{"id":50147,"date":"2012-12-20T13:14:21","date_gmt":"2012-12-20T11:14:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=50147"},"modified":"2013-06-23T13:22:33","modified_gmt":"2013-06-23T11:22:33","slug":"iii-r-33-12-einheitliche-ausuebung-des-gewinnermittlungswahlrechts-bei-der-einkommensteuerfestsetzung-und-der-kindergeldfestsetzung-einkommensteuerbescheid-des-kindes-kein-grundlagenbescheid-fuer-di-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-33-12-einheitliche-ausuebung-des-gewinnermittlungswahlrechts-bei-der-einkommensteuerfestsetzung-und-der-kindergeldfestsetzung-einkommensteuerbescheid-des-kindes-kein-grundlagenbescheid-fuer-di-4\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;33\/12 &#8211; Einheitliche Aus&uuml;bung des Gewinnermittlungswahlrechts bei der Einkommensteuerfestsetzung und der Kindergeldfestsetzung &#8211;&nbsp;&nbsp;Einkommensteuerbescheid des Kindes kein Grundlagenbescheid f&uuml;r die Kindergeldfestsetzung &#8211; Aus&uuml;bung des Gewinnermittlungswahlrechts"},"content":{"rendered":"<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.12.2012, III R 33\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Einheitliche Aus\u00fcbung des Gewinnermittlungswahlrechts bei der Einkommensteuerfestsetzung und der Kindergeldfestsetzung &#8211;\u00a0\u00a0Einkommensteuerbescheid des Kindes kein Grundlagenbescheid f\u00fcr die Kindergeldfestsetzung &#8211; Aus\u00fcbung des Gewinnermittlungswahlrechts<\/p>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Erzielt ein Kind gewerbliche Eink\u00fcnfte und steht ihm hinsichtlich der Gewinnermittlungsart ein Wahlrecht zwischen dem Betriebsverm\u00f6gensvergleich und der Einnahme-\u00dcberschussrechnung zu, so kann dieses Wahlrecht auch bei der f\u00fcr die Kindergeldfestsetzung nach \u00a7 32 Abs. 4 Satz 2 EStG 2002 notwendigen Ermittlung der Eink\u00fcnfte des Kindes nur vom Kind und nicht vom Kindergeldberechtigten ausge\u00fcbt werden.<\/p>\n<p>2. Hat das Kind das Gewinnermittlungswahlrecht wirksam ausge\u00fcbt, so ist die gew\u00e4hlte Gewinnermittlungsart sowohl im Rahmen der Einkommensteuerfestsetzung gegen\u00fcber dem Kind als auch im Rahmen der Kindergeldfestsetzung gegen\u00fcber dem Kindergeldberechtigten der Ermittlung der Eink\u00fcnfte des Kindes zugrunde zu legen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) bezog f\u00fcr ihren am &#8230;\u00a0November 1984 geborenen Sohn (S) Kindergeld. Bis 21.\u00a0Juli 2006 befand sich S in einem Berufsausbildungsverh\u00e4ltnis. Vom 31.\u00a0August 2006 bis 1.\u00a0Juli 2007 absolvierte er eine einj\u00e4hrige Fachschulausbildung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>S erzielte im Streitzeitraum 2006 Eink\u00fcnfte aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb und aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit. F\u00fcr Zwecke der Besteuerung ermittelte S seine Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb mit einem unter dem 10.\u00a0April 2008 erstellten Jahresabschluss gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a04 Abs.\u00a01 des Einkommensteuergesetzes 2002 (EStG), den er beim zust\u00e4ndigen Finanzamt (FA) einreichte. Danach ergab sich ein Verlust in H\u00f6he von 8.964,15\u00a0EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In ihrer im April 2008 bei der Beklagten und Revisionsbeklagten (Familienkasse) eingereichten Erkl\u00e4rung zu den Eink\u00fcnften und Bez\u00fcgen des S gab die Kl\u00e4gerin hingegen einen gewerblichen Verlust in H\u00f6he von 12.437\u00a0EUR an, der mittels einer Einnahme-\u00dcberschussrechnung vom 11.