{"id":49572,"date":"2013-02-08T17:54:02","date_gmt":"2013-02-08T15:54:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=49572"},"modified":"2013-06-26T11:09:04","modified_gmt":"2013-06-26T09:09:04","slug":"ii-b-100-12-bewertung-eines-geschenkten-gbr-anteils-nach-einbringung-einer-kommanditbeteiligung-ohne-beruecksichtigung-von-kapitalkonten-aus-ergaenzungsbilanzen-divergenz-grundsaetzliche-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-100-12-bewertung-eines-geschenkten-gbr-anteils-nach-einbringung-einer-kommanditbeteiligung-ohne-beruecksichtigung-von-kapitalkonten-aus-ergaenzungsbilanzen-divergenz-grundsaetzliche-bedeutung\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;100\/12 &#8211; Bewertung eines geschenkten GbR-Anteils nach Einbringung einer Kommanditbeteiligung ohne Ber&uuml;cksichtigung von Kapitalkonten aus Erg&auml;nzungsbilanzen; Divergenz; Grunds&auml;tzliche Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.2.2013, II B 100\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Bewertung eines geschenkten GbR-Anteils nach Einbringung einer Kommanditbeteiligung ohne Ber\u00fccksichtigung von Kapitalkonten aus Erg\u00e4nzungsbilanzen; Divergenz; Grunds\u00e4tzliche Bedeutung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die vom Kl\u00e4ger und Beschwerdef\u00fchrer (Kl\u00e4ger) geltend gemachten Gr\u00fcnde f\u00fcr die Zulassung der Revision nach \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 Alternative\u00a02 und Abs.\u00a01 der Finanzgerichtsordnung (FGO) liegen nicht vor bzw. sind nicht in einer den Anforderungen des \u00a7\u00a0116 Abs.\u00a03 Satz\u00a03 FGO gen\u00fcgenden Weise dargelegt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen einer Divergenz nach \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 Alternative\u00a02 FGO zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Dieser Zulassungsgrund setzt u.a. voraus, dass dieselbe Rechtsfrage in dem angefochtenen Urteil des Finanzgerichts (FG) und in der Divergenzentscheidung unterschiedlich beantwortet wurde (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 26.\u00a0Mai 2004 III\u00a0B\u00a089\/03, BFH\/NV 2004, 1221). Die Identit\u00e4t der Rechtsfrage ist gegeben, wenn die zu vergleichenden Entscheidungen zu derselben Rechtsnorm ergangen sind. Eine Divergenz kann jedoch auch dann vorliegen, wenn die voneinander divergierenden Entscheidungen die gleiche Rechtsfrage in verschiedenen Normen mit den gleichen gesetzlichen Tatbest\u00e4nden unterschiedlich beantwortet haben. In einem solchen Fall ist eine Abweichung dennoch zu verneinen, wenn der jeweilige Normzweck und der unterschiedliche Bedeutungszusammenhang der jeweiligen Vorschriften selbst bei gleichem Wortlaut unterschiedliche Auslegungen rechtfertigen (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2004, 1221, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Das angefochtene Urteil des FG beruht nicht auf einer Abweichung von den Entscheidungen des BFH zur Aufteilung des Einheitswerts bei einer Personengesellschaft. Die vom Kl\u00e4ger angef\u00fchrten Divergenzentscheidungen (BFH-Urteile vom 24.\u00a0Juni 1981 III\u00a0R\u00a049\/78, BFHE 134, 157, BStBl II 1982, 2; vom 11.\u00a0M\u00e4rz 1992 II\u00a0R\u00a0157\/87, BFHE 167, 174, BStBl II 1992, 543; vom 3.\u00a0November 1993 II\u00a0R\u00a096\/91, BFHE 172, 523, BStBl II 1994, 88; vom 31.