{"id":49013,"date":"1990-02-28T16:29:26","date_gmt":"1990-02-28T14:29:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=49013"},"modified":"2013-06-18T16:30:54","modified_gmt":"2013-06-18T14:30:54","slug":"bfh-urteil-vom-28-2-1990-i-r-120_86-bstbl-1990-ii-s-553","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-28-2-1990-i-r-120_86-bstbl-1990-ii-s-553\/","title":{"rendered":"BFH-Urteil vom 28.2.1990 (I R 120\/86)     BStBl. 1990 II S. 553"},"content":{"rendered":"<p><strong>BFH-Urteil vom 28.2.1990 (I R 120\/86) BStBl. 1990 II S. 553<\/strong><\/p>\n<p>Eine GmbH hat ihren Sitz im Sinne von \u00a7 21 Abs. 2 BerlinFG nicht &#8222;ausschlie\u00dflich&#8220; in Berlin (West), wenn nach Gesellschaftsvertrag und Handelsregistereintragung an einem anderen Ort ein Zweitsitz (zweiter Hauptsitz oder Doppelsitz) besteht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><\/strong>AO 1977 \u00a7 11; BerlinFG \u00a7 21 Abs. 2; StAnpG \u00a7 15 Abs. 3 Satz 1.<\/p>\n<p>Vorinstanz: FG Berlin<strong><\/strong><\/p>\n<p align=\"center\">Sachverhalt<\/p>\n<p align=\"center\">I.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) betreibt in der Rechtsform einer GmbH ein Kreditinstitut. Ihre Gesellschafterversammlung beschlo\u00df am 4. Juli 1974, den Gesellschaftsvertrag (in \u00a7 2) zu \u00e4ndern und neben dem bisherigen Sitz in Berlin den Ort der westdeutschen Zweigniederlassung zum Zweitsitz zu machen. Der Doppelsitz wurde anschlie\u00dfend in die Handelsregister beider Orte eingetragen.<\/p>\n<p>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211; FA -) kam erstmals aufgrund einer f\u00fcr die Streitjahre (1975 bis 1979) durchgef\u00fchrten Au\u00dfenpr\u00fcfung zu der Auffassung, da\u00df der Kl\u00e4gerin die Berlinpr\u00e4ferenz gem\u00e4\u00df \u00a7 21 Abs. 2 des Berlinf\u00f6rderungsgesetzes (BerlinFG) nicht zustehe, da sie weder Sitz noch Gesch\u00e4ftsleitung ausschlie\u00dflich in Berlin (West) habe. Das FA erlie\u00df anstelle der vorher unter Nachpr\u00fcfungsvorbehalt ergangenen Bescheide entsprechend ge\u00e4nderte Bescheide \u00fcber K\u00f6rperschaftsteuer und Erg\u00e4nzungsabgabe 1975 bis 1976 vom 4. September 1984 und K\u00f6rperschaftsteuer 1977 bis 1979 vom 11. September 1984. Der Einspruch wurde unter dem 4. M\u00e4rz 1985 zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht (FG) hat die Klage als unbegr\u00fcndet abgewiesen.<\/p>\n<p>Mit der Revision r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin Verletzung materiellen und formellen Rechts.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4gerin beantragt sinngem\u00e4\u00df, das Urteil des FG Berlin vom 16. Juni 1986 VIII 129\/85 und die Einspruchsentscheidung vom 4. M\u00e4rz 1985 aufzuheben und den Bescheid \u00fcber K\u00f6rperschaftsteuer und Erg\u00e4nzungsabgabe f\u00fcr die Jahre 1975 und 1976 vom 4. September 1984 und den K\u00f6rperschaftsteuerbescheid f\u00fcr die Jahre 1977 bis 1979 vom 11. September 1984 dahingehend abzu\u00e4ndern, da\u00df die Steuererm\u00e4\u00dfigung gem\u00e4\u00df \u00a7 21 Abs. 2 BerlinFG gew\u00e4hrt wird.