\u00a0April 2008 ermittelt wurde. Danach h\u00e4tten sich nach Berechnung der Kl\u00e4gerin Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge in H\u00f6he von 5.158,79\u00a0EUR ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse setzte jedoch nur einen gewerblichen Verlust in H\u00f6he von 8.964,15\u00a0EUR an und ermittelte danach Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge in H\u00f6he von 8.861,36\u00a0EUR. Mit Bescheid vom 30.\u00a0September 2008 hob die Familienkasse die Kindergeldfestsetzung f\u00fcr den Zeitraum Januar 2006 bis Dezember 2006 gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a070 Abs.\u00a04 EStG auf und forderte das bereits ausgezahlte Kindergeld in H\u00f6he von 1.848\u00a0EUR von der Kl\u00e4gerin zur\u00fcck. Den hiergegen gerichteten Einspruch wies die Familienkasse mit Einspruchsentscheidung vom 22.\u00a0Februar 2011 als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die dagegen gerichtete Klage als unbegr\u00fcndet ab. Zur Begr\u00fcndung verwies es im Wesentlichen darauf, dass S sein Gewinnermittlungswahlrecht durch die Aufstellung des Jahresabschlusses ausge\u00fcbt habe und daher auch im Kindergeldfestsetzungsverfahren an die Gewinnermittlung nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a01 EStG gebunden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der vom Senat zugelassenen Revision r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt sinngem\u00e4\u00df,<br \/>\ndas Urteil des FG, den Aufhebungsbescheid vom 30.\u00a0September 2008 sowie die Einspruchsentscheidung vom 22.\u00a0Februar 2011 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight: bold;\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr\u00fcndet und wird daher zur\u00fcckgewiesen (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass der Kl\u00e4gerin kein Kindergeldanspruch zusteht, weil die Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge des S im Streitzeitraum 2006 den Grenzbetrag des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a02 EStG \u00fcberschritten haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Nach \u00a7\u00a063 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 Nr.\u00a01 i.V.m. \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 Nr.\u00a02 Buchst.\u00a0a, Satz\u00a02 EStG in der im Streitzeitraum 2006 geltenden Fassung ist ein Kind, das noch nicht das 27.\u00a0Lebens-jahr vollendet hat und f\u00fcr einen Beruf ausgebildet wird, nur zu ber\u00fccksichtigen, wenn seine Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge, die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind, den Jahresgrenzbetrag von 7.680\u00a0EUR nicht \u00fcbersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des Senats ist unter dem Begriff der Eink\u00fcnfte i.S. des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a02 EStG entsprechend der Definition in \u00a7\u00a02 Abs.\u00a02 EStG bei den Eink\u00fcnften aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb und selbst\u00e4ndiger Arbeit der Gewinn (\u00a7\u00a7\u00a04 bis 7k EStG) und bei den anderen Einkunftsarten der \u00dcberschuss der Einnahmen \u00fcber die Werbungskosten (\u00a7\u00a7\u00a08 bis 9a EStG) zu verstehen (vgl. Senatsurteil vom 22.\u00a0Dezember 2011 III\u00a0R\u00a069\/09, BFHE 236, 298, BStBl II 2012, 888, m.w.N.). Ebenso ist f\u00fcr die zeitliche Zuordnung der Eink\u00fcnfte auf den Eink\u00fcnftebegriff des \u00a7\u00a02 Abs.\u00a02 EStG abzustellen. Daher ist &#8211;entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin&#8211; das Zuflussprinzip des \u00a7\u00a011 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG nur im Rahmen der \u00dcberschusseinkunftsarten des \u00a7\u00a02 Abs.\u00a02 Nr.\u00a02 EStG anzuwenden, l\u00e4sst nach \u00a7\u00a011 Abs.\u00a01 Satz\u00a05 EStG dagegen die f\u00fcr die Gewinneinkunftsarten des \u00a7\u00a02 Abs.