\u00a0Januar 1996 II\u00a0R\u00a06\/93, BFHE 179, 439, BStBl II 1996, 181) betreffen nicht dieselbe Rechtsfrage wie im Streitfall. Denn sie sind zur Rechtslage vor Einf\u00fcgung des im Streitfall ma\u00dfgeblichen \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a des Bewertungsgesetzes i.d.F. des Jahressteuergesetzes 1997 vom 20.\u00a0Dezember 1996 &#8211;BewG&#8211; (BGBl I 1996, 2049) ergangen. Diese Vorschrift war f\u00fcr die Erbschaft- und Schenkungsteuer erstmals zum 1.\u00a0Januar 1996 anzuwenden (\u00a7\u00a0152 BewG). Die neue Aufteilungsregelung des Betriebsverm\u00f6gens bei Personengesellschaften sollte ein einfach zu praktizierendes Verfahren festlegen, das ber\u00fccksichtigt, dass beim Betriebsverm\u00f6gen die ertragsteuerlichen Bilanzwerte ma\u00dfgebend sind; dadurch sollte die bis dahin von der h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung f\u00fcr erforderlich gehaltene Ermittlung des tats\u00e4chlichen Werts des Unternehmens einschlie\u00dflich der stillen Reserven vermieden werden (BRDrucks 390\/96, S.\u00a046).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Vor Einf\u00fcgung des \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG war dagegen der Wert der Wirtschaftsg\u00fcter des Personengesellschaftsverm\u00f6gens gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a03 BewG a.F. i.V.m. \u00a7\u00a039 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 der Abgabenordnung auf die Gesellschafter nach dem Verh\u00e4ltnis ihrer Anteile zu verteilen. Die Verteilung erfolgte grunds\u00e4tzlich nach dem Verh\u00e4ltnis, in dem die Mitgliedschaftsrechte der einzelnen Beteiligten in allen ihren verm\u00f6gensm\u00e4\u00dfigen Beziehungen zu den Mitgliedschaftsrechten der anderen Beteiligten standen. Den Ausgangspunkt f\u00fcr die Aufteilung des Einheitswerts der Personengesellschaft bildeten die Kapitalkonten der Gesellschafter in der Handelsbilanz, die wegen der Erfassung der stillen Reserven berichtigt werden mussten (vgl. BFH-Urteil in BFHE 179, 439, BStBl II 1996, 181, m.w.N.). Die Regelungen zur Aufteilung und dementsprechend die Aufteilungsma\u00dfst\u00e4be waren demnach vor und nach der Einf\u00fcgung des \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG unterschiedlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl\u00e4ger eine fehlerhafte Anwendung des \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG r\u00fcgt, weil das FG zu Unrecht die f\u00fcr seinen Vater aufgestellte Erg\u00e4nzungsbilanz nicht ber\u00fccksichtigt habe, macht er einen materiell-rechtlichen Fehler geltend, der grunds\u00e4tzlich nicht zur Zulassung der Revision f\u00fchrt (BFH-Beschl\u00fcsse vom 12.\u00a0Dezember 2012 IX\u00a0B\u00a0109\/12, BFH\/NV 2013, 404, und vom 15.\u00a0Februar 2012 IV\u00a0B\u00a0126\/10, BFH\/NV 2012, 774).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Eine Divergenz liegt wegen der fehlenden Identit\u00e4t der Rechtsfrage auch insoweit nicht vor, als der Kl\u00e4ger vortr\u00e4gt, die Erg\u00e4nzungsbilanz sei nach der Rechtsprechung des BFH zum Ertragsteuerrecht (BFH-Urteile vom 5.\u00a0Oktober 1989 IV\u00a0R\u00a0107\/88, BFH\/NV 1990, 496; vom 29.\u00a0Oktober 1991 VIII\u00a0R\u00a0148\/85, BFHE 167, 309, BStBl II 1992, 647; vom 30.\u00a0M\u00e4rz 1993 VIII\u00a0R\u00a063\/91, BFHE 171, 213, BStBl II 1993, 706; vom 2.\u00a0Dezember 1997 VIII\u00a0R\u00a015\/96, BFHE 184, 571, BStBl II 2008, 174; vom 5.