{"id":49580,"date":"2013-04-26T17:52:36","date_gmt":"2013-04-26T15:52:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=49580"},"modified":"2013-06-26T11:12:59","modified_gmt":"2013-06-26T09:12:59","slug":"viii-b-134-11-keine-aussetzung-des-verfahrens-keine-gesonderte-feststellung-freiberuflicher-einkuenfte-keine-revisionszulassung-aufgrund-fehlerhafter-rechtsanwendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-134-11-keine-aussetzung-des-verfahrens-keine-gesonderte-feststellung-freiberuflicher-einkuenfte-keine-revisionszulassung-aufgrund-fehlerhafter-rechtsanwendung\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;134\/11 &#8211; Keine Aussetzung des Verfahrens &#8211; Keine gesonderte Feststellung freiberuflicher Eink&uuml;nfte &#8211; Keine Revisionszulassung aufgrund fehlerhafter Rechtsanwendung"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.4.2013, VIII B 134\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Aussetzung des Verfahrens &#8211; Keine gesonderte Feststellung freiberuflicher Eink\u00fcnfte &#8211; Keine Revisionszulassung aufgrund fehlerhafter Rechtsanwendung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die Beschwerde ist unbegr\u00fcndet. Der vom Kl\u00e4ger und Beschwerdef\u00fchrer (Kl\u00e4ger) ger\u00fcgte Verfahrensmangel der unterlassenen Aussetzung des Verfahrens liegt nicht vor. Das gilt auch f\u00fcr die R\u00fcge, das Urteil der Vorinstanz weiche von der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ab und daher sei eine Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Zwar kann das Unterlassen der Aussetzung des Verfahrens gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a074 der Finanzgerichtsordnung (FGO) einen Verfahrensmangel darstellen (Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, \u00a7\u00a0115 FGO Rz\u00a0103). Im Streitfall ist ein solcher indes nicht gegeben, da f\u00fcr das Finanzgericht (FG) keine beachtlichen Gr\u00fcnde gegeben waren, die eine Aussetzung des Verfahrens nach \u00a7\u00a074 FGO rechtfertigen konnten. Die Aussetzung des Verfahrens ist grunds\u00e4tzlich eine Ermessensentscheidung, bei der insbesondere prozess\u00f6konomische Gesichtspunkte und die Interessen der Beteiligten abzuw\u00e4gen sind (BFH-Beschluss vom 18.\u00a0September 2002 XI\u00a0B\u00a0126\/01, BFH\/NV 2003, 189). Gegen die hier getroffene Entscheidung des FG bestehen keine durchgreifenden Bedenken. Das FG hat sich in seiner Entscheidung unter Zugrundelegung der h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung zu dieser Problematik ausdr\u00fccklich damit befasst, ob eine gesonderte Feststellung der freiberuflichen Eink\u00fcnfte des Kl\u00e4gers erforderlich war. Nach Abw\u00e4gung der Gesamtumst\u00e4nde des Einzelfalls ist das FG dann zu dem Schluss gelangt, eine gesonderte Feststellung sei nicht erforderlich. Dabei hat das FG nicht zuletzt auch darauf Bezug genommen, dass &#8211;auch nach der vom Kl\u00e4ger zitierten Entscheidung XI\u00a0B\u00a0156\/05 vom 16.\u00a0November 2006 (BFH\/NV 2007, 401, m.w.N.)&#8211; es keiner gesonderten Feststellung bedarf, wenn das Finanzamt, von dessen Bezirk aus die T\u00e4tigkeit vorwiegend ausge\u00fcbt wird, zugleich das Wohnsitz-Finanzamt ist. Soweit mit der Beschwerdebegr\u00fcndung dagegen sinngem\u00e4\u00df vorgebracht wird, das Urteil der Vorinstanz sei widerspr\u00fcchlich und rechtsfehlerhaft, kann die Zulassung der Revision damit nicht erreicht werden. Denn Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit der angefochtenen finanzgerichtlichen Entscheidung sind nicht geeignet, Revisionszulassungsgr\u00fcnde darzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Unbegr\u00fcndet ist auch die R\u00fcge der Divergenz. Soweit der Kl\u00e4ger geltend macht, das Urteil des FG weiche i.S. von \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02, 2.\u00a0Alternative FGO von der Rechtsprechung des BFH ab (Urteil vom 9.\u00a0Juli 2009 VI\u00a0R\u00a021\/08, BFHE 225, 449, BStBl II 2009, 822), h\u00e4tte er in der Beschwerdebegr\u00fcndung die tragenden Rechtss\u00e4tze des angefochtenen Urteils und der (angeblichen) Divergenzentscheidung so herausarbeiten und gegen\u00fcberstellen m\u00fcssen, dass eine Abweichung im Grunds\u00e4tzlichen erkennbar wird (st\u00e4ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschl\u00fcsse vom 13.