\u00a02 Nr.\u00a01 EStG geltenden Sondervorschriften (\u00a7\u00a04 Abs.\u00a01, \u00a7\u00a05 EStG) unber\u00fchrt (Senatsurteil in BFHE 236, 298, BStBl II 2012, 888).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) aa) Die Familienkasse hat die H\u00f6he der Eink\u00fcnfte und Bez\u00fcge eines Kindes selbst\u00e4ndig und ohne Bindung an den Inhalt eines f\u00fcr das Kind ergangenen Einkommensteuerbescheids zu ermitteln. Dem f\u00fcr das Kind ergangenen Einkommensteuerbescheid kommt f\u00fcr die Festsetzung des Kindergelds keine Bindungswirkung zu, es handelt sich dabei nicht um einen Grundlagenbescheid i.S. des \u00a7\u00a0171 Abs.\u00a010 der Abgabenordnung (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23.\u00a0November 2001 VI\u00a0R\u00a0125\/00, BFHE 197, 387, BStBl II 2002, 296; Senatsbeschluss vom 31.\u00a0Oktober 2008 III\u00a0B\u00a0109\/08, BFH\/NV 2009, 160). Unerheblich ist daher auch, dass die Kl\u00e4gerin mangels Beschwer nicht gegen die Einkommensteuerfestsetzung gegen\u00fcber dem S vorgehen kann. Da sie durch eine fehlerhafte Eink\u00fcnfteberechnung der Familienkasse beschwert w\u00e4re, st\u00fcnden ihr insoweit ausreichende Rechtsschutzm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Hieraus ergibt sich jedoch nicht, dass das steuerpflichtige Kind steuerliche Wahlrechte f\u00fcr Zwecke der Steuerfestsetzung und der Kindergeldfestsetzung unterschiedlich aus\u00fcben k\u00f6nnte. Da der Eink\u00fcnftebegriff des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a02 EStG dem des \u00a7\u00a02 Abs.\u00a02 EStG entspricht, sind auch die f\u00fcr die einzelnen Einkunftsarten geltenden Einkunftsermittlungsvorschriften zu beachten (vgl. etwa Gr\u00f6nke-Reimann in Herrmann\/Heuer\/ Raupach &#8211;HHR&#8211;, \u00a7\u00a032 EStG Rz\u00a0136). Insoweit bestimmen die f\u00fcr die einzelnen Einkunftsarten geltenden Vorschriften des materiellen und formellen Steuerrechts, ob und gegebenenfalls in welcher Art und Weise ein steuerliches Wahlrecht ausge\u00fcbt wird. Hat der Steuerpflichtige f\u00fcr Zwecke der Einkommensteuerfestsetzung ein steuerrechtliches Wahlrecht wirksam in bestimmter Weise ausge\u00fcbt, ist dies deshalb auch f\u00fcr die Eink\u00fcnfteberechnung im Rahmen des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a02 EStG ma\u00dfgebend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2.\u00a0a)\u00a0aa) Gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a05 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG m\u00fcssen Gewerbetreibende, die auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind, B\u00fccher zu f\u00fchren und regelm\u00e4\u00dfig Abschl\u00fcsse zu machen, oder die ohne eine solche Verpflichtung B\u00fccher f\u00fchren und regelm\u00e4\u00dfig Abschl\u00fcsse machen, f\u00fcr den Schluss des Wirtschaftsjahres das Betriebsverm\u00f6gen ansetzen (\u00a7\u00a04 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG), das nach den handelsrechtlichen Grunds\u00e4tzen ordnungsm\u00e4\u00dfiger Buchf\u00fchrung auszuweisen ist. Trifft sie eine solche Verpflichtung nicht und f\u00fchren sie keine B\u00fccher und machen sie keine Abschl\u00fcsse, k\u00f6nnen sie nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a03 EStG als Gewinn den \u00dcberschuss der Betriebseinnahmen \u00fcber die Betriebsausgaben ansetzen. Nicht buchf\u00fchrungspflichtige Gewerbetreibende, die auch freiwillig keine B\u00fccher f\u00fchren und keine Abschl\u00fcsse machen, haben danach das Recht, zwischen der Gewinnermittlung nach \u00a7\u00a05 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 i.V.m. \u00a7\u00a04 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 EStG und nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a03 EStG zu w\u00e4hlen (BFH-Urteile vom 19.