\u00a0Juni 2003 IV\u00a0R\u00a036\/02, BFHE 202, 395, BStBl II 2003, 871) ein zwingender Bestandteil der Steuerbilanz und damit im Rahmen des \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG ebenfalls zu ber\u00fccksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Erg\u00e4nzungsbilanzen sind in bestimmten F\u00e4llen zu bilden, um Wertans\u00e4tze in der Steuerbilanz der Personengesellschaft f\u00fcr den einzelnen Mitunternehmer zu korrigieren. Die Ergebnisse aus der Erg\u00e4nzungsbilanz f\u00fchren im Interesse einer zutreffenden Besteuerung zu einer Korrektur des Gewinnanteils des Gesellschafters, z.B. wenn dieser beim Eintritt in die Gesellschaft \u00fcber seine Einlage hinaus Zahlungen unmittelbar an die bisherigen Gesellschafter geleistet und er damit zus\u00e4tzliche Anschaffungskosten f\u00fcr den Erwerb des Anteils an der Personengesellschaft getragen hat. Der Gewinnanteil i.S. des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 des Einkommensteuergesetzes (EStG) setzt sich aus dem Anteil am Steuerbilanzgewinn der Gesellschaft und dem Ergebnis aus der Erg\u00e4nzungsbilanz zusammen (BFH-Urteil in BFHE 167, 309, BStBl II 1992, 647). Auch bei der Ermittlung der H\u00f6he eines Kapitalkontos i.S. des \u00a7\u00a015a Abs.\u00a01 EStG ist das Ergebnis aus der f\u00fcr einen Gesellschafter gef\u00fchrten Erg\u00e4nzungsbilanz miteinzubeziehen (BFH-Urteil in BFHE 171, 213, BStBl II 1993, 706). Die vom Kl\u00e4ger zitierten (angeblichen) Divergenzentscheidungen betreffen also die zutreffende Ermittlung des Gewinnanteils des Gesellschafters i.S. des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 EStG und des auf ihn entfallenden verrechenbaren Verlustes i.S. von \u00a7\u00a015a Abs.\u00a04 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Streitfall geht es dagegen um die Frage, wie der Wert eines Anteils an einer GbR f\u00fcr Zwecke der Schenkungsteuer zu bestimmen ist, wenn ein Gesellschafter bei der Gr\u00fcndung der GbR einen f\u00fcr ihn treuh\u00e4nderisch gehaltenen Teilkommanditanteil an einer GmbH &amp; Co. KG als Einlage in das Gesamthandverm\u00f6gen geleistet hat, die GbR diesen Teilkommanditanteil zum Teilwert in der Er\u00f6ffnungsbilanz erfasst hat und f\u00fcr den einbringenden Gesellschafter eine negative Erg\u00e4nzungsbilanz mit dem Ausweis der Differenz zwischen dem Buchwert und dem Teilwert des Teilkommanditanteils erstellt wurde. Die Bewertung des GbR-Anteils richtet sich schenkungsteuerrechtlich nach \u00a7\u00a012 Abs.\u00a05 S\u00e4tze\u00a01 und 2 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes in der f\u00fcr 1996 geltenden Fassung (ErbStG) i.V.m. \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01 und 1a BewG. Auch wenn \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a Nr.\u00a01 und Nr.\u00a02 BewG f\u00fcr die Aufteilung des Werts des Betriebsverm\u00f6gens der Gesellschaft auf die Gesellschafter das &#8222;Kapitalkonto des Gesellschafters aus der Steuerbilanz&#8220; als eines der ma\u00dfgeblichen Aufteilungskriterien festlegen, bedeutet dies nicht, dass dieses Tatbestandsmerkmal ebenso wie f\u00fcr die Anwendung von \u00a7\u00a015 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 und \u00a7\u00a015a EStG auszulegen ist. Denn Normzweck und Bedeutungszusammenhang der Vorschriften sind jeweils unterschiedlich. Das gilt vor allem auch deshalb, weil bei der Aufteilung nach \u00a7\u00a012 Abs.\u00a05 S\u00e4tze\u00a01 und 2 ErbStG und \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG zu beachten ist, dass bestimmte zum Betriebsverm\u00f6gen geh\u00f6rende Wirtschaftsg\u00fcter (z.B. Betriebsgrundst\u00fccke, Anteile an Kapitalgesellschaften nach \u00a7\u00a012 Abs.\u00a03 und Abs.