{"id":49038,"date":"1990-08-22T15:17:39","date_gmt":"1990-08-22T13:17:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=49038"},"modified":"2013-06-18T15:18:45","modified_gmt":"2013-06-18T13:18:45","slug":"bfh-urteil-vom-22-8-1990-i-r-69_89-bstbl-1991-ii-s-38","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/bfh-urteil-vom-22-8-1990-i-r-69_89-bstbl-1991-ii-s-38\/","title":{"rendered":"BFH-Urteil vom 22.8.1990    (I R 69\/89) BStBl. 1991 II S. 38"},"content":{"rendered":"<p><strong>BFH-Urteil vom 22.8.1990 (I R 69\/89) BStBl. 1991 II S. 38<\/strong><\/p>\n<p>1. Der Gl\u00e4ubigerbegriff i.S. des \u00a7 44c Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG dient dazu, den Schuldner der Kapitalertragsteuer zu umschreiben. Er ist in einem steuerrechtlichen und nicht in einem zivilrechtlichen Sinne zu verstehen.<\/p>\n<p>2. Bestellt ein typisch stiller Gesellschafter unentgeltlich einen Nie\u00dfbrauch an seiner typischen stillen Beteiligung, so sind die Einnahmen aus der Beteiligung an dem Handelsgewerbe (\u00a7\u00a7 230 ff. HGB n.F.) einkommensteuerrechtlich weiterhin dem stillen Gesellschafter zuzurechnen; dieser &#8222;erzielt&#8220; die Eink\u00fcnfte aus der stillen Beteiligung (\u00a7 2 Abs. 1 EStG).<\/p>\n<p>3. Der stille Gesellschafter ist in diesem Fall Gl\u00e4ubiger der Kapitalertr\u00e4ge i.S. des \u00a7 44 Abs. 1 Satz 1 EStG.<\/p>\n<p>EStG \u00a7 2 Abs. 1, \u00a7 20, \u00a7 44 Abs. 1, \u00a7 44c Abs. 1; HGB n.F. \u00a7\u00a7 230 ff.<\/p>\n<p>Vorinstanz: FG K\u00f6ln<strong><\/strong><\/p>\n<p align=\"center\">Sachverhalt<\/p>\n<p align=\"center\">I.<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger und Revisionskl\u00e4ger (Kl\u00e4ger) ist als eingetragener Verein eine inl\u00e4ndische K\u00f6rperschaft i.S. des \u00a7 5 Abs. 1 Nr. 9 des K\u00f6rperschaftsteuergesetzes (KStG) 1977. Durch Vertrag vom 19. April 1977 bestellte A mit Wirkung ab dem 1. Januar 1977 zugunsten des Kl\u00e4gers den unentgeltlichen Nie\u00dfbrauch an seiner Beteiligung als typischer stiller Gesellschafter an der A-GmbH. Die typische stille Beteiligung ging zur\u00fcck auf einen Vertrag, den A und die A-GmbH ebenfalls mit Wirkung ab dem 1. Januar 1977 geschlossen hatten. In dem Nie\u00dfbrauchsbestellungsvertrag gingen A und der Kl\u00e4ger davon aus, da\u00df die Einnahmen aus der Beteiligung i.S. des \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) von dem Kl\u00e4ger erzielt w\u00fcrden. Der Vertrag enth\u00e4lt eine Steuerklausel, wonach er von Anfang an unwirksam ist, wenn die Finanzverwaltung feststellen sollte, da\u00df die Einnahmen aus der Beteiligung von A erzielt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Gesch\u00e4ftsjahre 1977 bis 1979 zahlte die A-GmbH als Gewinnanteile aus der stillen Beteiligung insgesamt 45.000 DM unmittelbar an den Kl\u00e4ger. Davon behielt sie Kapitalertragsteuer in H\u00f6he von 25 v.H. = 11.250 DM ein und f\u00fchrte sie an das zust\u00e4ndige Finanzamt (FA) ab.<\/p>\n<p>Am 23. Oktober 1980 beantragte der Kl\u00e4ger beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Bundesamt f\u00fcr Finanzen &#8211; BfF -), ihm die einbehaltene Kapitalertragsteuer in H\u00f6he von 11.250 DM gem\u00e4\u00df \u00a7 44c Abs. 1 EStG zu erstatten. Dies lehnte das BfF durch Bescheid vom 26. M\u00e4rz 1981 ab. Gl\u00e4ubiger der Kapitalertr\u00e4ge sei A. Au\u00dferdem sei der Antrag versp\u00e4tet gestellt worden, soweit er die Erstattung von Kapitalertragsteuer betreffe, die auf den Gewinnanteil f\u00fcr das Jahr 1977 entfalle. Der Einspruch und die Klage blieben erfolglos.