\u00a0September 2002 V\u00a0B\u00a051\/02, BFH\/NV 2003, 212; vom 7.\u00a0Juli 2003 VIII\u00a0B\u00a0228\/02, BFH\/NV 2003, 1440; vom 21.\u00a0Oktober 2005 VIII\u00a0B\u00a0295\/04, BFH\/NV 2006, 339). Daran fehlt es, denn das FG ist ersichtlich von der Rechtsauffassung des BFH zu der Frage ausgegangen, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Betriebst\u00e4tte oder eine regelm\u00e4\u00dfige Arbeitsst\u00e4tte anzunehmen ist und hat auch darauf hingewiesen, dass es entscheidend darauf ankommt, ob sich der Steuerpflichtige in unterschiedlicher Weise auf die immer gleichen Wege einstellen und so auf eine Minderung der Wegekosten hinwirken kann. Das FG hat dann unter W\u00fcrdigung der Gesamtumst\u00e4nde, insbesondere auch unter Ber\u00fccksichtigung der vom Kl\u00e4ger vorgelegten Vertr\u00e4ge, den Schluss gezogen, die Generaldirektion Postdienst in Y sei eine regelm\u00e4\u00dfige Betriebst\u00e4tte des Kl\u00e4gers. Lediglich in Erg\u00e4nzung zu diesen Ausf\u00fchrungen hat das FG zus\u00e4tzlich festgestellt, dass die T\u00e4tigkeit des Kl\u00e4gers auch aus einer ex post-Betrachtung dauerhaft angelegt war. Darin liegt keine Abweichung von der sowohl vom Kl\u00e4ger als auch vom FG in Bezug genommenen (angeblichen) Divergenzentscheidung, sondern lediglich eine Erg\u00e4nzung der Argumentation des FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es k\u00f6nnte deshalb allenfalls eine fehlerhafte Anwendung der Rechtsprechungsgrunds\u00e4tze auf die Besonderheiten des Streitfalles vorliegen. Das reicht aber grunds\u00e4tzlich als Zulassungsgrund gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0115 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 FGO nicht aus (st\u00e4ndige Rechtsprechung, vgl. u.a. BFH-Beschl\u00fcsse vom 6.\u00a0April 1995 VIII\u00a0B\u00a061\/94, BFH\/NV 1996, 137, m.w.N.; vom 25.\u00a0November 1999 I\u00a0B\u00a034\/99, BFH\/NV 2000, 677, unter 2.b der Gr\u00fcnde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Eine unrichtige Rechtsanwendung im Einzelfall k\u00f6nnte allenfalls dann zur Zulassung der Revision f\u00fchren, wenn dieser Fehler von erheblichem Gewicht und zudem geeignet ist, das Vertrauen in die Rechtsprechung zu besch\u00e4digen oder aber, wenn die Entscheidung des FG objektiv willk\u00fcrlich ist (vgl. Lange in H\u00fcbschmann\/Hepp\/Spitaler, \u00a7\u00a0115 FGO Rz\u00a0202, 204\u00a0f.; Gr\u00e4ber\/ Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.\u00a0Aufl., \u00a7\u00a0115 Rz\u00a055 und 68). Daf\u00fcr bestehen jedoch keine Anhaltspunkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.4.2013, VIII B 134\/11 Keine Aussetzung des Verfahrens &#8211; Keine gesonderte Feststellung freiberuflicher Eink\u00fcnfte &#8211; Keine Revisionszulassung aufgrund fehlerhafter Rechtsanwendung Gr\u00fcnde 1 1. Die Beschwerde ist unbegr\u00fcndet. Der vom Kl\u00e4ger und Beschwerdef\u00fchrer (Kl\u00e4ger) ger\u00fcgte Verfahrensmangel der unterlassenen Aussetzung des Verfahrens liegt nicht vor. Das gilt auch f\u00fcr die R\u00fcge, das Urteil der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-134-11-keine-aussetzung-des-verfahrens-keine-gesonderte-feststellung-freiberuflicher-einkuenfte-keine-revisionszulassung-aufgrund-fehlerhafter-rechtsanwendung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;B&nbsp;134\/11 &#8211; Keine Aussetzung des Verfahrens &#8211; Keine gesonderte Feststellung freiberuflicher Eink&uuml;nfte &#8211; Keine Revisionszulassung aufgrund fehlerhafter Rechtsanwendung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-49580","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49580","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=49580"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/49580\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=49580"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=49580"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=49580"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}