\u00a05 Satz\u00a03 ErbStG) nicht mit Steuerbilanzwerten, sondern mit besonderen nach dem BewG ermittelten Werten anzusetzen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Infolgedessen hat das FG in dem angefochtenen Urteil die Ber\u00fccksichtigung von Kapitalkonten aus Erg\u00e4nzungsbilanzen im Rahmen des \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG nicht generell, sondern nur insoweit verneint, als sich das Kapital der Erg\u00e4nzungsbilanz auf Wirtschaftsg\u00fcter bezieht, f\u00fcr welche abweichend vom Steuerbilanzwert ein gesondert ermittelter Steuerwert bei der Ermittlung des Betriebsverm\u00f6gens der Gesellschaft ber\u00fccksichtigt wurde. Soweit das FG davon ausgegangen ist, f\u00fcr Beteiligungen an Personengesellschaften mit Betriebsverm\u00f6gen sei in Anlehnung an R\u00a0122 Nr.\u00a03 der Erbschaftsteuer-Richtlinien 2003 ein besonderer Steuerwert anzusetzen und deshalb sei im Streitfall das Kapital des Vaters des Kl\u00e4gers aus der negativen Erg\u00e4nzungsbilanz bei der Aufteilung des Betriebsverm\u00f6gens nicht einzubeziehen, liegt allenfalls ein materiell-rechtlicher Fehler vor, der eine Zulassung der Revision nicht begr\u00fcnden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Die grunds\u00e4tzliche Bedeutung der Rechtssache (\u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 FGO) ist nicht schl\u00fcssig dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Die Darlegung des Zulassungsgrundes verlangt substantiierte Ausf\u00fchrungen zur Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit einer hinreichend bestimmten Rechtsfrage, die im konkreten Streitfall voraussichtlich kl\u00e4rbar ist und deren Beurteilung zweifelhaft oder umstritten ist. Hierzu muss sich der Beschwerdef\u00fchrer mit der Rechtsprechung des BFH und den \u00c4u\u00dferungen im Schrifttum auseinandersetzen. Insbesondere sind Ausf\u00fchrungen erforderlich, aus denen sich ergibt, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr\u00fcnden die Beantwortung der Rechtsfrage zweifelhaft und umstritten ist (vgl. BFH-Beschluss vom 22.\u00a0M\u00e4rz 2012 IV\u00a0B\u00a097\/11, BFH\/NV 2012, 1159). Zur Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftigkeit von Rechtsfragen, die ausgelaufenes Recht betreffen und denen daher regelm\u00e4\u00dfig keine grunds\u00e4tzliche Bedeutung mehr zukommt, m\u00fcssen besondere Gr\u00fcnde geltend gemacht werden und vorliegen, die ausnahmsweise eine Abweichung von dieser Regel rechtfertigen (vgl. BFH-Beschluss vom 26.\u00a0Oktober 2011 IV\u00a0B\u00a0106\/10, BFH\/NV 2012, 166, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Der Kl\u00e4ger hat nicht hinreichend dargelegt, dass die von ihm aufgeworfene Rechtsfrage, ob bei der Aufteilung des ermittelten erbschaftsteuerlichen Gesamtwerts des Betriebsverm\u00f6gens gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG auf die jeweiligen Gesellschafter Wertkorrekturen aus Erg\u00e4nzungsbilanzen zu ber\u00fccksichtigen sind oder nicht, eine grunds\u00e4tzliche Bedeutung hat. Die Rechtsfrage betrifft ausgelaufenes Recht, weil \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG zuletzt durch das Gesetz zur Reform des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuerrechts vom 24.\u00a0Dezember 2008 (BGBl I 2008, 3018) mit Wirkung ab 1.