\u00a0M\u00e4rz 2009 IV\u00a0R\u00a057\/07, BFHE 224, 513, BStBl II 2009, 659, und vom 21.\u00a0Juli 2009 X\u00a0R\u00a046\/08, BFH\/NV 2010, 186).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin steht das Wahlrecht nur dem Steuerpflichtigen, d.h. im vorliegenden Fall dem Kind S, zu. Dass die Eink\u00fcnfte des Kindes \u00fcber \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a02 EStG den Kindergeldanspruch der Kl\u00e4gerin beeinflussen, bedeutet nicht, dass einkommensteuerrechtliche Wahlrechte des Kindes im Kindergeldfestsetzungsverfahren vom Kindergeldberechtigten ausge\u00fcbt werden k\u00f6nnen. Die Regelung des \u00a7\u00a032 Abs.\u00a04 Satz\u00a02 EStG enth\u00e4lt nur eine Ankn\u00fcpfung an die Definition des Eink\u00fcnftebegriffs des \u00a7\u00a02 Abs.\u00a02 EStG, sie f\u00fchrt indessen nicht dazu, dass hinsichtlich der Person des Steuerpflichtigen das Kind durch den Kindergeldberechtigten ersetzt w\u00fcrde. Folglich kann es auch nicht zu dem von der Kl\u00e4gerin angegriffenen \u00dcbergang einer von S freiwillig \u00fcbernommenen Buchf\u00fchrungspflicht auf die Kl\u00e4gerin kommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese Auslegung widerspricht nicht dem von der Kl\u00e4gerin zitierten BFH-Urteil vom 30.\u00a0September 1980 VIII\u00a0R\u00a0201\/78 (BFHE 132, 228, BStBl II 1981, 301). In diesem Fall ging es um die Frage, ob der Steuerpflichtige eine Wahl zwischen den Gewinnermittlungsarten getroffen haben kann, wenn er bestreitet, gewerblich t\u00e4tig geworden zu sein. Diese Frage stellt sich im Streitfall nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Das Wahlrecht zur Gewinnermittlung nach \u00a7\u00a04 Abs.\u00a03 EStG entf\u00e4llt erst mit der Erstellung des Abschlusses, nicht hingegen bereits mit der Einrichtung der Buchf\u00fchrung. Da der Steuerpflichtige den Abschluss erst nach Ablauf des Gewinnermittlungszeitraums erstellt, wird die Wahl zwischen den Gewinnermittlungsarten auch erst durch den Abschluss und folglich nicht bereits zu Beginn des Wirtschaftsjahres ausge\u00fcbt (BFH-Urteil in BFHE 224, 513, BStBl II 2009, 659, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Hat der Steuerpflichtige wirksam die Einnahme-\u00dcberschussrechnung als Gewinnermittlungsmethode gew\u00e4hlt, kann er nicht sp\u00e4ter f\u00fcr das betreffende Wirtschaftsjahr diese Wahl r\u00fcckg\u00e4ngig machen und die Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich w\u00e4hlen (BFH-Urteil vom 8.\u00a0Oktober 2008 VIII\u00a0R\u00a074\/05, BFHE 223, 261, BStBl II 2009, 238; Nacke in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, \u00a7\u00a7\u00a04, 5 Rz\u00a01504).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Ebenso scheidet die Wahl der Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich aus, wenn der Steuerpflichtige nicht zeitnah zu Beginn des Gewinnermittlungszeitraums eine Er\u00f6ffnungsbilanz aufgestellt und eine den handelsrechtlichen Grunds\u00e4tzen ordnungsgem\u00e4\u00dfer Buchf\u00fchrung entsprechende (zur Geltung bei freiwillig Buchf\u00fchrenden s. HHR\/Stobbe, \u00a7\u00a05 EStG Rz\u00a035) Buchf\u00fchrung eingerichtet hat (BFH-Urteil in BFHE 224, 513, BStBl II 2009, 659).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Ein Einzelunternehmer hat seine Einnahme-\u00dcberschussrechnung bzw. seinen Bestandsvergleich in dem Zeitpunkt erstellt, in dem er sie bzw. ihn fertiggestellt hat und objektiv erkennbar als endg\u00fcltig ansieht (vgl. hierzu Bl\u00fcmich\/Ehmcke, \u00a7\u00a06 EStG Rz\u00a044). Als Beweisanzeichen daf\u00fcr, dass der Einzelunternehmer die fertiggestellte Gewinnermittlung als endg\u00fcltig ansieht, kann u.a. die Tatsache gewertet werden, dass er sie in den Rechtsverkehr begibt (z.B. \u00dcbersendung an das FA).