<\/p>\n<p>Das FA beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<strong><\/strong><\/p>\n<p align=\"center\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<p align=\"center\">II.<\/p>\n<p>Die Revision ist unbegr\u00fcndet. Sie war daher zur\u00fcckzuweisen (\u00a7 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211; FGO -).<\/p>\n<p>1. Soweit die Revision mangelnde Sachverhaltsaufkl\u00e4rung (\u00a7 76 Abs. 1 FGO) und unzureichende Ber\u00fccksichtigung des Gesamtergebnisses des Verfahrens (\u00a7 96 Abs. 1 FGO) als Verfahrensfehler des FG geltend macht, fehlt es bereits an der ordnungsgem\u00e4\u00dfen R\u00fcge unter genauer Bezeichnung der Tatsachen, aus denen sich die Verfahrensverst\u00f6\u00dfe ergeben sollen (\u00a7 120 Abs. 2 Satz 2 FGO; vgl. Gr\u00e4ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 2. Aufl., \u00a7 120, Rdnr. 40 bis 41 m.w.N.). Hierzu bedarf es keiner weiteren Begr\u00fcndung (Art. 1 Nr. 8 des Gesetzes zur Entlastung des Bundesfinanzhofs &#8211; BFHEntlG -).<\/p>\n<p>2. Die Erm\u00e4\u00dfigung der tariflichen K\u00f6rperschaftsteuer nach \u00a7 21 Abs. 2 BerlinFG setzt voraus, da\u00df die K\u00f6rperschaft &#8222;ihre Gesch\u00e4ftsleitung und ihren Sitz ausschlie\u00dflich in Berlin (West)&#8220; hat. Im Streitfall fehlt es zumindest am ausschlie\u00dflichen Sitz der Kl\u00e4gerin in Berlin.<\/p>\n<p>Eine GmbH hat steuerrechtlich ihren Sitz an dem Ort, der durch Gesellschaftsvertrag, also durch einen Rechtsakt bestimmt ist (\u00a7 11 der Abgabenordnung &#8211; AO 1977 -; f\u00fcr die Streitjahre 1975 und 1976: \u00a7 15 Abs. 3 Satz 1 des Steueranpassungsgesetzes &#8211; StAnpG -; vgl. Bordewin in S\u00f6nksen\/S\u00f6ffing, Berlinf\u00f6rderungsgesetz, Kommentar, Stand Juli 1989, K \u00a7 21, Rz. 81).<\/p>\n<p>Der Sitz der GmbH ist &#8211; bei deren Errichtung &#8211; in den Gesellschaftsvertrag aufzunehmen (\u00a7 3 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr\u00e4nkter Haftung &#8211; GmbHG -) und im Handelsregister einzutragen (\u00a7 10 Abs. 1 GmbHG). Eine \u00c4nderung der Sitzbestimmung erfolgt dementsprechend durch Ab\u00e4nderung des Gesellschaftsvertrags (\u00a7 53 GmbHG) und ihre Eintragung in das Handelsregister (\u00a7 54 GmbHG). Die urspr\u00fcngliche Eintragung und die Eintragung der abge\u00e4nderten Sitzbestimmung wirken konstitutiv (d.h. rechtsbegr\u00fcndend bzw. rechtsgestaltend, vgl. \u00a7\u00a7 11 und 54 Abs. 3 GmbHG).<\/p>\n<p>Daraus folgt f\u00fcr die Anwendung des \u00a7 21 Abs. 2 BerlinFG, da\u00df eine GmbH ihren Sitz nicht ausschlie\u00dflich in Berlin (West) hat, wenn nach Gesellschaftsvertrag und Handelsregistereintragung an einem anderen Ort ein Zweitsitz (zweiter Hauptsitz oder Doppelsitz) besteht.