Zahlungsempf\u00e4ngers \u00fcberwiesen wurden und da\u00df das Guthaben daran anschlie\u00dfend der Bank verpf\u00e4ndet wurde, nicht den Schlu\u00df, da\u00df damit die Leistungen dem Zahlungsempf\u00e4nger nicht i.S. von \u00a7 11 Abs. 1 Satz 1 EStG zugeflossen seien (vgl. Urteile vom 23. April 1980 VIII R 156\/75, BFHE 131, 41, BStBl II 1980, 643 zu Leistungen auf ein Sperrkonto; vom 9. Juli 1987 IV R 87\/85, BFHE 150, 345, Der Betrieb 1987, 2183 zur Leistung auf ein Sperrkonto und Verpf\u00e4ndung des Guthabens). Der IV. Senat weist in seinem o.a. Urteil zutreffend darauf hin, die Verpf\u00e4ndung setze voraus, da\u00df der Empf\u00e4nger Verf\u00fcgungsberechtigter des Guthabens geworden sein mu\u00df. Diese \u00dcberlegungen zum Zuflu\u00df von Leistungen bei Zahlungen auf ein Sperrkonto und Verpf\u00e4ndung des Guthabens gelten ebenfalls, wenn die Frage zu entscheiden ist, wann die Leistungen aus dem Verm\u00f6gensbereich des Zahlenden ausgeschieden und damit i.S. von \u00a7 11 Abs. 2 Satz 1 EStG abgeflossen sind.<\/p>\n<p>Sollte das FG nunmehr wieder zu dem Ergebnis gelangen, da\u00df die strittigen Vorg\u00e4nge -wie es bisher schon angenommen hat- in dem Veranlagungszeitraum 1976 zu ber\u00fccksichtigen sind, so bedarf es der weiteren Pr\u00fcfung, ob die von den Kl\u00e4gern geltend gemachten Aufwendungen als Werbungskosten -ganz oder nur zum Teil- anerkannt werden k\u00f6nnen. Hierbei wird das FG die inzwischen zu diesem Fragenkreis ergangene neuere Rechtsprechung des BFH zu ber\u00fccksichtigen haben.<\/p>\n<p>Der erkennende Senat hat in seinem Urteil vom 29. Oktober 1985 IX R 107\/82 (BFHE 145, 351, BStBl II 1986, 217) ausgesprochen, da\u00df in der Vereinbarung unangemessen hoher Geb\u00fchren bei den sog. Bauherrenmodellen zur Erlangung von sofort abziehbaren Werbungskosten ein Mi\u00dfbrauch von Gestaltungsm\u00f6glichkeiten des Rechts liegen kann. Das FG wird diese Angemessenheitspr\u00fcfung der geltend gemachten Aufwendungen unter Beachtung der in dem o.a. Urteil aufgestellten Grunds\u00e4tze bei seiner erneuten Entscheidung noch vornehmen.<\/p>\n<p>Der Senat teilt des weiteren nicht die Ansicht des FG, da\u00df gegen die Vorauszahlung von &#8222;Geb\u00fchren&#8220; keine Bedenken bestehen. Wie der erkennende Senat in seinem Urteil vom 23. September 1986 IX R 113\/82 (BFHE 148, 250, BStBl II 1987, 219) ausgef\u00fchrt hat, sind im voraus entrichtete Leistungen nicht im Jahr ihrer Zahlung als Werbungskosten abziehbar, wenn sie ohne wirtschaftlich vern\u00fcnftigen Grund vorausgezahlt worden sind. In einem solchen Fall kann die b\u00fcrgerlich-rechtliche Gestaltung rechtsmi\u00dfbr\u00e4uchlich sein, wenn sie, gemessen an dem erstrebten Ziel, unangemessen, also ungew\u00f6hnlich ist, der Steuerminderung dienen soll und bei sinnvoller, Ziel und Zweck der Rechtsordnung ber\u00fccksichtigender Auslegung vom Gesetz mi\u00dfbilligt wird (vgl. im einzelnen Urteil in BFHE 145, 351, BStBl II 1986, 217). Dem Abzug der Aufwendungen im Jahr der Zahlung steht dann \u00a7 6 des Steueranpassungsgesetzes (\u00a7 42 der Abgabenordnung -AO 1977-) entgegen.<\/p>\n<p>Den von dem FG in diesem Zusammenhang angestellten \u00dcberlegungen kann nur teilweise gefolgt werden. Unbedenklich erscheinen nach dem derzeitigen Erkenntnisstand die Ausf\u00fchrungen im Zusammenhang mit der Beschaffung von Kreditmitteln. F\u00fcr eine Leistung im Jahre 1976 k\u00f6nnten hier -bei Vorliegen der oben ausgef\u00fchrten Voraussetzungen im \u00fcbrigen- wirtschaftlich sinnvolle Gr\u00fcnde ma\u00dfgebend gewesen sein.<\/p>\n<p>Bedenklich hingegen erscheinen die Ausf\u00fchrungen hinsichtlich der Kosten f\u00fcr die Mietgarantie, der Vermietungsvermittlung und der Verwaltung der Grundst\u00fccke w\u00e4hrend der Bauzeit. Die Tatsache, da\u00df die zu errichtenden Eigentumswohnungen bis zum 31. Dezember 1977 fertiggestellt sein sollten, rechtfertigt f\u00fcr sich gesehen nicht die Annahme vern\u00fcnftiger wirtschaftlicher Gr\u00fcnde f\u00fcr die Zahlung dieser &#8222;Geb\u00fchren&#8220; am 31. Dezember 1976 f\u00fcr den an diesem Tag abgeschlossenen Vertrag.<\/p>\n<p><span>Das FG wird bei seiner erneuten Verhandlung und Entscheidung jede einzelne von den Kl\u00e4gern geltend gemachte Aufwendung darauf zu \u00fcberpr\u00fcfen haben, ob deren Entrichtung im Jahre 1976 wirtschaftlich sinnvolle \u00dcberlegungen zugrunde lagen. Das gilt auch f\u00fcr die Aufwendungen, zu denen das FG bisher keine Ausf\u00fchrungen gemacht hat (z.B. Geb\u00fchren f\u00fcr die Mittelverwendungskontrolle).<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH-Urteil vom 11.8.1987 (IX R 163\/83) BStBl. 1989 II S. 702 1. Unbare Zahlungen, die im Wege der \u00dcberweisung von einem Bankkonto bewirkt werden, sind grunds\u00e4tzlich im Zeitpunkt des Eingangs des \u00dcberweisungsauftrags bei der \u00dcberweisungsbank abgeflossen und damit i.S. des \u00a7 11 Abs. 2 Satz 1 EStG geleistet, selbst wenn sie auf einem Sperrkonto des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-11-8-1987-ix-r-163_83-bstbl-1989-ii-s-702\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">BFH-Urteil vom 11.8.1987 (IX R 163\/83)     BStBl. 1989 II S. 702<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-46465","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46465","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=46465"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/46465\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=46465"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=46465"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=46465"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}