<\/p>\n<p>Mit seiner vom Bundesfinanzhof (BFH) zugelassenen Revision r\u00fcgt der Kl\u00e4ger die Verletzung der \u00a7\u00a7 2 Abs. 1, 20 Abs. 1 Nr. 4 und 44 ff. EStG.<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger beantragt, das Urteil des Finanzgerichts (FG) K\u00f6ln vom 24. August 1988 6 K 288\/81 aufzuheben und das BfF zu verpflichten, den Ablehnungsbescheid vom 26. M\u00e4rz 1981 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 17. Juli 1981 zu \u00e4ndern und dem Antrag des Kl\u00e4gers vom 23. Oktober 1980 auf Erstattung der Kapitalertragsteuer stattzugeben.<\/p>\n<p>Das BfF beantragt, die Revision zur\u00fcckzuweisen.<strong><\/strong><\/p>\n<p align=\"center\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<p align=\"center\">II.<\/p>\n<p>Die Revision ist unbegr\u00fcndet. Sie war deshalb zur\u00fcckzuweisen (\u00a7 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211; FGO -).<\/p>\n<p>1. Gem\u00e4\u00df \u00a7 44c Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG ist auf Antrag des Gl\u00e4ubigers die einbehaltene und abgef\u00fchrte Kapitalertragsteuer zu erstatten, wenn der Gl\u00e4ubiger eine inl\u00e4ndische K\u00f6rperschaft, Personenvereinigung oder Verm\u00f6gensmasse i.S. des \u00a7 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG 1977 ist. Die Vorschrift verwendet den Begriff &#8222;Gl\u00e4ubiger&#8220; i.S. von &#8222;Gl\u00e4ubiger der Kapitalertr\u00e4ge&#8220;. Der Begriff ist insoweit der gleiche wie der in \u00a7 43 Abs. 1 Nr. 8 Buchst. b aa und Buchst. c, Abs. 2 und 4, in \u00a7 43a Abs. 1 Nrn. 1, 2, 3 und 5, in \u00a7 44 Abs. 1, 2, 4 und 5, in \u00a7 44a Abs. 1, 2, 4 und 5 und in \u00a7 44b Abs. 1 bis 5 EStG verwendete. Er dient dazu, den Schuldner der Kapitalertragsteuer zu umschreiben (\u00a7 44 Abs. 1 Satz 1 EStG). Insoweit hat er die gleiche Funktion wie der Arbeitnehmerbegriff im Lohnsteuerabzugsverfahren (\u00a7 38 Abs. 2 Satz 1, \u00a7 42d Abs. 3 EStG) und der Begriff des &#8222;beschr\u00e4nkt steuerpflichtigen Gl\u00e4ubigers&#8220; i.S. des \u00a7 50a Abs. 5 S\u00e4tze 1, 4 und 6 EStG. Alle genannten Vorschriften geh\u00f6ren zu denjenigen, die die Erhebung der Einkommensteuer, der Lohnsteuer und der Kapitalertragsteuer im VI. Teil des EStG regeln. Ihnen stehen die Vorschriften des I. und II. Teils des EStG gegen\u00fcber, die das Einkommensteuerschuldverh\u00e4ltnis nach seinen pers\u00f6nlichen und sachlichen Voraussetzungen regeln. Die Verwendung des Gl\u00e4ubigerbegriffes in den Vorschriften des VI. Teils des EStG dient dem Zweck, die Person zu umschreiben, die den ma\u00dfgeblichen Besteuerungstatbestand i.S. des I. und II. Teils des EStG verwirklicht hat und deshalb der Steuerschuldner ist. \u00a7 44c Abs. 1 Satz 1 EStG nimmt insoweit auf \u00a7\u00a7 2 Abs. 1 und 20 EStG Bezug. Entsprechend ist der Gl\u00e4ubigerbegriff nicht in einem zivilrechtlichen, sondern in einem steuerrechtlichen Sinne zu verstehen. Es kommt nicht darauf an, wer zivilrechtlich (z.B. auf Grund einer Abtretung gem\u00e4\u00df \u00a7 398 des B\u00fcrgerlichen Gesetzbuches &#8211; BGB &#8211; oder auf Grund einer Nie\u00dfbrauchsbestellung gem\u00e4\u00df \u00a7 1068 BGB) Gl\u00e4ubiger der Kapitalertr\u00e4ge ist, sondern darauf, wer sie im steuerrechtlichen Sinne erzielt (\u00a7 2 Abs. 1 EStG) und zu wessen Lasten deshalb die Kapitalertragsteuer einbehalten und abgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>2. Nach der st\u00e4ndigen Rechtsprechung