<\/p>\n<p>So liegt der Fall hier. Nach den vom FG f\u00fcr das Revisionsgericht bindend getroffenen Feststellungen (\u00a7 118 Abs. 2 FGO) hatte die Kl\u00e4gerin in den Streitjahren nach \u00a7 2 ihres Gesellschaftsvertrags in der notariell beurkundeten Fassung des Beschlusses der Gesellschafterversammlung vom 4. Juli 1974 und nach den dementsprechenden Handelsregistereintragungen neben ihrem urspr\u00fcnglichen Sitz in Berlin (West) einen weiteren Sitz in X.<\/p>\n<p>Hierbei bedarf es keiner abschlie\u00dfenden Entscheidung dar\u00fcber, ob die Begr\u00fcndung des Doppelsitzes unter den gegebenen Umst\u00e4nden zul\u00e4ssig war, wovon das FG ausgegangen ist (vgl. zum Streitstand Bayerisches Oberstes Landesgericht, Beschlu\u00df vom 29. M\u00e4rz 1985 BReg. 3 Z 22\/85, BayOblGZ 1985, 111, Der Betrieb &#8211; DB &#8211; 1985, 1280; Amtsgericht Bremen, Beschlu\u00df vom 1. Juni 1976 38 AR 105\/74, DB 1976, 1810; Kammergericht Berlin, Beschlu\u00df vom 20. Februar 1973 1 W 522\/72, Neue Juristische Wochenschrift &#8211; NJW &#8211; 1973, 1201; Landgericht Hamburg, Beschlu\u00df vom 1. Februar 1973 4 T 5\/72, DB 1973, 2237).<\/p>\n<p>Die mit der Eintragung der gesellschaftsvertraglichen Zweitsitzbestimmung verkn\u00fcpften Folgen f\u00fcr den Rechts- und Gesch\u00e4ftsverkehr bestehen &#8211; bis zu einer evtl. L\u00f6schung &#8211; unabh\u00e4ngig von etwaigen Bedenken gegen die Begr\u00fcndung des Doppelbesitzes. Durch den Zweitsitz wurde beispielsweise ein weiterer Gerichtsstand im Au\u00dfenverh\u00e4ltnis (\u00a7 17 der Zivilproze\u00dfordnung &#8211; ZPO -; vgl. Z\u00f6ller\/Vollkommer, Zivilproze\u00dfordnung, 15. Aufl., \u00a7 17, Rdnr. 9) und f\u00fcr gesellschaftsinterne Auseinandersetzungen (u.a. \u00a7 75 GmbHG) und f\u00fcr Entscheidungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit (\u00a7 51b GmbHG, \u00a7 29 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuches &#8211; BGB &#8211; analog, \u00a7 66 GmbHG) begr\u00fcndet. Fortan bestehen alle registerlichen Anmelde- und Offenlegungspflichten auch gegen\u00fcber dem Handelsregister des Zweitsitzes (vgl. etwa \u00a7\u00a7 39, 40, 54, 57, 58, 65 GmbHG, jetzt auch \u00a7\u00a7 325 ff. des Handelsgesetzbuches &#8211; HGB -).<\/p>\n<p>Im Streitfall kommt hinzu, da\u00df seit der Eintragung des Zweitsitzbeschlusses der Gesellschafterversammlung in beide Handelsregister mehr als drei Jahre verstrichen sind und somit eine Nichtigkeit des Beschlusses von den Gesellschaftern oder den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrern nicht mehr geltend gemacht werden kann. \u00a7\u00a7 249, 241 Nr. 3, 242 Abs. 2 des Aktiengesetzes (AktG) sind f\u00fcr die GmbH analog anzuwenden (Bundesgerichtshof &#8211; BGH-Urteile vom 20. Februar 1984 II ZR 116\/83, Wertpapier-Mitteilungen\/Zeitschrift f\u00fcr Wirtschafts- und Bankrecht &#8211; WM &#8211; 1984, 473; vom 23. M\u00e4rz 1981 II R 27\/80, BGHZ 80, 212).