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Das FG ist von den vorgenannten Grunds\u00e4tzen ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Es hat festgestellt, dass S nicht gesetzlich verpflichtet gewesen ist, B\u00fccher zu f\u00fchren, jedoch freiwillig B\u00fccher gef\u00fchrt und f\u00fcr 2006 einen Abschluss durch Betriebsverm\u00f6gensvergleich erstellt hat. Nach den Feststellungen des FG wurde der Bestandsvergleich auch zeitlich vor der Einnahme-\u00dcberschussrechnung erstellt. Denn S hat bereits am 10.\u00a0April 2008 den Bestandsvergleich fertiggestellt. Er hat diesen auch objektiv erkennbar als endg\u00fcltig angesehen, was sich daraus ergibt, dass er ihn nach den Feststellungen des FG beim FA eingereicht hat. Zum Zeitpunkt der Erstellung der Einnahme-\u00dcberschussrechnung (11.\u00a0April 2008) war das Wahlrecht bereits wegen des zeitlich fr\u00fcher erfolgten Bestandsvergleichs verbraucht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dahingestellt lassen kann der Senat, ob sich etwas anderes erg\u00e4be, wenn &#8211;wie von der Kl\u00e4gerin vorgetragen&#8211; zun\u00e4chst die Einnahme-\u00dcberschussrechnung erstellt, diese dann aber erst sp\u00e4ter als der Bestandsvergleich ausgedruckt worden w\u00e4re. Denn insoweit handelt es sich um ein im Revisionsverfahren unbeachtliches neues Vorbringen (\u00a7\u00a0118 Abs.\u00a02 FGO). Weder hat die Kl\u00e4gerin ausweislich des Tatbestands des angefochtenen Urteils diesen Sachverhalt im finanzgerichtlichen Verfahren vorgetragen noch hat sie insoweit einen &#8211;befristeten&#8211; Antrag auf Tatbestandsberichtigung gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0108 Abs.\u00a01 FGO gestellt. Ebenso wenig hat sie eine Verfahrensr\u00fcge wegen einer Verletzung der Amtsermittlungspflicht seitens des FG erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p><!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 20.12.2012, III R 33\/12 Einheitliche Aus\u00fcbung des Gewinnermittlungswahlrechts bei der Einkommensteuerfestsetzung und der Kindergeldfestsetzung &#8211;\u00a0\u00a0Einkommensteuerbescheid des Kindes kein Grundlagenbescheid f\u00fcr die Kindergeldfestsetzung &#8211; Aus\u00fcbung des Gewinnermittlungswahlrechts Leits\u00e4tze 1. Erzielt ein Kind gewerbliche Eink\u00fcnfte und steht ihm hinsichtlich der Gewinnermittlungsart ein Wahlrecht zwischen dem Betriebsverm\u00f6gensvergleich und der Einnahme-\u00dcberschussrechnung zu, so kann dieses Wahlrecht &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-33-12-einheitliche-ausuebung-des-gewinnermittlungswahlrechts-bei-der-einkommensteuerfestsetzung-und-der-kindergeldfestsetzung-einkommensteuerbescheid-des-kindes-kein-grundlagenbescheid-fuer-di-4\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;33\/12 &#8211; Einheitliche Aus&uuml;bung des Gewinnermittlungswahlrechts bei der Einkommensteuerfestsetzung und der Kindergeldfestsetzung &#8211;&nbsp;&nbsp;Einkommensteuerbescheid des Kindes kein Grundlagenbescheid f&uuml;r die Kindergeldfestsetzung &#8211; Aus&uuml;bung des Gewinnermittlungswahlrechts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-50147","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50147","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=50147"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/50147\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=50147"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=50147"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=50147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}