des BFH (vgl. Gro\u00dfer Senat, Beschlu\u00df vom 29. November 1982 GrS 1\/81, BFHE 137, 433, 438, BStBl II 1983, 272, 274; Urteile vom 9. M\u00e4rz 1982 VIII R 160\/81, BFHE 136, 72, BStBl II 1982, 540; vom 18. Dezember 1986 I R 52\/83, BFHE 149, 440, 445, BStBl II 1988, 521, 524; vom 24. April 1990 VIII R 170\/83, BFHE 160, 256, BStBl II 1990, 539) erzielt Einnahmen aus Kapitalverm\u00f6gen derjenige, der das Kapitalverm\u00f6gen gegen Entgelt zur Nutzung \u00fcberl\u00e4\u00dft. Dies ist derjenige, der die rechtliche und tats\u00e4chliche Macht hat, das in \u00a7 20 Abs. 1 Nrn. 1 bis 7 EStG genannte Kapitalverm\u00f6gen entgeltlich auf Zeit zur Nutzung zu \u00fcberlassen (\u00e4hnlich f\u00fcr die in \u00a7 21 Abs. 1 EStG genannten Wirtschaftsg\u00fcter: BFH-Urteile vom 15. April 1986 IX R 52\/83, BFHE 146, 415, 417, BStBl II 1986, 605; vom 7. Oktober 1986 IX R 167\/83, BFHE 148, 501, 505, BStBl II 1987, 322). Dem entspricht die in \u00a7 24 Nr. 2 EStG enthaltene Regelung. Danach liegen den Eink\u00fcnften i.S. des \u00a7 2 Abs. 1 Nrn. 5 bis 7 EStG Rechtsverh\u00e4ltnisse zugrunde. Bezogen auf die Eink\u00fcnfte i.S. des \u00a7 2 Abs. 1 Nr. 5 EStG ist das Rechtsverh\u00e4ltnis ma\u00dfgebend, auf dem die \u00dcberlassung des Kapitalverm\u00f6gens zur Nutzung beruht. In den F\u00e4llen des \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 4 EStG ist dies die Beteiligung als stiller Gesellschafter als solche. Unma\u00dfgeblich ist dagegen, ob der stille Gesellschafter seinen zivilrechtlichen Anspruch auf den Gewinnanteil durch Abtretung oder in sonstiger Weise auf eine andere Person \u00fcbertragen hat. Im Sinne von \u00a7 2 Abs. 1 EStG erzielt deshalb der stille Gesellschafter stets selbst die Einnahmen aus der Beteiligung an einem Handelsgewerbe gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a7 230 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) n.F. Er ist insoweit Gl\u00e4ubiger der Kapitalertr\u00e4ge i.S. des \u00a7 44c Abs. 1 Satz 1 EStG.<\/p>\n<p>3. F\u00fcr den Streitfall folgt aus der Nie\u00dfbrauchsbestellung zugunsten des Kl\u00e4gers an der Beteiligung des A als stiller Gesellschafter der A-GmbH nichts anderes. Dazu kann dahinstehen, wie die Nie\u00dfbrauchsbestellung zivilrechtlich zu verstehen ist. Sollte der Nie\u00dfbrauch sich nur auf die Gewinnanteile des A als stiller Gesellschafter beziehen, so w\u00e4re das BFH-Urteil vom 14. Dezember 1976 VIII R 146\/73 (BFHE 121, 53, BStBl II 1977, 115) einschl\u00e4gig. Der Kl\u00e4ger w\u00e4re dann schon zivilrechtlich nicht die Person, die Kapital zur Nutzung \u00fcberl\u00e4\u00dft. Er w\u00fcrde nur die Kapitalertr\u00e4ge beziehen wie jemand, an den der entsprechende Anspruch abgetreten wurde. Ob der Nie\u00dfbrauch auch als ein solcher an dem Gewinnstammrecht als dem Inbegriff aller aus der Beteiligung flie\u00dfender Gewinnanspr\u00fcche verstanden werden kann (vgl. dazu BFH-Urteil vom 13. Mai 1976 IV R 83\/75, BFHE 119, 63, BStBl II 1976, 592), ist im Hinblick auf \u00a7 717 BGB schon zivilrechtlich umstritten (vgl. Zutt in: Gro\u00dfkommentar zum Handelsgesetzbuch, 4. Aufl., \u00a7 230 Rdnr. 97; Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211; BGH &#8211; vom 12. Dezember 1974 II ZR 166\/72, Betriebs-Berater &#8211; BB &#8211; 1975, 295). Ebenso umstritten ist, ob der Nie\u00dfbrauch in dem Sinne am ganzen Anteil bestellt werden kann, da\u00df die Mitgliedschaft zwischen Nie\u00dfbraucher und Besteller aufgespalten wird (vgl. M\u00fcnchner Kommentar\/Ulmer, B\u00fcrgerliches