<\/p>\n<p>Wenngleich der Zeitablauf analog \u00a7 242 Abs. 2 Satz 2 AktG eine Amtsl\u00f6schung bei evtl. Vorliegen der Voraussetzungen des \u00a7 144 Abs. 2 des Gesetzes \u00fcber die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG) nicht ausschlie\u00dft, ist bis zu einer &#8211; konstitutiv wirkenden &#8211; L\u00f6schung von der Heilung eines Nichtigkeitsgrunds auszugehen (vgl. K. Schmidt in Scholtz, GmbH-Gesetz, 7. Aufl., \u00a7 45, Rdnr. 83).<\/p>\n<p>Die f\u00fcr die Auslegung des \u00a7 21 Abs. 2 BerlinFG von der Kl\u00e4gerin herangezogenen Kommentierungen zu der ebenfalls auf Gesch\u00e4ftsleitung und Sitz abstellenden Vorschrift des \u00a7 23 Nr. 5 Buchst. a, aa BerlinFG geben f\u00fcr das &#8211; in jener Vorschrift nicht enthaltene &#8211; Ausschlie\u00dflichkeitserfordernis nichts her. Ebensowenig kann aus der in der Revision angef\u00fchrten Verwaltungs- und Schrifttumsauffassung zur Frage der Tariferm\u00e4\u00dfigung bei Sitzverlegung w\u00e4hrend des Veranlagungszeitraumes bzw. der zeitlichen Abgrenzung des Nacheinanders von zwei Sitzen etwas entnommen werden f\u00fcr die Frage des Doppelsitzes bzw. des Nebeneinanderbestehens von zwei Sitzen.<\/p>\n<p>3. Da es bereits am ausschlie\u00dflichen Sitz der Kl\u00e4gerin in Berlin (West) fehlt, kommt es im Streitfall nicht mehr auf die Voraussetzungen der ausschlie\u00dflichen Gesch\u00e4ftsleitung in Berlin (West) und auf die Frage an, ob das Tatbestandsmerkmal der Gesch\u00e4ftsleitung i.S. von \u00a7 11 AO 1977 bzw. \u00a7 15 Abs. 1 StAnpG als Mittelpunkt der gesch\u00e4ftlichen Oberleitung oder aber wie in der Rechtsprechung des FG dahingehend zu verstehen ist, da\u00df es neben Berlin (West) keinen weiteren Ort geben darf, von dem aus zu einem gewissen Teil regelm\u00e4\u00dfig an der Gesch\u00e4ftsleitung mitgewirkt wird (vgl. auch FG Berlin, Urteil vom 28. M\u00e4rz 1988 VIII 356\/86, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211; EFG &#8211; 1988, 547, rechtskr\u00e4ftig).<\/p>\n<p>4. Der \u00c4nderung der Steuerbescheide f\u00fcr die Streitjahre nach \u00a7 164 Abs. 2 AO 1977 stand &#8211; wie das FG zutreffend ausgef\u00fchrt hat &#8211; kein vom FA geschaffener Vertrauenstatbestand entgegen.<\/p>\n<p>Eine verbindliche Zusage i.S. von \u00a7\u00a7 204 ff. AO 1977 aufgrund einer Au\u00dfenpr\u00fcfung oder eine sonstige verbindliche Auskunft wurde nicht erteilt. Ein anderer, nach den auch im Steuerrecht geltenden Grunds\u00e4tzen von Treu und Glauben zu beachtender Vertrauenstatbestand liegt ebenfalls nicht vor; er folgt insbesondere nicht aus der Gew\u00e4hrung der Erm\u00e4\u00dfigung nach \u00a7 21 Abs. 2 BerlinFG f\u00fcr den Veranlagungszeitraum 1974. Nach den Grunds\u00e4tzen der Abschnittsbesteuerung ergibt sich aus der fr\u00fcheren, auch aufgrund einer Au\u00dfenpr\u00fcfung vorgenommenen Beurteilung keine Bindung des FA f\u00fcr die Zukunft (st\u00e4ndige Rechtsprechung, z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211; BFH &#8211; vom 15. Dezember 1988 IV R 36\/84, BFHE 155, 538, 540, BStBl II 1989, 363 zu 2; vom 29. September 1988 V R 53\/83, BFHE 154, 395, 400, BStBl II 1988, 1022 zu B 2; vom 19. November 1985 VIII R 25\/85, BFHE 146, 32, 38, BStBl II 1986, 520 zu 4 c). Danach kann dahinstehen, inwieweit die Beurteilung f\u00fcr 1974 auf die Folgejahre in Anbetracht der Besonderheit \u00fcbertragbar war, da\u00df der Zweitsitz erst Ende 1974 in die beiden Handelsregister eingetragen wurde.<\/p>\n<p>Auch die Tatsache, da\u00df der Pr\u00fcfer f\u00fcr die Streitjahre in der ersten Schlu\u00dfbesprechung keine Bedenken hinsichtlich der Gew\u00e4hrung der Steuererm\u00e4\u00dfigung gem\u00e4\u00df \u00a7 21 Abs. 2 BerlinFG \u00e4u\u00dferte, schuf keinen Vertrauenstatbestand. \u00c4u\u00dferungen in einer Schlu\u00dfbesprechung sind nur vorl\u00e4ufiger Art (BFH-Urteil vom 27. April 1977 I R 211\/74, BFHE 122, 236, 239, BStBl II 1977, 623 zu 1).<\/p>\n<p>Einer Bindung des FA f\u00fcr die Streitjahre steht im \u00fcbrigen entgegen, da\u00df die Bescheide vor der \u00c4nderung unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung ergangen waren (\u00a7 164 Abs. 2 AO 1977, vgl. BFH-Urteile vom 28. April 1987 IX R 7\/83, BFHE 150, 406, 411, BStBl II 1987, 814 a.E.; in BFHE 146, 32, 39, BStBl II 1986, 520 zu 4 c, cc).<\/p>\n<p>Sie konnten demgem\u00e4\u00df auch aufgrund von Tatsachen ge\u00e4ndert werden, die bereits bei der urspr\u00fcnglichen Veranlagung bekannt waren (vgl. BFH-Urteil vom 20. April 1989 V R 130\/84, Steuerrechtsprechung in Karteiform, Einkommensteuergesetz 1975, \u00a7 18 Abs. 1, Rechtsspruch 38 zu 2 d; vom 28. August 1987 III R 189\/84, BFHE 150, 506, 509, BStBl II 1988, 2 zu 2 c).<\/p>\n<p>Da es bereits an dem f\u00fcr die Anwendung der Grunds\u00e4tze von Treu und Glauben erforderlichen Vertrauenstatbestand fehlt, kommt es auf die Frage m\u00f6glicher Dispositionen der Kl\u00e4gerin nicht mehr an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH-Urteil vom 28.2.1990 (I R 120\/86) BStBl. 1990 II S. 553 Eine GmbH hat ihren Sitz im Sinne von \u00a7 21 Abs. 2 BerlinFG nicht &#8222;ausschlie\u00dflich&#8220; in Berlin (West), wenn nach Gesellschaftsvertrag und Handelsregistereintragung an einem anderen Ort ein Zweitsitz (zweiter Hauptsitz oder Doppelsitz) besteht. &nbsp; AO 1977 \u00a7 11; BerlinFG \u00a7 21 Abs. 2; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-28-2-1990-i-r-120_86-bstbl-1990-ii-s-553\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">BFH-Urteil vom 28.2.1990 (I R 120\/86)     BStBl. 1990 II S. 553<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-49013","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49013"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49013\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=49013"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=49013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}