\u00a0Januar 2009 grundlegend ge\u00e4ndert wurde. Zu ermitteln ist nunmehr der gemeine Wert eines Anteils am Betriebsverm\u00f6gen einer Personengesellschaft, wobei der gemeine Wert des Gesamthandsverm\u00f6gens nach den Kapitalkonten der Gesamthandsbilanz dem jeweiligen Gesellschafter zuzurechnen und der verbleibende Wert nach dem Gewinnverteilungsschl\u00fcssel auf die Gesellschafter aufzuteilen ist; der gemeine Wert des Sonderbetriebsverm\u00f6gens ist dem jeweiligen Gesellschafter zuzurechnen. In der Gesetzesbegr\u00fcndung wird ausdr\u00fccklich angef\u00fchrt, dass das Kapital etwaiger Erg\u00e4nzungsbilanzen der Gesellschafter nicht ber\u00fccksichtigt wird, weil die Erg\u00e4nzungsbilanzen weder bei der Ermittlung des Unternehmenswerts ber\u00fccksichtigt werden noch zus\u00e4tzliche Entnahmerechte gew\u00e4hren. Daraus kann nicht der R\u00fcckschluss gezogen werden, nach altem Recht h\u00e4tten die Erg\u00e4nzungsbilanzen Ber\u00fccksichtigung finden sollen. Die Regelungen in \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG (in der f\u00fcr den Streitfall ma\u00dfgebenden Fassung) und in dessen Neufassung sind derart verschieden, dass R\u00fcckschl\u00fcsse nicht m\u00f6glich sind. Besondere Gr\u00fcnde, die trotz der Neufassung des \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG eine grunds\u00e4tzliche Bedeutung der aufgeworfenen Rechtsfrage rechtfertigen k\u00f6nnten, hat der Kl\u00e4ger nicht aufgezeigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dar\u00fcber hinaus hat er sich auch nicht mit der vom FG ausdr\u00fccklich zitierten Literaturauffassung (S.\u00a019 des Urteils) auseinander gesetzt, die im Rahmen des \u00a7\u00a097 Abs.\u00a01a BewG eine Einbeziehung der Erg\u00e4nzungsbilanz eines Gesellschafters abgelehnt hat. Dies w\u00e4re schon deshalb erforderlich gewesen, weil in der Literatur die ertragsteuerrechtliche Bedeutung und Wirkung der Erg\u00e4nzungsbilanz ausf\u00fchrlich dargestellt und die sich daraus f\u00fcr die Schenkungsteuer ergebende Problematik eingehend er\u00f6rtert wurde (vgl. z.B. H\u00fcbner, Zeitschrift f\u00fcr Erbrecht und Verm\u00f6gensnachfolge 2003, 12; ders. in Der Erbschaft-Steuer-Berater 2004, 197 und 2005, 249).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.2.2013, II B 100\/12 Bewertung eines geschenkten GbR-Anteils nach Einbringung einer Kommanditbeteiligung ohne Ber\u00fccksichtigung von Kapitalkonten aus Erg\u00e4nzungsbilanzen; Divergenz; Grunds\u00e4tzliche Bedeutung Gr\u00fcnde 1 Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die vom Kl\u00e4ger und Beschwerdef\u00fchrer (Kl\u00e4ger) geltend gemachten Gr\u00fcnde f\u00fcr die Zulassung der Revision nach \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 Alternative\u00a02 und Abs.\u00a01 der Finanzgerichtsordnung (FGO) &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-100-12-bewertung-eines-geschenkten-gbr-anteils-nach-einbringung-einer-kommanditbeteiligung-ohne-beruecksichtigung-von-kapitalkonten-aus-ergaenzungsbilanzen-divergenz-grundsaetzliche-bedeutung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;B&nbsp;100\/12 &#8211; Bewertung eines geschenkten GbR-Anteils nach Einbringung einer Kommanditbeteiligung ohne Ber&uuml;cksichtigung von Kapitalkonten aus Erg&auml;nzungsbilanzen; Divergenz; Grunds&auml;tzliche Bedeutung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-49572","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49572","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49572"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49572\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=49572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=49572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}