Gesetzbuch, \u00a7 705 Rdnr. 84 m.w.N.). Selbst wenn man jedoch zugunsten des Kl\u00e4gers von einer entsprechenden, zivilrechtlich wirksamen Nie\u00dfbrauchsbestellung ausgeht, so w\u00e4ren nur die laufenden Verwaltungsbefugnisse auf den Kl\u00e4ger als den Nie\u00dfbraucher \u00fcbergegangen. Die Nie\u00dfbrauchsbestellung w\u00fcrde die Stellung des A als stiller Gesellschafter der A-GmbH und damit als desjenigen, der die Verm\u00f6genseinlage bewirkt und das sie zu verk\u00f6rpernde Kapital zur Nutzung \u00fcberl\u00e4\u00dft, nicht ber\u00fchren. A bliebe derjenige, der i.S. des \u00a7 20 Abs. 1 Nr. 4 EStG rechtlich und tats\u00e4chlich Kapitalverm\u00f6gen zur Nutzung \u00fcberlie\u00df. Da es steuerrechtlich nur darauf ankommt, \u00e4ndert die Nie\u00dfbrauchsbestellung nichts daran, da\u00df A Gl\u00e4ubiger der Kapitalertr\u00e4ge i.S. des \u00a7 44c Abs. 1 Satz 1 EStG bleibt. Dies schlie\u00dft einen Erstattungsanspruch des Kl\u00e4gers aus Rechtsgr\u00fcnden aus.<\/p>\n<p>4. Auch \u00a7 20 Abs. 2 Nr. 2 Satz 3 EStG steht der getroffenen Entscheidung nicht entgegen. Die Vorschrift regelt nur die Rechtsfolgen, die sich ergeben, wenn Einnahmen dem Nie\u00dfbraucher zuzurechnen sind. Sie betrifft jedoch nicht die Voraussetzungen, unter denen eine entsprechende Zurechnung vorzunehmen ist.<\/p>\n<p>5. Soweit der Kl\u00e4ger die Erstattung der Kapitalertragsteuer aus Billigkeitsgr\u00fcnden entsprechend dem Schreiben des Bundesministers der Finanzen (BMF) vom 21. Juli 1978 IV B 4 &#8211; S 2252 &#8211; 112\/78 (BStBl I 1978, 315) begehrt, kann \u00fcber das Begehren in dem anh\u00e4ngigen Verfahren nicht entschieden werden. Seit Inkrafttreten der Abgabenordnung (AO 1977) ist die Entscheidung \u00fcber eine Billigkeitsma\u00dfnahme Gegenstand eines besonderen Verwaltungsaktes, der zwar mit der Steuerfestsetzung \u00e4u\u00dferlich verbunden werden kann, der jedoch gesondert anzufechten ist. Das Rechtsbehelfsverfahren ist insoweit zweigleisig (vgl. BFH-Urteile vom 21. Dezember 1977 I R 247\/74, BFHE 124, 199, BStBl II 1978, 305; vom 28. Februar 1980 IV R 19\/78, BFHE 130, 244, BStBl II 1980, 528; vom 28. November 1980 VI R 226\/77, BFHE 132, 264, BStBl II 1981, 319; vom 20. November 1987 VI R 140\/84, BFHE 152, 310, BStBl II 1988, 402; vom 13. April 1989 IV R 196\/85, BFHE 156, 489, BStBl II 1989, 614). Gegen die Steuerfestsetzung ist nur der Einspruch (\u00a7 348 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977) und gegen die die Billigkeitsma\u00dfnahme ablehnende Entscheidung nur die Beschwerde (\u00a7 349 i.V.m. \u00a7 348 Abs. 1 Nr. 2 AO 1977) gegeben. Das im Streitfall anh\u00e4ngige Verfahren betrifft ausschlie\u00dflich das durch den Einspruch gegen den Ablehnungsbescheid vom 26. M\u00e4rz 1981 eingeleitete Rechtsbehelfsverfahren. In ihm kann deshalb nur die Erstattung der Kapitalertragsteuer aus Rechtsgr\u00fcnden \u00fcberpr\u00fcft werden.<\/p>\n<p>6. Das FG hat daher die Klage des Kl\u00e4gers im Ergebnis zutreffend abgewiesen. Die Vorentscheidung verletzt insoweit kein Bundesrecht. Die Revision ist unbegr\u00fcndet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH-Urteil vom 22.8.1990 (I R 69\/89) BStBl. 1991 II S. 38 1. Der Gl\u00e4ubigerbegriff i.S. des \u00a7 44c Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG dient dazu, den Schuldner der Kapitalertragsteuer zu umschreiben. Er ist in einem steuerrechtlichen und nicht in einem zivilrechtlichen Sinne zu verstehen. 2. 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